Das US-Afrika-Kommando hat die multinationale Militärübung „Justified Accord 2026“ in Dschibuti, Kenia und Tansania begonnen. Am 24. Februar 2026 startete die zweiwöchige Übung, an der rund 1.500 Soldatinnen und Soldaten aus den drei Gastgeberstaaten, den Vereinigten Staaten sowie weiteren Partnerländern teilnehmen.
Die Übung gilt als größte jährliche Trainingsmaßnahme des US-Afrika-Kommandos in Ostafrika. Sie wird von der U.S. Army Southern European Task Force, Africa (SETAF-AF) geführt und läuft bis zum 13. März 2026.
Fokus auf Terrorismusbekämpfung und Einsatzbereitschaft
Nach Angaben der US-Streitkräfte dient „Justified Accord 2026“ der Stärkung regionaler Sicherheit und der Vertiefung militärischer Partnerschaften. Ziel ist es, partnergeführte Sicherheitsoperationen gegen gemeinsame Bedrohungen, insbesondere im Bereich Terrorismus, zu ermöglichen.

In Kenia stehen gemeinsame Führungs- und Koordinationsstrukturen im Mittelpunkt. Geplant sind unter anderem eine multinationale Gefechtsübung mit scharfem Schuss, eine Gefechtsstandübung zur Integration von Spezial- und konventionellen Kräften, Luft-Boden-Koordination sowie defensive Cyber-Operationen in Nairobi und Isiolo.
In Tansania liegt der Schwerpunkt auf Einsatzbereitschaft und Krisenreaktion. Vorgesehen sind eine bilaterale Feldübung zur Dschungelkriegsführung und zur Bekämpfung improvisierter Sprengsätze sowie eine medizinische Übung zur Unterstützung lokaler Gemeinden und zur Stärkung der Einsatzfähigkeit der US-Streitkräfte.
Einbindung von Nationalgardeeinheiten
Ein zentrales Element der Übung ist das „State Partnership Program“ des National Guard Bureau. Die Nationalgarde des Bundesstaates Massachusetts setzt ihre seit zehn Jahren bestehende Partnerschaft mit Kenia fort und führt komplexe Gefechtsausbildungen durch. Die Nationalgarde Nebraskas baut ihre neu etablierte Partnerschaft mit Tansania aus, mit einem Schwerpunkt auf medizinischer Einsatzbereitschaft und Bodentruppen.

Der Leiter der Übung bei SETAF-AF, Oberstleutnant Jason Fernandez, erklärte, die Stärke von „Justified Accord“ liege darin, dass die Partner die Führung übernähmen. Die Übung verkörpere das Prinzip der Lastenteilung und schaffe ein sicherheitspolitisches Netzwerk unter Führung der Partnerstaaten.
Technologiemesse im Rahmen der Übung
Zum Abschluss sind sogenannte „Distinguished Visitor Days“ vorgesehen. In Abstimmung mit dem US-Verteidigungsministerium und dem US-Handelsministerium in Nairobi sollen ausgewählte US-amerikanische und afrikanische Anbieter ihre Technologien präsentieren.

Die Industrieveranstaltung soll kommerzielle Lösungen mit militärischen und behördlichen Anwendern verknüpfen. Thematische Schwerpunkte sind Terrorismusbekämpfung, unbemannte Luftfahrtsysteme sowie Abwehrmaßnahmen gegen Drohnen.