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	<title>Mali | Politik | Innen- &amp; Außenpolitik | Westafrika | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>Mali | Politik | Innen- &amp; Außenpolitik | Westafrika | FOKUS AFRIKA</title>
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		<title>Nach Jahren der Spannungen: Mali und Côte d’Ivoire wollen gemeinsam dschihadistischer Gruppen bekämpfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 10:26:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Côte d’Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali und Côte d’Ivoire nehmen nach Jahren politischer Spannungen direkte Geheimdienstgespräche auf. Im Fokus stehen Terrorismusbekämpfung und Grenzsicherheit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-jahren-der-spannungen-mali-und-cote-divoire-wollen-gemeinsam-dschihadistischer-gruppen-bekaempfen%2F&amp;action_name=Nach%20Jahren%20der%20Spannungen%3A%20Mali%20und%20C%C3%B4te%20d%E2%80%99Ivoire%20wollen%20gemeinsam%20dschihadistischer%20Gruppen%20bek%C3%A4mpfen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-jahren-der-spannungen-mali-und-cote-divoire-wollen-gemeinsam-dschihadistischer-gruppen-bekaempfen/">Nach Jahren der Spannungen: Mali und Côte d’Ivoire wollen gemeinsam dschihadistischer Gruppen bekämpfen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mali und Côte d’Ivoire suchen nach Jahren politischer Spannungen wieder den direkten Austausch ihrer Geheimdienste, um gemeinsam gegen terroristische Gruppen vorzugehen. Vom 15. bis 17. Oktober 2026 hielt sich der ivorische Geheimdienstkoordinator Vassiriki Traoré zu einem dreitägigen Arbeitsbesuch in Bamako auf. Die Gespräche fanden auf Einladung des malischen Geheimdienstchefs Modibo Koné statt. Beide Nachbarstaaten stehen vor einer wachsenden dschihadistischen Bedrohung, während ihre politischen Beziehungen seit den Militärputschen in Mali erheblich belastet sind.</p>



<h2 id="h-geheimdienstchefs-beraten-uber-gemeinsame-terrorismusbekampfung" class="wp-block-heading"><span id="geheimdienstchefs-beraten-ueber-gemeinsame-terrorismusbekaempfung">Geheimdienstchefs beraten über gemeinsame Terrorismusbekämpfung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vassiriki Traoré, nationaler Geheimdienstkoordinator der Côte d’Ivoire, traf in Bamako mit Vertretern der malischen Sicherheitsbehörden zusammen. Gastgeber war General Modibo Koné, Generaldirektor der malischen Staatssicherheitsbehörde ANSE.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt standen nach Informationen aus Sicherheitskreisen die Bekämpfung terroristischer Gruppen und die Stärkung der nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Vereinbarungen oder neue gemeinsame Sicherheitsmaßnahmen wurden zunächst nicht bekannt. Der Besuch stellt jedoch einen direkten Kontakt zwischen den Sicherheitsführungen zweier Staaten her, deren Beziehungen seit mehreren Jahren von politischen Gegensätzen geprägt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koné gehört zu den einflussreichen Vertretern des malischen Sicherheitsapparats. Er zählt zum Umfeld jener Militärs, die im August 2020 die Macht in Mali übernahmen. Seine Einladung an den ivorischen Geheimdienstkoordinator bringt damit zwei hochrangige Vertreter der Sicherheitsstrukturen unmittelbar miteinander ins Gespräch.</p>



<h2 id="h-dschihadistische-gruppen-bedrohen-gemeinsame-grenzregion" class="wp-block-heading"><span id="dschihadistische-gruppen-bedrohen-gemeinsame-grenzregion">Dschihadistische Gruppen bedrohen gemeinsame Grenzregion</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mali und Côte d’Ivoire teilen eine lange Grenze, deren Kontrolle durch weitläufige und teilweise schwer zugängliche Gebiete erschwert wird. Bewaffnete dschihadistische Gruppen haben ihre Aktivitäten in den vergangenen Jahren aus dem zentralen Sahel zunehmend in Richtung der südlichen Nachbarstaaten ausgeweitet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="636" height="357" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png" alt="" class="wp-image-25790 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png 636w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-300x168.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-380x213.png 380w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch der Norden der Côte d’Ivoire war bereits von Angriffen betroffen. Die dortigen Sicherheitskräfte müssen verhindern, dass bewaffnete Gruppen aus Mali und Burkina Faso grenzüberschreitende Rückzugsräume und Versorgungswege aufbauen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein regelmäßiger Austausch der Geheimdienste kann den Behörden helfen, Bewegungen bewaffneter Gruppen, mögliche Anschlagsvorbereitungen und grenzüberschreitende Netzwerke zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage betrifft zugleich eine der wichtigsten Wirtschaftsverbindungen Westafrikas. Der Transportkorridor zwischen Abidjan und Bamako verbindet das westafrikanische Binnenland mit den ivorischen Häfen. Mali nutzt diese Route für einen Teil seiner Importe und Exporte. Angriffe oder anhaltende Unsicherheit entlang der Verkehrswege können deshalb auch den regionalen Warenverkehr beeinträchtigen.</p>



<h2 id="h-militarputsche-und-bundniswechsel-belasteten-die-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="militaerputsche-und-buendniswechsel-belasteten-die-beziehungen">Militärputsche und Bündniswechsel belasteten die Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Abidjan und Bamako verschlechterten sich nach den Militärputschen in Mali im August 2020 und Mai 2021. Während die ivorische Regierung ihre traditionellen internationalen Partnerschaften und ihre Zusammenarbeit mit Frankreich fortsetzte, schlug die malische Militärführung einen anderen außenpolitischen Kurs ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/niger-beschuldigt-frankreich-nach-putschversuch-russland-profitiert/" data-type="post" data-id="29756">Bamako baute die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Russland aus und beendete die bisherige militärische Kooperation mit Frankreich.</a> Gleichzeitig nahmen die Spannungen mit der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, französisch CEDEAO, zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali, Burkina Faso und Niger gründeten schließlich die Allianz der Sahelstaaten (AES) und verließen gemeinsam die ECOWAS. Die Côte d’Ivoire blieb dagegen Mitglied der westafrikanischen Regionalorganisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen politischen Bündnisse erschwerten auch die regionale Abstimmung in Sicherheitsfragen. Gerade bei der Bekämpfung grenzüberschreitender bewaffneter Gruppen sind die Sicherheitsbehörden der Nachbarstaaten jedoch auf Informationen über Entwicklungen jenseits ihrer eigenen Staatsgrenzen angewiesen.</p>



<h2 id="h-annaherung-in-einer-phase-regionaler-gesprache" class="wp-block-heading"><span id="annaeherung-in-einer-phase-regionaler-gespraeche">Annäherung in einer Phase regionaler Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" data-type="post" data-id="26707">Der Besuch des ivorischen Geheimdienstkoordinators fällt in eine Phase neuer diplomatischer Kontakte zwischen der ECOWAS und der Allianz der Sahelstaaten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ecowas-und-sahel-allianz-aes-verhandeln-ueber-neue-zusammenarbeit-nach-bruch/">Am 17. Oktober kamen in Dakar Delegationen beider Organisationen zu ministeriellen Konsultationen zusammen. </a>Die Delegationsleiter würdigten die Fortschritte der Gespräche und bekräftigten ihre Bereitschaft, den Dialog über einen erneuerten Kooperationsrahmen fortzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali gehört gemeinsam mit Burkina Faso und Niger zur AES, während die Côte d’Ivoire innerhalb der ECOWAS eine bedeutende politische und wirtschaftliche Rolle einnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Gespräche zwischen den Geheimdienstchefs in Bamako Teil einer breiteren regionalen Verständigung sind, wurde nicht offiziell bestätigt. Auch über weitere Treffen oder die Wiederaufnahme formeller gemeinsamer Sicherheitsmechanismen liegen bislang keine konkreten Ankündigungen vor.</p>
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		<item>
		<title>Geheimdienst programmierte über KI ein Überwachungssystem für 25 Millionen SIM-Karten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/geheimdienst-programmierte-ueber-ki-ein-ueberwachungssystem-fuer-25-millionen-sim-karten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 21:20:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein einzelner Claude-Nutzer soll für Malis Staatssicherheitsdienst eine Überwachungsplattform für rund 25 Millionen SIM-Karten entwickelt haben. Anthropic sperrte das Konto, doch das lokal installierte System ist davon nicht betroffen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgeheimdienst-programmierte-ueber-ki-ein-ueberwachungssystem-fuer-25-millionen-sim-karten%2F&amp;action_name=Geheimdienst%20programmierte%20%C3%BCber%20KI%20ein%20%C3%9Cberwachungssystem%20f%C3%BCr%2025%20Millionen%20SIM-Karten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der KI-Anbieter Anthropic hat nach eigenen Angaben einen Claude-Nutzer gesperrt, der für Malis Staatssicherheitsdienst ANSE eine landesweite Überwachungsplattform für rund 25 Millionen SIM-Karten entwickelt haben soll. Der Konzern veröffentlichte die Erkenntnisse am 10. September 2026. Das System „Lakana 360“ sei auf alle drei nationalen Mobilfunkanbieter ausgerichtet und könne Anrufdaten, SMS sowie Sprachverkehr erfassen. Die bereits lokal installierte Plattform werde durch die Sperre des Claude-Kontos nicht abgeschaltet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anthropic führt den Fall in seinem neuen Bericht über den Missbrauch seiner KI-Modelle. Das Unternehmen entwickelt den KI-Assistenten Claude. Der betreffende Nutzer sei wahrscheinlich ein unabhängiger Berater aus Bamako gewesen, der mit der Agence Nationale de la Sécurité d’État, kurz ANSE, zusammengearbeitet habe. Anthropic beschreibt Claude als das zentrale Entwicklungswerkzeug beim Aufbau der Software.&nbsp;</p>



<h2 id="h-lakana-360-soll-kommunikation-landesweit-erfassen" class="wp-block-heading"><span id="lakana-360-soll-kommunikation-landesweit-erfassen">„Lakana 360“ soll Kommunikation landesweit erfassen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die technische Reichweite des Systems geht nach Darstellung von Anthropic deutlich über die Abfrage einzelner Telefonanschlüsse hinaus. Eine grundlegende Datenerfassung sei darauf ausgelegt, Kommunikationsdaten aus den Mobilfunknetzen des Landes zusammenzuführen. Dazu gehören Anrufdaten und SMS sowie die zusätzliche Erfassung von Sprachverkehr.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lakana 360“ soll darüber hinaus Personen anhand ihrer Stimme über verschiedene SIM-Karten hinweg wiedererkennen können. Das System könne Nutzer von Verschlüsselungstechniken und virtuellen privaten Netzwerken markieren, geografisch definierte Beobachtungslisten führen und Daten mit dem nationalen biometrischen Personenregister sowie weiteren staatlichen Registern abgleichen. Auch Hinweise auf mutmaßlich verdeckte Treffen sollten aus den verfügbaren Daten abgeleitet werden können.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="960" height="560" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Formatos_de_una_sim.jpg" alt="" class="wp-image-29894 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Formatos_de_una_sim.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Formatos_de_una_sim-300x175.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Formatos_de_una_sim-768x448.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Formatos_de_una_sim-380x222.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Formatos_de_una_sim-800x467.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit richtet sich die Plattform Anthropic zufolge nicht nur auf einzelne Verdächtige. Ihre Architektur sei auf eine Analyse der Mobilfunkkommunikation im gesamten Land ausgelegt. Die rund 25 Millionen SIM-Karten entsprechen dabei nicht zwingend ebenso vielen Personen, da einzelne Nutzer mehrere Anschlüsse besitzen können. Der Bericht macht keine Angaben dazu, wie viele Menschen tatsächlich überwacht wurden.&nbsp;</p>
</div></div>



<h2 id="h-gerichtliche-kontrolle-aus-einem-teil-des-systems-entfernt" class="wp-block-heading"><span id="gerichtliche-kontrolle-aus-einem-teil-des-systems-entfernt">Gerichtliche Kontrolle aus einem Teil des Systems entfernt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Vorwürfe erhebt Anthropic gegen die Gestaltung der Zugriffskontrollen. Malische Vorschriften verlangten dem Bericht zufolge für die Herausgabe bestimmter Überwachungsdaten einen Gerichtsbeschluss. Der Entwickler habe die Plattform jedoch so verändert, dass ein Teil der automatisierten Auswertung ohne einen entsprechenden Nachweis genutzt werden könne.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen sei eine Funktion, die mithilfe eines Sprachmodells zu einer beliebigen Telefonnummer ein Geheimdienstdossier erstellt. Die ursprünglich vorgesehene Anforderung einer richterlichen Genehmigung sei auf Wunsch des Betreibers entfernt worden. Für diesen landesweiten Auswertungsweg sei die Kontrolle standardmäßig deaktiviert und eine unbegrenzte Speicherung der Daten vorgesehen worden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anthropic unterscheidet dabei zwischen gezielter Überwachung und der breiteren Datenerfassung. Für bestimmte Einzelmaßnahmen habe die Software weiterhin Genehmigungs- und Prüfmechanismen vorgesehen. Diese Kontrollen hätten jedoch nicht für die landesweite Sammel- und Analyseebene gegolten.&nbsp;</p>



<h2 id="h-claude-half-bei-entwicklung-plattform-lauft-mit-lokalen-ki-modellen" class="wp-block-heading"><span id="claude-half-bei-entwicklung-plattform-laeuft-mit-lokalen-ki-modellen">Claude half bei Entwicklung, Plattform läuft mit lokalen KI-Modellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rolle von Claude lag nach Angaben des Unternehmens vor allem bei Softwarearchitektur und Programmierung. Der einzelne Nutzer habe die KI damit faktisch als technische Entwicklungsressource eingesetzt, die Aufgaben übernehmen konnte, für die ansonsten ein größeres Entwicklerteam erforderlich gewesen wäre.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das fertige System arbeitet dem Bericht zufolge jedoch nicht dauerhaft über Anthropic. „Lakana 360“ sei lokal auf eigener Infrastruktur installiert worden und nutze dort andere, lokal betriebene KI-Modelle. Die Sperrung des Claude-Kontos habe deshalb zwar die weitere Entwicklungsarbeit des Akteurs über Anthropic unterbrochen, nicht aber die bereits installierte Plattform außer Betrieb gesetzt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anthropic erklärte, den Nutzer gesperrt und zusätzliche Erkennungsmechanismen eingerichtet zu haben, um vergleichbare Aktivitäten künftig aufzuspüren. Ob „Lakana 360“ gegenwärtig von der ANSE eingesetzt wird und in welchem Umfang Daten tatsächlich erfasst werden, wird in dem Bericht nicht unabhängig belegt. Eine Stellungnahme malischer Behörden enthält das Dokument nicht.&nbsp;</p>



<h2 id="h-anthropic-verweist-auf-vorgehen-gegen-opposition-und-medien" class="wp-block-heading"><span id="anthropic-verweist-auf-vorgehen-gegen-opposition-und-medien">Anthropic verweist auf Vorgehen gegen Opposition und Medien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konzern stellt den Fall zugleich in den innenpolitischen Kontext Malis. Er verweist auf Dokumentationen des US-Außenministeriums und von Human Rights Watch über Festnahmen und Verschleppungen von Oppositionellen, Journalisten und Vertretern der Zivilgesellschaft durch malische Sicherheitsorgane. Anthropic legt jedoch keine Belege dafür vor, dass „Lakana 360“ konkret gegen diese Personen eingesetzt wurde.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/">Der Mali-Fall gehört zu mehreren Überwachungsoperationen, die Anthropic zwischen Dezember 2025 und August 2026 nach eigenen Angaben identifiziert und unterbrochen hat. </a><a href="https://fokus-afrika.de/aethiopiens-geheimdienst-startet-online-plattform-fuer-sicherheitsmeldungen/">Das Unternehmen dokumentiert in dem Bericht außerdem staatlich oder kommerziell ausgerichtete Überwachungsaktivitäten mit Verbindungen nach China, Iran und Westafrika.</a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/geheimdienst-programmierte-ueber-ki-ein-ueberwachungssystem-fuer-25-millionen-sim-karten/">Geheimdienst programmierte über KI ein Überwachungssystem für 25 Millionen SIM-Karten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mali will „Freund der USA“ bleiben – Bamako setzt nach Jahren der Spannungen auf neuen Dialog</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-will-freund-der-usa-bleiben-bamako-setzt-nach-jahren-der-spannungen-auf-neuen-dialog/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 10:49:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Mali möchte weiterhin Freund der Vereinigten Staaten bleiben“: Außenminister Abdoulaye Diop sendet nach Jahren angespannter Beziehungen ein deutliches Signal an Washington. Gleichzeitig bleibt Russland ein zentraler Sicherheitspartner Bamakos.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-will-freund-der-usa-bleiben-bamako-setzt-nach-jahren-der-spannungen-auf-neuen-dialog%2F&amp;action_name=Mali%20will%20%E2%80%9EFreund%20der%20USA%E2%80%9C%20bleiben%20%E2%80%93%20Bamako%20setzt%20nach%20Jahren%20der%20Spannungen%20auf%20neuen%20Dialog&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mali-will-freund-der-usa-bleiben-bamako-setzt-nach-jahren-der-spannungen-auf-neuen-dialog/">Mali will „Freund der USA“ bleiben – Bamako setzt nach Jahren der Spannungen auf neuen Dialog</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mali will seine Beziehungen zu den USA erhalten und trotz jahrelanger diplomatischer Spannungen die Zusammenarbeit mit Washington ausbauen. Die Erklärung fiel am 4. September 2026 in Bamako. Außenminister Abdoulaye Diop sprach beim Abschied der bisherigen US-Botschafterin Rachna Korhonen ausdrücklich von einer langfristigen Partnerschaft und nannte Bergbau, Agroindustrie und Technologie als mögliche Felder für engere wirtschaftliche Beziehungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mali möchte weiterhin Freund der Vereinigten Staaten bleiben und Freund aller Länder sein, die Freunde Malis sein wollen, in gegenseitigem Respekt“, sagte Diop nach Angaben der staatlichen malischen Nachrichtenagentur AMAP. Er räumte zugleich ein, dass die Beziehungen in den vergangenen Jahren „sehr angespannte“ und „sehr schwierige“ Phasen durchlaufen hätten.</p>



<h2 id="h-bamako-setzt-auf-beziehungen-jenseits-politischer-konflikte" class="wp-block-heading"><span id="bamako-setzt-auf-beziehungen-jenseits-politischer-konflikte">Bamako setzt auf Beziehungen jenseits politischer Konflikte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop würdigte Korhonens Bemühungen, den Gesprächskanal zwischen beiden Regierungen trotz ihrer Differenzen offen zu halten. Der Außenminister hob insbesondere ihren Einsatz für wirtschaftliche und kommerzielle Beziehungen hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Korhonen, deren Amtszeit am 1. September endete, verwies ebenfalls auf Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit. Sie nannte Handel, Wirtschaft und Wissenschaft sowie die gemeinsame Forschung zur Bekämpfung von Malaria. Zudem sprach sie sich für engere Kontakte zwischen malischen und amerikanischen Unternehmen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diplomatin hatte ihre Beglaubigung im März 2023 bei Übergangspräsident Assimi Goïta eingereicht. Ihre Amtszeit fiel damit in eine Phase tiefgreifender Veränderungen der malischen Außen- und Sicherheitspolitik.</p>



<h2 id="h-usa-haben-ihren-kurs-gegenuber-mali-verandert" class="wp-block-heading"><span id="usa-haben-ihren-kurs-gegenueber-mali-veraendert">USA haben ihren Kurs gegenüber Mali verändert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Signal aus Bamako folgt auf vorsichtige Schritte beider Seiten zu einer engeren Zusammenarbeit. Im März 2026  näherten die USA und Mali sich einer Vereinbarung über die Wiederaufnahme amerikanischer Aufklärungsflüge über malischem Gebiet zur Beobachtung jihadistischer Gruppen. Washington hatte zuvor Sanktionen gegen malische Verteidigungsvertreter aufgehoben, was die malische Regierung als Voraussetzung für eine Verbesserung der Beziehungen angesehen hatte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-29749 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaDkiUbsAAO7BX.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verfolgt dabei einen anderen Ansatz als die vorherige US-Regierung. <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/" data-type="post" data-id="24239">Fragen der Sicherheitszusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts rückten stärker in den Vordergrund, während Washington seinen früheren Schwerpunkt auf eine schnelle Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung abschwächte.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung deckt sich mit der Wortwahl Diops. Malis Regierung betont in ihren internationalen Beziehungen seit Jahren nationale Souveränität und die Anerkennung eigener politischer Entscheidungen als Grundlage einer Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-russland-bleibt-zentraler-sicherheitspartner" class="wp-block-heading"><span id="russland-bleibt-zentraler-sicherheitspartner">Russland bleibt zentraler Sicherheitspartner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Öffnung gegenüber Washington bedeutet bislang keine Abkehr von Malis enger sicherheitspolitischer Zusammenarbeit mit Russland. Nach dem Abzug französischer und internationaler Truppen verlagerte Bamako seine militärische Kooperation zunehmend auf russische Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/putschversuch-in-niger-niedergeschlagen-russland-greift-ein-algerien-schickt-kampfjets/" data-type="post" data-id="29638">Russlands Africa Corps unterstützt die malischen Streitkräfte weiterhin im Kampf gegen bewaffnete islamistische Gruppen. </a><a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" data-type="post" data-id="24623">Die Einheit untersteht dem russischen Verteidigungsministerium und hat einen Großteil der früheren Aktivitäten der Wagner-Gruppe in Mali übernommen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim Abschiedsessen für Korhonen war diese parallele Beziehung sichtbar. Der russische Botschafter Igor Gromyko würdigte die scheidende US-Diplomatin im Namen des diplomatischen Korps und hob ihre Arbeit in Bamako hervor.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-29750 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRaClS4a8AA0J-z.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit verfolgt die malische Führung weiterhin Beziehungen zu unterschiedlichen internationalen Partnern. Diops Formulierung, Mali wolle mit allen Staaten befreundet sein, die ihrerseits Beziehungen zu Mali suchten, stellte Washington ausdrücklich in diesen breiteren außenpolitischen Ansatz.</p>
</div></div>



<h2 id="h-wirtschaftliche-beziehungen-bleiben-begrenzt" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaftliche-beziehungen-bleiben-begrenzt">Wirtschaftliche Beziehungen bleiben begrenzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen den politischen Signalen und den wirtschaftlichen Beziehungen besteht allerdings weiterhin eine deutliche Lücke. Mali ist auch 2026 nicht für die Handelspräferenzen des African Growth and Opportunity Act, kurz AGOA, zugelassen. Das US-Programm ermöglicht berechtigten afrikanischen Staaten einen erleichterten Zugang zum amerikanischen Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gesamte Handel mit Waren und Dienstleistungen zwischen beiden Ländern erreichte 2025 nach Angaben des Büros des US-Handelsbeauftragten rund 235,6 Millionen Dollar. Das waren knapp 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Der reine Warenhandel belief sich auf rund 39,6 Millionen Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diop stellte bei dem Treffen vor allem Bergbau, Agroindustrie und Technologie als Bereiche heraus, in denen sich die Wirtschaftsbeziehungen entwickeln könnten. Korhonen hatte bereits Ende August dafür geworben, den direkten Austausch zwischen Unternehmen beider Länder auszubauen und lokale malische Initiativen stärker zum Ausgangspunkt wirtschaftlicher Kooperation zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz vor ihrem Abschied empfing auch Übergangspräsident Assimi Goïta die US-Botschafterin. Bei dem Treffen standen die Bilanz ihrer Amtszeit und Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Mali und den Vereinigten Staaten im Mittelpunkt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Trotz Djihadisten-Angriffe: Putin und Goïta wollen Sicherheitsbündnis im Sahel stärken</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/trotz-djihadisten-angriffe-putin-und-goita-wollen-sicherheitsbuendnis-im-sahel-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 18:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali setzt weiter auf Russland: Assimi Goïta dankte Wladimir Putin für Moskaus Unterstützung gegen bewaffnete Gruppen. Beide Staatschefs wollen ihre Sicherheitskooperation im gesamten Sahel enger koordinieren.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrotz-djihadisten-angriffe-putin-und-goita-wollen-sicherheitsbuendnis-im-sahel-staerken%2F&amp;action_name=Trotz%20Djihadisten-Angriffe%3A%20Putin%20und%20Go%C3%AFta%20wollen%20Sicherheitsb%C3%BCndnis%20im%20Sahel%20st%C3%A4rken&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/trotz-djihadisten-angriffe-putin-und-goita-wollen-sicherheitsbuendnis-im-sahel-staerken/">Trotz Djihadisten-Angriffe: Putin und Goïta wollen Sicherheitsbündnis im Sahel stärken</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Russland und Mali wollen ihre Zusammenarbeit gegen bewaffnete Gruppen im Sahel weiter ausbauen. Bei einem Telefonat am 19. August vereinbarten Russlands Präsident Wladimir Putin und Malis Übergangspräsident Assimi Goïta eine engere Koordinierung zur Stabilisierung Malis und der gesamten Sahara-Sahel-Region. Goïta dankte Moskau dabei ausdrücklich für die russische Unterstützung im Kampf gegen bewaffnete extremistische Gruppen. Beide Seiten wollen zudem ihre politischen und wirtschaftlichen Beziehungen vertiefen.</p>



<h2 id="h-goita-dankt-russland-fur-unterstutzung" class="wp-block-heading"><span id="goita-dankt-russland-fuer-unterstuetzung">Goïta dankt Russland für Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gespräch fand nach Angaben ds Kremls auf Initiative der malischen Seite statt. Im Zentrum stand die Sicherheitslage in Mali und der Kampf gegen bewaffnete Gruppen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/assimi-goita-1-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27968 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/assimi-goita-1-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/assimi-goita-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/assimi-goita-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/assimi-goita-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/assimi-goita-1-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/assimi-goita-1-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/assimi-goita-1.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" data-type="post" data-id="26945">Goïta würdigte die „beträchtliche Unterstützung“ Russlands bei der Stärkung der malischen Sicherheit und bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" data-type="post" data-id="26860">Besonders hob er die russische Hilfe bei der Abwehr von Angriffen bewaffneter extremistischer Gruppen hervor.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Putin und Goïta vereinbarten, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen und die Maßnahmen zur Stabilisierung Malis und der Sahara-Sahel-Region weiter zu koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete neue militärische Zusagen oder Lieferungen nannte der Kreml in seiner Mitteilung nicht.</p>



<h2 id="h-russland-und-mali-bauen-beziehungen-weiter-aus" class="wp-block-heading"><span id="russland-und-mali-bauen-beziehungen-weiter-aus">Russland und Mali bauen Beziehungen weiter aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheitsfragen sprachen die beiden Staatschefs über die bilateralen Beziehungen. Moskau und Bamako wollen den politischen Dialog und die Kontakte auf verschiedenen Ebenen ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll erweitert werden. Der Kreml nennt Handel, Wirtschaft sowie humanitäre und kulturelle Beziehungen als Bereiche, in denen beide Länder ihre Kooperation vertiefen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Telefonat reiht sich in eine Serie direkter Kontakte zwischen Putin und Goïta ein. Bereits im August und Oktober 2022 hatten beide miteinander telefoniert. Im Oktober ging es unter anderem um russische Düngemittel. Im August 2023 tauschten sich die Staatschefs nach dem Militärputsch im benachbarten Niger aus.</p>



<h2 id="h-moskau-gewann-nach-abzug-frankreichs-an-einfluss" class="wp-block-heading"><span id="moskau-gewann-nach-abzug-frankreichs-an-einfluss">Moskau gewann nach Abzug Frankreichs an Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Mali und Russland wurden enger, nachdem Bamako seine jahrzehntelange sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Frankreich weitgehend beendet hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" data-type="post" data-id="20304">Frankreich zog 2022 seine Soldaten der Operation Barkhane aus Mali ab.</a> Ein Jahr später verließ auch die UN-Friedensmission MINUSMA auf Forderung der malischen Führung das Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland weitete währenddessen seine sicherheitspolitische Präsenz aus. Moskau lieferte militärische Ausrüstung und unterstützte die Ausbildung malischer Streitkräfte. Russische Kräfte operieren zudem gemeinsam mit der malischen Armee in verschiedenen Landesteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-kuendigt-sicherheitsabkommen-mit-ecowas-an-und-bietet-vermittlung-mit-der-aes-an/" data-type="post" data-id="29399">Mali gehört zusammen mit Burkina Faso und Niger zur Allianz der Sahelstaaten. </a>Die drei von Militärregierungen geführten Länder haben ihre Beziehungen zu Russland in den vergangenen Jahren deutlich intensiviert.</p>



<h2 id="h-sicherheitslage-bleibt-angespannt" class="wp-block-heading"><span id="sicherheitslage-bleibt-angespannt">Sicherheitslage bleibt angespannt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der verstärkten Zusammenarbeit mit Moskau ist Mali weiterhin mit regelmäßigen Angriffen bewaffneter Gruppen konfrontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" data-type="post" data-id="21612">Besonders der Norden und das Zentrum des Landes sind von der Gewalt betroffen.</a> Dort kämpfen die malischen Streitkräfte gegen verschiedene dschihadistische Organisationen und andere bewaffnete Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Anfang 2026 verschärfen zudem Störungen der Treibstoffversorgung die Lage. Bewaffnete Gruppen haben nach Angaben aus Mali wichtige Versorgungswege unter Druck gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gespräch zwischen Putin und Goïta konzentrierte sich nach Angaben des Kremls deshalb vor allem darauf, die bestehende sicherheitspolitische Zusammenarbeit fortzuführen und die Koordinierung über Mali hinaus auf die gesamte Sahara-Sahel-Region auszurichten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko vermittelte Freilassung des französischen Spions Yann Vézilier in Mali</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-vermittelte-freilassung-des-franzoesischen-spions-yann-vezilier-in-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 09:14:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu 20 Jahren Haft verurteilt, nun frei: Mali hat einen als französischen Geheimdienstmitarbeiter bezeichneten Franzosen begnadigt. Hinter den Kulissen soll Marokko zwischen Bamako und Paris vermittelt haben.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-vermittelte-freilassung-des-franzoesischen-spions-yann-vezilier-in-mali%2F&amp;action_name=Marokko%20vermittelte%20Freilassung%20des%20franz%C3%B6sischen%20Spions%C2%A0Yann%20V%C3%A9zilier%C2%A0in%20Mali&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-vermittelte-freilassung-des-franzoesischen-spions-yann-vezilier-in-mali/">Marokko vermittelte Freilassung des französischen Spions Yann Vézilier in Mali</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Malis Präsident Assimi Goïta hat den Franzosen Yann Vézilier begnadigt, der wegen Gefährdung der Staatssicherheit zu 20 Jahren Haft verurteilt worden war und von den malischen Behörden den französischen Nachrichtendiensten zugerechnet wird. Am 13. August wurde Vézilier freigelassen und unmittelbar aus Mali ausgewiesen. Mehrere französischsprachige Medien führen die Begnadigung auf eine Vermittlung Marokkos zurück, während die Regierung in Bamako offiziell lediglich von den „guten Diensten“ eines „Bruderlandes“ spricht. Die Entscheidung fällt in eine Phase tief belasteter Beziehungen zwischen Mali und Frankreich.</p>



<h2 id="h-mali-bestatigt-vermittlung-durch-ein-bruderland" class="wp-block-heading"><span id="mali-bestaetigt-vermittlung-durch-ein-bruderland">Mali bestätigt Vermittlung durch ein „Bruderland“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die malische Übergangsregierung machte die Begnadigung über das staatliche Fernsehen bekannt. Goïta hatte dazu das Dekret Nr. 0503/PT-RM unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betonte zugleich, dass die Begnadigung die im Verfahren gegen Vézilier festgestellten Tatsachen nicht infrage stelle.<a href="https://fokus-afrika.de/mali-verurteilt-franzoesischen-agenten-zu-20-jahren-haft/" data-type="post" data-id="27966"> Das Verfahren sei unter Wahrung der Verteidigungsrechte und der Unabhängigkeit der Justiz geführt worden.</a> Mit seiner Freilassung wurde zugleich seine sofortige Entfernung aus dem malischen Staatsgebiet angeordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist ein weiterer Teil der offiziellen Erklärung. Bamako bedankte sich ausdrücklich bei einem nicht näher genannten „Bruderland“, dessen diplomatische Vermittlung zur Lösung des Falls beigetragen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Französischsprachige Medien wie <em>Le Monde</em> und <em>Jeune Afrique</em> berichten, bei diesem Staat handele es sich um Marokko. Auch andere Medien führen die Vermittlung auf Rabat zurück. Eine offizielle Bestätigung Marokkos oder eine namentliche Nennung durch die malische Regierung liegt nicht vor.</p>



<h2 id="h-marokkos-aussenminister-war-ende-juli-in-bamako" class="wp-block-heading"><span id="marokkos-aussenminister-war-ende-juli-in-bamako">Marokkos Außenminister war Ende Juli in Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berichte über eine marokkanische Vermittlung fallen zeitlich mit intensiveren Kontakten zwischen Rabat und Bamako zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokkos Außenminister Nasser Bourita besuchte am 24. Juli die malische Hauptstadt. Dort wurde er von Goïta empfangen. Der Besuch fand im Zusammenhang mit einer Sitzung der gemeinsamen hochrangigen Kommission zwischen Mali und Marokko statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur knapp drei Wochen später erfolgte die Begnadigung Véziliers.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>La Nouvelle Tribune</em> berichtet unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Informationen, ein marokkanischer Vermittler habe die malischen Behörden während der Gespräche gebeten, die Freilassung im Namen der Beziehungen zu Marokko zu ermöglichen. Diese Darstellung wurde von den beteiligten Regierungen nicht offiziell bestätigt. Schon </p>



<h2 id="h-20-jahre-haft-wegen-gefahrdung-der-staatssicherheit" class="wp-block-heading"><span id="20-jahre-haft-wegen-gefaehrdung-der-staatssicherheit">20 Jahre Haft wegen Gefährdung der Staatssicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vézilier war im August 2025 in Bamako festgenommen worden. Zu diesem Zeitpunkt war er offiziell als zweiter Sekretär an der französischen Botschaft eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden warfen ihm vor, für französische Nachrichtendienste tätig gewesen und in Aktivitäten zur Destabilisierung der staatlichen Institutionen verwickelt gewesen zu sein. Zusammen mit ihm wurden mehrere malische Militärangehörige festgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 2026 wurde der Franzose zu 20 Jahren Haft verurteilt. Zusätzlich wurden eine 20-jährige Aufenthaltsuntersagung für Mali und eine Geldstrafe von 3,6 Millionen CFA-Franc verhängt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png" alt="" class="wp-image-27969 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Medien bezeichnen Vézilier als Mitarbeiter oder Offizier der französischen Auslandsaufklärung DGSE. Die malischen Behörden sprachen allgemein von einem Agenten französischer Nachrichtendienste.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Paris hatte die Vorwürfe gegen den Botschaftsmitarbeiter zurückgewiesen. Nach Darstellung französischer Stellen war seine Festnahme unbegründet. Frankreich verwies zudem auf die Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen.</p>



<h2 id="h-begnadigung-als-mogliches-signal-zwischen-mali-und-frankreich" class="wp-block-heading"><span id="begnadigung-als-moegliches-signal-zwischen-mali-und-frankreich">Begnadigung als mögliches Signal zwischen Mali und Frankreich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Freilassung beendet damit einen besonders sensiblen Streitpunkt zwischen Bamako und Paris.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bilateralen Beziehungen hatten sich seit der Machtübernahme der Militärführung in Mali erheblich verschlechtert. Frankreich zog seine Truppen aus dem Land ab, die militärische Zusammenarbeit wurde weitgehend beendet und Bamako orientierte sich sicherheitspolitisch stärker in Richtung Moskau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mali wird deshalb darüber diskutiert, ob die Begnadigung Véziliers über den Einzelfall hinaus eine vorsichtige Entspannung einleiten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der malische Politikwissenschaftler Pierre-Claver Bakoroba Traoré warnte im Gespräch mit&nbsp;<em>Studio Tamani</em>&nbsp;jedoch vor weitergehenden Schlussfolgerungen. Von einer Normalisierung könne noch nicht gesprochen werden. Eine Entspannung sei dagegen möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich habe mehrfach den Wunsch nach einer Freilassung seines Staatsbürgers geäußert. Die Begnadigung könne deshalb dazu beitragen, die Spannungen zwischen beiden Staaten zu reduzieren.</p>



<h2 id="h-marokko-vermittelte-bereits-fur-frankreich-im-sahel" class="wp-block-heading"><span id="marokko-vermittelte-bereits-fuer-frankreich-im-sahel">Marokko vermittelte bereits für Frankreich im Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko wäre der Fall nicht die erste Vermittlung zugunsten französischer Staatsbürger in einem von Militärs regierten Sahel-Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/freilassung-franzoesischer-staatsbuerger-in-burkina-faso-durch-vermittlung-von-koenig-mohammed-vi/">Im Dezember 2024 kamen vier Franzosen aus der Haft in Burkina Faso frei, nachdem Marokko vermittelt hatte. </a>Die burkinischen Behörden hatten die Männer verdächtigt, für französische Nachrichtendienste tätig gewesen zu sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="538" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-1024x538.jpg" alt="" class="wp-image-13140 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-1024x538.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-300x158.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-768x403.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-380x200.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-800x420.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI-1160x609.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Liberation-de-quatre-Francais-detenus-au-Burkina-Faso-grace-a-la-mediation-du-Roi-Mohammed-VI.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Freilassung war damals nach diplomatischen Bemühungen Rabats erfolgt. Frankreich und Marokko hatten die Rolle des marokkanischen Königs Mohammed VI. bei der Lösung des Falls öffentlich hervorgehoben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fall Vézilier bleibt Mali dagegen bislang bei der zurückhaltenden Formulierung eines nicht genannten „Bruderlandes“. Die Begnadigung selbst ist offiziell bestätigt, ebenso die diplomatische Vermittlung eines Drittstaates. Dass es sich dabei um Marokko handelte, wird bislang durch übereinstimmende Medienberichte gestützt.</p>
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		<item>
		<title>US-Abgeordneter fordert Sanktionen gegen Sahel-Staaten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-abgeordneter-fordert-sanktionen-gegen-sahel-staaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 14:30:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
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		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während Washington wieder stärker auf Mali, Burkina Faso und Niger zugeht, fordert ein führender Demokrat im US-Kongress einen härteren Kurs: Magnitsky-Sanktionen gegen Menschenrechtsverletzer und strengere Bedingungen für amerikanische Hilfen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-abgeordneter-fordert-sanktionen-gegen-sahel-staaten%2F&amp;action_name=US-Abgeordneter%20fordert%20Sanktionen%20gegen%20Sahel-Staaten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der demokratische US-Abgeordnete James P. McGovern fordert gezielte Sanktionen gegen Verantwortliche für schwere Menschenrechtsverletzungen in Mali, Burkina Faso und Niger. In einem Schreiben vom 12. August an Außenminister Marco Rubio verlangt er, Menschenrechte und den Schutz der Zivilbevölkerung zur Grundlage der amerikanischen Zusammenarbeit mit den drei Militärregierungen zu machen. McGovern schlägt ausdrücklich Sanktionen nach dem Global Magnitsky Act vor und fordert strengere Bedingungen für amerikanische Hilfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">McGovern ist Co-Vorsitzender der Tom Lantos Human Rights Commission des US-Kongresses. Seine Forderungen stehen im Kontrast zur zuletzt pragmatischeren Annäherung der Regierung von Präsident Donald Trump an die Regierungen der drei Staaten der Allianz der Sahelstaaten, AES.</p>



<h2 id="h-mcgovern-kritisiert-sicherheitskrafte-und-ihre-verbundeten" class="wp-block-heading"><span id="mcgovern-kritisiert-sicherheitskraefte-und-ihre-verbuendeten">McGovern kritisiert Sicherheitskräfte und ihre Verbündeten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem Brief beschreibt McGovern die Sicherheitslage im zentralen Sahel als Krise von Sicherheit, Regierungsführung und Menschenrechten. Bewaffnete Gruppen wie die mit <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/" data-type="post" data-id="27914">Al-Qaida verbundene Jama&#8217;at Nusrat al-Islam wal-Muslimin, JNIM</a>, und die <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/" data-type="post" data-id="22891">Provinz Islamischer Staat Sahel, ISSP, seien für Entführungen, Zwangsrekrutierungen und Massentötungen verantwortlich. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig erhebt der Abgeordnete schwere Vorwürfe gegen staatliche Sicherheitskräfte und regierungsnahe Verbündete. Diese seien selbst in weit verbreitete Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht verwickelt. McGovern verweist darauf, dass Konflikte im zentralen Sahel 2026 bereits mehr als 2.600 Menschen das Leben gekostet und fast drei Millionen Menschen vertrieben hätten. Staatliche Kräfte seien Berichten zufolge inzwischen für einen Großteil der zivilen Todesfälle verantwortlich.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Mali nennt er das Massaker von Moura im Jahr 2022, bei dem rund 500 Männer getötet wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" data-type="post" data-id="24623">McGovern macht dafür malische Soldaten und mit Russland verbundene Wagner-Kräfte verantwortlich.</a> Für Burkina Faso verweist er auf Vorwürfe außergerichtlicher Tötungen und Folter durch Sicherheitskräfte und regierungsnahe Milizen. In Niger nennt er einen Luftangriff auf einen Dorfmarkt, bei dem mindestens 17 Zivilisten einschließlich Kindern getötet worden seien. </p>



<h2 id="h-sanktionen-nach-dem-global-magnitsky-act" class="wp-block-heading"><span id="sanktionen-nach-dem-global-magnitsky-act">Sanktionen nach dem Global Magnitsky Act</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">McGovern fordert das US-Außenministerium auf, mutmaßliche Menschenrechtsverletzer mit gezielten Sanktionen nach dem Global Magnitsky Act zu belegen. Das Instrument ermöglicht Washington unter anderem, Vermögenswerte zu sperren und Einreisebeschränkungen gegen ausländische Personen zu verhängen, denen schwere Menschenrechtsverletzungen zugerechnet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amerikanische Unterstützung für die Region solle zudem strikt an die Menschenrechtsbestimmungen des US-Rechts gekoppelt werden. McGovern verweist dabei ausdrücklich auf die sogenannten Leahy Laws und auf Beschränkungen für Hilfen an Staaten nach Militärputschen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verlangt er von der Regierung eine öffentliche Begründung, wenn bestehende Sanktionen gegen Personen aufgehoben werden, die mit schweren Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nennt McGovern die Entscheidung vom Februar 2026, drei malische Verantwortliche von einer US-Sanktionsliste zu streichen, die mit der russischen Wagner-Gruppe in Verbindung gebracht worden waren.&nbsp;</p>



<h2 id="h-washington-hatte-sanktionen-gegen-malische-verantwortliche-aufgehoben" class="wp-block-heading"><span id="washington-hatte-sanktionen-gegen-malische-verantwortliche-aufgehoben">Washington hatte Sanktionen gegen malische Verantwortliche aufgehoben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Betroffenen gehörte nach dem vorliegenden Bericht auch Malis Verteidigungsminister Sadio Camara. Washington hatte gegen ihn zuvor Sanktionen wegen seiner Verbindungen zur Wagner-Gruppe verhängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufhebung fällt in eine Phase vorsichtiger Wiederannäherung zwischen Washington und den Regierungen in Bamako, Ouagadougou und Niamey. Die Trump-Regierung setzte zuletzt stärker auf direkte Kontakte mit den drei Staaten, deren Beziehungen zu westlichen Partnern nach den Militärputschen und der stärkeren sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mit Russland erheblich belastet waren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-29363 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-819x1024.jpg 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-240x300.jpg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-768x960.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-1229x1536.jpg 1229w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-1638x2048.jpg 1638w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-380x475.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-800x1000.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c-1160x1450.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/08/eb37b2f4-df0a-4c9c-b9c7-604bda009f3c.jpg 3360w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">McGovern stellt diese Politik nicht grundsätzlich infrage, verlangt aber klare Bedingungen. „Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen durch Regierungstruppen und ihre Verbündeten sind bedeutende Triebkräfte für die Rekrutierung bewaffneter Gruppen“, schreibt er. Eine Verbesserung der Sicherheitslage könne deshalb nicht erreicht werden, wenn Menschenrechte und der Schutz der Zivilbevölkerung nicht zur „nicht verhandelbaren Grundlage“ des Engagements mit Mali, Burkina Faso und Niger gemacht würden. </p>
</div></div>



<h2 id="h-freilassung-von-bazoum-und-journalisten-gefordert" class="wp-block-heading"><span id="freilassung-von-bazoum-und-journalisten-gefordert">Freilassung von Bazoum und Journalisten gefordert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Forderungskatalog geht über Sanktionen hinaus. McGovern verlangt eine Bewertung des Risikos weiterer Gräueltaten in der Region und einen entsprechenden Bericht an den Kongress.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington solle außerdem die sofortige Freilassung willkürlich inhaftierter Politiker, Journalisten und Vertreter der Zivilgesellschaft verlangen. <a href="https://fokus-afrika.de/niger-weist-eu-resolution-zur-freilassung-von-ex-praesident-bazoum-zurueck/" data-type="post" data-id="25630">Namentlich nennt er den früheren nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum und dessen Ehefrau Hadiza Bazoum, den nigrischen Menschenrechtsaktivisten Moussa Tiangari, den burkinischen Journalisten Atiana Serge Oulon und den malischen Journalisten Chahana Takiou. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben fordert der Abgeordnete Unterstützung für lokale Friedensprozesse. Lokale Regierungen müssten gegebenenfalls mit bewaffneten Gruppen verhandeln können. Zivilgesellschaft und betroffene Gemeinden sollten dabei stärker an Friedensgesprächen beteiligt werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">McGovern verlangt schließlich mehr humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit für Bildung, psychosoziale Unterstützung und funktionierende Justizsysteme. Damit sollen nach seiner Argumentation gesellschaftliche Missstände reduziert werden, die extremistische Gruppen zur Rekrutierung nutzen.</p>
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		<title>USA prüfen Militärschläge gegen JNIM in Mali – trotz russischer Söldner</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-pruefen-militaerschlaege-gegen-jnim-in-mali-trotz-russischer-soeldner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 12:59:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Washington prüft Angriffe gegen JNIM in Mali. Eine Entscheidung steht aus, doch direkte US-Schläge würden ein Einsatzgebiet mit russischen Truppen betreffen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-pruefen-militaerschlaege-gegen-jnim-in-mali-trotz-russischer-soeldner%2F&amp;action_name=USA%20pr%C3%BCfen%20Milit%C3%A4rschl%C3%A4ge%20gegen%20JNIM%20in%20Mali%20%E2%80%93%20trotz%20russischer%20S%C3%B6ldner&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung prüft direkte Militärschläge gegen die mit Al-Qaida verbundene Gruppe JNIM in Mali. Die Beratungen wurden am 22. Juli 2026 durch einen Bericht der&nbsp;<em>Washington Post</em>&nbsp;öffentlich. Eine Entscheidung von Präsident Donald Trump ist bislang nicht gefallen. Innerhalb der US-Regierung gibt es dem Bericht zufolge unterschiedliche Positionen zu einem militärischen Eingreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein solcher Einsatz würde in einem Land stattfinden, in dem russische Soldaten des Afrikakorps gemeinsam mit den malischen Streitkräften gegen bewaffnete Gruppen kämpfen. Washington stellt die Wirksamkeit dieser Zusammenarbeit inzwischen offen infrage. Zugleich haben die USA und Mali erst wenige Tage zuvor über eine engere wirtschaftliche und sicherheitspolitische Kooperation gesprochen.</p>



<h2 id="h-militarische-optionen-werden-in-washington-beraten" class="wp-block-heading"><span id="militaerische-optionen-werden-in-washington-beraten">Militärische Optionen werden in Washington beraten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle und frühere US-Regierungsvertreter bestätigten der&nbsp;<em>Washington Post</em>, dass militärische Optionen gegen die Dschamāʿat Nusrat al-Islām wal-Muslimīn geprüft werden. Die Organisation ist unter der Abkürzung JNIM bekannt und bildet den regionalen Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Befürwortern eines Angriffs zählt dem Bericht zufolge Sebastian Gorka, der im Nationalen Sicherheitsrat der USA für Terrorismusbekämpfung zuständig ist. Andere hochrangige Regierungsmitglieder stehen einem Einsatz demnach zurückhaltender gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weiße Haus ließ offen, ob Trump Militärschläge genehmigen will. Das US-Verteidigungsministerium äußerte sich nicht zu den Beratungen. Auch die malische Regierung beantwortete eine Anfrage der Zeitung zunächst nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete den Terrorismus im Sahel als grenzüberschreitendes Problem. Staaten in Nord- und Westafrika sollten stärker mit amerikanischer Ausrüstung und Dienstleistungen unterstützt werden. Zugleich forderte Washington regionale Partner und NATO-Staaten auf, Mali, Burkina Faso und Niger im Kampf gegen JNIM und den Islamischen Staat zu unterstützen.</p>



<h2 id="h-washington-greift-russlands-rolle-in-mali-an" class="wp-block-heading"><span id="washington-greift-russlands-rolle-in-mali-an">Washington greift Russlands Rolle in Mali an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung verbindet die Diskussion über einen möglichen Einsatz mit deutlicher Kritik an Russland. Moskau habe sich „als ineffektiver Sicherheitspartner für Mali erwiesen“, sagte ein Regierungsvertreter der&nbsp;<em>Washington Post</em>. Andere afrikanische Staaten sollten die Leistungen Russlands bei der Terrorismusbekämpfung zur Kenntnis nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali arbeitet nach dem Abzug französischer Truppen und dem Ende der UN-Friedensmission vor allem mit Russland zusammen. <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" data-type="post" data-id="24623">Zunächst setzte Bamako auf Kämpfer der Wagner-Gruppe.</a> Inzwischen operiert das stärker an das russische Verteidigungsministerium gebundene Afrikakorps an der Seite der malischen Armee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Direkte US-Angriffe würden damit ein Einsatzgebiet betreffen, in dem russische und malische Einheiten regelmäßig gemeinsame Operationen durchführen. Amerikanische Regierungsvertreter sehen deshalb die Gefahr unbeabsichtigter Zusammenstöße. Möglich wären militärische Absprachen zwischen Washington und Moskau, wie sie während des Syrienkrieges zur Vermeidung direkter Konfrontationen bestanden.</p>



<h2 id="h-jnim-und-rebellen-setzen-malische-armee-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="jnim-und-rebellen-setzen-malische-armee-unter-druck">JNIM und Rebellen setzen malische Armee unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Überlegungen in Washington folgen auf eine neue Serie koordinierter Angriffe in Mali. JNIM und die separatistische Befreiungsfront des Azawad griffen Anfang Juli Armeestellungen im Norden, im Zentrum und südlich der Hauptstadt Bamako an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen waren unter anderem Gao, Sévaré, Aguelhok, Kéniéroba und Anéfis. Die malischen Streitkräfte erklärten, mehrere Angriffe zurückgeschlagen zu haben. Angaben der Konfliktparteien zu eroberten Stellungen und Verlusten ließen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/heftige-angriffe-der-djihadisten-und-separatisten-setzen-malis-armee-und-russische-soeldner-unter-druck/" data-type="post" data-id="28610">Besonders schwere Kämpfe entwickelten sich um Anéfis in der Region Kidal. </a>Die malische Armee und das russische Afrikakorps verlegten Verstärkung und Hubschrauber in das Gebiet. Nach Einschätzung des Konfliktbeobachtungsprojekts ACLED entwickelte sich die Schlacht zu einer länger andauernden Auseinandersetzung mit erheblichen personellen und materiellen Verlusten auf beiden Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/" data-type="post" data-id="27914">JNIM hat seine militärischen Aktivitäten in den vergangenen Jahren über Mali hinaus ausgeweitet. </a>Die Gruppe operiert auch in Burkina Faso und Niger und greift zunehmend Ziele in den westafrikanischen Küstenstaaten an.</p>



<h2 id="h-bamako-und-washington-hatten-kooperation-angekundigt" class="wp-block-heading"><span id="bamako-und-washington-hatten-kooperation-angekuendigt">Bamako und Washington hatten Kooperation angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nur fünf Tage vor Bekanntwerden der US-Beratungen empfing Malis Ministerpräsident Abdoulaye Maïga den für afrikanische Angelegenheiten zuständigen US-Diplomaten Frank Garcia in Bamako. Garcia traf zudem Außenminister Abdoulaye Diop.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-29048 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HNdSFmeXoAAD-uu.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die malische Regierung stellte die Gespräche vom 17. Juli als Erneuerung der strategischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit dar. Beide Seiten befassten sich mit Investitionen, regionaler Sicherheit und dem Kampf gegen bewaffnete Gruppen im Sahel. Bamako betonte dabei, jede Kooperation müsse die staatliche Souveränität und die politischen Vorgaben der malischen Führung respektieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Washington hatte seine sicherheitspolitischen Kontakte zu Mali bereits zuvor schrittweise wieder aufgenommen. Die Zusammenarbeit blieb jedoch begrenzt, während Bamako Russland zu seinem wichtigsten militärischen Partner machte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte Trump den Einsatz genehmigen, wäre Mali das achte Land, in dem er seit Beginn seiner zweiten Amtszeit US-Angriffe angeordnet hätte. Das Außenministerium erklärte, die Vereinigten Staaten verurteilten die Aktivitäten von JNIM, legte sich jedoch nicht auf eine militärische Reaktion fest.</p>
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		<item>
		<title>Mali und Algerien beenden diplomatische Eiszeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-und-algerien-beenden-diplomatische-eiszeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 22:31:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Botschafter zurück, Lufträume wieder offen: Mali und Algerien leiten nach dem Drohnenstreit an ihrer Grenze die Normalisierung ihrer Beziehungen ein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-und-algerien-beenden-diplomatische-eiszeit%2F&amp;action_name=Mali%20und%20Algerien%20beenden%20diplomatische%20Eiszeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mali und Algerien schicken ihre Botschafter zurück und öffnen ihre Lufträume nach mehr als einem Jahr gegenseitiger Spannungen wieder. Die Entscheidungen traten am Freitag, den 10. Juli 2026, in Kraft. Beide Regierungen leiten damit die Normalisierung ihrer Beziehungen ein, die seit dem Abschuss einer malischen Militärdrohne an der gemeinsamen Grenze schwer belastet waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der malische Übergangsregierung kündigte die Rückkehr ihres Botschafters nach Algier sowie die Öffnung des nationalen Luftraums für alle zivilen und militärischen Flugzeuge aus oder mit Ziel Algerien an. Präsident Abdelmadjid Tebboune ordnete seinerseits die Rückkehr des algerischen Botschafters Kamal Retieb nach Bamako an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien hatte bereits zuvor seinen Luftraum vollständig für den malischen Flugverkehr geöffnet. Damit sind die im April 2025 verhängten gegenseitigen Beschränkungen auf beiden Seiten aufgehoben.</p>



<h2 id="h-botschafter-kehren-nach-bamako-und-algier-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="botschafter-kehren-nach-bamako-und-algier-zurueck">Botschafter kehren nach Bamako und Algier zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die malische Regierung begründete ihre Maßnahmen mit einer „Wiederbelebung der Beziehungen der Zusammenarbeit und Freundschaft“ zwischen beiden Staaten. Das Kommuniqué unterzeichnete der Minister für territoriale Verwaltung und Dezentralisierung sowie Regierungssprecher, Brigadegeneral Issa Ousmane Coulibaly.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das algerische Außenministerium erklärte, die Rückkehr Kamal Retiebs nach Bamako spiegele Tebbounes Willen wider, die Beziehungen „auf ihren natürlichen historischen Weg“ zurückzuführen. Dieser beruhe auf gegenseitigem Respekt sowie auf Zusammenarbeit im Interesse beider Länder und der gesamten Sahel-Sahara-Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Retieb war am 7. April 2025 zu Konsultationen nach Algier zurückgerufen worden. Auch Mali hatte seinen diplomatischen Vertreter abgezogen. Mit der Rückkehr beider Botschafter nehmen die Hauptstädte ihre diplomatischen Kontakte nun wieder auf höchster bilateraler Ebene auf.</p>



<h2 id="h-luftraume-wieder-vollstandig-geoffnet" class="wp-block-heading"><span id="luftraeume-wieder-vollstaendig-geoeffnet">Lufträume wieder vollständig geöffnet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das algerische Verteidigungsministerium öffnete den nationalen Luftraum mit Wirkung vom 10. Juli erneut für den gesamten malischen Flugverkehr. Die Regelung gilt für Flüge aus Mali und nach Mali über alle internationalen Verbindungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Stunden später hob auch Bamako seine Sperre auf. Die malische Entscheidung erfasst ausdrücklich alle zivilen und militärischen Flugzeuge mit Herkunft oder Ziel Algerien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob und wann reguläre Direktverbindungen wieder aufgenommen werden, blieb zunächst offen. Air Algérie veröffentlichte zunächst keinen Flugplan für eine mögliche Rückkehr auf die Strecke nach Bamako. Die politischen Entscheidungen schaffen jedoch wieder die rechtlichen Voraussetzungen für den Luftverkehr zwischen beiden Ländern.</p>



<h2 id="h-drohnenabschuss-loste-schwere-krise-aus" class="wp-block-heading"><span id="drohnenabschuss-loeste-schwere-krise-aus">Drohnenabschuss löste schwere Krise aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mali-verklagt-algerien-vor-internationalem-gerichtshof-wegen-drohnenabschuss/" data-type="post" data-id="20057">Auslöser der Eskalation war der Abschuss einer malischen Aufklärungsdrohne in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 2025 nahe Tinzaouatène an der Grenze zwischen Mali und Algerien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Algier erklärte damals, das Fluggerät habe wiederholt algerischen Luftraum verletzt. Bamako wies diese Darstellung zurück und warf Algerien vor, die Drohne über malischem Staatsgebiet abgeschossen zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien sperrte daraufhin seinen Luftraum für Mali. Die malische Regierung reagierte mit einer gleichlautenden Maßnahme gegen algerische zivile und militärische Flugzeuge. Auch Burkina Faso und Niger, Malis Partner in der Konföderation der Sahelstaaten, schlossen sich zeitweise der politischen Konfrontation mit Algerien an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung verschärfte bereits bestehende Differenzen über den Umgang mit bewaffneten Gruppen im Norden Malis. Die Grenzregion um Tinzaouatène liegt nahe Kidal, einem langjährigen Zentrum separatistischer und bewaffneter Bewegungen.</p>



<h2 id="h-verhaltnis-war-bereits-zuvor-belastet" class="wp-block-heading"><span id="verhaeltnis-war-bereits-zuvor-belastet">Verhältnis war bereits zuvor belastet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen Bamako und Algier hatten sich schon vor dem Drohnenvorfall deutlich verschlechtert. Mali kündigte Anfang 2024 das Friedensabkommen von Algier aus dem Jahr 2015 auf. Algerien hatte das Abkommen vermittelt und über Jahre als dessen wichtigster Garant fungiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bamako warf Algier wiederholt vor, Kontakte zu bewaffneten Gruppen zu unterhalten und sich in innere malische Angelegenheiten einzumischen. Algerien hielt dagegen an seiner Rolle als regionaler Vermittler fest und betonte die territoriale Einheit Malis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2026 zog sich Mali zudem aus dem Gemeinsamen operativen Generalstabs-Komitee zurück. Die in Tamanrasset ansässige Struktur war 2010 von Algerien, Mali, Mauretanien und Niger zur Koordinierung des Kampfes gegen bewaffnete Gruppen in der Sahelzone gegründet worden.</p>



<h2 id="h-algerien-leitete-annaherung-im-fruhjahr-ein" class="wp-block-heading"><span id="algerien-leitete-annaeherung-im-fruehjahr-ein">Algerien leitete Annäherung im Frühjahr ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der jetzigen Normalisierung gingen mehrere Signale aus Algier voraus. Außenminister Ahmed Attaf bekräftigte Ende April 2026 die Unterstützung Algeriens für die territoriale und institutionelle Einheit Malis.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="745" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-1024x745.jpg" alt="" class="wp-image-12626 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-1024x745.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-300x218.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-768x559.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-380x277.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-800x582.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023-1160x844.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/1484px-Abdelmadjid_Tebboune_2023.jpg 1484w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tebboune bot Bamako Anfang Mai erneut eine Vermittlung durch Algerien an, sofern die malische Regierung darum bitte. Zugleich unterschied er zwischen Übergangspräsident Assimi Goïta und Mitgliedern der malischen Regierung, denen er eine Mitverantwortung an der Verschlechterung der Beziehungen zuschrieb.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wiederannäherung an Mali folgt auf eine Entspannung zwischen Algerien und den beiden anderen Staaten der Sahel-Konföderation. <a href="https://fokus-afrika.de/ende-der-diplomatischen-krise-zwischen-algerien-und-niger/" data-type="post" data-id="24669">Nigers Botschafter kehrte im Februar 2026 nach Algier zurück.</a> Wenige Tage später besuchte Präsident Abdourahamane Tiani Algerien. Mit Burkina Faso vereinbarte Algier neue Kooperationen in den Bereichen Energie und Bergbau.</p>
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		<title>Heftige Angriffe der Djihadisten und Separatisten setzen Malis Armee und russische Söldner unter Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/heftige-angriffe-der-djihadisten-und-separatisten-setzen-malis-armee-und-russische-soeldner-unter-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2026 23:48:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali erlebt erneut koordinierte Angriffe in mehreren Landesteilen. Anéfis, Gao, Sévaré und eine Haftanstalt bei Bamako geraten ins Visier. Die Armee spricht von Kontrolle, FLA und JNIM von Erfolgen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fheftige-angriffe-der-djihadisten-und-separatisten-setzen-malis-armee-und-russische-soeldner-unter-druck%2F&amp;action_name=Heftige%20Angriffe%20der%20Djihadisten%20und%20Separatisten%20setzen%20Malis%20Armee%20und%20russische%20S%C3%B6ldner%20unter%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/heftige-angriffe-der-djihadisten-und-separatisten-setzen-malis-armee-und-russische-soeldner-unter-druck/">Heftige Angriffe der Djihadisten und Separatisten setzen Malis Armee und russische Söldner unter Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mali ist erneut von koordinierten Angriffen auf militärische Ziele und eine Haftanstalt erschüttert worden. Am Samstag trafen Attacken mehrere Orte im Norden, Zentrum und Süden des Landes. Die malische Armee erklärte anschließend, die Lage sei unter Kontrolle. Rebellen des Fronts zur Befreiung des Azawad und die Al-Qaida-nahe Gruppe JNIM beanspruchten dagegen eigene Erfolge.</p>



<h2 id="h-angriffe-von-anefis-bis-kenieroba" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-von-anefis-bis-kenieroba">Angriffe von Anéfis bis Kéniéroba</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe richteten sich gegen mehrere strategische Orte. Betroffen waren unter anderem Aguelhok, Anéfis und Gao im Norden, Sévaré im Zentrum sowie Kéniéroba südlich von Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt blieb die Lage in Anéfis. <a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">Die Stadt liegt südlich von Kidal und gilt als wichtiger Zugangspunkt in Richtung der nordmalischen Region, die seit Monaten im Zentrum der Kämpfe zwischen den malischen Streitkräften, ihren russischen Partnern und bewaffneten Gruppen steht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/der-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus/" type="post" id="13057">Der Front de libération de l’Azawad, kurz FLA, sprach von einer neuen Offensive. </a>Sein Sprecher Mohamed Elmaouloud Ramadane bezeichnete die Angriffe als Beginn einer „Befreiung des Azawad“. Mit Azawad bezeichnen die separatistischen Kräfte den Norden Malis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Gao und Sévaré wurden ebenfalls Schüsse und Explosionen gemeldet. In Kéniéroba griffen bewaffnete Männer eine Haftanstalt an. Nach Angaben aus dem Strafvollzug wurden Fahrzeuge auf dem Gelände in Brand gesetzt. Ob es sich um einen Versuch handelte, Gefangene zu befreien, blieb zunächst unklar.</p>



<h2 id="h-armee-meldet-kontrolle-uber-betroffene-orte" class="wp-block-heading"><span id="armee-meldet-kontrolle-ueber-betroffene-orte">Armee meldet Kontrolle über betroffene Orte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalstab der malischen Streitkräfte erklärte, die Angriffe auf Aguelhok, Anéfis, Gao, Sévaré und Kéniéroba seien abgewehrt worden. Die Streitkräfte hätten Boden- und Lufteinheiten koordiniert eingesetzt und seien von militärischen Partnern unterstützt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sévaré meldete die Armee die Tötung von rund zwanzig Angreifern. In Gao gab sie einen Toten und vier Verletzte in den eigenen Reihen an. Dort seien zudem sechs Angreifer getötet und ein Fahrzeug zerstört worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Armee kündigte weitere Such- und Sicherungsoperationen aus der Luft und am Boden an. Die Behörden stellten die Angriffe als gescheiterte Operation bewaffneter Gruppen dar. In mehreren betroffenen Orten blieben die Straßen zunächst leer, viele Bewohnerinnen und Bewohner hielten sich in ihren Häusern auf.</p>



<h2 id="h-fla-und-jnim-treten-erneut-parallel-auf" class="wp-block-heading"><span id="fla-und-jnim-treten-erneut-parallel-auf">FLA und JNIM treten erneut parallel auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe zeigen erneut die operative Nähe zwischen dem FLA und der JNIM, der Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin. Die JNIM ist mit Al-Qaida verbunden und gehört zu den aktivsten jihadistischen Gruppen im Sahel. Der FLA ist eine separatistische Bewegung, die im Norden Malis gegen die Zentralregierung kämpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Akteure verfolgen unterschiedliche politische Ziele. Ihre parallelen Angriffe erhöhen jedoch den Druck auf die malische Armee. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Bereits Ende April hatten JNIM und FLA koordinierte Attacken in mehreren Landesteilen ausgeführt.</a> Damals waren unter anderem Bamako, Kati, Gao, Kidal, Mopti und Sévaré betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Angriffsserie trifft Mali in einer Phase, in der die Militärführung unter Assimi Goïta ihre Sicherheitsstrategie stark auf die nationale Armee und russische Unterstützung stützt. Westliche Militärmissionen wurden in den vergangenen Jahren zurückgedrängt oder beendet. Russlandnahe Kräfte, darunter Africa Corps, spielen inzwischen eine wichtige Rolle an der Seite der malischen Streitkräfte.</p>



<h2 id="h-kampfe-um-anefis-dauern-an" class="wp-block-heading"><span id="kaempfe-um-anefis-dauern-an">Kämpfe um Anéfis dauern an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag richtete sich der Blick erneut auf Anéfis. Dort sollen Kämpfe zwischen den malischen Streitkräften, russischen Kräften und FLA-Einheiten weitergegangen sein. Nach übereinstimmenden Berichten versuchten Regierungskräfte, Verstärkung aus Gao in den Raum Anéfis zu bringen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080.jpg" alt="" class="wp-image-28612 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Les_rebelles_touaregs_joignent_leurs_forces_dans_le_nord_du_Mali_8248043080-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; white-space: normal;">Der FLA beanspruchte, einen Militärkonvoi zwischen Gao und Anéfis angegriffen und mehrere Fahrzeuge erbeutet zu haben. Auch die Zerstörung oder der Abschuss eines russischen Hubschraubers wurde von Rebellenkanälen gemeldet. Eine unabhängige Bestätigung durch die malische oder russische Seite lag zunächst nicht vor.</span></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Anéfis bleibt militärisch bedeutsam, weil der Ort zwischen Gao und Kidal liegt. Kidal gilt seit Jahren als Schlüsselraum des Konflikts im Norden. Wer Anéfis kontrolliert, beeinflusst Bewegungen zwischen den nördlichen Kampfzonen und den weiter südlich gelegenen Versorgungsachsen.</p>



<h2 id="h-auswartiges-amt-warnt-vor-weiterer-eskalation" class="wp-block-heading"><span id="auswaertiges-amt-warnt-vor-weiterer-eskalation">Auswärtiges Amt warnt vor weiterer Eskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Deutschland bewertet die Sicherheitslage in Mali als hochgefährlich. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das Land und fordert deutsche Staatsangehörige auf, Mali auf dem Luftweg zu verlassen. Vor Ausreisen über Land wird ausdrücklich gewarnt, weil Nationalstraßen Ziele terroristischer Gruppen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörde verweist auf die Angriffe vom 4. Juli und auf die weiterhin volatile Sicherheitslage im gesamten Land. Besonders die Aktivitäten der JNIM im Süden hätten in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Seit September 2025 führten gezielte Angriffe auf Treibstofftransporte zeitweise zu massiver Treibstoffknappheit in Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des Auswärtigen Amts besteht auch in der Hauptstadt ein erhöhtes Risiko für Anschläge. Mögliche Ziele sind vor allem Einrichtungen der Sicherheitskräfte und der Regierung, aber auch öffentliche Orte einschließlich des internationalen Flughafens.</p>



<h2 id="h-afrikanische-union-stellt-sich-hinter-bamako" class="wp-block-heading"><span id="afrikanische-union-stellt-sich-hinter-bamako">Afrikanische Union stellt sich hinter Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union verurteilte die Angriffe auf mehrere Landesteile Malis. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, sprach von koordinierten terroristischen Attacken und erklärte seine Solidarität mit den malischen Behörden und der Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU rief zugleich zu verstärkten gemeinsamen Anstrengungen gegen Terrorismus auf. Dabei verwies sie auf die Notwendigkeit, das humanitäre Völkerrecht zu achten und Zivilpersonen zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere malische Premierminister Choguel Kokalla Maïga reagierte mit einem Aufruf zur nationalen Geschlossenheit. Er verurteilte die Angriffe des FLA und der JNIM und rief dazu auf, sich hinter die malischen Streitkräfte zu stellen. In seiner Erklärung sprach er von einem Angriff auf die Souveränität des Landes und verband seine Botschaft mit Unterstützung für die Allianz der Sahelstaaten.</p>



<h2 id="h-mali-bleibt-im-zentrum-der-sahel-krise" class="wp-block-heading"><span id="mali-bleibt-im-zentrum-der-sahel-krise">Mali bleibt im Zentrum der Sahel-Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mali wird seit 2020 von Militärregierungen geführt. Die Sicherheitslage hat sich trotz wiederholter militärischer Operationen weiter verschärft. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sonderbeauftragter-simao-in-bamako-solidaritaetsbesuch-und-appell-fuer-koordinierte-sahel-strategie/">Im Norden kämpfen separatistische Kräfte um territoriale Kontrolle, während jihadistische Gruppen ihre Angriffe im Zentrum und Süden ausweiten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 4. Juli zeigen, dass bewaffnete Gruppen gleichzeitig in weit auseinanderliegenden Landesteilen operieren können. <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/">Sie trafen nicht nur klassische Konfliktzonen im Norden, sondern auch Sévaré im Zentrum und Kéniéroba im Süden.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die malische Militärführung entsteht dadurch ein Konfliktbild mit mehreren Fronten. Die Armee muss strategische Orte im Norden sichern, staatliche Einrichtungen im Süden schützen und zugleich die Verkehrsachsen offenhalten, die für Versorgung, Militärbewegungen und den Alltag der Bevölkerung entscheidend sind.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>ICC schließt Timbuktu-Entschädigungen ab – Mali leitet trotzdem Austritt ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/icc-schliesst-timbuktu-entschaedigungen-ab-mali-leitet-trotzdem-austritt-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 12:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 70.000 Menschen profitierten von den ICC-Entschädigungen für die Zerstörung der Mausoleen von Timbuktu. Deutschland finanzierte das Programm mit. Gleichzeitig leiten Mali, Burkina Faso und Niger ihren Austritt aus dem Strafgerichtshof ein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ficc-schliesst-timbuktu-entschaedigungen-ab-mali-leitet-trotzdem-austritt-ein%2F&amp;action_name=ICC%20schlie%C3%9Ft%20Timbuktu-Entsch%C3%A4digungen%20ab%20%E2%80%93%20Mali%20leitet%20trotzdem%20Austritt%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/icc-schliesst-timbuktu-entschaedigungen-ab-mali-leitet-trotzdem-austritt-ein/">ICC schließt Timbuktu-Entschädigungen ab – Mali leitet trotzdem Austritt ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds des Internationalen Strafgerichtshofs hat das Programm zur Entschädigung für die Zerstörung der Mausoleen und religiösen Stätten von Timbuktu abgeschlossen, während Mali zugleich seinen Austritt aus dem Gericht einleitet. Die <a href="https://www.icc-cpi.int/news/icc-trust-fund-victims-completes-reparations-programme-mali-relation-al-mahdi-case">öffentliche Bekanntgabe</a> erfolgte am 3. Juli 2026, vierzehn Jahre nach den Angriffen. Mehr als 70.000 Menschen profitierten von gemeinschaftlichen Maßnahmen, zudem erhielten 1.687 von 1.691 anerkannten Einzelopfern eine finanzielle Entschädigung. Deutschland gehörte zu den Staaten, die das Programm mit zweckgebundenen Beiträgen finanzierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm bezog sich auf den Fall des Islamisten Ahmad Al Faqi Al Mahdi. Er hatte zwischen dem 30. Juni und dem 11. Juli 2012 Angriffe auf zehn historische und religiöse Stätten in Timbuktu organisiert und sich daran beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den zerstörten Orten gehörten Mausoleen verehrter muslimischer Heiliger und Teile der Sidi-Yahia-Moschee. Die Mausoleen waren über Jahrhunderte Pilgerstätten und hatten eine zentrale religiöse Bedeutung für die Bevölkerung. Timbuktu steht seit 1988 auf der UNESCO-Welterbeliste.</p>



<h2 id="h-erstes-internationales-entschadigungsprogramm-dieser-art" class="wp-block-heading"><span id="erstes-internationales-entschaedigungsprogramm-dieser-art">Erstes internationales Entschädigungsprogramm dieser Art</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof verurteilte Al Mahdi wegen des Kriegsverbrechens vorsätzlicher Angriffe auf geschützte historische und religiöse Gebäude zu neun Jahren Haft. Die Richter verpflichteten ihn im August 2017 außerdem zu Reparationszahlungen in Höhe von 2,7 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds setzte das Programm bis zum 31. März 2026 vollständig um. Dem zuständigen Richtergremium wurde der Abschluss am 29. April mitgeteilt, der malischen Regierung am 6. Mai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andres Parmas, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Opferfonds, bezeichnete das Programm als Meilenstein der internationalen Strafjustiz. Es handle sich um den ersten Fall weltweit, in dem ein internationales Gericht Wiedergutmachung wegen vorsätzlicher Angriffe auf geschützte religiöse und historische Gebäude angeordnet habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen bestanden aus symbolischen, individuellen und gemeinschaftlichen Entschädigungen. Eine Gedenkzeremonie fand bereits im März 2021 unter Beteiligung von Opfervertretern, der malischen Regierung und der UNESCO statt.</p>



<h2 id="h-icc-entschadigt-fast-alle-anerkannten-einzelopfer-in-mali" class="wp-block-heading"><span id="icc-entschaedigt-fast-alle-anerkannten-einzelopfer-in-mali">ICC entschädigt fast alle anerkannten Einzelopfer in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzielle Einzelzahlungen gingen an direkte Nachfahren der mit den zerstörten Mausoleen verbundenen Heiligen sowie an Menschen, deren Lebensunterhalt vollständig von den geschützten Stätten abhing.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Teil des Programms begann im April 2019 und wurde im Juni 2024 beendet. Von den 1.691 anerkannten Anspruchsberechtigten erhielten alle bis auf vier eine Entschädigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinschaftlichen Maßnahmen liefen von Juli 2022 bis Ende März 2026. Sie richteten sich an die Bevölkerung von Timbuktu, die der Strafgerichtshof als Opfer wirtschaftlicher und seelischer Schäden sowie der Zerstörung ihres kulturellen Erbes anerkannt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 70.000 Menschen profitierten nach Angaben des Opferfonds von diesen Projekten. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit der UNESCO, der spanischen CIDEAL-Stiftung und der malischen Organisation CFOGRAD.</p>



<h2 id="h-mausoleen-restauriert-und-gedenkorte-errichtet" class="wp-block-heading"><span id="mausoleen-restauriert-und-gedenkorte-errichtet">Mausoleen restauriert und Gedenkorte errichtet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Programm gehörten die Restaurierung und der Schutz von Mausoleen und Friedhofsanlagen. Lokale Verantwortliche erhielten Schulungen zur langfristigen Erhaltung der Bauwerke. Ein Fonds soll die weitere Wartung der Stätten finanzieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22545 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zur Aufarbeitung der seelischen Folgen wurden psychologische Angebote innerhalb der Gemeinschaften aufgebaut. In Timbuktu entstanden zudem die beiden Gedenkstätten Louha und Qâloum. Das städtische Museum richtete eine Dauerausstellung über die zerstörten Mausoleen ein.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil des Programms unterstützte 70 Initiativen lokaler Gruppen. Hinzu kamen drei Projekte der Stadtverwaltung, die Einkommen, berufliche Fähigkeiten und die Bewahrung des kulturellen Erbes stärken sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einwohnerin Fatoumata A., deren Name aus Schutzgründen geändert wurde, bezeichnete die Entschädigungen als Symbol für die Erinnerung der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie ermöglichen uns, unseren Kindern zu erzählen, was wir erlebt haben. Sie stehen für die Größe Timbuktus und erinnern uns daran, dass sich dieses Verbrechen niemals wiederholen darf“, erklärte sie.</p>



<h2 id="h-deutschland-beteiligte-sich-an-der-finanzierung" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-beteiligte-sich-an-der-finanzierung">Deutschland beteiligte sich an der Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung wurde durch zweckgebundene Beiträge aus Deutschland, Kanada, Italien, Norwegen und dem Vereinigten Königreich ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Gelder kamen aus nicht zweckgebundenen Beiträgen der Tschechischen Republik, der Dominikanischen Republik, Liechtensteins und anderer Unterstützer. Die Mitgliedstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs finanzierten über den regulären Haushalt zudem Teile des Gerichtsverfahrens, Personal, Reisen und organisatorische Aufgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine unabhängige externe Evaluation soll untersuchen, welchen Beitrag das Programm zu Frieden, Sicherheit, Erinnerung, Wahrheit und Gerechtigkeit geleistet hat. Der Abschlussbericht soll dem zuständigen Richtergremium Anfang 2027 vorgelegt werden.</p>



<h2 id="h-mali-burkina-faso-und-niger-verlassen-den-icc" class="wp-block-heading"><span id="mali-burkina-faso-und-niger-verlassen-den-icc">Mali, Burkina Faso und Niger verlassen den ICC</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bekanntgabe des Programmabschlusses fällt mit dem angekündigten Rückzug Malis aus dem Römischen Statut zusammen, dem Gründungsvertrag des Internationalen Strafgerichtshofs.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/icc-vertragsstaaten-warnen-burkina-faso-mali-und-niger-vor-austritt/" type="post" id="28547">Mali übermittelte den Vereinten Nationen am 30. Juni 2026 seine Austrittserklärung.</a> Auch Burkina Faso und Niger haben nach Angaben des Gerichts entsprechende Schreiben eingereicht. Damit begann für die drei von Militärregierungen geführten Staaten ein einjähriges Austrittsverfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Länder hatten ihre Entscheidung bereits gemeinsam angekündigt und den Gerichtshof als „Instrument neokolonialer Unterdrückung in den Händen des Imperialismus“ bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versammlung der Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs erklärte, der Austritt könne die internationale Verfolgung schwerer Verbrechen und die Bemühungen gegen Straflosigkeit schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Austritt entbindet die Staaten nicht von Verpflichtungen, die während ihrer Mitgliedschaft entstanden sind. Verfahren und gerichtliche Entscheidungen zu Taten aus der Zeit vor dem Wirksamwerden des Austritts bleiben davon unberührt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds erklärte, er wolle weiterhin mit den malischen Behörden zusammenarbeiten. Dies betrifft neben der Sicherung der Ergebnisse des Al-Mahdi-Programms auch gerichtlich angeordnete Entschädigungen im Fall Al Hassan, der unter anderem wegen religiöser Verfolgung und weiterer Verbrechen in Timbuktu verurteilt wurde.</p>
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		<item>
		<title>ICC-Vertragsstaaten warnen Burkina Faso, Mali und Niger vor Austritt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/icc-vertragsstaaten-warnen-burkina-faso-mali-und-niger-vor-austritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 19:04:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
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		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Niger hat seinen Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof formell eingeleitet. Nun warnt die Versammlung der ICC-Vertragsstaaten auch Burkina Faso und Mali vor einem gemeinsamen Rückzug.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ficc-vertragsstaaten-warnen-burkina-faso-mali-und-niger-vor-austritt%2F&amp;action_name=ICC-Vertragsstaaten%20warnen%20Burkina%20Faso%2C%20Mali%20und%20Niger%20vor%20Austritt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft der ICC-Vertragsstaaten hat Burkina Faso, Mali und Niger aufgefordert, ihren Rückzug aus dem Römischen Statut zu überdenken. Die Erklärung wurde am 1. Juli 2026 veröffentlicht. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-mali-und-niger-treten-aus-dem-internationalen-strafgerichtshof-aus/" type="post" id="20146">Niger hatte bereits ein formelles Austrittsdokument eingereicht, während Mali und Burkina Faso ihren Rückzug bislang angekündigt haben.</a> Frühere Verpflichtungen gegenüber dem Internationalen Strafgerichtshof bleiben auch nach einem Austritt bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft der Versammlung der Vertragsstaaten äußerte sich besorgt über die Schritte der drei militärisch geführten Sahelstaaten. Ein Rückzug schwäche die internationale Strafjustiz und erschwere die Verfolgung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Entscheidungen von Vertragsstaaten, sich vom Römischen Statut abzuwenden, drohen das gemeinsame Streben nach Gerechtigkeit zu untergraben und die weltweiten Bemühungen zur Beendigung der Straflosigkeit zu schwächen“, <a href="https://www.icc-cpi.int/news/statement-presidency-assembly-states-parties-withdrawals-rome-statute-burkina-faso-mali-and">erklärte</a> das Präsidium.</p>



<h2 id="h-niger-hat-austritt-formell-eingeleitet" class="wp-block-heading"><span id="niger-hat-austritt-formell-eingeleitet">Niger hat Austritt formell eingeleitet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Niger reichte sein Austrittsdokument am 18. Juni 2026 ein. Das Land hatte den Schritt bereits im September 2025 gemeinsam mit Mali und Burkina Faso angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Artikel 127 des Römischen Statuts wird der Austritt ein Jahr nach Eingang der schriftlichen Mitteilung wirksam. Für Niger wäre dies voraussichtlich der 18. Juni 2027. Bis dahin bleibt das Land uneingeschränkt an seine Verpflichtungen gegenüber dem Gerichtshof gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch nach diesem Zeitpunkt kann der Internationale Strafgerichtshof Sachverhalte verfolgen, die sich während der Mitgliedschaft Nigers ereignet haben. Bereits bestehende Verpflichtungen zur Zusammenarbeit und laufende Verfahren werden durch den Austritt nicht automatisch beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali und Burkina Faso haben ihren Rückzug angekündigt, aber bislang keine formellen Austrittsdokumente hinterlegt. Das Präsidium sprach dennoch von Schritten aller drei Regierungen in Richtung eines gemeinsamen Austritts.</p>



<h2 id="h-prasidium-ruft-zu-gesprachen-auf" class="wp-block-heading"><span id="praesidium-ruft-zu-gespraechen-auf">Präsidium ruft zu Gesprächen auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versammlung der Vertragsstaaten forderte die drei Länder auf, Mitglieder des Römischen Statuts zu bleiben und ihre Kritik innerhalb der bestehenden Institutionen vorzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Vertragsstaaten hätten das Recht, Bedenken und Reformvorschläge in der Versammlung zur Diskussion zu stellen. Burkina Faso, Mali und Niger sollten sich deshalb an einem „substanziellen Austausch“ beteiligen, erklärte das Präsidium.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22545 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Versammlung der Vertragsstaaten ist das Aufsichts- und gesetzgebende Organ des Internationalen Strafgerichtshofs. In ihr sind die Staaten vertreten, die das Römische Statut ratifiziert haben oder ihm später beigetreten sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Präsidium besteht derzeit aus der finnischen Präsidentin Päivi Kaukoranta sowie den Vizepräsidenten Michael Imran Kanu aus Sierra Leone und Margareta Kassangana aus Polen.</p>



<h2 id="h-sahelstaaten-sprechen-von-neokolonialer-justiz" class="wp-block-heading"><span id="sahelstaaten-sprechen-von-neokolonialer-justiz">Sahelstaaten sprechen von neokolonialer Justiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso, Mali und Niger begründeten ihre Austrittspläne im September 2025 mit grundsätzlicher Kritik am Internationalen Strafgerichtshof. In ihrer gemeinsamen Erklärung bezeichneten sie den Gerichtshof als „Instrument neokolonialistischer Unterdrückung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Regierungen kündigten an, eigene Mechanismen zur Friedenssicherung und Strafverfolgung aufbauen zu wollen. Konkrete Angaben zur Struktur, Zuständigkeit oder Unabhängigkeit solcher Einrichtungen machten sie zunächst nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Länder gehören der Konföderation der Sahelstaaten an. Das Bündnis ging aus der Allianz der Sahelstaaten hervor und umfasst ausschließlich militärisch geführte Regierungen. Burkina Faso, Mali und Niger haben zugleich ihre Beziehungen zu westlichen Staaten eingeschränkt und ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit untereinander ausgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/" type="post" id="26707">Die drei Staaten verließen zuvor gemeinsam die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS. </a>Als Gründe nannten sie unter anderem den politischen Druck des Regionalblocks nach den Militärputschen und die aus ihrer Sicht unzureichende Unterstützung im Kampf gegen bewaffnete Gruppen.</p>



<h2 id="h-austritt-beendet-fruhere-zustandigkeit-nicht" class="wp-block-heading"><span id="austritt-beendet-fruehere-zustaendigkeit-nicht">Austritt beendet frühere Zuständigkeit nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof wurde durch das Römische Statut geschaffen und nahm 2002 seine Arbeit auf. Er verfolgt Einzelpersonen wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und des Verbrechens der Aggression.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gerichtshof ersetzt nationale Gerichte nicht. Er kann eingreifen, wenn ein Staat schwere internationale Verbrechen nicht ernsthaft untersucht oder strafrechtlich verfolgt. Dieses Prinzip wird als Komplementarität bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Austritt wirkt grundsätzlich nur für die Zukunft. Verbrechen, die während der Mitgliedschaft eines Landes begangen wurden, können weiterhin unter die Zuständigkeit des Gerichtshofs fallen. Auch laufende Ermittlungen und Verfahren bleiben möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burundi trat 2017 aus dem Gerichtshof aus. Die Philippinen folgten 2019. In beiden Fällen behielt der ICC seine Zuständigkeit für mutmaßliche Verbrechen, die während der jeweiligen Mitgliedschaft begangen worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niger wäre das dritte Land, dessen Austritt vollständig wirksam wird. Voraussetzung ist, dass die Regierung ihre Mitteilung während der einjährigen Frist nicht zurücknimmt.</p>



<h2 id="h-mali-hatte-den-icc-selbst-eingeschaltet" class="wp-block-heading"><span id="mali-hatte-den-icc-selbst-eingeschaltet">Mali hatte den ICC selbst eingeschaltet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zwischen afrikanischen Staaten und dem Gerichtshof sind seit Jahren von Zusammenarbeit und Kritik geprägt. Mehrere afrikanische Regierungen hatten den ICC selbst um Ermittlungen gebeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali verwies die Lage im eigenen Land 2012 an den Gerichtshof. Hintergrund waren schwere Verbrechen während der Besetzung nördlicher Landesteile durch bewaffnete und jihadistische Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Ermittlungen ging unter anderem das Verfahren gegen Ahmad Al Faqi Al Mahdi hervor. Der Gerichtshof verurteilte ihn wegen der Zerstörung religiöser und historischer Gebäude in Timbuktu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Uganda, die Demokratische Republik Kongo und die Zentralafrikanische Republik hatten Situationen auf ihrem Staatsgebiet selbst an den ICC verwiesen. Andere Ermittlungen in Afrika, darunter in Darfur und Libyen, wurden durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eingeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaft der Vertragsstaaten erinnerte Burkina Faso, Mali und Niger daran, dass sie sich in der Vergangenheit an der gemeinsamen Arbeit der Versammlung beteiligt hätten. Der Gerichtshof sei als unabhängige und unparteiische Justizinstitution auf die fortdauernde Unterstützung seiner Mitgliedstaaten angewiesen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich und die Türkei ringen in Afrika um Einfluss – neue SADAT-Vorwürfe in Mali</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 12:08:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schützt das türkische Unternehmen SADAT Malis Übergangspräsidenten Assimi Goïta? France 24 greift die unbestätigten Vorwürfe erneut auf. SADAT bestreitet jede Präsenz und operative Tätigkeit in Mali.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20die%20T%C3%BCrkei%20ringen%20in%20Afrika%20um%20Einfluss%20%E2%80%93%20neue%20SADAT-Vorw%C3%BCrfe%20in%20Mali&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der wachsende Wettbewerb zwischen Frankreich und der Türkei um politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss in Afrika zeigt sich derzeit auch in Mali. Der französische Auslandssender&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;hat erneut eine mögliche Rolle des türkischen Sicherheitsunternehmens SADAT im Umfeld der malischen Staatsführung thematisiert. Die Ausstrahlung erfolgte am Samstag, 13. Juni 2026. Der Sender sprach von anhaltenden Hinweisen auf den Einsatz türkischer Kräfte zum Schutz von Übergangspräsident Assimi Goïta und zur Ausbildung malischer Spezialeinheiten. SADAT weist die Vorwürfe vollständig zurück und erklärt, weder Personal noch operative Aktivitäten in Mali zu unterhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Fernsehbeitrag räumte&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;ein, dass eine Präsenz des Unternehmens in Mali nicht offiziell bestätigt sei. Der Korrespondent Ludovic de Foucaud verwies vielmehr auf „sehr hartnäckige Gerüchte“ über eine doppelte Aufgabe von SADAT innerhalb des Landes. Die Berichterstattung fügt sich in eine breitere Debatte über den schwindenden Einfluss Frankreichs im Sahel und den zunehmenden Ausbau türkischer Beziehungen zu afrikanischen Staaten ein.</p>



<h2 id="h-berichte-uber-schutz-von-assimi-goita" class="wp-block-heading"><span id="berichte-ueber-schutz-von-assimi-goita">Berichte über Schutz von Assimi Goïta</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des Senders soll das türkische Unternehmen an der persönlichen Absicherung von Assimi Goïta beteiligt sein. Im Beitrag fiel in diesem Zusammenhang der Begriff einer „Prätorianergarde“ des malischen Übergangspräsidenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>France 24</em>&nbsp;brachte die Vorwürfe mit Angriffen vom 25. April in Verbindung, bei denen bewaffnete Gruppen in bislang ungekanntem Umfang auch Drohnen eingesetzt haben sollen. Während dieser Angriffe sei Goïta möglicherweise von türkischen Kräften in Sicherheit gebracht worden. Unabhängige Belege für diese Darstellung nannte der Sender nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als zweite mögliche Aufgabe führte&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;die Ausbildung von Spezialeinheiten der malischen Streitkräfte an. Auch hierfür wurden in der Sendung keine öffentlich überprüfbaren Nachweise vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SADAT wird in internationalen Medien wiederholt als „türkisches Wagner“ oder als inoffizielle Parallelstruktur im Umfeld des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bezeichnet. Das Unternehmen wurde 2012 von dem früheren türkischen General Adnan Tanrıverdi gegründet und wird inzwischen von dessen Sohn geführt. SADAT selbst weist die Bezeichnung als Söldnerorganisation zurück.</p>



<h2 id="h-sadat-bestreitet-personal-und-einsatze-in-mali" class="wp-block-heading"><span id="sadat-bestreitet-personal-und-einsaetze-in-mali">SADAT bestreitet Personal und Einsätze in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen hatte bereits am 13. Februar 2026 auf eine frühere Dokumentation von&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;reagiert. In „Die Drohne und der Koran: Exklusive Untersuchung zur türkischen Macht in Afrika“ hatte der Sender ebenfalls über eine mögliche SADAT-Präsenz in Mali und anderen afrikanischen Staaten berichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/">SADAT erklärte daraufhin, die Behauptung, das Unternehmen schütze Assimi Goïta oder führe operative Tätigkeiten in Mali aus, sei „vollständig realitätswidrig“.</a> Es habe bislang „keine operative Tätigkeit“ in Mali ausgeübt und dort kein Personal beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen warf&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;vor, selbst das Fehlen öffentlich bekannter Belege eingeräumt und die Vorwürfe dennoch auf Grundlage von Quellen mit ungewisser Verlässlichkeit verbreitet zu haben. Die Bezeichnungen als „türkisches Wagner“ und die Zuschreibung militärischer Einsätze seien eine Rufschädigung ohne Tatsachengrundlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SADAT kündigte eine Schadenersatzklage gegen den französischen Sender in Frankreich an. Das Unternehmen bezeichnet sich als türkischer Anbieter von Dienstleistungen für die Verteidigungsindustrie. Es biete keine Sicherheitsdienste an, sei in keinem Konfliktgebiet präsent, beschäftige keine Söldner und verfüge über keine eigene bewaffnete Truppe.</p>



<h2 id="h-militarische-beziehungen-zwischen-ankara-und-bamako-wachsen" class="wp-block-heading"><span id="militaerische-beziehungen-zwischen-ankara-und-bamako-wachsen">Militärische Beziehungen zwischen Ankara und Bamako wachsen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig von den umstrittenen SADAT-Vorwürfen haben sich die offiziellen Verteidigungsbeziehungen zwischen der Türkei und Mali in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Türkische Hersteller liefern Drohnen, Waffen, Munition und elektronische Verteidigungstechnik an den westafrikanischen Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Rüstungs- und Sicherheitsforum Bamako Expo 2025 waren zahlreiche türkische Unternehmen vertreten. Dazu gehörten der Drohnenhersteller Baykar, der Raketenproduzent Roketsan und der Elektronikkonzern Aselsan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Türkische Drohnen haben für die malischen Streitkräfte an Bedeutung gewonnen. Ankara verbindet seine Lieferungen im Vergleich zu westlichen Staaten mit weniger politischen und rechtlichen Auflagen. <a href="https://fokus-afrika.de/tiani-in-ankara-tuerkei-und-niger-vertiefen-partnerschaft-in-sicherheit-und-handel/">Der geringere Preis türkischer Systeme und ihre vergleichsweise flexible Nutzung haben die Nachfrage in mehreren afrikanischen Staaten erhöht.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Mali wird unter Berufung auf das türkische Außenministerium für das Jahr 2003 auf fünf Millionen US-Dollar beziffert. Bis 2022 sei es auf 165 Millionen US-Dollar gestiegen. Waffen und Munition hätten sich seit 2024 zum wichtigsten türkischen Exportbereich im Handel mit Mali entwickelt und rund 20 Prozent des Austauschs ausgemacht.</p>



<h2 id="h-turkei-baut-ihren-einfluss-in-afrika-aus" class="wp-block-heading"><span id="tuerkei-baut-ihren-einfluss-in-afrika-aus">Türkei baut ihren Einfluss in Afrika aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkische Afrika-Politik beschränkt sich nicht auf militärische Zusammenarbeit. Ankara ist auf dem Kontinent auch im Bauwesen, in der Logistik, der zivilen Luftfahrt und im Bildungsbereich aktiv. Die staatliche Maarif-Stiftung betreibt Schulen in mehreren afrikanischen Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="789" height="550" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg" alt="" class="wp-image-27931 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37.jpg 789w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-04-Nijer-37-380x265.jpg 380w" sizes="(max-width: 789px) 100vw, 789px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tuerkei-und-algerien-bilden-gemeinsame-front-gegen-israel/">Präsident Erdoğan hat die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu afrikanischen Staaten während seiner Amtszeit systematisch ausgebaut.</a> Er besuchte Mali im Jahr 2018. Ankara unterhält zugleich Beziehungen zu Regierungen im Sahel und zu Staaten, die sich sicherheitspolitisch enger an westliche Partner gebunden haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese parallelen Kontakte unterscheiden die Türkei von Russland und früheren westlichen Ordnungsmächten in der Region. Im Beitrag von&nbsp;<em>France 24</em>&nbsp;wurde Ankara deshalb als Akteur beschrieben, der mit verschiedenen politischen und militärischen Lagern im Sahel Beziehungen unterhalten könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bewaffnete Gruppen in Mali bewerten die türkische Präsenz nicht einheitlich. Einige hätten Ankara in der Vergangenheit als möglichen Vermittler betrachtet. Jüngere Erklärungen richteten sich jedoch scharf gegen den Einsatz türkischer Drohnen, denen die Gruppen auch zivile Opfer zuschreiben. In diesen Stellungnahmen werde die Türkei zunehmend gemeinsam mit Russland als militärischer Unterstützer der malischen Führung genannt.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-und-die-tuerkei-ringen-in-afrika-um-einfluss-neue-sadat-vorwuerfe-in-mali/">Frankreich und die Türkei ringen in Afrika um Einfluss – neue SADAT-Vorwürfe in Mali</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mali verurteilt französischen Agenten zu 20 Jahren Haft</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-verurteilt-franzoesischen-agenten-zu-20-jahren-haft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 11:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali verurteilt einen französischen Diplomatie-Mitarbeiter zu 20 Jahren Haft. Paris spricht von haltlosen Anschuldigungen. Der Fall verschärft den Konflikt zwischen Bamako und Frankreich.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-verurteilt-franzoesischen-agenten-zu-20-jahren-haft%2F&amp;action_name=Mali%20verurteilt%20franz%C3%B6sischen%20Agenten%20zu%2020%20Jahren%20Haft&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Gericht in Mali hat den französischen Staatsangehörigen Yann Vézilier wegen Beschädigung der Staatssicherheit zu 20 Jahren Haft verurteilt.&nbsp;Das Urteil erging am Freitag, 5. Juni 2026, in Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich weist die Vorwürfe zurück und spricht von „haltlosen Anschuldigungen“. <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Die Verurteilung verschärft einen diplomatischen Konflikt, der seit dem Abzug der französischen Truppen und dem Ende mehrerer Sicherheitskooperationen zwischen Paris und Bamako anhält.</a></p>



<h2 id="h-paris-weist-vorwurfe-zuruck" class="wp-block-heading"><span id="paris-weist-vorwuerfe-zurueck">Paris weist Vorwürfe zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Außenministerium erklärte, Vézilier sei Gegenstand eines Gerichtsverfahrens mit unbegründeten Anschuldigungen. Paris hält daran fest, dass der Franzose als akkreditierter Mitarbeiter der französischen Botschaft in Bamako tätig gewesen sei und Aufgaben im Rahmen der Sicherheitskooperation wahrgenommen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/" type="post" id="24256">Frankreich bestreitet, direkt oder indirekt an Handlungen zur Destabilisierung Malis beteiligt gewesen zu sein.</a> Das Außenministerium kündigte an, seine diplomatischen Bemühungen zugunsten des Verurteilten fortzusetzen. Konkrete nächste Schritte nannte Paris zunächst nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden stellen den Fall anders dar. Sie hatten Vézilier nach seiner Festnahme im August 2025 als Agenten bezeichnet, der im Auftrag des französischen Nachrichtendienstes gehandelt habe. Bamako wirft ihm vor, an einem Netzwerk beteiligt gewesen zu sein, das sensible Informationen sammeln und eine Destabilisierung der Institutionen der Übergangsregierung vorbereiten sollte.</p>



<h2 id="h-festnahme-im-august-2025" class="wp-block-heading"><span id="festnahme-im-august-2025">Festnahme im August 2025</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Yann Vézilier war am 13. August 2025 von der malischen Staatssicherheit festgenommen worden. Zeitgleich wurden mehrere Offiziere der malischen Streitkräfte in dem Verfahren genannt oder festgenommen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png" alt="" class="wp-image-27969 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/705940df-bf92-4230-918b-3cc9cf0fa5cc-1-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden in Bamako sprachen damals von einer vereitelten Destabilisierungsaktion gegen die Institutionen der Transition. Die Ermittlungen wurden auf den Verdacht eines Komplotts und einer Beschädigung der Staatssicherheit gestützt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt des Urteils machten die malischen Justizbehörden keine detaillierten Beweise öffentlich. Die französische Seite hält den Fall deshalb weiterhin für politisch belastet.</p>



<h2 id="h-geldstrafe-und-einreiseverbot" class="wp-block-heading"><span id="geldstrafe-und-einreiseverbot">Geldstrafe und Einreiseverbot</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Haftstrafe verhängte das Gericht gegen Vézilier eine Geldstrafe von 3,6 Millionen CFA-Francs, umgerechnet 6.300 Euro. Zudem wurde ein 20-jähriges Aufenthaltsverbot für Mali ausgesprochen. Der Verurteilte muss außerdem einen symbolischen Franc an den malischen Staat zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Urteil ist die bislang deutlichste gerichtliche Entscheidung in dem Verfahren, das seit 2025 die Beziehungen zwischen Mali und Frankreich zusätzlich belastet. Ob Rechtsmittel eingelegt werden, war zunächst nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine spätere diplomatische Lösung ist rechtlich nicht ausgeschlossen. Dazu könnten ein möglicher Transfer nach Frankreich zur Verbüßung der Strafe oder eine Begnadigung durch malische Behörden gehören. Eine solche Entwicklung hinge jedoch von Entscheidungen in Bamako und möglichen Gesprächen mit Paris ab.</p>



<h2 id="h-malische-offiziere-im-selben-verfahren" class="wp-block-heading"><span id="malische-offiziere-im-selben-verfahren">Malische Offiziere im selben Verfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Verfahren wurden auch mehrere malische Militärangehörige genannt. Dazu zählen General Abass Dembélé und Generalin Néma Sagara. Beide wurden im Oktober 2025 aus der Armee entlassen und im November wegen des Verdachts auf Destabilisierung und Atteinte an die Staatssicherheit angeklagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abass Dembélé ist ein früherer Gouverneur der Region Mopti. Er wird auch mit der Schlacht von Konna im Januar 2013 in Verbindung gebracht, einem wichtigen Ereignis vor der militärischen Rückeroberung der nördlichen Landesteile mit Unterstützung der französischen Operation Serval.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Néma Sagara ist Generalin der malischen Luftwaffe und hatte mehrere militärische Führungsaufgaben inne. Sie wurde während der Sicherheitskrise von 2012 im malischen Militär bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden veröffentlichten zunächst keinen öffentlichen Zeitplan für die weiteren gerichtlichen Schritte gegen andere in dem Verfahren genannte Personen.</p>



<h2 id="h-beziehungen-zwischen-bamako-und-paris-bleiben-belastet" class="wp-block-heading"><span id="beziehungen-zwischen-bamako-und-paris-bleiben-belastet">Beziehungen zwischen Bamako und Paris bleiben belastet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall steht in einer Phase anhaltender Spannungen zwischen Mali und Frankreich. Seit 2022 haben sich die Beziehungen beider Staaten stark verschlechtert. Der Abzug der französischen Operation Barkhane, die Beendigung mehrerer Kooperationsformate und gegenseitige diplomatische Vorwürfe haben die frühere Sicherheitszusammenarbeit weitgehend beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bamako wirft Paris seit Jahren Einmischung und destabilisierende Aktivitäten vor. Frankreich weist diese Vorwürfe zurück und kritisiert seinerseits den Kurs der malischen Übergangsbehörden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>JNIM-Blockaden bedrohen Westafrikas Handelsadern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=27914</guid>

					<description><![CDATA[<p>JNIM trifft Mali nicht nur militärisch, sondern wirtschaftlich: Blockaden auf Handelsrouten gefährden Warenströme zwischen Sahel und Küstenstaaten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fjnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern%2F&amp;action_name=JNIM-Blockaden%20bedrohen%20Westafrikas%20Handelsadern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/">JNIM-Blockaden bedrohen Westafrikas Handelsadern</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die dschihadistische Gruppe JNIM verschärft in Mali ihre Blockaden wichtiger Verkehrsachsen und gefährdet damit zentrale Handelsrouten zwischen den Küstenhäfen Westafrikas und den Sahelstaaten. Besonders betroffen ist der Korridor zwischen Dakar und Bamako, über den ein großer Teil des Handels zwischen Senegal und Mali läuft. Auch Routen über Côte d’Ivoire, Ghana, Togo und Benin geraten stärker in den Blick, weil sie für die Versorgung des zentralen Sahel mit Treibstoff, Lebensmitteln und Industrieprodukten wichtig sind.</p>



<h2 id="h-angriffe-in-mali-verscharfen-druck-auf-verkehrsachsen" class="wp-block-heading"><span id="angriffe-in-mali-verschaerfen-druck-auf-verkehrsachsen">Angriffe in Mali verschärfen Druck auf Verkehrsachsen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Die jüngste Eskalation geht auf koordinierte Angriffe vom 25. April zurück.</a> Die Jama’at Nusrat al-Islam wal Muslimin und die Azawad Liberation Front griffen mehrere Orte in Mali an, darunter Kati, Mopti, Sévaré, Gao und die Hauptstadt Bamako. Dabei gab es zahlreiche Opfer. <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905">Auch Verteidigungsminister Sadio Camara wurde getötet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden reagierten mit einer Gegenoffensive. Dabei wurden mehrere Verdächtige festgenommen, darunter Zivilisten, aktive Soldaten und aus der Armee entlassene Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Tage nach Beginn der Angriffe verhängte JNIM eine Blockade gegen Bamako, vor allem auf westlichen Routen. Die Straße zwischen Kita und Bamako wurde dadurch stark beeinträchtigt. Hunderte Menschen saßen fest, die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser wurde erschwert.</p>



<h2 id="h-dakar-bamako-korridor-besonders-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="dakar-bamako-korridor-besonders-betroffen">Dakar-Bamako-Korridor besonders betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden treffen eine der wichtigsten Handelsachsen Westafrikas. Der Dakar-Bamako-Korridor verbindet den Hafen von Dakar mit der malischen Hauptstadt und ist für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a> wie Mali wirtschaftlich zentral. Mali war 2024 Senegals wichtigster Kunde und stand für 26,5 Prozent der senegalesischen Exporte. Das entsprach rund 802,8 Milliarden CFA-Franc oder etwa 1,42 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 beliefen sich die senegalesischen Exporte nach Mali demnach auf rund 662 Milliarden CFA-Franc. Die Angriffe in Westmali haben diesen Warenverkehr bereits seit 2024 spürbar belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen September und November 2025 registrierte der Hafen von Dakar täglich rund 120 blockierte Container mit Ziel Mali. Für Senegal bedeutete das geschätzte monatliche Verluste von 15 Milliarden CFA-Franc. Ende November 2025 saßen mehr als 2.000 Container in Dakar fest. Bis Februar 2026 blieben rund 4.000 leere Container in Bamako stecken, weil Fahrer die Rückfahrt nach Dakar aus Sicherheitsgründen mieden.</p>



<h2 id="h-mali-wird-bei-treibstoff-und-waren-getroffen" class="wp-block-heading"><span id="mali-wird-bei-treibstoff-und-waren-getroffen">Mali wird bei Treibstoff und Waren getroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden schwächen vor allem die Versorgung Malis. Betroffen sind Erdölprodukte, verarbeitete Waren, hydraulischer Zement und Lebensmittel. Gleichzeitig geraten Fahrer, Händler, Spediteure und Hafenakteure unter Druck, deren Einkommen vom regelmäßigen Warenverkehr abhängt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="739" height="416" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg" alt="" class="wp-image-25427 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg 739w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Seit September 2025 verfolgt JNIM nach Einschätzung des Institute for Security Studies eine Strategie, <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">die auf die Unterbrechung lebenswichtiger Lieferungen nach Mali und innerhalb des Landes zielt. </a>Die Gruppe greift besonders Treibstoffkonvois im Süden und Westen an. Dadurch wird nicht nur der nationale Handel Malis getroffen, sondern auch der regionale Austausch zwischen Sahel und Küstenstaaten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Küstenhäfen Westafrikas sind für die Binnenstaaten des Sahel zentrale Ein- und Ausgänge zum Weltmarkt. Straßenverbindungen von Dakar, Abidjan, Tema, Lomé und Cotonou zu den Hauptstädten im Sahel funktionieren dabei als wirtschaftliche Lebensadern. Viele dieser Korridore führen durch Gebiete, in denen JNIM operiert.</p>



<h2 id="h-auch-cote-d-ivoire-und-ghana-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="auch-cote-divoire-und-ghana-betroffen">Auch Côte d’Ivoire und Ghana betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Dakar-Bamako-Korridor rückt der Abidjan-Bamako-Korridor stärker in den Fokus. Mali blieb 2025 wichtigster Kunde <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/" type="category" id="68">Côte d’Ivoires</a> innerhalb der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion. Über diese Achse werden vor allem Erdölprodukte und Lebensmittel nach Mali geliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Ende 2025 wurden rund 1,47 Millionen Tonnen Waren über den Abidjan-Bamako-Korridor transportiert. Auch diese Verbindung geriet in der Region Sikasso unter JNIM-Beschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Côte d’Ivoire ist zudem der wichtigste afrikanische Lieferant <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Fasos</a>. Geliefert werden vor allem Erdölprodukte, Strom und Düngemittel. Ein Teil der Importe nach Burkina Faso stammt aus Côte d’Ivoire, Ghana und Senegal oder wird durch diese Länder transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahren für Händler zeigen sich auch außerhalb Malis. Am 14. Februar wurden sieben ghanaische Tomatenhändler bei einem JNIM-Angriff in Titao im Norden Burkina Fasos getötet. Der Vorfall verdeutlicht, dass die Sicherheitsrisiken entlang der Handelswege nicht auf Mali beschränkt sind.</p>



<h2 id="h-militarische-begleitung-soll-lieferungen-sichern" class="wp-block-heading"><span id="militaerische-begleitung-soll-lieferungen-sichern">Militärische Begleitung soll Lieferungen sichern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/niger-liefert-82-tanklastzuege-treibstoff-nach-mali-unter-aes-militaerschutz/" type="post" id="22251">Die malischen Behörden haben mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Versorgung zu stabilisieren. Dazu gehören militärisch begleitete Treibstoffkonvois</a>. Seit November kommen dadurch wöchentlich rund 200 bis 300 Tanklastwagen ins Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung unterzeichnete außerdem eine Vereinbarung mit malischen Erdölgruppen, um Zollverfahren zu beschleunigen. Zugleich wurde ein System eingeführt, das das Tanken begrenzen und den Schwarzmarkt eindämmen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus gibt es Versuche, die Lasten auf den Häfen von Dakar und Abidjan zu reduzieren, indem Handelsströme auf andere Häfen verlagert werden. Solche Umleitungen können kurzfristig Druck mindern, verändern aber nicht die grundlegende Verwundbarkeit der Straßenkorridore.</p>



<h2 id="h-regionale-zusammenarbeit-unter-druck" class="wp-block-heading"><span id="regionale-zusammenarbeit-unter-druck">Regionale Zusammenarbeit unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockaden machen sichtbar, wie eng die Sicherheitslage im Sahel mit der Wirtschaft der Küstenstaaten verbunden ist. Handelswege, Häfen, Zollabwicklung und Versorgungsketten hängen über Grenzen hinweg zusammen. Wird ein Korridor blockiert, trifft das nicht nur Mali, sondern auch Exporteure, Spediteure, Fahrer und Hafenbetriebe in den Nachbarstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institute for Security Studies verweist auf regionale Organisationen wie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten</a>, die Allianz der Sahelstaaten, den Conseil de l’Entente, die Mano River Union und die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion. Sie stehen vor der Aufgabe, die Ausweitung solcher Blockadetaktiken auf weitere Straßenverbindungen zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April zeigen zugleich die Grenzen einer rein militärischen Antwort. JNIM und die Azawad Liberation Front konnten trotz eigener Unterschiede größere Operationen koordinieren. Zwischen Sahel- und Küstenstaaten bleibt eine vergleichbare sicherheitspolitische Abstimmung schwierig.</p>
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		<title>Malis Ex-Premierminister:&#8221;Afrikanische Union hat im Sahel versagt!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-ex-premierministerafrikanische-union-hat-im-sahel-versagt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 19:22:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Africa Day 2026: Die Afrikanische Union ruft zu Einheit und Reformen auf. Aus Mali kommt scharfe Kritik. Choguel Kokalla Maïga fordert eine AU, die nicht länger „Resonanzkörper ausländischer Mächte“ ist.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-ex-premierministerafrikanische-union-hat-im-sahel-versagt%2F&amp;action_name=Malis%20Ex-Premierminister%3A%26%238221%3BAfrikanische%20Union%20hat%20im%20Sahel%20versagt%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Africa Day ist zur Bühne für eine offene Kritik aus Mali an der Rolle der Afrikanischen Union geworden. Am 25. Mai 2026 fiel sie mit dem 63. Jahrestag der Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit zusammen. Während AU-Kommissionspräsident Mahmoud Ali Youssouf zu Einheit, Pan-Afrikanismus und Reformen <a href="https://au.int/en/speeches/20260525/statement-auc-chairperson-occasion-africa-day-2026">aufrief</a>, forderte Malis früherer Premierminister Choguel Kokalla Maïga eine grundlegende Neuausrichtung der Organisation. Sein Vorwurf zielt auf eine Institution, die nach seiner Darstellung zu stark von äußeren Mächten geprägt sei und im Sahel versagt habe.</p>



<h2 id="h-au-ruft-zu-einheit-und-reformen-auf" class="wp-block-heading"><span id="au-ruft-zu-einheit-und-reformen-auf">AU ruft zu Einheit und Reformen auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahmoud Ali Youssouf stellte den Africa Day in den Rahmen von Einheit, Integration und Entwicklung. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union erinnerte an die Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit im Jahr 1963 und verband das Jubiläum mit den Zielen der Agenda 2063.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union sieht sich dabei als Stimme eines Kontinents, der stärker in globale Entscheidungen eingebunden werden will. <a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/" type="post" id="26397">Youssouf verwies auf die dauerhafte Mitgliedschaft der Afrikanischen Union in der G20 und sprach von einem historischen Schritt für Afrikas Beteiligung an der internationalen Wirtschaftspolitik.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Reform der Vereinten Nationen blieb Teil der Botschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Die AU erneuerte ihre Forderung nach einer umfassenden Reform des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, um aus ihrer Sicht die langjährige Benachteiligung Afrikas im internationalen System zu korrigieren.</a></p>



<h2 id="h-wasser-sicherheit-und-globale-mitsprache" class="wp-block-heading"><span id="wasser-sicherheit-und-globale-mitsprache">Wasser, Sicherheit und globale Mitsprache</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Jahresthema der Afrikanischen Union 2026 konzentriert sich auf Wasserverfügbarkeit und sichere Sanitärsysteme. Damit verbindet die Organisation Fragen von öffentlicher Gesundheit, Klimaanpassung und nachhaltiger Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf stellte Afrika zugleich als Akteur in globalen Debatten über Frieden, Klima, Ernährungssicherheit, Handel, Gesundheit und Entwicklung dar. In seiner Erklärung würdigte er auch die wachsende internationale Debatte über historische Wiedergutmachung und verwies auf Initiativen Ghanas bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Africa Day erhielt zudem eine sportpolitische Note. Neun afrikanische Nationalmannschaften bereiten sich nach Angaben der AU auf die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft vor. Es wäre die höchste afrikanische Beteiligung in der Geschichte des Turniers.</p>



<h2 id="h-choguel-maiga-fordert-eine-andere-au" class="wp-block-heading"><span id="choguel-maiga-fordert-eine-andere-au">Choguel Maïga fordert eine andere AU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Mali kam am selben Tag ein deutlich anderer Ton. Choguel Kokalla Maïga veröffentlichte auf X eine Erklärung zum 63. Jahrestag der afrikanischen Einheit und verband sie mit scharfer Kritik an der Afrikanischen Union.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j.jpeg" alt="" class="wp-image-27658 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j.jpeg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HBkGBa1XcAAsK1j-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Das panafrikanische Ideal stößt auf tiefe strukturelle Krisen“, schrieb der frühere malische Premierminister. Sicherheitskrisen, Terrorismus, wirtschaftlicher Druck, Klimafragen und demografische Herausforderungen hätten die Schwächen der Institution offengelegt. Maïga sprach von einer „chronischen institutionellen Lähmung“ der AU.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mali stehe nach seiner Darstellung im Zentrum dieser Widersprüche. Die traditionellen Mechanismen afrikanischer Solidarität hätten angesichts der terroristischen Gewalt im Land versagt. Der Rückgang demokratischer Ordnungen sei für ihn nicht allein eine Ursache politischer Instabilität, sondern auch Folge von Institutionen, die den Alltag vieler Menschen nicht mehr erreichten.</p>



<h2 id="h-sahel-bundnis-als-gegenentwurf" class="wp-block-heading"><span id="sahel-buendnis-als-gegenentwurf">Sahel-Bündnis als Gegenentwurf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga stellte die Allianz der Sahel-Staaten als Antwort auf diese Lage dar. Mali, Burkina Faso und Niger hatten das Bündnis nach ihrem Bruch mit der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS gestärkt und positionieren es als sicherheits- und souveränitätspolitisches Projekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister bezeichnete diesen Kurs nicht als Absage an afrikanische Einheit. „Diese souveränistische Entscheidung ist keine Ablehnung der afrikanischen Einheit, sondern ihre notwendige Neugründung“, erklärte Maïga. Wahrer Panafrikanismus beginne mit der Rückgewinnung sicherheitspolitischer, politischer und wirtschaftlicher Souveränität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine schärfste Formulierung richtete sich direkt an die Afrikanische Union: „Die AU muss aufhören, Resonanzkörper ausländischer Mächte zu sein, und wieder zum Heiligtum afrikanischer Freiheit werden.“</p>



<h2 id="h-alte-reformidee-neue-kritik" class="wp-block-heading"><span id="alte-reformidee-neue-kritik">Alte Reformidee, neue Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga knüpfte seine Kritik an die Entstehungsgeschichte der Afrikanischen Union. Der Übergang von der Organisation für Afrikanische Einheit zur AU im Jahr 2002 sollte die Handlungsfähigkeit des Kontinents stärken. An die Stelle strikter Nichteinmischung trat das Prinzip der Nichtgleichgültigkeit, das Eingreifen bei schweren Krisen, Kriegsverbrechen, Völkermord oder Staatsstreichen ermöglichen sollte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="939" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-939x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-27659 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-939x1024.jpeg 939w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-275x300.jpeg 275w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-768x838.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-380x414.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP-800x873.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFiaaryWsAAsoFP.jpeg 960w" sizes="(max-width: 939px) 100vw, 939px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der frühere malische Regierungschef sieht diesen Anspruch heute verfehlt. Seine Erklärung macht deutlich, wie stark sich die politische Sprache im Sahel von der offiziellen Linie der Afrikanischen Union entfernt hat. Während die AU am Africa Day Einheit, institutionelle Reformen und multilaterale Mitsprache betonte, stellte Maïga die Frage nach Souveränität, Sicherheitsmacht und Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen ins Zentrum.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste ordentliche Gipfel der Afrikanischen Union ist für Juli 2026 vorgesehen. Zuvor soll der Exekutivrat am 24. und 25. Juni zu seiner 49. ordentlichen Sitzung zusammenkommen. Die Rolle der AU gegenüber den politischen Übergängen im Sahel gehört zu den Themen, die den Kontinent weiter beschäftigen.</p>
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		<item>
		<title>Malis Außenminister: &#8220;Ukraine will einen hybriden Krieg im Sahel!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 11:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali zieht nach den Angriffen vom 25. April eine klare Linie: Kein Dialog mit bewaffneten Gruppen. Gleichzeitig rücken Vorwürfe über externe Unterstützung und ein RTL-Bericht zu ukrainischen Militäreinheiten im Umfeld tuaregischer Rebellen in den Fokus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-aussenminister-ukraine-will-einen-hybriden-krieg-im-sahel%2F&amp;action_name=Malis%20Au%C3%9Fenminister%3A%20%26%238220%3BUkraine%20will%20einen%20hybriden%20Krieg%20im%20Sahel%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Malis Außenminister Abdoulaye Diop hat nach den Angriffen vom 25. April jeden Dialog mit bewaffneten Gruppen ausgeschlossen und zugleich externe Unterstützung für die Angreifer angeprangert. Die Erklärung erfolgte am 7. Mai 2026 bei einem Treffen mit dem in Bamako akkreditierten diplomatischen Korps. Diop bezog sich dabei auf den Front de Libération de l’Azawad, dem Bamako eine Allianz mit einem von den Vereinten Nationen gelisteten Terrornetzwerk vorwirft. Parallel berichtete der französische Sender RTL über mutmaßliche verdeckte Aktivitäten ukrainischer Militäraufklärung im Umfeld tuaregischer Rebellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-zieht-eine-rote-linie"><span id="bamako-zieht-eine-rote-linie">Bamako zieht eine rote Linie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Regierung sieht keinen Dialog mit bewaffneten terroristischen Gruppen vor“, sagte Diop nach Angaben der malischen Nachrichtenagentur AMAP. Einige bewaffnete Gruppen im Norden des Landes hätten sich dafür entschieden, Partei für eine extremistische Organisation zu ergreifen, die von den Vereinten Nationen als terroristisch anerkannt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage bezog sich auf den Front de Libération de l’Azawad. Die malische Regierung betrachtet dessen Entwicklung als Teil einer Verbindung zwischen bewaffneten Gruppen im Norden und jihadistischen Akteuren. Zugleich erklärte Diop, die Behörden nähmen weiterhin reuige Kämpfer auf, wenn diese in den republikanischen Rahmen zurückkehrten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister stellte <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">die Angriffe vom 25. April in einen größeren Zusammenhang.</a> Mali befinde sich in einem asymmetrischen Konflikt, in dem bewaffnete Gruppen verdeckt operierten, teils Uniformen der malischen Armee trügen und sich unter die Bevölkerung mischten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriffe-auf-kati-und-verteidigungsministerium"><span id="angriffe-auf-kati-und-verteidigungsministerium">Angriffe auf Kati und Verteidigungsministerium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April trafen nach Darstellung der malischen Behörden mehrere Orte im Land. Zu den Zielen gehörten die Residenz des Staatschefs in Kati und die Residenz des damaligen Verteidigungsministers Sadio Camara.<a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905"> Camara kam bei den Angriffen ums Leben.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27263 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6PeXsAQCqtS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diop sagte vor dem diplomatischen Korps, die staatlichen Institutionen seien trotz der Angriffe voll funktionsfähig. Die Ernennung von General Oumar Diarra zum neuen Verteidigungsminister stehe für institutionelle Kontinuität und die Fortsetzung der sicherheitspolitischen Linie Bamakos.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Untersuchung wurde nach Angaben des Ministers durch den Staatsanwalt beim Militärgericht in Bamako eröffnet. Diop erklärte, zivile und militärische Personen seien identifiziert und festgenommen worden, die mit Planung, Koordinierung oder Durchführung der Angriffe in Verbindung gebracht würden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurf-eines-hybriden-krieges"><span id="vorwurf-eines-hybriden-krieges">Vorwurf eines hybriden Krieges</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop sprach von einem hybriden Krieg gegen Mali und weitere<a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562"> Staaten der Konföderation der Staaten des Sahel.</a> Er warf internen und externen Unterstützern vor, den Angreifern Informationen, Logistik und Personal zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang nannte der Außenminister ausdrücklich die Ukraine. Kiew habe nach seiner Darstellung öffentlich logistische Unterstützung für bewaffnete Gruppen im Sahel eingeräumt. Weitere mutmaßliche Unterstützer benannte Diop nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verband die Sicherheitslage auch mit einem Informationskrieg. <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-verbietet-franzoesischen-sender-wegen-terrorismus-berichterstattung/" type="post" id="27185">Er kritisierte Medien und Plattformen, die bewaffneten Gruppen aus Sicht der malischen Regierung Raum gäben. </a>Bamako sieht darin eine Begleitstruktur des militärischen Drucks auf den Staat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rtl-berichtet-uber-ukrainische-militaraufklarung-und-tuareg-rebellen"><span id="rtl-berichtet-ueber-ukrainische-militaeraufklaerung-und-tuareg-rebellen">RTL berichtet über ukrainische Militäraufklärung und Tuareg-Rebellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Journalist Georges Malbrunod berichtete bei RTL, französische Soldaten seien zwar nicht mehr in Mali präsent, jedoch seien Einheiten des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR im Umfeld tuaregischer Rebellen aktiv. Er berief sich dabei auf eine französische Sicherheitsquelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malbrunod sprach von ehemaligen ukrainisch-stämmigen Soldaten, die zuvor in der französischen Fremdenlegion gedient hätten. Die ukrainischen Einheiten operierten dem Bericht zufolge in Koordination mit tuaregischen Rebellen. Ziel sei es, die mit Bamako verbündeten russischen Kräfte zu schwächen, die früher unter Wagner und heute unter Africa Corps auftreten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">EDITO RTL &#8211; La France toujours active au Mali &quot;par procuration&quot;<a href="https://twitter.com/Malbrunot?ref_src=twsrc%5Etfw">@Malbrunot</a> dans <a href="https://twitter.com/hashtag/RTLMatin?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RTLMatin</a> <a href="https://t.co/MEJKhRFAnw">pic.twitter.com/MEJKhRFAnw</a></p>&mdash; RTL France (@RTLFrance) <a href="https://twitter.com/RTLFrance/status/2052665490091233743?ref_src=twsrc%5Etfw">May 8, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">RTL berichtete weiter, der ukrainische Militärgeheimdienst habe bereits im Vorjahr französischen Stellen einen Plan vorgeschlagen, um Regierungen im Sahel zu schwächen und russischen Einfluss zurückzudrängen. Paris habe damals aus Sicherheitsgründen nicht weitergemacht. Der Sender beschrieb die nun berichtete Konstellation als verdeckten Hebel, der Frankreich Distanz zu den Vorgängen ermögliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Verteidigungsministerium erklärte gegenüber RTL, ukrainische Soldaten, die die Fremdenlegion verlassen hätten, könnten der Ukraine auf eine Weise dienen, die sie für geeignet hielten. Weitere Kommentare gab das Ministerium dem Bericht zufolge nicht ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatisches-korps-verurteilt-angriffe"><span id="diplomatisches-korps-verurteilt-angriffe">Diplomatisches Korps verurteilt Angriffe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das diplomatische Korps in Bamako verurteilte die Angriffe vom 25. April. Der <a href="https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/" type="post" id="26945">russische Botschafter Igor Gromyko, Doyen des diplomatischen Korps</a>, sprach von „barbarischen Angriffen“ gegen die Zivilbevölkerung und staatliche Institutionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27262 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHvx6ONXkAoqDCk.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gromyko erklärte, solche Angriffe seien völlig ungerechtfertigt und erforderten die entschiedensten internationalen Antworten. Er sprach den Behörden Kondolenz zum Tod von Sadio Camara aus und würdigte den Einsatz der malischen Streitkräfte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Botschafter sagte außerdem, die Angriffe seien mit Unterstützung des Africa Corps des russischen Verteidigungsministeriums zurückgeschlagen worden. Moskau sei in Abstimmung mit Bamako bereit, Mali weitere Unterstützung zu leisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsmassnahmen-fur-diplomaten-verstarkt"><span id="sicherheitsmassnahmen-fuer-diplomaten-verstaerkt">Sicherheitsmaßnahmen für Diplomaten verstärkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diop kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen auf dem gesamten Staatsgebiet an. Besonders diplomatische und konsularische Vertretungen sowie Büros internationaler Organisationen sollen stärker geschützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei erhielt nach Angaben des Ministers Anweisung, Patrouillen im Umfeld der diplomatischen Vertretungen zu verstärken. Auch am internationalen Flughafen Modibo Keïta in Bamako seien Sicherheitsmaßnahmen angepasst worden. Diop erklärte, der Flugverkehr und die Versorgung mit Kerosin liefen regulär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali verfolgt seine Sicherheitsoperationen mit Unterstützung der Partner in der Konföderation der Staaten des Sahel, insbesondere <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a>, sowie mit Unterstützung <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russlands</a>.</p>
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		<item>
		<title>Bewaffnete setzen marokkanische Lastwagen auf Mali-Route in Brand</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:19:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marokkanische, senegalesische und mauretanische Lastwagen geraten in Mali ins Visier bewaffneter Gruppen. Die Angriffe verschärfen den Druck auf die Versorgung nach Bamako.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand%2F&amp;action_name=Bewaffnete%20setzen%20marokkanische%20Lastwagen%20auf%20Mali-Route%20in%20Brand&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bewaffnete-setzen-marokkanische-lastwagen-auf-mali-route-in-brand/">Bewaffnete setzen marokkanische Lastwagen auf Mali-Route in Brand</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Männer des Mouvement Masina haben auf einer Versorgungsroute nach Bamako marokkanische Lastwagen angegriffen und in Brand gesetzt. Das geschah am Mittwoch auf der Strecke zwischen Koki Zamal nahe der mauretanischen Grenze und der malischen Hauptstadt. Die Fahrzeuge waren mit Lebensmitteln und weiteren Gütern beladen. Der Angriff steht in einer Serie von Attacken auf Transportwege, über die Waren aus Marokko, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/" type="category" id="75">Mauretanien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a> nach Mali gelangen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-versorgungsroute-nach-bamako-angegriffen"><span id="versorgungsroute-nach-bamako-angegriffen">Versorgungsroute nach Bamako angegriffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zeugen <a href="https://www.alquds.co.uk/إحراق-6-شاحنات-مغربية-في-طريقها-لتزويد-م/">berichteten</a>, die Lastwagen seien auf der Route von Koki Zamal nach Bamako gestoppt und angezündet worden. Online verbreitete Videos sollen zeigen, wie bewaffnete Männer Fahrzeuge in Brand setzen, während Schüsse und Gesänge zu hören sind. Dabei sollen auch Kraftstofftanks gezielt getroffen worden sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="739" height="416" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg" alt="" class="wp-image-25427 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416.jpg 739w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/50866-jnim-aribanda-zallaqa-739_416-380x214.jpg 380w" sizes="(max-width: 739px) 100vw, 739px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Mouvement Masina wird auch als „Mouvement de Libération Peul“ bezeichnet. Die Gruppe gilt als Verbündete der Gruppe zur Unterstützung des Islams und der Muslime, kurz JNIM, die mit Al-Kaida verbunden ist.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die angegriffenen Lastwagen waren Teil eines Warenverkehrs, der Mali über westafrikanische Nachbarstaaten versorgt. Güter erreichen das Land über Häfen in Mauretanien und Senegal oder auf dem Landweg aus Marokko über Mauretanien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-senegalesische-und-mauretanische-lastwagen-betroffen"><span id="auch-senegalesische-und-mauretanische-lastwagen-betroffen">Auch senegalesische und mauretanische Lastwagen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Dienstag wurden auf der Strecke Khai-Bamako senegalesische Lastwagen aus Dakar in Brand gesetzt. Zuvor waren auch zwei mauretanische Lastwagen bei ähnlichen Angriffen zerstört worden.</p>



<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=476&#038;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Freel%2F949176471069742%2F&#038;show_text=false&#038;width=268&#038;t=0" width="268" height="476" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">Bewaffnete Gruppen versuchen damit, den Warenfluss nach Bamako und in weitere malische Städte zu unterbrechen.</a> Sie haben nach den vorliegenden Berichten eine Blockade gegen die Hauptstadt ausgerufen, um die Ankunft von Lebensmitteln und Versorgungsgütern zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe treffen einen Korridor, der für die Versorgung Malis mit Konsumgütern und Lebensmitteln genutzt wird. Mali ist als Binnenstaat auf Transportwege durch Nachbarländer angewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-folgen-fur-zivilbevolkerung"><span id="un-warnt-vor-folgen-fuer-zivilbevoelkerung">UN warnt vor Folgen für Zivilbevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen warnte am Dienstag vor einer weiteren Verschlechterung der Lage in Mali. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Die Gewalt vom 25. und 26. April habe mehrere Städte und Orte erfasst</a>, darunter auch Bamako. Beteiligt waren nach Angaben der Vereinten Nationen verschiedene islamistische und separatistische Gruppen, die gegen die Militärregierung kämpfen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588.png" alt="" class="wp-image-27177 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588.png 600w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2024-08-30-160517022588-380x214.png 380w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind zutiefst besorgt über die sich verschlechternde Menschenrechtslage in ganz Mali“, sagte Seif Magango, Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Die Vereinten Nationen verwiesen auf schwere zivile Opfer, Vertreibungen und neue Kämpfe zwischen malischen Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen sind zentrale Landesteile. In Mopti warnten lokale Behörden, dass Gemeinden wegen Blockaden bewaffneter Gruppen ohne Lebensmittel dastehen könnten. Auch Diafarabe und Bamako sollen durch JNIM-Kämpfer blockiert sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krankenhauser-und-kinder-besonders-betroffen"><span id="krankenhaeuser-und-kinder-besonders-betroffen">Krankenhäuser und Kinder besonders betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF erklärte, Kinder zahlten den höchsten Preis für die anhaltende Gewalt in Mali. In Mopti sei eine Schule durch die Präsenz bewaffneter Elemente und Sprengsätze beeinträchtigt worden. Mindestens 300 Kinder seien betroffen. Ein Angriff auf ein Gesundheitszentrum in Gao erschwerte den Zugang zu medizinischer Versorgung für fast 2.700 Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Krankenhäuser stehen unter Druck. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat seine Unterstützung für Einrichtungen in Bamako, Kati, Mopti und Gao ausgeweitet. Teams des Roten Kreuzes lieferten medizinisches Material, unterstützten Operationsteams und stellten Treibstoff bereit, damit Krankenhäuser in Konfliktregionen weiterarbeiten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malischen Behörden haben Ermittlungen zu den jüngsten Angriffen angekündigt. Das UN-Menschenrechtsbüro forderte umfassende Untersuchungen im Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA rücken Algerien und Marokko in den Fokus ihrer Sahel-Diplomatie</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 10:22:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26984</guid>

					<description><![CDATA[<p>Washington erhöht den diplomatischen Takt in Nordwestafrika: In Algier geht es um Terrorismusbekämpfung und regionale Sicherheit, in Rabat warnt Marokko vor einer Verbindung zwischen Separatismus und Terrorismus in Mali.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie%2F&amp;action_name=USA%20r%C3%BCcken%20Algerien%20und%20Marokko%20in%20den%20Fokus%20ihrer%20Sahel-Diplomatie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie/">USA rücken Algerien und Marokko in den Fokus ihrer Sahel-Diplomatie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die USA rücken Algerien und Marokko in ihrer Sahel-Diplomatie stärker in den Fokus. Die Gespräche fanden am 27. und 28. April in Algier sowie am 29. April in Rabat statt. Der stellvertretende US-Außenminister Christopher Landau und AFRICOM-Kommandeur Dagvin R. M. Anderson sprachen in Algerien über Terrorismusbekämpfung, transnationale Bedrohungen und den Westsahara-Konflikt. In Rabat warnte Marokkos Außenminister Nasser Bourita vor einer Verbindung zwischen Separatismus und Terrorismus in Mali.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-setzt-auf-sicherheit-und-kooperation-mit-algerien"><span id="washington-setzt-auf-sicherheit-und-kooperation-mit-algerien">Washington setzt auf Sicherheit und Kooperation mit Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Christopher Landau und General Anderson trafen in Algier unter anderem Präsident Abdelmadjid Tebboune sowie Armeechef Saïd Chengriha. Es war die erste Algerien-Reise beider US-Vertreter. Die Gespräche drehten sich um regionale Sicherheit, Stabilität im Sahel und eine stärkere Zusammenarbeit gegen grenzüberschreitende Bedrohungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium hatte vor der Reise angekündigt, Landau werde mit algerischen Regierungsvertretern über eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen sprechen. Dazu zählten gemeinsame Anstrengungen bei regionalen Sicherheitsfragen sowie Handelsabkommen mit US-Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wirtschaftliche Themen standen auf der Agenda. Landau führte Gespräche mit Vertretern aus den Bereichen Energie, Bergbau, Außenhandel und Exportförderung. Die US-Botschaft in Algerien nannte dabei Innovation, Energiebeziehungen, Handel und die Nutzung natürlicher Ressourcen als Felder weiterer Zusammenarbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-africom-sieht-wachsende-bedrohung-in-westafrika"><span id="africom-sieht-wachsende-bedrohung-in-westafrika">AFRICOM sieht wachsende Bedrohung in Westafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM-Kommandeur Anderson verband <a href="https://www.africom.mil/article/36441/gen-dagvin-rm-anderson-commander-of-us-africa-command-visits-algeria-to-strengthen-strateg">die Visite</a> mit dem Ziel, die sicherheitspolitische Kooperation mit Algerien auszubauen. Im Mittelpunkt standen Terrorismusbekämpfung, neue Sicherheitsrisiken im Sahel und <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/">eine bessere Abstimmung gegen transnationale Bedrohungen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Vereinigten Staaten messen unserer Beziehung zu Algerien großen Wert bei“, sagte Anderson. Diese Beziehung beruhe auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Interessen. Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung im vergangenen Jahr arbeiteten beide Seiten weiter daran, die bilaterale Sicherheitskooperation zu stärken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26986 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2.jpg 1752w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der General beschrieb die Lage in Westafrika und im Sahel als gemeinsame Herausforderung. „Algerien teilt unsere Sorge über die wachsenden terroristischen Bedrohungen, die Westafrika und den Sahel destabilisieren“, sagte Anderson. Solche Herausforderungen erforderten ein gemeinsames Vorgehen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahara-konflikt-bleibt-teil-der-us-gesprache"><span id="sahara-konflikt-bleibt-teil-der-us-gespraeche">Sahara-Konflikt bleibt Teil der US-Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Westsahara-Konflikt spielte in den Gesprächen in Algerien ebenfalls eine Rolle. Landau sprach mit Außenminister Ahmed Attaf über den politischen Prozess zur Lösung der Frage. Nach dem Treffen mit Präsident Tebboune sagte der US-Diplomat, die Beziehungen zwischen Algerien und den Vereinigten Staaten befänden sich in einem „besonderen Moment“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington will Algerien, Marokko, Mauretanien und die Polisario in den kommenden Wochen zu einer weiteren Gesprächsrunde zusammenbringen. <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/" type="post" id="24487">Diese soll an ein erstes Treffen im Februar in der US-Botschaft in Madrid anknüpfen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Station in Algerien reiste Landau nach Rabat. Dort wurde die amerikanische Sahel- und Sahara-Diplomatie mit der marokkanischen Perspektive auf Mali verbunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-warnt-vor-verbindung-von-separatismus-und-terrorismus"><span id="marokko-warnt-vor-verbindung-von-separatismus-und-terrorismus">Marokko warnt vor Verbindung von Separatismus und Terrorismus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokkos Außenminister Nasser Bourita sprach in Rabat nach seinem Treffen mit Landau von einer gefährlichen Entwicklung in Mali. „Das Königreich Marokko hat eine inzwischen offensichtliche Komplizenschaft zwischen Separatismus und Terrorismus festgestellt“, sagte Bourita. Diese „objektive Allianz“ stelle eine Bedrohung für die regionale Stabilität und für Mali dar.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26988 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-praesentiert-eigene-strategie-zur-terrorismusbekaempfung-vor-dem-sicherheitsrat/">Bourita forderte ein abgestimmtes Vorgehen regionaler und internationaler Akteure.</a> Ziel müsse sein, diese Verbindung zwischen Terrorismus und Separatismus zu durchbrechen. Zugleich sprach er sich für „Dynamiken der Stabilität“ aus, die die Entscheidungen der Bevölkerung respektierten und auf Kooperation statt auf Erpressung und Einschüchterung setzten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der marokkanische Außenminister erinnerte daran, dass Rabat die <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Angriffe gegen die malische Regierung</a> verurteilt habe. Die jüngsten Attacken im Norden und Zentrum Malis hatten die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Gewalt im Sahel verstärkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-ruckt-in-die-regionale-sicherheitsagenda"><span id="mali-rueckt-in-die-regionale-sicherheitsagenda">Mali rückt in die regionale Sicherheitsagenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Mali steht zunehmend im Zentrum der regionalen Sicherheitsdebatte. Angriffe bewaffneter Gruppen und separatistischer Kräfte belasten den Norden und das Zentrum des Landes. Genannt werden der Front de Libération de l’Azawad und die dschihadistische Gruppe Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin, die von Iyad Ag Ghaly geführt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko stellt diese Entwicklung in den Zusammenhang einer größeren Instabilität im Sahel. Algerien wiederum wird von den USA als sicherheitspolitischer Gesprächspartner im Kampf gegen Terrorismus und grenzüberschreitende Bedrohungen angesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verknüpft Washington drei Konfliktfelder, die in Nordwestafrika eng ineinandergreifen: die Sicherheitskrise in Mali, die Rolle Algeriens im Sahel und den politischen Prozess um die Westsahara.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie/">USA rücken Algerien und Marokko in den Fokus ihrer Sahel-Diplomatie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>UNICEF warnt vor Millionen Kindern in Not im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unicef-warnt-vor-millionen-kindern-in-not-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 3,6 Millionen Menschen im zentralen Sahel wurden durch Gewalt und Vertreibung aus ihrem Alltag gerissen. UNICEF warnt vor einer dramatischen Lage für Kinder: mehr als 1.500 schwere Verstöße gegen Kinderrechte und über 8.400 nicht erreichbare Schulen allein im Jahr 2025.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funicef-warnt-vor-millionen-kindern-in-not-im-sahel%2F&amp;action_name=UNICEF%20warnt%20vor%20Millionen%20Kindern%20in%20Not%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unicef-warnt-vor-millionen-kindern-in-not-im-sahel/">UNICEF warnt vor Millionen Kindern in Not im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">UNICEF warnt vor einer anhaltenden Notlage von Millionen Kindern im zentralen Sahel, die durch Gewalt, Vertreibung, Klimaschocks und wirtschaftliche Krisen verschärft wird. Die Warnung folgt auf eine 14-tägige Reise des stellvertretenden UNICEF-Exekutivdirektors Ted Chaiban nach Niger, Burkina Faso und Mali. Mehr als 3,6 Millionen Menschen in der Region wurden durch Gewalt und Vertreibung aus ihrem Alltag gerissen. Die jüngsten Angriffe in Mali zeigen nach Einschätzung der Vereinten Nationen, wie gefährlich die Lage für Kinder und Familien bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewalt-in-mali-verscharft-fragile-lage"><span id="gewalt-in-mali-verschaerft-fragile-lage">Gewalt in Mali verschärft fragile Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chaiban verwies nach seiner Reise auf die jüngsten Berichte über Gewalt in Mali. Diese Ereignisse seien ein weiteres Beispiel dafür, wie Krisen in der Region Kinder besonders gefährden. Am Wochenende hatten bewaffnete Gruppen in Mali eine Reihe koordinierter Angriffe verübt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Attacken. Der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher erklärte, humanitäre Hilfe, der Schutz von Zivilisten und der Zugang zu grundlegenden Diensten müssten Vorrang haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali steht seit Jahren unter dem Druck bewaffneter Gruppen. Die Gewalt betrifft nicht nur militärische Ziele, sondern verändert auch den Alltag von Kindern, Familien und ganzen Gemeinden. Schulen schließen, Gesundheitsdienste werden schwer erreichbar und viele Familien verlieren Einkommen, Schutz und Stabilität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-8-400-schulen-nicht-erreichbar"><span id="mehr-als-8-400-schulen-nicht-erreichbar">Mehr als 8.400 Schulen nicht erreichbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/unicef-die-alarmierende-situation-der-kinder-im-sudan/">UNICEF beschreibt die Lage von Kindern im zentralen Sahel als besonders alarmierend.</a> Die Vereinten Nationen dokumentierten mehr als 1.500 schwere Verstöße gegen Kinderrechte. Dazu zählen Tötungen, Entführungen sowie die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern durch bewaffnete Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2025 waren mehr als 8.400 Schulen nicht erreichbar. Fehlender Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung erhöht das Risiko von Krankheiten, psychischer Belastung und langfristigen Entwicklungsproblemen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chaiban sagte, überall während seiner Reise sei dieselbe Sorge geäußert worden: Kinder und Familien besser schützen, Frieden wiederherstellen, Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung ermöglichen und sichere Rückkehr nach Hause garantieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hoffnung-in-gemeinden-trotz-vertreibung"><span id="hoffnung-in-gemeinden-trotz-vertreibung">Hoffnung in Gemeinden trotz Vertreibung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Gewalt beschreibt UNICEF auch lokale Ansätze von Widerstandskraft. In vielen ländlichen Gebieten öffnen Märkte wieder. Gemeinden unterstützen einander, Kinder spielen weiter und Familien versuchen, wirtschaftliche Eigenständigkeit zurückzugewinnen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-26962 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-1024x731.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-768x548.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-380x271.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-800x571.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment-1160x828.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Chaiban traf in Niger, Burkina Faso und Mali politische Verantwortliche. Sie stimmten laut UNICEF darin überein, dass Investitionen in Menschen und sozialer Zusammenhalt Voraussetzungen für Stabilität und Entwicklung sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Überall entsteht ein klarer Anspruch: die nächste Generation ins Zentrum nationaler Politik zu stellen“, sagte Chaiban. Er habe ein starkes Engagement der drei Regierungen gesehen, die Rechte jedes Kindes zu schützen und voranzubringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-niger-burkina-faso-und-mali-melden-fortschritte"><span id="niger-burkina-faso-und-mali-melden-fortschritte">Niger, Burkina Faso und Mali melden Fortschritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Niger führten staatlich getragene Reformen zu Fortschritten bei der Registrierung von Geburten. In mehr als der Hälfte der Gemeinden wurde das zivile Register modernisiert. Die Geburtenregistrierung stieg 2024 auf 79 Prozent, nach 62 Prozent im Jahr 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Burkina Faso stellen die Behörden nach Angaben von UNICEF rund 25 Prozent des nationalen Haushalts für Bildung und fast zwölf Prozent für Gesundheit bereit. Diese Mittel sollen grundlegende soziale Dienste ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mali erreichte die nationale Impfquote 2024 rund 82 Prozent. Damit kommt das Land dem Ziel näher, mehr Kinder <a href="https://fokus-afrika.de/mpox-ausbruch-schulen-und-unicef-verstarken-masnahmen/">mit lebensrettenden Impfungen zu erreichen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unicef-fordert-mehr-internationale-unterstutzung"><span id="unicef-fordert-mehr-internationale-unterstuetzung">UNICEF fordert mehr internationale Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF unterstützt Regierungen im zentralen Sahel unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Wasser, Bildung und Kinderschutz. Chaiban betonte, die Hilfe sei besonders wirksam, wenn sie lokale Systeme stärke, Gemeinden einbinde und Kinderstimmen berücksichtige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UNICEF-Vertreter rief die internationale Gemeinschaft auf, die Lage der Kinder im Sahel nicht zu übersehen. „Angesichts der Widerstandskraft der Kinder im Sahel darf die Welt nicht wegsehen“, sagte Chaiban. Es gebe weiterhin Millionen Kinder mit dringendem humanitärem Bedarf, die sofortige Unterstützung benötigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fügte hinzu: „Ihre Widerstandskraft bedeutet nicht, dass es ihnen gut geht, und sie darf nicht als Vorwand für Untätigkeit dienen.“</p>
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			<media:title type="html">Niger_Army_322nd_Parachute_Regiment</media:title>
			<media:description type="html">Nigerien army soldiers from the 322nd Parachute Regiment practice field tactics during combat training facilitated by U.S. Army Soldiers during exercise Flintlock 2007 in Maradi, Niger, April 6, 2007. The multi-national exercise, which is part of the U.S. State Department&#039;s Trans-Sahara Counterterrorism Partnership, is an ongoing and long standing military-to-military relationship between Niger and the U.S. that provides an interactive exchange of military, linguistic and intercultural skills for both countries and will also help Niger to respond to threats within and across their borders to maintain security and stability. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Michael Larson) (Released)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Assimi Goïta zeigt sich wieder und demonstriert Nähe zu Russland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/assimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 23:47:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach den schweren Angriffen in Mali zeigt sich Assimi Goïta wieder öffentlich und empfängt Russlands Botschafter in Bamako. Moskau bekräftigt die Unterstützung durch das Africa Corps, während in der Hauptstadt die Ausgangssperre verlängert wird.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fassimi-goita-zeigt-sich-wieder-und-demonstriert-naehe-zu-russland%2F&amp;action_name=Assimi%20Go%C3%AFta%20zeigt%20sich%20wieder%20und%20demonstriert%20N%C3%A4he%20zu%20Russland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Malis Übergangspräsident Assimi Goïta ist nach den Angriffen vom 25. April wieder öffentlich aufgetreten und hat in Bamako den russischen Botschafter Igor Gromyko empfangen. Das Treffen fand am Dienstag, 28. April 2026, im Präsidentenpalast von Koulouba statt. Gromyko wurde von einer Delegation russischer Streitkräfte begleitet, die in Mali im Einsatz sind. Russland sicherte der malischen Führung dabei weitere Unterstützung durch das Africa Corps und die russisch-malische Sicherheitskooperation zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-stellt-sich-hinter-die-ubergangsregierung"><span id="russland-stellt-sich-hinter-die-uebergangsregierung">Russland stellt sich hinter die Übergangsregierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An dem Gespräch nahmen neben Goïta auch Außenminister Abdoulaye Diop und Generalstabschef Oumar Diarra teil. Gromyko erklärte nach der Audienz, Russland und Mali seien in der aktuellen Lage durch gute partnerschaftliche Beziehungen verbunden. Die Gespräche hätten sich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Lage nach den Angriffen</a> und die Folgen des internationalen Terrorismus in Mali konzentriert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26947 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HG_8iP_aoAA7z20-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der russische Botschafter sagte, das Africa Corps werde gemeinsam mit den malischen Streitkräften gegen die Angriffe kämpfen. „Ich bin sicher, dass unsere Kräfte siegen werden“, erklärte Gromyko. Russland werde immer ein Freund Malis bleiben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen setzt ein politisches Signal nach den schwersten Angriffen auf die malische Übergangsregierung seit Jahren. Die Regierung in Bamako hatte nach den Attacken erklärt, bewaffnete Gruppen und nicht näher benannte interne und externe Unterstützer hätten versucht, die staatlichen Institutionen zu destabilisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-goita-besucht-verletzte-und-familie-von-sadio-camara"><span id="goita-besucht-verletzte-und-familie-von-sadio-camara">Goïta besucht Verletzte und Familie von Sadio Camara</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Goïta besuchte am Dienstag auch zivile und militärische Verletzte im Universitätskrankenhaus Bocar Sidy Sall in Kati. Danach begab er sich zum Wohnsitz der Familie <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905">des getöteten Verteidigungsministers Sadio Camara</a> und sprach dort sein Beileid aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2.jpeg" alt="" class="wp-image-26948 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHAPgZsa4AAkVRe-2-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Camara war bei den Angriffen vom 25. April ums Leben gekommen. Die Regierung erklärte zuvor, ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug sei von einem Selbstmordattentäter gegen seine Residenz in Kati gesteuert worden. Camara wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht und starb dort.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tod des Verteidigungsministers traf den engsten Machtzirkel der Übergangsregierung. Camara galt als eine der zentralen Figuren des Militärs und als wichtiger Verbindungsmann der Sicherheitskooperation mit Russland.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fernsehansprache-nach-tagen-der-unsicherheit"><span id="fernsehansprache-nach-tagen-der-unsicherheit">Fernsehansprache nach Tagen der Unsicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dienstagabend wandte sich Goïta in einer Rede an die Nation. Er sprach von „komplexen, koordinierten und gleichzeitigen“ Angriffen auf Bamako, Kati, Konna, Mopti, Gao und Kidal. Die malischen Streitkräfte hätten den Angreifern einen „gewaltsamen Stopp“ gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Goïta erklärte, die Lage sei unter Kontrolle. Die Sicherheitskräfte führten weiter Durchsuchungen, Auswertung von Geheimdienstinformationen und Sicherungsoperationen durch. Er würdigte die Opfer der Angriffe und nannte den Tod Camaras einen großen Verlust für die Nation.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Assimi Goïta s’adresse à la Nation et à la Confédération <a href="https://t.co/43H7oYGP9E">pic.twitter.com/43H7oYGP9E</a></p>&mdash; Nathalie Yamb (@Nath_Yamb) <a href="https://twitter.com/Nath_Yamb/status/2049238639167627615?ref_src=twsrc%5Etfw">April 28, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Übergangspräsident machte bewaffnete terroristische Gruppen sowie interne und externe Unterstützer für einen umfassenden Destabilisierungsplan verantwortlich. Dabei verwies er auf die Lieferung von Informationen und logistischer Unterstützung an die Angreifer. Belege für diese Vorwürfe nannte er in der Rede nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-verlangert-ausgangssperre"><span id="bamako-verlaengert-ausgangssperre">Bamako verlängert Ausgangssperre</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gouverneur des Distrikts Bamako verlängerte die Ausgangssperre in der Hauptstadt um 72 Stunden. Die Maßnahme gilt seit Dienstagabend weiter von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens. Sie wird mit der öffentlichen Ordnung begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Hauptstadt und ihrem Umland bleibt die Lage angespannt. In Kabala und Kalaban Coro löste am Dienstag eine Meldung über mögliche bewaffnete Männer Panik aus. Studierende verließen nach einer Warnung das Gelände der Universität Kabala. Kurz darauf leerte sich auch der Markt von Kalaban Coro. Mehrere Schulen in der Umgebung unterbrachen den Unterricht und schickten Schülerinnen und Schüler nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine offizielle Bestätigung für die Präsenz bewaffneter Männer lag zunächst nicht vor. Die Episode zeigt, wie stark die Angriffe vom Wochenende den Alltag in Bamako und Umgebung verändert haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armee-kontrolliert-lage-in-kati"><span id="armee-kontrolliert-lage-in-kati">Armee kontrolliert Lage in Kati</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">General Toumani Koné, der Stabschef des Heeres, besuchte am Dienstag Kati und die Umgebung der Garnisonsstadt. Nach Angaben der Streitkräfte informierte er sich über die Lage vor Ort und sprach mit Soldaten, die nach den Angriffen im Einsatz waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koné erklärte, die Bevölkerung habe vielerorts ihre Aktivitäten wieder aufgenommen. Zugleich rief er Soldaten und Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Er warnte vor Falschinformationen in sozialen Netzwerken und forderte die Bürger auf, Informationen über offizielle Kanäle an die Sicherheitskräfte weiterzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kati war einer der zentralen Schauplätze der Angriffe. Die Garnisonsstadt liegt rund 15 Kilometer von Bamako entfernt und gilt als <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/">militärisches Machtzentrum der Übergangsregierung.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-fordert-regionale-sicherheitskoordination"><span id="un-fordert-regionale-sicherheitskoordination">UN fordert regionale Sicherheitskoordination</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Angriffe und zeigte sich tief besorgt über die Lage in Mali. Er forderte den Schutz von Zivilpersonen und ziviler Infrastruktur sowie mehr koordinierte internationale Unterstützung gegen die Ausbreitung von gewaltsamem Extremismus und Terrorismus im Sahel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="460" height="690" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Antonio_Guterres_23.03.23.jpg" alt="António Guterres" class="wp-image-11698 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Antonio_Guterres_23.03.23.jpg 460w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Antonio_Guterres_23.03.23-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Antonio_Guterres_23.03.23-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 460px) 100vw, 460px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen erinnern daran, dass Mali seit mehr als 14 Jahren von extremistischer Gewalt betroffen ist. Die UN-Friedensmission MINUSMA zog 2023 vollständig ab, nachdem die malische Übergangsregierung ihren Abzug verlangt hatte. Frankreich und die EU-Ausbildungsmission mussten das Land ebenfalls verlassen. Bamako stützt sich seither stärker auf russische Partner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Organisationen bleiben mit humanitären Programmen in Mali aktiv. Ihr Hilfsplan richtet sich an rund 3,8 Millionen Menschen von mehr als fünf Millionen Menschen mit Unterstützungsbedarf.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russlands-rolle-wird-neu-vermessen"><span id="russlands-rolle-wird-neu-vermessen">Russlands Rolle wird neu vermessen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentliche Rückendeckung aus Moskau kommt in einer Phase, in der die russische Sicherheitsgarantie in Mali unter Druck steht. Die Übergangsregierung hatte die Zusammenarbeit mit Russland als Alternative zu Frankreich, zur Europäischen Union und zur UN-Mission aufgebaut. Nach den Angriffen auf Bamako, Kati, Gao, Kidal, Mopti und Konna muss Bamako nun zeigen, dass diese Sicherheitsarchitektur handlungsfähig bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Goïta betonte in seiner Rede die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern, ausdrücklich mit der Russischen Föderation. Zugleich stellte er die Angriffe als Teil eines Kampfes um Souveränität und staatliche Kontrolle dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Für Russland ist Mali ein Schlüsselstaat seiner Sahel-Politik.</a> Die Präsenz russischer Kräfte soll der Übergangsregierung militärische Handlungsfähigkeit verschaffen und Moskaus Einfluss in Westafrika absichern. Die Angriffe vom 25. April haben diese Ordnung sichtbar belastet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Malis Verteidigungsminister bei Angriffen getötet  – Russen verlieren Militärbasis</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 18:40:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26905</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mali steht nach koordinierten Angriffen auf Kati, Kidal und weitere Städte unter Druck. Verteidigungsminister Sadio Camara ist tot, Übergangspräsident Assimi Goïta bleibt öffentlich unsichtbar.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis%2F&amp;action_name=Malis%20Verteidigungsminister%20bei%20Angriffen%20get%C3%B6tet%20%20%E2%80%93%20Russen%20verlieren%20Milit%C3%A4rbasis&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/">Malis Verteidigungsminister bei Angriffen getötet  – Russen verlieren Militärbasis</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Malis Übergangsregierung steht nach koordinierten Angriffen auf zentrale Militärstandorte unter massivem Druck. Seit Samstag, 25. April 2026, kam es in Bamako, Kati, Kidal, Gao, Mopti und Sévaré zu schweren Kämpfen. Verteidigungsminister Sadio Camara wurde bei einem Angriff auf seine Residenz in Kati getötet. Übergangspräsident Assimi Goïta ist seit Beginn der Angriffe nicht öffentlich aufgetreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rebellen-melden-kontrolle-uber-kidal"><span id="rebellen-melden-kontrolle-ueber-kidal">Rebellen melden Kontrolle über Kidal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Front de libération de l’Azawad hat nach den Angriffen die Kontrolle über Kidal im Norden Malis für sich reklamiert. Die Tuareg-Rebellen erklärten, ihre Kräfte kontrollierten die gesamte Stadt und gingen weiter gegen Einheiten vor, die sich in Bunkern des früheren MINUSMA- und Barkhane-Camps verschanzt hätten. Videos auf <em>X</em> zeigten wie russische Söldner freies Geleit zum Verlassen der Basis gewährt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aus Gao meldete der FLA eine Präsenz innerhalb der Stadt. Unabhängige Bestätigungen für diese Angaben lagen zunächst nicht vor. Die malische Armee erklärte, die Lage sei unter Kontrolle.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-26908 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Militants_near_a_Mali_army_base_in_Minaka_1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kidal hat für Mali eine besondere militärische und politische Bedeutung. Die Armee hatte die Stadt im November 2023 von den Rebellen zurückerobert. Eine erneute Einnahme durch den FLA würde die Kontrolle der Übergangsregierung im Norden offen infrage stellen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verteidigungsminister-stirbt-bei-angriff-auf-kati"><span id="verteidigungsminister-stirbt-bei-angriff-auf-kati">Verteidigungsminister stirbt bei Angriff auf Kati</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die schwersten Angriffe trafen Kati, eine Garnisonsstadt rund 15 Kilometer von Bamako entfernt. Kati gilt als Machtzentrum der malischen Militärführung. Dort wurde Verteidigungsminister Sadio Camara bei einem Angriff auf seine Residenz tödlich verletzt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-1024x576.png" alt="" class="wp-image-26906 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-1024x576.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-300x169.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-768x432.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-380x214.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-800x450.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022-1160x653.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Sadio_Camara_speech_at_Bamako_Air_Base_9_Aug_2022.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte am Sonntagabend, ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug sei von einem Selbstmordattentäter gegen die Residenz gesteuert worden. Bei den anschließenden Kämpfen seien Angreifer neutralisiert worden. Camara wurde nach Regierungsangaben verletzt in ein Krankenhaus gebracht und starb dort.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsturz seiner Residenz forderte weitere Opfer. Eine nahe gelegene Moschee wurde ebenfalls zerstört, dabei kamen Gläubige ums Leben. Die Behörden ordneten ein zweitägiges nationales Trauerprogramm und ein Staatsbegräbnis für Camara an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Camara war einer der wichtigsten Männer der malischen Übergangsregierung. Sein Tod trifft die Militärführung in einem Moment, in dem sie sich seit Jahren als Garant staatlicher Kontrolle und innerer Sicherheit präsentiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-goita-bleibt-offentlich-unsichtbar"><span id="goita-bleibt-oeffentlich-unsichtbar">Goïta bleibt öffentlich unsichtbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Übergangspräsident Assimi Goïta hat seit Beginn der Angriffe nicht öffentlich gesprochen. Die Regierung verweist in ihrer Kommunikation weiter auf seine Autorität als Staatschef und oberster Befehlshaber der Streitkräfte. Ein öffentliches Auftreten oder eine Ansprache an die Bevölkerung gab es zunächst nicht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="707" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II.png" alt="" class="wp-image-25879 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II-272x300.png 272w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II-380x420.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Abwesenheit verschärft die Unsicherheit in Bamako und Kati. Nach zwei Tagen intensiver Kämpfe herrschte dort am Montagmorgen eine angespannte Ruhe. In Kati waren ausgebrannte Fahrzeuge und Einschusslöcher zu sehen. In der Umgebung des Flughafens Sénou kreisten Militärflugzeuge in regelmäßigen Abständen. Gerüchten zufolge könne der Vizepräsident der Übergangsregierung Malick Diaw den Präsidenten bald ersetzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Offizier erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur <em>AFP</em>, Sicherheitskräfte hätten die ganze Nacht Durchsuchungen durchgeführt und Kontrollpunkte teilweise entlastet. Die Bevölkerung solle verdächtige Personen melden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armee-meldet-mehr-als-200-getotete-angreifer"><span id="armee-meldet-mehr-als-200-getoetete-angreifer">Armee meldet mehr als 200 getötete Angreifer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Generalstabschef Oumar Diarra erklärte, die malischen Streitkräfte hätten mehr als 200 Terroristen getötet und umfangreiche militärische Ausrüstung beschlagnahmt. Die Angriffe hätten mehr als 20 Orte im Land betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diarra sprach von einer angemessenen und verhältnismäßigen Reaktion der Armee. Die Sicherheitskräfte hätten in nahezu allen betroffenen Orten Operationen geführt. Zugleich warnte er, bewaffnete Gruppen nutzten inzwischen Militäruniformen, um sich unter die Zivilbevölkerung zu mischen und sich in der Nähe von Städten und Dörfern zu versorgen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-26862 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die malische Regierung beschreibt die Angriffe nicht als einzelne Terrorakte, sondern als Versuch, die Institutionen der Übergangsordnung zu zerschlagen und den politischen Prozess zu beenden. Sie macht bewaffnete Gruppen und nicht näher benannte ausländische Unterstützer verantwortlich.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-jihadisten-und-tuareg-rebellen-greifen-gemeinsam-an"><span id="jihadisten-und-tuareg-rebellen-greifen-gemeinsam-an">Jihadisten und Tuareg-Rebellen greifen gemeinsam an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe wurden dem Groupe de soutien à l’islam et aux musulmans und dem Front de libération de l’Azawad zugeschrieben. Der JNIM ist mit Al-Qaida verbunden. Der FLA steht für die separatistische Tuareg-Rebellion im Norden Malis. Außerdem werden weitere unterstützende Akteure wie die Polisario mit den Angriffen in Verbindung gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Die gleichzeitigen Angriffe auf Bamako, Kati, Gao, Kidal, Mopti und Sévaré markieren eine neue Eskalationsstufe. Bislang hatten die beteiligten Gruppen eine strategische Koordination ihrer Operationen meist heruntergespielt. Die Ereignisse vom 25. April deuten auf eine deutlich engere Abstimmung hin.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Allianz der Sahelstaaten verurteilte die Angriffe scharf. Burkina Fasos Präsident Ibrahim Traoré sprach als amtierender Vorsitzender der Staatenkonferenz der Allianz von einem „monströsen Komplott“, das von Gegnern des souveränistischen Kurses im Sahel unterstützt werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russlands-sicherheitsversprechen-gerat-unter-druck"><span id="russlands-sicherheitsversprechen-geraet-unter-druck">Russlands Sicherheitsversprechen gerät unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe treffen auch die russische Rolle in Mali. Die Übergangsregierung hat ihre Sicherheitspolitik seit dem Bruch mit Frankreich und westlichen Partnern eng an Moskau ausgerichtet. Russische Militärberater und Sicherheitsstrukturen wurden zum sichtbaren Teil der neuen Machtarchitektur in Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tod des Verteidigungsministers, die Angriffe auf Kati und die von Rebellen beanspruchte Kontrolle über Kidal beschädigen die Grundlage dieser Partnerschaft: <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">das Versprechen, die malische Armee könne mit russischer Unterstützung verlorene Gebiete sichern und staatliche Autorität wiederherstellen.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="548" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-1024x548.png" alt="" class="wp-image-26909 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-1024x548.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-300x161.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-768x411.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-380x204.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-800x428.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2-1160x621.png 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PMC_wagner_in_belarus_2-2.png 1322w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Moskau ist Mali ein Schlüsselstaat im Sahel. <a href="https://fokus-afrika.de/geopolitische-dynamiken-in-niger-russland-verstaerkt-einfluss-spannungen-mit-der-eu/" type="post" id="12877">Russland hat seinen Einfluss in der Region vor allem über Sicherheitskooperationen, militärische Beratung und die Unterstützung von Übergangsregierungen ausgebaut.</a> Wenn zentrale Militärstandorte fallen oder umkämpft bleiben, verliert dieses Modell an politischer Wirkung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-strategie-vor-neuer-belastungsprobe"><span id="sahel-strategie-vor-neuer-belastungsprobe">Sahel-Strategie vor neuer Belastungsprobe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mali ist seit 2012 von jihadistischer Gewalt, separatistischen Konflikten und staatlicher Instabilität geprägt. Die Militärführung übernahm 2020 die Macht und stellte die Bekämpfung bewaffneter Gruppen in den Mittelpunkt ihrer Legitimation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe vom 25. April treffen nun mehrere Säulen dieser Ordnung zugleich: die militärische Führung in Kati, die Kontrolle über den Norden, die Handlungsfähigkeit der Übergangsregierung und die Glaubwürdigkeit ihrer internationalen Sicherheitsallianzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Ruhe auf. General Diarra warnte vor Gerüchten und Falschinformationen und forderte die Bürger auf, sich an offizielle Mitteilungen des Generalstabs zu halten. Die Armee kündigte an, defensive Positionen in betroffenen und bislang verschonten Gebieten zu verstärken.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/">Malis Verteidigungsminister bei Angriffen getötet  – Russen verlieren Militärbasis</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Terror-Allianz koordiniert Angriffe in Mali &#8211; Russischer Hubschrauber getroffen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 10:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bamako, Kati, Kidal, Gao und Sévaré wurden fast gleichzeitig angegriffen. Mali meldet Verletzte, verhängt eine Ausgangssperre und steht vor einer neuen Koordination zwischen JNIM und FLA.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fterror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen%2F&amp;action_name=Terror-Allianz%20koordiniert%20Angriffe%20in%20Mali%20%26%238211%3B%20Russischer%20Hubschrauber%20getroffen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/">Terror-Allianz koordiniert Angriffe in Mali &#8211; Russischer Hubschrauber getroffen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Gruppen haben Mali mit koordinierten Angriffen auf Bamako, Kati, Gao, Kidal, Sévaré und Mopti unter Druck gesetzt. Die Angriffe begannen am Samstagmorgen, dem 25. April 2026. Während die malische Armee in der Hauptstadt und nahe dem Machtzentrum Kati kämpfte, reklamierten Angreifer im Norden Geländegewinne in Kidal und Gao. Die Übergangsregierung meldete 16 Verletzte, verhängte eine Ausgangssperre in Bamako und erklärte die Lage in den betroffenen Orten für unter Kontrolle.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-als-teil-einer-mehrortigen-offensive"><span id="bamako-als-teil-einer-mehroertigen-offensive">Bamako als Teil einer mehrörtigen Offensive</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff auf Bamako war Teil einer gleichzeitigen Offensive gegen politische, militärische und symbolische Ziele. Schüsse und Explosionen wurden in der Umgebung des internationalen Flughafens Modibo Keïta und in Kati gemeldet, wo sich der wichtigste Militärstützpunkt des Landes und die Residenz von Übergangspräsident Assimi Goïta befinden. In Kati wurde auch das Haus von Verteidigungsminister Sadio Camara schwer beschädigt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zielauswahl deutet auf eine Strategie hin, malische Sicherheitskräfte gleichzeitig an mehreren Fronten zu binden. Heni Nsaibia, Westafrika-Analyst bei ACLED, bezeichnete Kati und Bamako als Orte „im Herzen des Regimes“. Kidal sei zugleich zentral für die Erzählung der Militärführung, die territoriale Kontrolle im Norden wiederhergestellt zu haben.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gelandegewinne-im-norden-bleiben-umstritten"><span id="gelaendegewinne-im-norden-bleiben-umstritten">Geländegewinne im Norden bleiben umstritten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die al-Qaida-nahe JNIM reklamierte die Angriffe gemeinsam mit der Azawad-Befreiungsfront FLA. Die JNIM erklärte, sie habe Ziele in Kati, am Flughafen von Bamako sowie in Mopti, Sévaré und Gao angegriffen. Zugleich behauptete sie, Kidal sei in einer gemeinsamen Operation mit der FLA eingenommen worden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">BREAKING<br><br>Al Qaeda in Mali (JNIM) &amp; Tuareg separatists of FLA have launched a nationwide offensive against Mali’s junta &amp; its Russian allies<br><br>They’re reportedly successful, having entered the capital city Bamako &amp;Taureg capital Kidal<br><br>It’s looks like Mali is falling to jihadists <a href="https://t.co/icpZPqQRjM">pic.twitter.com/icpZPqQRjM</a></p>&mdash; Visegrád 24 (@visegrad24) <a href="https://twitter.com/visegrad24/status/2047984785159606367?ref_src=twsrc%5Etfw">April 25, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die FLA sprach von Geländegewinnen in Kidal und Gao. Die Nachrichtenagentur <em>AP</em> berichtete unter Berufung auf einen früheren Bürgermeister von Kidal, Aufständische seien in die Stadt eingedrungen und hätten einzelne Viertel unter ihre Kontrolle gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kidal hat für die Militärregierung hohen Symbolwert. Die Stadt war lange ein Zentrum separatistischer Gruppen im Norden Malis, bevor Regierungstruppen sie 2023 mit russischer Unterstützung zurückeroberten. Neue Kämpfe dort treffen damit einen Ort, den Bamako als Beleg für die Rückgewinnung staatlicher Kontrolle dargestellt hatte.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russische-unterstutzung-und-berichte-uber-hubschrauberverlust"><span id="russische-unterstuetzung-und-berichte-ueber-hubschrauberverlust">Russische Unterstützung und Berichte über Hubschrauberverlust</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russische Kräfte spielen in Malis Sicherheitsapparat weiter eine wichtige Rolle. Die Militärregierung hatte sich in den vergangenen Jahren von Frankreich und mehreren westlichen Partnern abgewandt und ihre Zusammenarbeit mit Russland ausgebaut. Die Regierung in Bamako stützt sich bei der <a href="https://fokus-afrika.de/bamex-mali-vertieft-militaerische-kooperation-mit-russland-und-deutschland/" type="post" id="22296">Sicherheitsstrategie auf russische Söldner</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/" type="post" id="24239">habe zugleich wieder engere Kontakte zu Washington gesucht. </a></p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Russian military lost a helicopter near Gao, Mali, reportedly shot down by a surface-to-air missile system.<br><br>The crew and a mobile fire team on board were killed. The incident was confirmed by a Russian source associated with military aviation, Fighterbomber. <a href="https://t.co/OjNGyye0VY">pic.twitter.com/OjNGyye0VY</a></p>&mdash; Special Kherson Cat 🐈🇺🇦 (@bayraktar_1love) <a href="https://twitter.com/bayraktar_1love/status/2048306585680642366?ref_src=twsrc%5Etfw">April 26, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zu einem möglichen Verlust eines Hubschraubers im Raum Gao kursierten Berichte aus militärnahen und offenen Quellen. Das <em>Aviation Safety Network</em> führte am 25. April einen möglichen Absturz eines malischen Mi-35-Hubschraubers nahe Wabaria in der Region Gao auf. Ukrainische Militärmedien meldeten unter Berufung auf den russlandnahen Telegram-Kanal <em>Fighterbomber</em>, der Hubschrauber sei durch äußere Einwirkung getroffen worden. Eine offizielle Bestätigung aus Bamako oder Moskau lag zunächst nicht vor. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausgangssperre-in-bamako-unklare-opferzahlen"><span id="ausgangssperre-in-bamako-unklare-opferzahlen">Ausgangssperre in Bamako, unklare Opferzahlen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangsregierung meldete am Samstagabend 16 Verletzte, darunter Zivilisten und Militärangehörige. Regierungssprecher Issa Ousmane Coulibaly nannte keine Zahl der Toten. Die Armee erklärte, <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/">mehrere Angreifer seien getötet worden</a>, und sprach später von „mehreren Hundert“ getöteten Angreifern. Auch diese Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gouverneur des Distrikts Bamako verhängte eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 6 Uhr. Sie gilt zunächst für drei Tage. Auch in Gao wurde am Abend eine Ausgangssperre verhängt, nachdem dort zunächst eine angespannte Ruhe eingekehrt war. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-seltene-allianz-gegen-die-militarregierung"><span id="eine-seltene-allianz-gegen-die-militaerregierung">Eine seltene Allianz gegen die Militärregierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe zeigen eine offene Koordination zwischen der jihadistischen JNIM und separatistischen Kräften aus dem Norden. Ulf Laessing, Leiter des Sahel-Programms der Konrad-Adenauer-Stiftung, sprach vom offenbar größten koordinierten Angriff seit Jahren in Mali. Besonders besorgniserregend sei, dass die JNIM offenbar mit Tuareg-Rebellen zusammengearbeitet habe. Eine solche Verbindung habe es bereits 2012 gegeben, als jihadistische und separatistische Kräfte den Norden Malis überrannten.&nbsp;</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I don’t think Bamako will fall. But no doubt this is major attack apparently coordinated in parts of the country between JNIM and Tuareg. The videos from Kidal are humiliating &#8211; when Mali took it with the Russians it have a huge popularity boost to the government.</p>&mdash; Ulf Laessing (@UlfLaessing) <a href="https://twitter.com/UlfLaessing/status/2048028889859957126?ref_src=twsrc%5Etfw">April 25, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bezeichnung „Tuareg-Rebellen“ meint dabei bewaffnete separatistische Gruppen, nicht die Tuareg-Bevölkerung insgesamt. Die Tuareg sind eine Volksgruppe im Sahel und in Nordafrika. <a href="https://fokus-afrika.de/der-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus/" type="post" id="13057">Bewaffnete Bewegungen wie die FLA</a> berufen sich auf politische Ziele im Norden Malis, vertreten aber nicht automatisch die gesamte Bevölkerungsgruppe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-frankreich-und-afrikanische-union-reagieren"><span id="usa-frankreich-und-afrikanische-union-reagieren">USA, Frankreich und Afrikanische Union reagieren</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-26862 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/1280px-Mali_army_drill_Tombouctou_070904.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Botschaft in Bamako warnte vor Explosionen und Schüssen nahe Kati und am internationalen Flughafen. Sie rief US-Bürger dazu auf, Schutz zu suchen und Reisen in die betroffenen Gebiete zu vermeiden. Das US-Außenministerium verurteilte die Angriffe und erklärte Unterstützung für die malische Bevölkerung und die Regierung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das französische Außenministerium veröffentlichte am 25. April einen Reisehinweis zu „simultanen Angriffen in mehreren Ortschaften“ in Mali. Frankreich hatte seine militärische Präsenz im Land nach dem Bruch mit der Militärregierung beendet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Union erklärte, Kommissionspräsident Mahmoud Ali Youssouf verfolge die Angriffe mit „tiefer Besorgnis“. Die AU verurteilte die Gewalt und warnte vor schweren Gefahren für die Zivilbevölkerung.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-bleibt-in-einer-schweren-sicherheitskrise"><span id="mali-bleibt-in-einer-schweren-sicherheitskrise">Mali bleibt in einer schweren Sicherheitskrise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mali wird seit 2012 von einer Sicherheitskrise geprägt. Jihadistische Gruppen, separatistische Bewegungen, lokale Milizen und kriminelle Netzwerke sind in verschiedenen Landesteilen aktiv. Die Militärführung kam nach Umstürzen 2020 und 2021 an die Macht und versprach, die Sicherheit wiederherzustellen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Angriffe trafen nicht nur abgelegene Regionen, sondern auch Bamako und Kati. Damit erreichte die Gewalt erneut Orte, die für die politische und militärische Kontrolle des Landes zentral sind. In der Hauptstadt galt nach den Kämpfen weiter die Ausgangssperre.</p>
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	</item>
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		<title>Togo bringt AES und ECOWAS wieder an einen Tisch</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/togo-bringt-aes-und-ecowas-wieder-an-einen-tisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 08:54:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erstmals seit dem Bruch zwischen AES und ECOWAS gibt es in Lomé wieder ein greifbares Signal für direkte Gespräche. Togo versucht, zwischen den Lagern zu vermitteln und die regionale Zusammenarbeit in Westafrika neu zu ordnen.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Togo hat Vertreter der Sahel-Konföderation AES und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS in Lomé zusammengebracht und damit einen neuen Dialog über die künftige Zusammenarbeit in Westafrika angestoßen. Am 17. und 18. April trafen dort die Außenminister der AES, Vertreter der ECOWAS-Kommission sowie weitere regionale Akteure zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie trotz des politischen Bruchs zwischen beiden Blöcken wieder ein belastbarer Rahmen für Zusammenarbeit entstehen kann. Für die Region ist das bedeutsam, weil Mali, Burkina Faso und Niger ihre Beziehungen zur ECOWAS zuletzt grundlegend neu geordnet haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-togo-sucht-die-rolle-des-vermittlers"><span id="togo-sucht-die-rolle-des-vermittlers">Togo sucht die Rolle des Vermittlers</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht der Regierung in Lomé soll die neue Togo-Sahel-Strategie für die Jahre 2026 bis 2028 mehr sein als ein diplomatisches Signal. Togo will sich als Verbindungsglied zwischen den Sahel-Staaten und den Küstenländern Westafrikas positionieren und zugleich den Kontakt zwischen AES und ECOWAS offenhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Robert Dussey stellte die Linie seines Landes in Lomé offen heraus. Togo wolle „Brücken bauen, wo andere Mauern errichten“. Dahinter steht der Versuch, in einer zunehmend fragmentierten Region Gesprächskanäle zu sichern, ohne sich von den Sahel-Staaten abzuwenden und ohne die eigene Rolle in der ECOWAS aufzugeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-erstes-sichtbares-signal-zwischen-zwei-lagern"><span id="erstes-sichtbares-signal-zwischen-zwei-lagern">Erstes sichtbares Signal zwischen zwei Lagern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wichtig war dabei das Treffen zwischen den Außenministern der AES und den Verantwortlichen der ECOWAS. An dem Gespräch nahmen Togos Außenminister Robert Dussey, der Präsident der ECOWAS-Kommission Omar Alieu Touray und der neu benannte Chefunterhändler Lansana Kouyaté teil. Für die AES saßen Abdoulaye Diop aus Mali, Bakary Yaou Sangaré aus Niger und Karamoko Jean Marie Traoré aus Burkina Faso mit am Tisch.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRb3J7XwAIk8ew.jpeg" alt="" class="wp-image-26709 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRb3J7XwAIk8ew.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRb3J7XwAIk8ew-300x199.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRb3J7XwAIk8ew-768x510.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRb3J7XwAIk8ew-380x252.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRb3J7XwAIk8ew-800x531.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zunächst diente das Treffen dazu, den neuen Unterhändler vorzustellen und die Linie seiner Mission mit den Sahel-Staaten abzugleichen. Am Ende stand jedoch mehr als ein bloßes Kennenlernen. Beide Seiten vereinbarten, zügig an einem formellen Kooperationsrahmen zu arbeiten, der die künftigen Beziehungen zwischen der AES und der ECOWAS rechtlich absichern soll.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist in Lomé erstmals seit längerer Zeit wieder ein konkreter politischer Arbeitsauftrag zwischen beiden Seiten sichtbar geworden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warum-der-dialog-fur-westafrika-heikel-ist"><span id="warum-der-dialog-fuer-westafrika-heikel-ist">Warum der Dialog für Westafrika heikel ist</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AES ist <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562">der Zusammenschluss</a> von Mali, Burkina Faso und Niger. Die drei Staaten haben sich nach ihrem Bruch mit der ECOWAS enger aneinandergebunden und ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Diplomatie und Entwicklung ausgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ECOWAS wiederum ist die zentrale Regionalorganisation Westafrikas. Sie steht für wirtschaftliche Integration, Freizügigkeit und politische Abstimmung in einer Region, die seit Jahren zugleich unter Terrorismus, Militärputschen und wachsenden geopolitischen Spannungen leidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb wiegt jedes direkte Gespräch zwischen AES und ECOWAS schwer. Es geht nicht nur um diplomatische Formate, sondern um Verkehrswege, Handel, Grenzfragen, Sicherheit und die Frage, wie eng Westafrika trotz institutioneller Spaltung verbunden bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-aes-signalisiert-gesprachsbereitschaft"><span id="die-aes-signalisiert-gespraechsbereitschaft">Die AES signalisiert Gesprächsbereitschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vertreter der AES nutzten das Treffen in Lomé, um ihre Bereitschaft zum Dialog zu betonen, knüpften diese aber klar an politische Bedingungen. Burkina Fasos Außenminister Karamoko Jean Marie Traoré sagte, die AES bleibe offen, weil es vor allem darum gehe, „das Wesentliche zum Wohl der Bevölkerung Westafrikas als Ganzes zu bewahren“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Malis Außenminister Abdoulaye Diop schlug diesen Ton an, verband ihn jedoch mit einer klaren Botschaft. Initiativen für den Sahel müssten mit den betroffenen Staaten entwickelt werden, nicht über ihre Köpfe hinweg. Er warb dafür, „mit dem Sahel“ zu arbeiten und nicht „über den Sahel“ oder „im Sahel“, als handle es sich um einen Raum, den andere verwalten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Mon intervention ce samedi 18 avril 2026 à Lomé, à l’occasion de la réunion de haut niveau sur la nouvelle stratégie du Togo pour le Sahel (2026-2028). <a href="https://t.co/sldHY1kST5">pic.twitter.com/sldHY1kST5</a></p>&mdash; Amb. Abdoulaye Diop (@AbdoulayeDiop8) <a href="https://twitter.com/AbdoulayeDiop8/status/2045578646648201605?ref_src=twsrc%5Etfw">April 18, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Darin steckt die politische Grundlinie der AES. Die drei Staaten suchen Kooperation, pochen aber zugleich auf Souveränität und wehren sich gegen jedes Format, das sie als äußere Einflussnahme verstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-die-ecowas-setzt-auf-verbindungen"><span id="auch-die-ecowas-setzt-auf-verbindungen">Auch die ECOWAS setzt auf Verbindungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Seiten der ECOWAS klang der Ton in Lomé betont verbindend. Kommissionspräsident Omar Alieu Touray hob hervor, dass geografische Nähe, Geschichte, Kultur und familiäre Verbindungen stärker seien als die institutionellen Trennlinien der Gegenwart. Die Botschaft dahinter war klar: Selbst wenn sich politische Strukturen verändert haben, bleibt Westafrika eng miteinander verflochten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Vertreter der Afrikanischen Union</a> schlugen in dieselbe Richtung. Mamadou Tangara, Sondervertreter der AU für Mali und den Sahel, nannte die AES eine geopolitische Realität, an der in der Region niemand mehr vorbeikomme. Damit verschiebt sich auch die Debatte über die künftige Ordnung in Westafrika. Nicht mehr die Frage, ob die AES bleibt, steht im Mittelpunkt, sondern wie sich das Verhältnis zwischen der neuen Konföderation und der ECOWAS praktisch regeln lässt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-togos-neue-sahel-strategie-als-politischer-rahmen"><span id="togos-neue-sahel-strategie-als-politischer-rahmen">Togos neue Sahel-Strategie als politischer Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dialog fiel nicht zufällig auf diese Tage. Togo stellte in Lomé seine neue Sahel-Strategie 2026 bis 2028 vor. Sie folgt auf eine erste Fassung aus dem Jahr 2021 und umfasst fünf Schwerpunkte: politischen Dialog mit der AES, gutes nachbarschaftliches Verhältnis und friedliche Koexistenz, wirtschaftliche Kooperation, den Kampf gegen Terrorismus sowie regionale und internationale Diplomatie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit reagiert Togo auf eine <a href="https://fokus-afrika.de/togo-erwaegt-beitritt-zur-allianz-der-sahelstaaten-aes/" type="post" id="13528">veränderte Lage in seiner Nachbarschaft</a>. Das Land ist Mitglied der ECOWAS, grenzt aber zugleich direkt an Burkina Faso und ist damit von den sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Verschiebungen im Sahel unmittelbar betroffen. Lomé versucht deshalb, die eigene Außenpolitik so anzupassen, dass Kontakte zu den Sahel-Staaten ausgebaut werden, ohne den regionalen Rahmen der ECOWAS aufzugeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zusammenarbeit-soll-nun-formalisiert-werden"><span id="zusammenarbeit-soll-nun-formalisiert-werden">Zusammenarbeit soll nun formalisiert werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Treffen in Lomé ist vor allem ein politisches Signal hervorgegangen. AES und ECOWAS wollen ihre Kontakte nicht abreißen lassen und prüfen einen formellen Rahmen für die weitere Zusammenarbeit. Togo hat dafür seine Rolle als Vermittler offensiv angeboten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie tragfähig dieser neue Ansatz wird, hängt nun daran, ob aus den Gesprächen konkrete Regeln und feste Arbeitsformate entstehen. In Lomé stand dafür zunächst der Wille im Vordergrund, den Gesprächsfaden zwischen beiden Seiten wieder aufzunehmen und regionale Kooperation trotz der neuen politischen Fronten offen zu halten.</p>
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		<title>Mali entzieht der &#8220;Polisario-Republik&#8221; die Anerkennung und stärkt Kurs mit Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-entzieht-der-polisario-republik-die-anerkennung-und-staerkt-kurs-mit-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 18:23:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26421</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mali vollzieht in der Westsahara-Frage einen klaren Kurswechsel. Bamako entzieht der Polisario-Republik die Anerkennung und rückt damit sichtbar an Marokko heran.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-entzieht-der-polisario-republik-die-anerkennung-und-staerkt-kurs-mit-marokko%2F&amp;action_name=Mali%20entzieht%20der%20%26%238220%3BPolisario-Republik%26%238221%3B%20die%20Anerkennung%20und%20st%C3%A4rkt%20Kurs%20mit%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mali hat der sogenannten Arabischen Demokratischen Republik Sahara die Anerkennung als Staat entzogen und damit einen außenpolitisch wichtigen Kurswechsel im Westsahara-Konflikt vollzogen. Bekanntgegeben wurde die Entscheidung am Freitag, 10. April, in Bamako bei einem gemeinsamen Presseauftritt der Außenminister von Mali und Marokko. Zugleich stellte sich die Regierung in Bamako hinter den marokkanischen Autonomieplan. Die Entscheidung ist auch deshalb bedeutsam, weil Mali die Polisario-Republik bereits 1984 anerkannt hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-ruckt-in-der-westsahara-frage-an-rabat-heran"><span id="bamako-rueckt-in-der-westsahara-frage-an-rabat-heran">Bamako rückt in der Westsahara-Frage an Rabat heran</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Malis Außenminister Abdoulaye Diop erklärte, seine Regierung habe nach eingehender Prüfung beschlossen, die Anerkennung der Arabischen Demokratischen Republik Sahara zurückzunehmen. Er begründete den Schritt mit den <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/" type="post" id="25687">Auswirkungen</a> der Westsahara-Frage auf <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Frieden und Sicherheit in der Subregion</a>.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">En images, la déclaration de la République du Mali 🇲🇱 <a href="https://t.co/8Nw2Pp2RG2">pic.twitter.com/8Nw2Pp2RG2</a></p>&mdash; Amb. Abdoulaye Diop (@AbdoulayeDiop8) <a href="https://twitter.com/AbdoulayeDiop8/status/2042969108988268641?ref_src=twsrc%5Etfw">April 11, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diop verwies dabei auf die <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats</a>. Zugleich stellte die malische Regierung klar, dass sie den von Marokko vorgeschlagenen Autonomieplan als einzige ernsthafte und glaubwürdige Grundlage für eine Lösung des Konflikts betrachtet. Eine echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität sei aus Sicht Bamakos der realistischste Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit geht Mali über eine bloße diplomatische Geste hinaus. Die Regierung entzieht nicht nur die frühere Anerkennung, sondern übernimmt zugleich offen die marokkanische Lesart in einer der sensibelsten geopolitischen Fragen Nord- und Westafrikas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-entscheidung-fallt-bei-besuch-von-nasser-bourita"><span id="die-entscheidung-faellt-bei-besuch-von-nasser-bourita">Die Entscheidung fällt bei Besuch von Nasser Bourita</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Verkündet wurde der Schritt nach einem Treffen zwischen Abdoulaye Diop und dem marokkanischen Außenminister Nasser Bourita in Bamako. Bourita reiste zu dem Besuch im Auftrag des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/konig/" type="post_tag" id="518">marokkanischen Königshauses</a> an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFlE0o2WcAAKHTC.jpeg" alt="" class="wp-image-26424 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFlE0o2WcAAKHTC.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFlE0o2WcAAKHTC-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFlE0o2WcAAKHTC-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFlE0o2WcAAKHTC-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFlE0o2WcAAKHTC-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei dem gemeinsamen Presseauftritt dankte der marokkanische Außenminister den malischen Behörden für eine „historische“ Entscheidung. Rabat wertet den Schritt als diplomatischen Erfolg in seiner langjährigen Offensive, weitere <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/" type="post" id="11804">afrikanische Staaten von seiner Position</a> in der Westsahara-Frage zu überzeugen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die malische Regierung kündigte an, ihre neue Haltung regionalen und internationalen Organisationen sowie dem in Bamako akkreditierten diplomatischen Korps mitzuteilen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-und-marokko-bauen-ihre-beziehungen-parallel-aus"><span id="mali-und-marokko-bauen-ihre-beziehungen-parallel-aus">Mali und Marokko bauen ihre Beziehungen parallel aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der außenpolitische Schritt wurde von weiteren Ankündigungen begleitet, die die engere Zusammenarbeit beider Staaten unterstreichen. Abdoulaye Diop kündigte an, dass die gemeinsame bilaterale Kommission im Juli zusammentreten soll. Zugleich dankte er Marokko für dessen Unterstützung und für den <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/" type="post" id="24239">Respekt gegenüber den politischen Grundsätzen</a>, auf die sich Mali heute stützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rabat verband die politische Annäherung mit konkreten Maßnahmen. Nasser Bourita kündigte an, dass für malische Staatsangehörige die elektronische Reisegenehmigung entfällt. Außerdem werde die Zahl der Stipendien ab dem kommenden Jahr auf 300 angehoben. Zudem bekräftigte er den Respekt Marokkos für die <a href="https://fokus-afrika.de/der-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus/" type="post" id="13057">territoriale Integrität Malis</a>.</p>
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		<item>
		<title>Mali und Mauretanien suchen nach Vorwürfen über Terrorstützpunkte einen Ausweg</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-und-mauretanien-suchen-nach-vorwuerfen-ueber-terrorstuetzpunkte-einen-ausweg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 20:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mauretanien hat Mali und der Allianz der Sahel-Staaten eine Untersuchung vor Ort angeboten, um schwere Vorwürfe aus Bamako&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-und-mauretanien-suchen-nach-vorwuerfen-ueber-terrorstuetzpunkte-einen-ausweg%2F&amp;action_name=Mali%20und%20Mauretanien%20suchen%20nach%20Vorw%C3%BCrfen%20%C3%BCber%20Terrorst%C3%BCtzpunkte%20einen%20Ausweg&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien hat Mali und der <a href="https://fokus-afrika.de/5-000-soldaten-aes-etabliert-gemeinsame-einsatztruppe/" type="post" id="13625">Allianz der Sahel-Staaten</a> eine Untersuchung vor Ort angeboten, um schwere Vorwürfe aus Bamako zu entkräften. Nouakchott reagiert damit auf die Behauptung, malische Soldaten seien aus der Gefangenschaft bewaffneter Gruppen in einem Flüchtlingslager auf mauretanischem Gebiet entkommen. Für die Beziehungen beider Nachbarstaaten ist das heikel, weil der Streit Sicherheitsfragen, Grenzpolitik und das gegenseitige Vertrauen berührt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgelöst wurde die Krise Mitte März. In den Tagen danach suchten beide Seiten wieder den diplomatischen Kontakt, während eine offizielle Antwort aus Bamako auf den mauretanischen Vorschlag zunächst ausblieb.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nouakchott-weist-die-vorwurfe-zuruck-und-bietet-kontrolle-an"><span id="nouakchott-weist-die-vorwuerfe-zurueck-und-bietet-kontrolle-an">Nouakchott weist die Vorwürfe zurück und bietet Kontrolle an</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/The_Armed_Forces_of_Mauritania_conducted_Close_Quarter_Battle_training_led_by_the_Spanish_Special_Operations_Command_during_Flintlock_24_8413797-1024x732.jpg" alt="" class="wp-image-25876 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/The_Armed_Forces_of_Mauritania_conducted_Close_Quarter_Battle_training_led_by_the_Spanish_Special_Operations_Command_during_Flintlock_24_8413797-1024x732.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/The_Armed_Forces_of_Mauritania_conducted_Close_Quarter_Battle_training_led_by_the_Spanish_Special_Operations_Command_during_Flintlock_24_8413797-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/The_Armed_Forces_of_Mauritania_conducted_Close_Quarter_Battle_training_led_by_the_Spanish_Special_Operations_Command_during_Flintlock_24_8413797-768x549.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/The_Armed_Forces_of_Mauritania_conducted_Close_Quarter_Battle_training_led_by_the_Spanish_Special_Operations_Command_during_Flintlock_24_8413797-380x272.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/The_Armed_Forces_of_Mauritania_conducted_Close_Quarter_Battle_training_led_by_the_Spanish_Special_Operations_Command_during_Flintlock_24_8413797-800x572.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/The_Armed_Forces_of_Mauritania_conducted_Close_Quarter_Battle_training_led_by_the_Spanish_Special_Operations_Command_during_Flintlock_24_8413797-1160x829.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/The_Armed_Forces_of_Mauritania_conducted_Close_Quarter_Battle_training_led_by_the_Spanish_Special_Operations_Command_during_Flintlock_24_8413797.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Streits steht das Flüchtlingslager M’Berra in Mauretanien. Der malische Generalstab erklärte, zwei Soldaten der malischen Streitkräfte hätten sich dort in der Nacht vom 13. auf den 14. März aus der Gewalt bewaffneter Gruppen befreien können und seien anschließend nach Mali zurückgekehrt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien wies den Vorwurf scharf zurück. Das Außenministerium in Nouakchott sprach von unbelegten und schwerwiegenden Anschuldigungen. Zugleich schlug die mauretanische Seite nach diplomatischen Angaben vor, eine malische Untersuchungskommission oder eine Delegation der Allianz der Sahel-Staaten ins Land zu lassen, damit die Vorwürfe vor Ort überprüft werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ging Nouakchott über ein einfaches Dementi hinaus. Die Führung in Mauretanien setzt in dem Konflikt sichtbar auf eine politische Entschärfung durch direkte Überprüfung und diplomatische Kanäle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamako-halt-sich-offiziell-bedeckt-der-ton-wird-aber-ruhiger"><span id="bamako-haelt-sich-offiziell-bedeckt-der-ton-wird-aber-ruhiger">Bamako hält sich offiziell bedeckt, der Ton wird aber ruhiger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine formelle Antwort der malischen Regierung oder der Allianz der Sahel-Staaten auf das Untersuchungsangebot lag zunächst nicht vor. Zugleich deuteten mehrere Signale auf eine Beruhigung der Lage hin.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="870" height="579" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-diop-ambassade-mauritanie.jpg" alt="" class="wp-image-25877 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-diop-ambassade-mauritanie.jpg 870w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-diop-ambassade-mauritanie-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-diop-ambassade-mauritanie-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-diop-ambassade-mauritanie-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-diop-ambassade-mauritanie-800x532.jpg 800w" sizes="(max-width: 870px) 100vw, 870px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der malische Außenminister Abdoulaye Diop <a href="https://bamada.net/bamako-mise-sur-lapaisement-avec-nouakchott">empfing</a> am 17. März den mauretanischen Geschäftsträger in Bamako. Dabei ging es um die bilateralen Beziehungen und Fragen von gemeinsamem Interesse. Diop betonte die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit beider Länder in einem Geist der Solidarität, des Dialogs und der engeren Kooperation zu stärken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Nouakchott gab es ein <a href="https://ami.mr/fr/archives/291383">Treffen</a> auf hoher diplomatischer Ebene. Mauretaniens Außenminister Mohamed Salem Ould Merzoug empfing den malischen Botschafter Bakary Doumbia. Beide Seiten berieten über die Zusammenarbeit und darüber, wie sie weiter ausgebaut werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausloser-waren-zwei-malische-soldaten-und-ein-fluchtlingslager"><span id="ausloeser-waren-zwei-malische-soldaten-und-ein-fluechtlingslager">Auslöser waren zwei malische Soldaten und ein Flüchtlingslager</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spannungen begannen, als der malische Generalstab erklärte, zwei entführte Soldaten seien aus einem Flüchtlingslager in Mauretanien entkommen. Genannt wurden Mohamed Wangaraba vom 633. Aufklärungseskadron und El Maouloud Diallo vom 635. Panzerregiment. Beide seien am 9. Oktober 2025 auf dem Niger-Fluss während eines Urlaubs verschleppt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach gelang die Flucht im Zusammenhang mit Operationen der malischen Armee entlang der Grenze zu Mauretanien und im Waldgebiet von Wagadou. Nach ihrer Aufnahme in Goundam seien die beiden Soldaten den zuständigen Militärbehörden übergeben worden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="430" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/16-03-2026-s021-750x430-1.jpg" alt="" class="wp-image-25878 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/16-03-2026-s021-750x430-1.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/16-03-2026-s021-750x430-1-300x172.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/16-03-2026-s021-750x430-1-380x218.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Darstellung löste in Nouakchott scharfen Widerspruch aus. Die mauretanische Regierung betonte, das Lager M’Berra stehe unter ständiger Aufsicht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen und internationaler Hilfsorganisationen. Das Lager beherberge seit Jahrzehnten Zehntausende Flüchtlinge, überwiegend aus Mali. Der Vorwurf, dort könnten bewaffnete Gruppen Menschen festhalten, trifft daher einen besonders sensiblen Punkt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-streit-trifft-eine-ohnehin-belastete-nachbarschaft"><span id="der-streit-trifft-eine-ohnehin-belastete-nachbarschaft">Der Streit trifft eine ohnehin belastete Nachbarschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Krise kommt nicht aus dem Nichts. Zwischen beiden Ländern hatte es bereits in den vergangenen Monaten Spannungen gegeben. Dabei ging es unter anderem um die Ausweisung malischer Migranten aus Mauretanien und um die Schließung von Geschäften mauretanischer Betreiber in Mali.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="707" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II.png" alt="" class="wp-image-25879 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II-272x300.png 272w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Assimi_Goita_August_2021_cropped_II-380x420.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2025 hatte der malische Übergangspräsident Assimi Goïta den mauretanischen Außenminister in Bamako empfangen. Damals sollte ein Gespräch auf höchster Ebene helfen, bestehende Differenzen zu entschärfen. Beide Seiten vereinbarten, ihre große bilaterale Kommission wieder zu beleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund wirkt die jetzige Zuspitzung besonders brisant. Umso auffälliger ist, dass Bamako und Nouakchott inzwischen wieder auf direkte Kontakte setzen und den Streit nicht weiter öffentlich eskalieren lassen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-an-der-grenze-bleibt-der-sensible-kern"><span id="sicherheit-an-der-grenze-bleibt-der-sensible-kern">Sicherheit an der Grenze bleibt der sensible Kern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mali und Mauretanien verbindet eine lange gemeinsame Grenze. Sicherheitsfragen sind dort seit Jahren ein besonders heikles Thema. Wenn der Verdacht im Raum steht, bewaffnete Gruppen könnten sich jenseits der Grenze bewegen oder Rückzugsräume nutzen, berührt das sofort die Beziehungen zwischen beiden Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau deshalb hat der Streit über M’Berra so rasch diplomisches Gewicht bekommen. Auf malischer Seite stand die Darstellung einer geglückten Flucht zweier Soldaten im Vordergrund. Auf mauretanischer Seite ging es um die Zurückweisung eines Vorwurfs, der das Land mit Terrorgruppen in Verbindung bringt und zugleich ein internationales Flüchtlingslager betrifft.</p>
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			<media:description type="html">Members from the Armed Forces of Mauritania conduct reconnaissance during Close Quarter Battle training led by members from the Spanish Special Operations Command during Flintlock 24 in Daboya, Ghana, May 15, 2024. Exercise Flintlock is U.S. Africa Command&#039;s premier and largest annual special operations exercise that works to strengthen African partner readiness, in partnership with other international special operations
forces. (U.S. Department of Defense photo by Senior Airman Jan K. Valle)</media:description>
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		<title>America First in Afrika: Ex-CIA-Analyst Nick Checker zeigt neue Leitlinie der USA auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 09:39:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-Regierung treibt ihren politischen Neustart gegenüber Niger, Mali und Burkina Faso voran und stellt dabei wirtschaftliche Zusammenarbeit,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Famerica-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf%2F&amp;action_name=America%20First%20in%20Afrika%3A%20Ex-CIA-Analyst%20Nick%20Checker%20zeigt%20neue%20Leitlinie%20der%20USA%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/america-first-in-afrika-ex-cia-analyst-nick-checker-zeigt-neue-leitlinie-der-usa-auf/">America First in Afrika: Ex-CIA-Analyst Nick Checker zeigt neue Leitlinie der USA auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung treibt ihren politischen Neustart gegenüber Niger, Mali und Burkina Faso voran und stellt dabei wirtschaftliche Zusammenarbeit, Sicherheitsfragen und den Umgang mit staatlicher Souveränität in den Mittelpunkt. Am 13. März wurde der Afrika-Beauftragte des US-Außenministeriums, Nick Checker, in Niamey von Außenminister Bakary Yaou Sangaré und Premierminister Ali Mahamane Lamine Zeine empfangen. Washington verbindet diesen Kurs mit einer neuen Afrika-Strategie der Trump-Regierung, die auf Handel, Investitionen und eine konditionierte Zusammenarbeit statt auf klassische Entwicklungshilfe setzt. Für die Staaten der <a href="https://fokus-afrika.de/treffen-der-sahel-staaten-aes-zusammenarbeit-fuer-wirtschaftliche-integration/">Allianz</a> der Sahel-Staaten (AES) ist das ein Signal, dass die USA nach dem Bruch der vergangenen Jahre <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/">wieder enger ins Gespräch kommen wollen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-wirbt-in-niger-fur-neustart-mit-den-sahel-staaten"><span id="washington-wirbt-in-niger-fuer-neustart-mit-den-sahel-staaten"><strong>Washington wirbt in Niger für Neustart mit den Sahel-Staaten</strong></span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem Besuch in Niamey knüpft Checker an <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/">Reisen nach</a> Mali und Burkina Faso an. Das nigrische Außenministerium erklärte, der US-Vertreter habe die neue Linie seines Landes zur Stärkung der bilateralen Beziehungen vorgestellt. Beide Seiten hätten ihren Willen bekundet, die Zusammenarbeit auf neuer Grundlage wieder anzuschieben und Vertrauen wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Themen der Gespräche gehörten nach Angaben des Ministeriums die wirtschaftliche und kommerzielle Kooperation sowie der <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-diskutiert-terrorismus-in-afrika/" type="post" id="13611">Kampf gegen Terrorismus</a>. Die weiteren Kontakte sollen demnach im Respekt vor der nationalen Souveränität und auf Grundlage gemeinsam definierter Prioritäten fortgesetzt werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Senior Bureau Official Nick Checker met with Prime Minister Ali Mahaman Lamine Zeine to discuss opportunities to expand security cooperation and strengthen trade and investment ties between the United States and Niger. The United States remains committed to partnerships that… <a href="https://t.co/L5Bxif389y">pic.twitter.com/L5Bxif389y</a></p>&mdash; U.S. Embassy Niamey (@USEmbassyNiamey) <a href="https://twitter.com/USEmbassyNiamey/status/2032914427444334616?ref_src=twsrc%5Etfw">March 14, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Damit setzt Washington nach dem Regierungswechsel in den USA einen neuen Akzent. Ein großer Teil der Entwicklungszusammenarbeit und der militärischen Kooperation mit Niger war zuvor ausgesetzt worden. Niger hatte seinerseits den Abzug der US-Soldaten verlangt und im September 2024 durchgesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-handel-statt-hilfe-als-neue-leitlinie"><span id="handel-statt-hilfe-als-neue-leitlinie">Handel statt Hilfe als neue Leitlinie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Tage nach seinem Besuch in Niger hat Checker in Washington die Grundzüge der neuen US-Afrika-Politik <a href="https://www.state.gov/releases/bureau-of-african-affairs/2026/03/america-first-in-africa/">öffentlich</a> beschrieben. Im Zentrum steht eine Abkehr von einem Ansatz, der Afrika vor allem über Hilfe und politische Belehrung definiere. Stattdessen präsentiere sich die US-Regierung als Partner für Handel, Investitionen und wirtschaftliche Projekte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-819x1024.png" alt="" class="wp-image-25831 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-819x1024.png 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-240x300.png 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-768x960.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-380x475.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2-800x1000.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/DAS-Checker-2.png 1142w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Checker sagte, die Vereinigten Staaten wollten ihre Beziehungen zu Afrika auf „gegenseitig vorteilhaften Partnerschaften“ aufbauen, nicht auf Hilfe, Abhängigkeit und ideologischer Einflussnahme. Die Regierung betrachte afrikanische Staaten nicht als Empfänger von Hilfe, sondern als wirtschaftliche Partner. Ziel sei es, US-Exporte und Investitionen in Afrika zu steigern, Lieferketten zu sichern und die wirtschaftlichen Potenziale des Kontinents stärker zu nutzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird dieser Kurs bei Rohstoffen und Infrastruktur. Checker verwies auf die strategische Bedeutung afrikanischer kritischer Mineralien und nannte Projekte wie den Lobito-Korridor in Angola sowie neue Vorhaben in der Demokratischen Republik Kongo. Dort wolle Washington nicht nur Rohstoffe beziehen, sondern sich an Infrastruktur, Logistik und Weiterverarbeitung beteiligen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hilfe-nur-noch-unter-bedingungen"><span id="hilfe-nur-noch-unter-bedingungen">Hilfe nur noch unter Bedingungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Entwicklungszusammenarbeit kündigt Washington einen härteren Kurs an. Checker machte deutlich, dass US-Hilfe aus Sicht der Trump-Regierung kein karitatives Instrument sei, sondern „strategisches Kapital“, das amerikanischen Interessen dienen müsse. Unterstützung solle künftig gezielt, an Bedingungen geknüpft und mit einer klaren Ausstiegslogik organisiert werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24758 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/P20250709DT-0343_President_Donald_Trump_Participates_in_a_Multilateral_Lunch_with_African_Leaders.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er sagte offen, dass Länder, die nicht im Sinne amerikanischer Interessen handelten, mit Kürzungen rechnen müssten. Zugleich betonte er, Regierungen in Afrika wollten mehr Eigenverantwortung und begrüßten Vereinbarungen, die ihnen mehr Kontrolle über ihre eigenen Systeme gäben, etwa im Gesundheitsbereich.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Länder wie Niger ist das politisch relevant, weil Washington damit eine Zusammenarbeit anbietet, die weniger auf öffentliche Belehrung und stärker auf Interessen, Gegenleistungen und pragmatische Kooperation setzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-im-fokus-der-sicherheitsdiplomatie"><span id="sahel-im-fokus-der-sicherheitsdiplomatie">Sahel im Fokus der Sicherheitsdiplomatie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Wirtschaft und Hilfe gehört die Sicherheitslage im Sahel zu den drei Schwerpunkten, die Checker für die Afrika-Politik der US-Regierung genannt hat. Die USA beobachteten nach seinen Worten mit Sorge das Wiedererstarken jihadistischer Gruppen in der Region, wollten dabei aber keine langfristige amerikanische Präsenz und keine dauerhaften Verpflichtungen eingehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="650" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-1024x650.jpeg" alt="" class="wp-image-25833 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-1024x650.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-300x191.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-768x488.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-1536x975.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-380x241.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-800x508.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz-1160x737.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDOk30SWoAAH_tz.jpeg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Blick sind dabei ausdrücklich Niger, Mali und Burkina Faso. Checker sprach von einem Versuch, die Beziehungen zu diesen Staaten neu zu ordnen. Ziel sei eine pragmatische Zusammenarbeit auf Grundlage gemeinsamer Interessen und mehr regionaler Eigenverantwortung im Umgang mit grenzüberschreitenden Terrorgruppen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei formulierte er auch den politischen Grundsatz dieses Kurses. Die USA müssten mit Regierungen so arbeiten, wie sie seien, nicht so, wie Washington sie sich wünsche. Engagement bedeute keine Zustimmung, sondern die Anerkennung politischer Realitäten. Wertefragen sollten mit stillem Druck behandelt werden, nicht mit öffentlicher Moralisierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-der-besuch-in-niamey-bedeutet"><span id="was-der-besuch-in-niamey-bedeutet">Was der Besuch in Niamey bedeutet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Niger kommt diese Öffnung in einer Phase tiefgreifender außenpolitischer Neuorientierung. Das Land hat sich in den vergangenen Jahren von mehreren westlichen Partnern distanziert und setzt stärker auf Souveränität und neue Bündnisse. Wenn Washington nun ausdrücklich einen Neustart anbietet, zeigt das, dass die USA den Kontakt zu den Staaten der Allianz der Sahel-Staaten nicht abreißen lassen wollen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The United States’ is resetting its relationship with Africa based on mutually beneficial partnerships rather than aid, dependency, and spreading divisive ideology. <a href="https://t.co/XDDhLXcehT">pic.twitter.com/XDDhLXcehT</a></p>&mdash; Bureau of African Affairs (@AsstSecStateAF) <a href="https://twitter.com/AsstSecStateAF/status/2035092308530475423?ref_src=twsrc%5Etfw">March 20, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ton ist dabei auffällig verändert. Statt demokratiepolitischer Mahnungen rücken wirtschaftliche Interessen, sicherheitspolitische Kooperation und gegenseitiger Respekt in den Vordergrund. Genau diese Linie hatte auch das nigrische Außenministerium nach dem Treffen mit Checker hervorgehoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die USA ist Niger damit Teil eines breiteren Kurses in Afrika. Washington will seine Präsenz auf dem Kontinent sichtbar halten, sich aber anders positionieren als in früheren Jahren. Checker formulierte das in Washington mit einem Satz, der den neuen Anspruch zusammenfasst: „America First ist vollständig vereinbar mit Africa First.“</p>
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		<title>China und Mali wollen strategische Partnerschaft ausbauen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/china-und-mali-wollen-strategische-partnerschaft-ausbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 07:27:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
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		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neue chinesische Botschafter in Mali ist in Bamako mit Vertretern des Nationalen Übergangsrates und dem Premierminister zusammengetroffen,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fchina-und-mali-wollen-strategische-partnerschaft-ausbauen%2F&amp;action_name=China%20und%20Mali%20wollen%20strategische%20Partnerschaft%20ausbauen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der neue chinesische Botschafter in Mali ist in Bamako mit Vertretern des Nationalen Übergangsrates und dem Premierminister zusammengetroffen, um die bilaterale Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Gespräche fanden am 23. und 28. Februar statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt standen sicherheits-, entwicklungs- und wirtschaftspolitische Themen. Beide Seiten bekräftigten den Willen, die bereits auf strategische Ebene gehobene Partnerschaft weiter auszubauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-im-nationalen-ubergangsrat"><span id="gespraeche-im-nationalen-uebergangsrat">Gespräche im Nationalen Übergangsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten des&nbsp;Conseil National de Transition, Aboubacar Sidiki Koné, empfing den chinesischen Botschafter&nbsp;Li Xiang&nbsp;in Bamako. Koné gratulierte dem Diplomaten zu seinem Amtsantritt und verwies auf die langjährigen Beziehungen zwischen beiden Staaten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CNT-600x450-1.jpg" alt="" class="wp-image-25260 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CNT-600x450-1.jpg 600w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CNT-600x450-1-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CNT-600x450-1-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CNT-600x450-1-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/CNT-600x450-1-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der malischen Nachrichtenagentur <em><a href="https://bamada.net/cooperation-mali-chine-le-premier-ministre-abdoulaye-maiga-recoit-le-nouvel-ambassadeur-xi-xiang">AMAP</a></em> verständigten sich die Gesprächspartner darauf, die bilaterale Kooperation entlang mehrerer strategischer Achsen zu dynamisieren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-premierminister-betont-sicherheitsgarantien"><span id="premierminister-betont-sicherheitsgarantien">Premierminister betont Sicherheitsgarantien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatte Premierminister&nbsp;Abdoulaye Maïga&nbsp;den Botschafter zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen. Das Treffen stand im Kontext der strategischen Aufwertung der Beziehungen, die im September 2024 bei einem Gespräch zwischen Übergangspräsident&nbsp;Assimi Goïta&nbsp;und dem chinesischen Präsidenten&nbsp;Xi Jinping&nbsp;in Peking vereinbart worden war.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-maiga-audience-nouvel-ambassade-chine-mali-xi-xiang-yao-768x512-1.jpg" alt="" class="wp-image-25259 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-maiga-audience-nouvel-ambassade-chine-mali-xi-xiang-yao-768x512-1.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-maiga-audience-nouvel-ambassade-chine-mali-xi-xiang-yao-768x512-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/abdoulaye-maiga-audience-nouvel-ambassade-chine-mali-xi-xiang-yao-768x512-1-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der chinesische Diplomat sprach von „exzellenten Beziehungen“ und verwies auf 65 Jahre bilateraler Freundschaft. Ziel sei es, dem strategischen Partnerschaftsstatus neue Impulse zu verleihen und die historischen Bindungen weiter zu festigen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-sicherheit-infrastruktur-und-entwicklung"><span id="fokus-auf-sicherheit-infrastruktur-und-entwicklung">Fokus auf Sicherheit, Infrastruktur und Entwicklung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://bamada.net/cooperation-mali-chine-le-premier-ministre-abdoulaye-maiga-recoit-le-nouvel-ambassadeur-xi-xiang">Angaben</a> des Botschafters will Peking die Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Entwicklung, Infrastruktur, Landwirtschaft und Gesundheit intensivieren. Die seit 1970 bestehende militärische Kooperation solle deutlich ausgebaut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Premierminister Maïga dankte China für dessen „konstante und beständige Unterstützung“ und sicherte zu, die Sicherheit aller in Mali lebenden Personen zu gewährleisten. Zudem würdigte er die Haltung Pekings im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Terrorismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche unterstreichen die zunehmende strategische Bedeutung der chinesisch-malischen Beziehungen in einem <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/" type="post" id="24239">sicherheitspolitisch angespannten regionalen Umfeld</a>.</p>
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		<item>
		<title>EU-Sahelbeauftragter João Gomes Cravinho reist erstmals nach Bamako</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-sahelbeauftragter-joao-gomes-cravinho-reist-erstmals-nach-bamako/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 08:07:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Union hat mit einem hochrangigen Besuch in Bamako einen neuen Anlauf zur Normalisierung der Beziehungen zu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-sahelbeauftragter-joao-gomes-cravinho-reist-erstmals-nach-bamako%2F&amp;action_name=EU-Sahelbeauftragter%20Jo%C3%A3o%20Gomes%20Cravinho%20reist%20erstmals%20nach%20Bamako&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union hat mit einem hochrangigen Besuch in Bamako einen neuen Anlauf zur Normalisierung der Beziehungen zu Mali unternommen. Am 17. Februar traf der EU-Sonderbeauftragte für den Sahel, João Gomes Cravinho, mit dem malischen Premierminister, General Abdoulaye Maïga, zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war die erste Reise Cravinhos nach Mali seit seiner Ernennung im November 2024. Nach Angaben der EU diente der Besuch dazu, die Grundzüge einer „Neuen Herangehensweise“ gegenüber den Sahelstaaten vorzustellen. Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund seit Jahren angespannter Beziehungen zwischen Bamako und Brüssel statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-strategie-der-eu"><span id="neue-strategie-der-eu">Neue Strategie der EU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Begleitet wurde Cravinho vom Leiter der EU-Delegation in Mali, Thomas Eckert, der am 28. November 2024 sein Beglaubigungsschreiben überreicht hatte. Der Sonderbeauftragte erläuterte eine von den 27 Mitgliedstaaten im November 2025 verabschiedete Strategie, die auf die veränderte politische Lage in der Region reagiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="626" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/JoaoGomesCravinho_cropped.png" alt="" class="wp-image-24954 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/JoaoGomesCravinho_cropped.png 626w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/JoaoGomesCravinho_cropped-248x300.png 248w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/JoaoGomesCravinho_cropped-380x460.png 380w" sizes="(max-width: 626px) 100vw, 626px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Cravinho betonte, die Initiative bedeute keinen Rückzug der EU aus Mali. Ziel sei es, die Zusammenarbeit fortzusetzen und den politischen Dialog stärker an den von den Sahelstaaten selbst definierten Prioritäten auszurichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Vergangenheit hatte die EU ihre Unterstützung an Kriterien der Regierungsführung und an Wahlprozesse geknüpft. Die malischen Behörden hatten Brüssel wiederholt vorgeworfen, eine bevormundende Haltung einzunehmen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hintergrund-der-diplomatischen-spannungen"><span id="hintergrund-der-diplomatischen-spannungen">Hintergrund der diplomatischen Spannungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 haben sich die Beziehungen zwischen Mali und mehreren europäischen Staaten deutlich verschlechtert. Die neuen Behörden in Bamako stießen in europäischen Hauptstädten auf Ablehnung, was zu zunehmenden Spannungen führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2022 zog <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Frankreich seine Truppen aus Mali ab</a>, zudem wurden Verteidigungsabkommen mit der früheren Kolonialmacht aufgekündigt. Parallel dazu gründeten Mali, Burkina Faso und Niger die <a href="https://fokus-afrika.de/erste-sitzung-der-ausenminister-der-sahelstaaten-konfoderation/" type="post" id="11313">Allianz der Sahelstaaten</a>. Der <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/" type="post" id="13701">Austritt aus der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten ECOWAS</a> markierte einen weiteren Bruch mit bisherigen regionalen Strukturen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/general-abdoulaye-maiga-petrole-carburant-professionnels-operateurs-economique-gestion-crise-hydrocarbures-approvisionnement-ministre-gouvernement-1024x683-1.jpg" alt="" class="wp-image-24955 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/general-abdoulaye-maiga-petrole-carburant-professionnels-operateurs-economique-gestion-crise-hydrocarbures-approvisionnement-ministre-gouvernement-1024x683-1.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/general-abdoulaye-maiga-petrole-carburant-professionnels-operateurs-economique-gestion-crise-hydrocarbures-approvisionnement-ministre-gouvernement-1024x683-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/general-abdoulaye-maiga-petrole-carburant-professionnels-operateurs-economique-gestion-crise-hydrocarbures-approvisionnement-ministre-gouvernement-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/general-abdoulaye-maiga-petrole-carburant-professionnels-operateurs-economique-gestion-crise-hydrocarbures-approvisionnement-ministre-gouvernement-1024x683-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/general-abdoulaye-maiga-petrole-carburant-professionnels-operateurs-economique-gestion-crise-hydrocarbures-approvisionnement-ministre-gouvernement-1024x683-1-800x534.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge dieser Neuausrichtung gewannen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/" type="post_tag" id="380">Türkei</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> in sicherheits- und rohstoffpolitischen Fragen an Einfluss. Die Europäische Union, zuvor ein zentraler Geber und Träger der Ausbildungsmission EUTM Mali, setzte mehrere Programme aus und reduzierte ihre Präsenz.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-dialog-unter-veranderten-vorzeichen"><span id="dialog-unter-veraenderten-vorzeichen">Dialog unter veränderten Vorzeichen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Besuch in Bamako versucht die EU, ihre Rolle in einem veränderten geopolitischen Umfeld neu zu definieren. Die Gespräche mit Premierminister Maïga standen im Zeichen eines Dialogs, der nach Angaben der EU auf gegenseitigem Respekt beruhen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malische Übergangsführung betont regelmäßig drei Grundprinzipien: die Wahrung der nationalen Souveränität, die freie Wahl von Partnern und die Verteidigung nationaler Interessen. In diesem Rahmen signalisierten die Behörden Gesprächsbereitschaft, sofern diese Leitlinien respektiert werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 11:25:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Auslandsgeheimdienst hat am Montag schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben. In einer öffentlichen Erklärung beschuldigt der russische&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor%2F&amp;action_name=Russischer%20Geheimdienst%20wirft%20Frankreich%20Destabilisierungsversuche%20in%20Afrika%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/">Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der russische Auslandsgeheimdienst hat am Montag schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben. In einer <a href="http://svr.gov.ru/smi/2026/02/frantsiya-gotovit-neokolonialnye-perevoroty-v-afrike.htm">öffentlichen Erklärung</a> beschuldigt der russische Dienst Paris, gezielt politische Umsturzversuche und Destabilisierungsmaßnahmen in mehreren afrikanischen Staaten zu unterstützen. Genannt werden unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanische Republik</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" type="category" id="36">Madagaskar</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-gegen-die-franzosische-afrikapolitik"><span id="vorwuerfe-gegen-die-franzoesische-afrikapolitik">Vorwürfe gegen die französische Afrikapolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des russischen Auslandsgeheimdienstes suche die Regierung von Präsident <strong>Emmanuel Macron</strong> nach Möglichkeiten, <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-verstaerkt-kooperation-mit-der-ceeac-akkreditierung-von-botschafter-fabrice-mauries/" type="post" id="13270">verlorenen politischen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent zurückzugewinnen</a>. Hintergrund seien Machtverschiebungen in mehreren früheren französischen Kolonien, in denen politische Kräfte an Einfluss gewonnen hätten, die ihre Politik stärker auf nationale Souveränität und panafrikanische Ansätze ausrichteten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24258 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_13.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Erklärung wird behauptet, Paris habe seine Nachrichtendienste angewiesen, Maßnahmen gegen aus französischer Sicht „unerwünschte“ politische Führungen in Afrika zu ergreifen. Ziel sei es, Regierungen zu schwächen oder zu stürzen, die sich vom traditionellen französischen Einfluss gelöst hätten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-burkina-faso-gescheiterter-umsturzversuch"><span id="burkina-faso-gescheiterter-umsturzversuch">Burkina Faso: gescheiterter Umsturzversuch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret verweist der russische Geheimdienst auf einen mutmaßlichen Putschversuch in Burkina Faso am 3. Januar 2026. Dieser sei vereitelt worden. Den Angaben zufolge hätten die Beteiligten geplant, <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-entkommt-vereitelten-umsturzversuch-gegen-ibrahim-traore/" type="post" id="23324">Präsident <strong>Ibrahim Traoré</strong> zu töten</a>. Der russische Dienst stellt diesen Vorgang in einen Zusammenhang mit französischen Interessen und bezeichnet Traoré als eine zentrale Figur im Widerstand gegen neokoloniale Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dieser Darstellung hätte ein erfolgreicher Umsturz nicht nur einen <a href="https://fokus-afrika.de/macron-eine-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-afrika/" type="post" id="13300">politischen Kurswechsel in Ouagadougou bewirkt</a>, sondern auch ein Signal an andere Regierungen gesendet, die ähnliche souveränitätsorientierte Positionen vertreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-und-die-sahelzone-im-fokus"><span id="mali-und-die-sahelzone-im-fokus">Mali und die Sahelzone im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Vorwürfe betrifft Mali. Der russische Auslandsgeheimdienst erklärt, Frankreich setze auf eine <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/" type="post" id="20304">Destabilisierung der Sicherheitslage</a> in der Sahara-Sahel-Zone. Dabei würden lokale bewaffnete Gruppen instrumentalisiert. Zudem wird behauptet, dass Akteure aus der Ukraine bewaffnete Gruppen mit Drohnen und militärischer Ausbildung unterstützen würden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24259 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_at_Fort_de_Bregancon_2019-08-19_07.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang werden Angriffe auf zivile Infrastruktur, Überfälle auf Treibstofftransporte sowie Gewalt gegen die Zivilbevölkerung genannt. Ziel sei es laut der Erklärung, <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/" type="post" id="21612">die Regierung von Präsident <strong>Assimi Goïta</strong> zu schwächen</a> und Voraussetzungen für einen Machtwechsel zu schaffen. Auch für die Zentralafrikanische Republik werden <a href="https://fokus-afrika.de/zentralafrikanische-republik-machtkampf-in-der-diplomatie-sorgt-fuer-chaos/" type="post" id="13234">Versuche einer Destabilisierung</a> behauptet.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-madagaskar-und-brics-annaherung"><span id="madagaskar-und-brics-annaeherung">Madagaskar und BRICS-Annäherung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als weiteres Beispiel nennt der russische Geheimdienst Madagaskar. Dort seien im Oktober 2025 <a href="https://fokus-afrika.de/russland-im-kontakt-mit-neuem-praesidenten-madagaskars-michael-randrianirina/" type="post" id="20880">politische Kräfte an die Macht gekommen, die eine stärkere Annäherung an die BRICS-Staaten anstrebten</a>. Nach russischer Darstellung arbeite Frankreich daran, Präsident <strong>Mamy Randrianirina</strong> zu stürzen und eine aus <a href="https://fokus-afrika.de/madagaskar-zwischen-moskau-und-paris-uebergangsregierung-positioniert-aussenpolitik-neu/" type="post" id="22434">Sicht von Paris genehme politische Führung</a> wieder einzusetzen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Always nice to feature so prominently in Russia’s sales pitch in Africa. Waiting on the customer reviews. <br>Syria, Venezuela, Iran — any feedback? <a href="https://t.co/Z48wx0enQO">https://t.co/Z48wx0enQO</a></p>&mdash; French Response (@FrenchResponse) <a href="https://twitter.com/FrenchResponse/status/2018636834042007854?ref_src=twsrc%5Etfw">February 3, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung wird in der Erklärung als Teil eines umfassenderen Versuchs beschrieben, Einflussverluste Frankreichs in strategisch wichtigen Regionen Afrikas rückgängig zu machen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor%2F&amp;action_name=Russischer%20Geheimdienst%20wirft%20Frankreich%20Destabilisierungsversuche%20in%20Afrika%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russischer-geheimdienst-wirft-frankreich-destabilisierungsversuche-in-afrika-vor/">Russischer Geheimdienst wirft Frankreich Destabilisierungsversuche in Afrika vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>USA und Mali nehmen politischen Dialog wieder auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 22:33:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vereinigten Staaten und Mali haben Anfang Februar 2026 Schritte zur Wiederbelebung ihrer bilateralen Beziehungen eingeleitet. In Bamako&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf%2F&amp;action_name=USA%20und%20Mali%20nehmen%20politischen%20Dialog%20wieder%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-mali-nehmen-politischen-dialog-wieder-auf/">USA und Mali nehmen politischen Dialog wieder auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten und Mali haben Anfang Februar 2026 Schritte zur Wiederbelebung ihrer bilateralen Beziehungen eingeleitet. In Bamako empfing der malische Außenminister <strong>Abdoulaye Diop</strong> den US-Diplomaten <strong>Nick Checker</strong>, einen hochrangigen Vertreter des US-Außenministeriums. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Sicherheitsfragen im Sahel, wirtschaftliche Zusammenarbeit und der ausdrückliche Verweis auf die Achtung der malischen Souveränität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-treffen-in-bamako-im-zeichen-des-neuanfangs"><span id="treffen-in-bamako-im-zeichen-des-neuanfangs">Treffen in Bamako im Zeichen des Neuanfangs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gespräch fand am 2. Februar im Rahmen des regelmäßigen politischen Dialogs statt. Nick Checker, derzeit Leiter des Büros für afrikanische Angelegenheiten im US-Außenministerium und Vertreter der US-Regierung für Mali, führte die Delegation an. An dem Treffen nahm auch die US-Botschafterin in Mali teil.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24243 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QEWgAEmWyd.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des malischen Außenministeriums konzentrierten sich die Gespräche auf Perspektiven zur Wiederaufnahme der bilateralen Kooperation in Bereichen von gemeinsamem Interesse. Dazu zählten insbesondere die Bekämpfung des Terrorismus, sicherheitspolitische Entwicklungen in der Subregion sowie die Förderung wirtschaftlicher und kommerzieller Beziehungen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-betonung-der-staatlichen-souveranitat"><span id="betonung-der-staatlichen-souveraenitaet">Betonung der staatlichen Souveränität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Diplomat bekräftigte im Namen der amerikanischen Regierung den Respekt der Vereinigten Staaten für die Souveränität Malis. Zugleich erklärte er die Bereitschaft Washingtons, die Beziehungen auf neuer Grundlage zu revitalisieren. Diese solle von gegenseitigem Respekt geprägt sein und <a href="https://fokus-afrika.de/us-sicherheitsstrategie-2025-welche-rolle-afrika-im-neuen-aussenpolitischen-kurs-der-usa-spielt/" type="post" id="22748">ohne Einmischung in innere Angelegenheiten</a> erfolgen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24241 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QPWUAAnqOw.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nick Checker erklärte im Anschluss an das Treffen, er sei nach Bamako gekommen, „um mit der Regierung Malis zu sprechen“. Die Gespräche hätten sich auf Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung sowie auf die Korrektur früherer politischer Fehlansätze der vorherigen US-Regierung bezogen. Der Grundsatz der Souveränität Malis sei dabei zentral gewesen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einbindung-der-regionalen-dimension-im-sahel"><span id="einbindung-der-regionalen-dimension-im-sahel">Einbindung der regionalen Dimension im Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Abdoulaye Diop begrüßte die von den USA formulierte neue Herangehensweise. Er unterstrich zugleich, dass eine vertiefte Zusammenarbeit die veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen berücksichtigen müsse. Dazu zähle insbesondere die <a href="https://fokus-afrika.de/treffen-der-sahel-staaten-aes-zusammenarbeit-fuer-wirtschaftliche-integration/">subregionale Dimension der <strong>Confédération des États du Sahel</strong></a>, der Mali gemeinsam mit Burkina Faso und Niger angehört.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24242 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HALT-QGWMAA_Cf6.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche verdeutlichten, dass sicherheitspolitische Fragestellungen zunehmend im regionalen Kontext behandelt werden. Die Lage im Sahel bleibt durch bewaffnete Gruppen, grenzüberschreitende Gewalt und fragile staatliche Strukturen geprägt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-strategiewechsel-gegenuber-den-sahelstaaten"><span id="us-strategiewechsel-gegenueber-den-sahelstaaten">US-Strategiewechsel gegenüber den Sahelstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch in Bamako ist Teil eines breiteren diplomatischen Ansatzes der US-Regierung unter Präsident&nbsp;<strong>Donald Trump</strong>, die ihre Beziehungen zu mehreren Sahelstaaten neu ausrichtet. Nach einer Phase politischer Spannungen und der Aussetzung bestimmter Kooperationsformate strebt Washington nun eine sicherheits- und wirtschaftsorientierte Annäherung an.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Senior Bureau Official Nick Checker is traveling to Bamako to convey the United States’ respect for Mali’s sovereignty and desire to chart a new course in the bilateral relationship and move past policy missteps. The United States looks forward to discussing next steps for…</p>&mdash; Bureau of African Affairs (@AsstSecStateAF) <a href="https://twitter.com/AsstSecStateAF/status/2017379803419062755?ref_src=twsrc%5Etfw">January 30, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Nach US-Angaben sollen neben Mali auch Burkina Faso und Niger in diesen Dialog einbezogen werden. Ziel ist eine Zusammenarbeit bei gemeinsamen Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen. Fragen von Demokratie und Regierungsführung treten dabei in den Hintergrund, während der Kampf gegen bewaffnete Gruppen und die regionale Stabilität im Vordergrund stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-wirtschaft-und-geopolitischer-kontext"><span id="sicherheit-wirtschaft-und-geopolitischer-kontext">Sicherheit, Wirtschaft und geopolitischer Kontext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche in Bamako fanden vor dem Hintergrund einer veränderten Machtbalance im Sahel statt. Mali, Burkina Faso und <a href="https://fokus-afrika.de/geopolitische-dynamiken-in-niger-russland-verstaerkt-einfluss-spannungen-mit-der-eu/">Niger haben ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit westlichen Staaten reduziert und sich stärker an Russland angenähert</a>. Zugleich haben sie sich aus der westafrikanischen Staatengemeinschaft <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">ECOWAS</a> zurückgezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung signalisiert mit dem Besuch von Nick Checker die Absicht, den diplomatischen Kontakt zu den Regierungen der Region aufrechtzuerhalten und <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/" type="post" id="22891">Einflussverluste</a> zu begrenzen. Dabei soll die Kooperation auf Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und politische Konsultationen beschränkt bleiben. Offizielle Ankündigungen oder Vereinbarungen wurden nach Abschluss der Gespräche nicht bekanntgegeben.</p>
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		<item>
		<title>Mali verstärkt das Militär mit AKINCI-Drohnen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 11:48:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Region Mopti hat die malische Luftwaffe Ende Januar 2026 Drohnen des Typs Bayraktar AKINCI in Dienst&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen%2F&amp;action_name=Mali%20verst%C3%A4rkt%20das%20Milit%C3%A4r%20mit%20AKINCI-Drohnen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/">Mali verstärkt das Militär mit AKINCI-Drohnen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Region Mopti hat die malische Luftwaffe Ende Januar 2026 Drohnen des Typs Bayraktar AKINCI in Dienst gestellt. Die Übergabe erfolgte auf der Luftwaffenbasis 200 in Sévaré durch Verteidigungsminister Sadio Camara an den Generalstabschef Oumar Diarra. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der laufenden Modernisierung der Streitkräfte und der sicherheitspolitischen Neuaufstellung Malis im Sahel. Zeitgleich verweisen offizielle Angaben auf eine veränderte Einordnung des Landes im Global-Firepower-Ranking 2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ubergabe-auf-der-luftwaffenbasis-sevare"><span id="uebergabe-auf-der-luftwaffenbasis-sevare">Übergabe auf der Luftwaffenbasis Sévaré</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24205 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070159026.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die offizielle Übergabe der AKINCI-Drohnen fand auf der Base aérienne 200 in Sévaré statt. Neben Verteidigungsminister Sadio Camara nahmen der Generalstabschef der Streitkräfte, Oumar Diarra, sowie der Chef des Luftwaffenstabs, Alou Boï Diarra, an der Zeremonie teil. Anwesend waren zudem militärische und zivile Vertreter der Region.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Ansprache verwies Camara auf die <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verklagt-algerien-vor-internationalem-gerichtshof-wegen-drohnenabschuss/" type="post" id="20057">veränderte Sicherheitslage im Sahel</a>. Er beschrieb eine <a href="https://fokus-afrika.de/terrorzelle-mit-verbindungen-zu-daesh-im-sahel-zerschlagen/" type="post" id="12730">Zunahme hybrider Bedrohungen</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/schuesse-und-explosionen-am-flughafen-niamey-nahe-uranium-lager/" type="post" id="24120">konventionelle militärische Auseinandersetzungen</a>, asymmetrische Taktiken, Informationsoperationen und Angriffe auf wirtschaftliche Infrastruktur miteinander verbinden. Vor diesem Hintergrund betonte er die Notwendigkeit, die Streitkräfte kontinuierlich anzupassen und technologisch weiterzuentwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-modernisierung-der-streitkrafte-und-sicherheitspolitischer-kurs"><span id="modernisierung-der-streitkraefte-und-sicherheitspolitischer-kurs">Modernisierung der Streitkräfte und sicherheitspolitischer Kurs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einführung der AKINCI-Drohnen ist Teil eines umfassenderen Modernisierungsprozesses der Forces armées maliennes (FAMa). Nach Darstellung des Verteidigungsministers dient die fortlaufende Beschaffung moderner Systeme dazu, die operative Leistungsfähigkeit zu erhöhen und die Eigenständigkeit der Streitkräfte zu stärken. Die neuen Drohnen werden dabei als Beitrag zur Verbesserung von Aufklärung, Überwachung und militärischer Wirkung eingeordnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="578" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-1024x578.jpeg" alt="" class="wp-image-24208 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-1024x578.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-768x433.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-800x452.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3-1160x655.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_8NikuW4AA7bz3.jpeg 1467w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Camara stellte die Aufrüstung in einen politischen Rahmen und verwies auf die Prioritäten der Übergangsregierung. Der Ausbau militärischer Fähigkeiten gilt demnach als zentrales Element der nationalen Verteidigungsstrategie. In diesem Zusammenhang appellierte er an bewaffnete Gegner, die Waffen niederzulegen und in den staatlichen Rahmen zurückzukehren. Zugleich machte er deutlich, dass verbleibende Gruppen militärisch bekämpft würden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-koordination-innerhalb-der-aes"><span id="regionale-koordination-innerhalb-der-aes">Regionale Koordination innerhalb der AES</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Ausrichtung Malis wird zugleich mit der Zusammenarbeit innerhalb der Konföderation der Sahelstaaten verknüpft. Die Koordination mit Partnerländern der AES wird als Bestandteil der militärischen Strategie dargestellt. Ziel ist es, grenzüberschreitenden Bedrohungen gemeinsam zu begegnen und die operative Abstimmung zu vertiefen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24206 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/17698070249467.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Verteidigungsminister würdigte in diesem Zusammenhang den Einsatz der Soldaten in den laufenden Operationen und hob die Bedeutung des Rückhalts in der Bevölkerung hervor. Er sprach zudem Verwundeten seine Unterstützung aus und verwies auf zivile und militärische Geiseln. Nationale Einheit wurde dabei als Voraussetzung für militärische Erfolge benannt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mopti-reise-und-symbolische-schlusselubergabe"><span id="mopti-reise-und-symbolische-schluesseluebergabe">Mopti-Reise und symbolische Schlüsselübergabe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Übergabe in Sévaré hielt sich der Verteidigungsminister in der Region Mopti auf. Begleitet wurde er unter anderem vom Generalstabschef Oumar Diarra und vom Chef des Luftwaffenstabs Alou Boï Diarra. Vor Ort traf die Delegation mit regionalen Verwaltungs- und Militärvertretern zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen dieser Reise überbrachte Camara eine Botschaft des Präsidenten der Übergangsregierung an die Streitkräfte und die Zivilbevölkerung. Gespräche mit Truppen sowie mit administrativen und traditionellen Autoritäten standen ebenso auf dem Programm wie ein gemeinsames Treffen mit militärischen Verantwortlichen in Sévaré. Die Übergabe der symbolischen „Schlüssel“ für mehrere AKINCI-Drohnen an den Generalstabschef war Teil dieses Besuchs.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-ausrustung-und-offentliche-prasenz-in-bamako"><span id="militaerische-ausruestung-und-oeffentliche-praesenz-in-bamako">Militärische Ausrüstung und öffentliche Präsenz in Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich wurde in der Hauptstadt Bamako ein umfangreicher Militärkonvoi registriert, der Ausrüstung in Richtung Kati transportierte. Beobachtet wurden unter anderem gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme, Raketenwerfer und moderne Aufklärungsfahrzeuge. Der Konvoi wurde von Spezialeinheiten begleitet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="870" height="580" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195.jpg" alt="" class="wp-image-24207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195.jpg 870w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/94023899-65610195-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 870px) 100vw, 870px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die sichtbare Verlegung von Material wird als weiterer Schritt im Rahmen der laufenden Aufrüstung interpretiert. Die in Sévaré stationierten Drohnen gelten dabei als Teil eines breiteren Ausstattungsprogramms, das verschiedene Waffengattungen umfasst.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einordnung-im-global-firepower-ranking-2026"><span id="einordnung-im-global-firepower-ranking-2026">Einordnung im Global-Firepower-Ranking 2026</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahresbericht 2026 des Instituts&nbsp;<em>Global Firepower</em>&nbsp;wird Mali eine veränderte militärische Position zugeschrieben. Demnach belegt das Land innerhalb der UEMOA den ersten Platz, innerhalb der ECOWAS den zweiten Rang hinter Nigeria. Auf kontinentaler Ebene wird Mali auf Platz 17 von 54 Staaten geführt, weltweit auf Rang 104 von 145 bewerteten Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Faktoren für diese Einordnung werden unter anderem die technologische Modernisierung, der Ausbau von Aufklärungs- und Wirksystemen sowie die Einführung von Drohnen wie AKINCI und TB2 genannt. Ergänzend wird die Finanzierung der Ausrüstung aus dem nationalen Haushalt als Hinweis auf größere logistische Eigenständigkeit gewertet. Auch die kontinuierliche Einsatzpraxis der Streitkräfte fließt nach Angaben des Instituts in die Bewertung ein.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verstaerkt-das-militaer-mit-akinci-drohnen/">Mali verstärkt das Militär mit AKINCI-Drohnen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sahel-Sicherheitskrise: Warum Westafrika auf regionale Lösungen angewiesen ist</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 14:57:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Guinea-Bissau]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Sicherheitslage in der Sahelzone und ihren angrenzenden Küstenstaaten stellt Westafrika vor wachsende politische und militärische Herausforderungen. Militärische&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist%2F&amp;action_name=Sahel-Sicherheitskrise%3A%20Warum%20Westafrika%20auf%20regionale%20L%C3%B6sungen%20angewiesen%20ist&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/">Sahel-Sicherheitskrise: Warum Westafrika auf regionale Lösungen angewiesen ist</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage in der Sahelzone und ihren angrenzenden Küstenstaaten stellt Westafrika vor wachsende politische und militärische Herausforderungen. Militärische Machtübernahmen in Guinea-Bissau und ein vereitelter Putschversuch in Benin haben zuletzt erneut die Rolle der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/">Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft</a> ECOWAS auf die Probe gestellt. Nach Einschätzung von Expertinnen und Experten der britischen Denkfabrik <em><a href="https://www.chathamhouse.org/2025/12/west-africa-needs-regional-solutions-combat-escalating-sahel-security-crisis">Chatham House</a></em> bleibt jedoch die sich ausweitende Sahel-Sicherheitskrise die weitaus größere Belastungsprobe für die regionale Ordnung und die politische Handlungsfähigkeit der westafrikanischen Staaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-putschversuche-in-westafrika-und-die-rolle-von-ecowas"><span id="putschversuche-in-westafrika-und-die-rolle-von-ecowas">Putschversuche in Westafrika und die Rolle von ECOWAS</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. Dezember 2025 versuchten Einheiten unter Führung eines Kommandeurs von Spezialeinheiten in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/">Benin</a> die Macht zu übernehmen. Der Umsturzversuch wurde rasch vereitelt. Loyalen Regierungskräften gelang es, mit Luftunterstützung und unter Beteiligung von Truppen aus anderen ECOWAS-Mitgliedstaaten die Kontrolle vollständig wiederherzustellen. Der Einsatz diente laut Angaben aus der Region dazu, die staatliche Autorität zu stabilisieren und weitere Eskalationen zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenige Wochen zuvor hatten Soldaten in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea-bissau/">Guinea-Bissau</a> nach den Präsidentschaftswahlen die Macht übernommen. Das Land ist seit Jahrzehnten von politischer Instabilität geprägt. ECOWAS reagierte mit diplomatischen Bemühungen und setzte Guinea-Bissau vorübergehend von den Entscheidungsstrukturen der Organisation aus. Nach Einschätzung von Beobachtern verfügt ECOWAS über erhebliche Erfahrung im Umgang mit begrenzten nationalen Krisen wie in Guinea-Bissau, bei denen politische Vermittlung und Kompromisse im Vordergrund stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall Benin galt hingegen als ungewöhnlich. Das Land hatte seit rund fünf Jahrzehnten keinen Putschversuch erlebt. Die jüngsten Ereignisse verdeutlichen nach Einschätzung von Analysten, dass selbst vergleichsweise stabile Staaten zunehmend unter dem Druck regionaler Sicherheitsentwicklungen stehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-die-sahel-sicherheitskrise-als-strukturelle-bedrohung"><span id="die-sahel-sicherheitskrise-als-strukturelle-bedrohung">Die Sahel-Sicherheitskrise als strukturelle Bedrohung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über diese nationalen Krisen hinaus sehen Expertinnen und Experten die fortschreitende Ausbreitung bewaffneter Gewalt im Sahel als zentrale Herausforderung für Westafrika. Seit mehr als einem Jahrzehnt sind insbesondere <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> von einer komplexen Sicherheitskrise betroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="876" height="438" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G5ajePzXQAAhMaS.jpeg" alt="" class="wp-image-22893 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G5ajePzXQAAhMaS.jpeg 876w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G5ajePzXQAAhMaS-300x150.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G5ajePzXQAAhMaS-768x384.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G5ajePzXQAAhMaS-380x190.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G5ajePzXQAAhMaS-800x400.jpeg 800w" sizes="(max-width: 876px) 100vw, 876px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Jihadistische Angriffe auf Sicherheitskräfte und Zivilbevölkerung überlagern sich dort mit organisierter Kriminalität, Schmuggelnetzwerken sowie lokalen Konflikten um Land und natürliche Ressourcen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung von Fachleuten hat sich diese Krise in den vergangenen Jahren weiter verschärft und geografisch ausgeweitet. Die Gewalt beschränkt sich nicht mehr auf den zentralen Sahel, sondern greift zunehmend auf die nördlichen Regionen von Küstenstaaten wie Benin, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/">Togo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a> über. In Benin und Togo kam es wiederholt zu direkten Angriffen jihadistischer Gruppen. In Nigeria wird die langjährige Bedrohung durch Boko Haram und den sogenannten Islamischen Staat Provinz Westafrika im Nordosten inzwischen durch zunehmende Gewalt und bewaffnete Bandenaktivitäten im Nordwesten ergänzt, insbesondere im Bundesstaat Zamfara.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-und-die-blockade-von-versorgungsrouten"><span id="mali-und-die-blockade-von-versorgungsrouten">Mali und die Blockade von Versorgungsrouten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen neuen Höhepunkt erreichte die Krise Anfang September 2025 in Mali. Kämpfer der Gruppe Jama’at Nusrat ul-Islam wal-Muslimin <a href="https://fokus-afrika.de/russland-nutzt-energiekrise-in-mali/">blockierten zentrale Treibstoffrouten nach Bamako</a>. Durch wiederholte Angriffe auf Lastwagenkonvois, die den Binnenstaat mit Treibstoff versorgen, geriet die malische Wirtschaft erheblich unter Druck. Besonders betroffen waren Regionen im Süden und Westen des Landes, die zuvor vergleichsweise weniger von der Gewalt betroffen gewesen waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter gehen nicht davon aus, dass die militanten Gruppen über die Fähigkeit oder den Willen verfügen, die Hauptstadt Bamako oder den Staat insgesamt zu übernehmen. Dennoch bleibt der destabilisierende Effekt erheblich. Nachdem die Angriffe auf Treibstoffkonvois Ende November kurzzeitig nachgelassen hatten, wurden am 6. Dezember erneut mindestens 15 Lastwagen im Süden Malis in Brand gesetzt. Die anhaltende Unsicherheit belastet Wirtschaft, Versorgungslage und staatliche Handlungsfähigkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-politische-folgen-und-regionale-spannungen"><span id="politische-folgen-und-regionale-spannungen">Politische Folgen und regionale Spannungen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="490" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh-1024x490.jpeg" alt="" class="wp-image-22714 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh-1024x490.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh-300x144.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh-768x368.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh-1536x735.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh-380x182.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh-800x383.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh-1160x555.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7jgjKyWsAECXhh.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Ausweitung der Gewalt hat auch politische Folgen. In Benin rechtfertigten die mutmaßlichen Putschisten ihren Umsturzversuch unter anderem mit der sich verschlechternden Sicherheitslage und dem Tod von Soldaten bei jüngsten Angriffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter sehen darin ein Beispiel dafür, wie sicherheitspolitische Belastungen Unzufriedenheit innerhalb militärischer Strukturen verstärken können, selbst in Staaten, deren politische Konflikte bislang vor allem durch verfassungsrechtliche und wirtschaftliche Auseinandersetzungen geprägt waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage wird zusätzlich dadurch erschwert, dass Mali, Burkina Faso und Niger nach Militärputschen zwischen 2020 und 2023 ein angespanntes Verhältnis zu vielen Küstenstaaten haben. Im Januar 2025 traten diese drei Länder aus der ECOWAS aus und konzentrieren sich seither auf den Ausbau ihrer eigenen regionalen Struktur, der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/">Alliance des États du Sahel</a> (AES). Diese politische Fragmentierung erschwert nach Einschätzung von Expertinnen und Experten eine koordinierte regionale Sicherheitsstrategie.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-externe-akteure-und-begrenzte-entlastung"><span id="externe-akteure-und-begrenzte-entlastung">Externe Akteure und begrenzte Entlastung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund spielen auch externe Akteure eine Rolle. Das russische Africa Corps, das im Juni 2025 in Mali die Wagner-Gruppe ablöste, begleitete Berichten zufolge zuletzt gemeinsam mit den malischen Streitkräften einen Treibstoffkonvoi von Niger nach Bamako. Moskau sagte zudem Unterstützung durch Treibstoff- und Agrarlieferungen zu, um die wirtschaftlichen Folgen der Blockade abzufedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Maßnahmen werden jedoch als kurzfristige Entlastung bewertet. Eine nachhaltige Eindämmung der Sahel-Sicherheitskrise erfordert nach Einschätzung von Fachleuten vor allem eine Verbesserung der bilateralen und regionalen Beziehungen in Westafrika. Angesichts der zunehmenden Bedrohung sehen viele Beobachter die Notwendigkeit, politische Differenzen zurückzustellen und gemeinsame sicherheitspolitische Antworten auf die immer komplexer werdenden Herausforderungen zu entwickeln.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/">Sahel-Sicherheitskrise: Warum Westafrika auf regionale Lösungen angewiesen ist</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
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		<title>BAMEX: Mali vertieft militärische Kooperation mit Russland und Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bamex-mali-vertieft-militaerische-kooperation-mit-russland-und-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 11:14:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali nutzt den Rahmen des Salon international de la Défense (BAMEX), um bestehende Militärpartnerschaften zu vertiefen. Am 11.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbamex-mali-vertieft-militaerische-kooperation-mit-russland-und-deutschland%2F&amp;action_name=BAMEX%3A%20Mali%20vertieft%20milit%C3%A4rische%20Kooperation%20mit%20Russland%20und%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mali nutzt den Rahmen des Salon international de la Défense (BAMEX), um bestehende Militärpartnerschaften zu vertiefen. Am 11. November 2025 empfing der malische Minister der Verteidigung und der ehemaligen Kämpfer, General Sadio Camara, den russischen Vizeverteidigungsminister zu einem Höflichkeitsbesuch. Die russische Delegation nahm am Rüstungsformat in Bamako teil und führte im Anschluss ein bilaterales Gespräch im Verteidigungsministerium.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-des-russischen-vizeverteidigungsministers-in-bamako"><span id="besuch-des-russischen-vizeverteidigungsministers-in-bamako">Besuch des russischen Vizeverteidigungsministers in Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Treffens stand die weitere Stärkung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Mali und Russland. Beide Seiten erörterten den Stand der bilateralen Beziehungen und ihre technische sowie operative Dimension. Nach den politischen Gesprächen präsentierte die russische Delegation ausgewählte Waffensysteme und Ausrüstung. Damit wurde der Austausch um eine fachliche Komponente ergänzt, die auf die Ausrüstung und die Einsatzfähigkeit der malischen Streitkräfte zielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter werten diese Visite als Ausdruck eines stabilen und ausgebauten militärischen Verhältnisses zwischen Bamako und Moskau. Der Besuch fügt sich in eine Reihe von Schritten ein, mit denen Mali seine sicherheitspolitischen Partnerschaften diversifiziert und auf unterschiedliche Akteure stützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-zusammenarbeit-im-gesundheits-und-ausbildungsbereich"><span id="deutsche-zusammenarbeit-im-gesundheits-und-ausbildungsbereich">Deutsche Zusammenarbeit im Gesundheits- und Ausbildungsbereich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Kontakten mit Russland hat das Verteidigungsministerium die Zusammenarbeit mit Deutschland hervorgehoben. Am 6. November 2025 organisierte das Ministerium der Verteidigung und der ehemaligen Kämpfer eine Zeremonie zu Ehren zweier deutscher Militärberater. Die Veranstaltung stand unter dem Vorsitz des Generalsekretärs des Ministeriums, Generalmajor Sidiki Samaké.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Kooperationsoffizier General Mirko Freitag wurde zum Ritter des Nationalordens von Mali ernannt, und zwar als Auszeichnung für ausländische Persönlichkeiten. Der Oberstleutnant Frank Borchers erhielt die „Médaille de l’Étoile d’Argent du Mérite national“ mit der Effigie „Lion Debout“. Beide Auszeichnungen stehen im Zusammenhang mit ihrem Beitrag zur Stärkung der malischen Streitkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Borchers ist an der Umsetzung medizinischer Projekte beteiligt und begleitet mehrere Initiativen der École de maintien de la paix Alioune Blondin Beye. Diese Aktivitäten stehen in Verbindung mit Programmen des Ausbildungsinstituts UNITAR und richten sich an militärische wie zivile Zielgruppen. Damit verknüpft die Zusammenarbeit Ausbildung, medizinische Versorgung und Friedenssicherung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwerpunkte-der-deutsch-malischen-verteidigungskooperation"><span id="schwerpunkte-der-deutsch-malischen-verteidigungskooperation">Schwerpunkte der deutsch-malischen Verteidigungskooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auszeichnungen sind Teil eines breiter angelegten bilateralen Programms, das von der deutschen Regierung initiiert wurde. Ziel ist die Unterstützung der „sécurisation et stabilisation du Mali“. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau medizinischer Kapazitäten der Forces armées maliennes und die Verbesserung der Betreuung von Soldatinnen und Soldaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret wurden zwei größere Projekte umgesetzt. In Kati ist ein psychiatrisches Zentrum eingerichtet worden, das sich speziell mit der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen bei Angehörigen der Streitkräfte befasst. Damit reagiert die Kooperation auf psychische Belastungen, die aus Einsätzen in einem konfliktreichen Umfeld resultieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sévaré wurde ein Krankenhaus der Stufe 2 gebaut, das die medizinische Versorgung der FAMa im Einsatzraum stärken soll. Diese Einrichtung spielt eine Rolle für die Erstversorgung und Stabilisierung von Verwundeten und ergänzt bestehende Strukturen der militärischen Sanitätsdienste.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22298 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/sadio-camara-cooperation-mali-allemangne.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Verteidigungsministeriums dienen die Dekorationen dazu, den Einsatz der beiden deutschen Offiziere zu würdigen und zugleich die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Mali und Deutschland hervorzuheben. In der offiziellen Darstellung wird diese Kooperation in den Kontext von Frieden, Stabilität und dem Ausbau der operativen Fähigkeiten der Sicherheitskräfte gestellt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bamex-als-plattform-fur-internationale-sicherheitspolitische-kontakte"><span id="bamex-als-plattform-fuer-internationale-sicherheitspolitische-kontakte">BAMEX als Plattform für internationale sicherheitspolitische Kontakte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Salon international de la Défense (BAMEX) fungiert als Plattform, auf der das Verteidigungsministerium Malis Kontakte zu internationalen Partnern bündelt. Nach Angaben des Ministeriums nutzte es die Messe, um Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Staaten zu empfangen. Neben den Ländern der Allianz der Sahelstaaten wurden unter anderem Delegationen aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a>, der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a>, dem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">Iran</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/">Mauretanien</a> genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-22300 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bamex25-kicks-off-in-mali-with-exclusive-turkish-defense-industry-showcase-3209817.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnahme dieser Staaten verdeutlicht, dass Mali seine Verteidigungsbeziehungen auf eine breite Basis stellt. Rüstungsmessen wie BAMEX ermöglichen es, technische Fähigkeiten zu präsentieren, Gespräche über Ausrüstung und Ausbildung zu führen und sicherheitspolitische Netzwerke zu vertiefen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die malischen Streitkräfte bieten solche Foren die Möglichkeit, ihre Bedarfe zu artikulieren und Optionen für Kooperationen zu sondieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einordnung-der-parallelen-partnerschaften"><span id="einordnung-der-parallelen-partnerschaften">Einordnung der parallelen Partnerschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Mali gleichzeitig auf unterschiedliche Partner setzt. Mit Russland verbindet das Land vor allem eine operative und ausrüstungsbezogene Sicherheitskooperation. Die deutsche Zusammenarbeit konzentriert sich stärker auf medizinische Infrastruktur, Ausbildung und institutionelle Kapazitätsbildung im Verteidigungssektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Kontakte mit Moskau insbesondere die militärische Handlungsfähigkeit im engeren Sinne betreffen, zielen die Projekte mit Berlin auf die langfristige Stärkung der Gesundheitsversorgung und der professionellen Ausbildung der FAMa. Beide Linien sind in die breitere Strategie des Verteidigungsministeriums eingebettet, die auf eine Verbesserung der Einsatzbereitschaft und der Betreuung des Personals abzielt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="475" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-1024x475.webp" alt="" class="wp-image-22301 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-1024x475.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-300x139.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-768x357.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-380x176.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-800x371.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1-1160x539.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/691afd481b727-1.webp 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt stellt die Kombination aus technischen Gesprächen, Auszeichnungen und Projektbesuchen im Umfeld von BAMEX eine Momentaufnahme der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Ausrichtung Malis dar. Das Verteidigungsministerium nutzt die Messe als Sichtfenster für seine internationalen Beziehungen und als Rahmen, um sowohl bestehende Kooperationen zu konsolidieren als auch neue Kontakte zu vertiefen.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Niger liefert 82 Tanklastzüge Treibstoff nach Mali unter AES-Militärschutz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/niger-liefert-82-tanklastzuege-treibstoff-nach-mali-unter-aes-militaerschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 12:06:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
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		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Konvoi aus 82 Tanklastzügen mit Treibstoffen ist am Morgen des 22. November 2025 nach einer rund 1.400&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fniger-liefert-82-tanklastzuege-treibstoff-nach-mali-unter-aes-militaerschutz%2F&amp;action_name=Niger%20liefert%2082%20Tanklastz%C3%BCge%20Treibstoff%20nach%20Mali%20unter%20AES-Milit%C3%A4rschutz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/niger-liefert-82-tanklastzuege-treibstoff-nach-mali-unter-aes-militaerschutz/">Niger liefert 82 Tanklastzüge Treibstoff nach Mali unter AES-Militärschutz</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Konvoi aus 82 Tanklastzügen mit Treibstoffen ist am Morgen des 22. November 2025 nach einer rund 1.400 Kilometer langen Fahrt von Niamey in Bamako eingetroffen. Die Fahrzeuge wurden während des gesamten Transits durch die Streitkräfte der Allianz der Sahelstaaten (AES) eskortiert. Laut den malischen Behörden handelt es sich um eine Treibstoffspende des nigrischen Präsidenten Abdourahamane Tiani zur Unterstützung Malis in einer Phase akuter Energieengpässe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hintergrund-blockaden-strategischer-versorgungsrouten"><span id="hintergrund-blockaden-strategischer-versorgungsrouten">Hintergrund: Blockaden strategischer Versorgungsrouten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit September blockiert das <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/">islamistische Netzwerk GSIM, das Al-Qaida</a> nahesteht, mehrere zentrale Verkehrsachsen, darunter Routen, über die Mali für gewöhnlich Kraftstoffe aus dem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/">Côte d’Ivoire</a> bezieht. Für den Binnenstaat Mali sind diese Korridore essenziell für die Versorgung. Die Blockaden führten zu einer flächendeckenden Knappheit, die mittlerweile auch Bamako erfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswirkungen betreffen weite Teile des Landes: <a href="https://fokus-afrika.de/russland-nutzt-energiekrise-in-mali/">leere Tankstellen, ausgedehnte Warteschlangen, steigende Preise</a>, Unterbrechungen der Stromversorgung sowie Verzögerungen im Transport von Lebensmitteln und Gütern. Zahlreiche wirtschaftliche und administrative Aktivitäten wurden eingeschränkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offizielle-reaktionen-in-bamako"><span id="offizielle-reaktionen-in-bamako">Offizielle Reaktionen in Bamako</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/camions_citernes_escorte_BIS-1.jpg" alt="" class="wp-image-22254 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/camions_citernes_escorte_BIS-1.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/camions_citernes_escorte_BIS-1-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/camions_citernes_escorte_BIS-1-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/camions_citernes_escorte_BIS-1-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/camions_citernes_escorte_BIS-1-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/camions_citernes_escorte_BIS-1-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei der offiziellen Übergabe der Tankwagen äußerte sich der malische Minister für Industrie und Handel, Moussa Alassane Diallo. Er erklärte, dieser Beitrag werde „sicherlich zur Verbesserung der Versorgung unserer Länder mit Erdölprodukten beitragen“. Diallo bedankte sich im Namen der Übergangsregierung und des Präsidenten der Transition beim Niger für die Unterstützung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister begrüßte jeden Fahrer und dessen Begleitpersonal persönlich. Die chauffeurs hatten über mehrere Tage hinweg die Strecke durch sahelische Gebiete zurückgelegt, in denen bewaffnete Gruppen aktiv sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bedeutung-fur-die-beziehungen-zwischen-mali-und-niger"><span id="bedeutung-fuer-die-beziehungen-zwischen-mali-und-niger">Bedeutung für die Beziehungen zwischen Mali und Niger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter des Niger in Mali, Abdou Adamou, ordnete den Treibstoffkonvoi in eine lange Geschichte bilateraler Kooperation ein. Er verwies auf die Unterstützung, die Mali dem Niger zugesichert habe, als eine militärische Intervention der ECOWAS gegen die nigrischen Behörden diskutiert wurde. „Der Niger ist ein dankbares Land“, sagte Adamou. Die aktuellen Entwicklungen zeigten, dass gemeinsame Herausforderungen zu einer neuen Intensität der Zusammenarbeit geführt hätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-koordination-innerhalb-der-aes"><span id="militaerische-koordination-innerhalb-der-aes">Militärische Koordination innerhalb der AES</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die umfangreiche Absicherung des Konvois verdeutlichte die operative Koordination zwischen Mali und Niger. Fahrzeuge, gepanzerte Einheiten und Motorräder der gemeinsamen Kräfte begleiteten die 82 Tanklastzüge während der gesamten Route. Nach Angaben der malischen Behörden ist dies ein Ausdruck der sicherheitspolitischen Abstimmung innerhalb der AES, deren Mitglieder die Integration ihrer Kapazitäten weiter ausbauen wollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-signalwirkung-fur-die-region"><span id="politische-signalwirkung-fuer-die-region">Politische Signalwirkung für die Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Transport hat auch eine symbolische Dimension. Niger stärkt mit der Spende seine politische Linie innerhalb der AES und bekräftigt eine Strategie, die auf „Solidarität, Souveränität und kollektive Resilienz“ beruht. Diese Position wird nach Angaben der nigrischen und malischen Behörden zunehmend zu einem zentralen Motiv der Kooperation innerhalb der Allianz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bamako wurde die Ankunft des Konvois breit wahrgenommen. In Märkten, Busstationen und Stadtvierteln war die Erleichterung deutlich spürbar, da der Treibstoffmangel mehrere Wochen lang den Alltag geprägt hatte. Der Beitrag des Niger lindert nach Angaben lokaler Beobachter zwar nicht die gesamte strukturelle Versorgungskrise, stellt jedoch eine kurzfristige Entlastung dar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fortschritte-bei-der-nationalen-verteilungspolitik-in-mali"><span id="fortschritte-bei-der-nationalen-verteilungspolitik-in-mali">Fortschritte bei der nationalen Verteilungspolitik in Mali</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="402" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_5405-copie-600x402-1.jpg" alt="" class="wp-image-22255 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_5405-copie-600x402-1.jpg 600w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_5405-copie-600x402-1-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_5405-copie-600x402-1-380x255.jpg 380w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bereits zwei Tage vor Eintreffen des Konvois hatte die malische Regierung in Bamako über Fortschritte bei der nationalen Verteilungspolitik berichtet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der sechsten Sitzung des Konsultationsrahmens Staat–Privatsektor kündigte Ibrahim Touré, Generalsekretär des malischen Verbandes der Mineralölberufe (GMPP), an: „Wenn die festgelegten Bedingungen erfüllt werden – und sie werden es –, dann versichere ich Ihnen, dass es innerhalb einer Woche keine Warteschlangen mehr an den Tankstellen geben wird.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Minister Moussa Alassane Diallo erklärte ergänzend: „Der Präsident der Transition, General Assimi Goïta, hat die Regierung angewiesen, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um diese Warteschlangen endgültig zu beenden.“ Der Minister kündigte an, dass mit dem geplanten Abkommen die Abfertigungszeit der Tanklastwagen beim Zoll künftig auf maximal 24 Stunden begrenzt werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-massnahmen-zur-verbesserung-des-warenflusses"><span id="massnahmen-zur-verbesserung-des-warenflusses">Maßnahmen zur Verbesserung des Warenflusses</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Protokoll soll zwischen Regierung, GMPP und dem Verband professioneller Kraftstoffhändler (GPP) unterzeichnet werden und die administrativen Abläufe im Erdölsektor beschleunigen. Beide Seiten stellten fest, dass in den vergangenen Wochen keine Angriffe auf Treibstoffkonvois registriert wurden. Die importierten Mengen überstiegen zudem nach offiziellen Angaben das Niveau vor Beginn der Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung der Behörden sind die fortbestehenden Warteschlangen vor allem auf Bevorratung durch Verbraucher zurückzuführen. Regierung und Privatsektor möchten mit dem Abkommen zur Normalisierung der Versorgung beitragen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Sonderbeauftragter Simão in Bamako: Solidaritätsbesuch und Appell für koordinierte Sahel-Strategie</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sonderbeauftragter-simao-in-bamako-solidaritaetsbesuch-und-appell-fuer-koordinierte-sahel-strategie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 22:21:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNDP]]></category>
		<category><![CDATA[UNOWAS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Westafrika und den Sahel (UNOWAS), Leonardo Santos Simão, hat einen zweitägigen Solidaritätsbesuch in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sonderbeauftragter-simao-in-bamako-solidaritaetsbesuch-und-appell-fuer-koordinierte-sahel-strategie%2F&amp;action_name=UN-Sonderbeauftragter%20Sim%C3%A3o%20in%20Bamako%3A%20Solidarit%C3%A4tsbesuch%20und%20Appell%20f%C3%BCr%20koordinierte%20Sahel-Strategie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sonderbeauftragter-simao-in-bamako-solidaritaetsbesuch-und-appell-fuer-koordinierte-sahel-strategie/">UN-Sonderbeauftragter Simão in Bamako: Solidaritätsbesuch und Appell für koordinierte Sahel-Strategie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Westafrika und den Sahel (UNOWAS), Leonardo Santos Simão, hat einen zweitägigen Solidaritätsbesuch in Bamako abgeschlossen. Die Reise fand vor dem Hintergrund einer anhaltenden Verschlechterung der Sicherheitslage im Sahel und eines deutlichen Anstiegs humanitärer Bedarfe statt. Ziel des Besuchs war es, sich ein aktuelles Bild der Lage in Mali zu verschaffen und die Grundlage für eine koordinierte Antwort auf die vielfältigen Krisendimensionen zu stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-in-bamako-vor-dem-hintergrund-einer-verscharften-sahel-krise"><span id="besuch-in-bamako-vor-dem-hintergrund-einer-verschaerften-sahel-krise">Besuch in Bamako vor dem Hintergrund einer verschärften Sahel-Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Gesprächen mit den Übergangsbehörden bekräftigte Simão die fortdauernde Unterstützung der Vereinten Nationen für Mali und die Länder der Region. Er übermittelte die Solidarität der Organisation mit den Bevölkerungsgruppen, die unmittelbar von Gewalt, Vertreibung und Unsicherheit betroffen sind. Wie&nbsp;<em>UNOWAS</em>&nbsp;mitteilt, verbindet die Mission diesen Ansatz mit dem Anspruch, politische, sicherheitspolitische, humanitäre und entwicklungsbezogene Maßnahmen enger zu verzahnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-simao-unterstutzung-fur-frieden-sicherheit-und-stabilitat"><span id="simao-unterstuetzung-fuer-frieden-sicherheit-und-stabilitaet">Simão: Unterstützung für Frieden, Sicherheit und Stabilität</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="892" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-1024x892.jpeg" alt="" class="wp-image-22181 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-1024x892.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-300x261.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-768x669.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-1536x1337.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-380x331.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-800x697.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL-1160x1010.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Odx3_WYAAymyL.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Gespräche in Bamako stand die Frage, wie Mali und seine Nachbarstaaten angesichts grenzüberschreitender Bedrohungen besser zusammenarbeiten können. Simão betonte, die Vereinten Nationen seien entschlossen, Mali und die Region in ihren Bemühungen zur Stärkung von Frieden, Sicherheit und Stabilität zu begleiten. Er unterstrich die Notwendigkeit, Gewalt betroffenen Gemeinden Perspektiven zu eröffnen und die Resilienz gegenüber Krisen zu erhöhen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sonderbeauftragte wies darauf hin, dass die Bekämpfung von Terrorismus, organisierter Kriminalität und anderen transnationalen Risiken einen gemeinsamen Handlungsrahmen erfordert. Eine isolierte oder fragmentierte Vorgehensweise einzelner Staaten könne strukturelle Ursachen von Instabilität nicht nachhaltig adressieren. Daher rief er zu einem intensiveren Dialog zwischen den Sahel-Staaten und ihren internationalen Partnern auf, um gemeinsame Anstrengungen zur Stabilisierung zu bündeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ursachenbekampfung-und-langfristige-entwicklungsansatze"><span id="ursachenbekaempfung-und-langfristige-entwicklungsansaetze">Ursachenbekämpfung und langfristige Entwicklungsansätze</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Simão erinnerte daran, dass die Stabilität in der Sahelzone nicht allein über sicherheitspolitische Maßnahmen erreicht werden kann. Er mahnte, die tieferliegenden Ursachen von Instabilität – darunter Armut, fehlende wirtschaftliche Perspektiven, schwache staatliche Dienstleistungen und die Folgen des Klimawandels – gezielt anzugehen. Die internationale Gemeinschaft wurde aufgefordert, ihre Unterstützung für besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen auszuweiten und nachhaltige Entwicklungsstrategien zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNOWAS bekräftigte zugleich sein „unerschütterliches Engagement“ für Mali und die Sahelstaaten. In enger Abstimmung mit Partnern will die Mission politische Prozesse begleiten, regionale Kooperation unterstützen und dazu beitragen, Rahmenbedingungen für langfristige Stabilität und Entwicklung zu schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-position-der-ubergangsregierung-in-mali"><span id="position-der-uebergangsregierung-in-mali">Position der Übergangsregierung in Mali</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22182 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6OduNoXkAAJ-G5.jpeg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der malische Premierminister empfing den Sonderbeauftragten in Bamako zu einem Austausch über die Zusammenarbeit zwischen Mali und den Vereinten Nationen. Nach Angaben der Regierung stand die Übermittlung einer Solidaritätsbotschaft des UN-Generalsekretärs an die Übergangsbehörden und die Einholung politischer Orientierung für die weitere Unterstützung des Landes im Mittelpunkt des Gesprächs.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Premierminister zeigte sich nachdrücklich berührt von der Solidaritätsbekundung und würdigte den Besuch als wichtiges Signal in einer sensiblen Phase. Er lobte das Engagement der UN-Landesorganisationen und hob insbesondere die Arbeit des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) hervor, das aus seiner Sicht „gute Ergebnisse“ erziele. Zugleich forderte er, Berichte der Organisation sollten die Lage im Land möglichst realitätsnah widerspiegeln, um Vertrauen zu sichern und auf belastbaren Analysen aufzubauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-darstellung-der-sicherheitslage-und-der-versorgung-mit-treibstoffen"><span id="darstellung-der-sicherheitslage-und-der-versorgung-mit-treibstoffen">Darstellung der Sicherheitslage und der Versorgung mit Treibstoffen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs betraf die Sicherheitslage und deren Auswirkungen auf die Versorgung mit Energieträgern. Der Premierminister betonte, die Situation im Bereich der <a href="https://fokus-afrika.de/russland-nutzt-energiekrise-in-mali/">Treibstoffversorgung</a> werde „mit Professionalität“ von den Streitkräften und Sicherheitsorganen des Landes gesteuert. In seinen Ausführungen erklärte er, beobachtete Störungen beim Transport von Treibstoffen seien eine Folge der Niederlagen, die bewaffnete Gruppen auf dem Operationsfeld erlitten hätten. Die aktuelle Lage sei Ausdruck eines Anpassungsprozesses, mit dem Mali auf eine umfassende Lösung der Krise hinarbeite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verknüpfte der Regierungschef die Botschaft, dass sicherheitspolitische Operationen unmittelbar mit Fragen der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit und Versorgungssicherheit verbunden sind. Er signalisierte, dass die Regierung Maßnahmen ergreife, um Versorgungsengpässe zu überwinden und zentrale Infrastruktur zu stabilisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-terrorismusbekampfung-als-aufgabe-westafrikas"><span id="terrorismusbekaempfung-als-aufgabe-westafrikas">Terrorismusbekämpfung als Aufgabe Westafrikas</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seinen Ausführungen gegenüber dem UN-Sonderbeauftragten unterstrich der Premierminister die regionale Dimension der Sicherheitskrise. Er hob hervor, dass der Kampf gegen den Terrorismus nicht allein in einem nationalen Rahmen gedacht werden könne. Für eine wirksame Bekämpfung des Phänomens seien „Offenheit und Engagement auf regionaler Ebene“ erforderlich. Der Regierungschef verdeutlichte, dass die militärischen und sicherheitspolitischen Anstrengungen Malis stets auch Auswirkungen über die Landesgrenzen hinaus hätten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22183 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6RWiv-WgAAlH9B.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zur Illustration erklärte er: „All diese Arbeit im Kampf gegen den Terrorismus leisten wir für uns, aber auch für ganz <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/">Westafrika</a>.“ Damit knüpfte er an eine Sichtweise an, die Stabilisierung in Mali als Voraussetzung für die Sicherheit in der gesamten Region begreift. Die Botschaft richtet sich sowohl an Nachbarstaaten als auch an internationale Partner, die mit Blick auf regionale Sicherheitsarchitekturen eng abgestimmt handeln sollen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kollektive-und-koordinierte-reaktion-im-sahel"><span id="kollektive-und-koordinierte-reaktion-im-sahel">Kollektive und koordinierte Reaktion im Sahel</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch Simãos in Bamako war zugleich ein Appell an Sahelstaaten, regionale Organisationen und internationale Partner, eine kollektive und koordinierte Antwort auf die Sicherheits- und Gouvernancemissstände im Sahel zu entwickeln. Der Sonderbeauftragte machte deutlich, dass der Erfolg gemeinsamer Bemühungen davon abhängt, politische Prozesse, Sicherheitskooperation, humanitäre Hilfe und langfristige Entwicklungsinitiativen miteinander zu verzahnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNOWAS erklärte, nur in Verbindung mit klarer politischer Entschlossenheit, abgestimmtem Handeln und kontinuierlicher Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft lasse sich ein Fundament für dauerhaften Frieden, verbesserte Sicherheit und tragfähige sozioökonomische Perspektiven in Mali und im weiteren Sahelraum errichten.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sonderbeauftragter-simao-in-bamako-solidaritaetsbesuch-und-appell-fuer-koordinierte-sahel-strategie/">UN-Sonderbeauftragter Simão in Bamako: Solidaritätsbesuch und Appell für koordinierte Sahel-Strategie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sahel als globaler Schwerpunkt des Terrorismus: UN-Sicherheitsrat fordert koordinierte Antworten für Westafrika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 14:11:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich in einer Sondersitzung intensiv mit der eskalierenden Sicherheitslage in Westafrika und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsahel-als-globaler-schwerpunkt-des-terrorismus-un-sicherheitsrat-fordert-koordinierte-antworten-fuer-westafrika%2F&amp;action_name=Sahel%20als%20globaler%20Schwerpunkt%20des%20Terrorismus%3A%20UN-Sicherheitsrat%20fordert%20koordinierte%20Antworten%20f%C3%BCr%20Westafrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich in einer Sondersitzung intensiv mit der eskalierenden Sicherheitslage in Westafrika und der Sahelzone befasst. Generalsekretär António Guterres sprach von einer Situation, die „von Tag zu Tag kritischer“ werde. Nach Angaben der Vereinten Nationen entfallen inzwischen mehr als die Hälfte der weltweit durch Terrorismus verursachten Todesfälle auf den Sahel. Fünf der zehn am stärksten betroffenen Länder liegen in dieser Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-entwickelt-sich-zum-zentrum-des-globalen-terrorismus"><span id="sahel-entwickelt-sich-zum-zentrum-des-globalen-terrorismus">Sahel entwickelt sich zum Zentrum des globalen Terrorismus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Gruppen wie Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM), der „Islamische Staat in der Großen Sahara“ (ISGS), der „Islamische Staat in Westafrika“ (ISWAP) und Boko Haram nutzen politische Instabilität, schwache staatliche Strukturen und sozioökonomische Verwundbarkeiten. Sie treiben die Vertreibung von rund vier Millionen Menschen in Burkina Faso, Mali, Niger und Nachbarstaaten voran. Über 14.800 Schulen und mehr als 900 Gesundheitseinrichtungen sind geschlossen, Millionen Menschen bleibt der Zugang zu grundlegenden Diensten verwehrt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Ejm5YWoAAGgKW-1024x575.jpeg" alt="" class="wp-image-22106 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Ejm5YWoAAGgKW-1024x575.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Ejm5YWoAAGgKW-300x168.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Ejm5YWoAAGgKW-768x431.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Ejm5YWoAAGgKW-380x213.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Ejm5YWoAAGgKW-800x449.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6Ejm5YWoAAGgKW.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des Generalsekretärs entfällt zwar nur ein Teil der globalen Anschläge auf den Sahel, doch der Anteil an den Todesopfern liegt bei über der Hälfte. Die Region habe sich damit zu einem zentralen Brennpunkt für Gewalt, Vertreibung und Staatsfragilität entwickelt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-terrorismus-in-mali"><span id="terrorismus-in-mali">Terrorismus in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit widmete der Sicherheitsrat den jüngsten Entwicklungen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>. JNIM unterbricht seit September die <a href="https://fokus-afrika.de/russland-nutzt-energiekrise-in-mali/">Treibstoffversorgung</a> über zentrale Korridore nach Bamako. Angriffe auf militärisch eskortierte Konvois beeinträchtigen sowohl zivile Versorgung als auch humanitäre Operationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Treibstoffmangel führt zu Engpässen in Märkten und bei Basisdiensten. Nach UN-Angaben mussten lebenswichtige Programme zeitweise Leistungen reduzieren. Zwar konnten zuletzt wieder Hunderte Lastwagen die Hauptstadt erreichen, doch die Lage bleibt angespannt und wirkt sich auch auf <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> und in geringerem Umfang auf <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> aus.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">En images, le discours de la Confédération des États du Sahel (AES) délivré par Son Excellence Monsieur Issa KONFOUROU, Ambassadeur, Représentant Permanent du Mali à New York, à l’occasion de la réunion publique d’information du Conseil de sécurité des Nations Unies sur la «… <a href="https://t.co/3bP0S2o2Qu">pic.twitter.com/3bP0S2o2Qu</a></p>&mdash; Ministère des Affaires étrangères du Mali (@MaliMaeci) <a href="https://twitter.com/MaliMaeci/status/1990863842314727775?ref_src=twsrc%5Etfw">November 18, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres warnte vor einem „katastrophalen Dominoeffekt“ für die Region. Bereits heute dehnen etablierte Gruppen ihr Operationsgebiet in Richtung Küstenstaaten aus. Terroristische Netzwerke verknüpfen Aktivitäten im Sahel mit Strukturen im Tschadseebecken und darüber hinaus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-bruche-ecowas-allianz-der-sahelstaaten-und-regionale-architektur"><span id="politische-brueche-ecowas-allianz-der-sahelstaaten-und-regionale-architektur">Politische Brüche: ECOWAS, Allianz der Sahelstaaten und regionale Architektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Lage wird durch politische Spannungen zusätzlich erschwert. Burkina Faso, Mali und Niger haben ihre Teilnahme an der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/">Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft</a> ECOWAS ausgesetzt. Der Austritt der drei Sahelstaaten schwächt nach UN-Einschätzung die regionale Koordination und erschwert gemeinsame Antworten auf den Vormarsch gewaltbereiter Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär rief zu einem „einheitlichen, kohärenten und konsensbasierten“ regionalen Ansatz auf. ECOWAS, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/">Allianz der Sahelstaaten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/">Mauritanien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Tschad</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> müssten Kommunikations- und Vertrauenslücken überwinden, um Sicherheitsstrukturen neu zu ordnen. Guterres verwies auf die fehlende verlässliche Finanzierung der G5-Sahel-Initiative seit 2017 und bezeichnete dies rückblickend als strategischen Fehler mit „klaren und dramatischen Konsequenzen“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125634-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22108 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125634-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125634-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125634-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125634-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125634-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125634-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125634.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Omar Alieu Touray, Präsident der ECOWAS-Kommission, sprach von einer „existentiellen Bedrohung“ für die gesamte Region. Zwischen Januar und November 2025 registrierte ECOWAS 450 Angriffe mit mehr als 1.900 Todesopfern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Extremistische Gruppen setzten zunehmend auf „<a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/">ökonomische Kriegsführung</a>“, blockierten Treibstofflieferungen und beeinträchtigten Handelsströme. Die Organisation treibt den Aufbau einer Standby-Truppe voran, deren Personalstärke schrittweise von 1.650 auf 5.000 Kräfte steigen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leones</a> Präsident Julius Maada Bio, derzeit Vorsitzender der ECOWAS-Staats- und Regierungschefs, unterstrich, dass die Völker von Burkina Faso, Mali und Niger „Nachbarn und Verwandte“ seien. ECOWAS halte ihre Türen für eine spätere vollständige Reintegration offen und setze auf Dialog, um das Vertrauensdefizit mit der Allianz der Sahelstaaten abzubauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-notlage-und-unterfinanzierte-hilfsaufrufe"><span id="humanitaere-notlage-und-unterfinanzierte-hilfsaufrufe">Humanitäre Notlage und unterfinanzierte Hilfsaufrufe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur sicherheitspolitischen Krise verschärft sich die humanitäre Lage. Für die sechs Appelle der Vereinten Nationen für den Sahel und das Tschadseebecken im Jahr 2025 werden 4,9 Milliarden US-Dollar benötigt. Nach Angaben des Generalsekretärs ist bislang weniger als ein Viertel dieser Summe zugesagt. Besonders Mali sticht hervor: Der dortige humanitäre Hilfsplan ist erst zu rund 16 Prozent finanziert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125683-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22109 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125683-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125683-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125683-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125683-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125683-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125683-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125683.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Guterres appellierte an die Mitgliedstaaten, die Finanzierungslücke zu schließen. Vorhersehbare, flexible Mittel seien entscheidend, um lebenswichtige Programme aufrechtzuerhalten und die Widerstandsfähigkeit betroffener Gemeinschaften zu stärken.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-terrorismus-bedient-sich-neuer-technologien-subsidiargremien-des-sicherheitsrats-warnen"><span id="terrorismus-bedient-sich-neuer-technologien-subsidiaergremien-des-sicherheitsrats-warnen">Terrorismus bedient sich neuer Technologien: Subsidiärgremien des Sicherheitsrats warnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer weiteren Sitzung informierten die Vorsitzenden dreier Unterausschüsse des Sicherheitsrats über die sich wandelnde Bedrohung durch Terrororganisationen. Die Vorsitzende des Sanktionsausschusses zu Da’esh und Al-Qaida, Sandra Jensen Landi, sprach von einem „dynamischen und geografisch vielfältigen“ Bedrohungsbild, das sich zunehmend nach Afrika verlagert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Terrorgruppen nutzten soziale Medien, verschlüsselte Kommunikationskanäle und Kryptowährungen für Propaganda, Rekrutierung und Finanzierung. Der Ausschuss verzeichnet derzeit 252 gelistete Einzelpersonen und 89 Organisationen. Mit einer Resolution anerkannte der Sicherheitsrat sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt als Terrorismus-Taktik und Listungsgrund.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Mali?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Mali</a> 🇲🇱: A leader of &quot;Al-Qaeda in <a href="https://twitter.com/hashtag/Sahel?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sahel</a>&quot; (<a href="https://twitter.com/hashtag/JNIM?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#JNIM</a>) released a video to threaten Dozo militias in <a href="https://twitter.com/hashtag/Luluni?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Luluni</a>.<br><br>The high-ranked militant is carrying a 7.62x39mm <a href="https://twitter.com/hashtag/Russia?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Russia</a>-made 🇷🇺 AK-103(-2) assault rifle as a status weapon —captured from <a href="https://twitter.com/hashtag/FAMa?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FAMa</a> or smuggled from <a href="https://twitter.com/hashtag/Libya?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Libya</a> 🇱🇾. <a href="https://t.co/Vr46u1z5UK">pic.twitter.com/Vr46u1z5UK</a></p>&mdash; War Noir (@war_noir) <a href="https://twitter.com/war_noir/status/1990879575115485656?ref_src=twsrc%5Etfw">November 18, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Vertreter, Vorsitzender des Ausschusses für die Umsetzung der Resolution 1373, hob hervor, dass Terrorgruppen das Internet, künstliche Intelligenz und Spielplattformen für operative Zwecke nutzten. Zudem verwies er auf wachsende Verbindungen zu organisierter Kriminalität und den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge. Die sogenannten „Algeria Guiding Principles“ sollen Staaten dabei unterstützen, den Missbrauch von Kryptowährungen und neuen Finanztechnologien zu begrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende des Ausschusses zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen (Resolution 1540), Eloy Alfaro de Alba, berichtete über Bemühungen, nationale Exportkontrollregime zu stärken und Assistenzmechanismen zu aktualisieren, um die Weitergabe sensibler Materialien an nichtstaatliche Akteure zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-uber-sanktionen-finanzierung-und-menschenrechte"><span id="debatte-ueber-sanktionen-finanzierung-und-menschenrechte">Debatte über Sanktionen, Finanzierung und Menschenrechte</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125599-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22110 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125599-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125599-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125599-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125599-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125599-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125599-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125599.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten betonten die Notwendigkeit, afrikanisch geführte Initiativen verlässlich zu finanzieren und zugleich rechtstaatliche Standards zu wahren. Delegierte warnten vor der Politisierung von Sanktionslisten und plädierten für transparente, evidenzbasierte Verfahren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreterinnen und Vertreter aus Europa, Afrika, Asien und Amerika hoben hervor, dass militärische Maßnahmen allein nicht ausreichen. Neben Sicherheitskooperation seien Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung, Beschäftigung insbesondere für junge Menschen, lokale Governance und die Stärkung von Rechtsstaatlichkeit entscheidend, um Rekrutierungsgrundlagen gewaltbereiter Gruppen zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuellen Diskussionen im Sicherheitsrat stützen auf die Kombination aus regionalen Sicherheitsarrangements, internationaler Finanzierung und langfristigen Entwicklungsstrategien, um die Sahelzone und Westafrika gegenüber gewaltbereitem Extremismus widerstandsfähiger zu machen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AES will gemeinsame Streitkräfte für den Kampf gegen den Terrorismus im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aes-will-gemeinsame-streitkraefte-fuer-den-kampf-gegen-den-terrorismus-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 18:41:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
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		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Niamey hat am 7. November 2025 eine hochrangige Sitzung der Verteidigungsminister der Allianz der Sahelstaaten (AES) stattgefunden, unter dem Vorsitz des nigrischen Staatschefs General&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faes-will-gemeinsame-streitkraefte-fuer-den-kampf-gegen-den-terrorismus-im-sahel%2F&amp;action_name=AES%20will%20gemeinsame%20Streitkr%C3%A4fte%20f%C3%BCr%20den%20Kampf%20gegen%20den%20Terrorismus%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In <strong>Niamey</strong> hat am <strong>7. November 2025</strong> eine hochrangige Sitzung der Verteidigungsminister der <strong>Allianz der Sahelstaaten (AES)</strong> stattgefunden, unter dem Vorsitz des nigrischen Staatschefs <strong>General Abdourahamane Tiani</strong>. Anwesend waren die Verteidigungsminister <strong>General Sadio Camara</strong> (Mali), <strong>General Célestin Simporé</strong> (Burkina Faso) und <strong>General</strong> <strong>Salifou Mody</strong> (Niger). Ziel des Treffens war die beschleunigte <strong>Operationialisierung der gemeinsamen AES-Streitkräfte</strong>, die künftig als „Force Unifiée“ zur Verteidigung des Sahelraums fungieren soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-niamey-verteidigungsminister-der-aes-staaten-beschliessen-nachste-schritte"><span id="niamey-verteidigungsminister-der-aes-staaten-beschliessen-naechste-schritte">Niamey: Verteidigungsminister der AES-Staaten beschließen nächste Schritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen folgten dem Treffen der Generalstabschefs vom 19. Oktober, bei dem die technischen Grundlagen für Kommandostruktur, Nachrichtendienstkoordinierung, Logistik und Einsatzregeln erarbeitet wurden. In Niamey beschlossen die Minister nun die Einrichtung eines&nbsp;<strong>gemeinsamen Planungs- und Lagezentrums</strong>, das künftig die militärische Abstimmung und operative Planung in Echtzeit ermöglichen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Erklärung betont, dass die AES mehr sei als eine militärische Koalition. Sie stehe für die&nbsp;<strong>Rückgewinnung politischer und sicherheitspolitischer Souveränität</strong>&nbsp;und den Willen der Sahelstaaten, ihre Verteidigung selbst in die Hand zu nehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-selbstbestimmung-der-aes-und-regionale-stabilitat"><span id="selbstbestimmung-der-aes-und-regionale-stabilitaet">Selbstbestimmung der AES und regionale Stabilität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Führung von&nbsp;<strong>General Assimi Goïta</strong>&nbsp;(Mali),&nbsp;<strong>Capitaine Ibrahim Traoré</strong>&nbsp;(Burkina Faso) und&nbsp;<strong>General Abdourahamane Tiani</strong>&nbsp;(Niger) verfolgen die drei Länder eine sicherheitspolitische Linie, die auf&nbsp;<strong>Autonomie, gegenseitige Solidarität und kollektive Verteidigung</strong>&nbsp;setzt. Die Allianz soll es den Mitgliedern ermöglichen,&nbsp;<strong>Terrorgruppen im Sahel ohne ausländische Unterstützung</strong>&nbsp;zu bekämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der angespannten Sicherheitslage bleibt die Herausforderung groß:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Im <strong>Mali</strong> erschweren Treibstoffmangel und Angriffe auf Nachschubkonvois die Versorgung entlegener Regionen.</li>



<li>In <strong>Burkina Faso</strong> verüben Gruppen des <strong>JNIM</strong> und des sogenannten Islamischen Staates wiederholt Anschläge auf Ortschaften.</li>



<li>In <strong>Niger</strong> versuchen verbliebene Netzwerke, Grenzgebiete zu destabilisieren.</li>
</ul>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES-1024x575.jpg" alt="" class="wp-image-21749 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES-1024x575.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES-1536x863.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES-1160x652.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/general-tiani-abdourahamane-president-sadio-camara-ministres-defense-armee-mali-general-salifou-mody-niger-Ibroh-Amadou-Bacharou-celestin-Simpore-bukina-faso-operationnalisation-force-unifiee-AES.jpg 1632w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Lage bekräftigten die Verteidigungsminister ihren Willen, die <strong>Force Unifiée</strong> rasch einsatzbereit zu machen. „Diese Kraft wird kein Symbol, sondern eine reale Verteidigungslinie zum Schutz unserer Bevölkerung sein“, erklärte <strong>General Salifou Mody</strong> aus Niger.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-uber-militarische-kooperation-hinaus"><span id="ueber-militaerische-kooperation-hinaus">Über militärische Kooperation hinaus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AES versteht sich zunehmend als&nbsp;<strong>panafrikanisches Projekt</strong>&nbsp;mit breiterer Agenda. Neben Sicherheitsfragen soll auch die&nbsp;<strong>wirtschaftliche, energetische und bildungspolitische Zusammenarbeit</strong>&nbsp;vertieft werden. Vorgesehen sind Programme zur militärischen Ausbildung, zur Energieintegration und zur Entwicklung eines gemeinsamen diplomatischen Profils auf internationaler Ebene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter sprechen bereits von einer&nbsp;<strong>„neuen strategischen Achse des Sahel“</strong>, die das Ziel verfolgt, externe Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig die regionale Handlungsfähigkeit zu stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-halten-diplomatischen-kontakt-zu-bamako"><span id="usa-halten-diplomatischen-kontakt-zu-bamako">USA halten diplomatischen Kontakt zu Bamako</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu dieser Entwicklung zeigt&nbsp;<strong>Washington</strong>&nbsp;verstärkte Bemühungen, den Dialog mit dem&nbsp;<strong>Mali der Übergangsregierung</strong>&nbsp;aufrechtzuerhalten. Nach einer Phase der Distanz infolge von Sicherheitswarnungen an US-Bürger fand am&nbsp;<strong>7. November</strong>&nbsp;ein Telefonat zwischen dem&nbsp;<strong>US-Staatssekretär Christopher Landau</strong>&nbsp;und dem malischen Außenminister&nbsp;<strong>Abdoulaye Diop</strong>&nbsp;statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Landau würdigte laut US-Botschaft die&nbsp;<strong>„Effizienz und Entschlossenheit der malischen Streitkräfte (FAMa) im Kampf gegen terroristische Gruppen“</strong>&nbsp;und betonte, die USA wollten die&nbsp;<strong>Kooperation trotz geopolitischer Differenzen fortsetzen</strong>.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The US commends the armed forces of Mali 🇲🇱 in their fight against Islamic extremist militants (JNIM). Today I had an excellent conversation with Mali’s Foreign Minister <a href="https://twitter.com/AbdoulayeDiop8?ref_src=twsrc%5Etfw">@AbdoulayeDiop8</a> to discuss our shared security interests in the region. Look forward to greater cooperation! <a href="https://t.co/E3tge3sLnJ">pic.twitter.com/E3tge3sLnJ</a></p>&mdash; Christopher Landau (@DeputySecState) <a href="https://twitter.com/DeputySecState/status/1985832509410861279?ref_src=twsrc%5Etfw">November 4, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Schritt wird als Versuch gewertet, eine&nbsp;<strong>neue Balance zwischen strategischer Präsenz und Respekt vor nationaler Souveränität</strong>&nbsp;zu finden. Washingtons Haltung spiegle das Bemühen wider, sich nicht aus der Sahelregion zurückzuziehen, sondern die Zusammenarbeit mit Mali auf eine pragmatische, weniger einseitige Grundlage zu stellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multipolare-realitat-des-sahel"><span id="multipolare-realitaet-des-sahel">Multipolare Realität des Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dialog erfolgt in einem geopolitischen Umfeld, das sich stark gewandelt hat. Mali pflegt inzwischen <strong>enge Beziehungen zu <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">Iran</a></strong> und bezieht regelmäßig <strong>russische Energie- und Verteidigungslieferungen</strong>, um Engpässe infolge der westlichen Sanktionen auszugleichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G46nQu7W0AACkrM.jpeg" alt="" class="wp-image-21750 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G46nQu7W0AACkrM.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G46nQu7W0AACkrM-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G46nQu7W0AACkrM-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G46nQu7W0AACkrM-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G46nQu7W0AACkrM-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der Gründung der <strong>AES</strong> schafft sich Bamako politischen Rückhalt aus der Region, während westliche Akteure ihre Strategien anpassen müssen. Landau’s Gespräch mit Diop wird daher als <strong>Zeichen des Realismus</strong> interpretiert: Die USA erkennen an, dass sie Mali nur durch <strong>gleichberechtigten Dialog</strong> statt durch Druck oder Konditionalität erreichen können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Bamako sieht man dies als Bestätigung des neuen Kurses. „Der Sahel ist nicht länger ein Einsatzgebiet, sondern ein geopolitischer Akteur“, heißt es aus Regierungskreisen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-neuer-sicherheitspolitischer-und-diplomatischer-kurs"><span id="ein-neuer-sicherheitspolitischer-und-diplomatischer-kurs">Ein neuer sicherheitspolitischer und diplomatischer Kurs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl die Entwicklung der AES als auch der wiederaufgenommene US-Kontakt deuten auf eine&nbsp;<strong>Neuordnung der Machtbeziehungen im Sahel</strong>&nbsp;hin. Während die&nbsp;<strong>Force Unifiée</strong>&nbsp;als Symbol regionaler Selbstbehauptung gilt, bleibt die internationale Kooperation – insbesondere mit den USA – ein&nbsp;<strong>entscheidender Faktor für Stabilität und Ressourcenfluss</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die&nbsp;<strong>doppelte Strategie</strong>&nbsp;Bamakos – regionale Souveränität und selektive Partnerschaften – spiegelt die wachsende Überzeugung wider, dass die Zukunft des Sahel&nbsp;<strong>nicht in Abhängigkeit, sondern in Eigenverantwortung und strategischer Diversifizierung</strong>&nbsp;liegt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>JNIM: Wie der „ökonomische Dschihad“ Mali lahmlegt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 09:50:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im westafrikanischen Mali hat sich die Sicherheits- und Versorgungslage in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt. Bewaffnete Kämpfer der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fjnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt%2F&amp;action_name=JNIM%3A%20Wie%20der%20%E2%80%9E%C3%B6konomische%20Dschihad%E2%80%9C%20Mali%20lahmlegt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/jnim-wie-der-oekonomische-dschihad-mali-lahmlegt/">JNIM: Wie der „ökonomische Dschihad“ Mali lahmlegt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im westafrikanischen Mali hat sich die Sicherheits- und Versorgungslage in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt. Bewaffnete Kämpfer der mit al-Qaida verbundenen Gruppe&nbsp;<em>Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin</em>&nbsp;(JNIM) haben zentrale Versorgungsrouten blockiert und Angriffe auf Treibstoffkonvois, Brücken und Energieinfrastruktur verübt. Wie&nbsp;<em>CNN</em>&nbsp;berichtet, nähert sich die Gruppe zunehmend der Hauptstadt Bamako. Der sogenannte „ökonomische Dschihad“ trifft vor allem die Zivilbevölkerung, Stromausfälle, Nahrungsmittelknappheit und steigende Preise bestimmen den Alltag.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-das-offentliche-leben-kommt-zum-stillstand"><span id="das-oeffentliche-leben-kommt-zum-stillstand">Das öffentliche Leben kommt zum Stillstand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/russland-nutzt-energiekrise-in-mali/">Die Blockade des Treibstofftransports hat weitreichende Folgen für das gesamte Land.</a> Die staatliche Energiegesellschaft EDM-SA ist auf Dieselgeneratoren angewiesen, um den größten Teil des Strombedarfs zu decken. Da Nachschub ausbleibt, kommt es zu massiven Stromausfällen, insbesondere in Bamako und anderen städtischen Zentren. Krankenhäuser, Wasserpumpen und Bäckereien sind zunehmend handlungsunfähig.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Mali?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Mali</a> inspections JNIM de bus à la recherche de militaires, pour vérifier la séparation entre hommes / femmes et le port du voile intégral <a href="https://t.co/lox2bHvumT">pic.twitter.com/lox2bHvumT</a></p>&mdash; Wassim Nasr (@SimNasr) <a href="https://twitter.com/SimNasr/status/1985805523384488080?ref_src=twsrc%5Etfw">November 4, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">An den Tankstellen bilden sich lange Schlangen. Lokale Medien berichten, dass sich die Polizei an Treibstoffreserven bedient, während Schulen und Universitäten geschlossen bleiben. Bildungseinrichtungen mussten in mehreren Regionen den Betrieb einstellen, weil Transportmittel fehlen und die Stromversorgung nicht mehr gewährleistet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Isolation verschärft zudem die Versorgungslage. Landwirte können ihre Ernten nicht mehr in die Städte transportieren, da Brücken und Handelsrouten blockiert sind. Lebensmittelpreise steigen rapide und Millionen Menschen geraten in akute Ernährungsunsicherheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-religiose-rechtfertigung-und-moralischer-widerspruch"><span id="religioese-rechtfertigung-und-moralischer-widerspruch">Religiöse Rechtfertigung und moralischer Widerspruch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zerstörung ziviler Infrastruktur und das bewusste Aushungern der Bevölkerung stehen im Widerspruch zu den Prinzipien des Islam, auf die sich die JNIM beruft. Islamische Rechtsgelehrte betonen den Schutz des Lebens (Hifdh an-Nafs) und der wirtschaftlichen Lebensgrundlagen (Maqasid al-Shari’a). Das gezielte Angreifen von Schulen, Märkten oder Brücken widerspricht diesen Grundsätzen ebenso wie die Manipulation von Versorgungswegen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Mali 🇲🇱<br>L’<a href="https://twitter.com/hashtag/AQMI?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#AQMI</a> via Le <a href="https://twitter.com/hashtag/JNIM?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#JNIM</a> n’avance pas sur Bamako par des colonnes blindées — mais par un siège économique inédit : coupure des routes, caravans brûlées, stations vides, prix x3. Le carburant est devenu « l’arme stratégique ». Chaque jour, l’État perd un peu plus la main. <a href="https://t.co/LVToQgXvKs">pic.twitter.com/LVToQgXvKs</a></p>&mdash; Sahel Alerte (@SahelAlerte) <a href="https://twitter.com/SahelAlerte/status/1985528489194528962?ref_src=twsrc%5Etfw">November 4, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der „ökonomische Dschihad“, der laut Terrorismusanalyst Daniele Garofalo als „Kampagne wirtschaftlicher Kriegsführung mit Blockaden, Erpressung und Besteuerung“ geführt wird, offenbart weniger ideologische Reinheit als vielmehr taktische Schwäche. Nach Einschätzung von Sicherheitsexperten handelt es sich um eine Reaktion auf die zunehmende militärische Überlegenheit der malischen Streitkräfte (FAMa).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-entwicklung-und-internationale-reaktionen"><span id="militaerische-entwicklung-und-internationale-reaktionen">Militärische Entwicklung und internationale Reaktionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G462HeTXcAATc6M-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21615 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G462HeTXcAATc6M-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G462HeTXcAATc6M-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G462HeTXcAATc6M-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G462HeTXcAATc6M-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G462HeTXcAATc6M-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G462HeTXcAATc6M.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des <em>Counter Extremism Project</em> hat die JNIM in den vergangenen Monaten ihre Angriffe verstärkt, vor allem auf Treibstoffkonvois aus der Côte d’Ivoire und Senegal. Im September griffen ihre Kämpfer einen Konvoi von über hundert Tanklastern an und zerstörten die Hälfte der Fahrzeuge. Regierungstruppen reagierten mit Luftangriffen und verstärkten Patrouillen, konnten die Versorgung aber bisher nicht sichern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsche Auswärtige Amt bestätigte am 3. November die angespannte Sicherheitslage und riet deutschen Staatsangehörigen dringend zur Ausreise. Sprecher Sebastian Giese erklärte, dass „die Nationalstraßen derzeit Ziele von Angriffen terroristischer Gruppen sind“ und eine Rückkehr zur Normalität nicht absehbar sei.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The US commends the armed forces of Mali 🇲🇱 in their fight against Islamic extremist militants (JNIM). Today I had an excellent conversation with Mali’s Foreign Minister <a href="https://twitter.com/AbdoulayeDiop8?ref_src=twsrc%5Etfw">@AbdoulayeDiop8</a> to discuss our shared security interests in the region. Look forward to greater cooperation! <a href="https://t.co/E3tge3sLnJ">pic.twitter.com/E3tge3sLnJ</a></p>&mdash; Christopher Landau (@DeputySecState) <a href="https://twitter.com/DeputySecState/status/1985832509410861279?ref_src=twsrc%5Etfw">November 4, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Großbritannien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> und andere Staaten haben Reisewarnungen herausgegeben. Westliche Botschaften in Bamako reduzierten ihr Personal. Nach Angaben von <em>CNN</em> sollen mehrere hundert russische Söldner aus dem sogenannten „Africa Corps“ gemeinsam mit den malischen Streitkräften an der Verteidigung beteiligt sein. Ihre Verluste seien erheblich und die militärische Präsenz <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russlands</a> habe die Bevölkerung teilweise weiter entfremdet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-dimension-gefahr-der-ausweitung-auf-nachbarstaaten"><span id="regionale-dimension-gefahr-der-ausweitung-auf-nachbarstaaten">Regionale Dimension: Gefahr der Ausweitung auf Nachbarstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise in Mali hat längst überregionale Auswirkungen. JNIM-Gruppen operieren auch in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und zunehmend an den Grenzen zu <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/">Côte d’Ivoire</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/">Ghana</a>. Im Juli 2025 reklamierte die Organisation mehr als 90 Angriffe in diesen drei Staaten. Sicherheitsexperten wie Edmund Fitton-Brown vom <em>Foundation for Defense of Democracies</em>warnen vor einem „unvermeidlichen Übergreifen der Instabilität auf Burkina Faso“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="888" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G467n5XWIAEnskA.jpeg" alt="" class="wp-image-21613 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G467n5XWIAEnskA.jpeg 888w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G467n5XWIAEnskA-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G467n5XWIAEnskA-768x432.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G467n5XWIAEnskA-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G467n5XWIAEnskA-800x450.jpeg 800w" sizes="(max-width: 888px) 100vw, 888px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der Schwächung staatlicher Institutionen wächst die Gefahr einer großflächigen Destabilisierung der westafrikanischen Sahelzone. Analysten sehen Mali als mögliches Szenario für eine von al-Qaida dominierte Verwaltung, sollte die militärische Übergangsregierung um Oberst Assimi Goïta ihre Kontrolle weiter verlieren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-energie-und-ernahrung-als-druckmittel-zivilgesellschaft-im-ausnahmezustand"><span id="energie-und-ernaehrung-als-druckmittel-zivilgesellschaft-im-ausnahmezustand">Energie und Ernährung als Druckmittel: Zivilgesellschaft im Ausnahmezustand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe auf Brücken bei Kadiana und Zégoua im Süden des Landes verdeutlichen die Strategie der gezielten Isolation. Diese Verkehrsachsen sind nicht nur militärisch relevant, sondern auch lebenswichtig für den zivilen Nachschub aus den Nachbarländern. Durch die Blockade werden Hilfsgüter und Nahrungsmitteltransporte gestoppt, was die humanitäre Krise weiter verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Terrorismusforscher Garofalo beschreibt die Taktik der JNIM als „systemische Schwächung durch langanhaltende Krisen, Unterbrechung von Lieferketten und Einflussnahme auf die öffentliche Meinung“. Ziel sei nicht die unmittelbare Eroberung der Hauptstadt, sondern der Aufbau von Druck durch anhaltende Instabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die militärische Führung versucht, Kontrolle über strategische Korridore zu behalten, bleibt die Zivilgesellschaft dem wirtschaftlichen Würgegriff ausgeliefert. Stromausfälle, Treibstoffmangel und Preisexplosionen führen zu wachsendem Unmut in der Bevölkerung.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Botschaft in Mali fordert Bürger zum sofortigen Verlassen des Landes auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-botschaft-in-mali-fordert-buerger-zum-sofortigen-verlassen-des-landes-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 20:36:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
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		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-Botschaft in Bamako hat am 28. Oktober 2025 eine Sicherheitswarnung herausgegeben und US-Staatsbürger aufgefordert, Mali „sofort“ über&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-botschaft-in-mali-fordert-buerger-zum-sofortigen-verlassen-des-landes-auf%2F&amp;action_name=US-Botschaft%20in%20Mali%20fordert%20B%C3%BCrger%20zum%20sofortigen%20Verlassen%20des%20Landes%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-botschaft-in-mali-fordert-buerger-zum-sofortigen-verlassen-des-landes-auf/">US-Botschaft in Mali fordert Bürger zum sofortigen Verlassen des Landes auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die US-Botschaft in Bamako hat am 28. Oktober 2025 eine Sicherheitswarnung herausgegeben und US-Staatsbürger aufgefordert, Mali „sofort“ über den kommerziellen Flugverkehr zu verlassen. Grund dafür sind anhaltende Engpässe bei Treibstoffen, die Schließung öffentlicher Einrichtungen sowie zunehmende Gefechte zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Gruppen im Großraum Bamako.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der Mitteilung bleibt der internationale Flughafen der Hauptstadt geöffnet, und es stehen noch kommerzielle Flüge zur Verfügung. Zugleich rät die Botschaft dringend davon ab, das Land auf dem Landweg zu verlassen, da mehrere Hauptstraßen von Angriffen terroristischer Gruppen betroffen seien.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Security Alert: BAMAKO, MALI – OCTOBER 28, 2025<br>Persistent infrastructure challenges in Mali including continued disruptions of gasoline and diesel supplies, the closure of public institutions such as schools and universities nationwide,<br>Read more 👇 <a href="https://t.co/a3ARQ4nkiM">https://t.co/a3ARQ4nkiM</a></p>&mdash; U.S. Embassy Mali (@USEmbassyMali) <a href="https://twitter.com/USEmbassyMali/status/1983189642775277651?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">US-Bürger, die sich weiterhin im Land aufhalten, sollen Notfallpläne ausarbeiten, ausreichend Vorräte anlegen und sich auf eine längere Aufenthaltsdauer in geschützten Räumen vorbereiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-energiekrise-verscharft-lage"><span id="energiekrise-verschaerft-lage">Energiekrise verschärft Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitswarnung steht im Zusammenhang mit einer tiefgreifenden Energie- und Versorgungskrise, die das westafrikanische Land seit Wochen belastet. Nach Angaben der US-Botschaft führen anhaltende <a href="https://fokus-afrika.de/russland-nutzt-energiekrise-in-mali/">Unterbrechungen der Benzin- und Dieselversorgung</a> zu erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Landesweit seien Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen geschlossen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/160830-M-UF322-429_40905566855-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-21330 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/160830-M-UF322-429_40905566855-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/160830-M-UF322-429_40905566855-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/160830-M-UF322-429_40905566855-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/160830-M-UF322-429_40905566855-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/160830-M-UF322-429_40905566855-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/160830-M-UF322-429_40905566855-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/160830-M-UF322-429_40905566855.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft beschreibt die Situation als „unvorhersehbar“ und verweist auf das Risiko, dass die Energieknappheit auch sicherheitsrelevante Folgen haben könne – etwa für Stromversorgung, Transport oder medizinische Einrichtungen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 23. Oktober hatte die US-Mission in einer ersten Warnung auf zunehmende Schwierigkeiten bei der Treibstoffversorgung hingewiesen. Damals hieß es, lange Warteschlangen an Tankstellen und sporadische Stromausfälle beeinträchtigten die Stabilität des Alltagslebens. Die neue Mitteilung vom 28. Oktober hebt nun ausdrücklich die Verbindung zwischen diesen Engpässen und der verschärften Sicherheitslage hervor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warnung-vor-bewaffneten-auseinandersetzungen"><span id="warnung-vor-bewaffneten-auseinandersetzungen">Warnung vor bewaffneten Auseinandersetzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den logistischen Problemen verweist die US-Botschaft auf die fortgesetzten Kämpfe zwischen malischen Regierungstruppen und bewaffneten Gruppen in der Nähe von Bamako. Die Region bleibt laut diplomatischen Quellen von Angriffen, Straßensperren und Überfällen entlang zentraler Verkehrsachsen betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zivile Beobachter und internationale Missionen berichten von einer zunehmenden Zahl bewaffneter Zwischenfälle im Umland der Hauptstadt, was die Bewegungsfreiheit erheblich einschränkt. Insbesondere Verbindungen in den Norden und Westen des Landes gelten derzeit als unsicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft betont, dass sie US-Staatsbürger außerhalb der Hauptstadt „nicht unterstützen oder evakuieren“ könne, da die Bewegungsmöglichkeiten auch für diplomatische Vertretungen begrenzt seien. Personen, die das Land nicht verlassen können, sollen sich auf längere Phasen der Selbstversorgung einstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-empfehlungen-der-us-botschaft"><span id="empfehlungen-der-us-botschaft">Empfehlungen der US-Botschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitswarnung enthält eine Reihe von konkreten Handlungsanweisungen für in Mali verbliebene US-Bürger. Dazu gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vermeidung von Demonstrationen und großen Menschenansammlungen</li>



<li>Kein Durchfahren von Straßensperren oder Kontrollpunkten</li>



<li>Wachsamkeit im öffentlichen Raum</li>



<li>Aufrechterhaltung einer ständigen Kommunikationsmöglichkeit</li>



<li>Bereithalten gültiger Reisedokumente</li>



<li>Vorratshaltung von Lebensmitteln, Wasser und medizinischen Gütern</li>



<li>Erstellung eines persönlichen Sicherheits- und Notfallplans</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft ruft zudem dazu auf, ein niedriges Profil zu wahren und sich über die aktuelle Lage fortlaufend zu informieren. Reisende und in Mali lebende Personen werden gebeten, die Kontaktinformationen der US-Mission zu speichern, um im Notfall Unterstützung anfordern zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatische-und-humanitare-implikationen"><span id="diplomatische-und-humanitaere-implikationen">Diplomatische und humanitäre Implikationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die anhaltende Verschlechterung der Sicherheitslage in Mali spiegelt die komplexe politische und militärische Situation des Landes wider. Seit dem Abzug internationaler Missionen operieren Regierungstruppen weitgehend allein gegen verschiedene bewaffnete Gruppen, die in mehreren Landesteilen aktiv sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig erschweren wirtschaftliche Engpässe und Lieferausfälle die Regierungsführung. Internationale Organisationen warnen, dass die Kombination aus Energiekrise, institutioneller Lähmung und Gewaltkonflikten das Land an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Warnung verdeutlicht den wachsenden Druck auf ausländische Staatsbürger und diplomatische Einrichtungen in Bamako, die ihre Präsenz zunehmend einschränken.</p>
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			<media:title type="html">160830-M-UF322-429_(40905566855)</media:title>
			<media:description type="html">U.S. Marine Corps Sgt. Daniel Cabrera, a Marine Security Guard (MSG) watchstander, poses for a photo while patrolling the U.S. Embassy, Bamako, Mali, Aug. 29, 2016. The MSG program, run by the Marine Corps Embassy Security Group, has 175 Marine Corps Detachments throughout the world, providing protection to mission personnel and to prevent the compromise of national security information and equipment at designated diplomatic and consular facilities. (U.S. Marine Corps photo by Staff Sgt. Sarah R. Hickory)</media:description>
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		<item>
		<title>Malis Premierminister Maïga kritisiert Frankreich und Algerien scharf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2025 19:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Malis Premierminister Abdoulaye Maïga stellte bei der UN-Generalversammlung die neue Sahel-Allianz (AES) vor. Mali, Burkina Faso und Niger&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmalis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf%2F&amp;action_name=Malis%20Premierminister%20Ma%C3%AFga%20kritisiert%20Frankreich%20und%20Algerien%20scharf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Malis Premierminister Abdoulaye Maïga stellte bei der UN-Generalversammlung die neue <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/">Sahel-Allianz (AES)</a> vor. Mali, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> kooperieren enger gegen Terrorgruppen und ausländische Einflussnahme. Die drei Staaten handeln nach eigener Darstellung in panafrikanischem Geist. Maïga sprach von Zusammenarbeit und Komplementarität in einem bisher nicht erreichten Umfang. Ziel sei es, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/terrorismus/">Terrorismus</a> einzudämmen und regionale Stabilität zu sichern. Einige Staaten wie Frankreich und Algerien würden Transitkorridore für Terroristen öffnen, sagte er. Die Allianz wolle genau das verhindern, auch nach dem Abzug internationaler Kräfte.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-maiga-mit-vorwurfe-gegen-frankreich-und-algerien"><span id="maiga-mit-vorwuerfe-gegen-frankreich-und-algerien">Maïga mit Vorwürfe gegen Frankreich und Algerien</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga verknüpfte den Krieg in der Ukraine mit der Gewalt im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a>. Er behauptete, die ukrainische Regierung liefere Kamikaze-Drohnen an Terrorgruppen. Er forderte westliche Staaten auf, Waffenlieferungen einzustellen. Er warf <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> eine rückwärtsgewandte Politik vor und kündigte Belege an. Mali habe eine Sitzung des Sicherheitsrats beantragt, um Beweise für französische Unterstützung terroristischer Aktivitäten vorzulegen. Diese Sitzung habe noch nicht stattgefunden. Die Ressourcen des Sahel müssten den Bevölkerungen vor Ort zugutekommen, sagte er. Die Allianz investiere in Infrastruktur und diversifiziere die Landwirtschaft.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Discours du Premier Ministre, Abdoulaye Maïga, à la 80eme Assemblée Générale de l’ONU. Il a parlé au nom de la Confédération de l’Alliance des États du Sahel (AES). <a href="https://t.co/jdX7o36sjf">pic.twitter.com/jdX7o36sjf</a></p>&mdash; Niang Abdoul (@NiangAbdoul15) <a href="https://twitter.com/NiangAbdoul15/status/1971691158398292147?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga verwies auf die geografische Nähe und frühere Kooperation mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a>. Er kritisierte jedoch jüngste Vorfälle scharf. Er verurteilte einen <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verklagt-algerien-vor-internationalem-gerichtshof-wegen-drohnenabschuss/">Angriff</a> auf malische Kräfte als feige Tat. Algerien habe erklärt, ein malischer Drohneinschlag verletze seinen Luftraum. Diese Behauptung sei physikalisch unmöglich, sagte Maïga. Die Drohne sei auf malischem Territorium gefunden worden. Mali werde auf jeden Angriff und jede Beleidigung reagieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechte-rom-statut-und-nationale-souveranitat"><span id="menschenrechte-rom-statut-und-nationale-souveraenitaet">Menschenrechte, Rom-Statut und nationale Souveränität</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga erklärte, die Allianz bekenne sich zu Humanismus. Er lehnte die Politisierung von Menschenrechten als Eingriff in die Souveränität ab.<a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-mali-und-niger-treten-aus-dem-internationalen-strafgerichtshof-aus/"> Mali, Burkina Faso und Niger seien aus dem Rom-Statut ausgetreten.</a> Die Staaten setzten nun auf einheimische Justizmechanismen. Internationale Partner handelten mit doppelten Standards, sagte er. Er verlangte eine handlungsfähige UN. Afrika fordere seit mehr als 20 Jahren mehr Sitze im Sicherheitsrat. Konferenzbeschlüsse bräuchten stärkere Umsetzungsmechanismen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="651" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-1024x651.avif" alt="" class="wp-image-20306 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-1024x651.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-300x191.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-768x489.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-380x242.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU-800x509.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14BPiPWMAAhFUU.avif 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Afrikas Entwicklungsanliegen müssten ernst genommen werden. Der Kontinent gelte als Region der Zukunft, so Maïga. Gleichzeitig gebe es Ressourcenraubbau, hohe Schulden und Klimarisiken. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er koppelte Sicherheitspolitik mit Entwicklungsfragen. Die Allianz plane innengetragene Projekte, um Wertschöpfung zu erhöhen. Landwirtschaftliche Diversifizierung solle Abhängigkeiten verringern. Investitionen sollten die Resilienz gegenüber Klimaextremen stärken.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Burkina Faso, Mali und Niger treten aus dem Internationalen Strafgerichtshof aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-mali-und-niger-treten-aus-dem-internationalen-strafgerichtshof-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 12:39:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Burkina Faso, Mali und Niger haben ihren sofortigen Austritt aus dem Römischen Statut und damit aus der Mitgliedschaft&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-mali-und-niger-treten-aus-dem-internationalen-strafgerichtshof-aus%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%2C%20Mali%20und%20Niger%20treten%20aus%20dem%20Internationalen%20Strafgerichtshof%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso, Mali und Niger haben ihren sofortigen Austritt aus dem Römischen Statut und damit aus der Mitgliedschaft beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) erklärt. Die drei Länder der <em>Allianz der Sahelstaaten (AES)</em> begründen den Schritt mit dem Vorwurf, die Institution sei zu einem „Instrument neokolonialer Repression“ geworden und vertrete eine „selektive Gerechtigkeit“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-entscheidung-der-aes-staaten"><span id="gemeinsame-entscheidung-der-aes-staaten">Gemeinsame Entscheidung der AES-Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ankündigung erfolgte am Montag zeitgleich in Bamako, Niamey und Ouagadougou. In einem gemeinsamen Kommuniqué bezeichneten die Regierungen den Austritt als „souveräne Entscheidung“. Nach Angaben der&nbsp;<em>Agence Nigérienne de Presse</em>&nbsp;erklärte der burkinische Regierungssprecher Gilbert Pingdwendé Ouédraogo in einer Fernsehansprache, die drei Staaten würden künftig auf „endogene Mechanismen“ zur Sicherung von Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechten setzen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Je n’aurai jamais assez de reconnaissance envers les États qui concrétisent nos aspirations! Bravo et merci au Burkina Faso, au Mali et au Niger qui se retirent du Statut de Rome et refusent de continuer à prendre part à la farce appelée CPI. <a href="https://t.co/sKI2wH6WwQ">pic.twitter.com/sKI2wH6WwQ</a></p>&mdash; Nathalie Yamb (@Nath_Yamb) <a href="https://twitter.com/Nath_Yamb/status/1970520645873074195?ref_src=twsrc%5Etfw">September 23, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-am-internationalen-strafgerichtshof"><span id="kritik-am-internationalen-strafgerichtshof">Kritik am Internationalen Strafgerichtshof</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierungen von Burkina Faso, Mali und Niger werfen dem Gericht vor, zentrale Aufgaben nicht erfüllt zu haben. Es sei nicht in der Lage gewesen, schwere Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Völkermord konsequent zu verfolgen. Stattdessen habe sich die Institution „gegen Akteure gewandt, die nicht zum privilegierten Kreis internationaler Straflosigkeit gehören“, wie es im malischen Kommuniqué heißt. Präsident Assimi Goïta, Vorsitzender der malischen Übergangsregierung und amtierender Präsident der AES, kündigte den Austritt in Bamako offiziell an.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Burkina Faso, Niger, and Mali have exited the ICC with immediate effect, after unveiling the framework for a Sahelian Criminal Court.<br><br>A historic decision that establishes once and for all that African sovereignty is the core of what the AES stands for.<a href="https://t.co/PuZjQIxZAQ">pic.twitter.com/PuZjQIxZAQ</a></p>&mdash; David Hundeyin (@DavidHundeyin) <a href="https://twitter.com/DavidHundeyin/status/1970241898070843558?ref_src=twsrc%5Etfw">September 22, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontext-und-geplante-alternativen"><span id="kontext-und-geplante-alternativen">Kontext und geplante Alternativen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung folgt einer längeren Entwicklung innerhalb der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/">AES</a>. Bereits im März 2025 hatten Justizminister der drei Staaten über die Einrichtung einer eigenen Gerichtsbarkeit beraten. Zwischen dem 15. und 17. September schlugen sie in Niamey die Schaffung einer „Sahélischen Straf- und Menschenrechtskammer“ vor. Diese soll künftig für internationale Verbrechen, Terrorismus und organisierte Kriminalität zuständig sein. Damit bekräftigen die Staaten ihre Absicht, regionale Mechanismen der Rechtsprechung aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Austrittserklärung betont den Anspruch auf staatliche Souveränität. Die drei Regierungen unterstreichen zugleich ihre Bereitschaft, mit den Vereinten Nationen und deren Mitgliedsstaaten weiterhin in anderen Formaten zusammenzuarbeiten. In ihren Stellungnahmen danken sie der UNO für bisherige Unterstützung, machen aber klar, dass neue Strukturen stärker an „gesellschaftlichen Werten“ der Region ausgerichtet werden sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einordnung-im-diplomatischen-kurs-der-aes"><span id="einordnung-im-diplomatischen-kurs-der-aes">Einordnung im diplomatischen Kurs der AES</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückzug vom IStGH reiht sich in eine Serie von Austritten ein. In den vergangenen Jahren hatten Burkina Faso, Mali und Niger bereits ihre Mitgliedschaft in der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/">ECOWAS</a>, im G5-Sahel-Bündnis sowie in der Organisation Internationale de la Francophonie beendet. Mit dem Schritt markieren die drei Regierungen eine weitere Etappe ihres institutionellen und außenpolitischen Neupositionierungsprozesses.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-mali-und-niger-treten-aus-dem-internationalen-strafgerichtshof-aus/">Burkina Faso, Mali und Niger treten aus dem Internationalen Strafgerichtshof aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mali restrukturiert Außenpolitik nach Plan &#8220;Mali Kura 2063&#8221; aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-restrukturiert-aussenpolitik-nach-plan-mali-kura-2063-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2025 16:11:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die malische Regierung hat die Vision&#160;Mali Kura 2063&#160;offiziell in die diplomatische und wirtschaftliche Strategie des Landes eingebettet. Am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-restrukturiert-aussenpolitik-nach-plan-mali-kura-2063-aus%2F&amp;action_name=Mali%20restrukturiert%20Au%C3%9Fenpolitik%20nach%20Plan%20%26%238220%3BMali%20Kura%202063%26%238221%3B%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mali-restrukturiert-aussenpolitik-nach-plan-mali-kura-2063-aus/">Mali restrukturiert Außenpolitik nach Plan &#8220;Mali Kura 2063&#8221; aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die malische Regierung hat die Vision&nbsp;<em>Mali Kura 2063</em>&nbsp;offiziell in die diplomatische und wirtschaftliche Strategie des Landes eingebettet. Am 18. September 2025 stellten der Außenminister Abdoulaye Diop und der Finanzminister Alousséni Sanou die Leitlinien in einer Videokonferenz vor, an der das gesamte diplomatische Corps sowie die Konsulate und Auslandsvertretungen teilnahmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-strategischer-rahmen"><span id="strategischer-rahmen">Strategischer Rahmen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vision&nbsp;<em>Mali Kura 2063</em>&nbsp;dient als strategischer Planungsrahmen, der politische, sicherheitspolitische, sozioökonomische und diplomatische Entscheidungen leiten soll. Nach den Worten von Außenminister Diop markiert sie eine klare Ausrichtung auf transparente Partnerschaften und verantwortungsvolle Regierungsführung. Diplomaten seien aufgerufen, die Vision als Referenzrahmen in ihrer täglichen Arbeit zu nutzen und internationale Kooperationen auf Augenhöhe voranzutreiben.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">A la suite de la présentation de la vision Mali 2063, le personnel du Ministère des Affaires étrangères et de la Coopération internationale a suivi, par visioconférence, la communication des Représentants du Ministère de l’Industrie et du Commerce relative à la tenue du forum… <a href="https://t.co/xohhOa3xEW">pic.twitter.com/xohhOa3xEW</a></p>&mdash; Amb. Abdoulaye Diop (@AbdoulayeDiop8) <a href="https://twitter.com/AbdoulayeDiop8/status/1969176705236390226?ref_src=twsrc%5Etfw">September 19, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-prioritaten-bis-2063"><span id="prioritaeten-bis-2063">Prioritäten bis 2063</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzminister Sanou betonte die Notwendigkeit eines souveränen und wirtschaftlich unabhängigen Mali. Er nannte zentrale Prioritäten für die kommenden Jahrzehnte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wiederherstellung und Konsolidierung der Sicherheit im gesamten Staatsgebiet,</li>



<li>strukturelle Transformation der nationalen Wirtschaft,</li>



<li>umfassende Reformen in Schlüsselbereichen,</li>



<li>kontinuierliche Verbesserung der Regierungsführung,</li>



<li>Diversifizierung internationaler Partnerschaften,</li>



<li>Stärkung der Rolle Malis in globalen Foren.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Leitlinien sollen einen Bruch mit bisherigen Abhängigkeiten einleiten und die Grundlage für ein selbstbestimmtes Entwicklungsmodell schaffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-vier-etappen-der-umsetzung"><span id="vier-etappen-der-umsetzung">Vier Etappen der Umsetzung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung der Vision ist in vier Dekaden unterteilt, jede geprägt von spezifischen Projekten. Zu den Kernbereichen gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ernährungssouveränität,</li>



<li>Energieautonomie,</li>



<li>Industrialisierung und optimale Nutzung der Rohstoffe,</li>



<li>Verbesserung der inneren und äußeren Anbindung,</li>



<li>gleichmäßige regionale Entwicklung,</li>



<li>digitale Souveränität,</li>



<li>Ausbildung qualifizierter Fachkräfte,</li>



<li>nachhaltiger Umgang mit Umweltressourcen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie verfolgt damit einen umfassenden Ansatz, der Sicherheit, Wirtschaft, Diplomatie, Kultur und soziale Entwicklung integriert.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-finanzierung-der-umsetzung"><span id="finanzierung-der-umsetzung">Finanzierung der Umsetzung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Finanzbedarf der nationalen Strategie für Emergenz und nachhaltige Entwicklung 2024–2033 wird mit 61.232,1 Milliarden CFA-Franc beziffert. Die Regierung setzt vor allem auf inländische Mittel, hält jedoch auch Beiträge externer Partner für möglich – allerdings nur im Rahmen wechselseitig vorteilhafter Kooperationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-der-aussenpolitik"><span id="rolle-der-aussenpolitik">Rolle der Außenpolitik</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-20074 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ-1536x1024.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1PrxtWXsAEUkHZ.avif 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der interaktiven Phase der Videokonferenz äußerten zahlreiche Diplomaten ihre Zustimmung und kündigten an, die Strategie in ihren internationalen Aktivitäten aktiv zu vertreten. Damit soll die Außenpolitik des Landes zu einem zentralen Instrument der Entwicklungsagenda werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Einbindung von <em>Mali Kura 2063</em> in die diplomatische Praxis unterstreichen die Behörden, dass Mali nicht mehr allein als Empfänger internationaler Hilfe auftreten will. Das Land positioniert sich als souveräner Akteur, der eigene Pläne entwickelt, Partnerschaften gestaltet und langfristige Entwicklungsziele definiert.</p>
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		<item>
		<title>Mali verklagt Algerien vor Internationalem Gerichtshof wegen Drohnenabschuss</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-verklagt-algerien-vor-internationalem-gerichtshof-wegen-drohnenabschuss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 20:42:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 16. September 2025 hat Mali beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag eine Klage gegen Algerien eingereicht.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-verklagt-algerien-vor-internationalem-gerichtshof-wegen-drohnenabschuss%2F&amp;action_name=Mali%20verklagt%20Algerien%20vor%20Internationalem%20Gerichtshof%20wegen%20Drohnenabschuss&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 16. September 2025 hat Mali beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag eine Klage gegen Algerien eingereicht. Hintergrund ist der Vorwurf, algerische Streitkräfte hätten in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 2025 einen Aufklärungsdrohne der malischen Streitkräfte über malischem Territorium abgeschossen. Die Regierung in Bamako spricht von einer „vorsätzlichen Zerstörung“ eines militärischen Geräts, das sich auf einer Überwachungsmission befand.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-position-malis"><span id="position-malis">Position Malis</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das malische Übergangsregime bezeichnet den Vorfall als „Akt der Aggression“ und „Verstoß gegen das internationale Recht“. In der offiziellen Darstellung beruft sich Mali auf die Resolution A/RES/29/3314 der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 14. Dezember 1974, die das Verbot des Angriffskrieges und des Einsatzes von Gewalt festschreibt. Zudem verweist Bamako auf die Grundprinzipien der UN-Charta von 1946, das konstitutive Dokument der Afrikanischen Union von 2000 sowie auf das „Pakt der Nichtangriff und kollektiven Verteidigung“ der Afrikanischen Union aus dem Jahr 2005.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte in einem Kommuniqué, der Drohnenabschuss habe sich bei Tinzawatène in der Region Kidal ereignet, einer sensiblen Grenzregion zwischen Mali und Algerien. Die Drohne sei mit der Kennung TZ-98D bei den malischen Streitkräften registriert gewesen. Bamako sieht in dem Vorgehen Algeriens einen klaren Bruch der eigenen territorialen Integrität.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Communiqué N°073 en date du 06 avril 2025 du Gouvernement de la Transition suite à la destruction préméditée par le régime algérien du drone, immatriculé TZ-98D, des Forces armées et de Sécurité de la République du Mali, sur le territoire national, dans la nuit du 31 mars au 1er… <a href="https://t.co/c96pOxQ1s3">pic.twitter.com/c96pOxQ1s3</a></p>&mdash; Ministère des Affaires étrangères du Mali (@MaliMaeci) <a href="https://twitter.com/MaliMaeci/status/1908982015975911594?ref_src=twsrc%5Etfw">April 6, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verfahrensrahmen-am-internationalen-gerichtshof"><span id="verfahrensrahmen-am-internationalen-gerichtshof">Verfahrensrahmen am Internationalen Gerichtshof</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die malische Klage stützt sich auf Artikel 40 Absatz 1 des IGH-Statuts und Artikel 38 Absatz 5 der Verfahrensordnung. Demnach wird eine Klage an das beklagte Land weitergeleitet, ohne dass sie in das Hauptregister aufgenommen wird, solange dieses Land nicht ausdrücklich die Zuständigkeit des Gerichts anerkennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anfrage des malischen Staates wurde daher formell an Algerien übermittelt. Ein Verfahren wird jedoch erst eröffnet, wenn Algier sein Einverständnis erklärt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktion-algeriens"><span id="reaktion-algeriens">Reaktion Algeriens</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:47% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="707" height="1000" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1OCXVvWsAEZVyK.avif" alt="" class="wp-image-20059 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1OCXVvWsAEZVyK.avif 707w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1OCXVvWsAEZVyK-212x300.avif 212w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1OCXVvWsAEZVyK-380x537.avif 380w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Algerien hat die Klage scharf zurückgewiesen. Das Außenministerium in Algier bezeichnete die Eingabe als „manövrierende und schamlose“ Maßnahme. In einer offiziellen Erklärung hieß es, die malischen Vorwürfe seien paradox, da die malische Übergangsregierung selbst die verfassungsmäßige Ordnung im eigenen Land außer Kraft gesetzt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die malische Führung sei nicht in der Position, sich auf internationales Recht zu berufen, nachdem sie es im Inneren missachte. Algerien kündigte an, dem IGH zu gegebener Zeit formell mitzuteilen, dass es die Zuständigkeit in diesem Fall nicht akzeptiere.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-widerspruchliche-darstellungen-zum-vorfall"><span id="widerspruechliche-darstellungen-zum-vorfall">Widersprüchliche Darstellungen zum Vorfall</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="540" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/armee-malienne-militaire-fama-drone-FaMa-ecrase-frontiere-algerienne-kidal-TinZawatene-tombe.avif" alt="" class="wp-image-20058 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/armee-malienne-militaire-fama-drone-FaMa-ecrase-frontiere-algerienne-kidal-TinZawatene-tombe.avif 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/armee-malienne-militaire-fama-drone-FaMa-ecrase-frontiere-algerienne-kidal-TinZawatene-tombe-300x225.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/armee-malienne-militaire-fama-drone-FaMa-ecrase-frontiere-algerienne-kidal-TinZawatene-tombe-200x150.avif 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/armee-malienne-militaire-fama-drone-FaMa-ecrase-frontiere-algerienne-kidal-TinZawatene-tombe-260x195.avif 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/armee-malienne-militaire-fama-drone-FaMa-ecrase-frontiere-algerienne-kidal-TinZawatene-tombe-380x285.avif 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Algerische Stellen erklärten bereits kurz nach dem Zwischenfall, der Drohneneinsatz habe den eigenen Luftraum verletzt. Der Vorfall habe sich mehrere Kilometer innerhalb algerischen Territoriums ereignet, weshalb die Streitkräfte gezwungen gewesen seien, den Flugkörper abzufangen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In sozialen und regionalen Medien kursierten Bilder, die Trümmer einer Bayraktar-Akinci-Drohne zeigten, einem türkischen Modell, das von den malischen Streitkräften seit 2024 eingesetzt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali weist diese Darstellung zurück. Die Regierung in Bamako spricht von einer gezielten Provokation und vermutet sogar Verbindungen zwischen algerischen Sicherheitsstrukturen und bewaffneten Gruppen im Sahel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatische-eskalation-zwischen-mali-und-algerien"><span id="diplomatische-eskalation-zwischen-mali-und-algerien">Diplomatische Eskalation zwischen Mali und Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Drohnenaffäre reiht sich in eine Serie von Spannungen zwischen beiden Nachbarstaaten ein. Bereits zuvor hatten politische Differenzen über die Umsetzung des 2015 geschlossenen, aber mittlerweile von Mali einseitig aufgekündigten „Abkommens von Algier“ die Beziehungen belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Streitpunkte wie die Migrationspolitik Algeriens und die wiederholte Ausweisung malischer Staatsbürger. Auch der Empfang des malischen Predigers Mahmoud Dicko in Algier hatte für diplomatische Irritationen gesorgt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontext-im-sahel"><span id="kontext-im-sahel">Kontext im Sahel</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="689" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/GwJjZcGWMAABpMT-689x1024.avif" alt="" class="wp-image-20060 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/GwJjZcGWMAABpMT-689x1024.avif 689w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/GwJjZcGWMAABpMT-202x300.avif 202w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/GwJjZcGWMAABpMT-768x1142.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/GwJjZcGWMAABpMT-380x565.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/GwJjZcGWMAABpMT-800x1189.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/GwJjZcGWMAABpMT.avif 828w" sizes="(max-width: 689px) 100vw, 689px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall verdeutlicht die fragile Lage in der Sahelzone. Mali befindet sich seit dem Militärputsch 2021 in einer Übergangsphase, die von anhaltenden Kämpfen gegen dschihadistische Gruppen geprägt ist. Der Einsatz türkischer Drohnen ist Teil einer Strategie, die Sicherheitslage durch technologische Mittel zu stabilisieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mali wirft Algerien vor, separatistische Gruppen in Azawad indirekt zu unterstützen und damit die eigene territoriale Integrität zu untergraben. Bamako sieht in den Ereignissen rund um den Abschuss der malischen Drohne ein Symbol für algerische Einmischung. Offiziell bestreitet Algier diese Vorwürfe und verweist auf sein Engagement für die territoriale Einheit Malis sowie auf die eigene Rolle als Vermittler beim Friedensabkommen von Algier 2015.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt zwischen Mali und Algerien spiegelt breitere Bruchlinien in der Sahelzone wider. Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/">Allianz der Sahelstaaten</a> – Mali, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> – definiert sich zunehmend im Gegensatz zu Algerien und dessen diplomatischem Einfluss. Der Rückzug Malis aus regionalen Kooperationsstrukturen wie dem gemeinsamen Kommandostab CEMOC im Jahr 2025 verstärkt diese Distanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt der geopolitische Kontext: Algerien unterstützt seit Jahrzehnten die Polisario-Front in der Sahara im Konflikt gegen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a>. Bamako deutet dies als Beleg, dass Algier auch im Sahel durch die Förderung separatistischer Strukturen politischen Einfluss ausübt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bamako sieht in Algerien nicht nur einen Nachbarn, sondern einen Akteur, der durch gezielte Einflussnahme die Lage im Norden destabilisiert. Aus Sicht der malischen Führung handelt es sich um eine Form von Aggression, die weit über Grenzzwischenfälle hinausgeht. Algier dagegen präsentiert sich als Verteidiger von Stabilität und internationalem Recht, weist aber jede Verantwortung für die eskalierenden Spannungen von sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Offizieller Austritt der Sahel-Staaten-Allianz aus der ECOWAS</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2025 21:13:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. Januar 2025 trat die Allianz der Staaten des Sahel (AES), bestehend aus Burkina Faso, Mali und Niger,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Foffizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas%2F&amp;action_name=Offizieller%20Austritt%20der%20Sahel-Staaten-Allianz%20aus%20der%20ECOWAS&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/">Offizieller Austritt der Sahel-Staaten-Allianz aus der ECOWAS</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Januar 2025 trat die <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/">Allianz der Staaten des Sahel</a> (AES)</strong>, bestehend aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a>, offiziell aus der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) aus. Diese historische Entscheidung markiert den Abschluss eines einjährigen Austrittsprozesses und wird aus eigener Sicht als Wendepunkt für die drei Staaten und die Region insgesamt betrachtet.</p>



<h3 id="gruende-fuer-den-austritt-aus-ecowas" class="wp-block-heading">Gründe für den Austritt aus ECOWAS</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="540" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg.webp" alt="" class="wp-image-13704 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg.webp 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg-300x225.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg-200x150.webp 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg-260x195.webp 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/FB_IMG_1738050789268.jpg-380x285.webp 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidenten Ibrahim Traoré (Burkina Faso), Assimi Goïta (Mali) und Abdourahamane Tiani (Niger) begründeten diesen Schritt mit dem Wunsch nach einer vollständigen Souveränität und Unabhängigkeit von externer Bevormundung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut den Staatschefs und ihrer Bevölkerung hat die ECOWAS in den vergangenen Jahrzehnten nicht die Interessen der Menschen in der Region vertreten. Vielmehr sei sie ein „Syndikat der Staatschefs“ gewesen, das von &#8220;imperialistischen Einflüssen&#8221; gesteuert wurde.</p>



<h3 id="kritik-an-der-ecowas" class="wp-block-heading">Kritik an der ECOWAS</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="153" height="158" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/ECOWAS_logo.svg" alt="" class="wp-image-13703 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die AES-Staaten warfen der ECOWAS vor, bei der Bekämpfung des Terrorismus in der Region gescheitert zu sein und stattdessen Sanktionen und militärische Drohungen gegen ihre eigenen Mitglieder zu richten. Zudem bemängelten sie die mangelnde Unterstützung in wirtschaftlichen und sozialen Fragen sowie die Abhängigkeit der ECOWAS von westlichen Interessen, insbesondere von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die ECOWAS hat in 50 Jahren nie die Interessen unserer Völker verteidigt. Dieser Schritt war notwendig, um unseren Weg zur Souveränität zu sichern,“ erklärte der burkinische Außenminister Karamoko Jean Marie Traoré bei einer Zeremonie in Ouagadougou.</p>



<h3 id="erfolge-der-allianz-der-staaten-des-sahel" class="wp-block-heading">Erfolge der Allianz der Staaten des Sahel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Gründung der AES haben die drei Staaten wichtige Fortschritte erzielt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Militärische Kontrolle:</strong> Burkina Faso hat die Kontrolle über 70 % seines Territoriums zurückgewonnen, Mali hat die Region Kidal zurückerobert, und Niger konnte ebenfalls Gebiete unter staatliche Kontrolle bringen.</li>



<li><strong>Wirtschaftliche Unabhängigkeit:</strong> Die Kündigung sog. &#8220;neokolonialer&#8221; Abkommen hat die Diversifizierung von Partnerschaften ermöglicht, insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Wirtschaft und Diplomatie, so die Staatschefs.</li>



<li><strong>Regionale Zusammenarbeit:</strong> Die AES hat eine vereinte Sahel-Sicherheitsstreitkraft ins Leben gerufen, um die Verteidigung und Solidarität der Mitgliedstaaten zu stärken.</li>
</ul>



<h3 id="appelle-an-die-bevoelkerung" class="wp-block-heading"><a href="https://youtu.be/_ZIkz1ghJNs?si=XGy4VOOTSQ4g6ejx">Appelle</a> an die Bevölkerung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der burkinische Premierminister Rimtalba Jean Emmanuel Ouédraogo rief die Bevölkerung zu Wachsamkeit und Durchhaltevermögen auf. Er betonte, dass die Emanzipation von imperialistischen Strukturen Opfer und Entschlossenheit erfordere: „Freiheit wird nicht geschenkt, sie muss erkämpft werden. Unsere drei Staaten haben diesen Weg eingeschlagen, um unseren Kindern eine souveräne und prosperierende Zukunft zu sichern.“</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/_ZIkz1ghJNs?si=hLG36jCKe-k1-AX1" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<h3 id="der-weg-nach-vorn" class="wp-block-heading">Der Weg nach vorn</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Allianz der Staaten des Sahel verfolgt drei zentrale Ziele:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Unabhängige Außenpolitik</strong> ohne Beeinflussung durch externe Mächte.</li>



<li><strong>Autonome Verteidigungsstrategie</strong>, um die Sicherheit der Region selbstständig zu gewährleisten.</li>



<li><strong>Investitionen in die Entwicklung</strong>, um die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Länder betonen, dass sie trotz der Herausforderungen vereint und entschlossen sind, ihre Vision einer souveränen und unabhängigen Zukunft zu verwirklichen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/offizieller-austritt-der-sahel-staaten-allianz-aus-der-ecowas/">Offizieller Austritt der Sahel-Staaten-Allianz aus der ECOWAS</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Offizieller Austritt der Sahel-Staaten-Allianz aus der ECOWAS</media:title>
			<media:description type="html">Die Allianz der Staaten des Sahel (AES) – bestehend aus Burkina Faso, Mali und Niger – tritt offiziell aus der ECOWAS aus.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Religionsfreiheit unter Druck – Polarisierende Diskurse gefährden den sozialen Frieden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/religionsfreiheit-unter-druck-polarisierende-diskurse-gefaehrden-den-sozialen-frieden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mali, ein Land mit einer reichen Tradition interreligiöser Toleranz, steht vor der Herausforderung wachsender Spannungen zwischen seinen Glaubensgemeinschaften.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Freligionsfreiheit-unter-druck-polarisierende-diskurse-gefaehrden-den-sozialen-frieden%2F&amp;action_name=Religionsfreiheit%20unter%20Druck%20%E2%80%93%20Polarisierende%20Diskurse%20gef%C3%A4hrden%20den%20sozialen%20Frieden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/religionsfreiheit-unter-druck-polarisierende-diskurse-gefaehrden-den-sozialen-frieden/">Religionsfreiheit unter Druck – Polarisierende Diskurse gefährden den sozialen Frieden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, ein Land mit einer reichen Tradition interreligiöser Toleranz, steht vor der Herausforderung wachsender Spannungen zwischen seinen Glaubensgemeinschaften. Polarisierende religiöse Reden, verstärkt durch soziale Medien, gefährden zunehmend die soziale Kohäsion. Aktuelle Entwicklungen und gesetzliche sowie gesellschaftliche Gegenmaßnahmen beleuchten die Bemühungen des Landes, diese Dynamik zu bewältigen.</p>



<h4 id="polarisierende-religioese-diskurse-und-ihre-auswirkungen" class="wp-block-heading">Polarisierende religiöse Diskurse und ihre Auswirkungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahren kam es in Mali verstärkt zu Kontroversen um religiöse Predigten. Persönlichkeiten wie Mahi Ouattara, Abdoulaye Koïta und Michel Samaké wurden beschuldigt, durch ihre Reden Hass und Intoleranz zu schüren. Nach Angaben der Nachrichtenagentur <em><a href="https://www.journaldumali.com/discours-religieux-quand-les-mots-attisent-la-discorde-et-menacent-la-paix-sociale/">Journal du Mali</a></em> führten solche Vorfälle zu einer verstärkten Überwachung durch die Justiz, um die interreligiöse Harmonie zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statistiken unterstreichen die Herausforderungen: Mali, mit einer Bevölkerung von über 22 Millionen Menschen, ist zu 95 % muslimisch (hauptsächlich sunnitisch, malekitischer Rechtsschule) und zu 5 % christlich. Der gesetzliche Rahmen des Landes, einschließlich der laizistischen Verfassung von 2023, garantiert die Religionsfreiheit und verurteilt religiöse Diskriminierung. Artikel 32 der Verfassung definiert die Laizität als Instrument des friedlichen Zusammenlebens, während Artikel 242-1 des Strafgesetzbuchs Aufstachelung zu Hass mit bis zu sieben Jahren Haft ahndet.</p>



<h4 id="die-rolle-der-sozialen-medien" class="wp-block-heading">Die Rolle der sozialen Medien</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mit über 7,82 Millionen Internetnutzern und 2,15 Millionen aktiven Social-Media-Konten im Jahr 2024 (Quelle: DaraReportal) stellen digitale Plattformen einen zentralen Verstärker religiöser Konflikte dar. Algorithmen, die polarisierende Inhalte bevorzugen, begünstigen Polarisierung und Extremismus. Die Bemühungen des Nationalen Zentrums für Cyberkriminalitätsbekämpfung zeigen erste Erfolge, stoßen jedoch aufgrund begrenzter Ressourcen an ihre Grenzen.</p>



<h4 id="regionale-und-internationale-vorbilder" class="wp-block-heading">Regionale und internationale Vorbilder</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Länder wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a> bieten Beispiele für erfolgreiche Strategien zur Regulierung religiöser Diskurse. Der marokkanische Hohe Rat der Ulema (Gelehrten) bildet Imame in moderatem Islam aus, während der Nationale Rat der Imame in Senegal ähnliche Aufgaben erfüllt. Auf internationaler Ebene unterstützt die US-Botschaft in Mali interreligiöse Dialoginitiativen, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Médersas, religiöse Schulen, spielen eine Schlüsselrolle in der religiösen Bildung Malis. Doch mangelnde Aufsicht führt in einigen Regionen zur Verbreitung radikaler Ideen. Das Ministerium für religiöse Angelegenheiten hat Programme eingeführt, um Lehrkräfte für friedliche Koexistenz zu schulen. Dennoch bleibt die Umsetzung eine Herausforderung, insbesondere in Gebieten, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind.</p>



<h4 id="nationale-massnahmen-und-herausforderungen" class="wp-block-heading">Nationale Maßnahmen und Herausforderungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nationale Aktionsplan zur Prävention von gewalttätigem Extremismus (2021–2025) und das PARLER-Projekt (2022) sind zentrale Bausteine der Regierungsstrategie. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Ursachen der Radikalisierung durch Bildung und interreligiösen Dialog zu bekämpfen. Trotz dieses Engagements bleiben unzureichende Ressourcen und die anhaltende Unsicherheit große Hindernisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Malis Bemühungen zur Förderung der religiösen Toleranz und zur Bekämpfung polarisierender Diskurse stehen vor bedeutenden Herausforderungen. Ein stärkerer Fokus auf Koordination, Bildung und internationale Zusammenarbeit könnte dazu beitragen, den sozialen Frieden im Land langfristig zu sichern.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Besuch von Sudans General Abdel Fattah Al-Burhan in Mali und Mauretanien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/besuch-von-sudans-general-abdel-fattah-al-burhan-in-mali-und-mauretanien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 10:41:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=13449</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der sudanesische Präsident, General Abdel Fattah Al-Burhan, besuchte am 11. und 12. Januar 2025 Mali, um die bilateralen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbesuch-von-sudans-general-abdel-fattah-al-burhan-in-mali-und-mauretanien%2F&amp;action_name=Besuch%20von%20Sudans%20General%20Abdel%20Fattah%20Al-Burhan%20in%20Mali%20und%20Mauretanien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/besuch-von-sudans-general-abdel-fattah-al-burhan-in-mali-und-mauretanien/">Besuch von Sudans General Abdel Fattah Al-Burhan in Mali und Mauretanien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der sudanesische Präsident, General Abdel Fattah Al-Burhan, besuchte am 11. und 12. Januar 2025 Mali, um die bilateralen Beziehungen und die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu intensivieren. Der Besuch spiegelt die Bemühungen wider, gemeinsame Herausforderungen in der Sahelregion anzugehen.</p>



<h3 id="kooperation-fuer-sicherheit-und-entwicklung" class="wp-block-heading">Kooperation für Sicherheit und Entwicklung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner 48-stündigen Reise traf Al-Burhan mit Malis Übergangspräsidenten, General Assimi Goïta, zusammen. Die Gespräche konzentrierten sich auf strategische Themen wie Terrorismusbekämpfung, Migration und wirtschaftliche Stabilität, die beide Länder betreffen. Laut einer Erklärung der malischen Präsidentschaft diente der Besuch der Planung gemeinsamer Initiativen, etwa zur militärischen Zusammenarbeit, zum Austausch von Geheimdienstinformationen und zur Entwicklung von Mechanismen für schnelle Krisenreaktionen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">En visite d’amitié et de travail de 48 heures à Bamako, le Président du Conseil Souverain de Transition du Soudan, Son Excellence le Général Abdel Fattah AL-BURHAN, a été reçu par le Président de la Transition, Son Excellence le Général d’Armée Assimi GOÏTA, Chef de l’État. <a href="https://t.co/kakgB2f7cu">pic.twitter.com/kakgB2f7cu</a></p>
<p>&mdash; Presidence Mali (@PresidenceMali) <a href="https://twitter.com/PresidenceMali/status/1878136908011667733?ref_src=twsrc%5Etfw">January 11, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Länder stehen vor ähnlichen Herausforderungen, insbesondere im Bereich der inneren Sicherheit und der sozioökonomischen Entwicklung. Daher wurde auch der Austausch von Expertenwissen in erneuerbaren Energien, nachhaltiger Landwirtschaft und wirtschaftlicher Resilienz thematisiert.</p>



<h3 id="symbolischer-schulterschluss-in-einer-schwierigen-zeit" class="wp-block-heading">Symbolischer Schulterschluss in einer schwierigen Zeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> befinden sich in entscheidenden Phasen ihrer politischen Geschichte. Beide Staaten werden von Übergangsregierungen geführt, die versuchen, Stabilität und Souveränität zu wahren, während sie mit internen und externen Krisen konfrontiert sind. Die Gespräche zwischen den beiden Präsidenten wurden als Möglichkeit gesehen, einen symbolischen Schulterschluss zu zeigen und eine stärkere regionale Zusammenarbeit zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Begegnung markiert einen entscheidenden Schritt zur Konsolidierung der Beziehungen zwischen unseren Nationen, die durch historische und kulturelle Bande verbunden sind“, betonte Al-Burhan.</p>



<h3 id="blick-auf-die-region-und-darueber-hinaus" class="wp-block-heading">Blick auf die Region und darüber hinaus</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="461" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/13-01-2025-s0012-1-1024x461-1.jpg" alt="" class="wp-image-13451 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/13-01-2025-s0012-1-1024x461-1.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/13-01-2025-s0012-1-1024x461-1-300x135.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/13-01-2025-s0012-1-1024x461-1-768x346.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/13-01-2025-s0012-1-1024x461-1-380x171.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/13-01-2025-s0012-1-1024x461-1-800x360.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben bilateralen Fragen wurden auch regionale und kontinentale Themen angesprochen. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, ein vereintes afrikanisches Vorgehen zur Bewältigung von Sicherheitsbedrohungen und zur Förderung der wirtschaftlichen Integration zu entwickeln.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an seinen Besuch in Mali reiste Al-Burhan nach <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/">Mauretanien</a>, wo er sich mit dem mauretanischen Präsidenten und Vorsitzenden der Afrikanischen Union, Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani, traf. Dort wurde die sudanesische Krise intensiv diskutiert. El Ghazouani sicherte umfassende Unterstützung zu, um die humanitäre Lage zu lindern und die wirtschaftliche Erholung des Sudan zu fördern.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/besuch-von-sudans-general-abdel-fattah-al-burhan-in-mali-und-mauretanien/">Besuch von Sudans General Abdel Fattah Al-Burhan in Mali und Mauretanien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Diplomatische Spannungen: Unterstützt Algerien Terrorgruppen im Mali?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/diplomatische-spannungen-unterstuetzt-algerien-terrorgruppen-im-mali/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2025 16:45:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die diplomatischen Beziehungen zwischen Mali und Algerien befinden sich erneut an einem Tiefpunkt. Im Zentrum der Krise stehen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdiplomatische-spannungen-unterstuetzt-algerien-terrorgruppen-im-mali%2F&amp;action_name=Diplomatische%20Spannungen%3A%20Unterst%C3%BCtzt%20Algerien%20Terrorgruppen%20im%20Mali%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die diplomatischen Beziehungen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> befinden sich erneut an einem Tiefpunkt. Im Zentrum der Krise stehen Anschuldigungen Malis, Algerien unterstütze Terrorgruppen und mische sich in die inneren Angelegenheiten des Landes ein.</p>



<h3 id="der-vorwurf-algerien-unterstuetzt-terrorgruppen-im-norden-malis" class="wp-block-heading">Der Vorwurf: Algerien unterstützt Terrorgruppen im Norden Malis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einer am 1. Januar 2025 veröffentlichten Erklärung verurteilte das malische Außenministerium die Äußerungen des algerischen Außenministers Ahmed Attaf als „flagrante Einmischung“. Attaf hatte erklärt, dass der Konflikt in Mali eine politische und keine militärische Lösung erfordere. Diese Aussage wird in Bamako als Kritik an der militärischen Strategie Malis interpretiert, die von der Afrikanischen Sicherheitskonföderation (AES) unterstützt wird.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de">
<p lang="fr" dir="ltr">Communiqué du Ministère des Affaires étrangères et de la Coopération internationale de la République du Mali dénonçant la persistance de certaines Autorités algériennes à poursuivre des actes d’ingérence dans les affaires intérieures du Mali. </p>
<p>Bureau de l’Information et de la… <a href="https://t.co/J7jkJ4xrmb">pic.twitter.com/J7jkJ4xrmb</a></p>
<p>&mdash; Ministère des Affaires étrangères du Mali (@MaliMaeci) <a href="https://twitter.com/MaliMaeci/status/1874548052696142013?ref_src=twsrc%5Etfw">1. Januar 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Dezember 2023 hatten sich die Spannungen verschärft, als beide Länder ihre Botschafter einbestellten und schließlich abberiefen. Der Vorwurf Malis, Algerien gewähre Terrorgruppen logistische Unterstützung, wurde erstmals Anfang 2024 laut und wird nun mit größerer Schärfe wiederholt. Bamako betont, dass es keine Einmischung in seine Souveränität dulden werde.</p>



<h3 id="algerien-an-der-spitze-des-un-sicherheitsrats" class="wp-block-heading">Algerien an der Spitze des UN-Sicherheitsrats</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund dieser Krise hat Algerien am 2. Januar 2025 die turnusmäßige Präsidentschaft des UN-Sicherheitsrats übernommen. Algerien kündigte an, Frieden und Sicherheit in Afrika und der arabischen Welt zu priorisieren. Diese Rolle, so viele Akteure in der Region, kann Algerien nicht gerecht werden.</p>



<h3 id="unterschiedliche-sicherheitsstrategien" class="wp-block-heading">Unterschiedliche Sicherheitsstrategien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise offenbart fundamentale Differenzen in den sicherheitspolitischen Ansätzen der beiden Länder. Algerien setzt auf die Unterstützung von separatistischen Bewegungen wie die Asawad im Norden Malis, während Mali, unterstützt von der AES, eine militärische Strategie verfolgt. Bamako wirft Algerien vor, durch verdeckte Unterstützung bewaffneter Gruppen Konflikte zu fördern, während es öffentlich den Dialog predigt. Gleichzeitig fordert Mali Algerien auf, sich mit internen Herausforderungen wie der Kabylei-Frage zu befassen, bevor es sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischt. Diese Forderungen werden von der Mehrheit der staatlichen Akteure im Sahel geteilt.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">🇲🇱 🇩🇿 URGENT | Le <a href="https://twitter.com/hashtag/Mali?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Mali</a> tacle violemment l’<a href="https://twitter.com/hashtag/Alg%C3%A9rie?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Algérie</a> suite aux propos du ministre algérien des affaires étrangères, Ahmed <a href="https://twitter.com/hashtag/Attaf?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Attaf</a>, et conseille à l’Algérie de s’occuper de ses problèmes internes, notamment concernant les velléités d’<a href="https://twitter.com/hashtag/ind%C3%A9pendance?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#indépendance</a> de la <a href="https://twitter.com/hashtag/Kabylie?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Kabylie</a>.</p>
<p>&#8211; Le soutien… <a href="https://t.co/xiZYCwSM4P">pic.twitter.com/xiZYCwSM4P</a></p>
<p>&mdash; La Revue Afrique (@larevueafrique) <a href="https://twitter.com/larevueafrique/status/1874597422950711792?ref_src=twsrc%5Etfw">January 1, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="droht-ein-voelliger-bruch" class="wp-block-heading">Droht ein völliger Bruch?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmend heftigen Anschuldigungen lassen eine vollständige Unterbrechung der diplomatischen Beziehungen zwischen Mali und Algerien immer wahrscheinlicher erscheinen. Eine solche Eskalation könnte die regionalen Bemühungen zur Terrorismusbekämpfung erheblich beeinträchtigen, insbesondere im von Instabilität geprägten Sahel. Dennoch betont Mali seine Bereitschaft zum Dialog – unter der Voraussetzung, dass Algerien die Souveränität Malis respektiert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>IS-Terrorist Mohamed Ould Erkehele durch malische Streitkräfte festgenommen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/is-terrorist-mohamed-ould-erkehele-durch-malische-streitkraefte-festgenommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2025 16:17:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 3. Januar gelang den malischen Streitkräften (FAMa) ein entscheidender Schlag gegen den Terrorismus: Mohamed Ould Erkehele, auch&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fis-terrorist-mohamed-ould-erkehele-durch-malische-streitkraefte-festgenommen%2F&amp;action_name=IS-Terrorist%20Mohamed%20Ould%20Erkehele%20durch%20malische%20Streitkr%C3%A4fte%20festgenommen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/is-terrorist-mohamed-ould-erkehele-durch-malische-streitkraefte-festgenommen/">IS-Terrorist Mohamed Ould Erkehele durch malische Streitkräfte festgenommen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Januar gelang den malischen Streitkräften (FAMa) ein entscheidender Schlag gegen den Terrorismus: Mohamed Ould Erkehele, auch bekannt als Abou Rakia und Abou Chach, wurde in der Region Gao, rund 120 Kilometer von Bourem entfernt, festgenommen. Die Festnahme dieses hochrangigen Anführers des „Islamischen Staates im Sahel“ (IS-S) stellt einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus in der Region dar.</p>



<h3 id="mohamed-ould-erkehele-ein-veteran-des-terrors" class="wp-block-heading">Mohamed Ould Erkehele: Ein Veteran des Terrors</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mohamed Ould Erkehele gilt als einer der erfahrensten Terroristen im Sahel. Seit 2012 war er in verschiedenen Gruppierungen aktiv, darunter MUJAO und die Koalition CMA/HCUA, bevor er sich 2022 erneut dem IS-S anschloss. Seine Rolle als Koordinator und Facilitator war von zentraler Bedeutung für die Infiltration ausländischer Dschihadisten in der Region.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">Un ennemi d’Allah arrêté par les <a href="https://twitter.com/hashtag/FAMAS?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FAMAS</a>, un autre coup contre <a href="https://twitter.com/hashtag/DAESH?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DAESH</a>. <br />Mohamed Ould <a href="https://twitter.com/hashtag/Erkehele?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Erkehele</a> alias Abou rakia alias Abou Chach </p>
<p>Les Forces Armées Maliennes ont eu une nouvelle victoire décisive dans leur lutte implacable contre Daesh, grâce à l’arrestation de Mohamed Ould… <a href="https://t.co/2yrFrgubiN">pic.twitter.com/2yrFrgubiN</a></p>
<p>&mdash; Moussa AG ACHARATOUMANE (@Mossa_ag) <a href="https://twitter.com/Mossa_ag/status/1875678510947221648?ref_src=twsrc%5Etfw">January 4, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="960" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Gge0nPQWoAAGNNS.jpeg" alt="" class="wp-image-13264 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Gge0nPQWoAAGNNS.jpeg 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Gge0nPQWoAAGNNS-225x300.jpeg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Gge0nPQWoAAGNNS-380x507.jpeg 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Erkehele spielte eine Schlüsselrolle bei der Verbindung zwischen dem IS im Sahel und seinen Zweigen im Maghreb. Unter seinen bekannten Komplizen befanden sich berüchtigte Anführer wie Abou Walid Al-Sahraoui und Abou Alghabas, die für zahlreiche Angriffe auf Zivilisten verantwortlich waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erkehele war an einer Reihe von schweren Verbrechen beteiligt, darunter das Massaker in Inwelan im Februar 2018, bei dem religiöse Führer ermordet, ein Dorf niedergebrannt und heilige Bücher geschändet wurden. Weitere Gräueltaten in Intakabart, Indélimane und Djebock unterstreichen seine brutale Vorgehensweise. Zudem manipulierte er lokale Gemeinschaften, indem er sich abwechselnd als Beschützer und Anführer präsentierte, um Kontrolle und Einfluss zu sichern.</p>
</div></div>



<h3 id="operation-der-fama" class="wp-block-heading">Operation der FAMa</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festnahme erfolgte durch eine spezialisierte Einheit der FAMa, die auch mehrere Kämpfer neutralisierte und ein bedeutendes Waffenarsenal sicherstellte, darunter Materialien zur Herstellung improvisierter Sprengsätze (IEDs). Diese Operation reiht sich in eine Serie erfolgreicher Einsätze ein, bei denen zuvor bereits andere IS-Anführer wie Abou Houzeifa und Ahmed Ag Ditta ausgeschaltet wurden.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">🚨🇲🇱 Urgent | Actualité des FAMa | </p>
<p>L&#39;Etat-Major Général des Armées confirme l&#39;arrestation de Mahamad Ould ERKEHILE alias ABOU RAKIA et récemment ABOU HACH, un chef de premier plan de l&#39;Etat Islamique au Grand Sahara (EIGS), la neutralisation de plusieurs de ses combattants et… <a href="https://t.co/UkVJKyE23N">pic.twitter.com/UkVJKyE23N</a></p>
<p>&mdash; Mali Transition Fo Saya 🇲🇱🇧🇫🇳🇪🇷🇺❤️ (@MaliTransition) <a href="https://twitter.com/MaliTransition/status/1875641958657388922?ref_src=twsrc%5Etfw">January 4, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut den ersten Ermittlungen ist Erkeheles Festnahme ein wertvoller Gewinn für die Geheimdienstarbeit. Seine Verbindungen zu führenden Figuren des IS könnten wichtige Einblicke in Netzwerke und Unterstützungsstrukturen bieten, um den Kampf gegen den Terrorismus weiter zu intensivieren.</p>



<h3 id="anhaltende-herausforderungen" class="wp-block-heading">Anhaltende Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieses Erfolgs bleibt der IS im Sahel eine ernstzunehmende Bedrohung. Seine dezentrale Struktur und die Fähigkeit, sich schnell anzupassen, ermöglichen weiterhin Angriffe und die Aufrechterhaltung seines Einflusses in Teilen der Region. Die malischen Streitkräfte betonen die Notwendigkeit, wachsam zu bleiben und die militärische und strategische Zusammenarbeit mit Partnern fortzusetzen.</p>
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			<media:title type="html">Gge0nPQWoAAGNNS</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Kampf um den Norden Malis &#8211; Separatistische Bewegung FLA im Fokus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/der-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Dec 2024 17:12:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 30. November 2024 haben sich die führenden separatistischen Gruppen im Norden Malis unter dem Namen &#8220;Front de&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fder-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus%2F&amp;action_name=Der%20Kampf%20um%20den%20Norden%20Malis%20%26%238211%3B%20Separatistische%20Bewegung%20FLA%20im%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/der-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus/">Der Kampf um den Norden Malis &#8211; Separatistische Bewegung FLA im Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 30. November 2024 haben sich die führenden separatistischen Gruppen im Norden <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Malis</a> unter dem Namen &#8220;Front de Libération de l&#8217;Azawad&#8221; (FLA) zusammengeschlossen. In einer Pressemitteilung erklärten die Verantwortlichen des &#8220;Cadre Stratégique Permanent pour la Défense du Peuple de l&#8217;Azawad&#8221; (CSP-DPA), der Koalition der Gruppen, dass die neue Bewegung die &#8220;autonomen Bestrebungen des Volkes von Azawad&#8221; vertreten werde. Ziel sei es, die vollständige Befreiung und die Schaffung einer autonomen Autorität für Azawad zu erreichen.</p>



<h2 id="zielsetzung-und-gruendung-des-fla" class="wp-block-heading">Zielsetzung und Gründung des FLA</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Azawad bezeichnet den nördlichen Teil Malis, den die separatistischen Bewegungen als ihr angestammtes Territorium beanspruchen. Die Gründung des FLA erfolgt nach intensiven Kämpfen mit der malischen Armee, die 2023 mehrere Städte im Norden zurückeroberte, darunter auch Kidal, ein Zentrum der Unabhängigkeitsbestrebungen. Der FLA will die politische und militärische Führung dieser Region stärken und gleichzeitig die Interessen der dortigen Bevölkerung vertreten.</p>



<h2 id="militaerische-rueckschlaege-und-politische-konsequenzen" class="wp-block-heading">Militärische Rückschläge und politische Konsequenzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach der Gründung des FLA erlebte die neue Koalition einen schweren Rückschlag. Am 1. Dezember 2024 führte die malische Armee, unterstützt durch Luftangriffe, eine Operation gegen eine Versammlung führender Mitglieder des FLA in Tinzaouatène, nahe der algerischen Grenze, durch. Bei den Angriffen wurden mehrere hochrangige Mitglieder des FLA getötet, darunter Fahad Ag Almahmoud, ehemaliger Sekretär des GATIA (Groupe d&#8217;Autodéfense Touareg Imghad et Alliés), und Choghib Ag Attaher, ein ehemaliger Abgeordneter der Region Kidal. Dieser Verlust stellt einen schweren Schlag für die Gruppierung dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Verluste zeigte sich der FLA entschlossen, seine Unabhängigkeitsziele weiter zu verfolgen. In einer Erklärung betonte der FLA-Sprecher, Mohamed Elmaouloud Ramadane, dass die getöteten Führer &#8220;Märtyrer&#8221; seien und ihre Vision von der &#8220;Befreiung Azawads&#8221; nicht geschwächt werde. Die militärischen Verluste könnten jedoch zu weiteren Spannungen und einer Verschärfung des Konflikts führen, da die Region bereits von Instabilität geprägt ist.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Mali?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Mali</a>-Nord-Groupes armés-D&#39;après mes informations, une coalition de groupes armés du nord pro-junte va bientôt lancer ses activités, après la création du Front de Libération de l&#39;Azawad ( FLA, indépendantiste) composé de cinq groupes armés du nord anti-Junte qui ont fusionné.</p>
<p>&mdash; Serge Daniel (@sergedanielinfo) <a href="https://twitter.com/sergedanielinfo/status/1864000623428939998?ref_src=twsrc%5Etfw">December 3, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="reaktionen-und-moegliche-eskalation" class="wp-block-heading">Reaktionen und mögliche Eskalation</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während die malische Armee den Erfolg der Operation feierte und erklärte, dass der &#8220;strukturierte Terroristen-Netzwerk&#8221; zerschlagen worden sei, äußerten Beobachter Besorgnis über eine mögliche Eskalation der Gewalt. Einige Experten für Sahelkonflikte vermuten, dass der Seperatisten, trotz interner Schwächen, sich neu organisieren könnte, um gegen die malische Armee zurückzuschlagen. Dr. Bréhima Mamadou Koné, ein politischer Analyst, merkte an, dass der FLA Schwierigkeiten haben werde, schnell eine neue militärische Strategie umzusetzen, während die malische Armee derzeit in einer stärkeren Position sei.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">Jubilant Malian took to the streets of Bamako, to welcome their heroes, some of whom have been deployed since October last year.</p>
<p>They are celebrating the people&#39;s success against armed group in Northern Mali, and the shocking liberation of Kidal.</p>
<p>With these great brothers,… <a href="https://t.co/Q4FGQPEwAs">pic.twitter.com/Q4FGQPEwAs</a></p>
<p>&mdash; Sahel Revolutionary Soldier (@cecild84) <a href="https://twitter.com/cecild84/status/1866862347484086524?ref_src=twsrc%5Etfw">December 11, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt abzuwarten, ob der FLA weitere militärische Rückschläge hinnehmen muss oder ob die Gruppe in der Lage sein wird, ihre politischen und militärischen Ziele trotz der schwierigen Lage zu verfolgen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fder-kampf-um-den-norden-malis-separatistische-bewegung-fla-im-fokus%2F&amp;action_name=Der%20Kampf%20um%20den%20Norden%20Malis%20%26%238211%3B%20Separatistische%20Bewegung%20FLA%20im%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mali schließt Fernsehsender Joliba TV nach Vorwürfen gegen Burkina Faso</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mali-schliesst-fernsehsender-joliba-tv-nach-vorwuerfen-gegen-burkina-faso/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2024 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die malische Kommunikationsbehörde Haute Autorité de la Communication (HAC) hat die Lizenz des privaten Fernsehsenders Joliba TV News&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmali-schliesst-fernsehsender-joliba-tv-nach-vorwuerfen-gegen-burkina-faso%2F&amp;action_name=Mali%20schlie%C3%9Ft%20Fernsehsender%20Joliba%20TV%20nach%20Vorw%C3%BCrfen%20gegen%20Burkina%20Faso&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die malische Kommunikationsbehörde Haute Autorité de la Communication (HAC) hat die Lizenz des privaten Fernsehsenders <a href="https://www.facebook.com/@JolibaTV.News/">Joliba TV News</a> widerrufen. Diese Entscheidung folgt auf eine Beschwerde des burkinischen Kommunikationsrats (CSC) wegen beleidigender Äußerungen gegen das burkinische Volk und dessen Präsidenten, Ibrahim Traoré.</p>



<h3 id="hintergrund-der-entscheidung" class="wp-block-heading"><strong>Hintergrund der Entscheidung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontroverse begann am 12. November 2024, als der burkinische Kommunikationsrat die HAC dazu aufforderte, Maßnahmen gegen Joliba TV zu ergreifen. Anlass war eine Sendung, in der der politische Kommentator Issa Kaou N’Djim die burkinische Führung scharf kritisierte und die jüngste Putschversuch-Debatte als inszeniert bezeichnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">N’Djim bezeichnete die angebliche Destabilisierungsaktion in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> als inszeniert und richtete dabei deutliche Vorwürfe an die burkinische Regierung. Ouagadougou verurteilte diese Äußerungen als „gravierende Verletzung der Ehre des burkinischen Volkes und seines Präsidenten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Issa Kaou N’Djim wurde am 13. November verhaftet, und sein Prozess ist für den 23. Dezember 2024 angesetzt.</p>


<p><iframe src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FJolibaTV.News%2Fposts%2Fpfbid0GNwvDxwiPLu7S3UQPw761obM4GiXZvPZupM4QpdU6e5P9dbVbAmD698QHVCoJsdol&#038;show_text=true&#038;width=500" width="500" height="628" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share"></iframe></p>



<h3 id="kritik-an-joliba-tv-und-massnahmen-der-hac" class="wp-block-heading"><strong>Kritik an Joliba TV und Maßnahmen der HAC</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die HAC begründete ihre Entscheidung mit „Verstößen gegen journalistische Ethik und Deontologie“ sowie einer „Verletzung der Würde eines ausländischen Staatschefs“. Der Lizenzentzug soll am 26. November 2024 wirksam werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joliba TV News hat jedoch die Möglichkeit, innerhalb von drei Tagen rechtliche Schritte einzuleiten. Ein Einspruch könnte die Aussetzung der Entscheidung bis zu einem endgültigen Urteil ermöglichen.</p>



<h3 id="wiederholte-verstoesse-durch-joliba-tv" class="wp-block-heading"><strong>Wiederholte Verstöße durch Joliba TV</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht das erste Mal, dass der Sender ins Visier der malischen Kommunikationsbehörde gerät. Bereits im November 2022 wurde der Sender für zwei Monate suspendiert, nachdem er die Übergangsbehörden und die HAC selbst scharf kritisiert hatte. Die jüngste Entscheidung könnte den Sender langfristig betreffen, je nach Ausgang möglicher rechtlicher Auseinandersetzungen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Neuer Premierminister Abdoulaye Maïga aus Reihen des Militärs ernannt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neuer-premierminister-abdoulaye-maiga-aus-reihen-des-militaers-ernannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einen Tag nach der Entlassung von Premierminister Choguel Kokalla Maïga hat die malische Übergangsregierung am Donnerstag, den 21.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneuer-premierminister-abdoulaye-maiga-aus-reihen-des-militaers-ernannt%2F&amp;action_name=Neuer%20Premierminister%20Abdoulaye%20Ma%C3%AFga%20aus%20Reihen%20des%20Milit%C3%A4rs%20ernannt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-premierminister-abdoulaye-maiga-aus-reihen-des-militaers-ernannt/">Neuer Premierminister Abdoulaye Maïga aus Reihen des Militärs ernannt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Einen Tag nach der Entlassung von Premierminister Choguel Kokalla Maïga hat die malische Übergangsregierung am Donnerstag, den 21. November 2024, General Abdoulaye Maïga zum neuen Premierminister ernannt. Dies geht aus einem Dekret von Übergangspräsident General Assimi Goïta hervor.</p>



<h3 id="konsolidierung-der-macht-durch-die-junta" class="wp-block-heading">Konsolidierung der Macht durch die Junta</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ernennung von General Abdoulaye Maïga stehen nun alle zentralen Institutionen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Malis</a> – Präsidentschaft, Nationaler Übergangsrat und Premierministeramt – vollständig unter militärischer Kontrolle. Der neue Premierminister, bisher Regierungssprecher und stellvertretender Premierminister, gilt als enger Vertrauter von Goïta. Seine Loyalität spielte laut politischen Beobachtern eine entscheidende Rolle bei der Besetzung des Amtes.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560" data-lang="de">
<p lang="en" dir="ltr">Keeping up with the Coupdashions:<br />A day after removing Choguel Maiga as Prime Minister, Mali’s military leader General Assimi Goita has appointed govt spokesperson Major General Abdoulaye Maiga as the country’s new prime minister.<br />Decree read out on state tv today: <a href="https://t.co/PBOSa6xBtt">pic.twitter.com/PBOSa6xBtt</a></p>
<p>&mdash; Samira Sawlani (@samirasawlani) <a href="https://twitter.com/samirasawlani/status/1859606180189843549?ref_src=twsrc%5Etfw">21. November 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h4 id="hintergrund-der-entlassung-von-choguel-maiga" class="wp-block-heading">Hintergrund der Entlassung von Choguel Maïga</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Choguel Kokalla Maïga, der seit Juni 2021 als Premierminister amtierte, wurde am 20. November seines Amtes enthoben. Der Entscheidung ging eine öffentliche Kritik seinerseits an der Verschiebung der Präsidentschaftswahlen voraus, die ursprünglich für März 2024 geplant waren. Der Premierminister beklagte seine Marginalisierung bei zentralen Entscheidungsprozessen der Übergangsregierung.</p>



<h3 id="wer-ist-abdoulaye-maiga" class="wp-block-heading">Wer ist Abdoulaye Maïga?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">General Abdoulaye Maïga, 43 Jahre alt, ist bekannt für seine entschiedenen Positionen gegen Opposition und ausländische Einflüsse. Bereits im Januar 2024 erklärte er:&nbsp;<em>„Ich werde keine Gegner einer Übergangsregierung akzeptieren.“</em>&nbsp;Er betonte, dass die Transition dazu diene, die Probleme des Landes zu lösen, die zu den politischen Krisen geführt hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Maïga hat sich international durch seine scharfe Kritik an Frankreich und der inzwischen abgezogenen UN-Mission MINUSMA hervorgetan. Er kritisierte wiederholt auch Algerien und andere internationale Akteure. Seine Ernennung unterstreicht die Richtung der Junta, die auf eine starke militärische Kontrolle und eine harte Linie gegenüber interner und externer Kritik setzt.</p>



<h4 id="zunehmende-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit" class="wp-block-heading">Zunehmende Einschränkungen der Meinungsfreiheit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Machtantritt der Junta 2020 wurden in Mali zahlreiche politische Aktivisten und Kritiker inhaftiert. Der Machtwechsel im Premierministeramt signalisiert eine weitere Verschärfung der Kontrolle durch die Militärregierung.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneuer-premierminister-abdoulaye-maiga-aus-reihen-des-militaers-ernannt%2F&amp;action_name=Neuer%20Premierminister%20Abdoulaye%20Ma%C3%AFga%20aus%20Reihen%20des%20Milit%C3%A4rs%20ernannt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Saudi-Arabien sammelt 1,1 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/saudi-arabien-sammelt-11-milliarden-us-dollar-fuer-humanitaere-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
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		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Saudi-Arabien hat über das King Salman Humanitarian Aid and Relief Centre (KSrelief) eine Geberkonferenz veranstaltet, bei der mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar für vertriebene Personen und Flüchtlinge in der Sahelzone und im Tschadsee-Gebiet gesammelt wurden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsaudi-arabien-sammelt-11-milliarden-us-dollar-fuer-humanitaere-hilfe%2F&amp;action_name=Saudi-Arabien%20sammelt%201%2C1%20Milliarden%20US-Dollar%20f%C3%BCr%20humanit%C3%A4re%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/saudi-arabien-sammelt-11-milliarden-us-dollar-fuer-humanitaere-hilfe/">Saudi-Arabien sammelt 1,1 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mehr als zehn Geberländer, Agenturen und Organisationen beteiligten sich an dieser Initiative, die in enger Zusammenarbeit mit der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) und dem Büro der Vereinten Nationen zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) in Dschidda abgehalten wurde.</p>



<h3 id="hintergrund-der-humanitaeren-krise-in-der-sahelzone-und-im-tschadsee-gebiet" class="wp-block-heading">Hintergrund der humanitären Krise in der Sahelzone und im Tschadsee-Gebiet</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="420" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2.jpg" alt="" class="wp-image-12131 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2.jpg 770w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2-300x164.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2-768x419.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2-380x207.jpg 380w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Region rund um den Tschadsee und die Sahelzone ist von massiven humanitären Herausforderungen betroffen. Ursache dieser Krisen sind  bewaffnete Konflikte und Naturkatastrophen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz zielte darauf ab, dringend benötigte Hilfe für Menschen in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>, Burkina Faso und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> bereitzustellen. Nach <a href="https://news.un.org/en/story/2024/10/1155996">Angaben</a> der Vereinten Nationen und des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) haben diese Länder mit erheblichen Vertreibungen und einer zunehmenden humanitären Krise zu kämpfen.</p>



<h3 id="saudi-arabien-unterstuetzung-fuer-humanitaere-organisationen" class="wp-block-heading">Saudi-Arabien: Unterstützung für humanitäre Organisationen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Abdullah Al Rabeeah, Berater im Königshof von Saudi-Arabien und Generaldirektor von KSrelief, sprach den Gebern seine Dankbarkeit aus und betonte die Solidarität und Stärke, die durch die bereitgestellten Mittel an humanitäre Organisationen weitergegeben werde. „Die Spenden stärken die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der betroffenen Bevölkerungen,“ so Al Rabeeah. Zudem bekräftigte er das Engagement des Königreichs Saudi-Arabien, seine humanitären Bemühungen weiter auszubauen und gemeinsam mit internationalen Partnern sicherzustellen, dass die Bedürftigsten erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär der OIC, Hissein Brahim Taha, hob die <a href="https://nannews.ng/2024/10/27/saudi-arabia-hosts-donors-raises-1-1bn-for-displaced-persons-in-lake-chad-others/">Konferenz</a> als Beispiel für internationale Zusammenarbeit hervor. Die gemeinsame Unterstützung durch OIC, UNHCR und OCHA zeige, dass globale Akteure bereit sind, zusammenzuarbeiten, um die Not der Menschen in Krisengebieten zu lindern.</p>



<h3 id="humanitaere-notlage-in-burkina-faso" class="wp-block-heading">Humanitäre Notlage in Burkina Faso</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Burkina Faso wurde die humanitäre Hilfe durch das Welternährungsprogramm (WFP) und die Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika intensiviert. 2024 stellte die US-Regierung rund 124 Millionen Dollar bereit, was etwa 70 % der Gesamtfinanzierung des WFP für Burkina Faso ausmacht. Mit diesen Mitteln konnte das WFP über eine Million Menschen mit lebensrettender Nothilfe versorgen. Diese Hilfe kam vor allem in schwer zugänglichen Gebieten durch den UN Humanitarian Air Service (UNHAS) an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sory Ouane, WFP-Landesdirektor in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, erklärte: „Diese unerschütterliche Unterstützung hat es dem WFP ermöglicht, bedürftige Bevölkerungen in schwer zugänglichen Gebieten zu erreichen.“ Trotz der Erfolge bestehen jedoch weiterhin große Herausforderungen, insbesondere in Hinblick auf die Nahrungsmittelversorgung und den Schutz der am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Prozess zum Kauf des Präsidentenflugzeugs erneut vertagt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/prozess-zum-kauf-des-praesidentenflugzeugs-erneut-vertagt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2024 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Prozess rund um den umstrittenen Kauf eines Präsidentenflugzeugs und militärischer Ausrüstung in Mali, der seit Wochen Schlagzeilen macht, wurde am Mittwoch, den 10. Oktober 2024, auf unbestimmte Zeit vertagt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fprozess-zum-kauf-des-praesidentenflugzeugs-erneut-vertagt%2F&amp;action_name=Prozess%20zum%20Kauf%20des%20Pr%C3%A4sidentenflugzeugs%20erneut%20vertagt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dies geschah nach der Forderung des Staatsanwalts, zusätzliche Informationen zur Herleitung des Kaufs des Präsidentenflugzeugs einzuholen und frühere Regierungsbeamte zu vernehmen.</p>



<h3 id="hintergrund-des-falls-und-die-forderungen-nach-weiteren-vernehmungen" class="wp-block-heading">Hintergrund des Falls und die Forderungen nach weiteren Vernehmungen</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="460" height="690" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Ibrahim_Boubacar_Keita_par_Claude_Truong-Ngoc_decembre_2013_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-11784 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Ibrahim_Boubacar_Keita_par_Claude_Truong-Ngoc_decembre_2013_cropped.jpg 460w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Ibrahim_Boubacar_Keita_par_Claude_Truong-Ngoc_decembre_2013_cropped-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Ibrahim_Boubacar_Keita_par_Claude_Truong-Ngoc_decembre_2013_cropped-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 460px) 100vw, 460px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://amap.ml/affaire-dachat-de-lavion-presidentiel-et-des-equipements-militaires-report-sine-die-pour-complement-dinformations/">Prozess</a> befasst sich mit Vorwürfen der Korruption und Misswirtschaft im Zusammenhang mit dem Kauf eines Präsidentenflugzeugs und militärischer Ausrüstung unter der Regierung des ehemaligen und verstorbenen Präsidenten der Republik Mali Ibrahim Boubacar Keïta (IBK). Zu den wichtigsten Akteuren, die im Rahmen dieser Affäre befragt werden sollen, gehören frühere Premierminister und andere hochrangige Regierungsbeamte, die zur Klärung der noch offenen Fragen beitragen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Generalstaatsanwalt Kokè Coulibaly, forderte eine erneute Untersuchung der Vorgänge und die Vernehmung ehemaliger Premierminister wie Oumar Tatam Ly und Moussa Mara. Auch der damalige Minister für den Haushalt, Madani Touré, sowie der französische Geschäftsmann Marc Gaffajolli sollen befragt werden, um Licht in die undurchsichtigen Vorgänge zu bringen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verteidigung widersprach den Forderungen der Staatsanwaltschaft vehement und bezeichnete deren Vorgehen als &#8220;mangelnden Mut&#8221;. Die Anwälte argumentierten, dass der Fall nach zwei Wochen Verhandlungen keinerlei Substanz mehr habe und die Anklage nichts gegen ihre Mandanten vorbringen könne. Sie forderten entweder einen sofortigen Freispruch oder die Fortführung des Prozesses ohne weitere Verzögerungen.</p>



<h3 id="entscheidung-des-gerichts-will-kaufvertraege-des-praesidentenflugzeugs-genauer-unter-die-lupe-nehmen" class="wp-block-heading">Entscheidung des Gerichts will Kaufverträge des Präsidentenflugzeugs genauer unter die Lupe nehmen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gericht folgte jedoch der Argumentation der Staatsanwaltschaft und ordnete eine Vertagung des Prozesses an, um die erforderlichen Vernehmungen durchzuführen. Unter anderem sollen die Verträge im Zusammenhang mit dem „Guo-Star-Protokoll“ überprüft werden, das im Rahmen des Budgets abgeschlossen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angeklagten müssen weiterhin in Haft bleiben, während Mahamadou Camara, ein ehemaliger Kommunikationsminister, aufgrund seiner Kautionsfreilassung nach Hause zurückkehren darf. Die Verteidiger planen, rechtliche Schritte einzuleiten, um die Freilassung ihrer Mandanten bis zur Wiederaufnahme des Verfahrens zu erwirken.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Erste Sitzung der Außenminister der Sahelstaaten-Konföderation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Sep 2024 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[ECOWAS]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 18. September 2024 fand in Bamako die erste Sitzung der Außenminister der Konföderation der Sahelstaaten (AES) statt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferste-sitzung-der-ausenminister-der-sahelstaaten-konfoderation%2F&amp;action_name=Erste%20Sitzung%20der%20Au%C3%9Fenminister%20der%20Sahelstaaten-Konf%C3%B6deration&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/erste-sitzung-der-ausenminister-der-sahelstaaten-konfoderation/">Erste Sitzung der Außenminister der Sahelstaaten-Konföderation</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Vertreter von Mali, Burkina Faso und Niger betonten dabei die Bedeutung einer engeren diplomatischen Zusammenarbeit, um die Vision der politischen und wirtschaftlichen Integration in der Region zu verwirklichen.</p>



<h2 id="sahel-konfoederation-statt-ecowas" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726957074002 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Sahel-Konföderation statt ECOWAS</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Außenminister Abdoulaye Diop (Mali), Karamoko Jean-Marie Traoré (Burkina Faso) und Bakary Yaou Sangaré (Niger) lobten den „visionären Führungsstil“ ihrer Staatsoberhäupter, die das Ziel verfolgen, den tiefen Bedürfnissen ihrer Bevölkerungen gerecht zu werden. Die Gründung der Konföderation am 6. Juli 2024 in Niamey sei ein entscheidender Schritt hin zu mehr wirtschaftlicher und sozialer Integration in der Region, so die Minister. Das langfristige Ziel sei die Bildung einer Föderation zwischen den drei Sahelstaaten.</p>



<h2 id="massnahmen-zur-umsetzung-der-beschluesse" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726957077207 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Maßnahmen zur Umsetzung der Beschlüsse</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister verpflichteten sich, alle erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung der Beschlüsse des Niamey-Gipfels zu ergreifen. Sie bekräftigten die politische und symbolische Bedeutung dieser Entwicklung auf dem Weg zu einer engeren Zusammenarbeit der drei Länder.</p>



<h2 id="kritik-an-auslaendischen-einmischungen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726957080988 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Kritik an ausländischen Einmischungen</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einem scharfen Ton verurteilten die Außenminister die Unterstützung von „ausländischen Sponsoren“ für terroristische Gruppen, die in der Region aktiv sind. Insbesondere kritisierten sie die Ukraine, die offen Terrorgruppen unterstützt haben soll, die kürzlich die Stadt Tinzawatène angegriffen hatten.</p>



<h2 id="koordination-der-diplomatischen-massnahmen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726957086434 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Koordination der diplomatischen Maßnahmen</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung diente auch dazu, einen Rahmen für die künftige diplomatische Zusammenarbeit der Konföderation zu schaffen. Neben den Außenministern sollen künftig auch die Botschafter der AES-Staaten eine einheitliche Position vertreten, um die Interessen der Region zu verteidigen. Die Teilnehmer legten konkrete Schritte fest, um den diplomatischen Teil der Agenda der Sahel-Konföderation voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung fand symbolträchtig am Jahrestag der Unterzeichnung der Liptako-Gourma-Charta statt, die am 16. September 2023 die Allianz der Sahelstaaten (AES) ins Leben gerufen hatte.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/erste-sitzung-der-ausenminister-der-sahelstaaten-konfoderation/">Erste Sitzung der Außenminister der Sahelstaaten-Konföderation</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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