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	<title>Brasilien | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>Brasilien | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>Deutschland verliert – Mittelmächte suchen neue Ordnung jenseits der Großmächte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 13:10:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die alte Weltordnung verliert Vertrauen. Eine neue Erhebung zeigt: Mittelmächte wie Südafrika, Indien und Brasilien setzen stärker auf BRICS, regionale Bündnisse und strategische Autonomie.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-verliert-mittelmaechte-suchen-neue-ordnung-jenseits-der-grossmaechte%2F&amp;action_name=Deutschland%20verliert%20%E2%80%93%20Mittelm%C3%A4chte%20suchen%20neue%20Ordnung%20jenseits%20der%20Gro%C3%9Fm%C3%A4chte&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verliert-mittelmaechte-suchen-neue-ordnung-jenseits-der-grossmaechte/">Deutschland verliert – Mittelmächte suchen neue Ordnung jenseits der Großmächte</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Außenpolitische Expertinnen und Experten aus Südafrika, Brasilien, Indien, Indonesien und Deutschland rechnen mit einer stärker zersplitterten Weltordnung und mehr militärischen Konflikten. Eine neue <a href="https://koerber-stiftung.de/site/assets/files/55088/koerber_emerging_middle_powers_report_2026.pdf">Erhebung</a> im Rahmen der Körber Emerging Middle Powers Initiative zeigt, dass klassische multilaterale Institutionen an Vertrauen verlieren, während regionale Bündnisse und flexible Koalitionen wichtiger werden. Für Mittelmächte wie Südafrika bleiben BRICS und die Afrikanische Union zentrale Instrumente, um in einer blockierten internationalen Ordnung Einfluss auszuüben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Befragung wurde von forsa im Auftrag der Körber-Stiftung durchgeführt. Zwischen Ende Januar und Anfang April 2026 nahmen 1.061 Expertinnen, Experten und Entscheidungsträger aus Brasilien, Deutschland, Indien, Indonesien und Südafrika teil. Die Ergebnisse zeigen keine Bevölkerungsmeinung, sondern ein Stimmungsbild außenpolitischer Fachkreise.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2026-sieht-afrika-besonders-von-globalen-kuerzungen-betroffen/" data-type="post" data-id="24468">Im Zentrum steht eine Verschiebung, die weit über einzelne Länder hinausweist.</a> Die befragten Fachleute erwarten mehr plurilaterale und regionale Formate, also Bündnisse und Partnerschaften, die je nach Thema und Region entstehen. Nur 17 Prozent rechnen mit einer Rückkehr zu einem erneuerten klassischen Multilateralismus.</p>



<h2 id="h-sudafrika-setzt-auf-brics-und-afrikanische-union" class="wp-block-heading"><span id="suedafrika-setzt-auf-brics-und-afrikanische-union">Südafrika setzt auf BRICS und Afrikanische Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika erscheint in der Erhebung als Land, dessen außenpolitische Debatte stärker auf die Ordnung des internationalen Systems ausgerichtet ist als auf einzelne Wirtschaftsfragen. BRICS und die Afrikanische Union bleiben für südafrikanische Fachkreise die wichtigsten Foren, um Reformen der Weltordnung voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">74 Prozent der südafrikanischen Befragten nennen BRICS als zentrale internationale Gruppierung ihres Landes. Zugleich behält die Afrikanische Union in Pretoria eine hohe Bedeutung. <a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2025-suedafrika-verliert-an-einfluss-in-der-welt/" data-type="post" data-id="14045">Südafrikas Rolle wird dabei weniger über klassische Bündnispolitik definiert, sondern über Institutionen, Reformen und den Anspruch, den globalen Süden stärker in internationale Entscheidungen einzubinden.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-28664 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Vladimir_Putin_and_Cyril_Ramaphosa_2023-06-17-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Sicht passt zur südafrikanischen Außenpolitik der vergangenen Jahre. Pretoria nutzt BRICS, die Afrikanische Union und die G20, um Reformen des Sicherheitsrats, der Entwicklungsfinanzierung und globaler Wirtschaftsregeln auf die Tagesordnung zu setzen. Der Bericht beschreibt Südafrikas bevorzugtes Instrument als institutionelles Engagement in einer fragmentierten Ordnung.</p>
</div></div>



<h2 id="h-misstrauen-der-mittelmachte-gegenuber-den-usa-wachst" class="wp-block-heading"><span id="misstrauen-der-mittelmaechte-gegenueber-den-usa-waechst">Misstrauen der Mittelmächte gegenüber den USA wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig ist das negative Bild der Vereinigten Staaten. Im Durchschnitt bewerten 80 Prozent der Befragten in den fünf Ländern den globalen Einfluss der USA negativ. In Südafrika sehen 79 Prozent den Einfluss der Vereinigten Staaten im eigenen Land negativ, in Deutschland sind es 85 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleiben die USA für viele Länder ein wichtiger Partner. Diese Spannung prägt mehrere Ergebnisse der Erhebung. Die Vereinigten Staaten gelten weiter als wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und technologisch bedeutend, verlieren aber an politischem Vertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch China wird nicht einheitlich gesehen. In Südafrika hat sich der Anteil positiver Bewertungen chinesischen Einflusses im Vergleich zur vorherigen Erhebung deutlich erhöht. In Deutschland bewerten dagegen 88 Prozent der Fachleute Chinas Einfluss negativ. Damit geraten auch Staaten des globalen Nordens stärker in eine Lage, die viele Schwellenländer seit Jahren kennen: Sie wollen Handlungsspielräume wahren, ohne sich vollständig an eine Großmacht zu binden.</p>



<h2 id="h-strategische-autonomie-wird-breiter-akzeptiert" class="wp-block-heading"><span id="strategische-autonomie-wird-breiter-akzeptiert">Strategische Autonomie wird breiter akzeptiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erhebung zeigt eine wachsende Unterstützung für Nichtausrichtung und flexible Außenpolitik. In Südafrika sprechen sich 72 Prozent der Fachleute für eine nicht ausgerichtete Haltung aus. In Deutschland unterstützen inzwischen 53 Prozent einen solchen Kurs, deutlich mehr als in der vorherigen Befragung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtausrichtung bedeutet dabei nicht zwingend Neutralität. Der Bericht beschreibt sie als Suche nach Autonomie in einer Welt, in der die Vereinigten Staaten unberechenbarer auftreten, China selbstbewusster wird und internationale Institutionen oft blockiert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Länder wie Indien, Brasilien, Indonesien und Südafrika ist diese Haltung seit Langem Teil außenpolitischer Praxis. Neu ist, dass auch Deutschland stärker in diese Richtung denkt. Der Bericht spricht von einem Übergang weg von wertegeleiteter Diplomatie hin zu einem stärker transaktionalen Realismus.</p>



<h2 id="h-reform-des-sicherheitsrats-steht-oben-auf-der-agenda" class="wp-block-heading"><span id="reform-des-sicherheitsrats-steht-oben-auf-der-agenda">Reform des Sicherheitsrats steht oben auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalsekretaer-antonio-guterres-fordert-umfassende-reform-des-sicherheitsrats/" data-type="post" data-id="21167">Die Reform des UN-Sicherheitsrats wird in der Erhebung als dringendstes Reformfeld genannt. </a>51 Prozent aller Befragten sehen hier den größten Handlungsbedarf. In Indonesien liegt dieser Wert bei 72 Prozent, in Deutschland bei 51 Prozent und in Südafrika bei 45 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Staaten ist diese Frage besonders zentral. Die Afrikanische Union fordert seit Jahren zwei ständige Sitze mit allen Rechten sowie zusätzliche nichtständige Sitze für den Kontinent. Südafrika gehört zu den Staaten, die diese Reformforderung regelmäßig in internationalen Foren vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht zeigt zugleich, dass der Sicherheitsrat zwar als blockiert gilt, aber nicht als bedeutungslos. Viele Fachleute wollen bestehende Institutionen reformieren, auch wenn sie zunehmend auf ergänzende Formate wie BRICS, regionale Organisationen und thematische Koalitionen setzen.</p>



<h2 id="h-deutschland-bleibt-partner-verliert-aber-an-politischem-gewicht" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-bleibt-partner-verliert-aber-an-politischem-gewicht">Deutschland bleibt Partner, verliert aber an politischem Gewicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland wird in den fünf Ländern weiterhin als Partner gesehen, besonders in Handel und wirtschaftlicher Entwicklung. 95 Prozent der Befragten erkennen Deutschland als Partner im Handel an, 94 Prozent in wirtschaftlicher Entwicklung. Schwächer fällt das Bild bei Fragen harter Sicherheit und strategischer Führung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht beschreibt eine wachsende Lücke zwischen Deutschlands Selbstbild als normative und vermittelnde Macht und der internationalen Wahrnehmung. Deutschland werde wirtschaftlich respektiert, aber auf sicherheitspolitischem Feld oft als Akteur mit begrenztem Gewicht gesehen. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" data-type="post" data-id="27897">Das Scheitern der deutschen Kandidatur für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat wird als Hinweis auf schwindenden diplomatischen Einfluss genannt.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschlands Beziehungen zu Afrika liegt darin ein deutlicher Befund. Wirtschaftliche Glaubwürdigkeit allein reicht nicht aus, wenn afrikanische Partner stärker nach politischer Handlungsfähigkeit, Sicherheitsbeiträgen und verlässlicher Reformbereitschaft fragen.</p>



<h2 id="h-entwicklungspolitik-verschiebt-sich-zu-wissen-und-partnerschaften" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungspolitik-verschiebt-sich-zu-wissen-und-partnerschaften">Entwicklungspolitik verschiebt sich zu Wissen und Partnerschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei globalen öffentlichen Gütern und Entwicklungszusammenarbeit setzen die befragten Fachleute vor allem auf Wissenstransfer und Süd-Süd-Kooperation. In Südafrika nennen 68 Prozent technische Zusammenarbeit zwischen Ländern des globalen Südens als Priorität. In Brasilien sind es 75 Prozent, in Indien 51 Prozent, in Deutschland 70 Prozent und in Indonesien 49 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Multilaterale und Dreieckskooperationen werden ebenfalls breit unterstützt. Höhere finanzielle Beiträge für internationale Entwicklung spielen dagegen eine geringere Rolle. In Südafrika nennen sie 19 Prozent der Befragten, in Deutschland 14 Prozent und in Indonesien 41 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschiebt sich das Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit. Es geht weniger um klassische Geber-Empfänger-Logik und stärker um Fachwissen, Technologie, lokale Lösungen und Partnerschaften zwischen Staaten mit ähnlichen Entwicklungs- und Industrialisierungserfahrungen.</p>



<h2 id="h-nahe-ohne-starke-verbindungen" class="wp-block-heading"><span id="naehe-ohne-starke-verbindungen">Nähe ohne starke Verbindungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz gemeinsamer Interessen sehen sich die untersuchten Mittelmächte noch nicht durchgehend als zentrale bilaterale Partner. Der Bericht spricht von einer Verbindungslücke zwischen Ländern wie Brasilien, Indien, Indonesien und Südafrika. Politische Nähe führt bisher nicht automatisch zu starken Handels-, Finanz- oder Mobilitätskorridoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeigt sich auch in den Partnerbewertungen. China wird über alle Länder hinweg am häufigsten als besonders wichtige bilaterale Beziehung genannt. In Südafrika bewerten 93 Prozent der Befragten die Beziehungen zu China als sehr wichtig, 63 Prozent jene zu den Vereinigten Staaten, 67 Prozent jene zu Indien und 49 Prozent jene zu Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse zeigen damit zwei gleichzeitige Bewegungen. Mittelmächte wollen mehr Autonomie gegenüber Großmächten, verfügen aber noch nicht über ausreichend dichte Verbindungen untereinander. <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-schliesst-sich-brics-als-partnerland-an/">In dieser Lücke gewinnen regionale Organisationen, BRICS und thematische Koalitionen an Bedeutung.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN beschließen Migrationserklärung gegen Widerstand der USA</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-beschliessen-migrationserklaerung-gegen-widerstand-der-usa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 19:56:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>147 Staaten stimmen für die neue UN-Migrationserklärung, die USA stellen sich quer: In New York prallen zwei Migrationsbilder aufeinander. Multilaterale Steuerung gegen nationale Abschottung.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Generalversammlung hat eine neue Fortschrittserklärung zur internationalen Migration angenommen und damit den politischen Streit über den globalen Migrationspakt neu sichtbar gemacht. Die Abstimmung fand am Mittwoch in New York statt. 147 Staaten stimmten für den Text, sechs dagegen, 23 enthielten sich. Die USA lehnten die Erklärung scharf ab und erklärten in der Generalversammlung: „Die Ära der Massenmigration ist vorbei.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-stellt-sich-offen-gegen-den-migrationskurs-der-un"><span id="washington-stellt-sich-offen-gegen-den-migrationskurs-der-un">Washington stellt sich offen gegen den Migrationskurs der UN</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten wiesen die Fortschrittserklärung des International Migration Review Forum zurück. Die US-Vertreterin erklärte, ihr Land erkenne den Globalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration nicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für die Bürger westlicher Nationen war Massenmigration nie sicher“, sagte die US-Vertreterin. Sie habe neue Sicherheitsrisiken geschaffen, finanzielle Belastungen erhöht und den gesellschaftlichen Zusammenhalt geschwächt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="538" height="308" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1.jpeg" alt="" class="wp-image-27531 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1-300x172.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/8a53f1fc-0b8b-4539-b86f-db546ed97be1-380x218.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-brechen-mit-un-migrationsforum/" type="post" id="27323">Washington kritisierte besonders, dass die Erklärung grundlegende Dienste für Migranten unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus anspricht.</a> Die USA verwiesen dagegen auf eine klare rechtliche Trennung zwischen Menschen, die Gesetze befolgten, und Menschen, die sie verletzten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grosse-mehrheit-stutzt-die-erklarung"><span id="grosse-mehrheit-stuetzt-die-erklaerung">Große Mehrheit stützt die Erklärung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung nahm den Resolutionsentwurf A/80/L.64 mit deutlicher Mehrheit an. Gegen den Text stimmten die Tschechische Republik, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a>, Italien, Polen, die Slowakei und die Vereinigten Staaten. Enthaltungen kamen von 23 Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung ist das Ergebnis des International Migration Review Forum, das vom 5. bis 8. Mai am UN-Hauptquartier in New York stattfand. Sie bekräftigt den Globalen Migrationspakt von 2018 und beschreibt Migration als Feld internationaler Zusammenarbeit, nationaler Souveränität, Menschenrechte und staatlicher Verantwortung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text ist nicht rechtlich bindend. Er soll Staaten politisch auf gemeinsame Grundsätze verpflichten: sichere und reguläre Migrationswege, Schutz vor Menschenhandel, Bekämpfung von Schleuserkriminalität, Rückkehr und Wiedereingliederung sowie Zugang zu grundlegenden Diensten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-brasilien-warnt-vor-entmenschlichender-rhetorik"><span id="brasilien-warnt-vor-entmenschlichender-rhetorik">Brasilien warnt vor „entmenschlichender Rhetorik“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Brasilien brachte den Entwurf im Namen einer Gruppe gleichgesinnter Staaten ein. Der brasilianische Vertreter bedauerte, dass ein solches Dokument überhaupt zur Abstimmung gestellt worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kritisierte eine „entmenschlichende Rhetorik“, die Migranten zu Sündenböcken mache. Zugleich verwies er auf Beiträge von Migranten, besonders in Ländern mit alternden Gesellschaften.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="325" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d.jpeg" alt="" class="wp-image-27530 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d-300x181.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/fd21053d-acca-4d8d-a76f-e90d89e4670d-380x230.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Brasilien stellte reguläre Migrationswege in den Mittelpunkt. Sie sollen irreguläre Migration verringern, Schleuser bekämpfen und Menschenhandel eindämmen. Der Vertreter warnte außerdem vor der Inhaftierung von Kindern und vor der zunehmenden Auslagerung von Migrationskontrolle an andere Staaten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-souveranitat-und-menschenrechte"><span id="streit-um-souveraenitaet-und-menschenrechte">Streit um Souveränität und Menschenrechte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung hält fest, dass Staaten innerhalb ihrer Hoheitsgewalt zwischen regulärem und irregulärem Aufenthaltsstatus unterscheiden können. Gleichzeitig betont sie, dass alle Migranten Träger von Menschenrechten bleiben, unabhängig von ihrem Status. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Schnittstelle liegt der politische Konflikt. Für Unterstützer des Textes verbindet die Erklärung staatliche Kontrolle mit internationaler Zusammenarbeit. Für Gegner wie die USA geht sie zu weit, weil sie Rechte und Dienste auch für Menschen ohne regulären Status anspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text fordert sichere Zugänge zu grundlegenden Diensten, darunter Gesundheitsversorgung und Bildung. Er benennt zugleich Rückkehr, Rückübernahme und nachhaltige Reintegration als Teil internationaler Migrationspolitik. Staaten sollen eigene Staatsangehörige zurücknehmen und Rückführungen unter Achtung der Menschenrechte durchführen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-als-arbeitsmarkt-und-entwicklungsfrage"><span id="migration-als-arbeitsmarkt-und-entwicklungsfrage">Migration als Arbeitsmarkt- und Entwicklungsfrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung beschreibt Migration nicht nur als Grenz- und Sicherheitsfrage. Sie behandelt auch Arbeitsmigration, Qualifikationen, faire Anwerbung, Überweisungen von Migranten in Herkunftsländer und die Rolle von Diasporas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reguläre Wege sollen nach dem Text stärker an Arbeitsmärkte, demografische Entwicklungen, Ausbildung, Forschung, Familienzusammenführung und humanitäre Gründe angepasst werden. Gleichzeitig fordert die Erklärung, Rekrutierungsgebühren nicht auf Arbeitsmigranten abzuwälzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rücküberweisungen spielen eine Rolle. Die Staaten bekräftigen das Ziel, die durchschnittlichen Kosten für Geldtransfers von Migranten bis 2030 auf weniger als drei Prozent zu senken. Solche Zahlungen sind für viele Herkunftsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika eine zentrale private Finanzquelle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinder-grenzen-und-ruckfuhrungen-im-fokus"><span id="kinder-grenzen-und-rueckfuehrungen-im-fokus">Kinder, Grenzen und Rückführungen im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung fordert, Freiheitsentzug in der Migrationspolitik nur als letztes Mittel einzusetzen. Für Kinder sollen Alternativen zur Inhaftierung gestärkt werden. Der UN-Generalsekretär soll dazu im nächsten Bericht praktische Empfehlungen und eine Bewertung der Fortschritte vorlegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Grenzmanagement setzt der Text auf moderne Systeme, digitale Verfahren und internationale Zusammenarbeit. Zugleich verlangt er rechtliche, technische und ethische Schutzvorkehrungen beim Einsatz digitaler Technologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung warnt auch vor Lücken bei Rückkehr und Rückübernahme. Genannt werden unzureichende Zusammenarbeit bei der Identifizierung eigener Staatsangehöriger, fehlende Reisedokumente und zu schwache Garantien für menschenrechtskonforme Verfahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-bruchlinie-zwischen-un-mehrheit-und-westlichen-gegnern"><span id="politische-bruchlinie-zwischen-un-mehrheit-und-westlichen-gegnern">Politische Bruchlinie zwischen UN-Mehrheit und westlichen Gegnern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abstimmung zeigt eine deutliche Mehrheit für den multilateralen Ansatz der Vereinten Nationen. Zugleich markiert sie eine sichtbare Bruchlinie zu Staaten, die Migration stärker national, sicherheitspolitisch und restriktiv steuern wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Erklärung setzte den schärfsten Kontrapunkt. Brasilien und die unterstützenden Staaten hielten dagegen, dass Migration reguliert, aber nicht entmenschlicht werden dürfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste umfassende Befassung der Generalversammlung ist für 2029 vorgesehen. Der nächste Bericht des UN-Generalsekretärs soll praktische Hinweise zur Zusammenarbeit zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielländern enthalten. </p>
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		<title>UN-Sicherheitsrat warnt nach Rekordzahl getöteter Helfer vor Kollaps von Friedensmissionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 13:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 1.000 getötete humanitäre Helfer in drei Jahren. Im UN-Sicherheitsrat wächst der Druck auf Staaten und Konfliktparteien, Angriffe auf Hilfskräfte und UN-Personal endlich konsequent zu ahnden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen%2F&amp;action_name=UN-Sicherheitsrat%20warnt%20nach%20Rekordzahl%20get%C3%B6teter%20Helfer%20vor%20Kollaps%20von%20Friedensmissionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-warnt-nach-rekordzahl-getoeteter-helfer-vor-kollaps-von-friedensmissionen/">UN-Sicherheitsrat warnt nach Rekordzahl getöteter Helfer vor Kollaps von Friedensmissionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Angesichts einer Rekordzahl getöteter humanitärer Helfer und UN-Beschäftigter hat der UN-Sicherheitsrat mehr Schutz, mehr Rechenschaft und die konsequente Einhaltung des humanitären Völkerrechts gefordert. Im Sicherheitsrat stand die <a href="https://press.un.org/en/2026/sc16331.doc.htm">Lage</a> von Hilfskräften und UN-Personal in bewaffneten Konflikten im Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tom Fletcher, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator, sprach von einem dramatischen Einbruch bestehender Schutzmechanismen. 2025 seien mindestens 326 humanitäre Helfer in 21 Ländern getötet worden. In den vergangenen drei Jahren habe die Zahl damit insgesamt bei mehr als 1.010 gelegen. Zum Vergleich verwies Fletcher darauf, dass in den drei Jahren davor weltweit 377 humanitäre Helfer getötet worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist keine zufällige Eskalation, sondern der Zusammenbruch von Schutz“, sagte Fletcher vor dem Sicherheitsrat. Von den Todesfällen der vergangenen drei Jahre entfielen nach seinen Angaben mehr als 560 auf Gaza und das Westjordanland, 130 auf Sudan, 60 auf Südsudan sowie jeweils 25 auf die Ukraine und die Demokratische Republik Kongo.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-vertreter-verlangen-mehr-als-neue-bekenntnisse"><span id="un-vertreter-verlangen-mehr-als-neue-bekenntnisse">UN-Vertreter verlangen mehr als neue Bekenntnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fletcher stellte die Frage, ob die internationale Gemeinschaft noch hinter der Resolution 2730 aus dem Jahr 2024 stehe. Der Text war in einer Phase wachsender Gefahren für humanitäres Personal sowie für UN- und assoziierte Beschäftigte in Konfliktgebieten verabschiedet worden. Die Resolution wurde von der Schweiz eingebracht und von mehr als 90 Mitgliedstaaten mitgetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sei eine Beleidigung für die mehr als 1.000 getöteten Kollegen, nur noch einmal die bekannten Zusagen zu wiederholen, sagte Fletcher mit Blick auf Schutz, Integrität und Rechenschaft. Die Vereinten Nationen kämen nicht in den Rat, um an diese Zusagen zu erinnern, sondern um deren Umsetzung einzufordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Gilles Michaud, Untergeneralsekretär für Sicherheit und Gefahrenabwehr, warf den Mitgliedstaaten mangelnde Konsequenz vor. Er erinnerte an den <a href="https://fokus-afrika.de/vereinte-nationen-verurteilen-toedlichen-drohnenangriff-in-goma/" type="post" id="25608">Tod eines Mitarbeiters des Kinderhilfswerks UNICEF</a>, als im März 2026 in Goma eine Drohne ein Wohnhaus traf, an den Tod eines Mitarbeiters der Weltgesundheitsorganisation WHO bei einem versuchten Kidnapping in Port-au-Prince im November 2025 und an den Tod eines Mitarbeiters des UN-Sicherheitsdienstes, der im Mai 2024 in Gaza von einem Panzer getroffen wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26370 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135336.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Bis heute ist niemand für ihren Tod zur Verantwortung gezogen worden“, sagte Michaud. Seit seinem Amtsantritt 2019 hätten Umfang, Intensität und Häufigkeit der Bedrohungen gegen humanitäres Personal weiter zugenommen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-richtet-sich-auch-an-staaten"><span id="kritik-richtet-sich-auch-an-staaten">Kritik richtet sich auch an Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Michaud sagte, Angriffe auf Helfer gingen nicht mehr nur von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen aus. Sie kämen inzwischen auch von Mitgliedstaaten, die sich zwar zum humanitären Völkerrecht bekennten, es in der Praxis aber missachteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies er auf <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">jüngste Haushaltskürzungen</a>, die den globalen Sicherheitsschutz für <a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" type="post" id="24377">humanitäres Personal geschwächt</a> hätten. Dadurch würden Mitarbeiter stärker gefährdet, Programme verwundbarer und Mandate schwerer umsetzbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er forderte „echte, folgenschwere Maßnahmen“ gegen alle, die die Sicherheit von Frauen und Männern gefährden, deren Arbeit Leben rette. Andernfalls blieben politische Reaktionen, so Michaud, bestenfalls „Zeichen von Hilflosigkeit“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rotes-kreuz-spricht-von-verlust-an-menschlichkeit"><span id="rotes-kreuz-spricht-von-verlust-an-menschlichkeit">Rotes Kreuz spricht von Verlust an Menschlichkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz drängte auf sofortige Schritte. Elyse Nicole Mosquini, Ständige Beobachterin und Leiterin der Delegation des IKRK bei den Vereinten Nationen, erklärte, jeder einzelne Tod stehe für „ein Versagen der Menschlichkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihren Angaben wurden allein 2025 mindestens 31 Mitarbeiter und Freiwillige der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bei humanitären Einsätzen getötet. Dazu zähle auch der 20-jährige Abolfazl Dahanavi, der am vergangenen Samstag als vierter Mitarbeiter der iranischen Rothalbmondgesellschaft während eines humanitären Einsatzes im Iran getötet worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir verlieren im Krieg unsere Menschlichkeit“, sagte Mosquini. Das humanitäre Völkerrecht sei eindeutig, Staaten müssten humanitäres Personal achten und schützen. Zugleich warnte sie davor, den Mut von Helfern mit Schutz zu verwechseln. „Ihr Mut ist außergewöhnlich, aber Mut lenkt keine Kugeln ab. Hingabe schützt nicht vor Drohnen, Beschuss und Schüssen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-ringt-um-verantwortung-in-aktuellen-konflikten"><span id="sicherheitsrat-ringt-um-verantwortung-in-aktuellen-konflikten">Sicherheitsrat ringt um Verantwortung in aktuellen Konflikten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte forderten zahlreiche Staaten stärkere Schutzmechanismen, die Durchsetzung des bestehenden Völkerrechts, Rechenschaft für Täter und bessere operative Absicherung für humanitäres Personal in Konfliktzonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a> erklärte, mehr als die Hälfte aller Todesfälle unter humanitären Helfern stehe in direktem Zusammenhang mit dem Krieg in Palästina und israelischen Militäroperationen. Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> hielten dem entgegen, <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">Iran missachte mit gezielten Angriffen auf Zivilisten in der Golfregion internationales Recht und gefährde Frieden und Sicherheit</a>. Der Vertreter Bahrains, das im April den Vorsitz im Sicherheitsrat innehat, sagte in nationaler Funktion, ungerechtfertigte iranische Angriffe auf sein Land und andere Staaten hätten Hilfsbemühungen in vielen Teilen der Welt beeinträchtigt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26371 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71135293.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/" type="post_tag" id="561">Großbritannien</a> erinnerte an den Angriff auf Mitarbeiter von World Central Kitchen in Gaza vor zwei Jahren, bei dem drei britische Staatsangehörige getötet wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> habe die Verantwortung, zu erklären, wie und warum es dazu kam, sagte der britische Vertreter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> mahnte, wer Leben schütze, dürfe nicht selbst in Gefahr geraten. Der chinesische Vertreter verwies auf eine gemeinsam mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/" type="post_tag" id="608">Brasilien</a>, Jordanien, Kasachstan, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a> und weiteren Staaten sowie dem IKRK gestartete globale Initiative zur Stärkung des politischen Bekenntnisses zum humanitären Völkerrecht. Mehr als 100 Länder hätten sich ihr bereits angeschlossen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-technik-verscharft-risiken-und-eroffnet-neue-mittel"><span id="technik-verschaerft-risiken-und-eroeffnet-neue-mittel">Technik verschärft Risiken und eröffnet neue Mittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Delegationen verwiesen auf die wachsende Rolle neuer Technologien in Konflikten. Lettland erklärte, der zunehmende Einsatz von Drohnen und anderen leicht verfügbaren Technologien durch staatliche und nichtstaatliche Akteure schaffe neue Gefahren für humanitäres Personal. Zugleich könne Technik den Einsatz von Hilfsorganisationen verbessern, etwa durch digitale Analyseinstrumente und Frühwarnsysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/" type="post_tag" id="391">Frankreich</a> forderte, Resolutionen des Sicherheitsrats müssten stärkere Garantien für die Sicherheit humanitärer Helfer enthalten. Griechenland verwies darauf, dass das IKRK vor 27 Jahren von 20 aktiven Konflikten gesprochen habe, inzwischen aber mehr als 130 Konflikte weltweit registriere. Sicherheitsanforderungen müssten deshalb systematisch in Mandate des Rates eingebaut werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staaten-dringen-auf-ermittlungen-und-konsequenzen"><span id="staaten-dringen-auf-ermittlungen-und-konsequenzen">Staaten dringen auf Ermittlungen und Konsequenzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-au-und-aegypten-stellen-sich-hinter-feuerpause-zwischen-usa-und-iran/" type="post" id="26343">Pakistan</a> erklärte, wenn humanitäre Helfer und UN-Beschäftigte nicht mehr geschützt würden, werde das gesamte System des Schutzes von Zivilisten geschwächt. Der Vertreter forderte schnelle, unparteiische, transparente und wirksame Untersuchungen. Panama sprach von einer rechtlichen und ethischen Pflicht zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a> warnte vor einer tiefen Kluft zwischen den Zusagen der Staaten und ihrer Umsetzung. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> verwies darauf, dass bestehende Rechtsrahmen in der Praxis zu oft nicht eingehalten würden. Dänemark sagte, fehlende klare und konsequente Verurteilung setze den Preis für solche Angriffe faktisch auf null.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kolumbien beklagte ein fortbestehendes Muster systemischer Gewalt und gezielter wie unterschiedsloser Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Die Schweiz, die Resolution 2730 eingebracht hatte, warnte, zunehmende Attacken auf humanitäre Helfer sendeten das Signal, dass diese Menschen zu akzeptablen Zielen geworden seien. „Kriege haben Regeln, und Zivilisten sind kein Ziel“, sagte die Schweizer Vertreterin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/" type="category" id="73">Liberia</a> verwies auf die menschlichen Folgen solcher Angriffe. Der Botschafter beschrieb den Preis ziviler Opfer als Vater, der nicht zurückkehrt, als Mutter, die ihre Familie zusammenzuhalten versucht, als einziges Kind, dessen Zukunft abrupt endet, oder als Angehörige, die auf einen Menschen warten, der unter der Schutzflagge der Vereinten Nationen dient.</p>
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		<item>
		<title>Russische Desinformation greift deutsche Entwicklungspolitik an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russische-desinformation-greift-deutsche-entwicklungspolitik-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 20:45:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Auflösung der US-Entwicklungsbehörde USAID hat die Verbreitung von Desinformation über Entwicklungszusammenarbeit im deutschsprachigen Raum deutlich verstärkt. Zwischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussische-desinformation-greift-deutsche-entwicklungspolitik-an%2F&amp;action_name=Russische%20Desinformation%20greift%20deutsche%20Entwicklungspolitik%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russische-desinformation-greift-deutsche-entwicklungspolitik-an/">Russische Desinformation greift deutsche Entwicklungspolitik an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Auflösung der US-Entwicklungsbehörde USAID hat die Verbreitung von Desinformation über Entwicklungszusammenarbeit im deutschsprachigen Raum deutlich verstärkt. Zwischen Januar und März 2025 nahmen entsprechende Debatten in verschwörungsideologischen, rechtsextremen und pro-russischen Telegram-Kanälen spürbar zu. CeMAS beschreibt dabei ein Muster, in dem <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/">frühere Angriffe</a> auf USAID auf deutsche und europäische Entwicklungsprojekte übertragen wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Erzählungen stehen nach der <a href="https://assets.ctfassets.net/jxoi5zxh0flm/23PiYLI4XcM7sOEUnhOT6l/3a41b71775ef8464bca9ef02119cfb79/2026-03_CeMAS_Researchpaper_VerschwoÌ_rungsnarrative_uÌ_ber_Entwicklungszusammenarbeit.pdf">Analyse</a> unbelegte Vorwürfe, Entwicklungszusammenarbeit sei vor allem korrupt, verschwenderisch und ideologisch motiviert. Deutsche Projekte würden in diesen Beiträgen häufig als „Geldgeschenke ins Ausland“ dargestellt. Zugleich werde der Eindruck erzeugt, politische Eliten stellten ausländische Interessen über die der Bevölkerung in Deutschland. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-telegram-als-zentrale-drehscheibe"><span id="telegram-als-zentrale-drehscheibe">Telegram als zentrale Drehscheibe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Untersuchung wertete CeMAS 36.420 Telegram-Nachrichten aus, die zwischen dem 1. Oktober 2024 und dem 20. November 2025 in rund 3.000 Kanälen und 2.000 Gruppen erfasst wurden. Der größte Teil der Beiträge bezog sich auf USAID, doch eines der größten Themenfelder betraf bereits direkt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Auch Parallelen zur EU spielten in den ausgewerteten Inhalten eine wichtige Rolle. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg.png" alt="" class="wp-image-26098 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-300x300.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-150x150.png 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-80x80.png 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-110x110.png 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Telegram_logo_icon.svg-380x380.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders auffällig ist laut CeMAS die Struktur der Verbreitung. In Telegram-Gruppen stamme ein großer Teil der einschlägigen Weiterleitungen von einer kleinen Zahl sehr aktiver Accounts. Die zehn aktivsten Accounts waren demnach für knapp ein Viertel aller weitergeleiteten Nachrichten in Gruppen verantwortlich. Zwei besonders aktive Konten griffen fast ausschließlich auf dieselben Quellen zurück, darunter öffentliche Kanäle aus dem verschwörungsideologischen Milieu sowie pro-russische Propagandakanäle. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-aus-usaid-ein-deutsches-reizthema-wurde"><span id="wie-aus-usaid-ein-deutsches-reizthema-wurde">Wie aus USAID ein deutsches Reizthema wurde</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ausgewerteten Posts zeichneten USAID nach CeMAS als angebliches Zentrum eines „Deep State“, als Werkzeug von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/nachrichtendienste/" type="post_tag" id="506">Geheimdiensten</a> oder als Geldgeber für Terrorismus und Migration. Solche Behauptungen seien vielfach falsch, irreführend oder aus dem Zusammenhang gerissen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_States_Agency_for_International_Development_130107-F-HB112-121-2-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26096 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_States_Agency_for_International_Development_130107-F-HB112-121-2-1-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_States_Agency_for_International_Development_130107-F-HB112-121-2-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_States_Agency_for_International_Development_130107-F-HB112-121-2-1-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_States_Agency_for_International_Development_130107-F-HB112-121-2-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_States_Agency_for_International_Development_130107-F-HB112-121-2-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_States_Agency_for_International_Development_130107-F-HB112-121-2-1-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/United_States_Agency_for_International_Development_130107-F-HB112-121-2-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einige dieser Narrative wurden anschließend auf Deutschland und die EU übertragen. Entwicklungsprojekte seien dabei pauschal als fragwürdige Ausgaben dargestellt worden, ohne ihre tatsächlichen Ziele oder Strukturen abzubilden. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland beschreibt die Analyse ein klares Framing. Beiträge stellten Ausgaben im Ausland gezielt der sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland gegenüber. Entwicklungszusammenarbeit mit Ländern oder Regionen wie Afrika, Syrien, Afghanistan oder Gaza wurde dabei nicht als außen- und entwicklungspolitisches Instrument beschrieben, sondern als Belastung für deutsche Steuerzahler. Auch Klima- und Migrationsdebatten wurden mit dem Thema eng verknüpft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel nennt CeMAS bei der Debatte über <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a>. In den untersuchten Beiträgen sei deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit China als Beleg für absurde Mittelverwendung dargestellt worden. Zugleich verweist die Analyse darauf, dass die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und China bereits 2010 beendet wurde und die heutige Arbeit der GIZ dort andere Formen des fachlichen Austauschs betrifft. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russische-fallbeispiele-mit-millionenreichweite"><span id="russische-fallbeispiele-mit-millionenreichweite">Russische Fallbeispiele mit Millionenreichweite</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">CeMAS sieht zudem eine gezielte russische und pro-russische Nutzung des Themas. Ein Fallbeispiel betrifft die Kampagne „Operation Overload/Matryoshka“. Dabei wurde im Februar 2025 ein Video verbreitet, das fälschlich behauptete, USAID habe bekannten US-Schauspielern Reisen in die Ukraine bezahlt. Nachdem prominente englischsprachige Accounts den Inhalt verstärkt hatten, erreichte der Post auf X laut CeMAS 4,3 Millionen Aufrufe. Reposts und wortgleiche Wiederholungen kamen demnach auf insgesamt 266 Millionen Views. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf Deutsch gewann diese Falschbehauptung laut der Untersuchung erhebliche Reichweite. Deutschsprachige Posts mit entsprechenden Schlagworten kamen im Zeitraum vom 1. Februar bis 31. Dezember 2025 demnach auf 6,6 Millionen Views. Unter den reichweitenstärksten deutschsprachigen Beiträgen fehlte laut CeMAS eine sichtbare Korrektur durch Community Notes. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-26099 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Maracana_fromCorcovado.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein zweites Beispiel betrifft die erfundene Behauptung, Deutschland habe ein Fußballstadion in Brasilien mit 1,4 Milliarden Euro finanziert. Der entsprechende Inhalt wurde über die brasilianische Organisation Nova Resistência verbreitet, die CeMAS in ein <a href="https://fokus-afrika.de/russische-journalisten-trainieren-staatliche-nachrichtenagentur/" type="post" id="10202">pro-russisches Umfeld</a> einordnet. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschsprachige Posts mit dieser Erzählung erreichten laut der Analyse 3,3 Millionen Aufrufe. Ziel solcher Kampagnen sei nicht nur die Diskreditierung internationaler Zusammenarbeit, sondern auch die gezielte Beschädigung der Bundesregierung. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungspolitik-als-projektionsflache"><span id="entwicklungspolitik-als-projektionsflaeche">Entwicklungspolitik als Projektionsfläche</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://cemas.io/press/releases/neues-research-paper-desinformation-ueber-entwicklungszusammenarbeit/">Studie</a> beschreibt Entwicklungszusammenarbeit damit nicht nur als politisches Streitthema, sondern auch als besonders anfälliges Feld für irreführende Zuspitzungen. Gerade weil das Politikfeld komplex ist, lassen sich Einzelprojekte leicht verkürzt darstellen und emotional aufladen. CeMAS kommt zu dem Befund, dass verschwörungsideologische Communitys bei der Verbreitung solcher Inhalte eine führende Rolle spielen und ihre Narrative bis in andere Milieus hinein tragen.</p>
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		<item>
		<title>Südafrikas Präsident Ramaphosa doch nicht beim G7-Gipfel dabei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 20:24:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26034</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wird nicht am G7-Gipfel im Juni in Frankreich teilnehmen. Am Donnerstag, 26. März 2026,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrikas%20Pr%C3%A4sident%20Ramaphosa%20doch%20nicht%20beim%20G7-Gipfel%20dabei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei/">Südafrikas Präsident Ramaphosa doch nicht beim G7-Gipfel dabei</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wird nicht am G7-Gipfel im Juni in Frankreich teilnehmen. Am Donnerstag, 26. März 2026, erklärte die südafrikanische Präsidentschaft zunächst, Paris habe eine frühere Einladung wegen anhaltenden Drucks aus den USA zurückgezogen. Frankreich wies diese Darstellung später zurück. Ramaphosa selbst bestritt am Abend, dass Washington die Entscheidung erzwungen habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wurde aus einer ursprünglich diplomatischen Personalie binnen Stunden ein offener Konflikt um Deutungshoheit. Südafrika sprach von einer ausgeladenen Einladung, Frankreich von einer eigenen Auswahlentscheidung für andere Gaststaaten. Im Zentrum steht die Frage, wie stark die Spannungen zwischen Washington und Pretoria inzwischen auch auf multilaterale Formate ausstrahlen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasidentschaft-spricht-von-us-druck"><span id="praesidentschaft-spricht-von-us-druck">Präsidentschaft spricht von US-Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsidialamtssprecher Vincent Magwenya sagte dem südafrikanischen Sender SABC, der Rückzug der Einladung sei mit „anhaltendem Druck“ aus den Vereinigten Staaten begründet worden. Nach seiner Darstellung habe Washington sogar mit einem Boykott des Treffens gedroht, falls Südafrika teilnehme. Magwenya sagte zudem, Frankreich habe das Fernbleiben eines wichtigen G7-Mitglieds nicht riskieren wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.sabcnews.com/sabcnews/ramaphosa-disinvited-from-g7-summit-over-us-objections/">Angaben</a> aus Pretoria hatte Präsident Emmanuel Macron Ramaphosa bereits im vergangenen Jahr beim G20-Gipfel in Johannesburg persönlich eingeladen. Magwenya betonte zugleich, die bilateralen Beziehungen zu Frankreich blieben eng. Auch der Versuch, das belastete Verhältnis zu den Vereinigten Staaten wieder zu stabilisieren, werde fortgesetzt. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-widerspricht"><span id="frankreich-widerspricht">Frankreich widerspricht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Paris kam kurz darauf eine andere Version. Französische Regierungsvertreter bestritten, Südafrika auf Wunsch der USA von der Gästeliste gestrichen zu haben. Nach Reuters erklärte ein französischer Offizieller, Frankreich habe sich diesmal entschieden, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> einzuladen. Als Grund nannte er Macrons geplanten Besuch in Kenia im Mai im Zusammenhang mit einem <a href="https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/" type="post" id="23385">Afrika-Frankreich-Gipfel</a>. Bei diese, Gipfel werden auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Indiens Premierminister Modi erwartet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26035 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hatte zuvor mitgeteilt, dass <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/" type="post_tag" id="584">Indien</a>, Südkorea, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/" type="post_tag" id="608">Brasilien</a> und Kenia als Gastländer zum Gipfel in Évian-les-Bains eingeladen werden sollen. Südafrika, das in der Vergangenheit mehrfach als Gast an G7-Treffen teilgenommen hatte, gehört diesmal nicht dazu. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ramaphosa-widerspricht-dem-eigenen-sprecher"><span id="ramaphosa-widerspricht-dem-eigenen-sprecher">Ramaphosa widerspricht dem eigenen Sprecher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend setzte Ramaphosa selbst einen anderen Ton. Er sagte, Südafrikas Abwesenheit beim G7-Gipfel sei kein Affront und kein Grund zur Überraschung, da das Land nicht Mitglied der Gruppe sei. Zugleich erklärte er, es habe keinen Druck auf Frankreich gegeben und Paris müsse frei über seine Einladungen entscheiden können. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24314 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit stand die südafrikanische Regierung am selben Tag mit zwei unterschiedlichen Erklärungen in der Öffentlichkeit. Während Magwenya von amerikanischem Druck sprach, relativierte Ramaphosa den Vorgang und sprach ausdrücklich nicht von einer Zurücksetzung Südafrikas. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-belastetes-verhaltnis-zu-washington"><span id="belastetes-verhaeltnis-zu-washington">Belastetes Verhältnis zu Washington</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit fällt in eine Phase <a href="https://fokus-afrika.de/trump-schliesst-suedafrika-vom-g20-gipfel-2026-aus-scharfer-schlagabtausch-zwischen-washington-und-pretoria/">anhaltender Spannungen</a> zwischen Südafrika und den USA. Reuters verweist darauf, dass Donald Trump Südafrikas Außenpolitik und innenpolitische Rassengesetze in seiner zweiten Amtszeit wiederholt kritisiert hat. Zudem hatte er bereits den G20-Gipfel in <a href="https://fokus-afrika.de/trump-schliesst-suedafrika-vom-g20-gipfel-2026-aus-scharfer-schlagabtausch-zwischen-washington-und-pretoria/" type="post" id="22637">Johannesburg boykottiert</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Pretoria ist der Vorgang deshalb mehr als eine Protokollfrage. Südafrika gehört zwar nicht zur G7, wurde in den vergangenen Jahren aber regelmäßig zu den erweiterten Gesprächen eingeladen. Gerade weil das Land auf internationalen Gipfeln als Stimme des globalen Südens auftritt, erhält die Debatte über die ausgeladene Einladung nun auch eine geopolitische Dimension.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump meets with President of South Africa Cyril Ramaphosa, Wednesday, May 21, 2025, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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		<title>Südafrika beginnt BRICS-Marineübung mit China, Russland und Iran vor Kapstadt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrika-beginnt-brics-marineuebung-mit-china-russland-und-iran-vor-kapstadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 14:51:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Vor der Küste Südafrikas haben China, Russland und Iran gemeinsam mit der südafrikanischen Marine eine einwöchige Marineübung begonnen.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrika-beginnt-brics-marineuebung-mit-china-russland-und-iran-vor-kapstadt%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrika%20beginnt%20BRICS-Marine%C3%BCbung%20mit%20China%2C%20Russland%20und%20Iran%20vor%20Kapstadt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-beginnt-brics-marineuebung-mit-china-russland-und-iran-vor-kapstadt/">Südafrika beginnt BRICS-Marineübung mit China, Russland und Iran vor Kapstadt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Vor der Küste Südafrikas haben China, Russland und Iran gemeinsam mit der südafrikanischen Marine eine einwöchige Marineübung begonnen. Die Manöver finden im Raum um Simon’s Town südlich von Kapstadt statt, dem Standort der wichtigsten Marinebasis des Landes. Die Übung trägt den Namen „Will for Peace 2026“ und soll bis zum kommenden Freitag dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die südafrikanischen Streitkräfte ordnen das Manöver als routinemäßige militärische Zusammenarbeit ein. Ziel sei es, Verfahren abzustimmen, operative Fähigkeiten zu verbessern und zur Sicherheit internationaler Schifffahrtsrouten beizutragen. China bezeichnet die Übung als gemeinsame Operation zum Schutz maritimer Verkehrswege und wirtschaftlicher Aktivitäten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marineubung-will-for-peace-2026-welche-lander-beteiligt-sind"><span id="marineuebung-will-for-peace-2026-welche-laender-beteiligt-sind">Marineübung „Will for Peace 2026“: Welche Länder beteiligt sind</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23435 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Chinese_sailors.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">An den Übungen beteiligen sich Kriegsschiffe aus China, Russland, Iran und Südafrika. China und Iran entsenden Zerstörer, Russland Korvetten. Südafrika beteiligt sich mit einer Fregatte. Darüber hinaus sind weitere Staaten aus dem erweiterten BRICS-Umfeld als Beobachter eingebunden, darunter Brasilien, Indonesien und Äthiopien.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">BRICS umfasst neben Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika inzwischen auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/">Äthiopien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/">Iran</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6JhJz6XUAEkjan.jpeg">Vereinigten Arabischen Emirate</a> und Indonesien. Die Marineübung wird von China geführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-militarische-inhalte-und-erklarte-ziele"><span id="militaerische-inhalte-und-erklaerte-ziele">Militärische Inhalte und erklärte Ziele</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Übungsprogramm gehören maritime Einsatzszenarien, darunter Angriffe auf Seeziele sowie Rettungsoperationen im Rahmen von Anti-Terror-Einsätzen. Nach Darstellung der südafrikanischen Streitkräfte dient das Manöver dem Austausch von Erfahrungen und der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Marinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der südafrikanische Einsatzkommandeur Captain Nndwakhulu Thomas Thamaha erklärte bei der Eröffnung, die Übung sei Ausdruck des gemeinsamen Willens zur Kooperation in einem zunehmend komplexen maritimen Umfeld. Die Sicherheit von Handelsrouten und maritimen Wirtschaftsaktivitäten stehe im Mittelpunkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marineubung-will-for-peace-2026-welche-lander-beteiligt-sind-0"><span id="marineuebung-will-for-peace-2026-welche-laender-beteiligt-sind-2">Marineübung „Will for Peace 2026“: Welche Länder beteiligt sind</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Marineübung findet in einer Phase erhöhter internationaler Spannungen statt. In den vergangenen Tagen hatten militärische und wirtschaftliche Maßnahmen der Vereinigten Staaten in Lateinamerika und auf See für Reaktionen aus Moskau und Teheran gesorgt. Vor diesem Hintergrund wird die Übung von Beobachtern als politisch sensibel eingestuft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-23437 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Präsenz chinesischer, russischer und iranischer Kriegsschiffe vor Südafrika dürfte die Beziehungen zwischen Pretoria und Washington weiter belasten. Die US-Regierung hat Südafrika zuletzt wiederholt für seine außenpolitische Positionierung kritisiert, insbesondere im Zusammenhang mit den Beziehungen zu Russland und Iran sowie mit der Rolle Südafrikas innerhalb der BRICS-Gruppe.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-innerhalb-sudafrikas"><span id="reaktionen-innerhalb-suedafrikas">Reaktionen innerhalb Südafrikas</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die südafrikanische Regierung weist den Vorwurf einer politischen Provokation zurück. Der stellvertretende Verteidigungsminister Bantu Holomisa erklärte, die Übung sei lange im Voraus geplant worden und stehe nicht im Zusammenhang mit aktuellen internationalen Entwicklungen. Südafrika pflege militärische Kooperationen mit verschiedenen Partnern und sehe darin keinen Widerspruch zu seiner außenpolitischen Linie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritik kommt aus der Regierungskoalition. Die Democratic Alliance, zweitgrößte Partei in der Regierungskoalition, sprach sich gegen die Marineübung aus. Die Partei erklärte, die Bezeichnung als BRICS-Kooperation verschleiere eine zunehmende militärische Annäherung an Staaten wie Russland und Iran. Dies schade dem internationalen Ansehen Südafrikas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-brics-fruhere-ubungen-und-internationale-einordnung"><span id="brics-fruehere-uebungen-und-internationale-einordnung">BRICS, frühere Übungen und internationale Einordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Marineübung knüpft an frühere gemeinsame Manöver an. China, Russland und Südafrika hatten bereits 2019 erstmals zusammen trainiert. Auch 2023 hatte Südafrika Marineübungen mit Russland und China abgehalten, was international auf Kritik stieß, da sie zeitlich mit dem Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine zusammenfielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die diesjährige Übung war ursprünglich für November vorgesehen, wurde jedoch wegen einer Terminkollision mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/trump-sagt-teilnahme-am-g20-gipfel-in-suedafrika-ab/">G20-Gipfel in Johannesburg</a> verschoben. Der G20-Gipfel markierte für Südafrika einen zentralen außenpolitischen Termin, während die BRICS-Staaten ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit zuletzt sichtbarer ausgebaut haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Marineübung vor Kapstadt verdeutlicht die sicherheitspolitische Dimension dieser Zusammenarbeit und unterstreicht Südafrikas Rolle als strategischer Akteur an einer der wichtigsten maritimen Schnittstellen zwischen Atlantik und Indischem Ozean.</p>
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			<media:title type="html">Chinese_sailors</media:title>
			<media:description type="html">Chinese sailors stand in formation before a visit by Chief of Naval Operations (CNO) Adm. John Richardson to the People&#039;s Liberation Army (Navy) (PLA(N)) headquarters in Beijing Jan. 14, 2019. Richardson is on a three-day visit to Beijing and Nanjing to continue the ongoing dialog between the two heads of navy and encourage professional interactions at sea, specifically addressing risk reduction and operational safety measures to prevent unwanted and unnecessary escalation. (U.S. Navy Photo by Chief Mass Communication Specialist Elliott Fabrizio)</media:description>
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			<media:title type="html">1920px-PLAN_Qi_Ji_Guang_2019-2</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>UN-Mitgliedstaaten drängen auf echte Reform des Sicherheitsrats – Afrika und Veto im Fokus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 14:57:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat in einer Ganztagsdebatte die Reform des Sicherheitsrats erneut auf die Agenda gesetzt.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus%2F&amp;action_name=UN-Mitgliedstaaten%20dr%C3%A4ngen%20auf%20echte%20Reform%20des%20Sicherheitsrats%20%E2%80%93%20Afrika%20und%20Veto%20im%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/">UN-Mitgliedstaaten drängen auf echte Reform des Sicherheitsrats – Afrika und Veto im Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat in einer Ganztagsdebatte die Reform des Sicherheitsrats erneut auf die Agenda gesetzt. Hintergrund ist ein massiver Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit des Rates, der Kriege, Massengräuel und neue Bedrohungen wie Klimarisiken und digitale Desinformation häufig nicht verhindert oder eingedämmt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalversammlungspräsidentin Annalena Baerbock bezeichnete die laufende 80. Sitzungsperiode als „Moment der Reflexion, des Handelns und der Führung“, um die Vereinten Nationen an die Realität des 21. Jahrhunderts anzupassen. Mit der UN80-Reforminitiative und dem im „Pakt für die Zukunft“ verankerten Reformauftrag soll der Sicherheitsrat inklusiver, transparenter, effizienter, demokratischer und rechenschaftspflichtiger werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kernpunkte-der-debatte-reprasentation-legitimitat-handlungsfahigkeit"><span id="kernpunkte-der-debatte-repraesentation-legitimitaet-handlungsfaehigkeit">Kernpunkte der Debatte: Repräsentation, Legitimität, Handlungsfähigkeit</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22124 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125592.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rund 60 Delegationen unterstrichen, dass der Rat in seiner Grundstruktur noch immer die Nachkriegsordnung nach 1945 widerspiegelt, während Bedrohungen und Machtverhältnisse sich deutlich verändert haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die G4-Staaten <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/">Brasilien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/institutionelle-beziehungen/">Deutschland</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/">Indien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/japan/">Japan</a> ist die Reform „kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“. Sie argumentieren, dass das schlechte Image der UN maßgeblich mit der Blockade im Sicherheitsrat verknüpft ist und nur eine Erweiterung in beiden Kategorien – ständige und nicht ständige Sitze – reale Abhilfe schaffen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das L.69-Bündnis, ein Zusammenschluss reformorientierter Entwicklungs- und Schwellenländer, spricht von einem „moralischen und politischen Imperativ“, unterrepräsentierten Regionen mehr Gewicht zu geben. Ohne sichtbare Fortschritte drohe das System in einem „freien Fall des Vertrauens“ weiter abzusinken.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrika-im-zentrum-historisches-unrecht-und-common-african-position"><span id="afrika-im-zentrum-historisches-unrecht-und-common-african-position">Afrika im Zentrum: Historisches Unrecht und Common African Position</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="325" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/b581551b-cbe3-490d-8cd1-f003316c71da.jpeg" alt="" class="wp-image-22121 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/b581551b-cbe3-490d-8cd1-f003316c71da.jpeg 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/b581551b-cbe3-490d-8cd1-f003316c71da-300x181.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/b581551b-cbe3-490d-8cd1-f003316c71da-380x230.jpeg 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich fiel der Fokus auf Afrika aus. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/sierra-leone/">Sierra Leone</a> sprach im Namen der Afrikanischen Gruppe von einer „historischen Ungerechtigkeit“, da über 70 Prozent der vom Sicherheitsrat behandelten Dossiers Afrika betreffen, der Kontinent aber keinen ständigen Sitz innehat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Afrikanische Gruppe bekräftigte die Common African Position nach Ezulwini-Konsens und Sirte-Erklärung. Gefordert werden mindestens zwei ständige Sitze mit allen Rechten, einschließlich Veto, falls dieses Instrument bestehen bleibt, sowie fünf zusätzliche nicht ständige Sitze für Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> und andere afrikanische Staaten betonten, dass eine breitere geografische Diversität die Ursachen von Konflikten – etwa im Sahel oder im Nahen Osten – besser erfassen und damit wirksamere Lösungen ermöglichen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Venezuela erinnerte im Namen der „Group of Friends in Defense of the UN Charter“ daran, dass mehr als ein Viertel der UN-Mitgliedschaft afrikanisch ist, während der Rat in seiner Zusammensetzung weiterhin stark westlich dominiert sei.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-veto-unter-druck-von-verantwortungsvoller-nutzung-bis-veto-muss-weg"><span id="veto-unter-druck-von-verantwortungsvoller-nutzung-bis-veto-muss-weg">Veto unter Druck: Von „verantwortungsvoller Nutzung“ bis „Veto muss weg“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Staaten stellten das Veto der fünf ständigen Mitglieder in den Mittelpunkt. Frankreich warb für eine „verantwortungsvolle“ Nutzung und verwies auf die gemeinsam mit Mexiko vorgeschlagene Einschränkung des Vetos bei Massenverbrechen. Italien und die Uniting-for-Consensus-Gruppe gehen weiter und lehnen jede Ausweitung des Vetos ab. Im Minimum solle der Einsatz bei Völkermord, Kriegsverbrechen und schweren Menschenrechtsverletzungen eingeschränkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch grundsätzlicher argumentierten kleinere Staaten. Die Malediven bezeichneten das Veto als „strukturelles Hindernis“, das Krisen in Lähmung verwandle, und forderten seine vollständige Abschaffung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="331" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Unknown-2.png" alt="" class="wp-image-22125 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Unknown-2.png 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Unknown-2-300x185.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Unknown-2-380x234.png 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Demgegenüber warnte <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> vor einer Schwächung der Rechte der ständigen Mitglieder. Ohne Veto hätten die Vereinten Nationen „dasselbe Schicksal wie der Völkerbund“ erlitten. Moskau plädiert für ein kompaktes Gremium mit mehr Entwicklungsländern aus Afrika, Asien und Lateinamerika, jedoch ohne Änderung der Privilegien der P5.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-modellvielfalt-g4-uniting-for-consensus-sids-sitz-arabische-und-regionale-forderungen"><span id="modellvielfalt-g4-uniting-for-consensus-sids-sitz-arabische-und-regionale-forderungen">Modellvielfalt: G4, Uniting for Consensus, SIDS-Sitz, arabische und regionale Forderungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte zeigte erneut konkurrierende Reformmodelle:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>G4-Modell: Erweiterung um neue ständige und nicht ständige Sitze, insbesondere für Afrika, Asien-Pazifik und Lateinamerika.</li>



<li>Uniting-for-Consensus-Ansatz (unter anderem Italien, Türkei): Keine neuen ständigen Sitze, dafür mehr rotierende nicht ständige Mandate und regionale Rotations- oder Gruppenlösungen.</li>



<li>Afrikanische Position: Mindestens zwei ständige und fünf nicht ständige zusätzliche Sitze für Afrika.</li>



<li>Arabische Gruppe: Bahrain forderte mindestens einen ständigen Sitz für die arabischen Staaten, da ein Großteil der Veto-Fälle und der Ratsagenda die Region betreffe.</li>



<li>Kleine Inselstaaten: Die Malediven warben für einen eigenen rotierenden Sitz für Small Island Developing States (SIDS), die trotz hoher Verwundbarkeit gegenüber Klima- und Sicherheitsrisiken im Rat nicht systematisch vertreten sind.</li>



<li>Costa Rica und andere: Sie kritisieren zusätzliche ständige Sitze als „mehr Blockade, getarnt als mehr Balance“ und wollen ausschließlich die Gruppe der gewählten Mitglieder ausbauen.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verfahren-stillstand-im-ign-format-druck-fur-textbasierte-verhandlungen"><span id="verfahren-stillstand-im-ign-format-druck-fuer-textbasierte-verhandlungen">Verfahren: Stillstand im IGN-Format, Druck für textbasierte Verhandlungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben inhaltlichen Fragen war das Verfahren der Reform selbst ein Streitpunkt. Mehrere Delegationen – darunter Indien, Indonesien und die nordischen Staaten – kritisierten die Intergouvernementalen Verhandlungen (IGN) als Karussell, das seit Jahren diskutiere, ohne konkrete Texte, Fristen oder Beschlüsse hervorzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indien sprach von einem „Theater des Absurden“, in dem der Konsensbegriff faktisch als Vetoinstrument genutzt werde, um jede Bewegung zu blockieren. Breite Unterstützung fand die Forderung, die Verhandlungen auf eine textbasierte Grundlage zu stellen, mit klaren Optionen, Zeitplänen und Meilensteinen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22123 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125591.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Generalsversammlungspräsidentin Baerbock rief die Mitgliedstaaten auf, bestehende Modelle zu konkretisieren, neue Vorschläge einzubringen und aus den fünf Verhandlungsklustern – Größe und Zusammensetzung, Arbeitsmethoden, Verhältnis zur Generalversammlung, Kategorien der Mitgliedschaft, Veto und Repräsentation – einen konsolidierten Kompromissansatz zu entwickeln.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-parallele-dynamik-reformdruck-und-anstehende-wahl-des-un-generalsekretars"><span id="parallele-dynamik-reformdruck-und-anstehende-wahl-des-un-generalsekretaers">Parallele Dynamik: Reformdruck und anstehende Wahl des UN-Generalsekretärs</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reformdebatte findet in einer Phase statt, in der die Vereinten Nationen zugleich in den Auswahlprozess für den nächsten Generalsekretär für die Amtszeit 2027 bis 2031 einsteigen. Nach den seit 2015 geltenden Regeln koordinieren die Präsidentin der Generalversammlung und die jeweilige Ratspräsidentschaft den Prozess gemeinsam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswahl bleibt eng mit dem Sicherheitsrat verknüpft. Dieser empfiehlt den Kandidaten oder die Kandidatin per Resolution, während die Generalversammlung formal ernennt. Damit ist die geplante Ratsreform nicht nur eine strukturelle Frage, sondern beeinflusst auch die Wahrnehmung, ob die nächste Führungsspitze der UN das Versprechen von Transparenz, Geschlechtergerechtigkeit, regionaler Balance und Unabhängigkeit glaubwürdig verkörpern kann.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus%2F&action_name=UN-Mitgliedstaaten%20dr%C3%A4ngen%20auf%20echte%20Reform%20des%20Sicherheitsrats%20%E2%80%93%20Afrika%20und%20Veto%20im%20Fokus&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/">UN-Mitgliedstaaten drängen auf echte Reform des Sicherheitsrats – Afrika und Veto im Fokus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Präsident Daniel Chapo auf der COP30 in Brasilien: „Von Worten zu Taten“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesident-daniel-chapo-auf-der-cop30-in-brasilien-von-worten-zu-taten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 22:15:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der mosambikanische Präsident Daniel Chapo hat beim UN-Klimagipfel (COP30) im brasilianischen Belém zu einem gerechten und verlässlichen System der Klimafinanzierung aufgerufen. Zum Abschluss des&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesident-daniel-chapo-auf-der-cop30-in-brasilien-von-worten-zu-taten%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sident%20Daniel%20Chapo%20auf%20der%20COP30%20in%20Brasilien%3A%20%E2%80%9EVon%20Worten%20zu%20Taten%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-daniel-chapo-auf-der-cop30-in-brasilien-von-worten-zu-taten/">Präsident Daniel Chapo auf der COP30 in Brasilien: „Von Worten zu Taten“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der mosambikanische Präsident <strong>Daniel Chapo</strong> hat beim <strong>UN-Klimagipfel (COP30)</strong> im brasilianischen <strong>Belém</strong> zu einem gerechten und verlässlichen System der Klimafinanzierung aufgerufen. Zum Abschluss des Weltgipfels erklärte Chapo, Länder wie Mosambik, die kaum Emissionen verursachen, aber stark unter den Folgen des Klimawandels leiden, benötigten „<strong>vorhersehbare und zugängliche Mittel für Anpassung und Resilienz</strong>“.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-forderung-nach-klimagerechtigkeit"><span id="forderung-nach-klimagerechtigkeit">Forderung nach Klimagerechtigkeit</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Länder, die am meisten zur Umweltverschmutzung beitragen, müssen jene kompensieren, die am meisten unter den Folgen leiden“, sagte Chapo vor der Presse. Ohne verbindliche Zusagen der wohlhabenden Staaten werde es „keine echte Klimagerechtigkeit“ geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik zählt laut den Vereinten Nationen zu den <strong>zehn weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern</strong>. Das Land wird regelmäßig von Überschwemmungen und Zyklonen heimgesucht, deren Häufigkeit und Intensität durch die Erwärmung der Ozeane zunimmt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="736" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5LW_-WXQAAfRih.jpeg" alt="" class="wp-image-21852 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5LW_-WXQAAfRih.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5LW_-WXQAAfRih-300x216.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5LW_-WXQAAfRih-768x552.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5LW_-WXQAAfRih-380x273.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5LW_-WXQAAfRih-800x575.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Chapo lobte den Einsatz des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/">brasilianischen</a> Präsidenten <strong>Luiz Inácio Lula da Silva</strong>, der internationale Mittel für den Klimaschutz mobilisiert. Bereits <strong>5,5 Milliarden US-Dollar</strong> seien für weltweite Maßnahmen zur <strong>Minderung und Anpassung an den Klimawandel</strong> zugesagt worden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik habe seinerseits einen <strong>nationalen Klimafinanzierungsplan</strong> verabschiedet, um Zugang zu internationalen Fonds zu erhalten. „Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Flexibilität bei der Bereitstellung dieser Mittel – insbesondere für Entwicklungsländer“, forderte Chapo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land wolle zudem seine <strong>Mechanismen für den Kohlenstoffmarkt</strong> verbessern und Erfahrungen mit anderen Staaten teilen. „Es wird viel über Klimagerechtigkeit gesprochen, doch jetzt müssen wir von Worten zu Taten übergehen“, betonte der Präsident.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-mosambikanische-studierende-in-brasilien-als-botschafter-des-landes"><span id="mosambikanische-studierende-in-brasilien-als-botschafter-des-landes">Mosambikanische Studierende in Brasilien als „Botschafter des Landes“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande der Klimakonferenz traf Chapo in Belém mit mosambikanischen Studierenden in Brasilien zusammen und forderte sie auf, „<strong>als Botschafter Mosambiks</strong>“ aufzutreten. Bildung, Kreativität und Engagement junger Menschen seien entscheidend für den Fortschritt des Landes. „Ihr seid unsere Botschafter. Wir wollen, dass jeder von euch zum Aufbau eines gerechten und nachhaltigen Mosambiks beiträgt“, sagte Chapo.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5IrtOCW8AEEvaa-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-21853 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5IrtOCW8AEEvaa-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5IrtOCW8AEEvaa-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5IrtOCW8AEEvaa-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5IrtOCW8AEEvaa-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5IrtOCW8AEEvaa-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5IrtOCW8AEEvaa-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5IrtOCW8AEEvaa.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er betonte, Mosambik befinde sich politisch, wirtschaftlich und sozial auf einem stabilen Kurs. Dies habe die <strong>Wiederaufnahme der Gasprojekte in Cabo Delgado</strong> ermöglicht, die nach den Angriffen von 2021 unterbrochen worden waren. Die Entscheidung von <strong>TotalEnergies</strong>, den Ausnahmezustand aufzuheben, sei ein wichtiges Signal für das Vertrauen internationaler Investoren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Chapo verwies zudem auf das im März 2025 mit neun Parteien unterzeichnete <strong>„Politische Abkommen für inklusiven nationalen Dialog“</strong>, das zur inneren Stabilität beigetragen habe. „Es gibt noch vereinzelte Angriffe, doch die Lage ist unter Kontrolle, und viele Vertriebene kehren in ihre Gemeinden zurück“, sagte er. Die Gasförderung in der Provinz Cabo Delgado bleibe ein zentraler Bestandteil der nationalen Entwicklungsstrategie und könne künftig zu einem wesentlichen Motor des wirtschaftlichen Wachstums werden.</p>
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