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	<title>Tunesien | Politik | Innen- &amp; Außenpolitik | Nordafrika | Tunesien | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>Tunesien | Politik | Innen- &amp; Außenpolitik | Nordafrika | Tunesien | FOKUS AFRIKA</title>
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		<title>Militärgericht verurteilt Oppositionspolitikerin Olfa Hamdi zu vier Jahren Haft – USA schalten sich ein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 15:42:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vier Jahre Haft wegen angeblicher Verschwörung und Aufwiegelung des Militärs: In Tunesien wurde Oppositionspolitikerin Olfa Hamdi erneut verurteilt. Das Urteil fällt unmittelbar nach großen Protesten gegen Präsident Kais Saied.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmilitaergericht-verurteilt-oppositionspolitikerin-olfa-hamdi-zu-vier-jahren-haft-usa-schalten-sich-ein%2F&amp;action_name=Milit%C3%A4rgericht%20verurteilt%20Oppositionspolitikerin%20Olfa%20Hamdi%20zu%20vier%20Jahren%20Haft%20%E2%80%93%20USA%20schalten%20sich%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/militaergericht-verurteilt-oppositionspolitikerin-olfa-hamdi-zu-vier-jahren-haft-usa-schalten-sich-ein/">Militärgericht verurteilt Oppositionspolitikerin Olfa Hamdi zu vier Jahren Haft – USA schalten sich ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Militärgericht in Tunesien hat die Oppositionspolitikerin Olfa Hamdi wegen angeblicher Verschwörung gegen die Staatssicherheit und Aufwiegelung des Militärs zu insgesamt vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil fiel am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, in Tunis. Die Vorsitzende der Partei Dritte Republik verbüßt bereits eine zweijährige Haftstrafe aus einem früheren Verfahren. <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-gegen-prasident-saied-kurz-vor-den-wahlen/">Die Entscheidung fällt in eine Phase neuer Massenproteste gegen Präsident Kais Saied und zunehmender Kritik am Umgang der Regierung mit politischen Gegnern.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Militärgericht verhängte in zwei getrennten Verfahren jeweils zwei Jahre Haft sowie Geldstrafen von insgesamt 80.000 tunesischen Dinar, umgerechnet rund 22.000 Euro. Das bestätigte Hamdis Rechtsanwalt Akram Moussa gegenüber der Nachrichtenagentur AFP und tunesischen Medien.</p>



<h2 id="h-social-media-beitrage-als-grundlage-der-anklage" class="wp-block-heading"><span id="social-media-beitraege-als-grundlage-der-anklage">Social-Media-Beiträge als Grundlage der Anklage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorwürfe gegen Hamdi beziehen sich unter anderem auf Beiträge in sozialen Netzwerken. Der Politikerin wird zur Last gelegt, gegen die Staatssicherheit konspiriert und Angehörige der Streitkräfte zum Ungehorsam gegenüber Befehlen aufgerufen zu haben. Weitere Anklagepunkte betreffen militärrechtliche Bestimmungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hamdi besitzt sowohl die tunesische als auch die amerikanische Staatsangehörigkeit. Sie wurde im Februar 2026 bei ihrer Ankunft am Flughafen von Tunis festgenommen, nachdem sie längere Zeit im Ausland gelebt hatte. Bereits im März verurteilte sie ein Gericht in einem ähnlichen Verfahren zu zwei Jahren Gefängnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die neuen Strafen zusätzlich zu dieser bestehenden Haftstrafe verbüßt werden müssen, geht aus den bisherigen Angaben ihres Verteidigers nicht eindeutig hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Politikerin gehört zu den Kritikern von Präsident Kais Saied. Wiederholt forderte sie eine Übergangsregierung und vorgezogene Präsidentschaftswahlen. Auch das tunesische Militär kritisierte sie öffentlich.</p>



<h2 id="h-von-der-tunisair-chefin-zur-oppositionspolitikerin" class="wp-block-heading"><span id="von-der-tunisair-chefin-zur-oppositionspolitikerin">Von der Tunisair-Chefin zur Oppositionspolitikerin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Olfa Hamdi war zunächst als Unternehmerin und Managerin bekannt geworden. Anfang 2021 übernahm sie die Leitung der staatlichen Fluggesellschaft Tunisair, wurde jedoch noch im selben Jahr wieder abberufen. Später führte sie ein Beratungsunternehmen in den Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2022 gründete sie die Partei Dritte Republik, mit der sie sich gegen den politischen Kurs von Präsident Saied positionierte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="700" height="427" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/OlfaHamdi_LeadersInterview.jpg" alt="" class="wp-image-31037 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/OlfaHamdi_LeadersInterview.jpg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/OlfaHamdi_LeadersInterview-300x183.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/10/OlfaHamdi_LeadersInterview-380x232.jpg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei der Präsidentschaftswahl 2024 wollte Hamdi selbst kandidieren. Ihre Bewerbung wurde jedoch abgelehnt, weil sie mit damals 36 Jahren das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter von 40 Jahren nicht erfüllte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das aktuelle Urteil betrifft damit eine Politikerin, die seit mehreren Jahren sowohl die Regierung als auch die politische Rolle der Sicherheitsinstitutionen öffentlich infrage stellt.</p>



<h2 id="h-neue-proteste-gegen-prasident-kais-saied" class="wp-block-heading"><span id="neue-proteste-gegen-praesident-kais-saied">Neue Proteste gegen Präsident Kais Saied</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verurteilung fällt in eine innenpolitisch angespannte Phase. Am vergangenen Wochenende demonstrierten Tausende Menschen gegen Präsident Saied. Es handelte sich um eine der größten Protestaktionen gegen seine Regierung seit Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer warfen dem Staatschef vor, demokratische Institutionen geschwächt, politische Freiheiten eingeschränkt und die wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht bewältigt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Juli 2021 hat Saied seine Machtbefugnisse erheblich ausgeweitet. Damals setzte er das Parlament außer Funktion und entließ den Regierungschef. Später wurde eine neue Verfassung verabschiedet, die das politische System stärker auf das Präsidentenamt ausrichtete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechtsorganisationen kritisieren seither Festnahmen und Gerichtsverfahren gegen Oppositionspolitiker, Journalisten und Aktivisten. Mehrere prominente Regierungskritiker befinden sich in Haft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Saied weist den Vorwurf zurück, politische Gegner gezielt verfolgen zu lassen. Er bestreitet, diktatorisch zu regieren, und betont, dass das Gesetz unabhängig von der politischen Stellung einer Person für alle Bürger gleichermaßen gelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tunesien hatte nach dem Sturz von Präsident Zine el-Abidine Ben Ali im Jahr 2011 zunächst einen demokratischen Übergang vollzogen. Das Land galt lange als der erfolgreichste politische Transformationsprozess der Protestbewegungen des Arabischen Frühlings.</p>



<h2 id="h-usa-verfolgen-verfahren-gegen-eigene-staatsburgerin" class="wp-block-heading"><span id="usa-verfolgen-verfahren-gegen-eigene-staatsbuergerin">USA verfolgen Verfahren gegen eigene Staatsbürgerin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Vereinigten Staaten beschäftigen sich mit dem Fall. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte gegenüber AFP, Washington beobachte die Situation der tunesisch-amerikanischen Doppelstaatsbürgerin aufmerksam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Sicherheit amerikanischer Staatsbürger hat für die Trump-Regierung höchste Priorität“, sagte der Sprecher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die US-Regierung bereits diplomatische Schritte wegen Hamdis Verurteilung unternommen hat, wurde zunächst nicht mitgeteilt.</p>
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		<title>Wie Tunesien das 100-Millionen-Paket mit Deutschland in konkrete Projekte überführen will</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wie-tunesien-das-100-millionen-paket-mit-deutschland-in-konkrete-projekte-ueberfuehren-will/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2026 19:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 100 Millionen Euro sind vereinbart. Jetzt versucht Tunesien, daraus konkrete Geschäfte, Investitionen und Ausbildungsprojekte zu machen – mit Wirtschaftsforen, deutschen Bundesländern und direkten Unternehmenskontakten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwie-tunesien-das-100-millionen-paket-mit-deutschland-in-konkrete-projekte-ueberfuehren-will%2F&amp;action_name=Wie%20Tunesien%20das%20100-Millionen-Paket%20mit%20Deutschland%20in%20konkrete%20Projekte%20%C3%BCberf%C3%BChren%20will&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Tunesien versucht, das mit Deutschland vereinbarte Finanzierungspaket von mehr als 100 Millionen Euro in konkrete Wirtschafts-, Ausbildungs- und Investitionsprojekte zu überführen. Die fünf Vereinbarungen wurden am 31. August in Tunis unterzeichnet. Seitdem folgen Gespräche mit deutschen Bundesländern, Wirtschaftsdelegationen und das erste Deutsch-Tunesische Wirtschaftsforum in Essen. Tunis setzt damit neben der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit zunehmend auf direkte Kontakte zwischen Unternehmen, Regionen und Ausbildungsstrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Paket umfasst die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, Energie-, Umwelt- und Digitalprojekte, Regionalentwicklung, Berufsbildung, Beschäftigung und Wasserwirtschaft. Tunesiens Außenminister Mohamed Ali Nafti bezifferte das Volumen auf mehr als 100 Millionen Euro. Weitere Projekte im Umfang von rund 40 Millionen Euro für die grüne Wirtschaft befänden sich in Vorbereitung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-in-tunesien-das-land-gewinnt-fuer-deutsche-unternehmen-an-bedeutung/">Bundesaußenminister Johann Wadephul war zur Unterzeichnung mit einer Wirtschaftsdelegation nach Tunis gereist.</a> Das Auswärtige Amt stellte dabei Handel und Investitionen ausdrücklich in den Mittelpunkt und verwies unter anderem auf die bereits enge Verflechtung Tunesiens mit der deutschen Automobilindustrie sowie neue Verbindungen im Digitalbereich.</p>



<h2 id="h-nach-den-millionenvereinbarungen-kommen-die-unternehmen" class="wp-block-heading"><span id="nach-den-millionenvereinbarungen-kommen-die-unternehmen">Nach den Millionenvereinbarungen kommen die Unternehmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Knapp drei Wochen später verlagerte sich die Zusammenarbeit nach Essen. Beim ersten Deutsch-Tunesischen Wirtschaftsforum kamen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um aus den politischen Vereinbarungen neue Geschäftsbeziehungen und Projekte zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forum fand am 17. und 18. September im Essener Rathaus statt. Auf dem Programm standen Gesundheitswirtschaft, Digitalisierung, grüne Transformation, Fachkräftesicherung, Investitionen und Innovation. Neben Panels und Workshops waren direkte Gespräche zwischen tunesischen und deutschen Unternehmen vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tunesische Unternehmerorganisation CONECT brachte dafür Firmen aus mehreren Branchen nach Deutschland. Vertreten waren unter anderem Elektrotechnik, erneuerbare Energien und Solartechnik, Pharma und Gesundheit, Elektronik, Außenhandel sowie die Lebensmittelwirtschaft. Ziel waren nach Angaben der Organisation neue Handelspartner, industrielle und technologische Kooperationen sowie Investitionsprojekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bekommt das Ende August vereinbarte Finanzpaket eine zweite Ebene. <a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-wirbt-in-berlin-um-neue-deutsche-investitionen/">Während die staatlichen Programme unter anderem kleine und mittlere Unternehmen, Ausbildung und Transformation finanzieren sollen, suchen tunesische Firmen parallel nach deutschen Partnern, Absatzmärkten und Investoren.</a></p>



<h2 id="h-tunesien-sucht-gezielt-partner-in-deutschen-regionen" class="wp-block-heading"><span id="tunesien-sucht-gezielt-partner-in-deutschen-regionen">Tunesien sucht gezielt Partner in deutschen Regionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland/">Tunis beschränkt diese Strategie nicht auf die Bundesregierung.</a> Die tunesische Botschaft in Berlin versucht zugleich, wirtschaftliche Kooperationen mit einzelnen Bundesländern und Kommunen aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Botschafter Wacef Chiha traf am 9. September den hessischen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung, Manfred Pentz. Besprochen wurden ein gemeinsames Wirtschaftsforum, gegenseitige Unternehmerdelegationen sowie Möglichkeiten der Ausbildung und Beschäftigung junger Tunesier. Auch organisierte Arbeitsmigration gehörte zu den Themen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz verbindet mehrere Interessen. Hessen verfügt mit Frankfurt über einen der wichtigsten deutschen Finanz- und Wirtschaftsstandorte. Tunesien wiederum sucht Investitionen und Arbeitsplätze, während deutsche Unternehmen in mehreren Branchen Fachkräfte benötigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bestehende kommunale Beziehungen sollen stärker genutzt werden. Sfax und Marburg sind seit 1971 Partnerstädte. Beide Seiten wollen nach dem Gespräch mit Pentz prüfen, wie die Verbindung für weitere Kooperationen genutzt werden kann. Die Städtepartnerschaft besteht seit mehr als fünf Jahrzehnten und umfasst bereits Austauschprogramme und Kontakte zwischen den Universitäten.</p>



<h2 id="h-berufsbildung-und-fachkrafte-werden-teil-der-wirtschaftsstrategie" class="wp-block-heading"><span id="berufsbildung-und-fachkraefte-werden-teil-der-wirtschaftsstrategie">Berufsbildung und Fachkräfte werden Teil der Wirtschaftsstrategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbindung von Investitionen und Arbeitsmarkt zieht sich durch mehrere der jüngsten Initiativen. Schon das 100-Millionen-Euro-Paket enthält Programme zur beruflichen Bildung und Beschäftigung. In Essen gehörten Arbeitsmarkt und Fachkräftesicherung zu den zentralen Themen. In den Gesprächen mit Hessen kamen Ausbildungsmöglichkeiten und organisierte Migration hinzu.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25987 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die tunesische Botschaft hatte Anfang September mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über die Umsetzung der Vereinbarungen vom 31. August gesprochen. Dabei ging es neben der technischen und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ausdrücklich darum, die Privatwirtschaft beider Länder durch zusätzliche Wirtschaftstreffen und Unternehmensforen stärker miteinander zu verbinden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschränken sich klassische Entwicklungszusammenarbeit und Unternehmenspolitik stärker. Programme für berufliche Qualifizierung können Arbeitskräfte für tunesische Unternehmen ausbilden, zugleich aber auch Wege in den deutschen Arbeitsmarkt eröffnen. Unternehmensforen sollen parallel Investoren und Geschäftspartner zusammenbringen.</p>



<h2 id="h-deutsche-unternehmen-sind-langst-eng-mit-tunesien-verflochten" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-unternehmen-sind-laengst-eng-mit-tunesien-verflochten">Deutsche Unternehmen sind längst eng mit Tunesien verflochten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Initiative baut auf einer bereits weit entwickelten Wirtschaftsbeziehung auf. Der deutsch-tunesische Warenhandel erreichte 2025 rund 5,4 Milliarden Euro. Deutschland importierte Waren für 3,3 Milliarden Euro aus Tunesien und exportierte Güter im Wert von rund 2,1 Milliarden Euro. Tunesien war damit 2025 Deutschlands fünftwichtigster Exportmarkt in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders eng ist die Verflechtung in der Automobilzulieferindustrie, Elektrotechnik und Textilproduktion. Hinzu kommen zunehmend IT-, Entwicklungs- und Ingenieurdienstleistungen. Germany Trade &amp; Invest registrierte 2025 insgesamt 88 Erweiterungsprojekte und zehn neue Vorhaben deutscher Investoren. Im ersten Halbjahr 2026 kamen 57 Projekte mit deutschem Kapital hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt beziffert die von deutschen Unternehmen geschaffenen Arbeitsplätze in Tunesien auf rund 100.000. Deutschland ist nach Frankreich und Italien der drittgrößte Handelspartner Tunesiens und der zweitgrößte ausländische Investor.</p>



<h2 id="h-auch-energie-und-digitalisierung-rucken-nach-vorn" class="wp-block-heading"><span id="auch-energie-und-digitalisierung-ruecken-nach-vorn">Auch Energie und Digitalisierung rücken nach vorn</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Transformation der tunesischen Wirtschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/fuenf-laender-unterzeichnen-absichtserklaerung-fuer-suedlichen-wasserstoffkorridor/" data-type="post" data-id="13604">Die Ende August unterzeichneten Vereinbarungen umfassen Energie, Umwelt und Digitalisierung.</a> Wadephul sprach bei seinem Besuch außerdem über die stärkere Anbindung Tunesiens an das europäische Energienetz und den Ausbau erneuerbarer Energien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Forum in Essen tauchten dieselben Felder erneut auf. Die tunesische Delegation brachte Unternehmen aus erneuerbaren Energien, Elektronik und Technologie mit. Parallel wächst die Bedeutung Tunesiens als Standort für IT- und Entwicklungsdienstleistungen deutscher Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächsten Wirtschaftskontakte sind bereits angesetzt. Die Deutsch-Tunesische Industrie- und Handelskammer führt für den 23. bis 25. September eine deutsche Delegation in Tunis auf ihrem Veranstaltungskalender. Weitere Programme für IT, Abfallwirtschaft und Messekooperationen folgen im Herbst.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wie-tunesien-das-100-millionen-paket-mit-deutschland-in-konkrete-projekte-ueberfuehren-will/">Wie Tunesien das 100-Millionen-Paket mit Deutschland in konkrete Projekte überführen will</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt S. E. Herrn Mohamed Ali Nafti</media:title>
			<media:description type="html">Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (1vr), CDU/CSU, MdB, empfängt S. E. Herrn Mohamed Ali Nafti, Minister für auswärtige Angelegenheiten, Migration und Tunesier im Ausland der Tunesischen Republik.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Russischer Cyberangriff auf nordafrikanische Staats-IT: Spuren führen nach Tunesien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russischer-cyberangriff-auf-nordafrikanische-staats-it-spuren-fuehren-nach-tunesien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 08:11:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 300.000 Identitätsdatensätze und Registerdaten von über einer halben Million Unternehmen wurden bei einem Angriff auf eine nordafrikanische Staatsbehörde gestohlen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussischer-cyberangriff-auf-nordafrikanische-staats-it-spuren-fuehren-nach-tunesien%2F&amp;action_name=Russischer%20Cyberangriff%20auf%20nordafrikanische%20Staats-IT%3A%20Spuren%20f%C3%BChren%20nach%20Tunesien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein mutmaßlich russisch-staatsnaher Cyberakteur hat eine staatliche Technologiebehörde in Nordafrika gehackt und dabei mehr als 300.000 nationale Identitätsdatensätze sowie Handelsregisterdaten von über einer halben Million Unternehmen erbeutet. Anthropic veröffentlichte die Erkenntnisse am 10. September 2026. Das KI-Unternehmen nennt das angegriffene Land nicht, doch mehrere Merkmale der betroffenen Infrastruktur passen auffällig zu Tunesien und insbesondere zum staatlichen Centre National de l’Informatique, CNI. Eine Bestätigung, dass tatsächlich das CNI betroffen war, liegt bislang nicht vor.</p>



<h2 id="h-angreifer-ubernahm-zentralen-zugangsdienst" class="wp-block-heading"><span id="angreifer-uebernahm-zentralen-zugangsdienst">Angreifer übernahm zentralen Zugangsdienst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff begann nach Erkenntnissen von Anthropic mit gestohlenen Zugangsdaten zu einem VPN-System der Behörde. Über diesen Zugang gelang es dem Angreifer, den zentralen Account-Server der Organisation zu übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend wurde die vollständige dort verfügbare Zugangsdatenbank kopiert. Anthropic beziffert die Beute auf mehr als 300.000 nationale Identitätsdatensätze. Zusätzlich seien Daten aus dem Handelsregister zu mehr als einer halben Million Unternehmen des betroffenen Landes abgeflossen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie lange der Angreifer Zugriff auf die Systeme hatte und welche konkreten personenbezogenen Informationen in den Datensätzen enthalten waren, wird nicht angegeben. Auch die betroffene Behörde und das Land bleiben anonymisiert.</p>



<h2 id="h-anthropic-sieht-verbindung-zu-russischer-cyberspionage" class="wp-block-heading"><span id="anthropic-sieht-verbindung-zu-russischer-cyberspionage">Anthropic sieht Verbindung zu russischer Cyberspionage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anthropic führt den Angreifer unter der internen Bezeichnung GTG-20006. <a href="https://fokus-afrika.de/russland-steuerte-ki-gestuetzte-medienoperation-in-der-zentralafrikanischen-republik/">Die Zuordnung stimme mit öffentlichen Berichten überein, die den Akteur mit der als Midnight Blizzard bekannten russischen Cybergruppe in Verbindung bringen.</a> <a href="https://fokus-afrika.de/geheimdienste-hinter-immer-mehr-angriffen-auf-deutsche-unternehmen/">Einer der beobachteten Betreiber verwendete den Namen „JackPoterz“, sprach Russisch und zeigte nach Einschätzung des Unternehmens ein Vorgehen und eine Zielauswahl, die mit russischer staatlich verbundener Spionage übereinstimmen. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nordafrikanische Behörde war nur eines von mehr als 20 beobachteten Zielen. Der Schwerpunkt der Operation lag auf ukrainischen und europäischen Regierungsstellen, Nachrichtendiensten, diplomatischen Einrichtungen sowie Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie. Besonders häufig richteten sich die Aktivitäten gegen die Ukraine und gegen Hersteller sowie Zulieferer militärischer Drohnentechnik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Akteur setzte Claude über weite Teile seiner Operation ein. Die KI unterstützte unter anderem bei der Erkundung fremder Systeme, dem Aufbau von Phishing-Infrastruktur, der Verarbeitung gestohlener Daten und der Anpassung von Schadsoftware. Wurde Malware von Sicherheitsprogrammen erkannt, ließ der Angreifer sie mithilfe automatisierter KI-Abläufe verändern und neu erstellen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-warum-die-spur-nach-tunesien-fuhrt" class="wp-block-heading"><span id="warum-die-spur-nach-tunesien-fuehrt">Warum die Spur nach Tunesien führt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anthropics Beschreibung der angegriffenen Organisation als staatliche Technologiebehörde passt besonders gut auf das tunesische Centre National de l’Informatique. Das CNI ist eine zentrale öffentliche IT-Einrichtung mit Sitz in Tunis und betreibt große staatliche Informationssysteme sowie technische Infrastruktur der Verwaltung. Zu seinen Strukturen gehört eine eigene Direktion für nationale Großsysteme.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die beim Angriff beschriebene zentrale Benutzerverwaltung weist in diese Richtung. Das CNI betreibt ein staatliches Intranet mit zentralen Verzeichnisdiensten. Zur Infrastruktur gehören ausdrücklich Identitätsverwaltung über LDAP, die Verwaltung von Zugriffsrechten und ein zentrales Single-Sign-on-System. Ein kompromittierter zentraler Account-Server, wie ihn Anthropic beschreibt, würde damit zu einer Kernfunktion dieser Infrastruktur passen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch stärker ist die Verbindung bei den nationalen Identitätsdaten. Nach tunesischem Recht übernimmt das CNI die technischen und operativen Aufgaben beim Register der einheitlichen Bürgeridentifikationsnummer. Dieses Register enthält unter anderem Namen, Geburtsdaten, Geburtsorte, Staatsangehörigkeit, Wohnadresse und Angaben zum Personenstand. Artikel 26 der entsprechenden Regierungsverordnung überträgt dem CNI ausdrücklich die technischen und operativen Aufgaben bei der Verwaltung dieses Registers.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben betreibt das CNI das nationale Personenstandssystem MADANIA. Dieses führt eine zentralisierte Datenbank für Geburts-, Heirats-, Scheidungs- und Sterbeurkunden und ermöglicht den elektronischen Austausch dieser Informationen zwischen staatlichen Stellen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-auch-die-grossenordnung-des-unternehmensregisters-passt" class="wp-block-heading"><span id="auch-die-groessenordnung-des-unternehmensregisters-passt">Auch die Größenordnung des Unternehmensregisters passt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tunesien verfügt zudem über ein zentralisiertes nationales Unternehmensregister. Das Registre National des Entreprises weist derzeit rund 332.600 juristische und knapp 582.000 natürliche Personen aus. Die Gesamtzahl der registrierten wirtschaftlichen Akteure liegt damit deutlich über einer halben Million.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Größenordnung ist mit der von Anthropic beschriebenen Datenmenge vereinbar. Sie beweist die Identität des betroffenen Landes jedoch nicht. Anthropic spricht von Handelsregisterdaten zu mehr als einer halben Million Unternehmen, ohne näher zu erläutern, welche Kategorien von Einträgen darunter fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zwischen dem CNI und dem tunesischen Unternehmensregister wird in den öffentlich verfügbaren Angaben keine Verbindung dokumentiert, die allein den Cyberangriff eindeutig zuordnen würde. Die Hinweise ergeben sich vielmehr aus der Kombination von staatlicher IT-Funktion, zentraler Identitätsverwaltung, Regierungs-Intranet und der Größenordnung nationaler Register.</p>



<h2 id="h-tunesien-verscharfte-anfang-september-die-cybersicherheit" class="wp-block-heading"><span id="tunesien-verschaerfte-anfang-september-die-cybersicherheit">Tunesien verschärfte Anfang September die Cybersicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein zeitlicher Zusammenhang, dessen Ursache allerdings offenbleibt. Die tunesische Nationale Cybersicherheitsagentur stufte die nationale Cyberwarnlage für August 2026 als „sehr hoch“ ein.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="602" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Lever_de_soleil_sur_Tunis_2-1024x602.jpg" alt="" class="wp-image-29926 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Lever_de_soleil_sur_Tunis_2-1024x602.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Lever_de_soleil_sur_Tunis_2-300x176.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Lever_de_soleil_sur_Tunis_2-768x452.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Lever_de_soleil_sur_Tunis_2-380x224.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Lever_de_soleil_sur_Tunis_2-800x471.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Lever_de_soleil_sur_Tunis_2-1160x682.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Lever_de_soleil_sur_Tunis_2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am 2. September erließ die Regierung zudem neue Vorgaben zur Absicherung der digitalen Systeme öffentlicher Einrichtungen. Behörden sollen unter anderem Mehrfaktor-Authentifizierung einsetzen, gemeinsame Zugangskonten verhindern, Zugriffsrechte strenger begrenzen und Cybervorfälle unmittelbar an die Nationale Cybersicherheitsagentur melden. Die Vorschriften betreffen ausdrücklich staatliche Plattformen, Informationssysteme und besonders sensible Datenbanken.&nbsp;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die verschärften Vorgaben oder die hohe Warnstufe mit dem von Anthropic dokumentierten Einbruch zusammenhängen, ist nicht bekannt. Weder das CNI noch die tunesischen Behörden haben den von Anthropic anonymisierten Angriff bislang öffentlich als eigenen Sicherheitsvorfall bestätigt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wadephul in Tunesien: „Das Land gewinnt für deutsche Unternehmen an Bedeutung“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-in-tunesien-das-land-gewinnt-fuer-deutsche-unternehmen-an-bedeutung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 12:41:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=29666</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutschland will seine Wirtschaftsbeziehungen mit Tunesien ausbauen. Außenminister Johann Wadephul sieht das Land als zunehmend wichtigen Standort für deutsche Unternehmen und die deutsche Industrie.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-in-tunesien-das-land-gewinnt-fuer-deutsche-unternehmen-an-bedeutung%2F&amp;action_name=Wadephul%20in%20Tunesien%3A%20%E2%80%9EDas%20Land%20gewinnt%20f%C3%BCr%20deutsche%20Unternehmen%20an%20Bedeutung%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will die Wirtschafts- und Energiebeziehungen mit Tunesien ausbauen und das nordafrikanische Land stärker als Standort für deutsche Unternehmen einbinden. Der Besuch von Außenminister Johann Wadephul in Tunis fand am Montag im Rahmen einer Reise nach Tunesien und Algerien statt. Nach seinem Treffen mit Präsident Kaïs Saïed bezeichnete Wadephul Deutschland als wichtigen Absatzmarkt für Tunesien und zugleich Tunesien als zunehmend bedeutend für die deutsche Industrie. Begleitet wurde der Außenminister von einer deutschen Wirtschaftsdelegation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Deutschland ist für Tunesien ein zentraler Exportmarkt, der weiterhin große Chancen bietet, und Tunesien gewinnt für deutsche Unternehmen und für unsere Industrie weiter an Bedeutung“, sagte Wadephul nach dem Gespräch mit Saïed. <a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-wirbt-in-berlin-um-neue-deutsche-investitionen/">Die wirtschaftliche Verflechtung ermögliche mehr Handel und Investitionen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul traf in Tunis auch seinen tunesischen Amtskollegen Mohamed Ali Nafti. Neben den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen standen die regionale Sicherheitslage und die Entwicklungen im Sahel auf der Agenda.</p>



<h2 id="h-deutsche-industrie-produziert-bereits-in-tunesien" class="wp-block-heading"><span id="deutsche-industrie-produziert-bereits-in-tunesien">Deutsche Industrie produziert bereits in Tunesien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen beiden Ländern reichen bereits tief in industrielle Lieferketten hinein. Deutsche Automobilunternehmen lassen wichtige Zulieferteile in Tunesien produzieren. Daneben haben in Deutschland ausgebildete Tunesier Unternehmen in ihrem Heimatland gegründet, die teilweise eng mit dem deutschen Wirtschaftsstandort verbunden sind, etwa im Digitalbereich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland/">Berlin will diese Strukturen weiter ausbauen.</a> Das Auswärtige Amt sieht insbesondere bei Handel, Investitionen und industrieller Zusammenarbeit zusätzliches Potenzial. Wadephul erklärte, die wirtschaftlichen Beziehungen seien für beide Seiten von Nutzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HREzbrYXMAA0x-E-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-29668 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HREzbrYXMAA0x-E-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HREzbrYXMAA0x-E-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HREzbrYXMAA0x-E-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HREzbrYXMAA0x-E-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HREzbrYXMAA0x-E-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HREzbrYXMAA0x-E-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HREzbrYXMAA0x-E.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Fachkräfte spielen in den Beziehungen eine zunehmende Rolle. Tunesierinnen und Tunesier, die in Deutschland leben und arbeiten, bezeichnete Wadephul als Verbindung zwischen beiden Ländern. „Tunesische Fachkräfte leisten in Deutschland einen hochgeschätzten Beitrag“, sagte der Außenminister. Zugleich verwies er auf den akademischen Austausch.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Aufenthalts in Tunis war auch ein Besuch des Unternehmerzentrums The Dot vorgesehen. Dort sollte Wadephul mit Unternehmern sowie früheren Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes zusammentreffen.</p>



<h2 id="h-energieverbindung-zwischen-tunesien-und-europa-im-blick" class="wp-block-heading"><span id="energieverbindung-zwischen-tunesien-und-europa-im-blick">Energieverbindung zwischen Tunesien und Europa im Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Industrie und Handel setzt Berlin auf eine engere Energiepartnerschaft. Deutschland unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien in Tunesien und befasst sich mit einer stärkeren Anbindung des Landes an das europäische Energienetz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energiekooperation gehört zu mehreren Bereichen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Wadephul nannte außerdem berufliche Ausbildung, Wasserwirtschaft und Digitalisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich begrüße es sehr, dass wir im Rahmen dieser Reise neue Verträge unterzeichnen“, sagte der Außenminister nach seinem Treffen mit Saïed. Welche Vereinbarungen konkret unterzeichnet wurden oder welches finanzielle Volumen sie umfassen, wurde zunächst nicht näher benannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="820" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY-820x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-29669 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY-820x1024.jpeg 820w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY-240x300.jpeg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY-768x960.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY-1229x1536.jpeg 1229w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY-380x475.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY-800x1000.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY-1160x1449.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/HRDfq0QXcAAZPUY.jpeg 1639w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Berlin verbindet die Zusammenarbeit mit Tunesien zugleich mit einer breiteren wirtschaftlichen Strategie im Mittelmeerraum. Wadephul erklärte vor seiner Abreise, Deutschland teile mit Tunesien und Algerien zentrale wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen. Beide Länder grenzen unmittelbar an den Mittelmeerraum gegenüber der Europäischen Union.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Gemeinsam können wir das Mittelmeer zu einem Raum der Stärke zwischen unseren Kontinenten machen“, sagte Wadephul.</p>



<h2 id="h-deutschland-und-tunesien-feiern-70-jahre-diplomatische-beziehungen" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-und-tunesien-feiern-70-jahre-diplomatische-beziehungen">Deutschland und Tunesien feiern 70 Jahre diplomatische Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch fällt in das 70. Jahr der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Tunesien. Beide Staaten nahmen 1956 diplomatische Beziehungen auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul bezeichnete die vergangenen sieben Jahrzehnte als „starkes und vertrauensvolles Fundament“ für eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit. Deutschland und die Europäische Union seien und blieben „verlässliche Freunde und Partner Tunesiens“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Wirtschaft und Energie bestehen enge Verbindungen über Tourismus, Hochschulen und Migration. Rund 330.000 deutsche Touristen reisen nach tunesischen Angaben jährlich in das Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinem Aufenthalt in Tunesien setzte Wadephul seine <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-in-algerien-deutschlands-werteanspruch-trifft-auf-strategische-interessen/" data-type="post" data-id="29645">Nordafrika-Reise in Algerien fort</a>. Mit den Außenministern beider Länder kommt er damit bereits zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt zusammen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tausende protestieren gegen Präsident Kaïs Saïed – Reisewarnung nach Tunesien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tausende-protestieren-gegen-praesident-kais-saied-reisewarnung-nach-tunesien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 09:06:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fünf Jahre nach Saïeds Machtübernahme gehen Tausende in Tunis auf die Straße. Gleichzeitig fordert ein US-Abgeordneter Sanktionen und eine Reisewarnung der höchsten Stufe.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftausende-protestieren-gegen-praesident-kais-saied-reisewarnung-nach-tunesien%2F&amp;action_name=Tausende%20protestieren%20gegen%20Pr%C3%A4sident%20Ka%C3%AFs%20Sa%C3%AFed%20%E2%80%93%20Reisewarnung%20nach%20Tunesien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Tausende Menschen haben in der tunesischen Hauptstadt gegen Präsident Kaïs Saïed demonstriert und eine Rückkehr zur demokratischen Ordnung gefordert. Die Proteste fanden am 25. Juli statt, genau fünf Jahre nach der Suspendierung des Parlaments und der Übernahme weitreichender Vollmachten durch den Staatschef. Demonstranten verlangten den Rücktritt Saïeds, politische Reformen und die Freilassung inhaftierter Regierungsgegner. Zugleich forderte der republikanische US-Abgeordnete Joe Wilson Sanktionen und eine Reisewarnung der höchsten Stufe für Tunesien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kundgebung fiel mit dem tunesischen Tag der Republik zusammen. Die Teilnehmer versammelten sich auf dem Platz der Republik und zogen anschließend in Richtung der zentralen Habib-Bourguiba-Allee. Neben der politischen Entwicklung kritisierten sie die Wirtschaftslage, wiederkehrende Stromausfälle und Probleme bei der Wasserversorgung.</p>



<h2 id="h-forderung-nach-dem-ende-der-alleinherrschaft" class="wp-block-heading"><span id="forderung-nach-dem-ende-der-alleinherrschaft">Forderung nach dem Ende der Alleinherrschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demonstranten warfen Saïed vor, die staatlichen Institutionen seiner Kontrolle unterworfen und die demokratischen Errungenschaften nach dem Sturz von Präsident Zine el-Abidine Ben Ali im Jahr 2011 beseitigt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Forderungen gehörten die Wiederherstellung politischer Freiheiten, eine unabhängige Justiz und die Freilassung von Politikern, Journalisten, Anwälten und Vertretern der Zivilgesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Protest markierte den fünften Jahrestag der Entscheidungen vom 25. Juli 2021. Saïed suspendierte damals das gewählte Parlament, entließ Ministerpräsident Hichem Mechichi und übernahm die Exekutivgewalt. Er berief sich auf Artikel 80 der damaligen Verfassung und begründete sein Vorgehen mit einer schweren Staatskrise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Bevölkerung begrüßte die Maßnahmen zunächst. Tunesien litt damals unter häufigen Regierungswechseln, politischen Blockaden, Korruptionsvorwürfen und den Folgen der Corona-Pandemie. Oppositionelle Parteien und Verfassungsrechtler bezeichneten Saïeds Vorgehen dagegen als Staatsstreich.</p>



<h2 id="h-neue-verfassung-starkte-den-prasidenten" class="wp-block-heading"><span id="neue-verfassung-staerkte-den-praesidenten">Neue Verfassung stärkte den Präsidenten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den zunächst befristeten Notstandsmaßnahmen entwickelte sich eine dauerhafte Neuordnung des politischen Systems. Saïed regierte per Dekret und löste das Parlament im März 2022 endgültig auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine im Juli 2022 per Referendum angenommene Verfassung weitete die Befugnisse des Präsidenten erheblich aus. Das Parlament verlor einen großen Teil seiner früheren Kontroll- und Gesetzgebungsmacht. <a href="https://fokus-afrika.de/wahl-in-tunesien-14-wahlbeteiligung/" data-type="post" data-id="11669">An der Abstimmung beteiligte sich nur eine Minderheit der Wahlberechtigten, nachdem die meisten Oppositionsparteien zum Boykott aufgerufen hatten.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Kais_Saied-1024x758.jpg" alt="" class="wp-image-29106 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Kais_Saied-1024x758.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Kais_Saied-300x222.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Kais_Saied-768x568.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Kais_Saied-380x281.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Kais_Saied-800x592.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Kais_Saied-1160x858.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Portrait_Kais_Saied.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Saïed löste zudem den Obersten Justizrat auf und entließ zahlreiche Richter per Präsidialdekret. Kritiker sehen darin die weitgehende Unterordnung der Justiz unter die Präsidentschaft. Bei der ersten Runde der Parlamentswahl Ende 2022 lag die Beteiligung bei lediglich rund neun Prozent.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident weist den Vorwurf zurück, eine Diktatur errichtet zu haben. Er stellt seine Politik als Kampf gegen Korruption, Verrat und eine politische Elite dar, die den Staat vor 2021 blockiert habe.</p>



<h2 id="h-oppositionelle-und-journalisten-in-haft" class="wp-block-heading"><span id="oppositionelle-und-journalisten-in-haft">Oppositionelle und Journalisten in Haft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechtsorganisationen dokumentieren seit der Machtübernahme eine wachsende Zahl von Verfahren gegen Oppositionelle, Journalisten, Anwälte und zivilgesellschaftliche Aktivisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/saied-anhanger-feiern-vor-bekanntgabe-der-offiziellen-wahlergebnisse/" data-type="post" data-id="11689">Zu den Inhaftierten gehört der frühere Parlamentspräsident und Vorsitzende der islamisch geprägten Ennahda-Partei, Rached Ghannouchi. </a>Auch die Vorsitzende der Freien Desturischen Partei, Abir Moussi, sowie Politiker unterschiedlicher ideologischer Richtungen wurden verurteilt oder strafrechtlich verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 2026 bestätigten Gerichte unter anderem langjährige Haftstrafen gegen Menschenrechtsaktivisten und Journalisten. Anwälte legten am 18. Juni aus Protest gegen eingeschränkte Verteidigungsrechte und die aus ihrer Sicht fehlenden Bedingungen für faire Verfahren landesweit die Arbeit nieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tunesische Regierung erklärt, die Justiz arbeite unabhängig und die Verfahren beruhten auf strafrechtlichen Vorwürfen. Menschenrechtsorganisationen und oppositionelle Parteien sprechen dagegen von politisch motivierten Prozessen.</p>



<h2 id="h-joe-wilson-fordert-hochste-us-reisewarnung" class="wp-block-heading"><span id="joe-wilson-fordert-hoechste-us-reisewarnung">Joe Wilson fordert höchste US-Reisewarnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus/">Parallel zu den Protesten verschärfte der republikanische US-Kongressabgeordnete Joe Wilson seine Angriffe auf Saïed.</a> Er <a href="https://x.com/RepJoeWilson/status/2081049831968059824?s=20">bezeichnete</a> den Präsidenten als Diktator und dessen Machtübernahme von 2021 als Staatsstreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tunesien sei heute politisch und wirtschaftlich schlechter gestellt als vor fünf Jahren, erklärte Wilson. Bürgerrechte, demokratische Wahlen und Gewaltenteilung seien abgeschafft worden. Zudem behauptete er, Tausende politische Gefangene säßen wegen ihrer Gegnerschaft zu Saïed in Haft. Einen Nachweis für diese Größenordnung legte er in seinem Beitrag nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wilson warf den tunesischen Behörden außerdem vor, amerikanische und europäische Staatsbürger inhaftiert zu haben. Er forderte das US-Außenministerium auf, die landesweite Reisewarnung auf Stufe 4 anzuheben. Diese höchste Kategorie bedeutet „Nicht reisen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium führt Tunesien derzeit auf Stufe 2 und empfiehlt wegen Terrorismus, Kriminalität und möglicher Unruhen erhöhte Vorsicht. Stufe 4 gilt bereits für einzelne Grenz-, Berg- und Wüstenregionen, darunter Gebiete nahe Algerien und Libyen sowie die militärische Sperrzone südlich von Remada.</p>



<h2 id="h-gesetzentwurf-sieht-sanktionen-vor" class="wp-block-heading"><span id="gesetzentwurf-sieht-sanktionen-vor">Gesetzentwurf sieht Sanktionen vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wilson kündigte zugleich an, weiter auf die Verabschiedung des „Tunisia Democracy Restoration Act“ hinzuarbeiten. Er hatte den parteiübergreifenden Gesetzentwurf im September 2025 gemeinsam mit dem demokratischen Abgeordneten Jason Crow in das US-Repräsentantenhaus eingebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Entwurf trägt die Nummer H.R. 5101 und wurde an die Ausschüsse für Auswärtige Angelegenheiten und Justiz überwiesen. Eine Verabschiedung durch den Kongress steht bislang aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz soll Sanktionen gegen Personen ermöglichen, denen Washington die Untergrabung demokratischer Institutionen, schwere Menschenrechtsverletzungen oder erhebliche Korruption vorwirft. Dazu können Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten in den Vereinigten Staaten gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wilson verlangt Sanktionen gegen Saïed und dessen engstes politisches Umfeld. Seine Wortwahl ging dabei weit über die bisherige offizielle Sprache der US-Regierung hinaus. Er bezeichnete den tunesischen Präsidenten unter anderem als Tyrannen und „wahnsinnigen Machthaber“.</p>



<h2 id="deutschland-warnte-vor-kundgebungen-am-jahrestag" class="wp-block-heading">Deutschland warnte vor Kundgebungen am Jahrestag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt aktualisierte seine Reise- und Sicherheitshinweise am 24. Juli mit Blick auf den tunesischen Tag der Republik. Für den 25. Juli müsse landesweit mit öffentlichen Kundgebungen gerechnet werden, hieß es darin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reisende sollten sich über geplante Proteste informieren und angekündigte Demonstrationen sowie spontane größere Menschenansammlungen weiträumig meiden. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften könnten nicht ausgeschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine allgemeine deutsche Reisewarnung für Tunesien besteht nicht. Das Auswärtige Amt rät jedoch dazu, die politische Lage aufmerksam zu verfolgen, Anweisungen der Sicherheitskräfte zu befolgen und ausgewiesene Sperrgebiete nicht zu betreten.</p>



<h2 id="h-wirtschaftskrise-verstarkt-politischen-protest" class="wp-block-heading"><span id="wirtschaftskrise-verstaerkt-politischen-protest">Wirtschaftskrise verstärkt politischen Protest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demonstrationen richteten sich nicht allein gegen das politische System. Teilnehmer kritisierten auch Arbeitslosigkeit, steigende Lebenshaltungskosten, die schwache öffentliche Versorgung und fehlende wirtschaftliche Perspektiven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Mai hatten Hunderte Menschen in Tunis unter dem Motto „Das Volk hungert und die Gefängnisse sind voll“ gegen Saïeds Regierung demonstriert. Sie verbanden die Forderung nach politischen Freiheiten mit Kritik an hohen Preisen, Versorgungsengpässen und der sozialen Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Jahrestag kamen länger anhaltende Stromausfälle und wiederkehrende Unterbrechungen der Wasserversorgung hinzu. Die staatliche Strom- und Gasgesellschaft führte die Netzprobleme auf einen Rekordverbrauch während einer außergewöhnlichen Hitzewelle zurück. Saïed bezeichnete die Häufigkeit der Ausfälle als nicht normal und forderte, Verantwortliche müssten zur Rechenschaft gezogen werden.</p>
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		<item>
		<title>EU alarmiert über 25 Jahre Haft für tunesische Menschenrechtlerin Sihem Bensedrine</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-alarmiert-ueber-25-jahre-haft-fuer-tunesische-menschenrechtlerin-sihem-bensedrine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>25 Jahre Haft für Sihem Bensedrine: Die EU zeigt sich tief besorgt und fordert Tunesien auf, Pluralismus und unabhängige Stimmen wieder zu schützen. Im Zentrum des Verfahrens steht die Aufarbeitung der Ben-Ali-Ära.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-alarmiert-ueber-25-jahre-haft-fuer-tunesische-menschenrechtlerin-sihem-bensedrine%2F&amp;action_name=EU%20alarmiert%20%C3%BCber%2025%20Jahre%20Haft%20f%C3%BCr%20tunesische%20Menschenrechtlerin%20Sihem%20Bensedrine&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union hat die Verurteilung der tunesischen Menschenrechtlerin Sihem Bensedrine zu insgesamt 25 Jahren Haft scharf kritisiert und eine Wiederherstellung des politischen und gesellschaftlichen Pluralismus gefordert. Das Urteil wurde in der Nacht zum Freitag, 26. Juni 2026, von einer auf Finanzkorruption spezialisierten Strafkammer in Tunis verkündet. Die frühere Präsidentin der tunesischen Wahrheits- und Würdekommission wurde in zwei Verfahren wegen Amtsmissbrauchs, finanzieller Schädigung des Staates sowie Urkundenfälschung verurteilt. Mehrere frühere Amtsträger und ein Unternehmer erhielten ebenfalls mehrjährige Haftstrafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU bezeichnete Bensedrine als „symbolträchtige Menschenrechtsverteidigerin“ und äußerte „tiefe Besorgnis“ über die Höhe der Strafe. Ihre frühere Kommission habe eine zentrale Rolle in Tunesiens Übergangsjustiz gespielt, die von der Europäischen Union seit ihrem Beginn unterstützt worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir fordern die tunesischen Behörden auf, ein Umfeld wiederherzustellen, das Pluralismus und die Äußerung unabhängiger Stimmen ermöglicht“, erklärte ein Sprecher der Europäischen Union.</p>



<h2 id="h-zwei-verfahren-fuhren-zu-insgesamt-25-jahren-haft" class="wp-block-heading"><span id="zwei-verfahren-fuehren-zu-insgesamt-25-jahren-haft">Zwei Verfahren führen zu insgesamt 25 Jahren Haft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine wurde in zwei getrennten Verfahren vor dem wirtschafts- und finanzstrafrechtlichen Gericht in Tunis verurteilt. Beide Fälle betreffen Entscheidungen der inzwischen aufgelösten Wahrheits- und Würdekommission, die nach der Revolution von 2011 staatliches Unrecht und Korruptionsfälle aus früheren Regierungsperioden aufarbeiten sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Verfahren ging es um eine Schieds- und Versöhnungsvereinbarung zwischen der Kommission und dem Geschäftsmann Slim Chiboub. Das Gericht prüfte, ob die Vereinbarung den gesetzlichen Vorgaben entsprach und die öffentlichen Finanzen ausreichend schützte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine und der frühere Kommissionsvertreter Khaled Krichi erhielten jeweils fünf Jahre Haft. Der ehemalige Minister für Staatsbesitz und Grundbesitz, Mabrouk Korchid, wurde zu sechs Jahren verurteilt. Chiboub erhielt wegen Beihilfe eine fünfjährige Haftstrafe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gericht verhängte zudem Geldstrafen und ordnete an, dass die Verurteilten gemeinsam für die Rückzahlung der festgestellten finanziellen Schäden haften.</p>



<h2 id="h-verfahren-um-die-banque-franco-tunisienne" class="wp-block-heading"><span id="verfahren-um-die-banque-franco-tunisienne">Verfahren um die Banque franco-tunisienne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das zweite Verfahren betraf die inzwischen nicht mehr bestehende Banque franco-tunisienne. Bensedrine, Krichi, Korchid und der frühere Bankverantwortliche Abdelmajid Bouden wurden beschuldigt, öffentliche Funktionen missbraucht und staatliche Interessen finanziell geschädigt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine und Krichi erhielten auch in diesem Verfahren jeweils fünf Jahre Haft. Korchid und Bouden wurden zu jeweils sechs Jahren verurteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich verhängte das Gericht gegen die Angeklagten Geldstrafen von jeweils rund 17 Millionen tunesischen Dinar. Sie sollen denselben Betrag gemeinsam an den Staat zurückzahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine wurde darüber hinaus wegen Urkundenfälschung sowie des Besitzes und Gebrauchs gefälschter Dokumente schuldig gesprochen. Dafür erhielt sie eine weitere Haftstrafe von 15 Jahren. Zusammen mit den beiden fünfjährigen Strafen ergibt sich eine Gesamtstrafe von 25 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung hielten sich Bensedrine, Korchid und Bouden tunesischen Medienberichten zufolge außerhalb des Landes auf.</p>



<h2 id="h-wahrheitskommission-sollte-staatliches-unrecht-aufarbeiten" class="wp-block-heading"><span id="wahrheitskommission-sollte-staatliches-unrecht-aufarbeiten">Wahrheitskommission sollte staatliches Unrecht aufarbeiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahrheits- und Würdekommission wurde auf Grundlage des tunesischen Gesetzes über die Übergangsjustiz von 2013 eingerichtet. Sie sollte schwere Menschenrechtsverletzungen, staatliche Repression und Korruption aus den Jahrzehnten vor und während der Revolution untersuchen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="839" height="673" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine.jpg" alt="" class="wp-image-28484 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine.jpg 839w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine-300x241.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine-768x616.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine-380x305.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Sihem_Bensedrine-800x642.jpg 800w" sizes="(max-width: 839px) 100vw, 839px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bensedrine leitete die Institution von ihrer Gründung bis zum Ende ihres Mandats. Die Kommission sammelte Aussagen von Opfern, führte öffentliche Anhörungen durch und untersuchte die Verantwortung staatlicher Institutionen unter den früheren Präsidenten Habib Bourguiba und Zine el-Abidine Ben Ali.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu ihren Aufgaben gehörten auch Schieds- und Versöhnungsverfahren in Fällen finanzieller Korruption. Dabei konnten beschuldigte Personen Vermögenswerte zurückgeben oder finanzielle Vereinbarungen mit dem Staat schließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Verfahren stehen nun im Zentrum der strafrechtlichen Vorwürfe gegen frühere Mitglieder der Kommission. Das Gericht bewertete einzelne Entscheidungen als missbräuchliche Nutzung öffentlicher Funktionen und als Schädigung staatlicher Interessen.</p>



<h2 id="h-menschenrechtskomitee-spricht-von-angriff-auf-ubergangsjustiz" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtskomitee-spricht-von-angriff-auf-uebergangsjustiz">Menschenrechtskomitee spricht von Angriff auf Übergangsjustiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das in Paris ansässige Komitee zur Achtung der Freiheiten und Menschenrechte in Tunesien verurteilte die Haftstrafen. Nach Auffassung der Organisation richten sich die Verfahren nicht nur gegen Bensedrine, sondern gegen das gesamte System der tunesischen Übergangsjustiz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Über Bensedrine wird die Übergangsjustiz verurteilt“, erklärte das Komitee. Die angeklagten Handlungen seien im Rahmen eines gesetzlichen Mandats erfolgt und hätten sich auf ausdrücklich im Gesetz vorgesehene Schieds- und Versöhnungsmechanismen gestützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation bezeichnete die Urteile als weiteren Schritt einer „Gegenrevolution“ und warf den tunesischen Behörden vor, Errungenschaften der Revolution von 2011 rückgängig zu machen. Diese politische Bewertung wurde von der Regierung oder dem Gericht in den vorliegenden Erklärungen nicht kommentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Komitee verwies außerdem auf Bensedrines Alter und Gesundheitszustand. Die 75-Jährige habe bereits mehr als sechs Monate in Haft verbracht, einen längeren Hungerstreik durchgeführt und zeitweise im Krankenhaus behandelt werden müssen. Eine 25-jährige Haftstrafe komme unter diesen Umständen faktisch einer lebenslangen Inhaftierung gleich, erklärte die Organisation.</p>



<h2 id="h-eu-verlangt-raum-fur-unabhangige-stimmen" class="wp-block-heading"><span id="eu-verlangt-raum-fuer-unabhaengige-stimmen">EU verlangt Raum für unabhängige Stimmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union stellte Bensedrines Arbeit in den Zusammenhang mit der demokratischen Entwicklung Tunesiens nach dem Sturz Ben Alis. Die Empfehlungen der Wahrheits- und Würdekommission hätten eine besondere Bedeutung für die Aufarbeitung früherer Menschenrechtsverletzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland/">Brüssel bekräftigte zugleich seine Zusammenarbeit mit Tunesien und der tunesischen Bevölkerung. </a>Die EU werde Bemühungen zur Stärkung demokratischer Institutionen und zur Wahrung der Menschenrechte weiter unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stellungnahme verbindet die Kritik am Urteil mit einer breiteren Forderung an die tunesischen Behörden. Unabhängige Stimmen müssten sich frei äußern können, während politische und gesellschaftliche Vielfalt als Bestandteil der weiteren Entwicklung des Landes geschützt werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kais-saied-protestiert-gegen-eu-botschafter-perrone/" type="post" id="22420">Tunesien erlebt seit der Machtkonzentration von Präsident Kais Saied im Jahr 2021 eine zunehmende Einschränkung politischer Handlungsspielräume. Oppositionspolitiker, Journalisten, Anwälte und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen wurden in mehreren Verfahren festgenommen oder verurteilt. </a>Die Regierung begründet ihr Vorgehen mit dem Kampf gegen Korruption, Verschwörungen und Gefahren für die staatliche Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:title type="html">Sihem_Bensedrine</media:title>
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		<title>Tunesien will engere Partnerschaft mit Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 20:50:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tunesien hat bei einem Besuch von Außenminister Mohamed Ali Nafti in Berlin für einen Ausbau der Beziehungen zu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland%2F&amp;action_name=Tunesien%20will%20engere%20Partnerschaft%20mit%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Tunesien hat bei einem Besuch von Außenminister Mohamed Ali Nafti in Berlin für einen Ausbau der Beziehungen zu Deutschland geworben. Im Mittelpunkt standen Investitionen in Branchen mit hoher Wertschöpfung, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit, Migration sowie die Rückführung veruntreuter Vermögenswerte. Am Mittwoch, 25. März, traf Nafti dazu unter anderem seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul, Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch fällt in das Jahr des 70. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Tunis nutzte die Gespräche, um die bilaterale Zusammenarbeit politisch aufzuwerten und stärker an den tunesischen Entwicklungsplan 2026 bis 2030 zu binden. Dabei rückten vor allem Wirtschaft, nachhaltige Entwicklung und Fachkräfte stärker in den Vordergrund.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-besuch-soll-kooperation-breiter-aufstellen"><span id="berlin-besuch-soll-kooperation-breiter-aufstellen">Berlin-Besuch soll Kooperation breiter aufstellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti und Wadephul leiteten in Berlin eine gemeinsame Arbeitssitzung beider Delegationen und traten anschließend vor die Presse. Beide Seiten bekräftigten die Grundlagen ihrer Beziehungen, darunter gegenseitigen Respekt, staatliche Souveränität sowie das Bekenntnis zu Gerechtigkeit und Unabhängigkeit.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">70 years of diplomatic ties are worth celebrating! <a href="https://twitter.com/hashtag/Germany?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Germany</a> and <a href="https://twitter.com/hashtag/Tunisia?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Tunisia</a> stand together for the rules-based international order &amp; a strong economic partnership. We look forward to new momentum in our cooperation. Thank you for your visit to Berlin, <a href="https://twitter.com/MohamedAliNafti?ref_src=twsrc%5Etfw">@MohamedAliNafti</a>. 🇹🇳🤝🇩🇪 <a href="https://t.co/beuE6HRA0t">pic.twitter.com/beuE6HRA0t</a></p>&mdash; Johann Wadephul (@AussenMinDE) <a href="https://twitter.com/AussenMinDE/status/2036828333367783595?ref_src=twsrc%5Etfw">March 25, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sollte die Partnerschaft inhaltlich breiter werden. Tunesien sieht Deutschland als wichtigen Handels- und Investitionspartner in Nordafrika und im Nahen Osten. Besonders hervorgehoben wurden Bereiche mit hoher Wertschöpfung wie die Automobilzulieferindustrie, Elektronik, Textilien und moderne Technologien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-investitionen-und-entwicklungsplan-2026-bis-2030"><span id="fokus-auf-investitionen-und-entwicklungsplan-2026-bis-2030">Fokus auf Investitionen und Entwicklungsplan 2026 bis 2030</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Gesprächen mit Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan stellte Nafti mehrere Schwerpunkte der tunesischen Wirtschaftspolitik vor. Genannt wurden unter anderem Wasserwirtschaft, Energie- und Digitalwende, nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, Berufsbildung und Beschäftigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorhaben sollen eng mit dem tunesischen Entwicklungsplan 2026 bis 2030 verknüpft werden. Tunis drängt darauf, künftige Projekte stärker an nationalen Prioritäten auszurichten. Besondere Bedeutung haben aus tunesischer Sicht Umweltprojekte, der Umgang mit den Folgen des Klimawandels, die Entwicklung von Waldgebieten, ein besseres Wassermanagement und der Schutz der Küsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti hob zudem die Rolle der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und der Kreditanstalt für Wiederaufbau hervor. Beide Institutionen seien zentrale Träger der bilateralen Kooperation.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunis-strebt-strategische-aufwertung-der-beziehungen-an"><span id="tunis-strebt-strategische-aufwertung-der-beziehungen-an">Tunis strebt strategische Aufwertung der Beziehungen an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Gesprächen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung warb die tunesische Seite dafür, die Zusammenarbeit auf die Ebene einer strategischen Partnerschaft zu heben. Die deutsche Seite signalisierte Unterstützung für die Entwicklungsanstrengungen Tunesiens und zeigte sich offen für die Prüfung vorgeschlagener Programme und Projekte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="677" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-1024x677.webp" alt="" class="wp-image-25988 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-1024x677.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-300x198.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-768x508.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-380x251.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-800x529.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-1160x767.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg.webp 1281w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dabei spielte auch der <a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-wirbt-in-berlin-um-neue-deutsche-investitionen/">Privatsektor eine wichtige Rolle.</a> Reem Alabali Radovan sprach sich dafür aus, Unternehmen stärker einzubinden und den Austausch von Wirtschaftsdelegationen auszubauen. Das soll sowohl Projekte im öffentlichen als auch im privaten Bereich voranbringen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-und-fachkrafte-als-gemeinsames-thema"><span id="migration-und-fachkraefte-als-gemeinsames-thema">Migration und Fachkräfte als gemeinsames Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt war die Migrationspolitik. Tunesien warb in Berlin für einen Ansatz, der nicht nur auf Grenzkontrolle setzt, sondern auf die Ursachen irregulärer Migration zielt. Dazu zählen aus Sicht von Tunis die Bekämpfung krimineller Schleusernetzwerke, die Förderung freiwilliger Rückkehr und Reintegration sowie ein Ausbau legaler Migrationswege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti verwies zugleich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/diaspora/" type="category" id="20">tunesische Gemeinschaft in Deutschland</a>. Seit dem Ende der 1960er Jahre habe sie zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung beigetragen. In den vergangenen Jahren seien zudem viele Ärzte, Ingenieure, junge Unternehmer, Pflegekräfte und andere qualifizierte Arbeitskräfte aus Tunesien nach Deutschland gekommen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Damit erhielt der Berlin-Besuch auch eine <a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-fachkraefteeinwanderungsgesetz/" type="post" id="12602">arbeitsmarktpolitische Dimension</a>. Die tunesische Seite rückte Fachkräfte, Ausbildung und Wissenstransfer sichtbar in den Mittelpunkt der Beziehungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunesien-bittet-deutschland-um-unterstutzung-bei-veruntreuten-vermogenswerten"><span id="tunesien-bittet-deutschland-um-unterstuetzung-bei-veruntreuten-vermoegenswerten">Tunesien bittet Deutschland um Unterstützung bei veruntreuten Vermögenswerten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Treffen mit Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sprach Nafti auch ein Thema an, das über die klassische Wirtschafts- und Entwicklungspolitik hinausgeht. Tunesien hofft auf besondere Unterstützung europäischer Partner, vor allem Deutschlands, bei der Rückführung veruntreuter Vermögenswerte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="802" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-1024x802.jpg" alt="" class="wp-image-25986 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-1024x802.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-300x235.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-768x601.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-1536x1202.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-380x297.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-800x626.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-1160x908.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es um Gelder und andere Vermögenswerte aus dem Umfeld des früheren Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali und des alten Machtapparats, die der tunesische Staat als unrechtmäßig entzogen und ins Ausland verbracht betrachtet. Dazu zählen unter anderem Bankguthaben, Firmenbeteiligungen, Immobilien und weitere finanzielle Anlagen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti betonte, diese Gelder gehörten dem tunesischen Volk und seien unverjährbar. Damit platzierte Tunis die Frage der Vermögensrückführung als politischen Punkt auf hoher Ebene in Berlin.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-das-verhaltnis-zur-eu-stand-auf-der-agenda"><span id="auch-das-verhaeltnis-zur-eu-stand-auf-der-agenda">Auch das Verhältnis zur EU stand auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Gesprächen mit Klöckner kam zudem das Verhältnis zwischen Tunesien und der Europäischen Union zur Sprache. Nafti drängte auf eine Überarbeitung des <a href="https://fokus-afrika.de/kais-saied-protestiert-gegen-eu-botschafter-perrone/" type="post" id="22420">Partnerschaftsabkommens mit der EU</a>, das vor 30 Jahren geschlossen wurde. Aus tunesischer Sicht soll das Verhältnis ausgewogener werden und besser zu den heutigen regionalen und internationalen Realitäten passen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verband Tunis europäische Fragen mit den Themen Migration, wirtschaftliche Entwicklung und regionale Stabilität. Deutschland soll nach tunesischer Vorstellung eine aktivere Rolle dabei spielen, dem tunesisch-europäischen Verhältnis neue Impulse zu geben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nahost-konflikt-als-weiterer-gesprachspunkt"><span id="nahost-konflikt-als-weiterer-gespraechspunkt">Nahost-Konflikt als weiterer Gesprächspunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den bilateralen Themen ging es auch um die Lage im Nahen Osten. Beide Seiten betonten die Bedeutung von Dialog, Abstimmung und der Achtung des Völkerrechts. Nafti bekräftigte, die Palästina-Frage bleibe für Tunesien zentral. Dauerhafte Sicherheit und Stabilität in der Region seien aus tunesischer Sicht nur möglich, wenn die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes verwirklicht würden und ein unabhängiger, souveräner Staat mit Jerusalem als Hauptstadt entstehe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25987 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch im Gespräch mit Julia Klöckner wurden die Spannungen im Nahen Osten und ihre Folgen für Frieden, Sicherheit und die Weltwirtschaft angesprochen. Beide Seiten bekannten sich dabei zu internationalen Regeln, diplomatischen Lösungen und zum Vorrang des Dialogs.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im zweiten Halbjahr soll Wadephul nach Tunesien reisen. Der Besuch soll ebenfalls im Zeichen des 70. Jahrestags der diplomatischen Beziehungen stehen und neue Felder der Zusammenarbeit öffnen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland/">Tunesien will engere Partnerschaft mit Deutschland</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Tunesien will engere Partnerschaft mit Deutschland</media:title>
			<media:description type="html">Tunesien wirbt in Berlin für engere Beziehungen zu Deutschland: engere Entwicklungszusammenarbeit und ein heikles Thema.</media:description>
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			<media:title type="html">Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt S. E. Herrn Mohamed Ali Nafti</media:title>
			<media:description type="html">Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (1vr), CDU/CSU, MdB, empfängt S. E. Herrn Mohamed Ali Nafti, Minister für auswärtige Angelegenheiten, Migration und Tunesier im Ausland der Tunesischen Republik.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Berlin stoppt Förderung für zivile Seenotrettung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/berlin-stoppt-foerderung-fuer-zivile-seenotrettung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 21:53:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bundesregierung hat die finanzielle Förderung ziviler Seenotrettungsorganisationen nach dem Regierungswechsel im Frühjahr 2025 beendet. Am Dienstag wurde&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-stoppt-foerderung-fuer-zivile-seenotrettung%2F&amp;action_name=Berlin%20stoppt%20F%C3%B6rderung%20f%C3%BCr%20zivile%20Seenotrettung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-stoppt-foerderung-fuer-zivile-seenotrettung/">Berlin stoppt Förderung für zivile Seenotrettung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat die finanzielle Förderung ziviler Seenotrettungsorganisationen nach dem Regierungswechsel im Frühjahr 2025 beendet. Am Dienstag wurde im Bundestag bekannt, dass die betroffenen Organisationen in den Jahren 2023 und 2024 noch jeweils mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt worden waren. Damit ist ein Förderinstrument ausgelaufen, das in den vergangenen beiden Jahren noch fest zum deutschen Engagement im Mittelmeer gehörte.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kurswechsel-nach-dem-regierungsantritt"><span id="kurswechsel-nach-dem-regierungsantritt">Kurswechsel nach dem Regierungsantritt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wechsel ist politisch klar markiert. Während die frühere Förderung 2023 und 2024 jeweils fortgeführt wurde, setzte die aktuelle Bundesregierung diese Praxis nach ihrem Amtsantritt nicht mehr fort. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die zivile Seenotrettung ist das mehr als eine haushaltstechnische Entscheidung. Die staatliche Unterstützung aus Deutschland war politisch aufgeladen, weil sie regelmäßig mit der Frage verknüpft wurde, welche Rolle zivile Organisationen bei Rettungseinsätzen im Mittelmeer übernehmen sollen und wie weit staatliche Rückendeckung reichen darf.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-uber-verantwortung-im-mittelmeer"><span id="debatte-ueber-verantwortung-im-mittelmeer">Debatte über Verantwortung im Mittelmeer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/046/2104673.pdf">Anfrage</a> der Grünen knüpft an zehn Jahre zivile Seenotrettung im Mittelmeer an. In ihrer Begründung verweist die Fraktion auf tausende Tote und Vermisste entlang der Fluchtrouten nach Europa und auf den Rückzug staatlicher Rettungseinsätze seit 2015. Gleichzeitig beschreibt sie eine zunehmende Belastung für zivile Helfer durch Repressionen, bürokratische Hürden und politische Auseinandersetzungen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25958 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit rückt erneut eine Grundsatzfrage in den Mittelpunkt: Wer rettet im Mittelmeer, wenn staatliche Missionen zurückgehen oder sich auf Grenzschutz konzentrieren? Gerade für Deutschland ist das heikel, weil Berlin einerseits auf europäische Zusammenarbeit verweist, andererseits aber die direkte Förderung ziviler Akteure nun beendet hat.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunesien-und-libyen-rucken-starker-in-den-fokus"><span id="tunesien-und-libyen-ruecken-staerker-in-den-fokus">Tunesien und Libyen rücken stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Anfrage zeigt auch, wie stark sich die Debatte inzwischen auf Nordafrika verlagert hat. Ein größerer Teil der Fragen zielt auf die Rolle der libyschen und tunesischen Küstenwache, auf Berichte über Gewalt gegen Schutzsuchende und Seenotretter sowie auf die Zusammenarbeit europäischer Staaten mit diesen Akteuren. Auch die Frage, ob Tunesien oder Libyen als sicherer Ort für die Ausschiffung Geretteter gelten können, wird ausdrücklich aufgeworfen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Entscheidung zur Förderbeendigung fällt in eine Phase, in der nordafrikanische Staaten für Europas Migrationspolitik <a href="https://fokus-afrika.de/mindestens-53-migranten-sterben-bei-bootsunglueck-vor-libyen/">weiter an Bedeutung</a> gewinnen. Je stärker die Kontrolle von <a href="https://fokus-afrika.de/migration-wie-marokko-von-transitland-zum-zielland-wurde/" type="post" id="23409">Fluchtrouten</a> in den Vordergrund rückt, desto schärfer wird auch der Streit über die Rolle ziviler Seenotrettung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderung-endet-politische-kontroverse-bleibt"><span id="foerderung-endet-politische-kontroverse-bleibt">Förderung endet, politische Kontroverse bleibt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ende der deutschen Zuschüsse ist die Debatte nicht abgeschlossen. Im Gegenteil: Die Antwort aus Berlin dürfte die Auseinandersetzung darüber verschärfen, ob humanitäre Rettung auf See stärker staatlich abgesichert oder politisch weiter zurückgedrängt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fest steht vorerst nur der Kurswechsel selbst: Nach zwei Jahren mit jeweils rund 1,5 Millionen Euro Bundesmitteln erhalten zivile Seenotrettungsorganisationen von der aktuellen Bundesregierung keine finanzielle Unterstützung mehr.&nbsp;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-stoppt-foerderung-fuer-zivile-seenotrettung/">Berlin stoppt Förderung für zivile Seenotrettung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Tunesien wirbt in Berlin um neue deutsche Investitionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tunesien-wirbt-in-berlin-um-neue-deutsche-investitionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 21:21:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[COMESA]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tunesiens Außenminister Mohamed Ali Nafti hat bei seinem Berlin-Besuch für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland geworben. Am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftunesien-wirbt-in-berlin-um-neue-deutsche-investitionen%2F&amp;action_name=Tunesien%20wirbt%20in%20Berlin%20um%20neue%20deutsche%20Investitionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Tunesiens Außenminister Mohamed Ali Nafti hat bei seinem Berlin-Besuch für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland geworben. Am Dienstag suchte er den Austausch mit deutschen Wirtschaftsverbänden und Unternehmen, um Tunesien als Standort für Industrie, Technologie und neue Lieferketten zu positionieren. Parallel dazu standen politische Gespräche mit Außenminister Johann Wadephul auf dem Programm. Der Besuch fällt in das Jahr, in dem beide Länder 70 Jahre diplomatische Beziehungen begehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-ruckt-wirtschaft-und-politik-zusammen"><span id="berlin-rueckt-wirtschaft-und-politik-zusammen">Berlin rückt Wirtschaft und Politik zusammen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti reist am 24. und 25. März auf Einladung seines deutschen Amtskollegen nach Berlin. Neben dem Treffen mit Wadephul sind Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, Denkfabriken und Wirtschaftsvertretern vorgesehen. Auch ein Austausch mit der tunesischen Gemeinschaft in Deutschland gehört zum Programm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Mittwoch ist zudem ein <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260324-bildtermin-tunesien-1157522">Gespräch</a> mit Bundestagspräsidentin Julia Klöckner im Reichstag angesetzt. Damit setzt Tunis bei dem Besuch auf drei Ebenen zugleich: politische Kontakte, wirtschaftliche Werbung und die Ansprache der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/diaspora/" type="category" id="20">Diaspora</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunesien-stellt-seine-industrie-in-den-mittelpunkt"><span id="tunesien-stellt-seine-industrie-in-den-mittelpunkt">Tunesien stellt seine Industrie in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders sichtbar wurde der wirtschaftliche Teil des Besuchs bei einer Gesprächsrunde mit der Arabisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer Ghorfa. Dort traf Nafti Vertreter des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, des Afrika-Vereins und mehrerer Unternehmen mit Interesse an Tunesien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti warb dabei offensiv für den Standort. Deutschland sei der zweitgrößte ausländische Investor in Tunesien, sagte er. Nach tunesischen Angaben sind dort mehr als 320 deutsche Unternehmen aktiv, vor allem in der Autozulieferung, der Elektronik, der Textilindustrie und bei technologischen Dienstleistungen. Sie beschäftigen demnach mehr als 93.000 Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim Handel verwies der Minister auf wachsende Zahlen. Das bilaterale Handelsvolumen habe 2025 mehr als 5,3 Milliarden Euro erreicht. Tunesien habe dabei einen Überschuss von fast 1,1 Milliarden Euro erzielt. Die Ausfuhren nach Deutschland seien auf mehr als 3,2 Milliarden Euro gestiegen und damit binnen eines Jahres um 13 Prozent gewachsen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-unternehmen-schauen-auf-lieferketten-und-neue-projekte"><span id="deutsche-unternehmen-schauen-auf-lieferketten-und-neue-projekte">Deutsche Unternehmen schauen auf Lieferketten und neue Projekte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Gesprächen in Berlin ging es nicht nur um bestehende Geschäfte, sondern auch um neue Vorhaben. Nach tunesischer Darstellung signalisierten deutsche Wirtschaftsvertreter Interesse an zusätzlichen Handels- und Investitionsbeziehungen. Im Blick stehen dabei stabilere Lieferketten, industrielle Fertigung und Produkte mit höherer technologischer Wertschöpfung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEMy9PtXkAESBti-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-25953 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEMy9PtXkAESBti-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEMy9PtXkAESBti-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEMy9PtXkAESBti-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEMy9PtXkAESBti-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEMy9PtXkAESBti-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEMy9PtXkAESBti-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HEMy9PtXkAESBti.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten verabredeten, den Austausch zu verdichten. In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll eine deutsche Wirtschaftsdelegation nach Tunesien reisen. Zudem soll Deutschland bei anstehenden Wirtschaftsforen in Tunesien stärker vertreten sein, darunter beim Carthage Investment Forum.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunis-setzt-auf-nahe-zu-europa-und-zugang-zu-afrika"><span id="tunis-setzt-auf-naehe-zu-europa-und-zugang-zu-afrika">Tunis setzt auf Nähe zu Europa und Zugang zu Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti rückte in Berlin vor allem jene Vorteile in den Vordergrund, mit denen Tunesien bei Investoren punkten will: die geografische Nähe zum europäischen Markt, verfügbare Fachkräfte, moderne Infrastruktur und die Anbindung an größere Wirtschaftsräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu zählt Tunis neben der <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-business-forum-2025-afrikanischer-freihandel-soll-bald-realitaet-werden/" type="post" id="14089">Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone</a> auch COMESA. Tunesien will damit nicht nur als Produktionsstandort wahrgenommen werden, sondern auch als Brücke zu weiteren Märkten auf dem afrikanischen Kontinent. Deutsche Gesprächspartner verwiesen zudem auf Stabilität und Sicherheit als Argumente für ein stärkeres Engagement.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-im-jubilaumsjahr-der-beziehungen"><span id="besuch-im-jubilaeumsjahr-der-beziehungen">Besuch im Jubiläumsjahr der Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Berlin-Besuch fällt in ein symbolisches Jahr. Tunesien und Deutschland nahmen ihre diplomatischen Beziehungen am 7. Dezember 1956 auf, wenige Monate nach der tunesischen Unabhängigkeit. Siebzig Jahre später nutzt Tunis das Jubiläum, um die Beziehungen nicht nur zu würdigen, sondern neu auf wirtschaftliche Dynamik auszurichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit reicht inzwischen deutlich weiter als Handel und Investitionen. Sie umfasst auch Entwicklung, Migration, Sicherheit, erneuerbare Energien, Hochschulkooperation und Verwaltung. Mit seinem Auftritt in Berlin setzt Nafti daher vor allem ein Signal: Tunesien will in Deutschland nicht nur als Nachbar im Mittelmeerraum wahrgenommen werden, sondern als wirtschaftlicher und politischer Partner mit wachsender strategischer Bedeutung.</p>
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		<item>
		<title>Bundesregierung sieht Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Tunesien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 18:41:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bundesregierung bestätigt eine Verschlechterung der menschenrechtlichen Lage in Tunesien und verweist auf wiederholte Verfahren gegen Oppositionelle, Journalisten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20sieht%20Einschr%C3%A4nkungen%20der%20Meinungsfreiheit%20in%20Tunesien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien/">Bundesregierung sieht Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Tunesien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bestätigt eine Verschlechterung der menschenrechtlichen Lage in Tunesien und verweist auf wiederholte Verfahren gegen Oppositionelle, Journalisten und zivilgesellschaftliche Akteure. Das geht aus ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/043/2104310.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen Einschränkungen der Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit sowie die Zusammenarbeit Deutschlands mit tunesischen Sicherheitsbehörden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausnahmezustand-bis-ende-2026-verlangert"><span id="ausnahmezustand-bis-ende-2026-verlaengert">Ausnahmezustand bis Ende 2026 verlängert</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25310 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Bundesregierung garantiert die tunesische Verfassung von 2022 zwar grundlegende Freiheitsrechte. Gleichzeitig werde jedoch seit 2015 ein Ausnahmezustand angewendet, der zuletzt per Präsidialdekret bis Ende 2026 verlängert worden sei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausnahmezustand ermögliche weitreichende Eingriffe in Freizügigkeit und Versammlungsfreiheit. Zudem komme es <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/" type="post" id="9793">regelmäßig zu Verhaftungen</a> und Verfahren gegen oppositionelle Politiker, kritische Journalisten und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen. Auch das Dekret Nr. 54 zur Bekämpfung von Falschinformation und Hassrede werde auf regierungs- oder präsidentenkritische Äußerungen angewendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Belastbare Zahlen zu strafrechtlichen Verfahren gegen Medienschaffende oder Menschenrechtsverteidiger lägen der Bundesregierung nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unhcr-reduziert-prasenz-deutlich"><span id="unhcr-reduziert-praesenz-deutlich">UNHCR reduziert Präsenz deutlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat seine Präsenz in Tunesien im Jahr 2025 nach Angaben der Bundesregierung um rund zwei Drittel des Personals reduziert. In der Folge seien operative Daten zur Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden seltener verfügbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu weiteren Reduzierungen lägen keine Informationen vor. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass sie keine eigene Statistik zu Abfangaktionen auf See oder zu Disembarkationen anderer Staaten führt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zusammenarbeit-im-migrations-und-sicherheitsbereich"><span id="zusammenarbeit-im-migrations-und-sicherheitsbereich">Zusammenarbeit im Migrations- und Sicherheitsbereich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der <a href="https://fokus-afrika.de/wahl-in-tunesien-14-wahlbeteiligung/" type="post" id="11669">angespannten innenpolitischen Lage</a> bezeichnet die Bundesregierung Tunesien als wichtigen Partner in zahlreichen Politikbereichen. Sie begleitet nach eigenen Angaben die Umsetzung des EU-Tunesien-Memorandum of Understanding von Juli 2023 auf EU-Ebene und setzt sich für die Einhaltung menschenrechtlicher und humanitärer Standards ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 bestehen mehrere bilaterale Projekte im Bereich Migration, Sicherheit und Grenzmanagement. Diese Zusammenarbeit reiche von Programmen zur Prävention von Gewalt und Radikalisierung im Strafvollzug bis zu Vorhaben zur regulären Arbeitsmigration zwischen Nordafrika und Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-polizei-ist-in-afrika-im-einsatz/" type="post" id="21271">Bundespolizei beteiligt sich zudem im Rahmen eines EU-Projekts</a> an der Erweiterung der Ausbildungskapazitäten der tunesischen Küstenwache. Eine Militärhilfemission der Bundeswehr in Tunesien besteht derzeit nicht. Die frühere Military Assistance Mission „Fennek“ wurde im Juni 2024 beendet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechtliche-risikoanalysen"><span id="menschenrechtliche-risikoanalysen">Menschenrechtliche Risikoanalysen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass die Menschenrechtssituation in Partnerländern laufend beobachtet werde. Bei Planung und Durchführung bilateraler Maßnahmen würden ressortübergreifend Risikoanalysen vorgenommen. Projekte sollten keine Akteure stärken, die an Menschenrechtsverletzungen beteiligt seien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinweise darauf, dass von Deutschland bereitgestellte Ausrüstung bei sogenannten „Desert Dumps“ oder kollektiven Zurückweisungen eingesetzt worden sei, lägen der Bundesregierung nicht vor.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstreicht, dass sie in Gesprächen mit der tunesischen Regierung regelmäßig die Einhaltung menschenrechtlicher Standards anmahnt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20sieht%20Einschr%C3%A4nkungen%20der%20Meinungsfreiheit%20in%20Tunesien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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			<media:title type="html">Tunesien-Fanblock_Nr._1</media:title>
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			<media:title type="html">Berlin 2012</media:title>
			<media:description type="html">Berlin 2012</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Tunesien, Algerien und Ägypten koordinieren Diplomatie zur Stabilisierung Libyens</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tunesien-algerien-und-aegypten-koordinieren-diplomatie-zur-stabilisierung-libyens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 08:48:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
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		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. Januar 2026 haben die Außenminister Tunesiens, Algeriens und Ägyptens in Tunis ihre Abstimmung zur Libyen-Politik vertieft.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftunesien-algerien-und-aegypten-koordinieren-diplomatie-zur-stabilisierung-libyens%2F&amp;action_name=Tunesien%2C%20Algerien%20und%20%C3%84gypten%20koordinieren%20Diplomatie%20zur%20Stabilisierung%20Libyens&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Januar 2026 haben die Außenminister Tunesiens, Algeriens und Ägyptens in Tunis ihre Abstimmung zur Libyen-Politik vertieft. Im Rahmen des trilateralen Konsultationsmechanismus zu Libyen berieten sie über den aktuellen Stand der politischen Krise und über Wege zu einer politischen Lösung, die den Erwartungen der libyschen Bevölkerung in Bezug auf Sicherheit und Stabilität entsprechen soll. Laut Angaben aus dem gemeinsamen Kommuniqué bekräftigten die drei Staaten ihre Absicht, Konsultationen zu verstetigen, Maßnahmen enger zu koordinieren und ihre Bemühungen im Interesse Libyens und der gesamten Region zu bündeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-trilateralem-mechanismus-kommt-wachsende-bedeutung-zu"><span id="trilateralem-mechanismus-kommt-wachsende-bedeutung-zu">Trilateralem Mechanismus kommt wachsende Bedeutung zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen fand vor dem Hintergrund anhaltender institutioneller Spaltungen und sicherheitspolitischer Fragilität in Libyen statt. Die Außenminister unterstrichen übereinstimmend, dass das übergeordnete Interesse Libyens und der Libyer den zentralen Referenzpunkt des trilateralen Formats bilde. Ziel sei es, regionale und multilaterale Initiativen zu unterstützen, die auf eine umfassende politische Lösung abzielen und zugleich die territoriale Einheit Libyens sowie den Schutz seiner nationalen Ressourcen sichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="676" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1024x676.jpeg" alt="" class="wp-image-23979 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1024x676.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-300x198.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-768x507.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1536x1014.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-380x251.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-800x528.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1160x766.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Teilgenommen haben <strong>Mohamed Ali Nafti</strong>, Außenminister Tunesiens, <strong>Ahmed Attaf</strong>, algerischer Staatsminister und Außenminister, sowie <strong>Badr Abdel Aty</strong>, Außenminister Ägyptens. Ebenfalls anwesend war die Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für Libyen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-libysche-eigenverantwortung-als-leitprinzip"><span id="libysche-eigenverantwortung-als-leitprinzip">Libysche Eigenverantwortung als Leitprinzip</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zentraler Punkt der Beratungen war die Frage der politischen Eigenverantwortung. Die Minister erklärten, der politische Prozess müsse vollständig in libyscher Hand liegen. Eine Lösung könne nur „libysch-libysch“ sein und dürfe keine relevanten Akteure ausschließen. Unter dem Dach und mit Unterstützung der Vereinten Nationen solle ein einheitlicher Staat mit stabilen Institutionen entstehen, der Sicherheit, Entwicklung und gesellschaftliches Wohlergehen gewährleistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang riefen die drei Staaten alle libyschen Parteien dazu auf, Dialog gegenüber Konfrontation zu priorisieren, bestehende Spaltungen zu überwinden und auf die Vereinigung militärischer und sicherheitsrelevanter Institutionen hinzuarbeiten. Die Arbeit der Gemeinsamen Militärkommission wurde ausdrücklich als unterstützenswert hervorgehoben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlen-und-institutionelle-einheit-im-fokus"><span id="wahlen-und-institutionelle-einheit-im-fokus">Wahlen und institutionelle Einheit im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Organisation von Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Die Außenminister sprachen sich dafür aus, beide Wahlen zeitgleich durchzuführen, um die politische Fragmentierung zu überwinden und staatliche Institutionen zu vereinheitlichen. Dieser Schritt wurde als zentraler Bestandteil eines umfassenden politischen Prozesses beschrieben, der den Erwartungen der libyschen Bevölkerung Rechnung tragen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonten sie die Notwendigkeit, Libyen vor regionalen und internationalen Spannungen zu schützen. Jegliche ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten müsse zurückgewiesen werden, um den Libyern die Möglichkeit zu geben, ihre internen Vereinbarungen ohne äußeren Druck zu formulieren. In diesem Zusammenhang wurde erneut der Abzug ausländischer Kämpfer und Söldner aus dem gesamten Staatsgebiet gefordert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-verflechtung-als-stabilisierender-faktor"><span id="wirtschaftliche-verflechtung-als-stabilisierender-faktor">Wirtschaftliche Verflechtung als stabilisierender Faktor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben sicherheitspolitischen und institutionellen Fragen spielte die wirtschaftliche Dimension eine zentrale Rolle. Die Minister hoben hervor, dass eine engere wirtschaftliche Verknüpfung der verschiedenen Regionen Libyens Voraussetzung für eine nachhaltige soziale und ökonomische Entwicklung sei. Eine solche Integration könne ein Umfeld schaffen, das politische Einigung begünstigt und den Weg für einen umfassenden politischen Ausgleich ebnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23980 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus stellten die drei Staaten klar, dass die <a href="https://fokus-afrika.de/gesuchter-milizenfuehrer-ahmed-omar-al-fetouri-al-dabashi-getoetet/">Stabilität Libyens untrennbar mit der Sicherheit</a> des arabischen Raums sowie der Sahel- und Sahara-Region verbunden sei. Entsprechend notwendig seien verstärkte Konsultationen und Koordinierungsmechanismen in einer ganzheitlichen sicherheitspolitischen Perspektive.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abstimmung-mit-den-vereinten-nationen"><span id="abstimmung-mit-den-vereinten-nationen">Abstimmung mit den Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande des Treffens führten die Außenminister eine Arbeitssitzung mit der UN-Sondergesandten für Libyen. Dabei bekräftigten sie ihre Unterstützung für die <a href="https://fokus-afrika.de/un-gestuetzter-strukturierter-dialog-startet-in-libyen-als-zentraler-schritt-im-politischen-fahrplan/">Bemühungen der Vereinten Nationen</a> um eine umfassende politische Lösung. Zugleich verwiesen sie auf die Bedeutung enger Abstimmung mit den direkten Nachbarstaaten Libyens, um die Wirksamkeit und regionale Verankerung der UN-Roadmap zu erhöhen. Die Ausarbeitung eines zeitlich strukturierten Aktionsplans unter UN-Ägide wurde als notwendig erachtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bilaterale-gesprache-am-rande-des-treffens"><span id="bilaterale-gespraeche-am-rande-des-treffens">Bilaterale Gespräche am Rande des Treffens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur trilateralen Konsultation führte der tunesische Präsident&nbsp;<strong>Kaïs Saïed</strong>&nbsp;bilaterale Gespräche mit seinen Gästen. In Treffen mit Ahmed Attaf und Badr Abdel Aty bekräftigte Saïed die historischen Beziehungen Tunesiens zu Algerien und Ägypten sowie den gemeinsamen Willen, regionale Herausforderungen koordiniert anzugehen. In Bezug auf Libyen wiederholte er die tunesische Position, wonach allein die Libyer über ihren politischen Weg entscheiden könnten. Internationale Formate hätten ausschließlich unterstützenden und konsultativen Charakter.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23981 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tunesien erklärte erneut seine Bereitschaft, hochrangige Treffen oder eine inklusive Konferenz auf eigenem Boden auszurichten, um einen Rahmen für einen umfassenden politischen Ausgleich zwischen den libyschen Akteuren zu schaffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss vereinbarten die drei Außenminister, die Treffen des trilateralen Konsultationsmechanismus regelmäßig fortzuführen. Das nächste Treffen soll in Kairo stattfinden, der Termin wird auf diplomatischem Weg festgelegt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kaïs Saïed protestiert gegen EU-Botschafter Perrone</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kais-saied-protestiert-gegen-eu-botschafter-perrone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 16:45:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=22420</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der tunesische Präsident Kaïs Saïed hat am 25. November 2025 den Botschafter der Europäischen Union in Tunesien, Giuseppe&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkais-saied-protestiert-gegen-eu-botschafter-perrone%2F&amp;action_name=Ka%C3%AFs%20Sa%C3%AFed%20protestiert%20gegen%20EU-Botschafter%20Perrone&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kais-saied-protestiert-gegen-eu-botschafter-perrone/">Kaïs Saïed protestiert gegen EU-Botschafter Perrone</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der tunesische Präsident Kaïs Saïed hat am 25. November 2025 den Botschafter der Europäischen Union in Tunesien, Giuseppe Perrone, in den Präsidentenpalast von Karthago einbestellt. Nach Angaben der Präsidentschaft übermittelte Saïed eine deutliche Protestnote. Ihm wird vorgeworfen, als Botschafter der EU außerhalb der üblichen diplomatischen Kanäle gehandelt zu haben.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">🇹🇳 🔴 | Kaïs Saïed a chargé le ministre des Affaires étrangères de convoquer une diplomate étrangère afin de lui adresser une « protestation ferme » pour « non-respect des usages diplomatiques ».<br><br>▪️ Saïed a déclaré que « la Tunisie est un État souverain qui n’acceptera aucune… <a href="https://t.co/zYHth2Vlos">pic.twitter.com/zYHth2Vlos</a></p>&mdash; Tounes El Khadra | تونس الخضراء 🌿🇹🇳 (@TounesKhadra) <a href="https://twitter.com/TounesKhadra/status/1994299721414840476?ref_src=twsrc%5Etfw">November 28, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung aus Karthago nennt keine Details. Die Präsidentschaft spricht jedoch von einem Verhalten, das nicht den anerkannten Regeln der Diplomatie entspreche. Dass der Präsident den EU-Botschafter persönlich einlädt und die Protestnote selbst übergibt, gilt als ungewöhnlich. Solche Schritte werden üblicherweise dem Außenministerium überlassen. Der Vorgang deutet daher auf einen aus tunesischer Sicht schwerwiegenden Verstoß hin.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontext-und-innenpolitische-dimension"><span id="kontext-und-innenpolitische-dimension">Kontext und innenpolitische Dimension</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter gehen davon aus, dass der Auslöser ein Treffen zwischen Botschafter Perrone und Noureddine Taboubi, dem Generalsekretär der Gewerkschaft UGTT, gewesen sein könnte. Die Beziehungen zwischen der Präsidentschaft und der einflussreichen Gewerkschaft sind seit Jahren angespannt. Die Regierung hatte wiederholt Vorwürfe der Einflussnahme erhoben. Die UGTT gehörte 2015 zum Quartett des Nationalen Dialogs, das mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Our General Secretary <a href="https://twitter.com/EstherLynchs?ref_src=twsrc%5Etfw">@EstherLynchs</a> is in Tunisia meeting with Noureddine Taboubi, <a href="https://twitter.com/UGTT_TN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UGTT_TN</a> General Secretary, to express solidarity and support on the eve of the protest organised by UGTT in response to a campaign of arrests, sackings and harassment of trade unionists in 🇹🇳 <a href="https://t.co/GimiD6nsHd">pic.twitter.com/GimiD6nsHd</a></p>&mdash; EUROPEAN TRADE UNIONS (@etuc_ces) <a href="https://twitter.com/etuc_ces/status/1626585600735477761?ref_src=twsrc%5Etfw">February 17, 2023</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Ob sich die Protestnote ausschließlich auf dieses Treffen bezieht oder ob weitere Faktoren eine Rolle spielen, bleibt offen. Die Präsidentschaft hat dazu bislang keine Präzisierung veröffentlicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktion-der-europaischen-union"><span id="reaktion-der-europaeischen-union">Reaktion der Europäischen Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union reagierte am 26. November 2025 in Brüssel. Der Sprecher der EU, Anouar El Anouni, erklärte, man habe die Botschaft des tunesischen Präsidenten zur Kenntnis genommen. Er betonte, dass der Austausch mit einem breiten Spektrum gesellschaftlicher Akteure ein normaler Bestandteil diplomatischer Arbeit sei. Dies umfasse ausdrücklich auch Treffen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU erinnerte in diesem Zusammenhang an die Rolle des tunesischen Quartetts beim demokratischen Übergangsprozess. Dies sei ein legitimer Bezugspunkt für die Arbeit europäischer Diplomaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offene-fragen-fur-die-bilateralen-beziehungen"><span id="offene-fragen-fuer-die-bilateralen-beziehungen">Offene Fragen für die bilateralen Beziehungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/tunis-kais-said-3.webp" alt="" class="wp-image-22422 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/tunis-kais-said-3.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/tunis-kais-said-3-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/tunis-kais-said-3-768x512.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/tunis-kais-said-3-380x253.webp 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall gilt als erster diplomatischer Protest dieser Art zwischen Tunis und Brüssel. Ob sich die Situation weiter zuspitzt oder ob beide Seiten auf Klärung setzen, ist bislang unklar. Weder Tunesien noch die EU haben Angaben zu möglichen weiteren Schritten gemacht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Tunesien bleibt die EU der wichtigste Partner in Handel, Entwicklung und Migration. Die Reaktion aus Karthago weckt daher Fragen nach der weiteren Ausrichtung der Beziehungen. Eine Präzisierung der tunesischen Vorwürfe steht weiterhin aus.</p>
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		<title>Deutsche Botschaft in Tunis führt neues Visa-System ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsche-botschaft-in-tunis-fuehrt-neues-visa-system-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 19:11:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die&#160;Deutsche Botschaft in Tunis&#160;hat ein neues digitales System mit dem Namen&#160;„FACIL“&#160;eingeführt, das die Verwaltung von&#160;Visaanträgen und konsularischen Anfragen&#160;effizienter&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsche-botschaft-in-tunis-fuehrt-neues-visa-system-ein%2F&amp;action_name=Deutsche%20Botschaft%20in%20Tunis%20f%C3%BChrt%20neues%20Visa-System%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die&nbsp;<strong>Deutsche Botschaft in Tunis</strong>&nbsp;hat ein neues digitales System mit dem Namen&nbsp;<strong>„FACIL“</strong>&nbsp;eingeführt, das die Verwaltung von&nbsp;<strong>Visaanträgen und konsularischen Anfragen</strong>&nbsp;effizienter gestalten soll. Das System, das am Freitag offiziell vorgestellt wurde, zielt darauf ab, die Kommunikation mit Antragstellern zu vereinfachen, zu beschleunigen und besser zu strukturieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-facil-plattform-soll-kommunikation-modernisieren-und-bearbeitungszeiten-verkurzen"><span id="facil-plattform-soll-kommunikation-modernisieren-und-bearbeitungszeiten-verkuerzen">„FACIL“-Plattform soll Kommunikation modernisieren und Bearbeitungszeiten verkürzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einer Mitteilung der Botschaft müssen <strong>sämtliche Anfragen zu Visaverfahren künftig über ein Online-Formular</strong> auf der <a href="https://tunis.diplo.de/tn-de">offiziellen Website</a> gestellt werden. Die bisherigen E-Mail-Adressen werden nicht mehr genutzt, und an diese gesendete Nachrichten werden künftig nicht mehr bearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Verfahren ermöglicht eine&nbsp;<strong>direkte Weiterleitung der Anfragen an die zuständigen Fachabteilungen</strong>, wodurch laut der Botschaft ein schnellerer und präziserer Informationsaustausch gewährleistet werden soll. Ziel ist es, die Kommunikation zu standardisieren und die Reaktionszeiten bei wachsender Nachfrage nach deutschen Visa in Tunesien zu verkürzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-unterschiedliche-kontaktseiten-fur-verschiedene-anliegen"><span id="unterschiedliche-kontaktseiten-fuer-verschiedene-anliegen">Unterschiedliche Kontaktseiten für verschiedene Anliegen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Antragstellung zu erleichtern, stellt die Botschaft auf ihrer Website&nbsp;<strong>mehrere Kontaktseiten</strong>&nbsp;bereit – je nach Art des Anliegens. Für&nbsp;<strong>Visaanfragen</strong>&nbsp;stehen getrennte Seiten auf&nbsp;<strong>Deutsch</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Französisch</strong>&nbsp;zur Verfügung, während&nbsp;<strong>konsularische Fragen</strong>&nbsp;ausschließlich über eine deutschsprachige Seite eingereicht werden können.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="588" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ambassadeallemagne.jpg" alt="" class="wp-image-21425 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ambassadeallemagne.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ambassadeallemagne-300x184.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ambassadeallemagne-768x470.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ambassadeallemagne-380x233.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ambassadeallemagne-800x490.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Mitteilung betont die Botschaft zudem, dass sie <strong>keine Formulare oder E-Mails in arabischer Sprache bearbeiten</strong> kann, da die Mitarbeitenden derzeit <strong>nicht in der Lage sind, auf Arabisch zu antworten</strong>. Anfragen sollten daher ausschließlich in einer der beiden vorgesehenen Sprachen gestellt werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-digitalisierung-im-dienste-der-effizienz"><span id="digitalisierung-im-dienste-der-effizienz">Digitalisierung im Dienste der Effizienz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Einführung des Systems „FACIL“ reagiert die Botschaft auf die wachsende Zahl von Visaanträgen aus Tunesien. Deutschland zählt seit Jahren zu den wichtigsten Zielstaaten für Studierende, Fachkräfte und Familiennachzügler aus dem nordafrikanischen Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahme steht im Kontext der&nbsp;<strong>Digitalisierung der deutschen Auslandsvertretungen</strong>, die darauf abzielt, Verwaltungsabläufe zu modernisieren und die Servicequalität weltweit zu verbessern. Der neue Ansatz soll insbesondere die&nbsp;<strong>Transparenz des Verfahrens</strong>&nbsp;erhöhen und Antragstellern eine klarere Orientierung im komplexen Visasystem bieten.</p>
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		<item>
		<title>Saber Chouchane nach Facebook-Post zu Todesstrafe verurteilt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/saber-chouchane-nach-facebook-post-zu-todesstrafe-verurteilt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Oct 2025 13:04:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Strafgericht Nabeul verurteilte am 1. Oktober 2025 den Arbeiter Saber Chouchane wegen Facebook-Äußerungen zum Tode. Die Verteidigung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsaber-chouchane-nach-facebook-post-zu-todesstrafe-verurteilt%2F&amp;action_name=Saber%20Chouchane%20nach%20Facebook-Post%20zu%20Todesstrafe%20verurteilt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Strafgericht Nabeul verurteilte am 1. Oktober 2025 den Arbeiter Saber Chouchane wegen Facebook-Äußerungen zum Tode. Die Verteidigung legte Berufung ein. Parteien und Verbände kritisieren die Anwendung von Dekret-Gesetz 54 sowie der Artikel 67 und 72.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-anklagepunkte-gegen-saber-chouchane"><span id="anklagepunkte-gegen-saber-chouchane">Anklagepunkte gegen Saber Chouchane</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitskräfte nahmen Saber Chouchane nach einem Facebook-Beitrag fest, der den Präsidenten kritisierte. Die Behörden überwiesen den Fall zunächst an den Anti-Terror-Pole des Gerichts erster Instanz in Tunis. Die Stelle gab das Dossier mangels terroristischen Charakters ab. Die Staatsanwaltschaft Nabeul erhob danach Anklage vor der dortigen Strafkammer. Eine aus fünf Richtern bestehende Kammer sprach am 1. Oktober 2025 die Todesstrafe aus. Das Berufungsverfahren läuft und hemmt die Vollstreckung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anklage stützte sich auf drei Tatbestände. Erstens Beleidigung des Staatsoberhaupts nach Artikel 67 des Strafgesetzbuchs. Zweitens Verbreitung falscher Informationen nach Artikel 24 des Dekret-Gesetzes 54 aus dem Jahr 2022. Drittens ein Anschlag mit dem Ziel, die Staatsform zu verändern, nach Artikel 72 des Strafgesetzbuchs. Der Angeklagte ist Tagelöhner und Vater von drei Kindern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-politische-und-zivilgesellschaftliche-reaktionen"><span id="politische-und-zivilgesellschaftliche-reaktionen">Politische und zivilgesellschaftliche Reaktionen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Parteien verurteilten das Urteil und forderten eine Untersuchung. Das betraf den Mouvement Tunisie en Avant sowie den Parti des Patriotes Démocrates Unifié. Beide Gruppierungen bezeichneten das Urteil als gefährlichen Präzedenzfall. Die Association Tunisienne des Jeunes Avocats kritisierte einen unverhältnismäßigen Rückgriff auf repressive Normen. Der Verband kündigte ein freiwilliges Verteidigungskomitee an. Der Vorsitzende der regionalen Anwaltskammer, Abdelkader Bensouissi, nannte die drei Anklagepunkte. Der Präsident der Ligue tunisienne des droits de l’Homme, Bassem Trifi, bewertete die Entscheidung als völlig unverhältnismäßig. Er verwies auf die geringe Reichweite der Facebook-Seite des Angeklagten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-richterliche-massnahmen-und-juristischer-kontext"><span id="richterliche-massnahmen-und-juristischer-kontext">Richterliche Maßnahmen und juristischer Kontext</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Urteil traf die Aufsicht eine disziplinarische Entscheidung gegen den vorsitzenden Richter. Nach Angaben von Bassem Trifi wurde der Magistrat im Anschluss an das Urteil von seinen Funktionen entbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verfahren rückt Dekret-Gesetz 54 und die einschlägigen Strafnormen in den Fokus. Artikel 24 des Dekrets adressiert die Verbreitung falscher Informationen. Der Artikel 67 schützt den Präsidenten vor Beleidigungen. Zuletzt steht der Artikel 72 im Raum. Diese Norm stellt Eingriffe gegen die Staatsform unter schwere Strafe. Die Akteure diskutieren die Reichweite dieser Normen im digitalen Kontext. Der Fall betrifft Äußerungen in sozialen Netzwerken und damit Fragen der Abgrenzung zwischen Meinungsäußerung und strafbarer Kommunikation.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 18:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Journalist Abderrahmane Ammar im Interview mit FOKUS AFRIKA<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale%2F&amp;action_name=Abderrahmane%20Ammar%3A%20%26%238220%3BDer%20Maghreb%20verf%C3%BCgt%20%C3%BCber%20erhebliche%20Potenziale%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/">Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Maghreb steckt in einer Phase höchster Dynamik: Egal, ob in Algerien, Tunesien oder Marokko – Protestbewegungen, Autoritarismus, Wirtschafts- und soziale Krisen, Fragen der Souveränität und geopolitische Umbrüche prägen die öffentliche Debatte. Für Deutschland und die EU könnte diese Region zunehmend zu einem Schwerpunkt strategischer Interessen werden – sei es in den Bereichen Energie, Migration, Sicherheit oder politische Einflussnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als versierter Beobachter dieser Region, insbesondere Nordafrikas und des Nahen Ostens, bringt Abderrahmane Ammar profunde Einsichten und Erfahrungen ein. Er arbeitet als Journalist u. a. für die <a href="http://dw.com">Deutsche Welle</a> und beschäftigt sich intensiv mit politischen, sozialen und medienbezogenen Fragen der MENA-Region. <a href="https://de.linkedin.com/in/dr-abderrahmane-ammar-14a44615b?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warum-spielt-der-maghreb-noch-keine-top-prioritat-im-auswartigen-amt"><span id="warum-spielt-der-maghreb-noch-keine-top-prioritaet-im-auswaertigen-amt">Warum spielt der Maghreb noch keine Top-Priorität im Auswärtigen Amt?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Im Maghreb beobachten wir derzeit so viele dynamische Entwicklungen wie seit Jahren nicht mehr. In Berlin scheint dies – insbesondere in den Leitungsebenen der Ministerien – jedoch (noch) keine absolute Priorität zu besitzen. Warum sollte das Auswärtige Amt den Maghreb aus Ihrer Sicht dringend höher gewichten?&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Die Maghreb-Region verfügt über erhebliche Potenziale. Die Region ist ein wichtiger Markt für deutsche Produkte, sie bietet mögliche Energieressourcen – wie sauberen Wasserstoff in Marokko und Algerien – und stellt eine bedeutende Quelle für Gas und Rohstoffe dar, wie etwa marokkanischen Kobalt. Zusätzlich ist die Region zentral für sicherheitspolitische Kooperationen und für gemeinsame Strategien in der Bekämpfung irregulärer Migration. Würde Deutschland diese Region vernachlässigen, würde man sie anderen globalen Akteuren überlassen – etwa den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> oder der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a>.&#8221;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-tunesien-wohin-fuhrt-prasident-kais-saied-tunesien"><span id="fokus-auf-tunesien-wohin-fuehrt-praesident-kais-saied-tunesien">Fokus auf Tunesien: Wohin führt Präsident Kaïs Saïed Tunesien?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Präsident Kaïs Saïed hat eine <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-gegen-prasident-saied-kurz-vor-den-wahlen/">breite Protestwelle politisch überstanden</a>, ohne die strukturellen Probleme des Landes grundlegend zu lösen. Welche strategischen Schritte haben ihm diese Konsolidierung ermöglicht?&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Obwohl viele Tunesier mit Saïeds Machtkonzentration unzufrieden sind – etwa durch die Entmachtung des Parlaments, den harten Umgang mit der Opposition und die <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/">Verhaftung zahlreicher Gegner</a> – fehlen derzeit Bewegungen, die seiner Herrschaft vergleichbar widerstehen wie 2011. Nach dem Sturz von Ben Ali führten die Islamisten, die an die Macht kamen, das Land nicht aus seinen sozialen und wirtschaftlichen Problemen heraus. Heute sind zahlreiche Akteure des alten Regimes zurückgekehrt und fungieren in Saïeds Umfeld. Sicherheitsstrukturen wie Geheimdienste und das Militär haben an Einfluss zurückgewonnen. Er profitiert zudem von der Unterstützung Algeriens, das wenig Interesse an demokratischen Nachbarn hat, und nutzt die instabile Lage in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a>, um die Bevölkerung vor Machtwechseln zu warnen. Auf diese Weise kehrt Tunesien de facto wieder zu autokratischen Strukturen zurück.&#8221;</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Tunisia Court Sentences Citizen to Death for Facebook Posts Criticizing President Kais Saied<br><br>A court in Tunisia has sentenced a citizen to death over Facebook posts critical of President Kais Saied. <a href="https://t.co/WbNuAnvL3p">pic.twitter.com/WbNuAnvL3p</a></p>&mdash; ME24 &#8211; Middle East 24 (@MiddleEast_24) <a href="https://twitter.com/MiddleEast_24/status/1974147792617791876?ref_src=twsrc%5Etfw">October 3, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-abderrahmane-ammar-das-regime-saied-wird-scheitern"><span id="abderrahmane-ammar-das-regime-saied-wird-scheitern">Abderrahmane Ammar: &#8220;Das Regime Saïed wird scheitern&#8221;</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Einerseits vertieft Tunis die Zusammenarbeit mit der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU</a> (unter anderem durch das im Juli 2025 geschlossene Abkommen über 100 Millionen Euro), andererseits wächst die Abhängigkeit zum Nachbarstaat Algerien – Kritiker warnen, dies gefährde die tunesische Souveränität. In welche mittelfristige Lage manövriert sich Tunesien unter Präsident Saïed außen- und innenpolitisch?&#8221;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1019" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1024x1019.jpg" alt="" class="wp-image-20460 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1024x1019.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-768x764.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-380x378.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-800x796.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1160x1155.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66.jpg 1290w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Tunesien steuert auf eine strategische Sackgasse zu. Die wirtschaftliche und soziale Lage bleibt schwerwiegend – die vom Internationalen Währungsfonds geforderten Reformen sind weitgehend ungelöst. Das Regime Saïeds wird früher oder später scheitern. Aber Alternativen erscheinen kaum überzeugend, denn es fehlt eine klare, realistische wirtschaftliche Vision, die breite Unterstützung findet.&#8221;</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-algerien-was-passiert-in-algerien"><span id="fokus-auf-algerien-was-passiert-in-algerien">Fokus auf Algerien: Was passiert in Algerien?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Die mutmaßliche <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-ex-geheimdienstchef-abdelkader-haddad-flieht-nach-spanien/">Flucht des algerischen Geheimdienstchefs nach Spanien sorgt für Schlagzeilen.</a> Was lässt dieses Ereignis über die innere Verfasstheit des Staates und die Balance zwischen Präsidialmacht, Militär und Diensten erkennen?&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Dass ein hoher Geheimdienstoffizier im Exil Schutz sucht – im Boot wie ein irregulärer Migrant –, ist ein Symbol für tiefe Risse innerhalb der Sicherheitsstrukturen. Seit dem Ende der Bouteflika-Ära bestehen Flügelkämpfe zwischen Militär und Geheimdiensten, es gibt zahlreiche Fälle von inneren Abrechnungen. Berichte nennen Verantwortliche, die im Gefängnis sitzen oder ausgeschaltet wurden. Solche Fluchten sind also keine Einzelfälle, sondern Hinweise auf Schwächen und Konflikte in der Machtarchitektur. Sollte der Geflüchtete im Exil zum Regimegegner werden und geheimdienstliche Informationen veröffentlichen, könnte das die Herrschaft empfindlich erschüttern.&#8221;</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-trotz-sitz-im-un-sicherheitsrat-warum-bleibt-algerien-diplomatisch-so-isoliert"><span id="trotz-sitz-im-un-sicherheitsrat-warum-bleibt-algerien-diplomatisch-so-isoliert">Trotz Sitz im UN-Sicherheitsrat: Warum bleibt Algerien diplomatisch so isoliert?</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-20466 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: Trotz des Sitzes im Sicherheitsrat wirkt Algerien außenpolitisch isoliert: tiefe <a href="https://fokus-afrika.de/macron-fordert-die-sofortige-freilassung-von-boualem-sansal-algerien-reagiert-empoert/">Spannungen mit Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/diplomatische-spannungen-unterstuetzt-algerien-terrorgruppen-im-mali/">Vorwürfe der Unterstützung bewaffneter Gruppen</a> in der Sahel-Region, die <a href="https://fokus-afrika.de/hintergrund-algerien-gibt-brics-beitrittsgesuch-auf/">ausgebliebene BRICS-Aufnahme</a> und anhaltende Blockaden im <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">Westsahara-Dossier</a>. Warum gelingt es der algerischen Diplomatie nicht, aus der Ratsmitgliedschaft politisches Kapital zu schlagen?</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;In Algerien herrscht das Militär, nicht die zivile Regierung. Innere Konflikte werden oft inszeniert, um die Bedeutung der Armee nach innen zu stärken – ein politisches Muster seit der Unabhängigkeit. Obwohl Algerien wirtschaftliche Partnerschaften mit Russland, China, europäischen Staaten und den USA pflegt, gilt seine Innenpolitik als sprunghaft und unberechenbar. Abgesehen von Tunesien hat Algerien Spannungen mit nahezu allen Nachbarstaaten. In der Westsahara-Frage hat Marokko große diplomatische Schritte gemacht: viele Staaten anerkennen bereits die marokkanische Souveränität und unterstützen den Autonomieplan, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-vereinigtes-koenigreich-bekraeftigen-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan/">einige ständige Mitglieder des Sicherheitsrats</a>. Algerien beharrt darauf, keine Konfliktpartei zu sein, weigert sich aber, die <a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsverletzungen-in-den-tindouf-lagern-bei-un-sitzung-in-genf-angeprangert/">Flüchtlinge in Tindouf</a> zu registrieren, und unterstützt die Polisario finanziell und militärisch – wodurch seine Neutralität schwer glaubhaft wird.&#8221;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-marokko-gibt-es-ein-marokko-der-zwei-geschwindigkeiten"><span id="fokus-auf-marokko-gibt-es-ein-marokko-der-zwei-geschwindigkeiten">FOKUS auf Marokko: Gibt es ein Marokko der &#8220;zwei Geschwindigkeiten&#8221;?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;In Marokko formiert sich die online getragene Jugendbewegung „GenZ212“, die kritisiert, Investitionen – insbesondere im Zusammenhang mit der WM 2030 – und makroökonomisches Wachstum kämen bei jungen Menschen nicht an. Was kennzeichnet diese Bewegung, ihre Forderungen und ihre Organisationsform?&#8221;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="731" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-731x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20467 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-731x1024.jpg 731w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-214x300.jpg 214w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-768x1076.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-1097x1536.jpg 1097w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-380x532.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-800x1121.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-1160x1625.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250.jpg 1462w" sizes="(max-width: 731px) 100vw, 731px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Bereits beim Arabischen Frühling 2011 engagierten sich viele junge Marokkaner – was den König dazu brachte, Verfassungsreformen anzustoßen: stärkere Kompetenzen für den Regierungchef, Anerkennung der Amazigh-Identität und der jüdischen Minderheit. Heute greift die Jugendbewegung Generation Z jene Themen wieder auf: bessere Leistungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich, mehr Arbeitsplätze und Teilhabe. Dabei haben die Demonstranten einen starken Verbündeten: Der König kritisiert diese Defizite und warnt vor einem Marokko der „zwei Geschwindigkeiten“ – Fortschritt hier, Krise in Gesundheit und Bildung dort. Die Bewegung selbst ist parteiungebunden, wenngleich Oppositionsparteien – einschließlich islamistischer Gruppen – versuchen, sie politisch zu instrumentalisieren. Eine friedliche Protestkultur und die organisatorische Flexibilität im digitalen Raum gelten vielen als bedeutsam für die demokratische Entwicklung des Landes.&#8221;</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-konnten-die-proteste-weitere-aussenpolitische-ambitionen-gefahrden"><span id="koennten-die-proteste-weitere-aussenpolitische-ambitionen-gefaehrden">Könnten die Proteste weitere außenpolitische Ambitionen gefährden?</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: &#8220;Könnten die aktuellen gesellschaftlichen Spannungen in Marokko außenpolitische Konsequenzen entfalten? Das Königreich ist diplomatisch stark positioniert; mit Blick auf eine mögliche Reform des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">UN-Sicherheitsrats</a> wird mitunter über einen ständigen afrikanischen Sitz für Marokko spekuliert. Wie realistisch sind solche Überlegungen – und wovon hinge ihre Tragfähigkeit ab?&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: &#8220;Marokko konnte 2011 politische Spannungen durch Dialog und moderate Reformen bewältigen, ohne die Monarchie infrage zu stellen – im Unterschied zu republikanischen Systemen wie Tunesien oder Ägypten. Die Tatsache, dass friedliche Proteste nicht repressiv niedergeschlagen wurden und dass Diskurs möglich war, spricht für eine gewisse Stabilität. Im Hinblick auf den UN-Sicherheitsrat konkurrieren derzeit Marokko und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a> um einen möglichen ständigen Sitz für Afrika. In Bezug auf internationale Unterstützung – sowohl in Afrika als auch bei westlichen Partnern – hätte Marokko gute Chancen, vorausgesetzt, es gelingt ihm, politische, wirtschaftliche und institutionelle Glaubwürdigkeit zu demonstrieren.&#8221;</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/">Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tunesiens Außenminister Nafti fordert Erfüllung von Klimazusagen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tunesiens-aussenminister-nafti-fordert-erfuellung-von-klimazusagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2025 15:03:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mohamed Ali Nafti, Außenminister für Auswärtige Angelegenheiten, Migration und im Ausland lebende Tunesier, kritisierte die Unfähigkeit des Sicherheitsrats,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftunesiens-aussenminister-nafti-fordert-erfuellung-von-klimazusagen%2F&amp;action_name=Tunesiens%20Au%C3%9Fenminister%20Nafti%20fordert%20Erf%C3%BCllung%20von%20Klimazusagen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tunesiens-aussenminister-nafti-fordert-erfuellung-von-klimazusagen/">Tunesiens Außenminister Nafti fordert Erfüllung von Klimazusagen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mohamed Ali Nafti, Außenminister für Auswärtige Angelegenheiten, Migration und im Ausland lebende Tunesier, kritisierte die Unfähigkeit des Sicherheitsrats, die „schreckliche humanitäre Tragödie“ in Gaza zu beenden. Er sprach von einem „genozidalen Krieg und Aushungern“ der Palästinenser und verurteilte Ankündigungen der „brutalen Besatzungsmacht“, den Gazastreifen erneut zu besetzen und die Bevölkerung zu vertreiben. Tunesien bekräftigte das Recht Palästinas auf Unabhängigkeit, volle Souveränität und Selbstbestimmung. Nafti begrüßte die „Welle“ von Staaten, die Palästina anerkennen, und verband damit die Erwartung auf eine Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-nafti-mit-appell-an-sicherheitsrat"><span id="nafti-mit-appell-an-sicherheitsrat">Nafti mit Appell an Sicherheitsrat</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th-1024x682.avif" alt="" class="wp-image-20369 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th-1024x682.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th-1536x1023.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G17z0igWAAAE0th.avif 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er forderte den Sicherheitsrat auf, „unverzüglich“ gegen wiederholte Verletzungen gegenüber <a href="https://fokus-afrika.de/tag/syrien/">Syrien</a>, Libanon, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">Iran</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katar</a> einzuschreiten. Für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a> betonte er, die Frage sei eine „rein innere Angelegenheit“. Tunesien unterstütze die Souveränität und territoriale Integrität Syriens. Als Teil Afrikas verlangte er verstärkte internationale und UN-Anstrengungen bei Krisen, die mehrere afrikanische Staaten betreffen, und hob den Ansatz „afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme“ hervor.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-klimafinanzierung-migration-und-internationale-finanzarchitektur"><span id="klimafinanzierung-migration-und-internationale-finanzarchitektur">Klimafinanzierung, Migration und internationale Finanzarchitektur</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti erinnerte daran, dass Entwicklungsländer nur begrenzt zu globalen Emissionen beitragen, jedoch „die sich verschärfenden Klimarisiken“ tragen. Er verlangte, zugesagte jährliche Mittel von 300 Milliarden US-Dollar zu mobilisieren und einen Anteil gezielt für Anpassungsprogramme bereitzustellen. Er plädierte für praktikable Zugangsmechanismen, die Aktivierung des Fonds für Verluste und Schäden sowie planbare Finanzierungswege, die Verwundbarkeit adäquat berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich erneuerte er den Ruf nach einer umfassenden Reform des internationalen Finanzierungssystems. Zentrale Punkte seien die Rückführung veruntreuter und außer Landes geschaffter Vermögenswerte, die Stärkung internationaler Gerechtigkeit und das Recht der Menschen auf Entwicklung. Beim Thema irreguläre <a href="https://fokus-afrika.de/tag/migration/">Migration</a> unterstrich er, Tunesien respektiere die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/menschenrechte/">Menschenrechte</a> und lehne Diskriminierung und Hassrede ab. Der Staat unternehme „alles Mögliche“, um Leben von Migranten an Land und auf See zu retten. Tunesien lehne jedoch die Rolle eines Transitlandes für Opfer von Schleuser- und Menschenhandelsnetzwerken ab. „Migration muss eine Wahl sein und keine Notwendigkeit“, sagte Nafti.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Tunisia?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Tunisia</a> is an important partner in the Mediterranean region. We work closely together, particularly on skilled labour migration. We agree that the work of the <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a> deserves our full support. <a href="https://twitter.com/AussenMinDE?ref_src=twsrc%5Etfw">@AussenMinDE</a> met with <a href="https://twitter.com/MohamedAliNafti?ref_src=twsrc%5Etfw">@MohamedAliNafti</a> on the sidelines of <a href="https://twitter.com/hashtag/UNGA80?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UNGA80</a>. <a href="https://t.co/WLZ7rwk3wO">pic.twitter.com/WLZ7rwk3wO</a></p>&mdash; GermanForeignOffice (@GermanyDiplo) <a href="https://twitter.com/GermanyDiplo/status/1971793904967287217?ref_src=twsrc%5Etfw">September 27, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti verband die klima- und finanzpolitischen Forderungen mit regionalen Stabilitätsaspekten. Nachhaltige Finanzierung, wirksame Anpassung und rechtsstaatliche Verfahren seien Voraussetzung, um humanitäre Krisen zu mindern und strukturelle Verwundbarkeit zu reduzieren. Der multilaterale Rahmen müsse handlungsfähig sein und Entscheidungen zeitnah in Umsetzung überführen.</p>
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	</item>
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		<title>Kongressabgeordneter Joe Wilson teilt gegen Präsidenten Kais Saied aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die jüngsten Äußerungen des US-Kongressabgeordneten Joe Wilson über Tunesien haben eine hitzige Debatte über Demokratie, Außenpolitik und wirtschaftliche&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus%2F&amp;action_name=Kongressabgeordneter%20Joe%20Wilson%20teilt%20gegen%20Pr%C3%A4sidenten%20Kais%20Saied%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Äußerungen des US-Kongressabgeordneten Joe Wilson über <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/">Tunesien</a> haben eine hitzige Debatte über Demokratie, Außenpolitik und wirtschaftliche Hilfen ausgelöst. Wilson hat Präsident Kais Saied scharf kritisiert und die Aussetzung der US-Finanzhilfen für Tunesien gefordert, was zu starken Reaktionen sowohl in den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> als auch in Tunesien führte.</p>



<h3 id="die-kritik-von-joe-wilson" class="wp-block-heading">Die Kritik von Joe Wilson </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Joe Wilson, ein republikanischer Abgeordneter aus South Carolina, hat Präsident Kais Saied als „anti-amerikanischen Diktator“ bezeichnet und ihm vorgeworfen, Tunesien in einen „tyrannischen Polizeistaat“ zu verwandeln. Diese Äußerungen sind Teil einer breiteren Debatte über die US-Außenpolitik, insbesondere vor dem Hintergrund der „America First“-Politik und der Neuausrichtung der US-Hilfen unter der Trump-Administration.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">Grateful to speak on the need to restore democracy in Tunisia. I will soon introduce the Tunisia Democracy Restoration Act to support democracy, sanction the regime &amp; suspend aid. <a href="https://t.co/4x82r3PLTb">pic.twitter.com/4x82r3PLTb</a></p>
<p>&mdash; Joe Wilson (@RepJoeWilson) <a href="https://twitter.com/RepJoeWilson/status/1887205367068725450?ref_src=twsrc%5Etfw">February 5, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wilson argumentiert, dass US-Steuergelder nicht an Regierungen fließen sollten, die sich nicht an demokratische Prinzipien halten. Tunesien, so Wilson, sei ein Beispiel für eine Erosion demokratischer Institutionen. Er forderte daher eine Überprüfung der US-Unterstützung. Darüber hinaus warnte er vor dem wachsenden Einfluss Algeriens in der Region, der seiner Meinung nach US-Interessen gefährden könnte.</p>



<h3 id="tunesische-reaktionen-und-nationale-debatte" class="wp-block-heading">Tunesische Reaktionen und nationale Debatte</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="520" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/520px-Kais_Saied_2023.jpg" alt="" class="wp-image-11368 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Tunesien wurden Wilsons Aussagen mit einer Mischung aus Ablehnung, Nationalstolz und Unterstützung für Präsident Saied aufgenommen. Viele Tunesier betrachten seine Kritik als unzulässige Einmischung in die inneren Angelegenheiten ihres Landes und verteidigen Tunesiens Souveränität. In sozialen Medien wird Wilsons Äußerung teils mit Humor, teils mit scharfer Kritik begegnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Saied selbst genießt trotz internationaler Bedenken eine erhebliche innenpolitische Unterstützung, insbesondere unter jenen, die seine Maßnahmen als notwendig erachten, um Korruption und politische Stagnation zu bekämpfen. Allerdings gibt es auch innerhalb Tunesiens kritische Stimmen, die seine zentralisierenden Maßnahmen als Gefahr für die Demokratie sehen.</p>
</div></div>



<h3 id="auswirkungen-auf-die-us-tunesien-beziehungen" class="wp-block-heading">Auswirkungen auf die US-Tunesien-Beziehungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während Wilsons Position nicht die offizielle US-Politik widerspiegelt, könnten seine Äußerungen dennoch langfristige Auswirkungen auf die diplomatischen und finanziellen Beziehungen zwischen beiden Ländern haben. Tunesiens strategische Bedeutung in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrika</a> und seine historischen Verbindungen zu den USA könnten dazu beitragen, potenzielle Spannungen abzumildern. Dennoch könnte eine stärkere Debatte in Washington dazu führen, dass künftige Finanzhilfen an strengere politische Bedingungen geknüpft werden.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Terrifying report of how Tunisia’s government and police is involved in selling and trafficking Sub-Saharan Africans across the border. Sanction Tunisia and cut the aid. Free Tunisia. <a href="https://t.co/tnjRRG1Pe3">https://t.co/tnjRRG1Pe3</a></p>
<p>&mdash; Joe Wilson (@RepJoeWilson) <a href="https://twitter.com/RepJoeWilson/status/1886948438446608421?ref_src=twsrc%5Etfw">February 5, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="geopolitische-dimension-und-wirtschaftliche-folgen" class="wp-block-heading">Geopolitische Dimension und wirtschaftliche Folgen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wilson bettet seine Kritik in einen größeren geopolitischen Kontext ein. Die USA beobachten mit wachsender Sorge den zunehmenden Einfluss <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">Chinas</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russlands</a> in Nordafrika, insbesondere in strategisch wichtigen Staaten. Sollte Washington auf Wilsons Forderungen eingehen und die US-Hilfen für Tunesien kürzen, könnte das Land verstärkt auf alternative Partnerschaften mit globalen Akteuren wie China oder Russland setzen. Dies könnte das geopolitische Gleichgewicht in der Region verschieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tunesien befindet sich bereits in einer tiefen wirtschaftlichen Krise und ist auf internationale Unterstützung angewiesen. Eine Kürzung der US-Hilfen könnte die wirtschaftliche Lage weiter verschärfen und politische Instabilität verstärken. Zudem könnte sie Tunesiens Abhängigkeit von anderen internationalen Partnern, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> und die Golfstaaten, erhöhen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">I was grateful to visit Tunisia in October 2019, while it was a successful democracy, meeting with civil society and elected Members of Parliament. Tunisia will be a democracy again. Tunisia will be great again. <a href="https://t.co/CMYGvRK9TS">pic.twitter.com/CMYGvRK9TS</a></p>
<p>&mdash; Joe Wilson (@RepJoeWilson) <a href="https://twitter.com/RepJoeWilson/status/1887255131085021347?ref_src=twsrc%5Etfw">February 5, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontroverse um Joe Wilsons Kritik an Tunesien zeigt, wie stark politische Akteure die internationalen Beziehungen beeinflussen können. Während seine Äußerungen eine spezifische Perspektive innerhalb der US-Politik widerspiegeln, unterstreicht die Debatte die komplexen Herausforderungen in den Beziehungen zwischen den USA und Tunesien. Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, ob und wie offizielle Regierungsstellen beider Länder auf diese Diskussion reagieren und welche Entscheidungen letztlich in Washington getroffen werden.</p>
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			<media:title type="html">520px-Kais_Saied_2023</media:title>
			<media:description type="html">Il Presidente Sergio Mattarella con Kaïs Saïed Presidente della Repubblica Tunisina
(foto di Francesco Ammendola - Ufficio per la Stampa e la Comunicazione della Presidenza della Repubblica)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>„African Momentum“ auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/african-momentum-auf-dem-weltwirtschaftsforum-in-davos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2025 20:18:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[WEF]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=13608</guid>

					<description><![CDATA[<p>Davos, 21. Januar 2025&#160;– Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, das unter dem Motto „Zusammenarbeit für das intelligente&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrican-momentum-auf-dem-weltwirtschaftsforum-in-davos%2F&amp;action_name=%E2%80%9EAfrican%20Momentum%E2%80%9C%20auf%20dem%20Weltwirtschaftsforum%20in%20Davos&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Davos, 21. Januar 2025</strong>&nbsp;– Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, das unter dem Motto „<strong>Zusammenarbeit für das intelligente Zeitalter</strong>“ steht, rückt Afrika als zentraler Akteur der globalen Entwicklung in den Vordergrund. Mit der Session „African Momentum“ beleuchteten politische Führer und Experten die wachsende Bedeutung des Kontinents in einer sich wandelnden Welt.</p>



<h4 id="afrikas-steigender-einfluss" class="wp-block-heading">Afrikas steigender Einfluss</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika, das 2040 voraussichtlich 25 % der Weltbevölkerung stellen wird, festigt seine Position auf der globalen Bühne. Nach der Aufnahme der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a> als ständiges Mitglied der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g20/">G20</a> im Jahr 2023, setzt der Kontinent nun auf einen dauerhaften Sitz im UN-Sicherheitsrat. Dieses Ziel spiegelt sich in den Diskussionen wider, die beim Weltwirtschaftsforum über Afrikas Rolle in der globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur geführt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Freihandelszone und die Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen wurden als wesentliche Treiber des Wachstums identifiziert. Wamkele Mene, Generalsekretär der AfCFTA, betonte, dass die Freihandelszone den intra-afrikanischen Handel erheblich ankurbeln und Investitionen aus dem Ausland anziehen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer diskutierten außerdem die Rolle innovativer Technologien und Start-ups bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Förderung wirtschaftlicher Resilienz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hochrangige Vertreter aus Afrika, darunter der tunesische Außenminister Mohamed Ali Nafti und der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa, unterstrichen die Notwendigkeit einer stärkeren Integration Afrikas in die globalen Entscheidungsprozesse.</p>



<h4 id="themen-der-session-african-momentum" class="wp-block-heading">Themen der Session „African Momentum“</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Session „African Momentum“, moderiert von Bronwen Maddox, widmete sich der Frage, wie afrikanische Länder ihren Einfluss weiter ausbauen können.<br><strong>Hauptpunkte der Diskussion:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Afrikas Beitrag zur Lösung globaler Sicherheits- und Entwicklungsprobleme.</li>



<li>Nutzung der Ressourcen und des Innovationspotenzials des Kontinents zur Förderung nachhaltiger Entwicklung.</li>



<li>Bedeutung von Partnerschaften für eine gerechte Energie- und Wirtschaftstransformation.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mohamed Ali Nafti betonte die historische Verantwortung Afrikas und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/">Tunesiens</a>, die Interessen des Kontinents auf globaler Ebene zu vertreten: „Afrika muss seinen rechtmäßigen Platz in der Weltpolitik einnehmen. Unsere Ressourcen – menschlich und natürlich – sind unermesslich. Es liegt an uns, diese für eine bessere Zukunft zu nutzen.“</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/fy7BxYG1ZRY?si=ZbtxEUwfHKKMJwxe&amp;start=99" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<h4 id="nachhaltige-entwicklung-und-wirtschaftlicher-fortschritt" class="wp-block-heading">Nachhaltige Entwicklung und wirtschaftlicher Fortschritt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Cyril Ramaphosa hob hervor, wie wichtig globale Kooperation für Afrikas wirtschaftliche und ökologische Ziele ist: „Afrika ist bereit, die Welt mit sauberen Energien und neuen Ideen zu bereichern. Gleichzeitig müssen globale Finanzinstitutionen ihre Verantwortung übernehmen und Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a> Zugang zu den nötigen Mitteln verschaffen, um den Übergang zu emissionsarmen Volkswirtschaften zu ermöglichen.“</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">[BILATERAL]: Meeting between His Excellency President Matamela <a href="https://twitter.com/CyrilRamaphosa?ref_src=twsrc%5Etfw">@CyrilRamaphosa</a> and Professor Klaus Schwab, Executive Chairman of the World Economic Forum.</p>
<p>Professor Schwab presented the President with the Crystal Award which is given in recognition of exceptional cultural… <a href="https://t.co/EYF3MZ5Jkn">pic.twitter.com/EYF3MZ5Jkn</a></p>
<p>&mdash; The Presidency 🇿🇦 (@PresidencyZA) <a href="https://twitter.com/PresidencyZA/status/1881737180332068951?ref_src=twsrc%5Etfw">January 21, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Ramaphosa betonte zudem, dass Afrika „offen für Geschäfte“ sei und eine nachhaltige Investitionsumgebung für globale Partner biete.</p>



<h4 id="bilaterale-initiativen-und-erfolge" class="wp-block-heading">Bilaterale Initiativen und Erfolge</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In Davos nutzten afrikanische Staats- und Regierungschefs die Gelegenheit, um bilaterale Gespräche zu führen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Tunesien und die Schweiz:</strong>&nbsp;Mohamed Ali Nafti und der Schweizer Justizminister Beat Jans erörterten die Stärkung der Zusammenarbeit, insbesondere in Migration, Bildung und Umweltschutz.</li>



<li><strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a>:</strong>&nbsp;Präsident Hassan Sheikh Mohamud erhielt den Africa Presidential Leadership Award und präsentierte Somalias Fortschritte bei Frieden und wirtschaftlicher Entwicklung.</li>



<li><strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">DR Kongo</a>:</strong>&nbsp;Präsident Félix Tshisekedi stellte ehrgeizige Projekte zum Schutz der Biodiversität und zur Förderung der grünen Wirtschaft in der Region vor.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltwirtschaftsforum bot afrikanischen Führern und Unternehmen eine Plattform, um ihre Visionen für die Zukunft zu präsentieren. Von Initiativen zur nachhaltigen Energie bis hin zu Strategien zur Armutsbekämpfung zeigte Afrika, dass es bereit ist, seine Rolle als globaler Akteur weiter auszubauen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/african-momentum-auf-dem-weltwirtschaftsforum-in-davos/">„African Momentum“ auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">„African Momentum“ auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Afrika im Fokus: Beim Weltwirtschaftsforum 2025 in Davos zeigt der Kontinent seine wachsende Bedeutung.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Tunesien: Umweltschutz als nationale Priorität</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tunesien-umweltschutz-als-nationale-prioritaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2025 17:34:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Präsident der Republik Tunesien, Kaïs Saïed, hat die Bedeutung des Umweltschutzes als kollektive Verantwortung aller Bürger betont.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftunesien-umweltschutz-als-nationale-prioritaet%2F&amp;action_name=Tunesien%3A%20Umweltschutz%20als%20nationale%20Priorit%C3%A4t&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der Republik <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/">Tunesien</a>, Kaïs Saïed, hat die Bedeutung des Umweltschutzes als kollektive Verantwortung aller Bürger betont. In einem Treffen mit dem Regierungschef am 8. Januar 2025 hob er hervor, dass der Erhalt einer gesunden Umwelt nicht nur von öffentlichen Institutionen abhängt, sondern auch von der aktiven Beteiligung der Bevölkerung, um den öffentlichen Raum nachhaltig zu gestalten.</p>



<h3 id="institutionen-und-mechanismen-verbesserungsbedarf" class="wp-block-heading">Institutionen und Mechanismen: Verbesserungsbedarf</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kaïs Saïed kritisierte die unzureichende Leistung einiger Umweltbehörden, die trotz erheblicher staatlicher Mittel keine spürbaren Ergebnisse erzielen. „Eine gesunde Umwelt erfordert funktionierende Institutionen“, betonte der Präsident. Dabei wies er darauf hin, dass staatliche Strukturen nicht mehr mit veralteten Praktiken arbeiten können, die bereits zur Unzufriedenheit und Protesten in der Bevölkerung geführt haben.</p>



<h4 id="nachhaltige-loesungen-energie-aus-abfaellen" class="wp-block-heading">Nachhaltige Lösungen: Energie aus Abfällen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der zentralen Empfehlungen des Präsidenten ist die Förderung der Energiegewinnung aus Abfällen. Er verwies auf internationale Beispiele, die belegen, dass dies eine effektive und nachhaltige Lösung sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Tag nach dem Treffen folgte eine Ministerratssitzung, bei der ein 20-Punkte-Programm zur Verbesserung der Umweltgovernance verabschiedet wurde. Dieses Programm umfasst Maßnahmen zur Abfallbewirtschaftung, zur Reduzierung von Plastikmüll und zur Förderung öffentlicher und privater Partnerschaften bei der Einrichtung neuer Abfallverwertungsanlagen.</p>



<h3 id="20-punkte-strategie-fuer-besseren-umweltschutz" class="wp-block-heading">20-Punkte-Strategie für besseren Umweltschutz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie des Ministerrats umfasst folgende Schwerpunkte:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Abfallmanagement:</strong> Verbesserung der Abfallentsorgung und des Recyclingsystems.</li>



<li><strong>Förderung von Biogas:</strong> Bau von Anlagen zur Biogasproduktion und Kompostierungsstationen.</li>



<li><strong>Reduzierung von Einwegplastik:</strong> Umsetzung eines Gesetzes zur Einschränkung der Produktion und Verteilung von Plastiktüten.</li>



<li><strong>Optimierung von Deponien:</strong> Bessere Verwaltung öffentlicher Abfalldeponien durch Kooperationen zwischen öffentlichem und privatem Sektor.</li>



<li><strong>Verwaltungsreform:</strong> Vereinfachung der Genehmigungsverfahren für umweltfreundliche Projekte.</li>
</ol>



<h4 id="erfolge-und-herausforderungen" class="wp-block-heading">Erfolge und Herausforderungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Oktober 2024 fand eine Konferenz der regionalen und lokalen Umweltbehörden statt, um die Fortschritte im Abfallmanagement zu bewerten. Dabei wurden zahlreiche Probleme identifiziert, darunter ineffiziente Abfallentsorgung und mangelnde Recyclingkapazitäten. Die Ergebnisse dieser Konferenz flossen in die neue Umweltstrategie ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Saïed betonte, dass Umweltschutz nicht allein durch Gesetze oder staatliche Programme erreicht werden kann. Es sei entscheidend, dass die Bürger sich als Mitverantwortliche für den öffentlichen Raum verstehen und entsprechend handeln. Nur durch kollektives Engagement könne eine saubere und nachhaltige Umwelt gewährleistet werden.</p>
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		<item>
		<title>Kaïs Saïed in Sidi Bouzid: Gedenken an die Revolution und Dialog mit den Bürgern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kais-saied-in-sidi-bouzid-gedenken-an-die-revolution-und-dialog-mit-den-buergern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 10:52:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 14. Jahrestag der tunesischen Revolution besuchte Präsident Kaïs Saïed mehrere Regionen im Zentrum und Süden Tunesiens, um&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkais-saied-in-sidi-bouzid-gedenken-an-die-revolution-und-dialog-mit-den-buergern%2F&amp;action_name=Ka%C3%AFs%20Sa%C3%AFed%20in%20Sidi%20Bouzid%3A%20Gedenken%20an%20die%20Revolution%20und%20Dialog%20mit%20den%20B%C3%BCrgern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kais-saied-in-sidi-bouzid-gedenken-an-die-revolution-und-dialog-mit-den-buergern/">Kaïs Saïed in Sidi Bouzid: Gedenken an die Revolution und Dialog mit den Bürgern</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 14. Jahrestag der tunesischen Revolution besuchte Präsident Kaïs Saïed mehrere Regionen im Zentrum und Süden Tunesiens, um den Opfern der Revolution zu gedenken und sich den Anliegen der Bürger zu widmen. Die Reise führte ihn durch Delegationen in den Gouvernoraten Ben Guerdane, Gabès und Sidi Bouzid, wo 2010 der Funke des revolutionären Aufstands gegen das damalige Regime entzündet wurde.</p>



<h4 id="besuch-in-sidi-bouzid-erinnerung-an-die-maertyrer" class="wp-block-heading">Besuch in Sidi Bouzid: Erinnerung an die Märtyrer</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In Sidi Bouzid begann Saïeds Besuch in der Delegation von Mazzouna. Dort traf er Einwohner vor dem stillgelegten Kunststoffkomplex, der einst wichtige Arbeitsplätze für die Region schuf. Die Bürger forderten dessen Wiederbelebung, um dringend benötigte Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Delegation von Menzel Bouzaiane besuchte der Präsident den städtischen Friedhof, um der Märtyrer der Revolution zu gedenken. Dort rezitierte er die Fatiha, die erste Sure des Korans, im Gedenken an Chokri Nasri, einen der ersten Opfer der Proteste.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Tunisia?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Tunisia</a>: Hundreds of President Kais Saied&#39;s supporters commemorated Tuesday the 14th anniversary of the Revolution outside the <a href="https://twitter.com/hashtag/Tunis?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Tunis</a> Municipal Theatre, calling the President the &quot;saviour&quot; of the country as he embraced a political process amid a deteriorating landscape. <a href="https://twitter.com/hashtag/TAP_En?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#TAP_En</a> <a href="https://t.co/xDI23oj8Oo">pic.twitter.com/xDI23oj8Oo</a></p>
<p>&mdash; TAP news agency (@TapNewsAgency) <a href="https://twitter.com/TapNewsAgency/status/1869087388368327128?ref_src=twsrc%5Etfw">December 17, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Nfidhet El Akerma erwies Saïed einem weiteren Revolutionär, Mohamed Amari, die letzte Ehre. Amari, der am 24. Dezember 2010 verstarb, gilt als einer der ersten Märtyrer des Aufstands, der zum Sturz des Ben-Ali-Regimes führte.</p>



<h4 id="buergerdialog-und-lokale-anliegen" class="wp-block-heading">Bürgerdialog und lokale Anliegen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch endete in der Delegation von Regueb, wo Saïed mit Bürgern sprach, die ihre Sorgen über die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen der Region äußerten. Zu den häufig genannten Anliegen gehörten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Landwirtschaftliche Infrastruktur:</strong> Die Einwohner forderten den Ausbau von landwirtschaftlichen Wegen, die für den Transport der Olivenernte von zentraler Bedeutung sind.</li>



<li><strong>Gesundheitsversorgung:</strong> Der Mangel an Basisgesundheitsdiensten wurde als ein drängendes Problem hervorgehoben.</li>



<li><strong>Olivenproduktion:</strong> Die Bürger beklagten die fehlenden Strukturen für eine nachhaltige Verwaltung der diesjährigen Olivenernte, die für die Region von wirtschaftlicher Bedeutung ist.</li>
</ul>



<h4 id="historischer-kontext-der-revolution" class="wp-block-heading">Historischer Kontext der Revolution</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="521" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GfBKgzlWoAAsvOo.jpeg" alt="" class="wp-image-13123 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GfBKgzlWoAAsvOo.jpeg 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GfBKgzlWoAAsvOo-300x217.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/GfBKgzlWoAAsvOo-380x275.jpeg 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kaïs Saïed unterstrich während seines Besuchs, dass der revolutionäre Wandel in Tunesien nicht mit der Flucht des ehemaligen Präsidenten Ben Ali am 14. Januar 2011 begann, sondern bereits am 17. Dezember 2010 in Sidi Bouzid seinen Ursprung hatte. Für Saïed markiert dieser Tag den tatsächlichen Beginn der Revolution, die aus der Mitte des Landes und nicht aus der Hauptstadt hervorging.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Betonung auf den ländlichen Ursprung der Revolution ist eine bewusste politische Aussage. Der Präsident verweist auf die anhaltenden Herausforderungen und betont die Notwendigkeit „tiefgreifender Lösungen“ für die Forderungen des tunesischen Volkes. Saïed sprach von einer „nationalen Befreiungsschlacht“, die zur Überwindung der sozialen und wirtschaftlichen Probleme des Landes führen solle.</p>



<h4 id="symbolische-bedeutung-der-reise" class="wp-block-heading">Symbolische Bedeutung der Reise</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Durch seine Besuche in der Peripherie Tunesiens hebt Saïed die Bedeutung der ländlichen Regionen hervor, die oft von den wirtschaftlichen Fortschritten der urbanen Zentren ausgeschlossen bleiben. Indem er gezielt Orte wie Sidi Bouzid auswählt, unterstreicht der Präsident seine Verbindung zur Revolution und betont seine Absicht, die Anliegen der einfachen Bürger ernst zu nehmen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Saied-Anhänger feiern vor Bekanntgabe der offiziellen Wahlergebnisse</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/saied-anhanger-feiern-vor-bekanntgabe-der-offiziellen-wahlergebnisse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2024 19:47:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch bevor die offiziellen Wahlergebnisse bekannt gegeben wurden, versammelten sich Anhänger von Präsident Kais Saied vor dem städtischen Theater in Tunis, um seinen bevorstehenden Wahlsieg zu feiern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsaied-anhanger-feiern-vor-bekanntgabe-der-offiziellen-wahlergebnisse%2F&amp;action_name=Saied-Anh%C3%A4nger%20feiern%20vor%20Bekanntgabe%20der%20offiziellen%20Wahlergebnisse&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/saied-anhanger-feiern-vor-bekanntgabe-der-offiziellen-wahlergebnisse/">Saied-Anhänger feiern vor Bekanntgabe der offiziellen Wahlergebnisse</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Laut ersten Prognosen liegt Saied mit 89,2 % der Stimmen deutlich vorne, obwohl die <a href="https://fokus-afrika.de/wahl-in-tunesien-14-wahlbeteiligung/">Wahlbeteiligung niedrig</a> war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Feiernden reagierten auf die Ankündigungen im öffentlichen Fernsehen, die die Ergebnisse eines Meinungsforschungsinstituts präsentierten. Diese zeigten, dass Saied die Wahl mit großer Mehrheit gewonnen haben könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Layla Baccouchi, eine Unterstützerin Saieds, drückte ihre Freude über die mögliche Wiederwahl aus: „Wir haben genug von der früheren Führung. Wir wollen einen Präsidenten, der sich dem Fortschritt Tunesiens widmet. Dieses Land war auf dem Weg der Zerstörung. Ich bin sehr glücklich und bin mit meinen Kindern hier, um mit anderen Tunesiern zu feiern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende des Wahltages hatten nur 2,7 Millionen Bürger ihre Stimme abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 27,7 % entspricht. Dies ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 49 % bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl im Jahr 2019.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hichem Alhif, ein weiterer Anhänger Saieds, zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Ich bin gekommen, nachdem ich die Ergebnisse im Fernsehen gesehen habe. Ich freue mich für Kais Saied und hoffe, dass er die nächsten fünf Jahre dem Wohl <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/">Tunesien</a>s widmet. Es ist ein wunderschönes Land, und laut den Daten des Umfrageinstituts hat er 89 % erreicht.“</p>



<h3 id="saied-turbulenzen-waehrend-erster-amtszeit" class="wp-block-heading">Saied: Turbulenzen während erster Amtszeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Saieds erste Amtszeit war von politischen und wirtschaftlichen Krisen geprägt. Im Jahr 2021 griff er zu Notstandsbefugnissen, löste das tunesische Parlament auf und änderte die Verfassung, um die präsidiale Macht auszuweiten. Diese Schritte haben sowohl bei internationalen Beobachtern als auch bei Menschenrechtsorganisationen Besorgnis ausgelöst. Diese befürchten, dass seine Wiederwahl seine ohnehin schon starke Position weiter festigen wird. Auch deshalb wurde <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-gegen-prasident-saied-kurz-vor-den-wahlen/">kurz vor der Wahl landesweit demonstriert</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während es schwierig ist, das volle Ausmaß seiner Unterstützung zu messen, ist klar, dass seine Anhänger ihm trotz der Herausforderungen treu geblieben sind. Viele glauben, dass er noch Zeit braucht, um seine Vision eines „Neuen Tunesiens“ zu verwirklichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 66-jährige Saied wird voraussichtlich einen überwältigenden Sieg erringen und dabei seine Konkurrenten deutlich schlagen: Sein <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/">inhaftierter Rivale Ayachi Zammel</a> soll 6,9 % der Stimmen erhalten, während Zouhair Maghzaoui voraussichtlich 3,9 % erreichen wird, so die Daten des unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Sigma Conseil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergangenen Monat führte die tunesische Regierung eine landesweite Operation durch, bei der zahlreiche Mitglieder von Ennahda, der größten Oppositionspartei des Landes, verhaftet wurden.</p>
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		<title>Wahl in Tunesien: 14% Wahlbeteiligung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 18:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Sonntag gingen Millionen von Tunesiern an die Urnen, um in der Präsidentschaftswahl ihre Stimme abzugeben.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwahl-in-tunesien-14-wahlbeteiligung%2F&amp;action_name=Wahl%20in%20Tunesien%3A%2014%25%20Wahlbeteiligung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der amtierende Präsident Kais Saied gilt laut politischen Analysten als Favorit, trotz der Tatsache, dass viele seiner <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/">politischen Herausforderer entweder inhaftiert</a> oder von der Wahl ausgeschlossen wurden. Kritiker werfen Saied vor, den politischen Wettbewerb im Land gezielt zu unterdrücken.</p>



<h3 id="wahl-ohne-ernsthafte-konkurrenz" class="wp-block-heading">Wahl ohne ernsthafte Konkurrenz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der tunesischen Wahlkommission wurden nur zwei weitere Kandidaten neben Saied zur Wahl zugelassen. <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-gegen-prasident-saied-kurz-vor-den-wahlen/">Dieser Mangel an Alternativen führte bei vielen Tunesiern zu Desillusionierung und Wahlmüdigkeit.</a> Dennoch gab es auch Stimmen, die die Bedeutung der Wahlbeteiligung betonten. „Es ist unsere Pflicht“, sagte ein Wähler und fügte hinzu: „Ich habe gerade meine Tochter angerufen und ihr gesagt, dass sie ihre Kinder mitbringen soll, um ihnen die Bedeutung der Wahlpflicht als Bürger dieses Landes zu vermitteln.“</p>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">Wahlzettel mit den Kandidaten</span>   </figcaption>


<h3 id="aufrufe-zum-wahl-boykott" class="wp-block-heading">Aufrufe zum Wahl-Boykott</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund der limitierten Kandidatenauswahl rief die Opposition zu einem Boykott der Wahl auf. Viele Bürger sind der Ansicht, dass eine Wahl ohne echte Opposition keinen Sinn mache. Andere wiederum sahen den Boykott kritisch. „Nicht zu wählen, ist keine Lösung. Im Gegenteil, die Stimmabgabe ist eine positive Reaktion“, erklärte ein anderer Bürger. „Die Menschen müssen zur Wahl gehen, um zu zeigen, dass das tunesische Volk an den Wahlen teilnimmt, und so kann sich Tunesien in den nächsten fünf Jahren verbessern.“</p>



<h3 id="erste-zahlen-und-reaktionen" class="wp-block-heading">Erste Zahlen und Reaktionen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Sprecher der Unabhängigen Wahlkommission, Mohamed Tlili Mansri, wurde eine höhere Wahlbeteiligung als bei früheren Wahlen registriert. Bis 13:00 Uhr lag die Wahlbeteiligung im Ausland bei etwa 10 %, während die allgemeine Beteiligung im Inland zu diesem Zeitpunkt 14,16 % betrug. Die Kommission gab bekannt, dass die Wahllokale am Sonntag um 18:00 Uhr geschlossen wurden, und die vorläufigen Ergebnisse am Montag um 19:00 Uhr veröffentlicht werden sollen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de" data-dnt="true">
<p lang="fr" dir="ltr">🇹🇳🇫🇷🗳️Consulat général de tunisie à Paris. <a href="https://t.co/sRkB1L4Y7n">pic.twitter.com/sRkB1L4Y7n</a></p>
<p>&mdash; Ifriqiya🇹🇳 (@tunisialphanews) <a href="https://twitter.com/tunisialphanews/status/1842875995176509887?ref_src=twsrc%5Etfw">6. Oktober 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="schwierige-wahlbedingungen" class="wp-block-heading">Schwierige Wahlbedingungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wahlkampf in Tunesien war stark von politischen Spannungen geprägt. Präsident Kais Saied wurde bereits in der Vergangenheit für seine zentralisierende Regierungsführung und die Schwächung demokratischer Institutionen kritisiert. Die Vorwürfe der Unterdrückung von politischem Wettbewerb und der Verfolgung seiner Gegner werfen einen Schatten auf den Wahlprozess. Die geringe Wahlbeteiligung könnte ein Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Bürger mit den aktuellen politischen Gegebenheiten sein.</p>



<h3 id="ein-schwerer-weg-fuer-tunesiens-demokratie" class="wp-block-heading">Ein schwerer Weg für Tunesiens Demokratie</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentschaftswahl 2024 ist ein weiterer entscheidender Moment für Tunesien, ein Land, das seit dem Arabischen Frühling von politischen Umbrüchen und Instabilität geprägt ist. Die Frage, ob diese Wahl zu einer Stabilisierung der politischen Landschaft beitragen oder das Land weiter in Richtung Autokratie führen wird, bleibt offen.</p>
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		<title>Proteste gegen Präsident Saied kurz vor den Wahlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Sep 2024 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Tunis halten die Proteste gegen Präsident Kais Saied weiterhin an. Zum zweiten Mal in dieser Woche versammelten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fproteste-gegen-prasident-saied-kurz-vor-den-wahlen%2F&amp;action_name=Proteste%20gegen%20Pr%C3%A4sident%20Saied%20kurz%20vor%20den%20Wahlen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Tunis halten die Proteste gegen Präsident Kais Saied weiterhin an. Zum zweiten Mal in dieser Woche versammelten sich zahlreiche Demonstranten auf der Hauptstraße der Hauptstadt, um gegen Saieds autoritäre Regierungsführung und den Ausschluss politischer Konkurrenten zu protestieren. Die Demonstrationen finden weniger als zwei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen am 6. Oktober statt und werfen ernste Fragen zur Legitimität des Wahlprozesses auf.</p>



<h2 id="kontroversen-um-wahlrechtsaenderungen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727127082695 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Kontroversen um Wahlrechtsänderungen</span>
	</span>
</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="520" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/520px-Kais_Saied_2023.jpg" alt="" class="wp-image-11368 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">m Mittelpunkt der Proteste steht ein Gesetzesentwurf, der die Befugnisse des Verwaltungsgerichts zur Überprüfung von Wahlstreitigkeiten einschränken würde. Kritiker, darunter Oppositionsparteien und zivilgesellschaftliche Organisationen, sehen darin einen Versuch, den bevorstehenden Wahlprozess zu manipulieren. Der Präsident wird beschuldigt, mit diesen Änderungen den Weg für eine weitere Amtszeit zu ebnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Lage in Tunesien ist seit 2021 angespannt, als Saied begann, per Dekret zu regieren. Die Opposition sieht darin einen „Putsch“ und verurteilt den zunehmenden Abbau demokratischer Institutionen. Saied hingegen verteidigt seine Maßnahmen als notwendigen Kampf gegen Korruption und „Verräter“.</p>
</div></div>



<h2 id="widerstand-gegen-wahlrechtsreform" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727127088679 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Widerstand gegen Wahlrechtsreform</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorgeschlagene Wahlrechtsänderung wurde von mehreren einflussreichen Akteuren Tunesiens abgelehnt, darunter die mächtige Gewerkschaft UGTT, die islamistische Ennahda-Partei und die tunesische Anwaltskammer. Diese Gruppen fordern die unabhängige Wahlbehörde (ISIE) auf, die geltenden Gesetze zu respektieren und jegliche Änderungen zu blockieren, die das Vertrauen in den Wahlprozess erschüttern könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der tunesischen Anwaltskammer, Hatem Mzio, kritisierte die geplanten Änderungen scharf und bezeichnete sie als „inakzeptabel in Form und Inhalt“. Mzio wies darauf hin, dass das Ändern von Wahlgesetzen kurz vor den Wahlen das Prinzip des fairen Wettbewerbs verletze.</p>



<h2 id="politische-spannungen-verschaerfen-sich" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727127092577 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Politische Spannungen verschärfen sich</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die politischen Spannungen haben sich in den letzten Monaten weiter verschärft. Anfang September wies die tunesische Wahlkommission eine Gerichtsentscheidung zurück, die drei von Saied ausgeschlossene Präsidentschaftskandidaten wieder ins Rennen schicken wollte. Kritiker sehen darin einen weiteren Beleg für Saieds Versuch, potenzielle Konkurrenten auszuschalten.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560" data-lang="de" data-dnt="true">
<p lang="en" dir="ltr">🚨BREAKING: Thousands protest at Tunis French Embassy after Israel’s hospital bombing in Gaza, killing over 600 people. <a href="https://twitter.com/hashtag/Tunisia?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Tunisia</a> <a href="https://t.co/TBvKwT687c">pic.twitter.com/TBvKwT687c</a></p>
<p>&mdash; Carthage Magazine (@CarthageMagTN) <a href="https://twitter.com/CarthageMagTN/status/1714631826470252581?ref_src=twsrc%5Etfw">18. Oktober 2023</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Opposition weiterhin auf die Straße geht, bleibt unklar, wie sich die Situation entwickeln wird. Saied hat die Vorwürfe, den Wahlprozess zu manipulieren, entschieden zurückgewiesen und betont, dass sein Handeln dem Schutz der tunesischen Demokratie und der Bekämpfung von Korruption diene.</p>
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			<media:title type="html">520px-Kais_Saied_2023</media:title>
			<media:description type="html">Il Presidente Sergio Mattarella con Kaïs Saïed Presidente della Repubblica Tunisina
(foto di Francesco Ammendola - Ufficio per la Stampa e la Comunicazione della Presidenza della Repubblica)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Präsidentschaftskandidat festgenommen – Spannungen vor den Wahlen steigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2024 09:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inmitten zunehmender politischer Spannungen und wachsender Bedenken hinsichtlich der Fairness der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Tunesien hat die Polizei am Montag den Präsidentschaftskandidaten Ayachi Zammel festgenommen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fprasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sidentschaftskandidat%20festgenommen%20%E2%80%93%20Spannungen%20vor%20den%20Wahlen%20steigen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>FOKUSAFRIKA ist ein deutschsprachiges Medienoutlet, das sich auf die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents konzentriert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/">Präsidentschaftskandidat festgenommen – Spannungen vor den Wahlen steigen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung verstärkt die Sorge, dass prominente Rivalen von Präsident Kais Saied gezielt von der Wahl ausgeschlossen werden könnten, wie es von Menschenrechtsorganisationen und der Opposition befürchtet wird.</p>



<h5 id="absurde-festnahme-und-vorwuerfe" class="wp-block-heading">&#8220;Absurde&#8221; Festnahme und Vorwürfe</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Mahdi Abdel Jawad, einem Sprecher von Zammels Wahlkampagne, wurde der Kandidat gegen 3:00 Uhr morgens in seinem Wohnhaus verhaftet. Die Polizei wirft ihm vor, gefälschte Unterstützungserklärungen eingereicht zu haben – ein Vorwurf, der nach Ansicht von Zammels Unterstützern politisch motiviert ist. Abdel Jawad bezeichnete die Verhaftung als „absurd“ und deutete an, dass sie mit dem Ziel erfolgt sei, Zammel von der Teilnahme an den Wahlen auszuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher haben sich weder die tunesische Wahlkommission noch das Innenministerium zu diesen Ereignissen geäußert, was die Unklarheit und Unsicherheit rund um den Wahlprozess weiter verstärkt.</p>



<h5 id="wahlkommission-erklaert-wir-ueberpruefen-diese-gerichtsentscheidung" class="wp-block-heading">Wahlkommission erklärt: &#8220;Wir überprüfen diese Gerichtsentscheidung&#8221;</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festnahme Zammels erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Wahlkommission für den heutigen Tag die Veröffentlichung der endgültigen Liste der zugelassenen Präsidentschaftskandidaten angekündigt hat. Die Situation wird dadurch verschärft, dass das tunesische Verfassungsgericht erst kürzlich die Wiedereinsetzung dreier prominenter Kandidaten – Mondher Znaidi, AbdelLatif Mekki und Imed Daimi – in das Wahlrennen entschieden hatte, nachdem ihre ursprüngliche Bewerbung abgelehnt worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlkommission erklärte jedoch, dass sie diese Gerichtsentscheidung sowie andere juristische Schritte gegen Kandidaten überprüfen werde, bevor die endgültige Liste veröffentlicht wird. Diese Ankündigung führte zu erheblicher Besorgnis und Kritik, insbesondere von Menschenrechtsgruppen und Oppositionspolitikern, die die Unabhängigkeit der Wahlkommission infrage stellen. Sie werfen der Kommission vor, nicht mehr neutral zu agieren und stattdessen eine Wiederwahl von Präsident Saied zu begünstigen. Die Wahlkommission weist diese Vorwürfe zurück und betont ihre Neutralität.</p>



<h5 id="reaktionen-und-politische-implikationen" class="wp-block-heading">Reaktionen und politische Implikationen</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Entwicklungen haben eine Welle der Empörung unter politischen Akteuren und zivilgesellschaftlichen Gruppen ausgelöst. In einer gemeinsamen Erklärung riefen mehrere politische Parteien und Menschenrechtsorganisationen zu Protesten auf, um die Umsetzung der Gerichtsentscheidung zu fordern und die „willkürlichen Einschränkungen“ sowie die Einschüchterung von Kandidaten zu stoppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der politische Kontext dieser Entwicklungen ist eng mit den umstrittenen Maßnahmen von Präsident Saied verbunden, der 2021 das Parlament aufgelöst und sich umfassende exekutive Befugnisse gesichert hat – ein Schritt, den die Opposition als Staatsstreich verurteilt hat. Saied hat wiederholt betont, dass er das Land nicht in die Hände von „Unpatrioten“ übergeben werde, was von vielen als Hinweis darauf verstanden wird, dass er bereit ist, seine politischen Gegner zu marginalisieren.</p>



<h5 id="bedeutung-fuer-die-stabilitaet-tunesiens" class="wp-block-heading">Bedeutung für die Stabilität Tunesiens</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Situation wirft grundlegende Fragen zur demokratischen Entwicklung Tunesiens auf. Sollte die Wahlkommission tatsächlich gegen die Entscheidungen des Verfassungsgerichts verstoßen und bestimmte Kandidaten ausschließen, könnte dies das Vertrauen in den gesamten Wahlprozess erheblich untergraben. Dies könnte nicht nur innenpolitisch zu weiteren Spannungen führen, sondern auch die internationale Glaubwürdigkeit Tunesiens als demokratischer Staat in der Region beschädigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tunesien, das als einziges Land des Arabischen Frühlings gilt, das einen erfolgreichen Übergang zur Demokratie vollzogen hat, steht somit vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Land in der Lage ist, seine demokratischen Grundsätze zu bewahren oder ob es in eine Phase politischer Instabilität abgleitet.</p>
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