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	<title>Hungersnot | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>Hungersnot | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat will weitere informelle Abstimmung über Nachfolge von Guterres</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-will-weitere-informelle-abstimmung-ueber-nachfolge-von-guterres/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 11:31:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Hunger folgt dem Krieg und kann ihn weiter verschärfen: Der UN-Sicherheitsrat nimmt Ernährungskrisen und weitere Wahlen in den Blick.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-will-weitere-informelle-abstimmung-ueber-nachfolge-von-guterres%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20will%20weitere%20informelle%20Abstimmung%20%C3%BCber%20Nachfolge%20von%20Guterres&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-will-weitere-informelle-abstimmung-ueber-nachfolge-von-guterres/">UN-Sicherheitsrat will weitere informelle Abstimmung über Nachfolge von Guterres</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Dänemark stellt den Zusammenhang zwischen bewaffneten Konflikten und Hunger in den Mittelpunkt seiner Präsidentschaft im UN-Sicherheitsrat. Die hochrangige Debatte ist für den 25. August in New York angesetzt. Unter dem Titel „Nahrung unter Beschuss“ soll der Rat beraten, wie globale und lokale Ernährungskrisen in Konfliktgebieten eingedämmt werden können. Auf dem Monatsprogramm stehen zugleich Beratungen zu Sudan, Südsudan und Libyen.</p>



<h2 id="h-danemark-drangt-auf-umsetzung-bestehender-beschlusse" class="wp-block-heading"><span id="daenemark-draengt-auf-umsetzung-bestehender-beschluesse">Dänemark drängt auf Umsetzung bestehender Beschlüsse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Wo Konflikte ausbrechen, folgt häufig Hunger“, sagte die dänische UN-Botschafterin Christina Markus Lassen bei der Vorstellung des Arbeitsprogramms. Zugleich könnten knappe Lebensmittel und der erschwerte Zugang zu Nahrung bestehende Konflikte weiter verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Vorsitz der Debatte am 25. August soll der dänische Außenminister übernehmen. Kopenhagen will die Sitzung nutzen, um die Umsetzung der Resolution 2417 aus dem Jahr 2018 zu überprüfen. Darin hatte sich der Sicherheitsrat bereits mit dem Zusammenhang zwischen bewaffneten Konflikten und Ernährungsunsicherheit befasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungen in der Straße von Hormus sowie weitere laufende Konflikte unterstrichen den Handlungsdruck, erklärte Lassen. Störungen wichtiger Handels- und Transportrouten können sich unmittelbar auf Lebensmittelpreise und Versorgungsketten auswirken.</p>



<h2 id="h-sudan-sudsudan-und-libyen-auf-der-agenda" class="wp-block-heading"><span id="sudan-suedsudan-und-libyen-auf-der-agenda">Sudan, Südsudan und Libyen auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Konflikte nehmen im Arbeitsprogramm einen festen Platz ein. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-beraet-hinter-verschlossenen-tueren-ueber-sudan/" data-type="post" data-id="24452">Bereits am 5. August befasst sich der Sicherheitsrat mit der Lage im Sudan. </a><a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-soll-unmiss-im-suedsudan-bis-2026-weiter-unterstuetzen/" data-type="post" data-id="19830">Für den 6. August sind Beratungen zur UN-Mission im Südsudan, UNMISS, angesetzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-ruft-libyen-zur-unterstuetzung-des-un-fahrplans-auf/" data-type="post" data-id="25318">Am 18. August folgen Sitzungen zur politischen UN-Unterstützungsmission in Libyen und zu den Sanktionen gegen das nordafrikanische Land. </a>Das offizielle Monatsprogramm sieht außerdem am 5. August eine Sitzung zu terroristischen Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sudan gehört nach Angaben der dänischen Ratspräsidentin zugleich zu den Konflikten, die je nach Entwicklung zusätzliche Sitzungen erforderlich machen könnten. Auch die Lage in der Ukraine, am Persischen Golf, im Westjordanland und im Gazastreifen werde der Rat eng verfolgen.</p>



<h2 id="h-streit-uber-gaza-und-humanitaren-zugang" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-gaza-und-humanitaeren-zugang">Streit über Gaza und humanitären Zugang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den Gazastreifen verlangte Lassen eine vollständige Umsetzung der Resolution 2803 aus dem Jahr 2025. Innerhalb des Rates bestehe Einigkeit über die Entwaffnung der Hamas und einen Rückzug der israelischen Streitkräfte, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach erneuten Todesfällen müsse der Sicherheitsrat weiterhin Fragen stellen und auf einen besseren humanitären Zugang drängen. Dänemark unterstütze zudem die Arbeit hochrangiger UN-Beauftragter, die sich mit sexualisierter Gewalt in Konflikten sowie mit der Lage von Kindern in Kriegsgebieten befassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Anerkennung eines palästinensischen Staates knüpft die dänische Regierung weiterhin an Bedingungen. Dazu gehört nach Darstellung Lassens eine Reform der Palästinensischen Autonomiebehörde.</p>



<h2 id="h-beratung-uber-arbeitsweise-des-sicherheitsrats" class="wp-block-heading"><span id="beratung-ueber-arbeitsweise-des-sicherheitsrats">Beratung über Arbeitsweise des Sicherheitsrats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zweite offene Debatte findet am 19. August statt. Sie beschäftigt sich mit der Arbeitsweise des Sicherheitsrats. Dänemark will dabei für ein transparenteres, wirksameres und stärker in die UN-Mitgliedschaft eingebundenes Gremium werben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Programm stehen außerdem Beratungen zu Jemen, Syrien und dem Nahen Osten. Am 27. August soll sich der Rat gesondert mit der politischen und humanitären Lage in Syrien befassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1440" height="1080" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1440px-UN-Sicherheitsrat_-_UN_Security_Council_-_New_York_City_-_2014_01_06.jpg" alt="" class="wp-image-11417 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lassen sprach von vorsichtigem Optimismus im Umgang mit der syrischen Übergangsregierung. Der Sicherheitsrat unterstütze die neue Führung, erwarte jedoch zugleich die Einhaltung ihrer eigenen Zusagen und der bestehenden UN-Resolutionen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-weitere-abstimmung-uber-neuen-un-generalsekretar" class="wp-block-heading"><span id="weitere-abstimmung-ueber-neuen-un-generalsekretaer">Weitere Abstimmung über neuen UN-Generalsekretär</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während der dänischen Präsidentschaft soll mindestens eine weitere informelle Abstimmung über die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres stattfinden. <a href="https://fokus-afrika.de/grynspan-fuehrt-erste-un-abstimmung-an-macky-sall-nur-auf-platz-fuenf/" data-type="post" data-id="29185">Diese sogenannten Straw Polls zeigen, welche Kandidaturen innerhalb des Sicherheitsrats Unterstützung oder Widerstand erhalten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dänemark hatte sich nach Angaben Lassens für mehr Transparenz und eine Veröffentlichung der Ergebnisse eingesetzt. Der Rat habe jedoch Vertraulichkeit vereinbart. Dass Ergebnisse bisheriger Abstimmungen dennoch an die Öffentlichkeit gelangten, bezeichnete die Botschafterin als bedauerlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss des Arbeitsmonats bildet am 31. August eine Bilanzsitzung des Sicherheitsrats.</p>
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		<item>
		<title>Konfliktparteien behindern 123,8 Millionen Euro deutsche Hilfe für den Südsudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/konfliktparteien-behindern-1238-millionen-euro-deutsche-hilfe-fuer-den-suedsudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 13:19:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>123,8 Millionen Euro aus Deutschland, aber Millionen Menschen ohne ausreichend Nahrung: In Teilen des Südsudan warnt die Bundesregierung vor einer drohenden Hungersnot.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkonfliktparteien-behindern-1238-millionen-euro-deutsche-hilfe-fuer-den-suedsudan%2F&amp;action_name=Konfliktparteien%20behindern%20123%2C8%20Millionen%20Euro%20deutsche%20Hilfe%20f%C3%BCr%20den%20S%C3%BCdsudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat für den Südsudan rund 123,8 Millionen Euro an humanitärer Hilfe bereitgestellt. Die Summe umfasst den Zeitraum von 2022 bis 2026. Gleichzeitig sind 7,8 Millionen Menschen akut von Ernährungsunsicherheit betroffen, während in einzelnen Konfliktgebieten eine Hungersnot droht. Eine vollständige Planung der deutschen Nothilfe für 2027 liegt noch nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Sie bezeichnet die humanitäre Lage im Südsudan als „weiterhin katastrophal“.</p>



<h2 id="h-millionen-menschen-benotigen-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="millionen-menschen-benoetigen-hilfe">Millionen Menschen benötigen Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rund zehn Millionen Menschen und damit etwa drei Viertel der südsudanesischen Bevölkerung sind auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Der Hilfsplan der Vereinten Nationen zählt 9,9 Millionen Menschen mit humanitärem Bedarf. Bei 4,1 Millionen von ihnen geht es um dringendste lebensrettende Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen geht von 7,8 Millionen Menschen aus, die nicht ausreichend mit Nahrung versorgt sind. In Teilen des Bezirks Akobo im Bundesstaat Jonglei besteht die Gefahr einer Hungersnot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise hat sich seit dem Jahreswechsel 2025/2026 erneut verschärft. Besonders betroffen ist Jonglei, wo bewaffnete Auseinandersetzungen große Teile der Zivilbevölkerung zur Flucht zwangen. Auch aus Upper Nile, Unity, Western Equatoria, Central Equatoria sowie den Grenzgebieten zu Uganda werden Kämpfe gemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen die Folgen des Krieges im benachbarten Sudan. Insgesamt 1,1 Millionen Flüchtlinge und Rückkehrer sind inzwischen von dort in den Südsudan gelangt. Das erhöht den Druck auf Gemeinden, Hilfsorganisationen und das kaum funktionsfähige Gesundheitssystem.</p>



<h2 id="h-geld-fur-hilfsorganisationen-und-un-fonds" class="wp-block-heading"><span id="geld-fuer-hilfsorganisationen-und-un-fonds">Geld für Hilfsorganisationen und UN-Fonds</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-zahlt-eine-milliarde-euro-an-humanitaere-hilfe/" data-type="post" data-id="25955">Von den 123,8 Millionen Euro stellte das Auswärtige Amt rund 84,52 Millionen Euro für Projekte internationaler Nichtregierungsorganisationen bereit.</a> Weitere 39,3 Millionen Euro flossen in den humanitären Länderfonds der Vereinten Nationen für den Südsudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Fonds können UN-Organisationen und humanitäre Partner auf besonders dringende Krisen reagieren. Die Finanzierung erfolgt aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den unterstützten Organisationen gehören unter anderem die Welthungerhilfe, die Diakonie, CARE Deutschland, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst, Plan International, World Vision Deutschland, Aktion gegen den Hunger und Tierärzte ohne Grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lokale südsudanesische Organisationen erhalten von der Bundesregierung keine unmittelbare Finanzierung. Eine direkte Förderung sei aufgrund des deutschen Zuwendungsrechts weder in der humanitären Hilfe noch in der Entwicklungszusammenarbeit möglich, erklärt die Bundesregierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lokale Organisationen würden jedoch als Partner internationaler Hilfswerke und UN-Organisationen in die Umsetzung von Projekten einbezogen. Auch aus den deutschen Mitteln für Stabilisierung wurde seit 2022 keine lokale Organisation direkt gefördert.</p>



<h2 id="h-konfliktparteien-behindern-humanitare-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="konfliktparteien-behindern-humanitaere-hilfe">Konfliktparteien behindern humanitäre Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/internationale-akteure-reagieren-auf-eskalierende-gewalt-in-suedsudan/" data-type="post" data-id="24140">Beide Seiten des südsudanesischen Konflikts behindern nach Einschätzung der Bundesregierung die Arbeit humanitärer Organisationen. </a>Der Zugang zu betroffenen Gebieten ist in weiten Teilen des Landes eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfslieferungen erreichen dadurch Menschen nicht oder nur verspätet. Humanitäre Einrichtungen werden zudem geplündert und Beschäftigte angegriffen. Nach Angaben des UN-Nothilfebüros wurden in den vergangenen drei Jahren 60 humanitäre Helferinnen und Helfer getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-droht-rueckfall-in-krieg/" data-type="post" data-id="21376">Die Bundesregierung berichtet außerdem von zahlreichen Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht durch alle Konfliktparteien.</a> Zivilisten würden gezielt vertrieben. Sexualisierte Gewalt werde systematisch als Waffe eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin fordert die südsudanesische Übergangsregierung deshalb auf, humanitären Organisationen einen sicheren und ungehinderten Zugang zu ermöglichen. Die Hauptverantwortung für den Schutz der Zivilbevölkerung und der Helfer liege bei der Regierung und den Konfliktparteien.</p>



<h2 id="h-gesundheitssystem-kaum-auf-epidemien-vorbereitet" class="wp-block-heading"><span id="gesundheitssystem-kaum-auf-epidemien-vorbereitet">Gesundheitssystem kaum auf Epidemien vorbereitet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die medizinische Versorgung ist in großen Teilen des Südsudan nur eingeschränkt oder überhaupt nicht vorhanden. Nach Einschätzung der Bundesregierung kann das Gesundheitssystem eine angemessene Versorgung der Bevölkerung nicht gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Südsudan wurden bislang keine Ebola-Fälle gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation bewertet das Risiko einer Ausbreitung aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo jedoch als erhöht. Grenzüberschreitende Bewegungen könnten das Virus zunächst in den Süden des Landes und anschließend weiter nach Norden tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltgesundheitsorganisation und die Ostafrikanische Gemeinschaft haben mit deutscher Unterstützung Vorbereitungen getroffen, um auf mögliche Infektionen reagieren zu können. Dazu wurden unter anderem medizinische Einrichtungen in den Grenzregionen zur Demokratischen Republik Kongo und zu Uganda überprüft.</p>



<h2 id="h-weitere-mittel-aus-der-sudan-konferenz" class="wp-block-heading"><span id="weitere-mittel-aus-der-sudan-konferenz">Weitere Mittel aus der Sudan-Konferenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der internationalen Sudan-Konferenz im April sagte Deutschland insgesamt 232 Millionen Euro für den Sudan und die betroffenen Nachbarländer zu. Für den Südsudan sind daraus 25,86 Millionen Euro im Jahr 2026 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere 8,09 Millionen Euro sind für 2027 und 2,19 Millionen Euro für 2028 eingeplant. Die Bundesregierung betont zugleich, dass sie noch keine vollständige Aussage über den gesamten Umfang der humanitären Hilfe für den Südsudan im Jahr 2027 treffen könne. Dieser hänge von den verfügbaren Haushaltsmitteln ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Aufstockungen über die bereits bei der Sudan-Konferenz zugesagten Beträge hinaus seien bei ausreichenden Mitteln geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Europäische Union erhöhte ihre humanitäre Finanzierung. Die Generaldirektion für europäischen Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe hatte für den Südsudan 2026 zunächst 41,5 Millionen Euro vorgesehen. Das Budget wurde im März um 28,5 Millionen Euro und im Juni um weitere 1,5 Millionen Euro auf insgesamt 71,5 Millionen Euro angehoben.</p>



<h2 id="h-berlin-fordert-ruckkehr-zum-friedensabkommen" class="wp-block-heading"><span id="berlin-fordert-rueckkehr-zum-friedensabkommen">Berlin fordert Rückkehr zum Friedensabkommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt die Vermittlungsbemühungen der ostafrikanischen Regionalorganisation IGAD, der Afrikanischen Union und ihres Sondergesandten Jakaya Kikwete. Berlin arbeitet außerdem mit der UN-Friedensmission UNMISS zusammen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="686" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-13634 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-1024x686.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-1536x1028.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-800x536.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English-1160x777.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1613px-Salva_Kiir_the_president_of_southern_Sudan_-_Flickr_-_Al_Jazeera_English.jpg 1613w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung fordert die Konfliktparteien auf, zum Friedensabkommen von 2018 zurückzukehren. Die Übergangsregierung soll politische Gefangene freilassen, einseitige Änderungen des Abkommens zurücknehmen und wieder einen friedlichen Dialog mit der Opposition aufnehmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf deutsche Initiative trafen sich westliche Botschafter und Vertreter von IGAD-Mitgliedstaaten in der südsudanesischen Hauptstadt Dschuba zu einem gemeinsamen Friedensaufruf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält zugleich die Durchführung der für den 22. Dezember 2026 angekündigten Wahlen für fraglich. Unsicherheit besteht demnach bei der Sicherheitslage, dem rechtlichen Rahmen, der staatlichen Finanzierung und der Beteiligung der zahlreichen Binnenvertriebenen, die keinen festen Wohnsitz oder keine Ausweisdokumente besitzen.</p>
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		<title>El Niño bedroht Malawi – für direkte Katastrophenhilfe bleiben nur 58.000 Euro</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/el-nino-bedroht-malawi-fuer-direkte-katastrophenhilfe-bleiben-nur-58-000-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 19:08:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Eine mögliche zweijährige El-Niño-Krise trifft Malawi mit nahezu leeren Kassen: Für konkrete Schutzmaßnahmen sind nur knapp 58.000 Euro eingeplant.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fel-nino-bedroht-malawi-fuer-direkte-katastrophenhilfe-bleiben-nur-58-000-euro%2F&amp;action_name=El%20Ni%C3%B1o%20bedroht%20Malawi%20%E2%80%93%20f%C3%BCr%20direkte%20Katastrophenhilfe%20bleiben%20nur%2058.000%20Euro&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/el-nino-bedroht-malawi-fuer-direkte-katastrophenhilfe-bleiben-nur-58-000-euro/">El Niño bedroht Malawi – für direkte Katastrophenhilfe bleiben nur 58.000 Euro</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Malawi steuert mit einer kaum finanzierten Katastrophenvorsorge auf einen möglichen starken El Niño zu. Die Warnung veröffentlichte das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungs- und Entwicklungspolitik im Juli 2026. Bis 2028 könnten zwar rund 167 Millionen Euro mobilisiert werden, der größte Teil dürfte jedoch erst nach dem nachgewiesenen Eintritt der Dürre verfügbar sein. Im laufenden Staatshaushalt stehen für konkrete Schutzmaßnahmen lediglich knapp 58.000 Euro bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institut warnt vor einer zweijährigen Krise. Die stärksten Folgen könnten Malawi nicht unmittelbar, sondern erst Anfang 2028 treffen. Würden die verfügbaren Mittel bereits für die ersten Schäden aufgebraucht, fehlte Geld während der schwersten Phase.</p>



<h2 id="h-millionenhilfen-konnten-zu-spat-eintreffen" class="wp-block-heading"><span id="millionenhilfen-koennten-zu-spaet-eintreffen">Millionenhilfen könnten zu spät eintreffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der größte Teil der möglichen Finanzierung soll von der Weltbank kommen. Die Gelder können jedoch voraussichtlich erst abgerufen werden, wenn die Auswirkungen der Dürre bestätigt sind. Damit rechnet das Institut frühestens im Februar oder März 2027.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt könnten bis 2028 etwa 167 Millionen Euro zusammenkommen. Zu den möglichen Finanzierungsquellen gehören das regionale Krisenvorsorgeprogramm der Weltbank, ein Sozialschutzprojekt und eine noch nicht abgeschlossene Dürreversicherung mit der African Risk Capacity.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltbankmittel müssen zugleich für weitere Katastrophen bis 2030 reichen. Würde Malawi den verfügbaren Betrag vollständig für El Niño einsetzen, bliebe das Land bei einer späteren Krise weitgehend ungeschützt.</p>



<h2 id="h-nur-ein-kleiner-teil-des-budgets-erreicht-die-betroffenen" class="wp-block-heading"><span id="nur-ein-kleiner-teil-des-budgets-erreicht-die-betroffenen">Nur ein kleiner Teil des Budgets erreicht die Betroffenen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Haushaltsjahr 2026/27 hat die Regierung umgerechnet rund 298.000 Euro für Katastrophenrisikomanagement eingeplant. Davon sind jedoch nur knapp 58.000 Euro für konkrete Maßnahmen vorgesehen. Der übrige Betrag fließt überwiegend in Reisen und Verwaltungskosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie groß die Finanzierungslücke ausfallen kann, zeigte bereits die Dürre von 2024. Die damalige Regierung bat um rund 393 Millionen Euro internationale Hilfe. Einen Monat später war erst etwa ein Fünftel zugesagt. Auch im März 2025 fehlten weiterhin Mittel aus dem Hilfsbedarf von umgerechnet rund 392 Millionen Euro.</p>



<h2 id="h-risiko-eines-besonders-starken-el-nino" class="wp-block-heading"><span id="risiko-eines-besonders-starken-el-nino">Risiko eines besonders starken El Niño</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahrscheinlichkeit eines starken bis sehr starken El Niño liegt bei 80 Prozent. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 24 Prozent könnte das Ereignis sogar schwerer ausfallen als 2015/16.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Malawi.tif-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-29064 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Malawi.tif-1024x512.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Malawi.tif-300x150.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Malawi.tif-768x384.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Malawi.tif-380x190.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Malawi.tif-800x400.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Malawi.tif-1160x580.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Malawi.tif.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während eines El Niño verschieben sich die Niederschlagsmuster durch ungewöhnlich hohe Wassertemperaturen im tropischen Pazifik. Im südlichen Afrika führt das häufig zu Hitze, ausbleibendem Regen und Ernteverlusten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Malawi leidet bereits unter hohen Treibstoff- und Düngemittelpreisen. Dadurch verteuern sich Lebensmittel und landwirtschaftliche Betriebsmittel. Eine neue Dürre könnte die Ernten weiter verringern und den Bedarf an Importen und Nothilfe erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Saison 2023/24 hatte eine vergleichbare Trockenheit die Regierung gezwungen, in 23 Distrikten den Katastrophenfall auszurufen.</p>



<h2 id="h-regierung-bereitet-massnahmen-vor" class="wp-block-heading"><span id="regierung-bereitet-massnahmen-vor">Regierung bereitet Maßnahmen vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Katastrophenschutzbehörde arbeitet an einem ressortübergreifenden Vorbereitungsplan. Präsident Peter Mutharika hatte die Behörden im Mai zu frühzeitigen Maßnahmen aufgefordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/malawi-will-wirtschaftswachstum-durch-landwirtschaft-ankurbeln/">Das Landwirtschaftsministerium setzt unter anderem auf trockenheitsverträglichere Pflanzen wie Maniok und Süßkartoffeln.</a> Fachleute fordern außerdem mehr Mittel für Frühwarnsysteme und eine feste Absicherung der Katastrophenbudgets.</p>
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			<media:title type="html">Malawi.tif</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland plant 130 Millionen Euro für den Sahel – Deutsche unterstützen den Kampf gegen Hunger</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-plant-130-millionen-euro-fuer-den-sahel-deutsche-unterstuetzen-den-kampf-gegen-hunger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Westafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>78 Millionen Menschen hungern in Westafrika. Deutschland startet nun einen neuen Sahel-Prozess und plant 130 Millionen Euro für Ernährung, Landwirtschaft und Perspektiven junger Menschen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-plant-130-millionen-euro-fuer-den-sahel-deutsche-unterstuetzen-den-kampf-gegen-hunger%2F&amp;action_name=Deutschland%20plant%20130%20Millionen%20Euro%20f%C3%BCr%20den%20Sahel%20%E2%80%93%20Deutsche%20unterst%C3%BCtzen%20den%20Kampf%20gegen%20Hunger&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland startet einen neuen internationalen Koordinierungsprozess für Ernährungssicherung im Sahel und plant zugleich 130 Millionen Euro für Resilienzprogramme in fünf Ländern. Der Auftakt erfolgte am Dienstag in Berlin. Von der Gesamtsumme sollen 120 Millionen Euro an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen und das Kinderhilfswerk UNICEF fließen. Gefördert werden sollen Vorhaben in Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der „Berlin Process for Food Security in the Sahel“ soll Regierungen der Region, deutsche Entwicklungsorganisationen und mehrere UN-Einrichtungen enger zusammenbringen. Neben dem Welternährungsprogramm und UNICEF sind die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO sowie der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus/" data-type="post" data-id="27124">Das Bundesentwicklungsministerium will damit parallele Programme stärker aufeinander abstimmen und die verfügbaren Mittel gezielter einsetzen. </a>Staatssekretär Niels Annen eröffnete den Prozess für die Bundesregierung.</p>



<h2 id="h-120-millionen-euro-fur-wfp-und-unicef" class="wp-block-heading"><span id="120-millionen-euro-fuer-wfp-und-unicef">120 Millionen Euro für WFP und UNICEF</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den finanziellen Schwerpunkt bildet die vom Entwicklungsministerium finanzierte Sahel-Resilienz-Partnerschaft. In diesem Programm arbeiten das Welternährungsprogramm, UNICEF und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit gemeinsam in besonders gefährdeten Gemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant für 2026 eine Finanzierung von insgesamt 130 Millionen Euro. Davon sind 120 Millionen Euro für WFP und UNICEF vorgesehen. Wie die übrigen zehn Millionen Euro verteilt werden, geht aus der Ankündigung nicht hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel sollen die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden stärken, die Landwirtschaft verändern und wirtschaftliche Perspektiven für junge Menschen schaffen. Hinzu kommen bestehende deutsche Programme zur Ernährungssicherung und Trinkwasserversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium verbindet die Vorhaben ausdrücklich mit der Sicherheitslage. Arbeitslosigkeit, fehlende Einkommen und schwache staatliche Strukturen erleichterten bewaffneten und terroristischen Gruppen die Anwerbung junger Menschen. Landwirtschaftliche Produktion, Wasserversorgung und lokale Beschäftigung sollen deshalb nicht nur Hunger reduzieren, sondern auch gesellschaftliche Stabilität fördern.</p>



<h2 id="h-berlin-will-un-organisationen-enger-koordinieren" class="wp-block-heading"><span id="berlin-will-un-organisationen-enger-koordinieren">Berlin will UN-Organisationen enger koordinieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Prozess orientiert sich an den laufenden Reformen der Vereinten Nationen. Verschiedene UN-Organisationen sollen ihre Programme stärker miteinander verzahnen, gemeinsame Ziele festlegen und Überschneidungen vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang arbeiten internationale Geber und Organisationen im Sahel häufig mit jeweils eigenen Finanzierungen, Planungszeiträumen und Berichtssystemen. Berlin will die Zusammenarbeit zwischen humanitärer Versorgung, langfristiger Landwirtschaftsförderung, Ernährung, Gesundheit und kommunaler Infrastruktur ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sahel-Resilienz-Partnerschaft dient dem Ministerium dabei als Modell. WFP übernimmt unter anderem Aufgaben bei Ernährung und Versorgung, <a href="https://fokus-afrika.de/unicef-die-alarmierende-situation-der-kinder-im-sudan/">UNICEF arbeitet mit Kindern, Familien und sozialen Diensten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/nach-skandalen-giz-kuendigt-umbau-und-60-millionen-euro-einsparungen-an/" data-type="post" data-id="28728">während die GIZ längerfristige Strukturen vor Ort unterstützt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ bezeichnet Deutschland als größten bilateralen Geber in der Sahelregion. Die neue Initiative soll diese Position nutzen, um weitere Geber und internationale Organisationen auf gemeinsame Programme auszurichten.</p>



<h2 id="h-zahl-der-hungernden-in-westafrika-steigt-weiter" class="wp-block-heading"><span id="zahl-der-hungernden-in-westafrika-steigt-weiter">Zahl der Hungernden in Westafrika steigt weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue <a href="https://openknowledge.fao.org/server/api/core/bitstreams/22b14846-edb1-4ec9-9bb3-28e0c6e0cb7f/content">Welternährungsbericht</a> von FAO, IFAD, UNICEF, WFP und Weltgesundheitsorganisation zeigt trotz erster Verbesserungen eine weiterhin angespannte Lage auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Westafrika waren 2025 schätzungsweise 78,4 Millionen Menschen unterernährt. Zehn Jahre zuvor waren es 42,8 Millionen. Der Anteil der unterernährten Bevölkerung lag zuletzt bei 16,9 Prozent und damit geringfügig unter dem Wert von 17,1 Prozent im Jahr 2024.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="714" height="476" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unicef_take_care_of_the_African_children.jpg" alt="" class="wp-image-26235 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unicef_take_care_of_the_African_children.jpg 714w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unicef_take_care_of_the_African_children-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Unicef_take_care_of_the_African_children-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 714px) 100vw, 714px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutlich größer ist die Zahl der Menschen, die nur unregelmäßig oder nicht ausreichend Zugang zu Lebensmitteln haben. Rund 286,6 Millionen Menschen in Westafrika galten 2025 als moderat oder schwer ernährungsunsicher. Etwa 92 Millionen von ihnen waren schwer betroffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für den gesamten afrikanischen Kontinent weist der Bericht rund 309 Millionen hungernde Menschen aus. Damit lebten 2025 erstmals mehr Menschen mit Hunger in Afrika als in Asien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Quote lag in Afrika bei 20 Prozent. Weltweit waren es 7,8 Prozent. Eine gesunde Ernährung konnten sich nach den Berechnungen der UN-Organisationen 66,6 Prozent der Menschen in Afrika nicht leisten.</p>



<h2 id="h-konflikte-und-lieferketten-verscharfen-die-risiken" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-und-lieferketten-verschaerfen-die-risiken">Konflikte und Lieferketten verschärfen die Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kriege, politische Instabilität und bewaffnete Gewalt gehören zu den wichtigsten Ursachen der Ernährungskrise im Sahel.<a href="https://fokus-afrika.de/jnim-blockaden-bedrohen-westafrikas-handelsadern/" data-type="post" data-id="27914"> In Mali, Burkina Faso und Niger haben sich bewaffnete Gruppen über große Gebiete ausgebreitet.</a> Millionen Menschen mussten ihre Wohnorte verlassen oder verloren den Zugang zu Feldern, Märkten und Weideflächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Dürren, Überschwemmungen und unregelmäßige Regenzeiten. Die Folgen des Klimawandels treffen eine Region, in der große Teile der Bevölkerung unmittelbar von Landwirtschaft und Viehzucht abhängig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium verweist außerdem auf die Auswirkungen des Iran-Krieges auf internationale Lieferketten. Steigende Transport-, Energie- und Düngemittelkosten können sich direkt auf die Lebensmittelpreise im Sahel auswirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der UN-Welternährungsbericht warnt, dass der Konflikt im Nahen Osten im Jahr 2026 Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers in Afrika und Asien gefährden könne.</p>



<h2 id="h-mauretanien-mali-burkina-faso-niger-und-tschad-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="mauretanien-mali-burkina-faso-niger-und-tschad-im-fokus">Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünf ausgewählten Staaten unterscheiden sich politisch deutlich. In Mali, Burkina Faso und Niger regieren Militärführungen, die ihre Beziehungen zu mehreren europäischen Partnern eingeschränkt und ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit neu ausgerichtet haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel/" data-type="post" data-id="28067">Mauretanien gilt dagegen als vergleichsweise stabiler Partner Deutschlands und der Europäischen Union. </a>Tschad ist zugleich von inneren Spannungen und den Folgen der Konflikte im benachbarten Sudan betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Berlin-Prozess setzt dennoch auf eine länderübergreifende Zusammenarbeit. Hungerkrisen, Fluchtbewegungen, Viehwirtschaft und Handelswege enden nicht an nationalen Grenzen. Auch Dürreperioden und bewaffnete Gruppen betreffen häufig mehrere Staaten gleichzeitig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Programme sollen deshalb nationale Maßnahmen mit regionaler Planung verbinden. Vorgesehen sind integrierte Ansätze bei Landwirtschaft, Ernährung, Wasser und sozialen Dienstleistungen.</p>



<h2 id="h-mehrheit-in-deutschland-gegen-starke-kurzungen" class="wp-block-heading"><span id="mehrheit-in-deutschland-gegen-starke-kuerzungen">Mehrheit in Deutschland gegen starke Kürzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Finanzierungsankündigung fällt in eine Phase deutlicher Kürzungen bei der weltweiten Nothilfe. Eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag von Aktion gegen den Hunger zeigt, dass diese Einschnitte in Deutschland umstritten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der im Juni durchgeführten Umfrage hielten 48 Prozent der Befragten die Kürzungen der Haushaltsmittel für weltweite Nothilfe für zu stark. 32 Prozent bewerteten sie als angemessen, zwölf Prozent als zu gering.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde von 70 Prozent als besonders wichtiger Bereich des außenpolitischen Engagements genannt. Damit lag sie vor Diplomatie und Konfliktlösung mit 63 Prozent sowie militärischer Sicherheit und Verteidigung mit 55 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sprachen sich 73 Prozent dafür aus, dass die internationale Gemeinschaft mehr Mittel zur Bekämpfung von Hunger und Armut bereitstellt. 86 Prozent erklärten, humanitäre Hilfe solle sich an der Schwere der Not und nicht an geopolitischen Interessen orientieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Befragung bezog sich ausdrücklich auf humanitäre Hilfe, während die angekündigten BMZ-Mittel vor allem längerfristige Resilienz-, Landwirtschafts- und Entwicklungsprogramme finanzieren sollen. Forsa befragte vom 9. bis 11. Juni 2026 insgesamt 1.008 Erwachsene in Deutschland.</p>
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		<title>Grüne und AfD streiten um Kurs gegen globale Hungerkrise</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 15:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
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		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>45 Millionen Menschen könnten zusätzlich in Hunger geraten. Im Bundestag streiten Grüne, Union, Linke, AfD und Entwicklungsministerium über Kürzungen, Ernährungssouveränität und die Folgen der Blockade der Straße von Hormus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20und%20AfD%20streiten%20um%20Kurs%20gegen%20globale%20Hungerkrise&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise/">Grüne und AfD streiten um Kurs gegen globale Hungerkrise</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen drängen die Bundesregierung zu höheren Ausgaben gegen Hunger und zu einem stärkeren Schutz armer Länder vor neuen Preis- und Lieferkrisen. <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel/" type="post" id="27566">Am Freitag wurde der Antrag im Bundestag beraten und anschließend an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen.</a> Die Debatte zeigte deutliche Differenzen über Kürzungen im Entwicklungsetat, die Rolle kleinbäuerlicher Landwirtschaft und den Einsatz moderner Agrartechnologien. Auslöser sind steigende Preise für Düngemittel, Energie und Nahrungsmittel infolge der Blockade der Straße von Hormus.</p>



<h2 id="h-antrag-zielt-auf-hilfe-reserven-und-entschuldung" class="wp-block-heading"><span id="antrag-zielt-auf-hilfe-reserven-und-entschuldung">Antrag zielt auf Hilfe, Reserven und Entschuldung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verlangen von der Bundesregierung, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in besonders betroffenen Krisenregionen aufzustocken. Weitere Kürzungen in der Entwicklungsfinanzierung sollen ausbleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw21-de-ernaehrungssouveraenitaet-1174786">Antrag</a> nennt <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und Gaza ausdrücklich als Regionen, in denen humanitärer Zugang gesichert werden müsse. Partnerländer sollen zudem stärker beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt werden, um Abhängigkeiten von Ölpreisschocks und blockierten Lieferwegen zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf staatlichen Lebensmittelreserven. Sie sollen helfen, Preisspitzen und Lieferkettenschocks abzufedern. Hochverschuldete Länder des globalen Südens sollen nach dem Willen der Grünen schneller und umfassender entschuldet werden. Mittel für Ernährungssicherheit und klimaresiliente Landwirtschaft sollen Vorrang vor Schuldendienst bekommen.</p>



<h2 id="h-warnung-vor-45-millionen-zusatzlich-hungernden" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-45-millionen-zusaetzlich-hungernden">Warnung vor 45 Millionen zusätzlich Hungernden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte verwiesen die Grünen auf Warnungen des Welternährungsprogramms. Sollte die Blockade der Straße von Hormus anhalten, könnten 45 Millionen Menschen zusätzlich in Hunger geraten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27171 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2.jpg 1417w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die grüne Abgeordnete Schahina Gambir verband die Forderungen mit Kritik an Kürzungen beim Welternährungsprogramm. Das Bundesentwicklungsministerium habe die Finanzierung um 70 Prozent reduziert, sagte sie im Bundestag. „Das sind keine abstrakten Kürzungen. Das sind Lebensmittel, die nicht mehr ankommen.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gambir nannte den Sahel, Sudan, Gaza und Afghanistan als betroffene Krisenräume. „Wer jetzt kürzt, riskiert Leben“, sagte sie. Sie warb für Ernährungssouveränität durch stärkere kleinbäuerliche Betriebe, geschütztes Saatgut und mehr lokale Widerstandsfähigkeit gegen Krisen. Jeder Euro für Resilienzmaßnahmen bringe nach Berechnungen des Welternährungsprogramms fünf Euro zurück.</p>



<h2 id="h-union-setzt-auf-technologie-und-effizienz" class="wp-block-heading"><span id="union-setzt-auf-technologie-und-effizienz">Union setzt auf Technologie und Effizienz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion teilte in der Aussprache Teile der Lagebeschreibung, widersprach aber zentralen Forderungen der Grünen. Der <a href="https://fokus-afrika.de/wolfgang-stefinger-marshallplan-mit-afrika-war-der-richtige-schritt/" type="post" id="14003">CDU-Abgeordnete Wolfgang Stefinger</a> sprach von einer dramatischen Situation in Sudan, Sahel und Libanon. <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Der Iran-Konflikt verschärfe die Lage zusätzlich.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stefinger stellte die Folgen der Preissteigerungen gegenüber. „Was für uns teurer Sprit bedeutet, bedeutet in anderen Ländern einen Kampf ums Überleben“, sagte er.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-14004 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat.jpg 1464w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei den politischen Antworten setzte er andere Akzente als die Grünen. Die Weltbevölkerung lasse sich in Zeiten des Klimawandels nicht allein mit bisherigen Methoden ernähren. Nötig seien moderne Betriebsmittel, mineralischer Dünger, ertragreicheres Saatgut und Agrarforschung. Steffinger warb für Technologieoffenheit und verwies auf zwei Milliarden Euro, die jährlich für Ernährungssicherung, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ausgegeben würden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der CDU-Abgeordnete Johannes Volkmann betonte die Bedeutung von Düngemitteln. Knapp ein Drittel der globalen Stickstoffdüngerproduktion sei derzeit vom Weltmarkt abgeschnitten. Das treffe besonders Kleinbauern in Südasien und Afrika. „Wer heute nicht düngen kann, wird im Herbst weniger ernten und erwartbar im Winter hungern“, sagte Volkmann.</p>



<h2 id="h-entwicklungsministerium-verweist-auf-zwei-milliarden-euro" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungsministerium-verweist-auf-zwei-milliarden-euro">Entwicklungsministerium verweist auf zwei Milliarden Euro</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bundesregierung verteidigte der Parlamentarische Staatssekretär Johann Saathoff die Linie des Bundesentwicklungsministeriums. Hunger destabilisiere Gesellschaften, verschärfe Konflikte, treibe Menschen in die Flucht und nehme ihnen Perspektiven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Saathoff stellte Ernährungssicherheit als Frage von Frieden, Sicherheit und internationaler Verantwortung dar. Die Lage am Persischen Golf zeige, wie schnell blockierte Handelsrouten Preise für Lebensmittel, Wasser und Energie steigen ließen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium investiere gezielt in Ernährungssicherheit im globalen Süden, sagte Saathoff. Dazu gehörten funktionierende lokale Märkte, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Zugang zu Saatgut, Wasser und Dünger sowie Beratung bei klimaangepasster Produktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte Saathoff <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a>. Dort unterstütze Deutschland Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der Herstellung organischer Düngemittel. Dadurch wirkten sich internationale Lieferengpässe weniger stark vor Ort aus.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Welternährungsprogramm und mit internationalen Partnern verwies Saathoff auf den School Meals Accelerator. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Bis 2030 sollen 100 Millionen zusätzliche Kinder Zugang zu Schulmahlzeiten erhalten. Dabei gehe es auch um regionale Produktion, lokale Handelsketten, regionale Wertschöpfung und Wissenstransfer in Familien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eine Zwischenfrage der Grünen zu Kürzungen bei Welternährung, Klimafinanzierung und Biodiversitätsschutz verwies Saathoff auf den Reformprozess des Ministeriums. Rund ein Fünftel der BMZ-Ausgaben, über zwei Milliarden Euro, fließe in Hunger und Ernährung. Der Kampf gegen Hunger, Armut und Ungleichheit gehöre zu den Kernpunkten der Reform.</p>



<h2 id="h-linke-kritisiert-schulden-konzerne-und-kurzungen" class="wp-block-heading"><span id="linke-kritisiert-schulden-konzerne-und-kuerzungen">Linke kritisiert Schulden, Konzerne und Kürzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke unterstützte in der Debatte viele Grundlinien des Grünen-Antrags, griff die Bundesregierung aber schärfer an. Maren Kaminski sagte, weltweit litten mehr als 670 Millionen Menschen an Hunger. Mehr als 2,5 Milliarden könnten sich kein gesundes Essen leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaminski beschrieb die Ernährungskrise als Folge politischer Fehlentwicklungen, verschärft durch Pandemie, den russischen Angriff auf die Ukraine und den Krieg gegen Iran. Wenige Konzerne kontrollierten Saatgut, Düngemittel, Handel und Verarbeitung. Zugleich hänge das Ernährungssystem stark an fossiler Energie, vom Erdgas für Dünger bis zu globalen Kühlketten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke forderte Investitionen in Agrarökologie, lokale Märkte, eine kritische Zivilgesellschaft und ein Ende fossiler Abhängigkeiten im Ernährungssystem. Kaminski kritisierte Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe als „zutiefst menschenverachtend“.</p>



<h2 id="h-afd-lehnt-antrag-ab" class="wp-block-heading"><span id="afd-lehnt-antrag-ab">AfD lehnt Antrag ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD stellte sich gegen den Antrag. Der Abgeordnete Rocco Kever nannte ihn eine weitere Milliardenbelastung für deutsche Steuerzahler. Die Hauptursachen für Hunger lägen aus seiner Sicht in korrupten Regierungen, falscher Politik und kriegerischen Konflikten vor Ort, nicht in deutschen Kürzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kever kritisierte die Ausrichtung auf Agrarökologie, kleinbäuerliche Strukturen und Vorgaben für Kooperationen mit der Privatwirtschaft. Hilfe müsse schnell, direkt und unbürokratisch über verlässliche Partner erfolgen. Deutschland dürfe sich nicht als unbegrenzter Geldgeber der Welt verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag der Grünen wurde nach der halbstündigen Aussprache nicht abgestimmt, sondern zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss überwiesen.</p>
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		<title>Grüne dringen auf mehr Hilfe gegen Hungerkrisen in Sudan und Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Preisschocks, Finanzierungslücken, Sudan und Sahel: Die Grünen wollen die deutsche Hungerhilfe ausbauen und Ernährungssicherheit stärker gegen globale Krisen absichern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20dringen%20auf%20mehr%20Hilfe%20gegen%20Hungerkrisen%20in%20Sudan%20und%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen dringen im Bundestag auf mehr deutsche Hilfe gegen Hungerkrisen in Sudan, Sahel und weiteren Krisenregionen. Der Antrag soll am Freitag, 22. Mai 2026, <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/060/2106010.pdf">beraten</a> und anschließend an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen werden. Die Fraktion verweist auf steigende Preise für Düngemittel, Nahrungsmittel und Energie infolge der Blockade der Straße von Hormus. Zugleich fordert sie, Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit zurückzunehmen und Ernährungssicherheit stärker gegen Krisen, Konflikte und Klimafolgen abzusichern.</p>



<h2 id="h-preisschocks-treffen-krisenregionen-besonders-hart" class="wp-block-heading"><span id="preisschocks-treffen-krisenregionen-besonders-hart">Preisschocks treffen Krisenregionen besonders hart</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in besonders betroffenen Regionen deutlich aufzustocken. Genannt werden Sudan, Sahel, Gaza und Afghanistan. Die Fraktion verlangt zugleich, keine weiteren deutschen Kürzungen vorzunehmen, die bestehende Finanzierungslücken vergrößern könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan waren nach Angaben im Antrag 2024 und 2025 mehr als 24,6 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Im Sahel befanden sich Ende 2025 mehr als 41,8 Millionen Menschen in einer Nahrungsmittelkrise. Die Grünen verbinden diese Lage mit der Entwicklung an den Weltmärkten, mit Konflikten, Klimafolgen und einer sinkenden internationalen Finanzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Die Blockade der Straße von Hormus wird im Antrag als möglicher Auslöser einer neuen globalen Nahrungsmittelkrise beschrieben.</a> Das Welternährungsprogramm warnt demnach, dass 45 Millionen Menschen zusätzlich in Hungersnot geraten könnten, sollte die Blockade anhalten. Die Grünen bezeichnen die Blockade als Reaktion des iranischen Regimes auf völkerrechtswidrige Angriffe der USA und Israels auf den Iran.</p>



<h2 id="h-forderung-nach-mehr-geld-fur-humanitare-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="forderung-nach-mehr-geld-fuer-humanitaere-hilfe">Forderung nach mehr Geld für humanitäre Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion will die Bundesregierung auf eine verlässlichere Finanzierung verpflichten. Der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung soll wieder mindestens auf das Niveau von 2024 steigen. Für dieses Jahr nennt der Antrag 11,2 Milliarden Euro. Die Grünen verweisen darauf, dass der BMZ-Etat von 13,8 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf voraussichtlich 9,3 Milliarden Euro bis 2028 sinken soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Sonderinitiative zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme soll nach dem Willen der Fraktion auf mindestens 345 Millionen Euro pro Jahr erhöht und langfristig abgesichert werden. Zusätzlich verlangen die Grünen mehr Mittel für multilaterale Organisationen wie das Welternährungsprogramm, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, den Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung und UNICEF.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag stellt die Finanzierungslücken in einen internationalen Zusammenhang. <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/" type="post" id="13946">Mit dem faktischen Ende von USAID</a> verliere das Welternährungsprogramm rund 40 Prozent seiner Finanzierung und könne etwa 16,7 Millionen Menschen pro Jahr weniger erreichen. Auch westliche Gebermittel für Ernährungsprogramme gegen Mangelernährung seien seit 2022 deutlich zurückgegangen.</p>



<h2 id="h-sudan-sahel-und-gaza-im-zentrum-der-forderungen" class="wp-block-heading"><span id="sudan-sahel-und-gaza-im-zentrum-der-forderungen">Sudan, Sahel und Gaza im Zentrum der Forderungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-24814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Sudan und Sahel verlangen die Grünen gesicherten humanitären Zugang. Im Sahel soll die Finanzierungslücke als sicherheitspolitische Priorität geschlossen werden. In Gaza fordert die Fraktion ungehinderten Zugang für Hilfsgüter und Helfer sowie Unterstützung beim Wiederaufbau lokaler Nahrungsmittelproduktion. UNRWA, andere Organisationen der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen sollen dafür ausreichend finanziert werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Afghanistan soll die humanitäre Hilfe in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufrechterhalten werden. Die Grünen fordern zudem, darauf hinzuwirken, dass Frauen als Landwirtinnen und Fachkräfte für Ernährungssicherung zugelassen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verbindet Hungerbekämpfung auch mit Konfliktprävention. Lokale Friedensprozesse und Konflikttransformation sollen in fragilen Staaten Teil von Programmen zur Ernährungssicherung werden, besonders bei Streit um Landnutzung, Wasser und Weiderechte.</p>



<h2 id="h-lebensmittelreserven-und-entschuldung-fur-krisenstaaten" class="wp-block-heading"><span id="lebensmittelreserven-und-entschuldung-fuer-krisenstaaten">Lebensmittelreserven und Entschuldung für Krisenstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern den Aufbau und die Stärkung strategischer staatlicher Lebensmittelreserven. Diese sollen helfen, Preisspitzen und Schocks in Lieferketten abzufedern. Besonders gefährdete und hoch verschuldete Länder sollen gezielt bei der Ernährungssicherheit unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer und internationaler Ebene soll sich die Bundesregierung für eine schnelle und umfassende Entschuldung hochverschuldeter Länder des globalen Südens einsetzen. Mittel für Ernährungssicherheit und klimaresiliente Landwirtschaft sollen Vorrang vor Schuldendienst erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion schlägt außerdem vor, bei ungerechtfertigten Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Düngemitteln eine Übergewinnsteuer auf Zufallsgewinne von Agrarhandels- und Düngemittelkonzernen zu prüfen. Eine solche Debatte solle gegebenenfalls auf EU- und G7-Ebene geführt werden.</p>



<h2 id="h-weniger-abhangigkeit-von-fossilen-lieferketten" class="wp-block-heading"><span id="weniger-abhaengigkeit-von-fossilen-lieferketten">Weniger Abhängigkeit von fossilen Lieferketten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil des Antrags richtet sich auf Energie- und Düngemittelabhängigkeiten. Partnerländer, besonders die am wenigsten entwickelten Länder, sollen stärker beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt werden. Dadurch sollen Ölpreisschocks und Lieferblockaden künftig weniger stark auf Ernährungssysteme durchschlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sehen auch die Abhängigkeit vieler Länder von mineralischen Düngemitteln als Risiko. Sie fordern mehr Förderung für lokale und regionale Produktion von Biodünger und biologischen Betriebsmitteln. Agrarökologische Ansätze, Mischkulturen, Agroforstwirtschaft und regional angepasste Sorten sollen in der Entwicklungszusammenarbeit stärker gefördert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stehen im Zentrum des Konzepts der Ernährungssouveränität. Der Antrag verweist darauf, dass Familienbetriebe und kleine Produzenten in Subsahara-Afrika und Asien einen großen Teil der Nahrungsmittel erzeugen. Gleichzeitig leben viele hungernde Menschen in ländlichen Regionen.</p>



<h2 id="h-afcfta-und-regionale-wertschopfung" class="wp-block-heading"><span id="afcfta-und-regionale-wertschoepfung">AfCFTA und regionale Wertschöpfung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die europäische Agrar- und Handelspolitik soll nach dem Willen der Grünen stärker an Ernährungssouveränität ausgerichtet werden. Die Bundesregierung soll darauf dringen, dass europäische Entwicklungsprogramme nachhaltige Ernährungssysteme, Klimaanpassung und den Schutz lokaler Produktion fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert außerdem Unterstützung für regionale Integration und die afrikanische Freihandelszone AfCFTA. Regionale Wertschöpfungsketten sollen gestärkt werden. Kleine und mittlere Unternehmen, Frauen, junge Menschen sowie Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sollen nach dem Antrag fair von wirtschaftlicher Integration profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sollen Pestizide, die in der Europäischen Union wegen Gesundheits- oder Umweltrisiken nicht genehmigt sind, nicht von Deutschland aus in Länder außerhalb der EU exportiert werden. Auch Anreize für die Nutzung von Lebensmitteln und Futterpflanzen als Kraftstoffe im Straßenverkehr sollen beendet werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU richtet Entwicklungspolitik stärker auf Krisenregionen aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 16:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die EU stellt ihre Entwicklungspolitik neu auf: mehr Fokus auf fragile Staaten, Sahel und Subsahara-Afrika, während die weltweite Entwicklungshilfe deutlich sinkt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus%2F&amp;action_name=EU%20richtet%20Entwicklungspolitik%20st%C3%A4rker%20auf%20Krisenregionen%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus/">EU richtet Entwicklungspolitik stärker auf Krisenregionen aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union will ihre Entwicklungspolitik stärker auf fragile Staaten und Regionen ausrichten und dabei Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und nachhaltige Entwicklung enger verbinden. Am 18. Mai 2026 berieten die EU-Entwicklungsminister in Brüssel über diese Linie. Unter dem Vorsitz der Hohen Vertreterin Kaja Kallas beschlossen sie Schlussfolgerungen für einen kohärenteren Umgang mit Fragilität. Besonders genannt werden Subsahara-Afrika, der Sahel, kleine Inselstaaten und Binnenentwicklungsländer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungspolitik-wird-starker-mit-eu-aussenpolitik-verzahnt"><span id="entwicklungspolitik-wird-staerker-mit-eu-aussenpolitik-verzahnt">Entwicklungspolitik wird stärker mit EU-Außenpolitik verzahnt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister stellten die künftige Ausrichtung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit in einen geopolitischen Rahmen. Die EU will ihre außenpolitischen Instrumente sichtbarer, besser abgestimmt und stärker auf konkrete Wirkungen ausrichten. Entwicklungspolitik bleibt dabei ein zentraler Bestandteil der Außenbeziehungen, soll aber enger mit wirtschaftlichen und außenpolitischen Interessen der Union verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat beschreibt Fragilität als wachsende globale Herausforderung. Konflikte, Armut, Klimafolgen, Vertreibung, irreguläre Migration und schwache Institutionen greifen demnach zunehmend ineinander. Die EU will deshalb humanitäre Hilfe, Entwicklungspolitik und Friedensförderung stärker zusammenführen. Dieser Ansatz wird in Brüssel als Humanitarian-Development-Peace-Nexus bezeichnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27491 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/d83a7f1a-0640-44e2-bbe3-342e0a7ce47a-2.jpg 1199w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In fragilen Staaten sollen EU-Programme künftig stärker auf Prävention, Widerstandsfähigkeit, soziale Grundversorgung und lokale wirtschaftliche Perspektiven ausgerichtet werden. Genannt werden unter anderem Wasser, Ernährung, Wohnen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Justiz und verlässliche Institutionen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-und-subsahara-afrika-bleiben-im-fokus"><span id="sahel-und-subsahara-afrika-bleiben-im-fokus">Sahel und Subsahara-Afrika bleiben im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat fordert ein langfristiges Engagement in Ländern und Regionen mit hoher oder extremer Fragilität. <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-terrorismus-in-subsahara-afrika/">Subsahara-Afrika</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-sicherheitskrise-warum-westafrika-auf-regionale-loesungen-angewiesen-ist/" type="post" id="22891">Sahel</a> werden dabei ausdrücklich genannt. Hinzu kommen kleine Inselentwicklungsländer, Binnenentwicklungsländer sowie die östliche und südliche Nachbarschaft der EU.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese Regionen will die EU flexiblere Finanzierungsinstrumente einsetzen. Dazu gehören Mechanismen, mit denen private Investitionen abgesichert und Mittel für lokale Unternehmen, kleine und mittlere Betriebe sowie Beschäftigung mobilisiert werden sollen. Zugleich verweist der Rat auf Schuldentragfähigkeit und Transparenz in Partnerländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU setzt dabei weiter auf den Team-Europe-Ansatz. Er bündelt Beiträge der EU-Institutionen, der Mitgliedstaaten, europäischer Entwicklungsbanken und weiterer Akteure. Lokale Behörden, Zivilgesellschaft, unabhängige Medien und der private Sektor sollen stärker einbezogen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-global-gateway-soll-in-fragilen-staaten-vorsichtiger-eingesetzt-werden"><span id="global-gateway-soll-in-fragilen-staaten-vorsichtiger-eingesetzt-werden">Global Gateway soll in fragilen Staaten vorsichtiger eingesetzt werden</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-27490 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-683x1024.jpg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-768x1151.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-1025x1536.jpg 1025w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-800x1199.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b-1160x1739.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/1016ba7f-781f-474e-8e02-0691ab25de0b.jpg 1331w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungsminister befassten sich auch mit der Rolle der Global-Gateway-Strategie. <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Das Programm wurde 2021 gestartet und soll öffentliche und private Mittel für nachhaltige Investitionen weltweit mobilisieren.</a> Im Rat wurde Global Gateway als Instrument beschrieben, mit dem die EU außenpolitische Prioritäten über Partnerschaften und konkrete Projekte umsetzen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In fragilen Staaten soll Global Gateway nach den Schlussfolgerungen konfliktbewusst eingesetzt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">Investitionen sollen andere EU-Instrumente ergänzen und keine bestehenden Spannungen verschärfen.</a> Brüssel verbindet damit die Erwartung, dass Infrastruktur- und Investitionsprojekte Arbeitsmöglichkeiten schaffen und Stabilität fördern können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister sprachen zugleich über bessere Steuerung, engere Koordination und strategischere Kommunikation. EU-Delegationen und Mitgliedstaaten sollen in Partnerländern abgestimmter auftreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sinkende-entwicklungshilfe-erhoht-den-druck"><span id="sinkende-entwicklungshilfe-erhoeht-den-druck">Sinkende Entwicklungshilfe erhöht den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte fand vor dem Hintergrund rückläufiger Entwicklungshilfe statt. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verfehlt-2025-erneut-das-un-ziel-fuer-entwicklungshilfe/" type="post" id="26364">Die EU und ihre Mitgliedstaaten blieben 2025 mit 82,5 Milliarden Euro der weltweit größte Geber öffentlicher Entwicklungshilfe.</a> Das entsprach 48 Prozent der globalen ODA-Mittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sank die europäische Entwicklungshilfe von 89,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 82,5 Milliarden Euro im Jahr 2025. Der Anteil am Bruttonationaleinkommen der EU ging von 0,50 auf 0,44 Prozent zurück. Die EU liegt damit weiter unter dem gemeinsamen Ziel von 0,7 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Mittel für die am wenigsten entwickelten Länder bleiben hinter dem EU-Ziel zurück. 2024 flossen 14,5 Milliarden Euro in diese Ländergruppe. Das entsprach 0,08 Prozent des EU-Bruttonationaleinkommens. Angestrebt sind 0,2 Prozent bis 2030.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat verweist zugleich auf einen historischen Rückgang der weltweiten Entwicklungshilfe. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung meldete für 2025 einen Rückgang der ODA-Leistungen der DAC-Geber um 23,1 Prozent gegenüber 2024.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-iran-konflikt-belastet-energie-transport-und-ernahrung"><span id="iran-konflikt-belastet-energie-transport-und-ernaehrung">Iran-Konflikt belastet Energie, Transport und Ernährung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Auf der Tagesordnung stand auch der Iran-Konflikt.</a> Die Minister sprachen über Folgen für Energie- und Transportwege, Risiken für Ernährungssicherheit und mögliche Engpässe bei Düngemitteln. Betroffen sind vor allem Länder, die stark von Importen, hohen Transportkosten oder anfälligen Lieferketten abhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU will ihre Entwicklungszusammenarbeit bilateral und in internationalen Foren einsetzen, um besonders belastete Partnerländer zu unterstützen. Im Rat wurden zudem mögliche Auswirkungen auf Migration, das multilaterale System und die regelbasierte internationale Ordnung angesprochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hungerbekampfung-in-subsahara-afrika-bleibt-teil-der-eu-agenda"><span id="hungerbekaempfung-in-subsahara-afrika-bleibt-teil-der-eu-agenda">Hungerbekämpfung in Subsahara-Afrika bleibt Teil der EU-Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rat griff auch einen Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs zur Unterstützung der EU im Kampf gegen Hunger in Subsahara-Afrika auf. Zwischen 2014 und 2024 schloss die EU über verschiedene Instrumente Verträge über rund 23,2 Milliarden Euro für hungerbezogene Vorhaben ab. Knapp die Hälfte dieser Summe war für Subsahara-Afrika bestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Brüssel will humanitäre Hilfe stärker mit längerfristiger Entwicklung verbinden. Dazu zählen widerstandsfähige Agrar- und Ernährungssysteme, bessere Zielgenauigkeit der Programme und eine genauere Messung der Ergebnisse. Die EU sieht Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Fragilität als eng miteinander verbunden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus%2F&amp;action_name=EU%20richtet%20Entwicklungspolitik%20st%C3%A4rker%20auf%20Krisenregionen%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-krisenregionen-aus/">EU richtet Entwicklungspolitik stärker auf Krisenregionen aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Drohnen werden zur tödlichsten Waffe gegen Zivilisten im Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/drohnen-werden-zur-toedlichsten-waffe-gegen-zivilisten-im-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:20:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Sudan-Krieg erreicht eine neue Eskalationsstufe: Bewaffnete Drohnen verursachen laut UN inzwischen die meisten zivilen Todesfälle.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/drohnen-werden-zur-toedlichsten-waffe-gegen-zivilisten-im-sudan/">Drohnen werden zur tödlichsten Waffe gegen Zivilisten im Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Drohnen sind im Sudan-Krieg nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros zur wichtigsten Ursache ziviler Todesfälle geworden. Am 11. Mai veröffentlichte das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte die Warnung in Genf. Zwischen Januar und April gingen mindestens 880 zivile Todesfälle auf Drohnenangriffe zurück, mehr als 80 Prozent aller konfliktbedingten zivilen Todesfälle in diesem Zeitraum. UN-Menschenrechtschef Volker Türk warnte vor einer weiteren Ausweitung der Gewalt, während der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces in sein viertes Jahr gegangen ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kordofan-besonders-stark-betroffen"><span id="kordofan-besonders-stark-betroffen">Kordofan besonders stark betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-verurteilt-toedliche-angriffe-auf-kindergarten-und-krankenhaus-in-kordofan/" type="post" id="22744">Die meisten durch Drohnenangriffe verursachten zivilen Todesfälle wurden im ersten Quartal in der Region Kordofan registriert.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage/" type="post" id="22663">Am 8. Mai wurden bei Angriffen auf Al Quz in Südkordofan und nahe El Obeid in Nordkordofan nach UN-Angaben 26 Zivilisten getötet, weitere Menschen wurden verletzt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Türk verurteilte den zunehmenden Einsatz bewaffneter unbemannter Fluggeräte im Sudan. „Bewaffnete Drohnen sind inzwischen bei Weitem zur führenden Ursache ziviler Todesfälle geworden“, sagte der UN-Menschenrechtschef.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Der Krieg wird von den Sudanese Armed Forces, der regulären Armee des Landes, und den paramilitärischen Rapid Support Forces geführt.</a> Beide Seiten setzen Drohnen ein. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros breitet sich diese Kriegsführung über Kordofan und Darfur hinaus auf Blue Nile, White Nile und Khartum aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-markte-kliniken-und-versorgungswege-unter-beschuss"><span id="maerkte-kliniken-und-versorgungswege-unter-beschuss">Märkte, Kliniken und Versorgungswege unter Beschuss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kriegsparteien haben wiederholt zivile Einrichtungen und Infrastruktur getroffen. Märkte wurden mindestens 28 Mal angegriffen, jeweils mit zivilen Opfern. Gesundheitseinrichtungen wurden in den ersten vier Monaten des Jahres mindestens zwölf Mal getroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp" alt="" class="wp-image-23273 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/202409afr_crd_sudan_Loitering-Munition-768x768-1-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einige Kliniken mussten schließen. Zivilisten müssen dadurch lange Wege zur Behandlung zurücklegen oder bleiben ohne medizinische Versorgung. Auch Treibstofflager und Versorgungsrouten wurden in den vergangenen Wochen wiederholt angegriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" type="post" id="27112">Am 4. Mai führte ein Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Khartum zur Unterbrechung aller Flüge. </a>Zwischen dem 28. April und dem 5. Mai gab es mehrere gezielte Drohnenangriffe in Khartum und der Nachbarstadt Omdurman.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Intensität dieser Angriffe hat die relative Ruhe der vergangenen Monate erschüttert“, sagte Türk. In dieser Zeit seien wieder mehr Zivilisten in die Hauptstadt zurückgekehrt. Die Angriffe hätten Ängste vor einer Rückkehr der Kämpfe nach Khartum ausgelöst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-warnt-vor-neuer-eskalation"><span id="un-warnt-vor-neuer-eskalation">UN warnt vor neuer Eskalation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Türk warnte, der Konflikt könne in eine weitere, noch tödlichere Phase eintreten. Die zunehmende Abhängigkeit von Drohnen ermögliche es den Konfliktparteien, die Kämpfe auch in der bevorstehenden Regenzeit fortzusetzen. In früheren Jahren hatte diese Phase Bodenoperationen häufig verlangsamt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Ausweitung der Kämpfe könnte nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros weitere Vertreibungen auslösen und die Versorgung mit humanitärer Hilfe behindern. Besonders gefährdet seien Städte wie El Obeid und Dilling in Südkordofan, die unter belagerungsähnlichen Bedingungen stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die internationale Gemeinschaft ist gewarnt“, sagte Türk. Ohne rasches Handeln stehe der Konflikt an der Schwelle zu einer neuen, noch tödlicheren Phase.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hungerkrise-verscharft-lage-der-bevolkerung"><span id="hungerkrise-verschaerft-lage-der-bevoelkerung">Hungerkrise verschärft Lage der Bevölkerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt trifft Regionen, in denen sich die humanitäre Lage bereits verschlechtert hat. Große Teile des Landes, darunter Kordofan, sind nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros von einem erhöhten Risiko für Hungersnot und akute Ernährungsunsicherheit betroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-24814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Türk verwies auf erwartete Verzögerungen oder Engpässe bei Düngemitteln infolge der Golfkrise. Die wiederholten Angriffe auf Kliniken verschärfen zusätzlich die Lage von Menschen, die aus umkämpften Gebieten fliehen mussten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der UN-Menschenrechtschef forderte robuste Maßnahmen, um Waffenlieferungen an die Kriegsparteien zu verhindern. Dies gelte auch für zunehmend fortgeschrittene bewaffnete Drohnen. Drohnenangriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen würden weiter zunehmen, wenn sie straflos blieben und als Mittel der Kriegsführung normalisiert würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-kommisar-volker-tuerk-das-absichtliche-toeten-ist-ein-kriegsverbrechen/">Türk rief alle Konfliktparteien erneut auf, Zivilisten zu schützen und sichere Fluchtwege aus aktiven Kampfzonen zu ermöglichen.</a> Zivilisten müssten auch vor Vergeltung, außergerichtlichen Hinrichtungen, sexueller Gewalt, willkürlicher Inhaftierung und Entführungen geschützt werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Alabali Radovan warnt im Bundestag vor Hungerkrise durch Hormus-Blockade</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 10:48:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bis zu 45 Millionen zusätzliche Menschen könnten durch die Blockade der Straße von Hormus von Hunger bedroht sein. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verteidigt im Bundestag stabile Mittel, mehr Düngemittelproduktion im Globalen Süden und eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade%2F&amp;action_name=Alabali%20Radovan%20warnt%20im%20Bundestag%20vor%20Hungerkrise%20durch%20Hormus-Blockade&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-warnt-im-bundestag-vor-hungerkrise-durch-hormus-blockade/">Alabali Radovan warnt im Bundestag vor Hungerkrise durch Hormus-Blockade</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat im Bundestag vor zusätzlichen Hungerfolgen durch den Krieg am Persischen Golf und die Schließung der Straße von Hormus gewarnt. Am 6. Mai 2026 stellte sie sich in Berlin der Befragung der Bundesregierung. Das Welternährungsprogramm rechne allein durch die Blockade mit bis zu 45 Millionen zusätzlichen Menschen, die von Hunger bedroht seien. Die Ministerin verteidigte zugleich stabile Mittel für Entwicklungspolitik und verwies auf internationale Kriseninstrumente, Düngemittelproduktion im Globalen Süden und deutsche Programme in Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weltbank-soll-bis-zu-100-milliarden-dollar-bereitstellen"><span id="weltbank-soll-bis-zu-100-milliarden-dollar-bereitstellen">Weltbank soll bis zu 100 Milliarden Dollar bereitstellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, steigende Energie- und Lebensmittelpreise träfen Deutschland, aber besonders die ärmsten Länder der Welt. Die Bundesregierung arbeite mit internationalen Partnern an Instrumenten, um akute Folgen der Krise abzufedern und langfristige Lösungen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank im April habe sie sich für eine gemeinsame Krisenreaktion der Weltbank eingesetzt. Die Weltbank werde in den nächsten 15 Monaten bis zu 100 Milliarden US-Dollar bereitstellen, um besonders betroffene Länder zu unterstützen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beim Treffen der G7-Entwicklungsministerinnen und -minister sei vereinbart worden, die Düngemittelproduktion in Ländern des Globalen Südens zu stärken. Damit sollen Staaten unabhängiger von Importen werden. Alabali Radovan verwies auf aktuelle Engpässe und Preissteigerungen bei Dünger, die Ernten eines ganzen Jahres gefährden könnten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ministerin-verweist-auf-athiopien-und-kenia"><span id="ministerin-verweist-auf-aethiopien-und-kenia">Ministerin verweist auf Äthiopien und Kenia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiele für vorbeugende Entwicklungszusammenarbeit nannte Alabali Radovan Äthiopien und Kenia. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> sei weniger stark von Düngemittelausfällen betroffen, weil Deutschland dort Kleinbauern bei der Produktion organischer Düngemittel unterstütze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> sei durch den Ausbau erneuerbarer Energien weniger stark von der aktuellen Krise betroffen. Rund 90 Prozent des Stroms in Kenia stammten aus erneuerbaren Energien, sagte die Ministerin. Deutschland unterstütze das Land in diesem Bereich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit.</p>



<iframe width="640" height="360" src="https://webtv.bundestag.de/pservices/player/embed/nokey?e=bt-od&#038;ep=69&#038;a=144277506&#038;c=7652707&#038;t=https%3A%2F%2Fdbtg.tv%2Fcvid%2F7652707" allowfullscreen="true" referrerpolicy="origin" allow="geolocation; autoplay" sandbox="allow-same-origin allow-scripts allow-forms allow-modals allow-popups"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir dürfen keinen historischen Bruch der Entwicklungszusammenarbeit riskieren“, sagte Alabali Radovan. Deutschland müsse in Krisen verlässlicher Partner für Staaten im Globalen Süden bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grune-kritisieren-kurzungen-im-entwicklungsetat"><span id="gruene-kritisieren-kuerzungen-im-entwicklungsetat">Grüne kritisieren Kürzungen im Entwicklungsetat</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27171 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2.jpg 1417w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Befragung geriet die Ministerin wegen Kürzungen im Entwicklungshaushalt unter Druck. Die Grünen-Abgeordnete Schahina Gambir fragte, welche Folgen deutsche Kürzungen angesichts der Ernährungskrise haben könnten. Alabali Radovan verwies darauf, dass der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereits in der vorherigen Legislaturperiode gekürzt worden sei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin sagte, sie wolle mit der Reform des BMZ verhindern, dass Kürzungen diejenigen träfen, die Unterstützung am dringendsten benötigten. Mit aufstrebenden Volkswirtschaften wie Indien, Südafrika und Brasilien solle künftig stärker über Kredite gearbeitet werden. Dadurch sollten andere Instrumente stärker für die am wenigsten entwickelten Länder eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Zugleich verwies Alabali Radovan auf ein Schulernährungsprogramm, das bis 2030 mehr als 100 Millionen Kinder weltweit mit Schulnahrung erreichen solle</a>. Für Hilfen im Libanon, in der Westbank und in Gaza nannte sie ein Paket von 177 Millionen Euro.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-zusammenarbeit-mit-afrika-soll-starker-werden"><span id="wirtschaftliche-zusammenarbeit-mit-afrika-soll-staerker-werden">Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika soll stärker werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Fragen aus der CDU/CSU betrafen die <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/" type="post" id="25083">Reform des BMZ </a>und <a href="https://fokus-afrika.de/cdu-mehr-privatwirtschaft-fur-die-entwicklungszusammenarbeit/" type="post" id="11452">die stärkere Einbindung der Privatwirtschaft.</a> Alabali Radovan sagte, wirtschaftliche Zusammenarbeit habe in ihrem Ministerium Priorität. Im Oktober 2025 sei ein Aktionsplan für wirtschaftliche Zusammenarbeit auf den Weg gebracht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte sie Regierungsverhandlungen mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a> und Kenia. Vor den Regierungsverhandlungen mit Kenia im Juni solle ein deutsch-kenianischer Wirtschaftstag stattfinden. Die Ministerin kündigte außerdem an, Vergabeverfahren so zu gestalten, dass mehr deutsche und europäische Unternehmen zum Zuge kommen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-us-kurs-bei-globaler-gesundheit"><span id="kritik-an-us-kurs-bei-globaler-gesundheit">Kritik an US-Kurs bei globaler Gesundheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linken-Abgeordnete Maren Kaminski sprach die US-Gesundheitshilfe in Afrika an und warf Washington vor, <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-burundi-schliessen-gesundheitskooperation-gegen-hiv-aids/" type="post" id="24498">HIV-Hilfe an bevorzugten Rohstoffzugang zu koppeln</a>. Alabali Radovan sagte, sie sehe das Vorgehen der USA kritisch. „Gesundheit darf man nicht transaktional sehen“, sagte die Ministerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland bleibe im Bereich globale Gesundheit engagiert. <a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-ministerin-alabali-radovan-bmz-richtet-entwicklungspolitik-staerker-auf-wirtschaft-und-krisen-aus/" type="post" id="27124">Als Beispiel nannte sie den deutschen Beitrag zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Dieser bleibe in den kommenden drei Jahren bei 1 Milliarde Euro.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin kritisierte auch <a href="https://fokus-afrika.de/ministerin-alabali-radovan-kritisiert-usa-fuer-global-gag-rule/" type="post" id="25255">die sogenannte Global Gag Rule der USA, die Fördermittel für Organisationen einschränkt, die zu Schwangerschaftsabbrüchen beraten oder entsprechende Leistungen anbieten.</a> Deutschland gehe diese Linie nicht mit, sagte Alabali Radovan.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tansania-bleibt-thema-in-der-entwicklungszusammenarbeit"><span id="tansania-bleibt-thema-in-der-entwicklungszusammenarbeit">Tansania bleibt Thema in der Entwicklungszusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der CDU/CSU-Abgeordnete Johannes Volkmann fragte nach Konsequenzen aus der Lage in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/tansania/" type="category" id="44">Tansania</a>. Er verwies auf <a href="https://fokus-afrika.de/wahlunruhen-in-tansania-ausnahmezustand-internetsperre-und-massenproteste/" type="post" id="21362">Gewalt gegen Oppositionsanhänger nach den Parlamentswahlen im Oktober und auf die Inhaftierung des Oppositionspolitikers Tundu Lissu.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, sie sehe zunehmende Einschränkungen der Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Tansania mit Sorge. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-tansania-nach-der-wahl-politisch-unter-druck/" type="post" id="26175">Die Bundesregierung fordere gemeinsam mit EU-Partnern die Untersuchung von Entführungsfällen und die Freilassung politischer Gefangener.</a> Im direkten Austausch mit der tansanischen Regierung werde die Einhaltung rechtsstaatlicher und demokratischer Standards regelmäßig angesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Tansania werde zielgerichtet fortgeführt, sagte die Ministerin. Deutschland unterstütze dort Vorhaben zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, darunter den Zugang zu Recht, die Rechenschaftspflicht im staatlichen Finanzwesen und die Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-giz-gerat-wegen-sap-umstellung-unter-druck"><span id="giz-geraet-wegen-sap-umstellung-unter-druck">GIZ gerät wegen SAP-Umstellung unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Probleme bei der SAP-Umstellung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit kamen in der Befragung zur Sprache. Der AfD-Abgeordnete Rocco Kever verwies auf Kosten von mehr als 100 Millionen Euro für die Einführung von SAP S/4HANA, davon mehr als 60 Millionen Euro für externe Berater, sowie auf Schwierigkeiten bei Zahlungen, Rechnungen und Projektabläufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, dem BMZ seien die Probleme bekannt, ihr Haus stehe dazu in engem Austausch mit der GIZ. Die Einführung eines neuen IT-Systems liege in der unternehmerischen Verantwortung der GIZ, sagte die Ministerin auf eine Frage der Grünen-Abgeordneten Schahina Gambir. Die Organisation arbeite gemeinsam mit SAP daran, die Probleme zu lösen.</p>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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			<media:title type="html">Schahina-Gambir2</media:title>
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		<title>Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika rückt beim UN-Forum zur Entwicklungsfinanzierung ins Zentrum der Debatte: hohe Schulden, weniger Hilfsgelder und wachsende Risiken für Ernährung und Arbeitsplätze erhöhen den Druck auf Regierungen und Geldgeber.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger%2F&amp;action_name=Afrika%20dr%C3%A4ngt%20auf%20Finanzreformen%20gegen%20Schulden%2C%20Hilfsk%C3%BCrzungen%20und%20Hunger&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/">Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten haben zum Auftakt des UN-Forums für Entwicklungsfinanzierung mehr Tempo bei Schuldenentlastung, Entwicklungshilfe und Reformen der globalen Finanzordnung gefordert. Zum Beginn des Treffens am 21. April in New York verwiesen UN-Vertreter, Weltbank und Minister aus Afrika auf hohe Schuldendienstkosten, sinkende Hilfszusagen und neue Risiken für Ernährungssicherheit und Jobs in der Region. Vor allem Länder südlich der Sahara geraten dabei immer stärker unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres schlug zum Auftakt einen alarmierenden Ton an. Viele Entwicklungsländer seien von Investitionen abgeschnitten und versänken unter ihrer Schuldenlast. Zugleich verwies er auf die Folgen der jüngsten Krisen und Kriege, die sich weltweit in <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">steigenden Preisen für Treibstoff, Dünger und Lebensmittel niederschlügen.</a> Der Finanzierungsbedarf für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sei inzwischen auf mehr als vier Billionen Dollar pro Jahr angewachsen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-spurt-preis-und-schuldenkrise-besonders-stark"><span id="afrika-spuert-preis-und-schuldenkrise-besonders-stark">Afrika spürt Preis- und Schuldenkrise besonders stark</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie stark die Belastung in Afrika bereits durchschlägt, machte die Weltbank deutlich. Nach ihren Angaben könnten steigende Lebensmittelpreise zusätzlich 16 Millionen Menschen in Ernährungsunsicherheit treiben, vor allem in Subsahara-Afrika. Gleichzeitig seien bis zu 15 Millionen Arbeitsplätze gefährdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Internationale Währungsfonds verwies auf die besondere Anfälligkeit vieler afrikanischer Staaten. In weiten Teilen Subsahara-Afrikas verschärften sich die Folgen von langsamerem Wachstum und höherer Inflation. Hinzu kommt, dass viele Länder der Region auf Düngemittelimporte aus dem Golf angewiesen sind und damit besonders sensibel auf internationale Krisen reagieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26766 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der neue UN-Bericht zur Entwicklungsfinanzierung zeichnet ein entsprechend angespanntes Bild. Der Schuldendienst der Entwicklungsländer lag 2024 auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren. Gleichzeitig fiel die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit 2025 um 23 Prozent. Damit verschärft sich aus Sicht der Vereinten Nationen der Druck auf Staaten, die ohnehin nur begrenzten finanziellen Spielraum haben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sierra-leone-fordert-mehr-mitsprache"><span id="sierra-leone-fordert-mehr-mitsprache">Sierra Leone fordert mehr Mitsprache</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders klar formulierte Sierra Leone seine Kritik an der bestehenden Finanzordnung. Planungsministerin Kenyeh Ballay erklärte, afrikanische Staaten und die am wenigsten entwickelten Länder hätten zu wenig Stimmgewicht in den internationalen Finanzinstitutionen, obwohl globale Entscheidungen ihre Stabilität und Entwicklung direkt prägten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ballay kritisierte außerdem, dass internationale Finanzregeln häufig nach einem einheitlichen Muster funktionierten, das den Bedürfnissen besonders verwundbarer Staaten nicht gerecht werde. Gerade in Krisen komme Hilfe oft zu langsam und unter zu harten Bedingungen. Sierra Leone verlangte daher flexiblere Verfahren, schnelleren Zugang zu Unterstützung und mehr Einfluss für die Länder, die die Folgen globaler Schocks unmittelbar tragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weniger-hilfe-mehr-eigenmittel"><span id="weniger-hilfe-mehr-eigenmittel">Weniger Hilfe, mehr Eigenmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Forderungen nach Reformen rückte bei dem Forum auch die Frage in den Vordergrund, wie afrikanische Staaten ihre eigenen Einnahmen stärken können. Der IWF nannte eine breitere Steuerbasis, den Abbau von Schlupflöchern und eine stärkere Lenkung staatlicher Mittel in Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung als zentrale Hebel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26767 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch mehrere Regierungsvertreter betonten, dass öffentliche Mittel künftig gezielter eingesetzt und private Investitionen besser mobilisiert werden müssten. Die Weltbank stellte jedoch klar, dass multilaterale Unterstützung allein nicht ausreiche. Entscheidend bleibe, ob Staaten selbst verlässliche Regeln, stabile Institutionen und ein investitionsfreundliches Umfeld schaffen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-und-afrikanische-entwicklungsbank-arbeiten-an-neuem-rahmen"><span id="frankreich-und-afrikanische-entwicklungsbank-arbeiten-an-neuem-rahmen">Frankreich und Afrikanische Entwicklungsbank arbeiten an neuem Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Streit um die <a href="https://fokus-afrika.de/un80-antonio-guterres-draengt-auf-umbau-finanzierungsluecken-gefaehrden-friedenseinsaetze/" type="post" id="20853">künftige Architektur</a> der Entwicklungsfinanzierung rückte auch Afrika als eigener Reformraum stärker in den Blick. Frankreich kündigte an, gemeinsam mit der Afrikanischen Entwicklungsbank an einem neuen afrikanischen Entwicklungsrahmen zu arbeiten. Paris will das Thema im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft weiter vorantreiben und Finanzierung so ausrichten, dass besonders verletzliche Staaten widerstandsfähiger werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hintergrund steht das sogenannte Sevilla Commitment, das 2025 auf der vierten internationalen Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung beschlossen worden war. Der neue Rahmen umfasst 280 Maßnahmen und soll nun in konkrete nationale Strategien übersetzt werden. Aus Sicht der Vereinten Nationen entscheidet sich gerade in Ländern mit hoher Schuldenlast, sinkender Hilfe und wachsender sozialer Anspannung, ob aus diesen Zusagen tatsächlich handfeste Entlastung wird.</p>
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	</item>
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		<title>Amnesty zeichnet für Afrika ein Jahr der Kriege, Hungerkrisen und Repression</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/amnesty-zeichnet-fuer-afrika-ein-jahr-der-kriege-hungerkrisen-und-repression/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 19:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kriege, Hungerkrisen, tödlich niedergeschlagene Proteste und wachsende Vertreibung: Amnesty zeichnet für Afrika 2025 ein alarmierendes Bild der Menschenrechtslage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Famnesty-zeichnet-fuer-afrika-ein-jahr-der-kriege-hungerkrisen-und-repression%2F&amp;action_name=Amnesty%20zeichnet%20f%C3%BCr%20Afrika%20ein%20Jahr%20der%20Kriege%2C%20Hungerkrisen%20und%20Repression&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/amnesty-zeichnet-fuer-afrika-ein-jahr-der-kriege-hungerkrisen-und-repression/">Amnesty zeichnet für Afrika ein Jahr der Kriege, Hungerkrisen und Repression</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bewaffnete Konflikte, Hunger und härtere Repression gegen Proteste haben die Menschenrechtslage in Afrika weiter verschärft. Amnesty International <a href="https://www.amnesty.org/en/latest/news/2026/04/amnesty-international-calls-states-to-stop-predatory-era-taking-hold/">zieht</a> für 2025 eine entsprechend düstere Bilanz. Der Bericht beschreibt eine Region, in der Kriege weiter eskalierten, Gesundheitssysteme unter neuen Kürzungen litten und Regierungen Demonstrationen immer häufiger als Sicherheitsproblem behandelten. Millionen Menschen blieben zugleich durch Krieg und klimabedingte Katastrophen vertrieben, besonders im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-und-dr-kongo-stehen-im-zentrum-der-gewalt"><span id="sudan-und-dr-kongo-stehen-im-zentrum-der-gewalt">Sudan und DR Kongo stehen im Zentrum der Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer wiegt die Lage im Sudan. Nach der <a href="https://fokus-afrika.de/ueber-eine-million-rueckkehrer-nach-khartum/" type="post" id="21098">Rückeroberung von Khartum</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-un-ermittler-berichten-von-systematischen-graeueltaten/" type="post" id="19789">Gezira</a> durch die sudanesischen Streitkräfte Anfang 2025 kam es laut Amnesty zu Vergeltungsangriffen auf Zivilisten. Im Bundesstaat Gezira wurden Angehörige der Kanabi-Gemeinschaft attackiert, Häuser niedergebrannt und Eigentum geplündert. Im Oktober nahmen die Rapid Support Forces nach <a href="https://fokus-afrika.de/massaker-in-el-fasher-460-tote-bei-angriff-auf-krankenhaus-in-darfur/" type="post" id="21372">monatelanger Belagerung El Fasher in Nord-Darfur ein</a>. Danach folgten Massenmorde an Zivilisten, sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie Geiselnahmen. Amnesty verweist außerdem auf Waffenlieferungen aus den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/" type="post_tag" id="519">Vereinigten Arabischen Emiraten</a> an die RSF, die den Konflikt weiter angeheizt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a> verschärfte sich die Lage deutlich. Die von Ruanda unterstützte M23 nahm <a href="https://fokus-afrika.de/m23-in-goma-was-passiert-im-ostkongo/" type="post" id="13732">Anfang des Jahres Goma</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/m23-rebellen-erobern-kalehe-und-bukavu/" type="post" id="14058">Bukavu</a> ein. Zwischen Ende Januar und Anfang April wurden in Goma mehr als 200 Menschen getötet, später kamen im Gebiet <a href="https://fokus-afrika.de/kaempfe-in-ostkongo-eskalieren-fardc-setzt-drohnen-gegen-m23-ein/" type="post" id="24064">Rutshuru</a> mindestens 319 weitere Zivilisten ums Leben. Amnesty dokumentiert dort zudem Folter, unmenschliche Haftbedingungen sowie Angriffe auf Krankenhäuser und Entführungen von Patienten und Angehörigen. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/is-reklamiert-angriff-auf-goldminen-in-ituri/" type="post" id="25706">andere bewaffnete Gruppen in Ituri</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/wirklich-entsetzliche-angriffe-adf-massaker-an-zivilisten-in-nord-kivu-erschuettern-dr-kongo/" type="post" id="22172">Nord-Kivu gingen brutal vor.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-26761 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm_Germany_2012.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Aus <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/" type="category" id="66">Burkina Faso</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/" type="category" id="39">Mosambik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a>, dem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanischen Republik</a> meldet der Bericht ebenfalls rechtswidrige Tötungen durch staatliche Kräfte oder bewaffnete Gruppen. In Burkina Faso wurden bei einem Massaker in und um Solenzo mindestens 58 Zivilisten getötet. In Mali verweist Amnesty auf summarische Hinrichtungen und auf Fälle, in denen Soldaten mit <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-auslandsgeheimdienst-uebernimmt-wagner-netzwerk-fuer-einflussoperationen-in-afrika/" type="post" id="24623">Unterstützung der Wagner-Gruppe</a> an Tötungen beteiligt gewesen sein sollen. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hunger-trifft-hunderte-millionen"><span id="hunger-trifft-hunderte-millionen">Hunger trifft Hunderte Millionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Kriegen rückt Amnesty die soziale Krise in den Vordergrund. Das Ziel der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanischen Union</a>, Hunger und Ernährungsunsicherheit bis 2025 zu beseitigen, wurde verfehlt. Nach den zitierten Zahlen litten im Juli mehr als 307 Millionen Menschen in Afrika an Hunger, also mehr als 20 Prozent der Bevölkerung des Kontinents. Besonders dramatisch war die Lage im Sudan und im Südsudan, wo jeweils mindestens die Hälfte der Bevölkerung unter akuter Ernährungsunsicherheit lebte. Im Südsudan waren rund 28.000 Menschen von katastrophalem Hunger betroffen, im Sudan wurden in mehreren Gebieten Hungersnöte festgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Bildung und Gesundheit gerieten weiter unter Druck. In den Konfliktzonen Afrikas blieben Millionen Kinder ohne Unterricht. In Kameruns Nordwesten und Südwesten waren 14.829 Schulen geschlossen, betroffen waren mehr als drei Millionen Kinder. In Mali waren 2.036 Schulen außer Betrieb, im Südsudan gingen laut UNICEF mehr als 70 Prozent der Kinder nicht zur Schule. Gleichzeitig trafen Kürzungen von US-Hilfsgeldern zentrale Gesundheitsdienste in zahlreichen Ländern, darunter Kamerun, Ghana, Lesotho, Malawi, Namibia, Nigeria, Südafrika, Sambia, die Zentralafrikanische Republik und der Südsudan. In Lesotho verloren dem Bericht zufolge rund 1.500 Beschäftigte im Gesundheitswesen ihre Arbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierungen-reagieren-auf-proteste-mit-gewalt"><span id="regierungen-reagieren-auf-proteste-mit-gewalt">Regierungen reagieren auf Proteste mit Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Amnesty beschreibt außerdem eine härtere Gangart vieler Regierungen gegen Demonstrationen und kritische Stimmen. In Tansania starben bei der Niederschlagung von Protesten nach der Wahl Hunderte Menschen. In Kenia wurden am 25. Juni mindestens 19 Menschen getötet, als die Polizei gegen jugendgeführte Proteste vorging. Schon im Vorjahr waren bei ähnlichen Demonstrationen mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Der Bericht spricht davon, dass Regierungen Proteste auf dem Kontinent zunehmend als Bedrohung behandelten, sie gewaltsam auflösten, übermäßig einschränkten oder ganz verboten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="638" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011.jpg" alt="" class="wp-image-26762 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Amnesty_International_Egyptian_Embassy_in_Washington_2011-800x532.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kamen schärfere Eingriffe gegen Medien, Aktivisten und Oppositionelle. Militärregierungen gingen laut Amnesty besonders häufig unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit gegen kritische Stimmen vor. Parallel dazu untergruben Behörden in mehreren Staaten die Bemühungen um Rechenschaft und Strafverfolgung, was Opfern schwerer Verbrechen den Zugang zu Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung weiter erschwerte.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klima-vertreibung-und-diskriminierung-verscharfen-die-lage"><span id="klima-vertreibung-und-diskriminierung-verschaerfen-die-lage">Klima, Vertreibung und Diskriminierung verschärfen die Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verbindet die Menschenrechtskrise auch mit der Klimakrise. Dürre und Überschwemmungen trafen viele Länder zusätzlich, während Regierungen und internationale Partner nach Darstellung von Amnesty zu wenig unternahmen, um die Bevölkerung wirksam zu schützen. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/" type="category" id="220">Namibia</a> litt weiter unter schwerer Dürre, in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a> führten Überschwemmungen in mehreren Provinzen zu Toten und zerstörten Häuser, besonders in informellen Siedlungen. Millionen Menschen konnten deshalb ebenso wenig zurückkehren wie jene, die vor Konflikten geflohen waren. Im Sudan entstand die weltweit größte und am schnellsten wachsende Vertreibungskrise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich dokumentiert Amnesty anhaltende Diskriminierung gegen Frauen, Mädchen und LGBTI-Personen. Gesellschaftliche Normen und politische Kampagnen gegen Rechte von Minderheiten hätten Gewalt und Ausgrenzung weiter befördert. Regierungen hätten zudem ihre Rechtssysteme genutzt, um LGBTI-Menschen gezielt zu diskriminieren.</p>
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			<media:title type="html">National_meeting_of_Amnesty_International_in_Ulm,_Germany,_2012</media:title>
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			<media:title type="html">Amnesty_International,_Egyptian_Embassy_in_Washington,_2011</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland erhöht Hilfe für Sudan um 20 Millionen Euro</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-erhoeht-hilfe-fuer-sudan-um-20-millionen-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 09:22:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>20 Millionen Euro mehr für den Sudan: Deutschland kündigt bei der Sudan-Konferenz in Berlin zusätzliche Hilfen an. Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, während der Krieg weiter das Land und seine Nachbarregion erschüttert.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-erhoeht-hilfe-fuer-sudan-um-20-millionen-euro%2F&amp;action_name=Deutschland%20erh%C3%B6ht%20Hilfe%20f%C3%BCr%20Sudan%20um%2020%20Millionen%20Euro&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-erhoeht-hilfe-fuer-sudan-um-20-millionen-euro/">Deutschland erhöht Hilfe für Sudan um 20 Millionen Euro</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stockt seine Unterstützung für die notleidende Bevölkerung im Sudan um weitere 20 Millionen Euro auf. Die Ankündigung erfolgte zur <a href="https://fokus-afrika.de/vor-sudan-konferenz-in-berlin-eskaliert-der-streit-mit-der-sudanesischen-regierung/" type="post" id="26463">Sudan-Konferenz in Berlin</a>, die die Bundesregierung gemeinsam mit internationalen Partnern ausrichtet. Im Mittelpunkt stehen <a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/" type="post" id="26397">zusätzliche Hilfen für die betroffene Bevölkerung</a> und die Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz findet zum dritten Jahrestag des Kriegsausbruchs im Sudan statt. Deutschland veranstaltet sie zusammen mit der Europäischen Union, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den USA und der Afrikanischen Union.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-ohne-ende-not-ohne-grenzen"><span id="krieg-ohne-ende-not-ohne-grenzen">Krieg ohne Ende, Not ohne Grenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Jahre nach Beginn des Krieges spricht die Bundesregierung von <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">der größten humanitären Katastrophe der Welt.</a> Mehr als 12 Millionen Menschen wurden vertrieben, rund 4,5 Millionen von ihnen flohen in Nachbarländer. Insgesamt sind mehr als zwei Drittel der Bevölkerung, also 33 Millionen Menschen, auf Hilfe angewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwer trifft die Lage Frauen und Mädchen. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass mehr als 12 Millionen von ihnen von systematischer sexueller Gewalt bedroht sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-geld-fur-wasser-medizin-und-schulen"><span id="mehr-geld-fuer-wasser-medizin-und-schulen">Mehr Geld für Wasser, Medizin und Schulen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/unterstuetzung-fuer-sudan-298482">Angaben</a> des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte das BMZ bis Ende 2025 bereits 155,4 Millionen Euro für Projekte im Sudan und in betroffenen Nachbarländern bereitgestellt. Im Jahr 2026 sollen weitere 20 Millionen Euro hinzukommen. Weitere Mittelzusagen werden noch geprüft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geld soll den Zugang zu grundlegender Versorgung verbessern. Genannt werden vor allem Wasser, Gesundheit, Bildung und Ernährung. Zudem will Deutschland den sozialen Zusammenhalt in der Bevölkerung stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-drangt-auf-waffenruhe"><span id="berlin-draengt-auf-waffenruhe">Berlin drängt auf Waffenruhe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Konferenz in Berlin will die Bundesregierung nicht nur zusätzliche Unterstützung mobilisieren, sondern auch eine sofortige Waffenruhe voranbringen. Ausgerichtet wird das Treffen gemeinsam mit mehreren westlichen Partnern sowie der <a href="https://fokus-afrika.de/merz-unterstuetzt-zwei-staendige-afrika-sitze-im-un-sicherheitsrat/" type="post" id="26545">Afrikanischen Union</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan erklärte, die Menschen im Sudan dürften nicht vergessen werden. Drei Jahre Krieg hätten „unfassbares Leid“ über die Bevölkerung gebracht. Das BMZ engagiere sich im Sudan besonders für Frauen und Kinder, die vom Kriegsgeschehen am stärksten betroffen seien.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frauen-stemmen-den-alltag-im-krieg"><span id="frauen-stemmen-den-alltag-im-krieg">Frauen stemmen den Alltag im Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan verwies zugleich auf die Rolle vieler Frauen im Kriegsalltag. „Während viele Männer durch den Krieg abwesend sind, kümmern sie sich um die Familien und den Lebensunterhalt“, erklärte die Ministerin. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstütze deshalb sowohl die Bevölkerung im Sudan als auch Flüchtlinge in den aufnehmenden Gemeinden der Nachbarländer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des BMZ zielt die Hilfe darauf, Menschen unter schwierigen Bedingungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Genannt werden unter anderem bessere Ernährung, Zugang zu Bildungs- und Gesundheitsangeboten sowie Kinder- und Frauenschutz. Hinzu kommen Projekte zur nachhaltigen Wasser- und Sanitärversorgung.</p>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung zahlt eine Milliarde Euro an humanitäre Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-zahlt-eine-milliarde-euro-an-humanitaere-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 21:40:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
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		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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<p>Die Bundesregierung hat ihre humanitäre Hilfe für 2025 auf 1,06 Milliarden Euro beziffert und erklärt, damit rund 73&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-zahlt-eine-milliarde-euro-an-humanitaere-hilfe%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20zahlt%20eine%20Milliarde%20Euro%20an%20humanit%C3%A4re%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-zahlt-eine-milliarde-euro-an-humanitaere-hilfe/">Bundesregierung zahlt eine Milliarde Euro an humanitäre Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat ihre humanitäre Hilfe für 2025 auf 1,06 Milliarden Euro beziffert und erklärt, damit rund 73 Millionen Menschen erreicht zu haben. Am Dienstag bekräftigte sie in einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/047/2104705.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag, Deutschland bleibe damit einer der größten humanitären Geber weltweit. Zugleich wächst der Druck auf das System, weil der Bedarf in vielen Krisenregionen steigt, während die finanziellen Spielräume enger werden. Für Afrika ist das besonders relevant, weil der Kontinent erneut den größten Anteil der deutschen humanitären Hilfe erhielt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-bleibt-schwerpunkt-deutscher-hilfen"><span id="afrika-bleibt-schwerpunkt-deutscher-hilfen">Afrika bleibt Schwerpunkt deutscher Hilfen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 333 Millionen Euro floss 2025 der größte regionale Anteil der deutschen humanitären Hilfe nach Afrika. Dahinter folgte der Nahe und Mittlere Osten mit 314 Millionen Euro.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-23416 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1280px-Working_with_UNHCR_to_help_refugees_in_South_Sudan_6972528722.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den wichtigsten Empfängerländern in Afrika gehörten <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a>. Damit konzentriert sich die deutsche Hilfe weiterhin stark auf Staaten, die von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/krieg/" type="post_tag" id="324">Krieg</a>, Vertreibung, Hunger und anhaltenden Versorgungskrisen betroffen sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für 2026 zeichnet sich dieser Schwerpunkt ab. Geplante Mittel für humanitäre Länderfonds betreffen erneut <a href="https://fokus-afrika.de/25-millionen-menschen-benoetigen-dringen-hilfe/">mehrere afrikanische Krisenstaaten</a>, darunter Sudan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, Südsudan, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien und Somalia. Hinzu kommt ein Regionalfonds für <a href="https://fokus-afrika.de/un-westafrika-vor-herausforderungen/" type="post" id="13223">West-</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrika</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-setzt-starker-auf-effizienz"><span id="berlin-setzt-staerker-auf-effizienz">Berlin setzt stärker auf Effizienz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt die Lage als schwieriger denn je. Weltweit wächst der Bedarf an humanitärer Unterstützung, zugleich geraten <a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungsministerin-alabali-radovan-verknuepft-auf-der-msc-entwicklung-und-sicherheit/" type="post" id="24656">öffentliche Haushalte zunehmend unter Druck</a>. Berlin reagiert darauf nicht mit einer Ankündigung höherer Mittel, sondern mit dem Anspruch, <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/" type="post" id="25083">vorhandenes Geld gezielter und wirksamer einzusetzen</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Flag_at_the_International_Court_of_Justice_at_The_Hague_53998905707-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25713 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Flag_at_the_International_Court_of_Justice_at_The_Hague_53998905707-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Flag_at_the_International_Court_of_Justice_at_The_Hague_53998905707-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Flag_at_the_International_Court_of_Justice_at_The_Hague_53998905707-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Flag_at_the_International_Court_of_Justice_at_The_Hague_53998905707-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Flag_at_the_International_Court_of_Justice_at_The_Hague_53998905707-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Flag_at_the_International_Court_of_Justice_at_The_Hague_53998905707-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_Nations_Flag_at_the_International_Court_of_Justice_at_The_Hague_53998905707.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dabei unterstützt die Bundesregierung Reformen innerhalb der Vereinten Nationen, die das humanitäre System effizienter machen sollen. Im Mittelpunkt stehen eine bessere Erfassung der Bedarfe, engere Koordinierung, weniger Konkurrenz um Mittel, stärkere Einbindung lokaler Akteure und ein breiterer Einsatz gemeinsamer Fonds.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-grosser-teil-der-hilfe-lauft-uber-internationale-organisationen"><span id="ein-grosser-teil-der-hilfe-laeuft-ueber-internationale-organisationen">Ein großer Teil der Hilfe läuft über internationale Organisationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der größte Teil der deutschen humanitären Hilfe wird weiterhin über internationale Organisationen abgewickelt. Dazu zählen vor allem das Welternährungsprogramm, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und das UN-Nothilfebüro OCHA.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Those_who_fled_fighting_and_came_to_Lankien_with_nothing_now_have_only_leaves_and_grass_to_eat_until_the_next_harvest._Oxfam_is_distributing_food_from_WFP_air_drops._16902273351-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24366 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Those_who_fled_fighting_and_came_to_Lankien_with_nothing_now_have_only_leaves_and_grass_to_eat_until_the_next_harvest._Oxfam_is_distributing_food_from_WFP_air_drops._16902273351-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Those_who_fled_fighting_and_came_to_Lankien_with_nothing_now_have_only_leaves_and_grass_to_eat_until_the_next_harvest._Oxfam_is_distributing_food_from_WFP_air_drops._16902273351-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Those_who_fled_fighting_and_came_to_Lankien_with_nothing_now_have_only_leaves_and_grass_to_eat_until_the_next_harvest._Oxfam_is_distributing_food_from_WFP_air_drops._16902273351-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Those_who_fled_fighting_and_came_to_Lankien_with_nothing_now_have_only_leaves_and_grass_to_eat_until_the_next_harvest._Oxfam_is_distributing_food_from_WFP_air_drops._16902273351-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Those_who_fled_fighting_and_came_to_Lankien_with_nothing_now_have_only_leaves_and_grass_to_eat_until_the_next_harvest._Oxfam_is_distributing_food_from_WFP_air_drops._16902273351-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Those_who_fled_fighting_and_came_to_Lankien_with_nothing_now_have_only_leaves_and_grass_to_eat_until_the_next_harvest._Oxfam_is_distributing_food_from_WFP_air_drops._16902273351-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Those_who_fled_fighting_and_came_to_Lankien_with_nothing_now_have_only_leaves_and_grass_to_eat_until_the_next_harvest._Oxfam_is_distributing_food_from_WFP_air_drops._16902273351.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Daneben erhalten auch Hilfsorganisationen hohe Summen, darunter die Welthungerhilfe, Malteser, der Norwegian Refugee Council, Handicap International und der Deutsche Caritasverband. Die Bundesregierung setzt damit weiter auf ein System, in dem große multilaterale und nichtstaatliche Akteure den Hauptteil der Hilfe umsetzen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lokale-akteure-sollen-starker-eingebunden-werden"><span id="lokale-akteure-sollen-staerker-eingebunden-werden">Lokale Akteure sollen stärker eingebunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich will Berlin die Rolle lokaler Partner ausbauen. Das gehört seit Jahren zu den zentralen Zielen in der internationalen Debatte über humanitäre Hilfe. In der Praxis bleibt der direkte Anteil lokaler und nationaler Organisationen an der deutschen Finanzierung aber bisher vergleichsweise gering.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Größere Fortschritte gibt es bei der Flexibilität der Mittel. Ein erheblicher Teil der deutschen Hilfe ist inzwischen mehrjährig angelegt oder nur locker zweckgebunden. Das verschafft Partnerorganisationen mehr Spielraum, um in Krisen schneller zu reagieren und Hilfen verlässlicher zu planen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hilfe-unter-wachsendem-druck"><span id="hilfe-unter-wachsendem-druck">Hilfe unter wachsendem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter den Zahlen steht ein System, das immer stärker unter Belastung gerät. Weltweit sind Hunderte Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen. Gleichzeitig müssen Regierungen und Hilfsorganisationen ihre Mittel strenger priorisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hält seine humanitäre Hilfe damit zwar auf hohem Niveau, setzt aber sichtbar stärker auf Steuerung, Konzentration und Effizienz. Für Afrika bleibt das besonders wichtig, weil ein großer Teil der deutschen Hilfe weiterhin in Konflikt- und Krisenländer des Kontinents fließt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Menschenrechtskommissar Türk erwarte &#8220;nur Schlimmeres&#8221; in Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-menschenrechtskommissar-volker-tuerk-erwarte-nur-schlimmeres-in-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 20:28:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=24492</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ohne entschlossenes internationales Handeln droht die Gewalt in Sudan weiter zu eskalieren. Vor dem Menschenrechtsrat in Genf erklärte&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-menschenrechtskommissar-volker-tuerk-erwarte-nur-schlimmeres-in-sudan%2F&amp;action_name=Menschenrechtskommissar%20T%C3%BCrk%20erwarte%20%26%238220%3Bnur%20Schlimmeres%26%238221%3B%20in%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ohne entschlossenes internationales Handeln droht die Gewalt in Sudan weiter zu eskalieren. Vor dem Menschenrechtsrat in Genf erklärte der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, <strong>Volker Türk</strong>, dass andernfalls „nur Schlimmeres zu erwarten“ sei. Er <a href="https://fokus-afrika.de/un-kommisar-volker-tuerk-das-absichtliche-toeten-ist-ein-kriegsverbrechen/">erneuerte</a> zugleich die Forderung, das bislang auf Darfur begrenzte Waffenembargo auf das gesamte Staatsgebiet auszuweiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den Rapid Support Forces dauern seit fast drei Jahren an. Beide Seiten ringen um die Kontrolle über zentrale Landesteile, während die Zivilbevölkerung zunehmend zwischen die Fronten gerät.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berichte-uber-massentotungen-in-el-fasher"><span id="berichte-ueber-massentoetungen-in-el-fasher">Berichte über Massentötungen in El Fasher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Türk schilderte dem&nbsp;<strong>Human Rights Council</strong>&nbsp;übereinstimmende Aussagen von Überlebenden aus El Fasher, der Hauptstadt von Nord-Darfur. Demnach sollen Einheiten der Rapid Support Forces im Oktober die Stadt überrannt und schwere Verbrechen begangen haben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24494 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/54348089128_bf92254814_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Zeugen hätten unabhängig voneinander von der Tötung Hunderter Menschen berichtet, die auf dem Gelände der Universität von El Fasher Schutz gesucht hatten. Nach den vorliegenden Aussagen seien Opfer gezielt aufgrund ihrer nicht-arabischen Herkunft angegriffen worden, insbesondere Angehörige der Zaghawa.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Entlang der Ausfallstraßen der Stadt hätten Überlebende zudem Leichenansammlungen beschrieben. Die geschilderten Szenen decken sich nach Angaben des Hochkommissars mit den Einschätzungen des&nbsp;<strong>International Criminal Court</strong>, der im Januar von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit der Belagerung El Fashers gesprochen hatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verantwortung-bei-den-rapid-support-forces"><span id="verantwortung-bei-den-rapid-support-forces">Verantwortung bei den Rapid Support Forces</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verantwortung für die dokumentierten Gräueltaten liege bei den Rapid Support Forces sowie deren Unterstützern, sagte Türk. Bereits zuvor habe sein Amt vor schweren Verbrechen gewarnt, unter anderem bei der Offensive auf das Flüchtlingslager Zamzam im April 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg war im April 2023 ausgebrochen, nachdem eine Machtteilungsvereinbarung zwischen den sudanesischen Streitkräften und den Rapid Support Forces zerbrochen war. Seitdem hat sich die Lage landesweit verschärft.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-weiter-dramatisch"><span id="humanitaere-lage-weiter-dramatisch">Humanitäre Lage weiter dramatisch</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 30 Millionen Menschen von der Krise betroffen. Viele wurden mehrfach vertrieben, andere leiden unter Hunger, fehlender medizinischer Versorgung und systematischer sexueller Gewalt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="582" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD-1024x582.jpeg" alt="" class="wp-image-24495 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD-1024x582.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD-300x171.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD-768x437.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD-1536x873.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD-380x216.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD-800x455.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD-1160x659.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAaZ3UlWgAAMVzD.jpeg 1900w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während die Kämpfe sich von Darfur zunehmend auf die Kordofan-Regionen ausweiten, warnte Türk vor neuen schweren Menschenrechtsverletzungen. Besonders besorgniserregend sei der Einsatz moderner Drohnensysteme durch beide Konfliktparteien.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drohnenangriffe-fordern-zivile-opfer"><span id="drohnenangriffe-fordern-zivile-opfer">Drohnenangriffe fordern zivile Opfer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Wochen hätten Regierungstruppen und verbündete Einheiten zwar die Belagerungen von Kadugli und Dilling durchbrochen. Gleichzeitig setzten beide Seiten ihre <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-un-verurteilt-toedlichen-drohnenangriff-auf-unisfa-stuetzpunkt-in-kadugli/" type="post" id="22946">Drohnenangriffe</a> fort, mit Dutzenden getöteten oder verletzten Zivilisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hohe Kommissar warnte vor weiteren Risiken für die Bevölkerung, darunter außergerichtliche Hinrichtungen, sexuelle Gewalt, willkürliche Inhaftierungen und die Trennung von Familien.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-forderungen-zur-deeskalation"><span id="forderungen-zur-deeskalation">Forderungen zur Deeskalation</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Eindämmung der Gewalt kündigte Türk Maßnahmen zur <a href="https://fokus-afrika.de/eu-verhaengt-neue-sanktionen-gegen-verantwortliche-des-sudan-kriegs/">Unterstützung</a> von Vermittlungsbemühungen an. Dazu zählen Zusagen, Zivilisten und Wohngebiete nicht anzugreifen, humanitäre Hilfe ungehindert zuzulassen, willkürliche Festnahmen zu beenden und <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/">Angriffe auf zivile Infrastruktur</a> einzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf die Schäden an der Merowe-Talsperre und dem Wasserkraftwerk, die einst rund 70 Prozent des sudanesischen Stroms lieferten. Wiederholte Drohnenangriffe hätten Strom- und Wasserversorgung massiv beeinträchtigt, mit gravierenden Folgen für das Gesundheitswesen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Sicherheitsrat berät hinter verschlossenen Türen über Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-beraet-hinter-verschlossenen-tueren-ueber-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 16:49:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen befasst sich mit der sich zuspitzenden humanitären Krise im Sudan und berät über&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-beraet-hinter-verschlossenen-tueren-ueber-sudan%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20ber%C3%A4t%20hinter%20verschlossenen%20T%C3%BCren%20%C3%BCber%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-beraet-hinter-verschlossenen-tueren-ueber-sudan/">UN-Sicherheitsrat berät hinter verschlossenen Türen über Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen befasst sich mit der sich zuspitzenden humanitären Krise im Sudan und berät über aktuelle Entwicklungen in mehreren Konfliktregionen des Landes. In geschlossenen Konsultationen sollen Vertreter zentraler UN-Hilfsorganisationen die Lage darstellen. Anlass ist eine neue Warnung zur Ernährungssicherheit, die auf eine Ausweitung von Hungersnotbedingungen hinweist. Die Beratungen erfolgen auf Antrag mehrerer Ratsmitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konsultationen sind für den 09.02.2026 angesetzt und wurden vom Vereinigten Königreich gemeinsam mit Bahrain und Dänemark beantragt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-briefings-zu-hungerkrise-und-sicherheitslage"><span id="briefings-zu-hungerkrise-und-sicherheitslage">Briefings zu Hungerkrise und Sicherheitslage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Berichterstatter sind Edem Wosornu, Direktorin der Krisenreaktionsabteilung des&nbsp;UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, sowie Matthew Hollingworth, Beigeordneter Exekutivdirektor für Programmeinsätze des&nbsp;Welternährungsprogramm, vorgesehen. Grundlage der Beratungen ist eine am 05.02.2026 veröffentlichte Warnmeldung der Integrierten Klassifikation der Ernährungssicherheitsphasen, die eine weitere Verschlechterung der Lage insbesondere in Groß-Darfur und Groß-Kordofan feststellt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130099-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24453 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130099-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130099-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130099-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130099-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130099-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130099-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/UN71130099.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bereits ein Bericht vom November 2025 hatte in mehreren konfliktbetroffenen Gebieten Hungersnotbedingungen festgestellt, darunter in El Fasher in Nord-Darfur und Kadugli in Süd-Kordofan.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-hungersnotgebiete-in-nord-darfur"><span id="neue-hungersnotgebiete-in-nord-darfur">Neue Hungersnotgebiete in Nord-Darfur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage/" type="post" id="22663">aktuelle Warnung</a> benennt zwei weitere Orte in Nord-Darfur, Um Baru und Kernoi, in denen Schwellenwerte für akute Mangelernährung überschritten wurden. Dies deutet auf ein erhöhtes Sterberisiko hin. Zugleich <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-icc-warnt-im-un-sicherheitsrat-vor-graeueltaten-in-darfur/">bestehen Befürchtungen</a>, dass benachbarte Gebiete von ähnlichen Bedingungen betroffen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der IPC rücken Einheiten der Rapid Support Forces in den Regionen um Um Baru und Kernoi vor. Dies habe zur Flucht Tausender Zivilisten aus städtischen Gebieten in ländliche Regionen oder in Richtung der Grenze zu Tschad geführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-el-fasher-vertreibung-und-eingeschrankter-zugang"><span id="el-fasher-vertreibung-und-eingeschraenkter-zugang">El Fasher: Vertreibung und eingeschränkter Zugang</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für El Fasher wird <a href="https://fokus-afrika.de/massaker-in-el-fasher-460-tote-bei-angriff-auf-krankenhaus-in-darfur/" type="post" id="21372">berichtet</a>, dass seit dem Angriff der Rapid Support Forces Ende Oktober 2025 ein Großteil der Zivilbevölkerung geflohen oder getötet worden sei. Weniger als 100.000 Menschen sollen noch in der Stadt eingeschlossen sein. Bis Ende 2025 stieg die Zahl der Binnenvertriebenen aus dem Raum El Fasher auf schätzungsweise 1,22 Millionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Lage entlang des Korridors El Fasher–Tine in Richtung Tschad dürfte sich ohne sofortige Kampfhandlungenpause und umfangreiche Hilfsmaßnahmen weiter verschlechtern. In Süd-Darfur, insbesondere rund um Nyala, werden weiterhin zivile Opfer gemeldet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kordofan-und-blue-nile-als-neue-konfliktschwerpunkte"><span id="kordofan-und-blue-nile-als-neue-konfliktschwerpunkte">Kordofan und Blue Nile als neue Konfliktschwerpunkte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region Kordofan gilt <a href="https://fokus-afrika.de/un-verurteilt-toedliche-angriffe-auf-kindergarten-und-krankenhaus-in-kordofan/" type="post" id="22744">zunehmend als zentrales Konfliktgebiet</a>. Die Intensivierung der Kämpfe dürfte laut IPC die Zahl der Menschen mit extremer Unterernährung weiter erhöhen. In Kadugli wurden bereits im November 2025 Hungersnotbedingungen festgestellt. Auch Dilling und Teile der westlichen Nuba-Berge gelten als stark gefährdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Blue Nile mehren sich Berichte über neue Gefechte und Mobilisierung bewaffneter Gruppen, was Sorgen über eine Ausweitung der Instabilität an den Grenzen zu Äthiopien und Südsudan auslöst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriffe-auf-humanitare-hilfe"><span id="angriffe-auf-humanitaere-hilfe">Angriffe auf humanitäre Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz begrenzter Fortschritte beim <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-un-erzielen-zugangszusage-fuer-das-schwer-getroffene-el-fasher/" type="post" id="22895">humanitären Zugang</a> bleibt dieser stark eingeschränkt. Sicherheitsrisiken, administrative Hürden und anhaltende Verhandlungen mit bewaffneten Akteuren erschweren eine kontinuierliche Hilfe. Besonders betroffen sind Gebiete um El Fasher, Tawila und Ad Dabbah.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Famine is pushing millions in Sudan to the brink.<br><br>WFP is working with communities to improve access to water so farmers can grow more food and feed their families.<br><br>Hear from WFP&#39;s Rawaa on how these efforts are making a difference. 👇 <a href="https://t.co/06YLDMy0WG">pic.twitter.com/06YLDMy0WG</a></p>&mdash; WFP Sudan (@WFP_Sudan) <a href="https://twitter.com/WFP_Sudan/status/2019671804294668694?ref_src=twsrc%5Etfw">February 6, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Am 06.02.2026 wurde ein Konvoi des Welternährungsprogramms in Nord-Kordofan durch einen Drohnenangriff getroffen. Dabei kam mindestens eine Person ums Leben, mehrere wurden verletzt, und Hilfsgüter wurden zerstört. Wenige Tage zuvor wurde ein WFP-Mitarbeiter bei einem Drohnenangriff nahe Yabus in Blue Nile verletzt. Medienberichte sprechen zudem von einem Angriff auf ein Fahrzeug mit Vertriebenen nahe Rahad, bei dem mindestens 24 Menschen starben, darunter acht Kinder.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-appelle-an-den-sicherheitsrat-und-internationale-gemeinschaft"><span id="appelle-an-den-sicherheitsrat-und-internationale-gemeinschaft">Appelle an den Sicherheitsrat und internationale Gemeinschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits bei der letzten offenen Sitzung des Sicherheitsrats im Dezember 2025 hatte Edem Wosornu vor einer Wiederholung der in El Fasher begangenen Gräueltaten in anderen Landesteilen gewarnt. Sie forderte den Schutz der Zivilbevölkerung, ungehinderten humanitären Zugang und die Sicherheit von Hilfspersonal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Ratsmitglieder wollen bei den aktuellen Konsultationen erneut an die Verpflichtungen aus der Resolution 2417 des Sicherheitsrats erinnern, die den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe verurteilt. Zugleich wird eine Ausweitung der internationalen Hilfe erwartet. Der humanitäre Bedarfs- und Reaktionsplan für 2026 ist bislang nur zu 5,8 Prozent finanziert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN stoppen Nahrungsmittelhilfe in Südsudan nach Angriffen auf Hilfskonvoi</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-stoppen-nahrungsmittelhilfe-in-suedsudan-nach-angriffen-auf-hilfskonvoi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 15:57:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen haben ihre Nahrungsmittelhilfe in Teilen des Südsudan ausgesetzt, nachdem bewaffnete Angriffe auf einen Hilfskonvoi als&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-stoppen-nahrungsmittelhilfe-in-suedsudan-nach-angriffen-auf-hilfskonvoi%2F&amp;action_name=UN%20stoppen%20Nahrungsmittelhilfe%20in%20S%C3%BCdsudan%20nach%20Angriffen%20auf%20Hilfskonvoi&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-stoppen-nahrungsmittelhilfe-in-suedsudan-nach-angriffen-auf-hilfskonvoi/">UN stoppen Nahrungsmittelhilfe in Südsudan nach Angriffen auf Hilfskonvoi</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben ihre Nahrungsmittelhilfe in Teilen des Südsudan ausgesetzt, nachdem bewaffnete Angriffe auf einen Hilfskonvoi als „inakzeptabel“ bezeichnet worden sind. Hintergrund ist eine deutliche <a href="https://fokus-afrika.de/unmiss-sicherheitsrat-beraet-ueber-suedsudan-eskalierende-gewalt-und-politische-spannungen/" type="post" id="21821">Verschärfung der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Kräften</a>, insbesondere in den Bundesstaaten Upper Nile und Jonglei. UN-Organisationen <a href="https://news.un.org/en/story/2026/02/1166888">warnen</a> vor gravierenden Folgen für die Versorgungslage der Zivilbevölkerung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriff-auf-wfp-konvoi-in-upper-nile"><span id="angriff-auf-wfp-konvoi-in-upper-nile">Angriff auf WFP-Konvoi in Upper Nile</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das&nbsp;<strong>Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen</strong>&nbsp;setzte alle Aktivitäten im Bezirk Baliet im Bundesstaat Upper Nile aus, nachdem ein Flusskonvoi mehrfach angegriffen worden war. Zwischen dem 30. Januar und dem 1. Februar transportierten zwölf Boote mehr als 1.500 Tonnen Nahrungsmittel sowie weitere Hilfsgüter, als sie von bewaffneten Jugendlichen attackiert wurden. Die Ladung wurde in mehreren Orten geplündert, obwohl zuvor Sicherheitszusagen für den Transport vorgelegen hatten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/WFP_UNHAS_South_Sudan-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24367 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/WFP_UNHAS_South_Sudan-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/WFP_UNHAS_South_Sudan-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/WFP_UNHAS_South_Sudan-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/WFP_UNHAS_South_Sudan-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/WFP_UNHAS_South_Sudan-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/WFP_UNHAS_South_Sudan-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/WFP_UNHAS_South_Sudan.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Welternährungsprogramm erklärte, die Aussetzung bleibe bestehen, bis die Sicherheit von Mitarbeitenden, Partnern und Auftragnehmern gewährleistet sei und gestohlene Hilfsgüter wiederbeschafft würden. Angriffe auf humanitäre Helfer seien unter keinen Umständen hinnehmbar.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zusammenbruch-humanitaren-zugangs"><span id="zusammenbruch-humanitaeren-zugangs">Zusammenbruch humanitären Zugangs</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff gilt als Ausdruck einer breiteren Erosion des humanitären Zugangs. Nach Angaben des UN-Nothilfebüros <strong>Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten</strong> sind seit Ende Dezember rund 280.000 Menschen durch Kämpfe und Luftangriffe vertrieben worden, davon mehr als 235.000 allein in Jonglei. Viele Geflüchtete haben Zuflucht in Gebieten mit kaum vorhandener Wasser-, Sanitär- und Gesundheitsversorgung gesucht, was das Risiko von Krankheitsausbrüchen erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfsorganisationen berichten von mindestens sieben beschädigten oder geplünderten Einrichtungen in Jonglei. Die Folgen sind unterbrochene Programme und eingeschränkte Präsenz internationaler Helfer in mehreren Regionen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-gesundheitsversorgung-unter-beschuss"><span id="gesundheitsversorgung-unter-beschuss">Gesundheitsversorgung unter Beschuss</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation <strong>Ärzte ohne Grenzen</strong> meldete, dass ein Krankenhaus in Lankien in der Nacht zum 3. Februar bombardiert worden sei. Dabei wurden das Hauptlager und wesentliche medizinische Vorräte zerstört. Ein Mitarbeiter erlitt leichte Verletzungen. Am selben Tag wurde eine weitere Gesundheitseinrichtung in Pieri geplündert, woraufhin sich das Personal zurückziehen musste. Nach Angaben der Organisation sind dadurch rund 250.000 Menschen ohne medizinische Grundversorgung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-steigende-hunger-und-krankheitsrisiken"><span id="steigende-hunger-und-krankheitsrisiken">Steigende Hunger- und Krankheitsrisiken</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Organisationen rechnen mit einer <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-muss-ernaehrungssystem-reformieren/" type="post" id="13815">deutlichen Verschärfung der Ernährungslage</a>, insbesondere in Jonglei und Upper Nile. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Bezirke mit akuter Hungersituation der Stufe IPC 4 zwischen Februar und Mai mehr als verdoppeln wird. Einzelne Haushalte könnten in katastrophale Bedingungen der Stufe IPC 5 abrutschen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="578" height="395" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Wau_Airport_South_Sudan.png" alt="" class="wp-image-24368 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Wau_Airport_South_Sudan.png 578w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Wau_Airport_South_Sudan-300x205.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Wau_Airport_South_Sudan-380x260.png 380w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bereits jetzt hat die Unsicherheit dazu geführt, dass geplante Vorabpositionierungen von 12.000 Tonnen Nahrungsmitteln vor Beginn der Regenzeit in Jonglei ausgesetzt wurden. Damit droht sich die Lage weiter zu verschärfen, sobald Straßen unpassierbar werden. Parallel belastet ein anhaltender Choleraausbruch das Gesundheitssystem. Seit Herbst 2024 wurden landesweit fast 100.000 Fälle und mehr als 1.600 Todesfälle registriert, Jonglei zählt zu den am stärksten betroffenen Regionen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-kontext-und-regionale-belastungen"><span id="politischer-kontext-und-regionale-belastungen">Politischer Kontext und regionale Belastungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erneute Gewalt fällt in eine Phase <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-droht-rueckfall-in-krieg/" type="post" id="21376">zunehmender politischer Spannungen</a>. Das Friedensabkommen von 2018 gilt als geschwächt, Reformen stocken, und mit Blick auf die <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-aussenminister-muss-verschiebung-der-wahlen-rechtfertigen/" type="post" id="11547">geplanten Wahlen 2026</a> wächst der Druck auf die Übergangsstrukturen. Zusätzlich hat der Krieg im <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-fluechtlingskrise-verschaerft-sich/" type="post" id="11810">benachbarten Sudan mehr als eine Million Geflüchtete in den Südsudan getrieben</a>, was die ohnehin knappen Ressourcen weiter belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Welternährungsprogramms wurden im Jahr 2025 landesweit rund 4,2 Millionen Menschen unterstützt. Für 2026 besteht jedoch eine Finanzierungslücke von 341 Millionen US-Dollar, die insbesondere die Vorbereitung auf die Regenzeit, Nahrungsmittel- und Ernährungsprogramme sowie logistische Unterstützung gefährdet.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-internationale-reaktionen"><span id="internationale-reaktionen">Internationale Reaktionen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/internationale-akteure-reagieren-auf-eskalierende-gewalt-in-suedsudan/">Mehrere Staaten</a>, darunter die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a>, Deutschland, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a>, das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Vereinigte Königreich</a> sowie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" type="post_tag" id="374">Europäische Union</a>, verurteilten die Angriffe auf den Hilfskonvoi in einer gemeinsamen Erklärung und forderten die südsudanesischen Behörden auf, die sichere Lieferung humanitärer Hilfe zu gewährleisten. Zugleich wurde an die Verantwortung aller Konfliktparteien erinnert, humanitären Raum zu respektieren und die Zivilbevölkerung zu schützen.</p>
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	</item>
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		<title>Sudan: Kämpfe in Kordofan und Darfur verschärfen humanitäre Notlage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2025 00:05:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Seit April 2023 stehen sich die sudanesischen Streitkräfte (SAF) und die Rapid Support Forces (RSF) in einem landesweiten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage%2F&amp;action_name=Sudan%3A%20K%C3%A4mpfe%20in%20Kordofan%20und%20Darfur%20versch%C3%A4rfen%20humanit%C3%A4re%20Notlage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage/">Sudan: Kämpfe in Kordofan und Darfur verschärfen humanitäre Notlage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Seit April 2023 stehen sich die sudanesischen Streitkräfte (SAF) und die Rapid Support Forces (RSF) in einem landesweiten Konflikt gegenüber. Nach der Einnahme von El Fasher in Nord-Darfur durch RSF-Kräfte, nach einem Jahr der Belagerung, verlagert sich die Front zunehmend in die ölreiche Kordofan-Region. Laut Angaben der&nbsp;<em>UN News</em>&nbsp;warnte der Hohe Kommissar für Menschenrechte, Volker Türk, dass sich die in El Fasher dokumentierten Muster von Gewalt, Tötungen und Zerstörung nun in Kordofan wiederholen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudans-konflikt-verschiebt-sich-nach-kordofan"><span id="sudans-konflikt-verschiebt-sich-nach-kordofan">Sudans Konflikt verschiebt sich nach Kordofan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Nord-Kordofan eroberte die RSF am 25. Oktober die Stadt Bara. Seitdem dokumentierte das Büro des Hochkommissars (OHCHR) mindestens 269 zivile Todesopfer durch Luftangriffe, Artilleriebeschuss und summarische Hinrichtungen. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, da Kommunikationsausfälle die Meldung von Vorfällen erschweren. Berichtet werden zudem Vergeltungstötungen, willkürliche Inhaftierungen, Entführungen, sexualisierte Gewalt und Zwangsrekrutierungen, auch von Kindern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="526" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7Wyn69WYAAV3sO.jpeg" alt="" class="wp-image-22665 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7Wyn69WYAAV3sO.jpeg 900w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7Wyn69WYAAV3sO-300x175.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7Wyn69WYAAV3sO-768x449.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7Wyn69WYAAV3sO-380x222.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7Wyn69WYAAV3sO-800x468.jpeg 800w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sind Städte wie Kadugli und Dilling in Südkordofan seit Wochen von RSF-Einheiten und verbündeten Kräften, darunter der SPLM-N, eingeschlossen. Humanitäre Akteure sprechen von „Belagerungsbedingungen“, in denen Bewegungsfreiheit kaum existiert, Versorgung kaum möglich ist und die zivile Bevölkerung extremen Härten ausgesetzt ist.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-belagerte-stadte-zerstorte-infrastruktur"><span id="belagerte-staedte-zerstoerte-infrastruktur">Belagerte Städte, zerstörte Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in und um El Fasher bleibt trotz des Wechsels der Kontrolle „äußerst kritisch“. Bereits vor der Einnahme hatte der UN-Nothilfekoordinator die Stadt als „potenziellen Tatort“ bezeichnet. Nach Berichten der Vereinten Nationen sind Nahrungsmittel, Trinkwasser und medizinische Versorgung dort weiterhin stark eingeschränkt, Plünderungen halten an, und willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen verstärken das Klima der Angst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kordofan-Gebiet beschneiden anhaltende Kämpfe den Zugang zu Märkten, Feldern und Versorgungsrouten. Hilfsorganisationen warnen, dass die Gewalt den Zugang zu Lebensmitteln, Medikamenten und grundlegenden Gütern massiv einschränkt und damit das Risiko einer sich ausbreitenden Hungersnot erhöht. Allein in der Kordofan-Region sind mehr als 45.000 Menschen innerhalb oder außerhalb der Region auf der Flucht.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The fall of a Sudanese army base in Babanusa yesterday concludes a nearly two-year siege. It is the latest in a series of defeats sustained by SAF in West Kordofan since 2023. This map shows army garrisons that have fallen into RSF hands, along with the date of capture for each. <a href="https://t.co/XzN5ERw1Ls">pic.twitter.com/XzN5ERw1Ls</a></p>&mdash; Sudan War Monitor (@sudanwarmonitor) <a href="https://twitter.com/sudanwarmonitor/status/1995746798816592132?ref_src=twsrc%5Etfw">December 2, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In mehreren Städten funktionieren Krankenhäuser nur noch teilweise oder sind vollständig außer Betrieb. Der Überfall auf das Al-Nuhud-Hospital in West-Kordofan, das große Teile der lokalen Bevölkerung versorgte, steht exemplarisch für die Erosion der Gesundheitsinfrastruktur.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angriffe-auf-das-gesundheitswesen-und-humanitare-mindeststandards"><span id="angriffe-auf-das-gesundheitswesen-und-humanitaere-mindeststandards">Angriffe auf das Gesundheitswesen und humanitäre Mindeststandards</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat seit Beginn des Konflikts 198 Angriffe auf Gesundheitsstrukturen in Sudan verifiziert. Dabei wurden nach UN-Angaben mehr als 1.700 Gesundheitskräfte und Patientinnen und Patienten getötet und über 400 verletzt. Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen werden weiterhin angegriffen, obwohl sie unter dem humanitären Völkerrecht besonderen Schutz genießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sprecher des Generalsekretärs betonte in New York, diese Angriffe stellten klare Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht dar und müssten umgehend beendet werden. Zugleich berichtet das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) von drastischen Engpässen bei medizinischen Gütern, Treibstoff und Personal. Viele Familien, die vor den Kämpfen fliehen, sind stunden- oder tagelang auf unsicheren Routen unterwegs, ohne ausreichend Wasser, Nahrung oder medizinische Betreuung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinder-als-hauptleidtragende-der-krise"><span id="kinder-als-hauptleidtragende-der-krise">Kinder als Hauptleidtragende der Krise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder gehören zu den am stärksten betroffenen Gruppen. In Tawila in Nord-Darfur, das als Zufluchtsort für Vertriebene dient, sind Aufnahmeeinrichtungen überfüllt. UNICEF berichtet von steigender Unterernährung und zunehmenden Krankheitsausbrüchen. Registriert wurden fast 950 unbegleitete oder von ihren Familien getrennte Kinder in Tawila und anderen Teilen der Region.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1020" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V8vNrWIAAsOZx.jpeg" alt="" class="wp-image-22664 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V8vNrWIAAsOZx.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V8vNrWIAAsOZx-226x300.jpeg 226w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V8vNrWIAAsOZx-380x505.jpeg 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig melden UN-Partner zunehmende Fälle von Masern sowie Verdachtsfälle von Cholera und Dengue-Fieber. Überfüllte Unterkünfte, mangelnde sanitäre Einrichtungen und unzureichende Impfquoten begünstigen die Ausbreitung dieser Krankheiten. In Teilen des Bundesstaates White Nile zeigen jüngste Erhebungen alarmierende Zahlen: Mehr als 30 Prozent der Kinder sind untergewichtig, ein Drittel ist wachstumsverzögert, und in einer Region wurde eine akute Mangelernährungsrate von 13 Prozent gemessen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF und Partner versuchen, den Auswirkungen entgegenzuwirken: Allein im vergangenen Monat wurden täglich rund 132.000 Liter Wasser per Tankwagen geliefert, akute Mangelernährung behandelt und über mobile Teams sowie Basisgesundheitsstationen medizinische Unterstützung organisiert. Zusätzlich erhielten mehr als 3.000 Kinder psychosoziale Hilfe, über 200 getrennte Kinder konnten mit ihren Familien zusammengeführt werden, und rund 25.000 Schülerinnen und Schüler wurden in wiedereröffneten Schulen erreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterfinanzierte-hilfe-bei-einer-der-grossten-krisen-weltweit"><span id="unterfinanzierte-hilfe-bei-einer-der-groessten-krisen-weltweit">Unterfinanzierte Hilfe bei einer der größten Krisen weltweit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Krise in Sudan zählt zu den größten der Welt. Schätzungsweise 30 Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, mehr als 12 Millionen wurden innerhalb und außerhalb des Landes vertrieben. Dennoch ist der humanitäre Hilfsplan der Vereinten Nationen erheblich unterfinanziert. Von den für 2025 veranschlagten 4,2 Milliarden US-Dollar wurden bislang lediglich rund 35 Prozent zugesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Humanitäre Organisationen weisen darauf hin, dass die Finanzierungslücke unmittelbare Konsequenzen für die Versorgung hat. Programme zur Ernährungssicherung, medizinischen Grundversorgung, Wasser- und Sanitärversorgung sowie zum Schutz von Kindern können nicht im notwendigen Umfang ausgeweitet werden. Lokale Partnerorganisationen, die vielerorts die letzten verbliebenen Akteure vor Ort sind, arbeiten unter extremen Sicherheitsrisiken und mit minimalen Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Einschränkungen erreichten UN-Organisationen und ihre Partner allein in der Kordofan-Region rund 1,1 Millionen Menschen mit unterschiedlichen Hilfsleistungen. Diese reichen von Nahrungsmittelhilfen über Notunterkünfte bis hin zu rechtlicher und psychosozialer Unterstützung. Zugleich wird wiederholt betont, dass Hilfsteams sicheren Zugang benötigen, um Menschen in belagerten und schwer zugänglichen Gebieten überhaupt erreichen zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechtslage-straflosigkeit-und-rolle-internationaler-mechanismen"><span id="menschenrechtslage-straflosigkeit-und-rolle-internationaler-mechanismen">Menschenrechtslage, Straflosigkeit und Rolle internationaler Mechanismen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte beschreibt die Lage als „vor allem eine Menschenrechts- und Schutzkrise“, geprägt von weitreichenden Verletzungen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte in vielen Landesteilen. Städte, die in Trümmer liegen, gewaltsame Vertreibungen und ein System willkürlicher Gewalt prägen laut der Landesleitung des Büros die Realität für Millionen von Menschen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a>: UN Human Rights Chief <a href="https://twitter.com/volker_turk?ref_src=twsrc%5Etfw">@volker_turk</a> warns against another wave of atrocities amid a surge in fierce fighting across the Kordofan region.<br>Halt the fighting &amp; stop the arms flows that are fuelling the conflict. This war must stop now.<a href="https://t.co/V58YIOLTB5">https://t.co/V58YIOLTB5</a> <a href="https://t.co/3O7eaG6Gc3">pic.twitter.com/3O7eaG6Gc3</a></p>&mdash; UN Human Rights (@UNHumanRights) <a href="https://twitter.com/UNHumanRights/status/1996512104682303927?ref_src=twsrc%5Etfw">December 4, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Menschenrechtsarbeit im Land konzentriert sich auf die Dokumentation von Vorfällen, die Sicherung von Zeugenaussagen sowie die Unterstützung von Überlebenden. Diese Informationen fließen in Berichte an den Hochkommissar und den Menschenrechtsrat ein und sollen Grundlage für nationale und internationale Verantwortlichkeitsmechanismen sein. Neben der Arbeit des OHCHR spielen der Internationale Strafgerichtshof und eine unabhängige internationale Untersuchungsmission eine ergänzende Rolle bei der Aufarbeitung möglicher internationaler Verbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN verweisen darauf, dass straflose Menschenrechtsverletzungen zu wiederkehrenden Zyklen der Gewalt beitragen. Vor diesem Hintergrund drängen Menschenrechtsmechanismen darauf, Rechenschaftspflicht als integralen Bestandteil jeder künftigen politischen Lösung für Sudan zu verankern, auch durch den Aufbau und die Stärkung rechtsstaatlicher Institutionen im Land. Die anhaltenden Bemühungen internationaler und lokaler Akteure zielen darauf ab, die Lage der Zivilbevölkerung zu dokumentieren und menschenrechtliche Mindeststandards auch unter den derzeitigen Bedingungen zu verteidigen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage%2F&amp;action_name=Sudan%3A%20K%C3%A4mpfe%20in%20Kordofan%20und%20Darfur%20versch%C3%A4rfen%20humanit%C3%A4re%20Notlage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-verschaerfte-kaempfe-in-kordofan-und-darfur-verschaerfen-humanitaere-notlage/">Sudan: Kämpfe in Kordofan und Darfur verschärfen humanitäre Notlage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Auf Antrag der Linken und Grünen: Deutscher Bundestag ringt um Kurs im Sudan-Krieg</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/auf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 17:25:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Krieg im Sudan, der im April 2023 offen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) unter Abdel Fattah al-Burhan&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fauf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg%2F&amp;action_name=Auf%20Antrag%20der%20Linken%20und%20Gr%C3%BCnen%3A%20Deutscher%20Bundestag%20ringt%20um%20Kurs%20im%20Sudan-Krieg&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/auf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg/">Auf Antrag der Linken und Grünen: Deutscher Bundestag ringt um Kurs im Sudan-Krieg</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan, der im April 2023 offen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) unter Abdel Fattah al-Burhan und den Rapid Support Forces (RSF) unter Mohammed Hamdan Daglo eskalierte, beschäftigt nun auch den Deutschen Bundestag in neuer Schärfe. Zwei aktuelle Anträge der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen umreißen, wie Deutschland seiner Verantwortung in einer der derzeit größten humanitären Krisen der Welt nachkommen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-krieg-mit-globalen-verflechtungen"><span id="ein-krieg-mit-globalen-verflechtungen">Ein Krieg mit globalen Verflechtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Initiativen setzen an demselben Ausgangspunkt an: Der Machtkampf zweier Militärblöcke hat einen bereits zuvor fragilen Übergangsprozess nach der Revolution von 2019 zerstört, die sudanesische Zivilgesellschaft massiv zurückgedrängt und eine Notlage geschaffen, in der Millionen Menschen auf externe Unterstützung angewiesen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-katastrophe-hunger-vertreibung-gewalt"><span id="humanitaere-katastrophe-hunger-vertreibung-gewalt">Humanitäre Katastrophe: Hunger, Vertreibung, Gewalt</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg" alt="" class="wp-image-20643 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1536x1028.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-800x535.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1160x776.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week.jpg 1704w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Anträge zeichnen ein weitgehend deckungsgleiches Bild der Lage im Land. Rund 30 Millionen Menschen sind demnach auf humanitäre Hilfe angewiesen, ein großer Teil der Bevölkerung leidet unter akuter Ernährungsunsicherheit. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In einzelnen Regionen wird bereits von Hungersnot gesprochen. Frauen und Mädchen sind in besonderem Maße von sexualisierter Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Sklaverei, Menschenhandel und Zwangsheirat betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kampfhandlungen haben <a href="https://fokus-afrika.de/horror-im-sudan-berichte-uber-hinrichtungen/">Millionen Menschen zur Flucht</a> gezwungen. Mehr als zwölf Millionen gelten als Binnenvertriebene, weitere Hunderttausende sind in Nachbarstaaten wie Tschad, Südsudan oder Ägypten geflohen. Gleichzeitig breiten sich Krankheiten wie Cholera, Malaria und Masern aus, während der UN-Hilfsappell für den Sudan und für sudanesische Geflüchtete in den Nachbarländern nur zu einem Bruchteil finanziert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehoben wird die <a href="https://fokus-afrika.de/gespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein/">Einnahme von El Fasher</a> (Al-Faschir) durch die RSF Ende Oktober 2025. Satellitenanalysen und Berichte internationaler Organisationen deuten auf Massentötungen, ethnisch motivierte Hinrichtungen, Blockaden von Fluchtwegen, Massenvergewaltigungen, Plünderungen sowie Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer hin. Sudanese Ärztenetzwerke sprechen in diesem Zusammenhang von Völkermord.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-externe-akteure-waffenstrome-und-konfliktgold"><span id="externe-akteure-waffenstroeme-und-konfliktgold">Externe Akteure, Waffenströme und Konfliktgold</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Anträge rücken die Rolle externer Akteure ins Zentrum. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) werden als zentraler Unterstützer der RSF benannt. Über sie laufen laut unterschiedlichen Recherchen umfangreiche Lieferketten für Waffen, Treibstoff, Drohnen, Munition und Söldner. Zugleich werden Ägypten, Saudi-Arabien, Iran, Russland und die Türkei als Staaten genannt, die die SAF militärisch unterstützen oder in anderer Form Einfluss nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt wird zudem über Rohstoffe finanziert. Der Handel mit sudanesischem Gold, das in großen Mengen über die VAE und Nachbarländer exportiert wird, ist nach Angaben der Anträge ein maßgeblicher Finanzierungsstrang insbesondere für die RSF. Damit sind internationale Finanzplätze, Raffinerien und Handelshäuser direkt oder indirekt in die Kriegsökonomie eingebunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antrag-der-linksfraktion-fokus-auf-waffenembargo-und-fluchtwege"><span id="antrag-der-linksfraktion-fokus-auf-waffenembargo-und-fluchtwege">Antrag der Linksfraktion: Fokus auf Waffenembargo und Fluchtwege</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png" alt="" class="wp-image-22608 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1128856">Antrag</a> der Fraktion Die Linke stellt die deutsche und europäische Verantwortung im Bereich Rüstungsexporte und Wirtschaftsbeziehungen in den Mittelpunkt. Verwiesen wird auf die strategische Partnerschaft Deutschlands mit den VAE und ein bilaterales Handelsvolumen von über 14 Milliarden Euro im Jahr 2023. Zusätzlich werden Rüstungsexporte im Wert von 150 Millionen Euro im Jahr 2024 an die Emirate genannt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund fordert die Linke, genehmigte Rüstungsexporte an die VAE, Saudi-Arabien und Ägypten zu beenden und den Weiterexport deutscher Waffen in den Sudan zu unterbinden. Dazu sollen systematische Vor-Ort- und Endverbleibskontrollen etabliert und genutzt werden. Parallel dazu soll Deutschland sich innerhalb der EU für eine wirksame Überwachung und Umsetzung des bestehenden Waffenembargos gegen den Sudan einsetzen und eine Ausweitung des VN-Embargos von Darfur auf das gesamte Land unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kampf gegen den illegalen Handel mit sudanesischem Gold. Gefordert werden schärfere EU-Goldstandards, insbesondere eine Novellierung der EU-Konfliktmineralien-Verordnung, mehr Transparenzpflichten für Raffinerien und unabhängige Audits entlang der Lieferketten. Ziel ist, die Finanzierungsbasis der Konfliktparteien einzuschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem dringt die Linke auf eine Ausweitung sicherer Fluchtwege. Die Aussetzung der Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge über das UNHCR-Resettlementprogramm soll aufgehoben und durch zusätzliche humanitäre Aufnahmeprogramme ergänzt werden, um Verletzte und besonders gefährdete Personen aus dem Sudan herauszubringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antrag-der-grunen-humanitare-hilfe-und-sanktionsregime"><span id="antrag-der-gruenen-humanitaere-hilfe-und-sanktionsregime">Antrag der Grünen: Humanitäre Hilfe und Sanktionsregime</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="563" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-1024x563.png" alt="" class="wp-image-22609 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-1024x563.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-300x165.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-768x422.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-380x209.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-800x440.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg.png 1128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1128966">Antrag</a> von Bündnis 90/Die Grünen betont die langfristige Transformation des Landes und die Rolle der sudanesischen Zivilgesellschaft. Ausgangspunkt ist die Revolution von 2019, die das Regime von Omar al-Bashir stürzte, jedoch in einem von Militärinterventionen unterbrochenen Übergangsprozess mündete. Die jetzige Gewalt wird als Ergebnis dieses gescheiterten Übergangs beschrieben</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern eine signifikante Aufstockung der deutschen humanitären Hilfe für Sudan und die Region sowie sicheren, dauerhaften Zugang für internationale Organisationen und lokale Akteure. Lokale Netzwerke wie die „Emergency Response Rooms“ und von Frauen geführte Organisationen sollen gezielt und auch direkt über internationale Nichtregierungsorganisationen finanziell unterstützt werden, da sie vielerorts die einzigen Strukturen mit Zugang zur Bevölkerung darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu wird ein umfassender Sanktionsansatz auf EU-Ebene vorgeschlagen, der beide Kriegsparteien und ihre Unterstützernetzwerke in Drittstaaten adressiert. Dazu zählen verschärfte Endverbleibskontrollen für Rüstungsgüter, eine strengere Überwachung von Gold- und Ressourcenimporten sowie die Anwendung internationaler Geldwäsche-Standards der Financial Action Task Force.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wesentlich ist außerdem der Schutz vor sexualisierter Gewalt: Der Antrag fordert Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen, medizinische und psychologische Betreuung für Überlebende, Zugang zu Verhütungsmitteln, sicheren Schwangerschaftsabbrüchen und zur Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-prozess-strafverfolgung-und-internationale-rolle-deutschlands"><span id="politischer-prozess-strafverfolgung-und-internationale-rolle-deutschlands">Politischer Prozess, Strafverfolgung und internationale Rolle Deutschlands</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="762" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1024x762.jpg" alt="" class="wp-image-13646 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1024x762.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-300x223.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-768x571.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-380x283.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-800x595.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1160x863.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht.jpg 1452w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Anträge legen Wert auf die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in einen möglichen politischen Prozess. Zivilgesellschaft und Diaspora werden als „Rückgrat“ eines nachhaltigen Friedens beschrieben. Frauen und junge Menschen sollen demnach gleichberechtigt in allen Phasen humanitärer Hilfe und eines späteren Friedensprozesses beteiligt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der internationalen Strafverfolgung plädieren die Initiativen für eine stärkere Unterstützung des Internationalen Strafgerichtshofs und der UN-Untersuchungsmechanismen. Genannt werden die Bereitstellung forensischer Kapazitäten, nachrichtendienstlicher Hinweise, Zeug*innenschutz und finanzielle Mittel. Zusätzlich wird auf nationaler Ebene die Nutzung des Weltrechtsprinzips angeregt, um mutmaßliche Täter mit Bezug zu Deutschland zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich schlagen die Grünen vor, dass Deutschland eine größere koordinierende Rolle übernimmt – etwa durch die Ausrichtung einer hochrangigen internationalen Geberkonferenz zum Sudan in Berlin im April 2026 und den Aufbau einer Koalition von Staaten, die zivile Kräfte im Sudan langfristig unterstützen. Vermittlungsinitiativen anderer Akteure wie der von USA, Saudi-Arabien, Ägypten und den VAE getragenen Quad-Initiative sollen dabei konstruktiv begleitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Außenminister Wadephul fordert handlungsfähige UN</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-fordert-handlungsfaehige-un/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2025 14:06:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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<p>Johann Wadephul, Bundesaußenminister, beschrieb die Vereinten Nationen im 80. Jahr als gefordert. Er nannte eine Budgetkrise, eine Krise&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faussenminister-wadephul-fordert-handlungsfaehige-un%2F&amp;action_name=Au%C3%9Fenminister%20Wadephul%20fordert%20handlungsf%C3%A4hige%20UN&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Johann Wadephul, Bundesaußenminister, beschrieb die Vereinten Nationen im 80. Jahr als gefordert. Er nannte eine Budgetkrise, eine Krise des Multilateralismus und Defizite beim Respekt vor Völkerrecht. Sicherheits- und humanitäre Krisen würden durch Verschmutzung, Klimawandel und Biodiversitätsverlust verschärft. Diese Dynamiken erzeugten Instabilität, Ressourcenkonflikte und zusätzliche Opfer. Er forderte Gerechtigkeit, Frieden und Respekt als Leitprinzipien.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wadephul-sieht-multilateralismus-unter-druck"><span id="wadephul-sieht-multilateralismus-unter-druck">Wadephul sieht Multilateralismus unter Druck </span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerechtigkeit bedeute Entwicklung. Darauf verwies er mit einem Brandt-Zitat von 1973: „Wo der Hunger herrscht, kann auf die Dauer kein Friede bestehen.“ Gerechtigkeit verlange Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser, Bildung und Gesundheit. Deutschland wolle Hilfe weiterhin über bewährte Partner leisten. Hilfe müsse die Bedürftigsten erreichen. Er rief <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/">Israel</a> auf, sicheren humanitären Zugang zu ermöglichen. Deutschland unterstütze das UNHCR in Lagern im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> und in Nachbarstaaten. Ziel seien Schutz, Versorgung und Perspektiven für Geflüchtete.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">It is here in New York, in the halls of the United Nations, that all Nations come together to discuss peaceful solutions to conflicts around the world.<br>This is where we unite. This is us. <br>There is no other place like the United Nations.<br><br>Full speech here: <a href="https://t.co/coIEdSFUPe">https://t.co/coIEdSFUPe</a> <a href="https://t.co/sB5vIHWSIW">pic.twitter.com/sB5vIHWSIW</a></p>&mdash; Johann Wadephul (@AussenMinDE) <a href="https://twitter.com/AussenMinDE/status/1972055689867809115?ref_src=twsrc%5Etfw">September 27, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verwies auf Deutschlands Rolle im UN-System. Deutschland sei, so seine Darstellung, der zweitgrößte Beitragszahler. Es gehöre zu den größten Gebern für humanitäre Hilfe in Gaza. Die Unterstützung erfolge entlang humanitärer Prinzipien und in Koordination mit den Vereinten Nationen. Der Bedarf an verlässlicher Finanzierung steige in allen Einsatzfeldern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-deutschlands-beitrage-zu-friedenseinsatzen-und-friedenskonsolidierung"><span id="deutschlands-beitraege-zu-friedenseinsaetzen-und-friedenskonsolidierung">Deutschlands Beiträge zu Friedenseinsätzen und Friedenskonsolidierung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland beteiligt sich seit Jahrzehnten an Friedenseinsätzen. Kräfte aus Bundeswehr, Polizei und Verwaltung hätten in 14 Missionen gedient. Aktuell stellt Deutschland die maritime Komponente der UNIFIL vor der Küste Libanons. Deutsche Fachkräfte unterstützen zudem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unmiss/">UNMISS</a> im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minurso/">MINURSO</a> in der Westsahara. Deutschland leiste auch finanzielle Beiträge zur Sicherheit in Haiti. Dort terrorisierten bewaffnete Gruppen die Zivilbevölkerung. Der Minister bezeichnete die Rolle der UN als essenziell.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">🇲🇦🇩🇪 On the sidelines of <a href="https://twitter.com/hashtag/UNGA80?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UNGA80</a>, MFA Nasser Bourita held talks with his German counterpart, Mr. Johann Wadephul.<br>On this occasion, the two Ministers signed an addendum to the technical and economic cooperation agreement on German political institutions in Morocco <a href="https://t.co/lHt8p1KOjt">pic.twitter.com/lHt8p1KOjt</a></p>&mdash; Moroccan Diplomacy 🇲🇦 (@Marocdiplo_EN) <a href="https://twitter.com/Marocdiplo_EN/status/1971765169400566076?ref_src=twsrc%5Etfw">September 27, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland sei größter Geber der UN-Friedenskonsolidierung. Man werde qualifiziertes Personal in die UN entsenden. Der Fokus liege auf Frieden, Entwicklung und Menschenrechten. Der Minister verband operative Beiträge mit Reformansprüchen. „Mehr denn je brauchen wir unsere Vereinten Nationen, um für den Zweck geeignet zu sein.“ Der UN80-Prozess müsse gelingen. Nur eine handlungsfähige Organisation könne globale Risiken begrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul knüpfte die Sicherheitslage an Klima- und Umweltpolitik. Verschmutzung, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/klimawandel/">Klimawandel</a> und Biodiversitätsverlust wirkten als Konflikttreiber. Prävention brauche mehr als militärische Präsenz. Er nannte Rechtsstaatlichkeit, Zugang zu Grundversorgung und inklusive Entwicklung als Pfeiler. Stabilisierung gelinge nur mit belastbaren Institutionen und planbarer Hilfe. Deutschland verstehe Gerechtigkeit als verbindendes Prinzip aller Politikfelder.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-20357 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft-1536x1024.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft-800x534.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft-1160x774.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G14z-_NXYAAYFft.avif 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz zielt auf Kohärenz zwischen humanitärem Handeln und langfristiger Entwicklung. Dazu gehören logistische Zugänge, überprüfbare Schutzstandards und flexible Finanzierungsinstrumente. Friedenssicherung benötigt zudem politische Prozesse mit glaubwürdiger Vermittlung. Der Minister sah die Vereinten Nationen hier in zentraler Verantwortung. Multilaterale Lösungen blieben die tragfähigste Option.</p>
</div></div>
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		<title>Sudan: UN-Ermittler berichten von systematischen Gräueltaten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-un-ermittler-berichten-von-systematischen-graeueltaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2025 10:37:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sudans Konflikt zwischen den Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) fordert weiterhin ein hohes ziviles Opfer.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-un-ermittler-berichten-von-systematischen-graeueltaten%2F&amp;action_name=Sudan%3A%20UN-Ermittler%20berichten%20von%20systematischen%20Gr%C3%A4ueltaten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudans</a> Konflikt zwischen den Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) fordert weiterhin ein hohes ziviles Opfer. Die Unabhängige Internationale Faktenfindungsmission des UN-Menschenrechtsrats dokumentiert Kriegsverbrechen und groß angelegte internationale Verbrechen beider Seiten. Der Missionsvorsitzende Mohamed Chande Othman sprach von einer „Strategie der Gräueltaten“, die gezielt Zivilisten trifft. Laut <em>UN News</em> beschrieben Überlebende RSF-Haftorte als „Schlachthäuser“.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-folter-hunger-ubergriffe-muster-der-gewalt"><span id="folter-hunger-uebergriffe-muster-der-gewalt">Folter, Hunger, Übergriffe: Muster der Gewalt</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zeugenaussagen schildern Folter, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/hungersnot/">Nahrungsentzug</a> und fehlende medizinische Versorgung in RSF-Einrichtungen. In einer berüchtigten Haftstätte sollen seit Juni Dutzende Menschen gestorben sein. In SAF-Gewahrsam berichteten Zivilisten von Elektroschocks, sexualisierter Gewalt und überfüllten Zellen. Mädchen ab 12 Jahren wurden zur Heirat gezwungen, teils unter Todesdrohungen gegen ihre Familien. Auch Männer und Jungen erlebten sexualisierte Folter. Diese Taten wurzeln in Rassismus, Vorurteilen und Straflosigkeit und zerstören ganze Gemeinschaften, so die Mission. Die Angaben stammen aus dem Bericht an den Menschenrechtsrat, wie <em>UN News</em> meldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission <a href="https://www.ohchr.org/sites/default/files/documents/hrbodies/hrcouncil/ffm-sudan/a-hrc-60-22-auv.pdf">dokumentiert</a> eine systematische Zerstörung zivilen Lebensraums: Krankenhäuser, Märkte, Wasser- und Stromsysteme sowie Hilfskonvois wurden wiederholt angegriffen. Othman verwies auf Luftangriffe der SAF auf Märkte: Im Oktober 2024 starben in El Koma mindestens 45 Zivilisten; im Dezember traf es den Markt von Kabkabiya mit über 100 Toten; im März 2025 wurden beim Angriff auf den Tora-Markt hunderte Menschen getötet oder verletzt. RSF-Einheiten beschossen Märkte, plünderten ganze Gebiete und trafen Wasserinfrastruktur, darunter den Merowe-Staudamm und Wassertürme. Eine Mutter verlor auf der Flucht alle vier Kinder an Durst. Die Mission betont die Dimension der Vertreibung: Mindestens 12,1 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, berichtet <em>Dabanga Sudan</em>unter Bezug auf die UN-Erkenntnisse.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-el-fasher-el-gezira-und-ethnische-zielscheiben"><span id="el-fasher-el-gezira-und-ethnische-zielscheiben">El Fasher, El Gezira und ethnische Zielscheiben</span></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für El Fasher und Umgebung dokumentiert die Mission Massenmorde, Folter, Versklavung, sexuelle Sklaverei, Vergewaltigung, Vertreibung und Verfolgung. RSF-Kämpfer und Verbündete exekutierten hunderte Zivilisten und zielten auf nicht-arabische Bevölkerungsgruppen wie Zaghawa, Fur, Masalit und Tunjur. Im April wurden im Lager Zamzam zwischen 300 und 1.500 Menschen getötet, überwiegend Frauen und Kinder. Auch die SAF und verbündete Kräfte standen wegen unrechtmäßiger Tötungen und ethnischer Zielauswahl in der Kritik, etwa nach der Rückeroberung von Orten im Bundesstaat El Gezira.&nbsp;<em>Dabanga Sudan</em>&nbsp;zitiert Othman: „Diese Tragödien sind keine Unfälle, sondern bewusste Strategien, die Kriegsverbrechen darstellen.“</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">A high-level independent rights probe into the brutal war in Sudan, presented at the <a href="https://twitter.com/UN_HRC?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN_HRC</a> condemned the many grave crimes committed by all combatants, citing evidence indicating that civilians have been “deliberately targeted, displaced and starved”<a href="https://t.co/QDIpF2PP8f">https://t.co/QDIpF2PP8f</a> <a href="https://t.co/jgYG70SS59">pic.twitter.com/jgYG70SS59</a></p>&mdash; United Nations Geneva (@UNGeneva) <a href="https://twitter.com/UNGeneva/status/1965713121948979253?ref_src=twsrc%5Etfw">September 10, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-rechtliche-einordnung-vernichtung-als-menschlichkeitsverbrechen"><span id="rechtliche-einordnung-vernichtung-als-menschlichkeitsverbrechen">Rechtliche Einordnung: „Vernichtung“ als Menschlichkeitsverbrechen</span></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitautorin Mona Rishmawi erläuterte in Genf, warum der Bericht den Begriff Völkermord nicht verwendet. Die erhobenen Beweise belegten Muster, die auf das Menschlichkeitsverbrechen der „Vernichtung“ hindeuten: Töten, Nahrungs- und Wasserversorgung verhindern, Produktion und Zugang blockieren sowie humanitäre Hilfe unterbinden. Joy Ngozi Ezeilo verwies auf Hungerkrisen in Lagern wie Zamzam und Abu Shouk, wo Kinder an Unterernährung und Dehydrierung sterben. Die Zitate entstammen den Ausführungen der Mission, berichtet&nbsp;<em>UN News</em>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-straflosigkeit-und-forderungen-nach-rechenschaft"><span id="straflosigkeit-und-forderungen-nach-rechenschaft">Straflosigkeit und Forderungen nach Rechenschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen April 2023 und April 2025 wurden 84 sudanesische Helfer getötet, weitere willkürlich inhaftiert, meldet&nbsp;<em>Dabanga Sudan</em>. Nur jedes vierte Gesundheitszentrum sei in den am stärksten betroffenen Regionen funktionsfähig, heißt es unter Bezug auf die UN-Mission. Angriffe auf Märkte, Kliniken und Wasserinfrastruktur unterminieren die Versorgung. Die Mission nennt die wiederholte Bombardierung von Märkten als zentralen Treiber der Hungersnot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission attestiert sudanesischen Institutionen Unwillen oder Unfähigkeit, glaubwürdig zu ermitteln. Immunitäten und Amnestien schützten Täter. Expertin Rishmawi forderte die Durchsetzung des Waffenembargos, Unterstützung von Verfolgungsschritten vor dem Internationalen Strafgerichtshof, die Einrichtung eines unabhängigen Justizmechanismus und gezielte Sanktionen. „Jeder Tag der Untätigkeit lässt die Menschen in Sudan weiter unter Beschuss leben“, sagte sie laut&nbsp;<em>Dabanga Sudan</em>.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-stimmen-aus-der-zivilgesellschaft-vergessen-und-vernachlassigt"><span id="stimmen-aus-der-zivilgesellschaft-vergessen-und-vernachlaessigt">Stimmen aus der Zivilgesellschaft: „Vergessen und vernachlässigt“</span></h4>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Interview mit&nbsp;<em>Dabanga Sudan</em>&nbsp;bezeichnete Suleiman Baldo (Sudan Transparency and Policy Tracker) die Lage als „verheerend“ und Sudan als „vergessen und vernachlässigt“. Er beschrieb die Belagerung von El Fasher seit über 500 Tagen als Hungerkatastrophe mit täglichen Kindersterben. Baldo sieht vier Einflusszonen konkurrierender Verwaltungsstrukturen und warnt vor einer schleichenden Teilung des Landes. Er kritisierte regionale Vermittlungsbemühungen und sprach von einer stockenden internationalen Rolle. Seine Aussagen unterstreichen die Kluft zwischen Sicherheitslage, politischer Fragmentierung und humanitärem Bedarf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berichte verweisen auf Angriffe gegen&nbsp;<em>Kanabi</em>-Gemeinschaften in El Gezira. Diese Siedlungen entstanden seit 1925 als Wohnorte für saisonale Arbeitskräfte des Bewässerungsprojekts. Diskriminierung und strukturelle Benachteiligung prägen ihre Lebensbedingungen.&nbsp;<em>Dabanga Sudan</em>&nbsp;liefert den historischen Kontext zur Bevölkerungsstruktur und Verwundbarkeit dieser Gruppen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-naturkatastrophe-erdrutsch-in-jebel-marra-widerspruchliche-opferzahlen"><span id="naturkatastrophe-erdrutsch-in-jebel-marra-widerspruechliche-opferzahlen">Naturkatastrophe: Erdrutsch in Jebel Marra – widersprüchliche Opferzahlen</span></h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="762" height="1016" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Gz6UKKrXEAAGtes.avif" alt="" class="wp-image-19790 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Gz6UKKrXEAAGtes.avif 762w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Gz6UKKrXEAAGtes-225x300.avif 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Gz6UKKrXEAAGtes-380x507.avif 380w" sizes="(max-width: 762px) 100vw, 762px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Krieg belasten Naturereignisse die Zivilbevölkerung. In Tarsin (Jebel Marra) meldete die Zivilverwaltung der SLM-AW nach einem Erdrutsch 373 geborgene Tote und mindestens 1.573 Verstorbene insgesamt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesundheitsministerium des Bundes wies dies zurück und sprach von zwei Toten. <em>Dabanga Sudan</em> dokumentiert die widersprüchlichen Angaben sowie Hilfseinsätze des Sudanesischen Roten Halbmonds und internationaler Organisationen. Der UN-Sprecher erklärte, die Zahlen seien wegen anhaltender Regenfälle und unwegsamen Geländes nicht verifizierbar.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>USAID-Schließung: Tiefgreifende Folgen für Afrika und Europas Entwicklungspolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 12:47:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Entscheidung der US-Regierung, die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) zu schließen, hat weitreichende Konsequenzen für zahlreiche Entwicklungsländer,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik%2F&amp;action_name=USAID-Schlie%C3%9Fung%3A%20Tiefgreifende%20Folgen%20f%C3%BCr%20Afrika%20und%20Europas%20Entwicklungspolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung der US-Regierung, die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) zu schließen, hat weitreichende Konsequenzen für zahlreiche Entwicklungsländer, insbesondere in Afrika. USAID war jahrzehntelang einer der größten bilateralen Geber weltweit und hat in Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft, Bildung und demokratische Strukturen entscheidende Beiträge geleistet. Die abrupt beendete Finanzierung stellt nicht nur afrikanische Staaten vor enorme Herausforderungen, sondern zwingt auch Europa – insbesondere Deutschland – zu einer Neuausrichtung der Entwicklungspolitik.</p>



<h3 id="das-aus-von-usaid-erwartete-folgen-fuer-afrikanische-laender" class="wp-block-heading">Das Aus von USAID: Erwartete Folgen für afrikanische Länder</h3>



<h4 id="gesundheitsversorgung-und-humanitaere-hilfe" class="wp-block-heading">Gesundheitsversorgung und humanitäre Hilfe</h4>



<p class="wp-block-paragraph">USAID hat eine zentrale Rolle in der Gesundheitsförderung Afrikas gespielt, insbesondere durch Programme wie PEPFAR, das Millionen von HIV-Infizierten mit lebensnotwendigen Medikamenten versorgt hat. Die Schließung der Behörde gefährdet die Versorgung mit antiretroviralen Therapien (ARVs) und könnte steigende HIV-Infektionsraten sowie Todesfälle zur Folge haben. Berichte deuten darauf hin, dass HIV-Kliniken in mehreren Ländern bereits mit Versorgungsengpässen kämpfen. Zudem stehen Impfkampagnen, Tuberkulose- und Malariabekämpfungsprogramme vor der Einstellung, was langfristige Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben könnte. Der kommissarische Leiter der USAID Außenminister Marco Rubio erklärte, dass bereits gekaufte Medikamente noch ausgeliefert werden würden.</p>



<h4 id="wirtschaftliche-und-landwirtschaftliche-auswirkungen" class="wp-block-heading">Wirtschaftliche und landwirtschaftliche Auswirkungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung von USAID für landwirtschaftliche Entwicklungsprogramme hat die Lebensgrundlage von Millionen Menschen gesichert. Durch innovative Anbaumethoden, Marktzugang und finanzielle Unterstützung hat USAID erheblich zur Ernährungssicherheit beigetragen. Mit dem Wegfall dieser Mittel drohen Ernteausfälle, steigende Lebensmittelpreise und wachsende Ernährungsunsicherheit. Dies könnte insbesondere in ländlichen Gebieten zu verstärkter Armut und Migration führen.</p>



<h4 id="demokratie-und-zivilgesellschaft" class="wp-block-heading">Demokratie und Zivilgesellschaft</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/USAID-Seal.svg" alt="" class="wp-image-13948 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">USAID war ein wichtiger Förderer demokratischer Strukturen und zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und freie Wahlen einsetzen. Ohne diese Unterstützung könnten autoritäre Regierungen gestärkt und demokratische Reformprozesse behindert werden. Viele Beobachter befürchten eine zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit und eine Verschärfung politischer Repressionen in einigen afrikanischen Ländern.</p>
</div></div>



<h4 id="bildung-und-infrastruktur" class="wp-block-heading">Bildung und Infrastruktur</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bildungsprogramme, darunter Initiativen zur Förderung von Mädchenbildung und Schulverpflegung, könnten durch die fehlende Finanzierung zum Erliegen kommen. Dies hätte nicht nur direkte Auswirkungen auf Millionen von Schülern, sondern würde langfristig die wirtschaftliche Entwicklung behindern, da ein schlechterer Zugang zu Bildung die Chancen auf bessere Arbeitsmöglichkeiten verringert. Auch Infrastrukturprojekte, die durch USAID gefördert wurden, beispielsweise der Bau von Schulen oder Gesundheitszentren, stehen vor dem Stillstand.</p>



<h4 id="steigende-abhaengigkeit-von-anderen-gebern" class="wp-block-heading">Steigende Abhängigkeit von anderen Gebern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Da USAID als Finanzierungsquelle wegfällt, könnten sich afrikanische Staaten verstärkt alternativen Gebern wie <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> zuwenden. Dies würde nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Abhängigkeiten neu definieren. Kritiker befürchten, dass dies zu einer stärkeren Einflussnahme autoritärer Staaten führen könnte und langfristig die außenpolitische Dynamik in Afrika verändern wird.</p>



<h3 id="auswirkungen-auf-die-europaeische-entwicklungspolitik-insbesondere-deutschlands-rolle" class="wp-block-heading">Auswirkungen auf die europäische Entwicklungspolitik, insbesondere Deutschlands Rolle</h3>



<h4 id="wachsende-verantwortung-fuer-europaeische-geberlaender" class="wp-block-heading">Wachsende Verantwortung für europäische Geberländer</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schließung von USAID setzt europäische Geberländer unter enormen Druck. Deutschland, das bereits einer der größten Geber für Entwicklungshilfe ist, könnte gezwungen sein, seine Hilfsleistungen weiter auszubauen. Allerdings sind die finanziellen Kapazitäten begrenzt, insbesondere angesichts interner wirtschaftlicher Herausforderungen. Auch andere europäische Länder könnten stärker gefordert sein, die entstandenen Finanzierungslücken zu schließen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="de" dir="ltr">„Sollte USAID tatsächlich wegfallen, wäre das eine Zäsur. Die Lücke können wir nicht füllen, aber wir müssen besonnen reagieren: mehr internationale Zusammenarbeit, um erreichte Fortschritte zu bewahren &#8211; z.B. bei Impfungen &amp; Kindersterblichkeit.“ 👉 <a href="https://t.co/wsRYVD7f11">https://t.co/wsRYVD7f11</a> <a href="https://t.co/FrUy59ultc">pic.twitter.com/FrUy59ultc</a></p>
<p>&mdash; Bundesentwicklungsministerium (@BMZ_Bund) <a href="https://twitter.com/BMZ_Bund/status/1888229730601623898?ref_src=twsrc%5Etfw">February 8, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h4 id="strategische-neuausrichtung-der-entwicklungspolitik" class="wp-block-heading">Strategische Neuausrichtung der Entwicklungspolitik</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückzug der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> aus der Entwicklungszusammenarbeit könnte Deutschland und die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU</a> dazu veranlassen, ihre entwicklungspolitischen Prioritäten neu zu überdenken. Eine stärkere Fokussierung auf nachhaltige Projekte, regionale Partnerschaften und eine engere Zusammenarbeit mit afrikanischen Institutionen könnte erforderlich sein. Dabei müssen jedoch auch geopolitische Interessen berücksichtigt werden, da die Lücke, die die USA hinterlassen, von anderen Mächten gefüllt werden könnte.</p>



<h4 id="herausforderungen-fuer-ngos-und-hilfsorganisationen" class="wp-block-heading">Herausforderungen für NGOs und Hilfsorganisationen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Viele deutsche und europäische NGOs haben in der Vergangenheit erhebliche Fördermittel von USAID erhalten. Mit dem Wegfall dieser Unterstützung stehen viele Organisationen vor existenziellen Herausforderungen. Es könnte notwendig werden, neue Finanzierungsquellen zu erschließen, sei es durch verstärkte EU-Förderungen, nationale Entwicklungsbanken oder private Geldgeber.</p>



<h4 id="geopolitische-verschiebungen-und-neue-allianzen" class="wp-block-heading">Geopolitische Verschiebungen und neue Allianzen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben durch USAID nicht nur Entwicklungshilfe geleistet, sondern auch ihre geopolitischen Interessen in Afrika verfolgt. Der Rückzug könnte das Kräfteverhältnis auf dem Kontinent verändern. Deutschland und die EU könnten stärker in diplomatische Prozesse eingebunden werden und neue Allianzen schmieden müssen, um ihre entwicklungspolitischen Ziele zu sichern.</p>



<h4 id="politische-reaktionen-in-deutschland" class="wp-block-heading">Politische Reaktionen in Deutschland</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Entwicklungsstaatssekretär Jochen Flasbarth hat sich deutlich zur Schließung von USAID geäußert und deren Auswirkungen als gravierend bezeichnet:</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-1024x681.jpg" alt="Jochen Flasbarth" class="wp-image-9721 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-1024x681.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-2048x1363.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Jochen_Flasbarth_8414788408-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die neue US-Regierung macht mit der Demontage von USAID nicht nur den Rest der Welt ärmer, sondern auch sich selbst. Der Rückzug des weltweit größten bilateralen Gebers reißt riesige Lücken, die Deutschland und die EU nicht füllen können. Das ist ein Schock, mit dem wir umgehen müssen – und zwar nicht in Schockstarre, sondern mit Teamwork, gerade innerhalb der Europäischen Union.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland wird daher verstärkt auf multilaterale Zusammenarbeit setzen müssen, um die Herausforderungen im Bereich Ernährungssicherheit, globale Gesundheit und humanitäre Hilfe zu bewältigen. Ob die EU und Deutschland die entstandene Lücke vollständig schließen können, bleibt jedoch fraglich.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Südsudan muss Ernährungssystem reformieren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedsudan-muss-ernaehrungssystem-reformieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 21:02:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland hat Südsudan dazu aufgefordert, sein Ernährungssystem grundlegend zu überarbeiten, um die weit verbreitete Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung zu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedsudan-muss-ernaehrungssystem-reformieren%2F&amp;action_name=S%C3%BCdsudan%20muss%20Ern%C3%A4hrungssystem%20reformieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-muss-ernaehrungssystem-reformieren/">Südsudan muss Ernährungssystem reformieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> dazu aufgefordert, sein Ernährungssystem grundlegend zu überarbeiten, um die weit verbreitete Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung zu bekämpfen. Bjorn Niere, Leiter der Entwicklungszusammenarbeit an der deutschen Botschaft in Südsudan, betonte bei einer Podiumsdiskussion zur Ernährungssicherheit in Juba, dass dringende Veränderungen erforderlich seien. Die Veranstaltung wurde von der Welthungerhilfe und der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit organisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit über sieben Millionen Menschen, die unter schwerer Ernährungsunsicherheit leiden, und mehr als drei Millionen unterernährten Frauen und Kindern ist klar, dass das derzeitige Ernährungssystem nicht nachhaltig ist. Es bedarf einer grundlegenden Transformation“, erklärte Niere.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Kicking off the visit of <a href="https://twitter.com/GermanyDiplo?ref_src=twsrc%5Etfw">@GermanyDiplo</a> Director General for Humanitarian Assistance Deike Potzel <a href="https://twitter.com/AA_stabilisiert?ref_src=twsrc%5Etfw">@AA_stabilisiert</a> to South Sudan. The visit will cover areas impacted by climate and conflict shocks where support from Germany enables life-saving assistance. <a href="https://t.co/kgx0jpLcDS">pic.twitter.com/kgx0jpLcDS</a></p>
<p>&mdash; German Embassy South Sudan (@GERinSSD) <a href="https://twitter.com/GERinSSD/status/1886368387342717277?ref_src=twsrc%5Etfw">February 3, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte eine Neuausrichtung der Nahrungsmittelproduktion, -verarbeitung und -vermarktung sowie eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, um langfristige Verbesserungen zu erzielen. Ein zentraler Aspekt der Reform sei die aktive Einbindung der Bevölkerung und der Schutz der Umwelt.</p>



<h3 id="ernaehrungssystem-fortschritte-in-der-heimischen-nahrungsmittelproduktion" class="wp-block-heading">Ernährungssystem: Fortschritte in der heimischen Nahrungsmittelproduktion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">FAO-Landesvertreter Meshack Malo betonte, dass Südsudan in der Lage sei, seine eigene Nahrungsmittelproduktion zu steigern. Ein Beispiel dafür sei die verbesserte Getreideproduktion. Trotz Überschwemmungen konnte das Aweil-Reisanbauprojekt 2.000 Säcke Reis ernten – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr, als fast 1.000 Säcke verloren gingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies zeigt das enorme landwirtschaftliche Potenzial des Landes. Im Jahr 2023 erreichten wir zum ersten Mal die Marke von einer Million Tonnen Getreideproduktion. Das bedeutet, dass wir noch eine Lücke von etwa 400.000 Tonnen schließen müssen“, so Malo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er hob hervor, dass diese Menge mit lediglich fünf Prozent des nutzbaren Landes produziert wurde. „Wenn wir es schaffen, die Überschwemmungen zu kontrollieren, können die Menschen in Südsudan nach und nach das essen, was sie selbst produzieren, und produzieren, was sie essen“, sagte er abschließend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass mit gezielten Investitionen und effektiven Maßnahmen eine nachhaltige Lösung für die Ernährungssicherheit in Südsudan möglich ist.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Grüne Woche: Minister Özdemir stellt Afrikaplan des Landwirtschaftsministeriums vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-woche-minister-oezdemir-stellt-afrikaplan-des-landwirtschaftsministeriums-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 15:05:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=13558</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat gemeinsam mit der Afrikanischen Union (AU) ein neues Konzept für&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-woche-minister-oezdemir-stellt-afrikaplan-des-landwirtschaftsministeriums-vor%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20Woche%3A%20Minister%20%C3%96zdemir%20stellt%20Afrikaplan%20des%20Landwirtschaftsministeriums%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-woche-minister-oezdemir-stellt-afrikaplan-des-landwirtschaftsministeriums-vor/">Grüne Woche: Minister Özdemir stellt Afrikaplan des Landwirtschaftsministeriums vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat gemeinsam mit der Afrikanischen Union (AU) ein neues Konzept für die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern vorgestellt. Bei der Präsentation im Rahmen der Grüne Woche betonten Bundesminister Cem Özdemir und AU-Landwirtschaftskommissarin Josefa Sacko die Dringlichkeit gemeinsamer Anstrengungen zur Bekämpfung von Hunger, Klimawandel und Konflikten.</p>



<h2 id="strategischer-fokus-auf-nachhaltige-landwirtschaft" class="wp-block-heading">Strategischer Fokus auf nachhaltige Landwirtschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept, das als Teil der <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-veroeffentlicht-die-afrikapolitischen-leitlinien/">Afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung</a> entwickelt wurde, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Es betont, dass nachhaltige Landwirtschaft und funktionierende Ernährungssysteme die Basis für Frieden und Stabilität bilden. Minister Özdemir betonte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Ernährungssicherheit schafft Bleibeperspektiven und ist der Schlüssel für Frieden.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept sieht innovative Zukunftspartnerschaften vor, die auf langfristigen, stabilen Kooperationen basieren. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Stärkung von Frauen und jungen Menschen sowie dem Austausch von Wissen und Expertise zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern.</p>



<h3 id="ziele-und-schwerpunkte" class="wp-block-heading">Ziele und Schwerpunkte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/afrikakonzept.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">BMEL-Konzept</a> verfolgt die Verwirklichung des Rechts auf angemessene Nahrung und orientiert sich an internationalen Vereinbarungen wie den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 und den Pariser Klimazielen. Dabei stehen folgende Schwerpunkte im Fokus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Förderung klimaangepasster, nachhaltiger Landwirtschaft</li>



<li>Aufbau widerstandsfähiger Ernährungssysteme</li>



<li>Stärkung von Good Governance und zivilgesellschaftlichen Strukturen</li>



<li>Verbesserung der Ausbildung und des Organisationsgrades lokaler Akteure</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Durch einen partizipativen Ansatz, der Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aus Afrika und Deutschland einbezog, entstand ein Konzept, das unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse integriert.</p>



<h4 id="stimmen-zur-kooperation" class="wp-block-heading">Stimmen zur Kooperation</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Josefa Sacko begrüßte die ambitionierten Ziele des BMEL und hob die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit hervor:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Nationen der Welt brauchen einander, und wir müssen im Kampf gegen Hunger und Unterernährung zusammenstehen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das BMEL unterstreicht, dass die Förderung von Selbstbestimmung und Perspektiven in der Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Stabilität und Sicherheit in Afrika und darüber hinaus leistet.</p>



<h4 id="ein-beitrag-zur-globalen-entwicklung" class="wp-block-heading">Ein Beitrag zur globalen Entwicklung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept des BMEL versteht sich als Umsetzungsbeitrag zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme, um den Herausforderungen des Klimawandels und globaler Ernährungskrisen zu begegnen. Dabei wird betont, dass starke und resiliente Agrarwirtschaften die Grundlage für politischen und gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie wirtschaftliche Entwicklung bilden.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="de" dir="ltr">„Chancen schaffen, die Stabilität und Perspektiven bringen“, fasst <a href="https://twitter.com/cem_oezdemir?ref_src=twsrc%5Etfw">@cem_oezdemir</a> das Konzept zusammen.</p>
<p>Klare Leitgedanken des <a href="https://twitter.com/hashtag/Afrika?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Afrika</a>-Konzepts: Nur eine nachhaltige <a href="https://twitter.com/hashtag/Landwirtschaft?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Landwirtschaft</a> und funktionierende Ernährungssysteme sind Grundpfeiler für Frieden und politische Stabilität. <a href="https://t.co/zMlLL4TCPc">pic.twitter.com/zMlLL4TCPc</a></p>
<p>&mdash; BMEL (@bmel) <a href="https://twitter.com/bmel/status/1880253326249656549?ref_src=twsrc%5Etfw">January 17, 2025</a></p></blockquote>
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		<title>Staatssekretär Niels Annen besucht Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/staatssekretaer-niels-annen-besucht-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2025 22:12:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium (BMZ), Niels Annen, hat die humanitäre Lage im Sudan als eine der größten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstaatssekretaer-niels-annen-besucht-sudan%2F&amp;action_name=Staatssekret%C3%A4r%20Niels%20Annen%20besucht%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatssekretaer-niels-annen-besucht-sudan/">Staatssekretär Niels Annen besucht Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Parlamentarische Staatssekretär im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bmz/">Bundesentwicklungsministerium (BMZ),</a> Niels Annen, hat die humanitäre Lage im <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> als eine der größten Krisen unserer Zeit bezeichnet. Während seines Besuchs in Port Sudan machte er auf die katastrophalen Bedingungen aufmerksam, unter denen Millionen von Menschen leiden. „In Sudan hungern Millionen Menschen und sind Krankheiten schutzlos ausgeliefert. Diese Krise verdient weit mehr internationale Aufmerksamkeit“, erklärte Annen in einem <a href="https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/parlamentarischer-staatssekretaer-niels-annen-besucht-sudan-241640">Statement</a>.</p>



<h4 id="humanitaere-lage-und-anhaltender-konflikt" class="wp-block-heading">Humanitäre Lage und anhaltender Konflikt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit April 2023 toben schwere Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), die um die Kontrolle des Landes kämpfen. Beide Konfliktparteien missachten grundlegende Menschenrechte und das internationale Völkerrecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen des Konflikts sind verheerend: Mehr als 26 Millionen Menschen leiden unter Hunger, und über 8,7 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben. Weitere 3,4 Millionen Menschen sind in Nachbarländer geflohen, wo Flüchtlingscamps zunehmend überfüllt und von Krankheiten wie Masern und Cholera heimgesucht werden.</p>



<h4 id="deutsche-unterstuetzung-fuer-humanitaere-hilfe-und-resilienz" class="wp-block-heading">Deutsche Unterstützung für humanitäre Hilfe und Resilienz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat ihre bilaterale Zusammenarbeit mit der sudanesischen Regierung seit dem Militärputsch im Oktober 2021 ausgesetzt. Dennoch werden Programme fortgeführt, die direkt der notleidenden Bevölkerung zugutekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Port Sudan trifft sich Annen mit führenden Vertretern der Vereinten Nationen, darunter UNICEF, das Welternährungsprogramm (WFP) und das Flüchtlingskommissariat (UNHCR). Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitet eng mit diesen Organisationen zusammen, um Nothilfe zu leisten und die Widerstandsfähigkeit der ärmsten Bevölkerungsgruppen zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fokus stehen dabei Projekte zur Grundversorgung mit Nahrung, Wasser und Unterkunft sowie langfristige Maßnahmen wie die Förderung der Landwirtschaft. „Die Stärkung der landwirtschaftlichen Produktion schafft nicht nur bessere Ernährungsmöglichkeiten, sondern auch dringend benötigte Arbeitsplätze“, so Niels Annen.</p>



<h4 id="auswirkungen-auf-die-region" class="wp-block-heading">Auswirkungen auf die Region</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise im Sudan wirkt sich auch auf die Nachbarländer aus, die Millionen Flüchtlingen Schutz bieten. Die Belastung der dortigen Infrastrukturen und Ressourcen ist enorm. „Es ist entscheidend, nicht nur kurzfristige Nothilfe zu leisten, sondern auch Wege für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen, die den Menschen langfristige Perspektiven bietet“, betonte Staatssekretär Niels Annen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Gemeinschaft wird aufgerufen, die Aufmerksamkeit verstärkt auf die sudanesische Krise zu lenken und Maßnahmen zu ergreifen, um humanitäre Hilfe zu leisten und die Grundlagen für eine friedliche Zukunft zu schaffen.</p>
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		<item>
		<title>WFP verteilt Bargeld an 2 Millionen Menschen im Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wfp-verteilt-bargeld-an-2-millionen-menschen-im-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 10:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der anhaltende Konflikt in Sudan, der im April 2023 ausbrach, hat eine der schwersten humanitären Krisen weltweit ausgelöst.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwfp-verteilt-bargeld-an-2-millionen-menschen-im-sudan%2F&amp;action_name=WFP%20verteilt%20Bargeld%20an%202%20Millionen%20Menschen%20im%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wfp-verteilt-bargeld-an-2-millionen-menschen-im-sudan/">WFP verteilt Bargeld an 2 Millionen Menschen im Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der anhaltende Konflikt in Sudan, der im April 2023 ausbrach, hat eine der schwersten humanitären Krisen weltweit ausgelöst. Angesichts der wachsenden Not hat das Welternährungsprogramm (WFP) seine Bemühungen erheblich ausgeweitet. Im Oktober konnte das WFP mit Nahrungsmitteln, Bargeld und Ernährungsunterstützung 2,8 Millionen Menschen erreichen – die höchste monatliche Zahl seit Beginn des Konflikts.</p>



<h4 id="hilfe-in-hunger-hotspots" class="wp-block-heading">Hilfe in Hunger-Hotspots</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das WFP konzentriert seine Unterstützung auf 14 besonders betroffene Regionen, darunter Darfur, Kordofan, Khartum und Gezira. Trotz unsicherer Bedingungen gelang es, Gebiete wie die Lager Zamzam, Abu Shouk und Al Salam in Nord-Darfur sowie Gemeinschaften von Binnenvertriebenen in Zentral- und Süd-Darfur zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In West-Darfur wurden in Kereneik und Sirba tausende Menschen mit Nahrungsmitteln versorgt, die in Regionen leben, die stark von Hunger und drohender Hungersnot betroffen sind. Das Lager Zamzam in Nord-Darfur bleibt ein Schwerpunkt der Bemühungen, da es weltweit als der einzige Ort gilt, an dem derzeit eine Hungersnot bestätigt wurde. Seit September erhielten dort rund 135.000 Menschen Hilfe, mit zuletzt 12.500 zusätzlichen Empfängern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein neuer Konvoi mit Hilfsgütern für 70.000 Menschen ist aktuell über den Grenzübergang Adre in Tschad unterwegs. Doch verschlechterte Sicherheitsbedingungen stellen eine zunehmende Herausforderung dar.</p>



<h4 id="herausforderungen-in-konfliktzonen" class="wp-block-heading">Herausforderungen in Konfliktzonen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl das WFP die Verteilung von Hilfsgütern erheblich steigern konnte – im November wurde viermal so viel Nahrung geliefert wie noch im September – bleibt der Zugang aufgrund der Konflikte schwierig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Um Rawwaba, einer Region in Nord-Kordofan, zwang die Gewalt einen Hilfskonvoi zur Umkehr. Die Hilfsgüter werden nun an zugängliche Orte umgeleitet. Ein weiterer Konvoi, ursprünglich für das Lager Zamzam vorgesehen, musste aus Sicherheitsgründen nach Kalma in Süd-Darfur umgeleitet werden, wo 15.000 Menschen unterstützt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grenzüberschreitende Einsätze aus dem benachbarten Tschad bleiben entscheidend für die Versorgung der betroffenen Regionen. Allerdings wächst die Gefahr für humanitäre Helfer und Lieferungen entlang dieser Routen, da die Gewalt in den Korridoren zunimmt.</p>



<h4 id="ausweitung-von-bargeldhilfen" class="wp-block-heading">Ausweitung von Bargeldhilfen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das WFP setzt verstärkt auf Bargeldhilfe, um in schwer zugänglichen Gebieten dennoch Unterstützung leisten zu können. In diesem Jahr wurden über zwei Millionen Menschen in Sudan mit Bargeld oder Gutscheinen versorgt – eine zehnfache Steigerung im Vergleich zu Januar. Allerdings bleibt Sudans anhaltende Liquiditätskrise ein großes Hindernis für den Erfolg solcher Programme.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">📍Update from <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a>:</p>
<p>WFP dispatched 4X more food assistance in November compared to September and is pushing to get vital food and nutrition assistance to people across communities most at risk of <a href="https://twitter.com/hashtag/famine?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#famine</a>. </p>
<p>As fighting escalates, we need sustained and safe access.</p>
<p>&mdash; World Food Programme (@WFP) <a href="https://twitter.com/WFP/status/1868978195141140787?ref_src=twsrc%5Etfw">December 17, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h4 id="ein-wettlauf-gegen-die-zeit" class="wp-block-heading">Ein Wettlauf gegen die Zeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt in Sudan hat eine der komplexesten humanitären Katastrophen der Welt geschaffen. Laut WFP sind 1,7 Millionen Menschen von Hungersnot oder deren unmittelbarer Gefahr betroffen. Angesichts der eskalierenden Kämpfe und der zunehmenden humanitären Bedürfnisse setzt das WFP alles daran, seine Hilfe weiter auszuweiten, um Leben zu retten und die Grundversorgung aufrechtzuerhalten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Benin lockert Exportbestimmungen für den Niger &#8211; Mais &#038; Hirse bleiben verboten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/benin-lockert-exportbestimmungen-fuer-den-niger-mais-hirse-bleiben-verboten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2024 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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<p>Die beninischen Zollbehörden haben die Exportbestimmungen für bestimmte Produkte in den Niger gelockert. In einer Mitteilung, die vom&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbenin-lockert-exportbestimmungen-fuer-den-niger-mais-hirse-bleiben-verboten%2F&amp;action_name=Benin%20lockert%20Exportbestimmungen%20f%C3%BCr%20den%20Niger%20%26%238211%3B%20Mais%20%26amp%3B%20Hirse%20bleiben%20verboten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/benin-lockert-exportbestimmungen-fuer-den-niger-mais-hirse-bleiben-verboten/">Benin lockert Exportbestimmungen für den Niger &#8211; Mais &amp; Hirse bleiben verboten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die beninischen Zollbehörden haben die Exportbestimmungen für bestimmte Produkte in den Niger gelockert. In einer Mitteilung, die vom stellvertretenden Generaldirektor der Zollbehörden unterzeichnet wurde, wurde nun die freie Ausfuhr von Produkten wie Reis, Konserven und Öl erlaubt. Allerdings bleiben lokale Lebensmittelprodukte wie Mais, Hirse und Sorghum weiterhin strengstens vom Export ausgeschlossen, um die nationalen Vorräte zu schützen und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, so <a href="https://lanouvelletribune.info/2024/11/niger-la-douane-beninoise-assouplit-les-regles-dexportation-mais-maintient-certaines-restrictions/">La Nouvelle Tribune</a>.</p>



<h4 id="sicherheit-bleibt-hoechste-prioritaet-und-bestimmen-exportbestimmungen" class="wp-block-heading">Sicherheit bleibt höchste Priorität und bestimmen Exportbestimmungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen dieser Lockerung legen die beninischen Zollbehörden besonderen Wert auf zwei Hauptziele: Die Erleichterung des menschlichen und kommerziellen Austauschs zwischen den beiden Ländern sowie die Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen. Klare Anweisungen wurden erteilt, um die Kontrollen von Fahrzeugen und Frachtschiffen zu intensivieren, um Waffen, Munition oder jegliches Material zu entdecken, das für bewaffnete Gruppen bestimmt sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bekämpfung von Missbrauchsfällen wird ebenfalls betont. Zollbeamte dürfen keine Bestechungsgelder annehmen, ein Verhalten, das als unvereinbar mit dem Erfolg dieser Initiative angesehen wird. Die Beamten sind aufgerufen, ihre Aufgaben mit Loyalität, Strenge und Professionalität auszuüben, unter der genauen Aufsicht der regionalen Verantwortlichen für Betrug und Überwachung.</p>



<h4 id="beziehung-sollen-sich-verbessern" class="wp-block-heading">Beziehung sollen sich verbessern </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Neuerung markiert einen Fortschritt in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/">Benin</a> und dem <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und bekräftigt gleichzeitig das Engagement Benins, seine nationalen Interessen und die Sicherheit an seinen Grenzen zu wahren. Diese Informationen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem beide Länder in den letzten Wochen mehrere Maßnahmen zur Wiederherstellung des Friedens ergriffen haben. Vor kurzem wurde ein neuer Botschafter des Niger in Benin angekündigt. Die nigrischen Behörden sollen bei der beninischen Diplomatie eine Anfrage zur Bestätigung ihrer Wahl eingereicht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist Teil des normalen Verfahrens, das zur Ernennung eines Botschafters führt. Laut den berichteten Informationen wird der nächste Botschafter ein ausgebildeter Jurist sein. Vor der Bekanntgabe der Ernennung des nigrischen Botschafters in Benin wurden mehrere Maßnahmen im Rahmen der Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern getroffen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Erhöhung der Reisimportzölle: Risiko von Mangelernährung und Hunger</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/erhoehung-der-reisimportzoelle-risiko-von-mangelernaehrung-und-hunger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2024 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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<p>Der stellvertretende Vorsitzende der Oppositionspartei All People’s Congress (APC), Hon. Daniel Koroma, hat eindringlich vor den möglichen Auswirkungen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferhoehung-der-reisimportzoelle-risiko-von-mangelernaehrung-und-hunger%2F&amp;action_name=Erh%C3%B6hung%20der%20Reisimportz%C3%B6lle%3A%20Risiko%20von%20Mangelern%C3%A4hrung%20und%20Hunger&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/erhoehung-der-reisimportzoelle-risiko-von-mangelernaehrung-und-hunger/">Erhöhung der Reisimportzölle: Risiko von Mangelernährung und Hunger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der stellvertretende Vorsitzende der Oppositionspartei All People’s Congress (APC), Hon. <a href="https://awokonewspaper.sl/rice-import-tariff-increase-puts-sierra-leone-at-risk-of-malnutrition-and-starvation-apcs-hon-daniel-koroma-warns-government/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=rice-import-tariff-increase-puts-sierra-leone-at-risk-of-malnutrition-and-starvation-apcs-hon-daniel-koroma-warns-government">Daniel Koroma</a>, hat eindringlich vor den möglichen Auswirkungen einer geplanten Erhöhung der Reisimportzölle gewarnt. Die Regierung beabsichtigt, den Tarif für Reisimporte bis 2025 schrittweise um 10 % zu erhöhen, was laut Koroma das Risiko für Mangelernährung und Hunger in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a> deutlich erhöhen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koroma äußerte seine Bedenken während einer Parlamentsdebatte über die nationale Ansprache von Präsident Julius Maada Bio im August 2024. Die Entscheidung, die Reisimportzölle jährlich um 5 % zu erhöhen, werde die ohnehin kritische Ernährungssicherheit des Landes weiter verschärfen, so Koroma. Er verwies auf eine aktuelle globale Studie von Microtrends.net, die Sierra Leone als das 117. von 127 am stärksten von Nahrungsmittelunsicherheit betroffenen Ländern einstuft. „Wir gehören zu den zehn hungrigsten Ländern der Welt“, warnte Koroma und betonte die negativen Auswirkungen, die eine Preissteigerung auf die Ernährungssituation des Landes haben könnte.</p>



<h4 id="kritik-an-der-umsetzung-der-feed-salone-initiative" class="wp-block-heading">Kritik an der Umsetzung der „Feed Salone“-Initiative</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Koroma das Potenzial von Präsident Bios „Feed Salone“-Initiative zur Bekämpfung von Hunger anerkennt, äußerte er Zweifel an ihrer Effektivität. Der geplante Anstieg der Reispreise stelle eine zusätzliche Belastung für die Bevölkerung dar, die ohnehin größtenteils in Armut lebt und auf ein sehr niedriges Einkommen angewiesen ist. „Menschen können sich nicht einmal einen 50-kg-Sack Reis leisten“, erklärte Koroma. „Diese Preiserhöhung wird die Armut verschärfen und viele Sierra Leoner einem höheren Risiko für Hunger und Mangelernährung aussetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koroma warnte auch davor, dass die Tarifanhebung die Fortschritte bei der Senkung der Kindersterblichkeitsrate in Gefahr bringen könnte. „Alle Erfolge, die wir bei der Bekämpfung der Kindersterblichkeit erzielt haben, könnten durch Mangelernährung zunichte gemacht werden“, so Koroma.</p>



<h4 id="forderung-nach-aenderung-des-finanzgesetzes" class="wp-block-heading">Forderung nach Änderung des Finanzgesetzes</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend rief Koroma das Parlament dazu auf, Section 3 des Finanzgesetzes von 2024 zu ändern oder abzuschaffen, das die schrittweise Anhebung der Reisimportzölle vorsieht. „Dieser Abschnitt muss überarbeitet werden. Wir können diese Tarifsteigerung nicht einfach akzeptieren“, erklärte Koroma. Er appellierte an die Regierung, die Ernährungssicherheit und die wirtschaftliche Stabilität der Bevölkerung in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen. „Unsere Menschen kämpfen ums Überleben. Diese Erhöhung ist nicht im Interesse der Nation“, schloss Koroma.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>33 Millionen Menschen könnten 2025 von Hunger betroffen sein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/33-millionen-menschen-koennten-2025-von-hunger-betroffen-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2024 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im kommenden Jahr könnten laut Angaben des Welternährungsprogramms (WFP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und des Kinderhilfswerks der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F33-millionen-menschen-koennten-2025-von-hunger-betroffen-sein%2F&amp;action_name=33%20Millionen%20Menschen%20k%C3%B6nnten%202025%20von%20Hunger%20betroffen%20sein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Im kommenden Jahr könnten laut Angaben des Welternährungsprogramms (WFP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) bis zu 33 Millionen Menschen in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a> von Hunger bedroht sein. Diese Zahl markiert einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den 25 Millionen, die aktuell auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.</p>



<h3 id="dringende-hilfe-gegen-hunger-laut-un-erforderlich" class="wp-block-heading">Dringende Hilfe gegen Hunger laut UN erforderlich</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine kürzlich durchgeführte <a href="https://news.un.org/en/story/2024/11/1156876">Analyse</a> zeigt, dass akute Unterstützung notwendig ist, um eine potenzielle Ernährungs- und Nahrungskrise abzuwenden. Diese Verschärfung resultiert aus dreistelligen Preisanstiegen bei Nahrungsmitteln, den Nachwirkungen schwerer Überschwemmungen sowie dem 15 Jahre andauernden Konflikt im Nordosten des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Borno, Adamawa und Yobe, in denen fünf Millionen Menschen unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden. Weitere Gefahrenzonen umfassen Zamfara, Katsina und Sokoto, wo ebenfalls steigende Hungerraten verzeichnet werden.</p>



<h3 id="hunger-gefahr-fuer-kinder-und-frauen" class="wp-block-heading">Hunger: Gefahr für Kinder und Frauen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders bedrohlich ist die Lage für rund 5,4 Millionen Kinder und 800.000 schwangere sowie stillende Frauen, die akute Unterernährung und Mangelernährung erleiden. Schätzungen zufolge könnten 1,8 Millionen dieser Kinder von schwerer akuter Mangelernährung betroffen sein und dringend Ernährungsinterventionen benötigen.</p>



<h3 id="notwendigkeit-einer-schnellen-reaktion" class="wp-block-heading">Notwendigkeit einer schnellen Reaktion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">WFP-Sprecherin Chi Lael betonte die Notwendigkeit einer umgehenden und massiven kollektiven Reaktion, die Prävention, Minderung und lebensrettende Maßnahmen umfasst. Besonders im ländlichen Raum müsse präventiv gegen den Hunger vorgegangen werden, etwa durch Unterstützung in Form von Bargeld, Saatgut und Dünger für gefährdete Bauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit sofortiger Unterstützung in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Nahrungsmittelversorgung, Wasser und sanitäre Einrichtungen könne die Krise zwar aufwendige Maßnahmen erfordern, jedoch im Rahmen des Möglichen eingedämmt werden, so Lael.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>WFP: Hunger- und Cholera-Krise in Südsudan eskaliert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wfp-hunger-und-cholera-krise-in-suedsudan-eskaliert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2024 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Verschärfte humanitäre Lage in Südsudan: Hunger und Krankheiten breiten sich aus<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwfp-hunger-und-cholera-krise-in-suedsudan-eskaliert%2F&amp;action_name=WFP%3A%20Hunger-%20und%20Cholera-Krise%20in%20S%C3%BCdsudan%20eskaliert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Laut Meldungen der Welthungerhilfe des UN-Welternährungsprogramms (<a href="https://fokus-afrika.de/tag/wfp/">WFP</a>), der Weltgesundheitsorganisation (<a href="https://fokus-afrika.de/tag/who/">WHO</a>) und des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (<a href="https://fokus-afrika.de/tag/unicef/">UNICEF</a>) spitzt sich die humanitäre Krise im <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> weiter zu. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leidet bereits unter &#8220;Krisen&#8221;-Nahrungsmittelunsicherheit, die auf der fünfstufigen internationalen Skala zur Lebensmittelsicherheit mit IPC-Stufe 3 klassifiziert wird. Diese akute Notlage wird durch saisonale Überschwemmungen, die die Straßen unpassierbar machen, und fehlende Mittel für dringend benötigte Nahrungsmittellieferungen noch verschärft.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">Acute food insecurity is set to increase in both magnitude and severity across 22 countries and territories, according to a new UN report.</p>
<p>Learn more about the five hunger hotspots ⤵️<a href="https://t.co/OEezwMcNZf">https://t.co/OEezwMcNZf</a> <a href="https://t.co/BCNgxJZqs7">pic.twitter.com/BCNgxJZqs7</a></p>
<p>&mdash; UN News (@UN_News_Centre) <a href="https://twitter.com/UN_News_Centre/status/1852059475944858109?ref_src=twsrc%5Etfw">October 31, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Derzeit hat das WFP keine Nahrungsmittelreserven im Südsudan, die für das kommende Jahr vorpositioniert werden könnten,“ warnte Shaun Hughes, amtierender WFP-Landesdirektor für Südsudan. Die begrenzte Infrastruktur und die hohen Kosten für die Luftversorgung stellen die Organisation vor immense Herausforderungen. Airdrops, so Hughes, seien nur die „letzte Lösung,“ da jeder Dollar, der für Luftfracht ausgegeben werde, fehle, um vor Ort Lebensmittel bereitzustellen.</p>



<h3 id="wfp-nur-38-der-beduerftigen-koennen-erreicht-werden" class="wp-block-heading">WFP: Nur 38% der Bedürftigen können erreicht werden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den Logistikproblemen belasten auch wirtschaftliche Instabilität, hohe Lebensmittelpreise und der Konflikt im benachbarten Sudan die humanitäre Situation. <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-fluechtlingskrise-verschaerft-sich/">Flüchtlingsströme</a> aus dem Sudan erhöhen den Druck auf die ohnehin knappen Ressourcen und erschweren den Zugang zu grundlegenden Nahrungsmitteln und Gesundheitsdiensten. Regionale Überschwemmungen haben Anbauflächen vernichtet und Gemeinden entwurzelt, die nun auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WFP schätzt, dass 2024 nur 38 Prozent der bedürftigen Bevölkerung im Südsudan erreicht werden konnten – oft nur mit halben Rationen.</p>



<h3 id="cholera-ausbruch-in-renk-bedroht-vulnerable-bevoelkerungsgruppen" class="wp-block-heading">Cholera-Ausbruch in Renk bedroht vulnerable Bevölkerungsgruppen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise wird durch einen Cholera-Ausbruch in der Grenzregion Renk verschärft, einem wichtigen Zufluchtsort für Flüchtlinge aus dem <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a>. Laut Gesundheitsbehörden wurden bislang 50 Verdachtsfälle registriert, von denen sechs bestätigt sind. Der Ausbruch ist auf überfüllte Flüchtlingslager und unzureichende sanitäre Bedingungen zurückzuführen, die sich durch die steigende Zahl Hochwasser-Vertriebener verschlimmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WHO unterstützt die südsudanesischen Behörden bei der Eindämmung der Epidemie und hat im Oktober ein Cholera-Einsatzteam aktiviert. An den Einreisepunkten wurden zwei Behandlungszentren eingerichtet. Ein 10-Betten-Zentrum befindet sich im Renk-Zivilkrankenhaus, während ein kleineres Zentrum am Grenzpunkt Wunthou installiert wurde. Zusätzlich entsandte die WHO Notfallteams und lieferte 12 Tonnen medizinische Versorgungsgüter zur Behandlung von bis zu 74.000 Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die WHO steht dem Gesundheitsministerium des Südsudans bei der Krankheitsüberwachung, der Koordinierung und der Bereitstellung medizinischer Vorräte zur Seite,“ erklärte Dr. Karamagi von der WHO.</p>



<h3 id="sicherheitsrat-drueckt-besorgnis-ueber-die-lage-in-zentralafrika-aus" class="wp-block-heading">Sicherheitsrat drückt Besorgnis über die Lage in Zentralafrika aus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einem einstimmig verabschiedeten <a href="https://press.un.org/en/2024/sc15883.doc.htm">Statement</a> zeigte sich der UN-Sicherheitsrat tief besorgt über die sich verschärfende Sicherheitslage in der zentralafrikanischen Region, zu der auch der Südsudan gehört. Der Sicherheitsrat verurteilte die anhaltenden Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und Angriffe auf Zivilpersonen, Hilfskräfte und UN-Friedenssicherungstruppen scharf. Die Präsenz von Terrorgruppen und bewaffneten Milizen, die Konflikte weiter anheizen, stelle ein signifikantes Risiko für die Stabilität und Entwicklung der betroffenen Länder dar, so die Stellungnahme des Rates.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME10924-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-12263 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME10924-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME10924-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME10924-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME10924-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME10924-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME10924-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/ME10924.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Rat wies auf die Notwendigkeit koordinierter Maßnahmen hin, um die Sicherheit und den Schutz der Zivilbevölkerung sicherzustellen und auch humanitäre Hilfsgüter zu ermöglichen. In Bezug auf die bevorstehenden Wahlen in der Region rief der Sicherheitsrat die Länder auf, sich gemeinsam für friedliche, freie und faire Wahlen einzusetzen, um die politische Stabilität zu fördern.</p>
</div></div>



<h3 id="kinder-besonders-betroffen" class="wp-block-heading">Kinder besonders betroffen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">UNICEF berichtete, dass insbesondere Kinder unter fünf Jahren von der Krise betroffen sind. Bei einer Untersuchung von 1.800 Kleinkindern im Großraum Bahr el Ghazal wurden 485 Fälle von Mangelernährung festgestellt, davon 150 mit schwerer Mangelernährung. Um Wasserkrankheiten einzudämmen, hat UNICEF sauberes Wasser für 40.000 Menschen in Hochwassergebieten bereitgestellt und rund 3.000 Flüchtlingskinder in lokale Schulen integriert.</p>
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		<item>
		<title>Saudi-Arabien sammelt 1,1 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/saudi-arabien-sammelt-11-milliarden-us-dollar-fuer-humanitaere-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Saudi-Arabien hat über das King Salman Humanitarian Aid and Relief Centre (KSrelief) eine Geberkonferenz veranstaltet, bei der mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar für vertriebene Personen und Flüchtlinge in der Sahelzone und im Tschadsee-Gebiet gesammelt wurden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsaudi-arabien-sammelt-11-milliarden-us-dollar-fuer-humanitaere-hilfe%2F&amp;action_name=Saudi-Arabien%20sammelt%201%2C1%20Milliarden%20US-Dollar%20f%C3%BCr%20humanit%C3%A4re%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/saudi-arabien-sammelt-11-milliarden-us-dollar-fuer-humanitaere-hilfe/">Saudi-Arabien sammelt 1,1 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mehr als zehn Geberländer, Agenturen und Organisationen beteiligten sich an dieser Initiative, die in enger Zusammenarbeit mit der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) und dem Büro der Vereinten Nationen zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) in Dschidda abgehalten wurde.</p>



<h3 id="hintergrund-der-humanitaeren-krise-in-der-sahelzone-und-im-tschadsee-gebiet" class="wp-block-heading">Hintergrund der humanitären Krise in der Sahelzone und im Tschadsee-Gebiet</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="770" height="420" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2.jpg" alt="" class="wp-image-12131 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2.jpg 770w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2-300x164.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2-768x419.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/image770x420cropped-2-380x207.jpg 380w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Region rund um den Tschadsee und die Sahelzone ist von massiven humanitären Herausforderungen betroffen. Ursache dieser Krisen sind  bewaffnete Konflikte und Naturkatastrophen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz zielte darauf ab, dringend benötigte Hilfe für Menschen in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>, Burkina Faso und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> bereitzustellen. Nach <a href="https://news.un.org/en/story/2024/10/1155996">Angaben</a> der Vereinten Nationen und des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) haben diese Länder mit erheblichen Vertreibungen und einer zunehmenden humanitären Krise zu kämpfen.</p>



<h3 id="saudi-arabien-unterstuetzung-fuer-humanitaere-organisationen" class="wp-block-heading">Saudi-Arabien: Unterstützung für humanitäre Organisationen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Abdullah Al Rabeeah, Berater im Königshof von Saudi-Arabien und Generaldirektor von KSrelief, sprach den Gebern seine Dankbarkeit aus und betonte die Solidarität und Stärke, die durch die bereitgestellten Mittel an humanitäre Organisationen weitergegeben werde. „Die Spenden stärken die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der betroffenen Bevölkerungen,“ so Al Rabeeah. Zudem bekräftigte er das Engagement des Königreichs Saudi-Arabien, seine humanitären Bemühungen weiter auszubauen und gemeinsam mit internationalen Partnern sicherzustellen, dass die Bedürftigsten erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär der OIC, Hissein Brahim Taha, hob die <a href="https://nannews.ng/2024/10/27/saudi-arabia-hosts-donors-raises-1-1bn-for-displaced-persons-in-lake-chad-others/">Konferenz</a> als Beispiel für internationale Zusammenarbeit hervor. Die gemeinsame Unterstützung durch OIC, UNHCR und OCHA zeige, dass globale Akteure bereit sind, zusammenzuarbeiten, um die Not der Menschen in Krisengebieten zu lindern.</p>



<h3 id="humanitaere-notlage-in-burkina-faso" class="wp-block-heading">Humanitäre Notlage in Burkina Faso</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Burkina Faso wurde die humanitäre Hilfe durch das Welternährungsprogramm (WFP) und die Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika intensiviert. 2024 stellte die US-Regierung rund 124 Millionen Dollar bereit, was etwa 70 % der Gesamtfinanzierung des WFP für Burkina Faso ausmacht. Mit diesen Mitteln konnte das WFP über eine Million Menschen mit lebensrettender Nothilfe versorgen. Diese Hilfe kam vor allem in schwer zugänglichen Gebieten durch den UN Humanitarian Air Service (UNHAS) an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sory Ouane, WFP-Landesdirektor in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a>, erklärte: „Diese unerschütterliche Unterstützung hat es dem WFP ermöglicht, bedürftige Bevölkerungen in schwer zugänglichen Gebieten zu erreichen.“ Trotz der Erfolge bestehen jedoch weiterhin große Herausforderungen, insbesondere in Hinblick auf die Nahrungsmittelversorgung und den Schutz der am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsaudi-arabien-sammelt-11-milliarden-us-dollar-fuer-humanitaere-hilfe%2F&amp;action_name=Saudi-Arabien%20sammelt%201%2C1%20Milliarden%20US-Dollar%20f%C3%BCr%20humanit%C3%A4re%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/saudi-arabien-sammelt-11-milliarden-us-dollar-fuer-humanitaere-hilfe/">Saudi-Arabien sammelt 1,1 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Luise Amtsberg und Ministerin Schulze betonen humanitäre Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/luise-amtsberg-und-ministerin-schulze-betonen-humanitaere-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Oct 2024 15:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Anlässlich des Welternährungstags hob Luise Amtsberg, Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, die alarmierende Ernährungssituation in Afrika hervor. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fluise-amtsberg-und-ministerin-schulze-betonen-humanitaere-hilfe%2F&amp;action_name=Luise%20Amtsberg%20und%20Ministerin%20Schulze%20betonen%20humanit%C3%A4re%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/luise-amtsberg-und-ministerin-schulze-betonen-humanitaere-hilfe/">Luise Amtsberg und Ministerin Schulze betonen humanitäre Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Neben den kritischen Situationen im Gazastreifen und im Sudan betonte Luise Amtsberg auch die Bedeutung langfristiger Resilienzprogramme, die Deutschland in Afrika unterstützt. Entwicklungsministerin Svenja Schulze unterstrich dabei die Fortschritte der <strong>Sahel Resilienz-Partnerschaft</strong>, die darauf abzielt, die Lebensgrundlagen in den Ländern der Sahelzone zu verbessern.</p>



<h4 id="luise-amtsberg-zur-hungersnot-im-sudan" class="wp-block-heading">Luise Amtsberg zur  Hungersnot im Sudan</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Gaza sprach Amtsberg über die verheerende Hungersnot in Norddarfur, <a href="https://fokus-afrika.de/unicef-die-alarmierende-situation-der-kinder-im-sudan/">Sudan</a>. Hier leiden Millionen Menschen unter den Folgen anhaltender Konflikte und klimabedingter Dürren. Mehr als die Hälfte der sudanesischen Bevölkerung – insgesamt 26 Millionen Menschen – ist von Hunger und Mangelernährung betroffen. Amtsberg schilderte die katastrophalen Auswirkungen des Bürgerkriegs und forderte verstärkte internationale Anstrengungen, um die humanitäre Lage zu lindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Deutschland leistet hier substanzielle Hilfe“, erklärte Amtsberg in einer <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/-/2680410">Pressemitteilung</a> des Auswärtigen Amts. Allein im Jahr 2024 hat die Bundesregierung 244 Millionen Euro bereitgestellt, um Menschen im Sudan und den angrenzenden Ländern mit Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Versorgung zu unterstützen. Gleichzeitig setzt sich Deutschland diplomatisch für einen Waffenstillstand ein, um die humanitären Hilfsorganisationen besser zu unterstützen.</p>



<h4 id="sahel-resilienz-partnerschaft-erfolgreiche-hungerbekaempfung-und-staerkung-der-widerstandsfaehigkeit" class="wp-block-heading">Sahel Resilienz-Partnerschaft: Erfolgreiche Hungerbekämpfung und Stärkung der Widerstandsfähigkeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den akuten humanitären Krisen engagiert sich Deutschland langfristig in der Stärkung der Resilienz der Menschen in der Sahelzone. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1532" height="1080" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1532px-Svenja_Schulze_2021.jpg" alt="" class="wp-image-11473 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Svenja Schulze hob die Fortschritte der Sahel Resilienz-Partnerschaft hervor, die das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm und UNICEF in Tschad, Mali, Mauretanien, Burkina Faso und Niger umsetzt. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der Partnerschaft ist es, bis 2027 die Ernährungssituation und Lebensgrundlagen von rund acht Millionen Menschen zu verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits jetzt zeigen sich erste Erfolge: In den letzten Jahren wurden mehr als 220.000 Hektar geschädigter Böden mithilfe traditioneller Methoden, wie der „Halbmondtechnik“, wieder fruchtbar gemacht. Diese Maßnahmen haben die Grundlage für den landwirtschaftlichen Anbau geschaffen und nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Arbeitsplätze – vor allem für Frauen – geschaffen. Im Niger konnten 80 Prozent der beteiligten Dorfgemeinschaften während der letzten Hungerkrise auf Nothilfen verzichten.</p>



<h4 id="foerderung-von-frauen-und-kindern-in-madagaskar" class="wp-block-heading">Förderung von Frauen und Kindern in Madagaskar</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Madagaskar unterstützt das BMZ gezielt Frauen und Kinder, um eine nachhaltige Verbesserung der Ernährungssituation zu erreichen. In Zusammenarbeit mit nationalen Partnern und Nichtregierungsorganisationen hilft das Programm Frauen dabei, Zugang zu Land und Landtiteln zu erhalten. Durch Kleinviehhaltung und Fischzucht werden zusätzliche Einkommensquellen geschaffen, und der Zugang zu nährstoffreichen Lebensmitteln wird erleichtert. In Krisenzeiten sorgt das Programm für die Verteilung von Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten, um die Eigenversorgung sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der direkten Hungerbekämpfung trägt das Programm zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts bei und wirkt den Ursachen von Terrorismus entgegen. Es unterstützt gleichzeitig die nachhaltige Landwirtschaft und wappnet die Gemeinschaften gegen die Auswirkungen des Klimawandels.</p>



<h4 id="deutschlands-rolle-als-humanitaerer-und-entwicklungspolitischer-partner-in-afrika" class="wp-block-heading">Deutschlands Rolle als humanitärer und entwicklungspolitischer Partner in Afrika</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Amtsberg und Schulze betonten die zentrale Rolle Deutschlands in der globalen Hungerbekämpfung. Deutschland bleibt trotz Kürzungen einer der größten humanitären Geber weltweit. Im Jahr 2023 stellte die Bundesregierung rund 3,4 Milliarden Euro für Ernährungssicherheit bereit. Diese Mittel fließen nicht nur in akute Hilfen, sondern auch in langfristige Entwicklungsprogramme wie die Sahel Resilienz-Partnerschaft, die den Menschen in Afrika hilft, sich gegen zukünftige Krisen zu wappnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir müssen sicherstellen, dass humanitäre Helfer sicheren Zugang zu Krisenregionen haben und ihre lebenswichtige Arbeit geschützt ausüben können“, betonte Amtsberg abschließend. „Die Arbeit dieser Helfer ist unverzichtbar für Millionen von Menschen, die weltweit an Hunger leiden.“</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Überschwemmungen in Westafrika zerstören Ernten und verstärken Hungerängste</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/uberschwemmungen-in-westafrika-zerstoren-ernten-und-verstarken-hungerangste/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2024 11:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ocheiga Enoch erwartet keine große Reisernte in Nord-Zentral-Nigeria, nachdem seine Felder und die vieler anderer Bauern in dieser Saison von Hochwasser überschwemmt wurden.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fuberschwemmungen-in-westafrika-zerstoren-ernten-und-verstarken-hungerangste%2F&amp;action_name=%C3%9Cberschwemmungen%20in%20Westafrika%20zerst%C3%B6ren%20Ernten%20und%20verst%C3%A4rken%20Hunger%C3%A4ngste&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/uberschwemmungen-in-westafrika-zerstoren-ernten-und-verstarken-hungerangste/">Überschwemmungen in Westafrika zerstören Ernten und verstärken Hungerängste</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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									<p><span style="text-align: var(--text-align); font-size: var(--cs-font-post-content-size); letter-spacing: var(--cs-font-post-content-letter-spacing); font-style: var(--cs-font-base-style);">Viele im Bundesstaat Benue – bekannt als „Lebensmittelkorb“ des Landes – befinden sich nun in der ungewöhnlichen Lage, nach Setzlingen für die nächste Erntesaison zu suchen, zu einer Zeit, in der sie eigentlich die aktuelle Ernte einbringen sollten.</span></p><p>„Das Leid, das wir jetzt erleben, ist schrecklich“, sagte Enoch über die Überschwemmungen, die nun die schlimmsten in Nigeria seit mehr als einem Jahrzehnt sind, nachdem sie mehr als 600 Menschen getötet und 1,3 Millionen zur Flucht gezwungen haben.</p><p>Überdurchschnittliche Niederschläge und verheerende Überschwemmungen haben in diesem Jahr 5 Millionen Menschen in 19 Ländern in West- und Zentralafrika betroffen, so ein neuer Lagebericht des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen.</p><p>Im Tschad hat die Regierung des Landes diese Woche den Notstand ausgerufen, nachdem dort mehr als 1 Million Menschen von Überschwemmungen betroffen waren.</p>								</div>
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									<p>„Diese durch den Klimawandel verursachte Katastrophe ist eine der schlimmsten, die die Region seit Jahren erlebt hat. Sie wirkt wie ein Multiplikator des Elends für Gemeinden, die bereits darum kämpfen, sich über Wasser zu halten“, sagte Mahamat Idriss Deby Itno, der Interimsführer des Tschad.</p><p>Die Katastrophe hat das Schicksal dieses zentralafrikanischen Landes, das bereits eine Nahrungsmittelkrise durchmacht, nun noch verschlimmert, sagte Mbaindangroa Djekornonde Adelph, ein Analyst im Tschad.</p><p>Nigeria hat mindestens 600 Todesfälle verzeichnet, während die Behörden im benachbarten Niger sagen, dass dort mindestens 192 Menschen infolge von Stürmen gestorben sind, entweder durch einstürzende Häuser oder durch Ertrinken in den Fluten.</p><p>Die Überschwemmungen haben bereits zu „einem erheblichen Anstieg der Cholera-Fälle und anderer vermeidbarer Krankheiten in Nigeria“ geführt, warnte das International Rescue Committee (IRC) in einer Erklärung am Freitag und forderte mehr Ressourcen, um seine Reaktion zu verstärken.</p><p>Experten verweisen auf ungewöhnliche Regenfälle und das Versäumnis der Regierungen, Frühwarnsysteme einzurichten, um sich besser auf Klimaextreme vorzubereiten.</p>								</div>
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