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	<title>UNHCR | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 Jul 2026 22:55:50 +0000</lastBuildDate>
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	<title>UNHCR | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>144 Menschen verunglücken vor Mauretanien – UN fordert legale Wege nach Europa</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/144-menschen-verungluecken-vor-mauretanien-un-fordert-legale-wege-nach-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 11:26:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
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		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>25 Tage auf dem Atlantik, nur 38 Überlebende: Vor Mauretanien sind 144 Menschen nach mehreren Bootsunglücken tot oder werden vermisst.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F144-menschen-verungluecken-vor-mauretanien-un-fordert-legale-wege-nach-europa%2F&amp;action_name=144%20Menschen%20verungl%C3%BCcken%20vor%20Mauretanien%20%E2%80%93%20UN%20fordert%20legale%20Wege%20nach%20Europa&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/144-menschen-verungluecken-vor-mauretanien-un-fordert-legale-wege-nach-europa/">144 Menschen verunglücken vor Mauretanien – UN fordert legale Wege nach Europa</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei mehreren Seenotfällen vor Mauretanien sind 144 Geflüchtete und Migranten gestorben oder werden vermisst. Die Vorfälle ereigneten sich zwischen dem 14. und 18. Juli 2026 vor der westafrikanischen Atlantikküste. Rettungskräfte brachten insgesamt 387 Menschen in der mauretanischen Hafenstadt Nouadhibou an Land. Besonders schwer traf es die Insassen eines Bootes aus Gambia, von denen nur 38 überlebten.</p>



<h2 id="h-nur-38-menschen-uberleben-25-tage-auf-dem-atlantik" class="wp-block-heading"><span id="nur-38-menschen-ueberleben-25-tage-auf-dem-atlantik">Nur 38 Menschen überleben 25 Tage auf dem Atlantik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Boot war in Bufaloto in Gambia gestartet. Die Insassen wollten über den Atlantik die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 25 Tage trieb das Boot auf dem Meer, bevor die Überlebenden am 18. Juli gerettet wurden. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, UNHCR, gelten 143 Menschen als tot oder vermisst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den 38 Überlebenden befanden sich zwei Kinder. Beide verloren während der Überfahrt sämtliche Familienangehörigen. Sie werden gemeinsam mit weiteren Überlebenden in einem Krankenhaus behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Todesfall wurde auf einem Boot registriert, dessen Passagiere bereits am 14. Juli in Nouadhibou an Land gebracht worden waren.</p>



<h2 id="h-387-menschen-in-nouadhibou-gerettet" class="wp-block-heading"><span id="387-menschen-in-nouadhibou-gerettet">387 Menschen in Nouadhibou gerettet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem 14. und 18. Juli fanden in Nouadhibou drei Rettungs- und Ausschiffungsaktionen statt. Mauretanische Behörden und humanitäre Organisationen brachten dabei 387 Menschen sicher an Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitarbeiter des UNHCR unterstützten die Behörden bei allen drei Einsätzen. Sie versorgten die Überlebenden und prüften, ob sich unter ihnen besonders schutzbedürftige Menschen oder Personen befanden, die internationalen Schutz beantragen wollten. Die Geretteten stammten aus mehreren Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn des Jahres wurden in den mauretanischen Städten Nouadhibou und Nouakchott 17 Ausschiffungen registriert. Insgesamt retteten die Behörden dabei 2.147 Menschen.</p>



<h2 id="h-atlantikroute-bleibt-trotz-sinkender-ankunfte-todlich" class="wp-block-heading"><span id="atlantikroute-bleibt-trotz-sinkender-ankuenfte-toedlich">Atlantikroute bleibt trotz sinkender Ankünfte tödlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Route von der westafrikanischen Küste zu den Kanarischen Inseln zählt nach Einschätzung des UNHCR zu den tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Viele Boote legen mehr als 2.000 Kilometer zurück.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29039 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/US_Coast_Guard_French_Navy_conduct_NATO_exercises_at_sea_8768344.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Starke Strömungen, wechselnde Wetterbedingungen, überfüllte und nicht seetüchtige Boote sowie fehlende Rettungsmöglichkeiten erhöhen die Gefahr. Immer wieder verschwinden Boote auf dem Atlantik, ohne dass ihr Schicksal öffentlich bekannt wird.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Menschen, die die Kanarischen Inseln erreichten, ist 2026 dennoch deutlich gesunken. Bis zum 15. Juli wurden dort rund 4.400 Ankünfte registriert. Das waren 61 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mindestens-53-migranten-sterben-bei-bootsunglueck-vor-libyen/">Auch auf den wichtigsten Seewegen nach Europa ging die Zahl der Ankünfte zurück. </a>In diesem Jahr erreichten bislang mehr als 40.000 Menschen Europa über das Meer. In der ersten Hälfte des Jahres 2025 waren es 65.407.</p>



<h2 id="h-unhcr-fordert-mehr-legale-wege-nach-europa" class="wp-block-heading"><span id="unhcr-fordert-mehr-legale-wege-nach-europa">UNHCR fordert mehr legale Wege nach Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das UN-Flüchtlingshilfswerk <a href="https://www.unhcr.org/news/briefing-notes/unhcr-deeply-saddened-144-people-reportedly-dead-or-missing-west-africa">forderte</a> nach den Unglücken einen stärkeren Einsatz gegen die Ursachen von Flucht und Migration. Gleichzeitig müssten sichere Alternativen zu den gefährlichen Überfahrten geschaffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das UNHCR nannte höhere Aufnahmequoten für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten und Zugänge zu Bildungsprogrammen. Solche legalen Wege könnten Menschen eine Alternative zur Überfahrt auf überfüllten Booten bieten.</p>
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			<media:description type="html">Seaman Carlos Ortega-Acevedo, a crew member assigned to U.S. Coast Guard Cutter Valiant (WMEC 621), performs the role of lookout while the cutter conducts at-sea exercises with French Navy Frigate FS Ventôse (F733), Sept. 29, 2024, while underway in the Windward Passage. The crew of Valiant conducted a 49-day migrant interdiction operations patrol in the region to protect life at sea and enforce U.S. maritime law. (U.S. Coast Guard photo by Seaman Reese Fishbaugh)</media:description>
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		<title>Proteste vor UN-Büros in Tripolis: &#8220;Libyen nur für Libyer&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/proteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 22:25:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Proteste vor UN-Büros in Tripolis: Demonstrierende werfen dem UNHCR Ansiedlungspläne für Migranten in Libyen vor. Die UN weist die Vorwürfe als „vollständig falsch“ zurück.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fproteste-vor-un-bueros-in-tripolis-libyen-nur-fuer-libyer%2F&amp;action_name=Proteste%20vor%20UN-B%C3%BCros%20in%20Tripolis%3A%20%26%238220%3BLibyen%20nur%20f%C3%BCr%20Libyer%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Proteste gegen irreguläre Migration haben in Tripolis UN-Einrichtungen getroffen und die Vereinten Nationen zu einer öffentlichen Dementierung angeblicher Ansiedlungspläne für Migranten in Libyen veranlasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demonstrierende blockierten den Sitz des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR und richteten sich auch gegen ein nahegelegenes Büro der UN-Unterstützungsmission in Libyen. UNSMIL erklärte, Behauptungen über UN-Programme zur dauerhaften Ansiedlung von Migranten in Libyen seien „vollständig falsch“.</p>



<h2 id="h-proteste-richten-sich-gegen-unhcr-und-unsmil" class="wp-block-heading"><span id="proteste-richten-sich-gegen-unhcr-und-unsmil">Proteste richten sich gegen UNHCR und UNSMIL</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hunderte Menschen versammelten sich vor dem UNHCR-Büro in Tripolis. Nach Angaben lokaler Medien und Augenzeugen wurde der Betrieb der Einrichtung blockiert. Auf Schildern standen Parolen wie „Libyen ist nicht die Mülltonne der Welt“. Demonstrierende warfen dem UNHCR vor, Migranten dauerhaft im Land ansiedeln zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Sprechchören hieß es unter anderem „Libyen nur für Libyer“ und „Nein zu Eindringlingen in unserem Land, schafft sie hinaus“. Die Proteste richteten sich vor allem gegen irreguläre Migration und gegen die Rolle internationaler Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, die Mission habe die Demonstrationen vor ihrem Hauptquartier und vor dem UNHCR-Büro zur Kenntnis genommen. Libyerinnen und Libyer hätten das Recht, Zugang zu korrekten Informationen zu erhalten und ihre Ansichten friedlich im Rahmen libyschen und internationalen Rechts zu äußern.</p>



<h2 id="h-un-spricht-von-falschen-behauptungen" class="wp-block-heading"><span id="un-spricht-von-falschen-behauptungen">UN spricht von falschen Behauptungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Mission wies den Vorwurf zurück, UN-Organisationen betrieben Programme zur Ansiedlung von Migranten in Libyen. Kein UN-Organ, auch nicht UNHCR, setze Programme um, die auf eine dauerhafte Unterbringung oder Ansiedlung von Migranten in Libyen zielten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27955 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/P0146700005H.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, UNHCR arbeite mit den libyschen Behörden und der internationalen Gemeinschaft zusammen, um Lösungen für Menschen zu finden, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen. <a href="https://fokus-afrika.de/ruanda-nimmt-164-fluechtlinge-aus-libyen-auf/" type="post" id="25176">Dazu gehörten Evakuierungen in Drittstaaten und freiwillige Rückkehr in Herkunftsländer, wenn die Bedingungen dies erlaubten.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Vertreter äußerten zugleich Sorge über Drohungen gegen Mitarbeitende. Die Mission betonte, dass humanitäre Arbeit und Schutzmaßnahmen nicht durch Falschinformationen gefährdet werden dürften.</p>



<h2 id="h-libyen-bleibt-transitland-fur-migration-nach-europa" class="wp-block-heading"><span id="libyen-bleibt-transitland-fuer-migration-nach-europa">Libyen bleibt Transitland für Migration nach Europa</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen ist seit Jahren eines der wichtigsten Transitländer für Menschen, die aus afrikanischen Staaten südlich der Sahara, aus anderen Regionen Afrikas und aus Teilen Asiens nach Europa gelangen wollen. Das Land liegt an zentralen Routen über das zentrale Mittelmeer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Sturz Muammar al-Gaddafis 2011 ist Libyen politisch zersplittert. <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-unterstuetzt-neuen-fahrplan-fuer-libyen/" type="post" id="19634">Rivalisierende Machtzentren, bewaffnete Gruppen, Schmuggelnetzwerke und schwache staatliche Strukturen prägen weite Teile des Landes.</a> Diese Lage hat die Kontrolle von Grenzen, Häfen und Migrationsrouten erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schätzungen gehen von mehr als 900.000 Migrantinnen und Migranten in Libyen aus. Viele leben in prekären Verhältnissen, andere werden in Haftzentren festgehalten oder geraten in die Hände von Schleusern und kriminellen Netzwerken. Zugleich wächst in Teilen der libyschen Bevölkerung der Druck auf Behörden und internationale Organisationen, irreguläre Migration stärker zu begrenzen.</p>



<h2 id="h-migrationsdebatte-verscharft-innenpolitischen-druck" class="wp-block-heading"><span id="migrationsdebatte-verschaerft-innenpolitischen-druck">Migrationsdebatte verschärft innenpolitischen Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste in Tripolis zeigen, wie stark Migration in Libyen inzwischen mit Fragen von Sicherheit, Souveränität, wirtschaftlichem Druck und öffentlicher Ordnung verbunden wird. Viele Libyerinnen und Libyer verbinden irreguläre Migration mit Kriminalitätsängsten, Belastungen für lokale Gemeinden und der Sorge, das Land könne dauerhaft zur Aufnahmezone für Migranten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sorge wird durch Behauptungen über angebliche Ansiedlungspläne internationaler Organisationen verstärkt. UNSMIL stellte dem entgegen, dass UNHCR nicht an einer dauerhaften Niederlassung von Migranten in Libyen arbeite, sondern an Schutz, Evakuierung und freiwilliger Rückkehr.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">UNSMIL refutes allegations of migrant resettlement to Libya<br>TRIPOLI—The United Nations Support Mission in Libya (UNSMIL) has taken note of the demonstrations held outside its offices and the offices of the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR). The United Nations… <a href="https://t.co/EU7QrcvmrR">pic.twitter.com/EU7QrcvmrR</a></p>&mdash; UNSMIL (@UNSMILibya) <a href="https://x.com/UNSMILibya/status/2062595006347554979?ref_src=twsrc%5Etfw">June 4, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, weil in sozialen Netzwerken Vergleiche zu Spannungen in Südafrika gezogen wurden. <a href="https://fokus-afrika.de/fremdenfeindlichkeit-in-suedafrika-eskaliert-nigeria-reagiert-auf-zwei-getoetete-staatsbuerger/" type="post" id="27059">Dort hat die Migrationsfrage ebenfalls Proteste, politische Debatten und diplomatische Reaktionen ausgelöst.</a></p>



<h2 id="h-humanitare-arbeit-unter-wachsendem-misstrauen" class="wp-block-heading"><span id="humanitaere-arbeit-unter-wachsendem-misstrauen">Humanitäre Arbeit unter wachsendem Misstrauen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR ist in Libyen seit Jahren in einem schwierigen Umfeld tätig. Die Organisation betreut Geflüchtete, Asylsuchende und besonders schutzbedürftige Menschen, während die libyschen Behörden mit irregulärer Migration, Sicherheitsproblemen und internationalem Druck umgehen müssen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-27956 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Proteste verschärfen das Misstrauen gegenüber internationalen Organisationen. Für die UN liegt der Schwerpunkt nun darauf, die Vorwürfe öffentlich zurückzuweisen und zugleich den Zugang zu Schutzmechanismen, freiwilliger Rückkehr und Evakuierung aufrechtzuerhalten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">UNSMIL erklärte, die Vereinten Nationen arbeiteten weiter mit libyschen Institutionen zusammen. Die Mission verwies dabei auf die Verantwortung, friedliche Meinungsäußerung zu respektieren und zugleich falschen Behauptungen über die Arbeit der UN entgegenzutreten.</p>
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			<media:title type="html">P0146700005H</media:title>
			<media:description type="html">Between January and August, nearly 20,000 people made the perilous overland journey to the coasts of Libya or Tunisia, to cross the Mediterranean and land on Italy&#039;s southernmost territory, the islet of Lampedusa. Many have already spent weeks, months and even years on the road and once on the coast, must entrust what little money they have left to the local criminal syndicates that traffic in human beings, and smaller and ever more dangerous boats..On land, after triage by the Medecins Sans Frontieres crew, the new arrivals are quickly loaded onto buses and ferried to the reception centre rebuilt a year ago with European Union subsidies, where  migrants are given clean clothes, shoes and a telephone card. They are photographed, identified (if possible) and after a few days&#039; rest, are sent, by air, ferry or hydrofoil to one of Italy&#039;s mainland centres, where they await the process of applications for papers and asylum.</media:description>
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			<media:title type="html">Transit_camp_for_migrants_near_the_Tunisian_border_with_Libya</media:title>
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		<item>
		<title>Wadephul: &#8220;Deutschland will Verantwortung im UN-Sicherheitsrat übernehmen&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 12:50:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Außenminister Johann Wadephul bringt die Blockade der Straße von Hormus durch Iran vor den UN-Sicherheitsrat und wirbt in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen%2F&amp;action_name=Wadephul%3A%20%26%238220%3BDeutschland%20will%20Verantwortung%20im%20UN-Sicherheitsrat%20%C3%BCbernehmen%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/">Wadephul: &#8220;Deutschland will Verantwortung im UN-Sicherheitsrat übernehmen&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul bringt die Blockade der Straße von Hormus durch Iran vor den UN-Sicherheitsrat und wirbt in New York zugleich für Deutschlands Kandidatur als nichtständiges Mitglied. Der Besuch bei den Vereinten Nationen beginnt am Montag, 27. April 2026. Auf der Agenda stehen maritime Sicherheit, der Atomwaffensperrvertrag und Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres über Reformen der Vereinten Nationen. Deutschland bewirbt sich für die Jahre 2027 und 2028 um einen Sitz im Sicherheitsrat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-drangt-auf-handeln-bei-der-strasse-von-hormus"><span id="berlin-draengt-auf-handeln-bei-der-strasse-von-hormus">Berlin drängt auf Handeln bei der Straße von Hormus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul spricht im <a href="https://fokus-afrika.de/bahrain-setzt-im-un-sicherheitsrat-auf-hormus-und-afrika/">Sicherheitsrat über maritime Sicherheit</a>. Dabei geht es vor allem um den Umgang der internationalen Gemeinschaft mit Iran und um die Lage in der Straße von Hormus. Die Meerenge gehört zu den wichtigsten Handelsrouten der Welt. Jeder fünfte Liter Öl passiert diese Route.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist nicht nur auf Folgen für Energiepreise. Eine Blockade kann auch Lieferketten für Dünger aus den Golfstaaten treffen. Fehlender Dünger kann Ernten gefährden, besonders in Staaten mit geringen finanziellen Reserven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Im Persischen Golf greift Iran die Weltwirtschaft an“, sagte Wadephul vor seiner Abreise. „Die Blockade der Straße von Hormus durch Iran führt uns vor Augen, wie verletzlich unser Wohlstand und die globale Versorgung sind.“ Besonders betroffen seien Staaten, die weder Mittel noch Ressourcen hätten, um vorzusorgen. <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Ohne Energie und Dünger gerate die Versorgung der Welt mit Nahrungsmitteln in große Gefahr.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor/" type="post" id="26834">Deutschland will erreichen, dass Handelsschiffe die Straße von Hormus wieder sicher passieren können.</a> Ein Mandat des UN-Sicherheitsrats könnte dafür eine Grundlage schaffen. Das Gremium kann internationale Einsätze legitimieren, Friedensmissionen ermöglichen und Seewege absichern lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-atomwaffensperrvertrag-steht-ebenfalls-auf-der-agenda"><span id="atomwaffensperrvertrag-steht-ebenfalls-auf-der-agenda">Atomwaffensperrvertrag steht ebenfalls auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Lage im Persischen Golf befasst sich Wadephul in New York mit dem Atomwaffensperrvertrag. Die Überprüfungskonferenz beginnt am Montag. Sie soll aus deutscher Sicht neue Wege eröffnen, um den Vertrag abzusichern und nukleare Abrüstung stärker zu behandeln.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120541-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26886 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120541-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120541-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120541-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120541-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120541-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120541-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120541.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Atomwaffensperrvertrag soll verhindern, dass weitere Staaten Atomwaffen entwickeln oder erwerben. Zugleich verpflichtet er die Atomwaffenstaaten zu Abrüstung und sichert die zivile Nutzung der Kernenergie unter internationalen Kontrollen ab.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sprach vor seiner Abreise von einer „Kernfrage der jahrzehntelangen Auseinandersetzung der Weltgemeinschaft mit Iran“. Deutschland wolle dem Vertrag universelle Geltung verschaffen, auch wenn dies schwieriger werde. Zugleich betonte er: „Solange aber nukleare Drohgebärden gegen uns und unsere Partner weitergehen, benötigen wir weiterhin eine glaubhafte Abschreckung.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-wirbt-fur-sicherheitsratskandidatur"><span id="deutschland-wirbt-fuer-sicherheitsratskandidatur">Deutschland wirbt für Sicherheitsratskandidatur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise dient auch der deutschen Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat. Deutschland kandidiert für einen nichtständigen Sitz in den Jahren 2027 und 2028. Die Kandidatur steht unter dem Motto „Respect – Justice – Peace“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verbindet die Bewerbung mit dem Anspruch, sich stärker in Fragen internationaler Sicherheit einzubringen. „Als eine der führenden Wirtschaftsnationen weltweit und als einer der wichtigsten Geber im UN-System setzen wir auf verlässliche Regeln und globale Partnerschaften“, sagte er. Deutschland wolle mehr direkte Verantwortung übernehmen und die internationale Sicherheitsarchitektur mitgestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein nichtständiger Sitz würde Deutschland für zwei Jahre stärker in Entscheidungen des Sicherheitsrats einbinden. Die Bundesregierung nennt Konfliktprävention, Krisenlösung, Klima und Sicherheit als Schwerpunkte einer möglichen Mitgliedschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-system-zwischen-krisenhilfe-und-reformdruck"><span id="un-system-zwischen-krisenhilfe-und-reformdruck">UN-System zwischen Krisenhilfe und Reformdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul trifft in New York auch UN-Generalsekretär António Guterres. Dabei geht es um Reformen im UN-System. Guterres hat eine Reformagenda angestoßen, die Deutschland unterstützt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26888 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71120673.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister stellte die Vereinten Nationen vor seiner Abreise als zentrale Struktur für Konfliktdiplomatie dar. Zugleich verwies er auf Blockaden im Sicherheitsrat. Einzelne Staaten verhinderten dort nach seiner Darstellung zu oft gemeinsames Handeln.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Vereinten Nationen sind – entstanden als historische Notwendigkeit – zugleich ein Glücksfall für die Welt“, sagte Wadephul. Zur Lösung drängender Fragen von Frieden und Sicherheit müssten die Vereinten Nationen zum Dreh- und Angelpunkt aktueller Konfliktdiplomatie werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verweist dabei auch auf seine Rolle im UN-System. <a href="https://fokus-afrika.de/undp-verlegt-300-arbeitsplaetze-von-new-york-nach-bonn/" type="post" id="23719">Mehr als 30 UN-Organisationen mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind in Deutschland ansässig</a>, unter anderem in Bonn, Berlin, München und Hamburg. Im Januar entschied das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, einen Teil seines Hauptsitzes nach Bonn zu verlegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-hilfe-in-sudan-gaza-und-libanon"><span id="humanitaere-hilfe-in-sudan-gaza-und-libanon">Humanitäre Hilfe in Sudan, Gaza und Libanon</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hebt in ihrer UN-Politik auch die Arbeit großer Hilfsorganisationen hervor. Das Welternährungsprogramm und das Flüchtlingshilfswerk UNHCR leisten humanitäre Hilfe in Kriegsregionen wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und Gaza. Im Libanon unterstützt UNICEF mit deutscher Hilfe Kinder im aktuellen Konflikt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland ist zweitgrößter Beitragszahler zum UN-System. Zudem beteiligt sich die Bundesrepublik mit militärischen, polizeilichen und zivilen Kräften an Friedensmissionen weltweit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2769414-2769414">sagte</a> vor der Reise: „Um ihren wichtigen Beitrag in einer immer konfliktreicheren Welt zu erhalten, müssen wir den Mut aufbringen, uns als Vereinte Nationen zu erneuern.“ <a href="https://fokus-afrika.de/guterres-und-baerbock-erhoehen-druck-auf-un-reform/">Die UN müssten handlungsfähiger werden und glaubwürdig bleiben, um Konflikte der Gegenwart und Zukunft zu lösen.</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Vertriebene kehren in großer Zahl nach Sudan zurück – doch Khartum liegt in Trümmern</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[IOM]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sie kehren zurück, obwohl Häuser, Stromnetze und Wasserversorgung zerstört sind: Im Sudan beginnt eine riskante Rückkehrbewegung inmitten eines Krieges, der auch nach drei Jahren kein Ende findet.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern%2F&amp;action_name=Vertriebene%20kehren%20in%20gro%C3%9Fer%20Zahl%20nach%20Sudan%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20doch%20Khartum%20liegt%20in%20Tr%C3%BCmmern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Hunderttausende Vertriebene kehren in den Sudan zurück, obwohl in Khartum und Al-Dschasira Wasser, Strom, Gesundheitsversorgung und Wohnraum schwer zerstört sind. Am Montag <a href="http://Millionen Vertriebene kehren in den Sudan zurück, obwohl Khartum und Al-Dschasira schwer zerstört sind.">warnte</a> die Internationale Organisation für Migration, dass allein in Khartum 2026 mehr als zwei Millionen weitere Rückkehrer erwartet werden. Viele Menschen hoffen auf mehr Sicherheit, andere halten die Bedingungen in der Vertreibung nicht länger aus. Gleichzeitig dauert der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces unvermindert an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ruckkehr-in-zerstorte-stadte"><span id="rueckkehr-in-zerstoerte-staedte">Rückkehr in zerstörte Städte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückkehr konzentriert sich nach Angaben der IOM vor allem auf die Hauptstadt Khartum und den benachbarten Bundesstaat Al-Dschasira. IOM-Vizegeneraldirektorin Sung Ah Lee schilderte nach einem Besuch in Khartum eine Stadt, in der Wohnhäuser und zentrale Infrastruktur massiv beschädigt sind. „Ich war gestern in Khartum und habe gesehen, dass große Zahlen von Menschen in Gebiete zurückkehren, in denen Wohnungen und kritische Infrastruktur wie Wasser, Gesundheit und Strom schwer beschädigt worden sind“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Menschen dennoch zurückkehren, hat mehrere Gründe. Ein Teil der Vertriebenen geht davon aus, dass sich die Sicherheitslage verbessert hat. Andere sehen kaum noch eine Alternative, weil das Leben in der Flucht wirtschaftlich immer schwerer wird und sich auch die Bedingungen in den Nachbarländern verschlechtern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fast-neun-millionen-menschen-bleiben-im-land-vertrieben"><span id="fast-neun-millionen-menschen-bleiben-im-land-vertrieben">Fast neun Millionen Menschen bleiben im Land vertrieben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg hatte seit April 2023 eine der größten Vertreibungskrisen der Welt ausgelöst. Auf dem Höhepunkt der Kämpfe flohen nach IOM-Angaben fast zwölf Millionen Menschen aus besonders betroffenen Gebieten, darunter Khartum, Al-Dschasira sowie Teile von Sennar und Kordofan. Mehr als 4,5 Millionen überschritten die Grenzen, vor allem nach Ägypten, in den Südsudan und nach Tschad. Noch immer leben fast neun Millionen Menschen als Binnenvertriebene im Sudan.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26772 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGRDKNmXQAAbXi8.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Last tragen seit Langem auch die Aufnahmegebiete im Osten und Norden des Landes. Staaten wie Kassala, Gedaref, Red Sea, Northern und River Nile hätten zahlreiche Familien aufgenommen, obwohl sie selbst bereits unter wirtschaftlichem Druck und den Folgen der Klimakrise stünden, erklärte Lee. Die vorhandene Infrastruktur sei dadurch fast an ihre Grenzen gekommen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Last tragen seit Langem auch die Aufnahmegebiete im Osten und Norden des Landes. Staaten wie Kassala, Gedaref, Red Sea, Northern und River Nile hätten zahlreiche Familien aufgenommen, obwohl sie selbst bereits unter wirtschaftlichem Druck und den Folgen der Klimakrise stünden, erklärte Lee. Die vorhandene Infrastruktur sei dadurch fast an ihre Grenzen gekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zerstorte-felder-bedrohen-die-ernten"><span id="zerstoerte-felder-bedrohen-die-ernten">Zerstörte Felder bedrohen die Ernten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders heikel ist die Lage in Al-Dschasira, einer zentralen Agrarregion des Landes. Dort treffen Rückkehrer nicht nur auf beschädigte Häuser, sondern auch auf verwüstete Felder und zerstörte Bewässerungssysteme. „Landwirte kehren auf Felder zurück, in denen Bewässerungssysteme und Geräte beschädigt worden sind“, sagte Lee. Das bedrohe Einkommen und Nahrungsmittelproduktion in einem Moment, in dem der Sudan ohnehin unter einer schweren Versorgungskrise leidet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26771 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HGdC22oXQAAxFLK.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die IOM warnt deshalb vor einem Scheitern der Rückkehrbewegung, wenn grundlegende Hilfe ausbleibt. „Ohne dringende Investitionen in die Wiederherstellung grundlegender Dienste, den Wiederaufbau von Infrastruktur und die Belebung von Lebensgrundlagen sind sichere und nachhaltige Rückkehr ernsthaft gefährdet“, sagte Lee.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-geht-trotz-internationaler-appelle-weiter"><span id="krieg-geht-trotz-internationaler-appelle-weiter">Krieg geht trotz internationaler Appelle weiter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diplomatische Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bislang ohne Wirkung. Nach Darstellung der Vereinten Nationen hält der Krieg seit April 2023 ohne Unterbrechung an und ist von schweren Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilisten geprägt. Genannt werden sexualisierte Gewalt, Folter, willkürliche Tötungen, Erpressung und gezielte Angriffe auf bestimmte Bevölkerungsgruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnt, dass sich die Krise mit dem Eintritt in ihr viertes Jahr weiter verkompliziert. Neben anhaltender Binnen- und grenzüberschreitender Flucht beobachtet die Organisation zunehmend wiederholte Fluchtbewegungen. Dahinter stehen nicht nur neue Unsicherheit, sondern auch Versorgungslücken in den Nachbarstaaten, etwa geschlossene Kliniken, ausgesetzte Ernährungsprogramme und gekürzte Schutzangebote.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eu-erhoht-druck-auf-kriegsparteien"><span id="eu-erhoeht-druck-auf-kriegsparteien">EU erhöht Druck auf Kriegsparteien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/">Drei Jahre nach Kriegsbeginn</a> hat auch die Europäische Union den Druck auf die Konfliktparteien erhöht. In einer Erklärung vom 21. April bekräftigte Kaja Kallas im Namen der EU-Staaten ihre Unterstützung für die Einheit und territoriale Integrität des Sudan und wies einseitige Schritte zu parallelen Machtstrukturen zurück. Die EU verlangte eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe und kündigte an, glaubwürdige Friedensinitiativen einschließlich eines internationalen Überwachungsmechanismus zu unterstützen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-26773 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Kaja_Kallas_at_the_European_Council_in_June_2024_-_02.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich machte Brüssel externe Akteure mitverantwortlich für die Fortsetzung des Krieges. Die EU sprach sich dafür aus, sowohl das <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-icc-warnt-im-un-sicherheitsrat-vor-graeueltaten-in-darfur/" type="post" id="23751">Mandat des Internationalen Strafgerichtshofs</a> als auch das UN-Waffenembargo auf das gesamte Land auszuweiten, statt sie wie bisher auf Darfur zu begrenzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" type="post" id="26588">Sudan-Konferenz in Berlin am 15. April</a> sagten internationale Geber nach EU-Angaben 1,5 Milliarden Euro Hilfe zu, davon 812 Millionen Euro von der EU und ihren Mitgliedstaaten. Die Union kündigte außerdem an, weitere Sanktionen gegen Strukturen der Kriegswirtschaft zu prüfen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern%2F&amp;action_name=Vertriebene%20kehren%20in%20gro%C3%9Fer%20Zahl%20nach%20Sudan%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20doch%20Khartum%20liegt%20in%20Tr%C3%BCmmern&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vertriebene-kehren-in-grosser-zahl-nach-sudan-zurueck-doch-khartum-liegt-in-truemmern/">Vertriebene kehren in großer Zahl nach Sudan zurück – doch Khartum liegt in Trümmern</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Burundi startet Plan für Rückkehr zehntausender Flüchtlinge</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burundi-startet-plan-fuer-rueckkehr-zehntausender-fluechtlinge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 12:05:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Regierung in Bujumbura hat gemeinsam mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk einen Plan für die Rückführung burundischer Flüchtlinge vorgestellt. Besonders in Tansania lebende Geflüchtete sollen in den kommenden Monaten zurückkehren.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburundi-startet-plan-fuer-rueckkehr-zehntausender-fluechtlinge%2F&amp;action_name=Burundi%20startet%20Plan%20f%C3%BCr%20R%C3%BCckkehr%20zehntausender%20Fl%C3%BCchtlinge&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burundi-startet-plan-fuer-rueckkehr-zehntausender-fluechtlinge/">Burundi startet Plan für Rückkehr zehntausender Flüchtlinge</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung von Burundi hat ein Programm für die massenhafte Rückkehr burundischer Flüchtlinge gestartet. Das Vorhaben wird gemeinsam mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk und dem System der Vereinten Nationen umgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative wurde Anfang März in Mukaza offiziell vorgestellt. Ziel ist die koordinierte Rückführung von Flüchtlingen, die vor allem in Tansania und <a href="https://fokus-afrika.de/sambia-und-tansania-verstaerken-sicherheit-an-gemeinsamer-grenze/">anderen Aufnahmeländern</a> leben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zehntausende-ruckkehrer-seit-beginn-der-programme"><span id="zehntausende-rueckkehrer-seit-beginn-der-programme">Zehntausende Rückkehrer seit Beginn der Programme</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innenminister Ndaruzaniye erklärte, die Regierung setze auf eine enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen, lokalen Gemeinden und humanitären Partnern, um die soziale und wirtschaftliche Wiedereingliederung der Rückkehrer zu sichern.</p>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">Innenminister Ndaruzaniye erklärt den Plan. Foto: ABP</span>   </figcaption>


<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Innenministeriums sind seit 2017 insgesamt 306.687 burundische Flüchtlinge in ihr Heimatland zurückgekehrt. Allein im Jahr 2026 wurden bereits 37.056 Menschen repatriiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich leben mehr als 120.000 Burundier, die ohne offizielles Programm zurückgekehrt sind, bereits wieder innerhalb lokaler Gemeinschaften.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tansania-bleibt-wichtigstes-aufnahmeland"><span id="tansania-bleibt-wichtigstes-aufnahmeland">Tansania bleibt wichtigstes Aufnahmeland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/unhcr-warnt-vor-zwangsrueckfuehrungen-burundischer-fluechtlinge-aus-tansania/" type="post" id="25105">Rückkehrprogramme konzentrieren sich vor allem auf Flüchtlinge in Tansania</a>. Dort leben derzeit mehr als 143.000 Burundier in Gemeinden sowie in den Flüchtlingslagern Nduta und Nyarugusu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückführung basiert auf Vereinbarungen zwischen Burundi, Tansania und dem UN-Flüchtlingshilfswerk. Vertreter der drei Partner bekräftigten ihre Zusammenarbeit zuletzt bei einer Sitzung der trilateralen Kommission Ende Oktober in Dar es Salaam.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wochentliche-ruckfuhrungskonvois-geplant"><span id="woechentliche-rueckfuehrungskonvois-geplant">Wöchentliche Rückführungskonvois geplant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Programms sollen Rückkehrkonvois organisiert werden, die regelmäßig Flüchtlinge aus den Lagern nach Burundi bringen.</p>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">Flüchtlinge in Mishamo Camp, Tansania Bild: MONUSCO</span>   </figcaption>


<p class="wp-block-paragraph">Geplant ist eine Rückführung von rund 3.000 Menschen pro Woche. Davon sollen etwa 2.000 aus dem Lager Nduta und 1.000 aus Nyarugusu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel ist eine schrittweise Schließung der beiden Lager vorgesehen. Für Nduta ist das Ende für den 31. März 2026 geplant, für Nyarugusu der 30. Juni 2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vereinte-nationen-betonen-bedeutung-der-reintegration"><span id="vereinte-nationen-betonen-bedeutung-der-reintegration">Vereinte Nationen betonen Bedeutung der Reintegration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Koordinatorin im Burundi-System, Violet Kakyoma, hob die Rolle der Regierung bei der Umsetzung des Programms hervor. Sie erklärte, eine umfassende Unterstützung der Rückkehrer sei ohne die Führung durch staatliche Stellen kaum möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Vertreterin des UN-Flüchtlingshilfswerks, Brigitte Mukango Eno, betonte, dass Rückkehrprogramme stets mit Maßnahmen zur Wiedereingliederung verbunden sein müssten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sobald sie zurückkehren, sind diese Menschen keine Flüchtlinge mehr, sondern Bürger Burundis, die in ihre Gemeinschaften zurückkehren“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks sind seit Beginn der politischen Krise in Burundi bereits mehr als 300.000 Menschen in ihre Heimat zurückgekehrt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ruanda nimmt 164 Flüchtlinge aus Libyen auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ruanda-nimmt-164-fluechtlinge-aus-libyen-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 15:16:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=25176</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ruanda hat eine weitere Gruppe von 164 Flüchtlinge aus Libyen aufgenommen. Am 26. Februar 2026 teilte die Regierung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fruanda-nimmt-164-fluechtlinge-aus-libyen-auf%2F&amp;action_name=Ruanda%20nimmt%20164%20Fl%C3%BCchtlinge%20aus%20Libyen%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ruanda hat eine weitere Gruppe von 164 Flüchtlinge aus Libyen aufgenommen. Am 26. Februar 2026 teilte die Regierung in Kigali mit, dass die Evakuierung in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen erfolgt sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mehrheit der Neuankömmlinge stammt aus Sudan und Eritrea. Nach <a href="http://www.rnanews.com/rwanda-receives-164-asylum-seekers-from-libya/">Regierungsangaben</a> befinden sich unter ihnen 143 sudanesische, 19 eritreische, eine äthiopische und eine südsudanesische Staatsangehörige.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-evakuierung-uber-kigali"><span id="evakuierung-ueber-kigali">Evakuierung über Kigali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe traf am Abend am internationalen Flughafen von Kigali ein. Von dort wurden die Asylsuchenden in das Transitlager Gashora im Osten des Landes gebracht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="457" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/asylum-seekers.jpg" alt="" class="wp-image-25177 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/asylum-seekers.jpg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/asylum-seekers-300x196.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/asylum-seekers-380x248.jpg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dort sollen sie registriert und betreut werden, bis eine Umsiedlung in Drittstaaten erfolgen kann. Die Regierung erklärte, Ruanda bleibe seiner <a href="https://fokus-afrika.de/migrant-deal-rwanda-enjoys-windfall-pr/">Verpflichtung treu, Schutzbedürftigen Zuflucht zu gewähren</a>.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-notfall-transitmechanismus-seit-2019"><span id="notfall-transitmechanismus-seit-2019">Notfall-Transitmechanismus seit 2019</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Einführung des sogenannten Emergency Transit Mechanism im Jahr 2019 wurden nach offiziellen Angaben insgesamt 2.760 Menschen aus Libyen nach Ruanda evakuiert. Mehr als 2.500 von ihnen seien inzwischen in Drittstaaten umgesiedelt worden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="467" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Asylum-seekers_flight.jpg" alt="" class="wp-image-25178 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Asylum-seekers_flight.jpg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Asylum-seekers_flight-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Asylum-seekers_flight-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Grundlage ist ein 2019 unterzeichnetes Memorandum of Understanding zwischen Ruanda, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. Ziel des Mechanismus ist es, besonders schutzbedürftige Flüchtlinge und Asylsuchende aus Libyen vorübergehend aufzunehmen, bis dauerhafte Lösungen gefunden sind.</p>
</div></div>
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		<title>UNHCR warnt vor Zwangsrückführungen burundischer Flüchtlinge aus Tansania</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unhcr-warnt-vor-zwangsrueckfuehrungen-burundischer-fluechtlinge-aus-tansania/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 23:25:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
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		<category><![CDATA[Krise]]></category>
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		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen äußert wachsende Besorgnis über mögliche Zwangsrückführungen burundischer Flüchtlinge aus Tansania. Am 24. Februar&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funhcr-warnt-vor-zwangsrueckfuehrungen-burundischer-fluechtlinge-aus-tansania%2F&amp;action_name=UNHCR%20warnt%20vor%20Zwangsr%C3%BCckf%C3%BChrungen%20burundischer%20Fl%C3%BCchtlinge%20aus%20Tansania&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen äußert wachsende Besorgnis über mögliche Zwangsrückführungen burundischer Flüchtlinge aus Tansania. Am 24. Februar 2026 erklärte die in Tansania stationierte UNHCR-Vertreterin Bahia Egeh, es gebe zunehmende Hinweise auf „Zwangsmaßnahmen“ im Zuge der beschleunigten Rückführungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahresbeginn sind mehr als 28.000 burundische Flüchtlinge aus Tansania in ihre Heimat zurückgekehrt, darunter rund 8.000 allein in der vergangenen Woche. Damit wurde das Ende 2025 vereinbarte Ziel von 3.000 Rückführungen pro Woche deutlich überschritten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-140-000-fluchtlinge-in-tansania"><span id="mehr-als-140-000-fluechtlinge-in-tansania">Mehr als 140.000 Flüchtlinge in Tansania</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ende November 2025 lebten nach Angaben von UNHCR über 140.000 burundische Flüchtlinge in Tansania. Viele von ihnen waren bereits in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren vor dem Bürgerkrieg geflohen, kehrten zurück und verließen Burundi erneut im Jahr 2015 infolge politischer Unruhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 17.000 Personen erklärten, sie könnten wegen <a href="https://fokus-afrika.de/burundi-beschuldigt-ruanda-praesident-ndayishimiye-warnt-vor-krieg/">Sicherheitsbedenken</a> oder aus Furcht vor politischer Verfolgung nicht zurückkehren. Darunter befinden sich Mitglieder der politischen Opposition sowie ehemalige Militärangehörige. UNHCR betont, dass für diese Personen weiterhin internationaler Schutz erforderlich sein könne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="464" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-23-1024x464.jpg" alt="" class="wp-image-25107 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-23-1024x464.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-23-300x136.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-23-768x348.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-23-380x172.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-23-800x362.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-23-1160x525.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-23.jpg 1170w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt zunehmende Besorgnis unter den Flüchtlingen über erzwungene Rückführungen und Zwangsmaßnahmen“, sagte Bahia Egeh. UNHCR setze sich weiterhin gegen jegliche Form von Druck oder Zwang ein.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berichte-uber-abriss-von-unterkunften"><span id="berichte-ueber-abriss-von-unterkuenften">Berichte über Abriss von Unterkünften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks wurden im Zuge der Rückführungen Unterkünfte in den Lagern abgerissen. Flüchtlinge seien dadurch gezwungen worden, in überfüllte Abreisezentren auszuweichen. Zudem gebe es Berichte über Misshandlungen einzelner Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR verweist auf das völkerrechtliche Prinzip des Non-Refoulement. Flüchtlinge und Asylsuchende dürfen demnach nicht in ein Land zurückgeführt werden, in dem ihr Leben oder ihre Freiheit bedroht sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2017 besteht ein dreiseitiges Abkommen zwischen Burundi, Tansania und UNHCR zur freiwilligen Rückführung. Während die Rückkehr zunächst als sicher eingestuft wurde, kam es während der COVID-19-Pandemie zu einem Rückgang der Repatriierungen. Ende 2025 wurde das Abkommen aktualisiert und die Zahl der wöchentlichen Rückführungen erhöht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lager-in-kigoma-unter-druck"><span id="lager-in-kigoma-unter-druck">Lager in Kigoma unter Druck</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="465" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-24-1024x465.jpg" alt="" class="wp-image-25108 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-24-1024x465.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-24-300x136.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-24-768x349.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-24-380x172.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-24-800x363.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-24-1160x526.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/image1170x530cropped-24.jpg 1170w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der nordwesttansanischen Region Kigoma bestehen derzeit zwei Lager: Nduta und Nyarugusu. Das Lager Nduta soll im März geschlossen werden. Viele Flüchtlinge versuchen deshalb, nach Nyarugusu umzuziehen, das bereits als das größere der beiden Lager gilt.<br></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von UNHCR haben Kürzungen bei der Finanzierung die Versorgung erheblich beeinträchtigt. In Nyarugusu seien von ehemals zehn Gesundheitseinrichtungen nur noch zwei in Betrieb. Auch in Burundi stoßen Aufnahme- und Transitstrukturen angesichts steigender Rückkehrzahlen und begrenzter Ressourcen an Kapazitätsgrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR betont, Rückkehr müsse auf einer freien und informierten Entscheidung beruhen. In den Lagern sei ein spezieller Schutzschalter eingerichtet worden, um die Rückkehrbereitschaft individuell zu prüfen und sicherzustellen, dass Personen mit weiterem Schutzbedarf nicht Teil der Rückführungskonvois werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mindestens 57 Tote bei Drohnenangriffen im Sudan binnen zwei Tagen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mindestens-57-tote-bei-drohnenangriffen-im-sudan-binnen-zwei-tagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 20:57:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bei Drohnenangriffen in mehreren Bundesstaaten des Sudan sind innerhalb von zwei Tagen mindestens 57 Menschen getötet worden, darunter&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmindestens-57-tote-bei-drohnenangriffen-im-sudan-binnen-zwei-tagen%2F&amp;action_name=Mindestens%2057%20Tote%20bei%20Drohnenangriffen%20im%20Sudan%20binnen%20zwei%20Tagen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mindestens-57-tote-bei-drohnenangriffen-im-sudan-binnen-zwei-tagen/">Mindestens 57 Tote bei Drohnenangriffen im Sudan binnen zwei Tagen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei Drohnenangriffen in mehreren Bundesstaaten des Sudan sind innerhalb von zwei Tagen mindestens 57 Menschen getötet worden, darunter mindestens 15 Kinder. Am 18. Februar 2026 zeigte sich der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, <a href="https://fokus-afrika.de/un-kommisar-volker-tuerk-das-absichtliche-toeten-ist-ein-kriegsverbrechen/">alarmiert</a> über die Berichte und warnte vor den Folgen der zunehmenden Drohnenkriegsführung für die Zivilbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe ereigneten sich zwischen dem 15. und 16. Februar in vier sudanesischen Bundesstaaten. Seit April 2023 befinden sich die sudanesischen Streitkräfte und die paramilitärischen&nbsp;Rapid Support Forces&nbsp;im Krieg gegeneinander.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-markt-schulen-und-schutzunterkunft-getroffen"><span id="markt-schulen-und-schutzunterkunft-getroffen">Markt, Schulen und Schutzunterkunft getroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros traf am 15. Februar eine mutmaßlich von den sudanesischen Streitkräften eingesetzte Drohne den Markt Al Safiya in der Ortschaft Sudari im Bundesstaat Nord-Kordofan. Dabei sollen 28 Zivilisten getötet und 13 weitere verletzt worden sein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-24814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am folgenden Tag wurde im Bundesstaat West-Kordofan eine Unterkunft für Binnenvertriebene in Al Sunut durch eine mutmaßliche Drohne der sudanesischen Streitkräfte getroffen. 26 Zivilisten kamen demnach ums Leben, unter ihnen 15 Kinder. 15 weitere Personen wurden verletzt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls am 16. Februar griffen mutmaßliche Drohnen der Rapid Support Forces zwei Grundschulen in Dilling im Bundesstaat Süd-Kordofan an. Über mögliche Opfer liegen bislang keine bestätigten Zahlen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bundesstaat Sennar traf eine mutmaßliche Drohne der Rapid Support Forces am 15. Februar das Al-Mazmoun-Krankenhaus. Mindestens drei Zivilisten wurden getötet und mindestens sieben weitere verletzt. Am selben Tag wurde zudem ein Treibstofflager auf einem lokalen Markt in Adikong im Bundesstaat West-Darfur durch eine mutmaßliche Drohne der sudanesischen Streitkräfte getroffen. Über die Zahl der Opfer gibt es hierzu noch keine gesicherten Angaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die fortgesetzten Angriffe aller Parteien auf zivile Objekte müssen aufhören“, erklärte Volker Türk. Die Konfliktparteien müssten dringend Maßnahmen ergreifen, um Zivilisten zu schützen, und dürften zivile Einrichtungen nicht für militärische Zwecke nutzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-konvoi-erreicht-sud-kordofan"><span id="un-konvoi-erreicht-sued-kordofan">UN-Konvoi erreicht Süd-Kordofan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Angriffen erreichte ein gemeinsamer Hilfskonvoi mehrerer UN-Organisationen erstmals seit über zwei Jahren weitgehend abgeschnittene Gebiete in Süd-Kordofan. 26 Lastwagen transportierten medizinische Güter, Lebensmittel, Nahrungsmittelergänzungen, Medikamente sowie Materialien für Wasser- und Sanitärversorgung und Bildung in die Städte Dilling und Kadugli.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24815 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/ppW7jzEk88qlxb0ijTnR_zq50HKBpn6L54JWPNMcmgIKjc8DU609asumlHava1g6oaTPawQ9OK0MN_AMHuqw5P99kOEFh3woFKqMCrb1e_s.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Lieferungen sind für mehr als 130.000 Menschen bestimmt. Darunter befinden sich Nahrungsmittel für nahezu 70.000 Personen, einschließlich 21.000 Müttern und Kindern, sowie Spezialnahrung zur Vorbeugung von Mangelernährung. Zudem wurden Medikamente für fünf Monate zur Behandlung von HIV, Tuberkulose und Malaria geliefert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konvoi wurde vom&nbsp;World Food Programme, vom&nbsp;UNICEF&nbsp;und vom&nbsp;United Nations Development Programmekoordiniert. Aufgrund intensiver Kämpfe und unsicherer Bedingungen musste die Mission mehr als 40 Tage pausieren und schließlich eine längere Offroad-Route nutzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unhcr-startet-neuen-regionalen-hilfsappell"><span id="unhcr-startet-neuen-regionalen-hilfsappell">UNHCR startet neuen regionalen Hilfsappell</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund anhaltender Kämpfe und <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-fluechtlingskrise-verschaerft-sich/">zunehmender Fluchtbewegungen</a> hat das UNHCR einen neuen regionalen Hilfsplan für 2026 vorgelegt. Der Sudan Regional Refugee Response Plan sieht Mittel in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar vor, um 5,9 Millionen Menschen in sieben Nachbarstaaten zu unterstützen: <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" type="category" id="285">Zentralafrikanische Republik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/" type="category" id="52">Tschad</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/" type="category" id="43">Südsudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/" type="category" id="45">Uganda</a>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY-1024x575.jpeg" alt="" class="wp-image-24816 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY-1024x575.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY-300x168.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY-768x431.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY-1536x863.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY-380x213.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY-800x449.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY-1160x651.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/3NWTric7NJrWI_smorsO6NI-qLsTRTbftR2N5hevWdYtrvydawJRmuv1l_Eg2QhY_WPTVWgMaMJ4U5eptg_Qw1SnFheBmGIQv2SapffzaRY.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn des Krieges im April 2023 gilt die Sudan-Krise als größte Vertreibungssituation weltweit. Mehr als 4,3 Millionen sudanesische Flüchtlinge befinden sich in der Region, die meisten in Ägypten und im Osten des Tschad. In Ägypten sind die registrierten Flüchtlingszahlen seit 2023 nahezu vervierfacht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://news.un.org/en/story/2026/02/1166979">Angaben</a> des UNHCR ist die Finanzierung pro Flüchtling und Monat von 11 auf 4 US-Dollar gesunken. In Ost-Tschad warten rund 234.000 Menschen auf eine Umsiedlung, während zehntausende Familien keine ausreichende Unterkunft erhalten haben. In Uganda führten Klinikschließungen und die Aussetzung von Ernährungsprogrammen zu zusätzlichen Risiken für Geflüchtete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Vertreter warnten, dass die wachsende Lücke zwischen steigenden humanitären Bedarfen und sinkenden finanziellen Ressourcen die Notfallmaßnahmen und mittelfristigen Lösungen gefährde.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmindestens-57-tote-bei-drohnenangriffen-im-sudan-binnen-zwei-tagen%2F&amp;action_name=Mindestens%2057%20Tote%20bei%20Drohnenangriffen%20im%20Sudan%20binnen%20zwei%20Tagen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mindestens-57-tote-bei-drohnenangriffen-im-sudan-binnen-zwei-tagen/">Mindestens 57 Tote bei Drohnenangriffen im Sudan binnen zwei Tagen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Sudan-Krieg: UN erzielen Zugangszusage für das schwer getroffene El Fasher</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-un-erzielen-zugangszusage-fuer-das-schwer-getroffene-el-fasher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 15:38:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im Sudan-Krieg rückt die humanitäre Lage in der norddarfurischen Regionalhauptstadt El Fasher erneut in den Fokus der internationalen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsudan-krieg-un-erzielen-zugangszusage-fuer-das-schwer-getroffene-el-fasher%2F&amp;action_name=Sudan-Krieg%3A%20UN%20erzielen%20Zugangszusage%20f%C3%BCr%20das%20schwer%20getroffene%20El%20Fasher&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-krieg-un-erzielen-zugangszusage-fuer-das-schwer-getroffene-el-fasher/">Sudan-Krieg: UN erzielen Zugangszusage für das schwer getroffene El Fasher</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan-Krieg rückt die humanitäre Lage in der norddarfurischen Regionalhauptstadt El Fasher erneut in den Fokus der internationalen Öffentlichkeit. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben Hilfsorganisationen eine grundsätzliche Einigung erzielt, um Zugang zu der seit Oktober von den Rapid Support Forces kontrollierten Stadt zu erhalten. Die Stadt war zuvor mehr als 500 Tage belagert worden, große Teile der verbliebenen Bevölkerung gelten als eingeschlossen. Laut UN-Angaben sind die Lebensgrundlagen vor Ort nahezu vollständig zerstört.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-el-fasher-nach-monatelanger-belagerung-weitgehend-zerstort"><span id="el-fasher-nach-monatelanger-belagerung-weitgehend-zerstoert">El Fasher nach monatelanger Belagerung weitgehend zerstört</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Fasher, Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Darfur, wurde im Oktober 2025 von Kämpfern der paramilitärischen Rapid Support Forces überrannt. Zuvor hatte die Stadt mehr als 500 Tage unter Belagerung gestanden. Seit April 2023 liefern sich die Rapid Support Forces und die sudanesischen Streitkräfte einen landesweiten Krieg um die politische und militärische Kontrolle des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung der Vereinten Nationen hat die Belagerung die Versorgung der Bevölkerung systematisch zum Erliegen gebracht. Ross Smith, Direktor für Notfallvorsorge und Krisenreaktion beim <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wfp/">Welternährungsprogramm</a> der Vereinten Nationen, beschrieb die Situation mit deutlichen Worten. „Das Wenige, was derzeit über die aktuellen Bedingungen in El Fasher bekannt ist, ist tatsächlich jenseits des Horrors“, erklärte Smith. Nach UN-Schätzungen seien noch zwischen 70.000 und 100.000 Menschen in der Stadt eingeschlossen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="418" height="239" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al-Fashir_childrens_hospital_bodies.png" alt="" class="wp-image-22897 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al-Fashir_childrens_hospital_bodies.png 418w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al-Fashir_childrens_hospital_bodies-300x172.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Al-Fashir_childrens_hospital_bodies-380x217.png 380w" sizes="(max-width: 418px) 100vw, 418px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bereits während der Belagerung hatten UN-Menschenrechtsexperten davor gewarnt, dass Bewohner gezwungen seien, Erdnussschalen und Tierfutter zu essen. Satellitenbilder deuteten laut UN zudem auf Blutspuren hin, die auf Massenhinrichtungen und ethnisch motivierte Tötungen von Zivilisten schließen lassen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zeugenaussagen-sprechen-von-massiven-graueltaten"><span id="zeugenaussagen-sprechen-von-massiven-graeueltaten">Zeugenaussagen sprechen von massiven Gräueltaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Informationsfluss aus El Fasher ist weiterhin stark eingeschränkt. Netzabschaltungen haben die Kommunikation mit der verbliebenen Bevölkerung weitgehend unterbrochen. Hilfsorganisationen sind daher auf Berichte von Überlebenden angewiesen, die aus der Stadt fliehen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Aussagen von Überlebenden beschreiben die Stadt als einen Tatort mit Massenmorden, mit verbrannten Leichen, mit verlassenen Märkten“, sagte Smith. Diese Berichte decken sich mit früheren Warnungen des UN-Menschenrechtsbüros über systematische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund fordern humanitäre Organisationen seit Monaten einen ungehinderten Zugang zur Stadt. „Wir fordern und haben weiterhin gefordert, ungehinderten Zugang nach El Fasher zu erhalten, um dringend auf die Bedürfnisse der Menschen zu reagieren, die in der Stadt eingeschlossen sind“, betonte der Vertreter des Welternährungsprogramms.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grundsatzvereinbarung-mit-den-rapid-support-forces"><span id="grundsatzvereinbarung-mit-den-rapid-support-forces">Grundsatzvereinbarung mit den Rapid Support Forces</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach jüngsten Gesprächen gibt es nun erstmals Anzeichen für Fortschritte. Nach Angaben von Ross Smith liegt eine grundsätzliche Einigung mit den Rapid Support Forces vor. „Nach meinen Informationen aus Gesprächen von gestern haben wir eine grundsätzliche Einigung mit den Rapid Support Forces über eine Reihe von Mindestbedingungen für den Zugang zur Stadt erzielt“, erklärte er. Hilfsorganisationen rechneten damit, „sehr bald“ erste Erkundungen und Bedarfsanalysen durchführen zu können.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="538" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76wElYXcAAF0Wc-1024x538.jpeg" alt="" class="wp-image-22898 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76wElYXcAAF0Wc-1024x538.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76wElYXcAAF0Wc-300x158.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76wElYXcAAF0Wc-768x403.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76wElYXcAAF0Wc-380x200.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76wElYXcAAF0Wc-800x420.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76wElYXcAAF0Wc-1160x609.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76wElYXcAAF0Wc.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Smith wies darauf hin, dass nach mehr als eineinhalb Jahren Belagerung „die lebensnotwendigen Grundlagen vollständig ausgelöscht“ seien. Eine rasche Bewertung der Lage sei notwendig, um überhaupt planen zu können, welche Hilfe in welchem Umfang möglich ist.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-flucht-uber-verminte-strassen-und-neue-massenlager"><span id="flucht-ueber-verminte-strassen-und-neue-massenlager">Flucht über verminte Straßen und neue Massenlager</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Bewohner El Fashers haben versucht, der Gewalt zu entkommen. Nach Angaben des Welternährungsprogramms riskierten sie dabei ihr Leben. Die Fluchtrouten seien „übersät mit Minen und nicht explodierter Munition“, erklärte Smith.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Teil der Geflüchteten erreichte die Stadt Tawila. Diese war früher eine kleine Wüstensiedlung, hat sich inzwischen jedoch zu einem der größten Vertriebenenlager des Landes entwickelt. „Tawila ist heute eine ausgedehnte, massive Siedlung für Binnenvertriebene mit mehr als 650.000 Menschen, was in etwa der Größe von Luxemburg entspricht“, so Smith. Weitere Geflüchtete suchten Schutz in Ad Dabbah im Bundesstaat Nördlicher Sudan.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">Sudan: Despite immense challenges, humanitarian workers are delivering life-saving assistance to people who fled violence in El Fasher, North Darfur.<a href="https://twitter.com/UNOCHA?ref_src=twsrc%5Etfw">@UNOCHA</a> is calling for safe, sustained and unhindered access so aid can reach those who need it most.<br> <a href="https://t.co/Kyr1n34Ojv">pic.twitter.com/Kyr1n34Ojv</a></p>&mdash; United Nations (@UN) <a href="https://twitter.com/UN/status/1998801149680562476?ref_src=twsrc%5Etfw">December 10, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Das Welternährungsprogramm teilte mit, dass unterstützte Hilfskonvois bereits auf dem Weg nach Tawila seien. Sie führten Nahrungsmittel mit, die ausreichen sollen, um rund 700.000 Menschen einen Monat lang zu versorgen. „Das sind Familien, die über viele Monate hinweg Hunger und schwere Gräueltaten erlitten haben und nun unter extrem beengten Bedingungen mit minimaler Unterstützung leben“, sagte Smith.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in den Lagern ist angespannt. Es fehlt an festen Unterkünften, viele Menschen leben in provisorischen Hütten aus Gras und Stroh. Krankheiten breiten sich aus. „Cholera und Krankheitsausbrüche sind weit verbreitet“, warnte der WFP-Vertreter.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-als-grosste-vertreibungskrise-weltweit"><span id="sudan-als-groesste-vertreibungskrise-weltweit">Sudan als größte Vertreibungskrise weltweit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan hat nach UN-Angaben die größte Vertreibungskrise der Welt ausgelöst. Mehr als zwölf Millionen Menschen sind innerhalb des Landes oder über die Grenzen hinaus geflohen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Sorgen bereitet die Sicherheitslage in der benachbarten Region Kordofan. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR berichtete, dass sich die Situation dort seit dem 1. Dezember weiter verschärft habe. Nach schweren Kämpfen über mehrere Tage hätten die Rapid Support Forces einen Stützpunkt der sudanesischen Streitkräfte in Babanusa in West-Kordofan eingenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Süd-Kordofan seien weiterhin Zivilisten in belagerten Städten wie Kadugli und Dilling eingeschlossen. „Während Frauen, Kinder und ältere Menschen Wege zur Flucht finden, bleiben Männer und Jugendliche häufig zurück, da sie entlang der Fluchtrouten besonderen Risiken ausgesetzt sind, etwa Festnahmen durch bewaffnete Gruppen wegen vermeintlicher Nähe zu Konfliktparteien“, erklärte UNHCR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach aktuellen Daten sind seit dem 18. November mehr als 40.000 Menschen aus Nord-Kordofan vertrieben worden. UNHCR betonte, dass Hilfsmaßnahmen zwar liefen, der Zugang jedoch schwierig bleibe und die verfügbaren Ressourcen „kritisch niedrig“ seien.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Süd-Kivu Konflikt: UN diskutiert neue Offensive der AFC/M23</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sued-kivu-konflikt-un-diskutiert-neue-offensive-der-afc-m23/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 11:43:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo eskaliert erneut. In der Provinz Süd-Kivu haben Angriffe der Allianz&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsued-kivu-konflikt-un-diskutiert-neue-offensive-der-afc-m23%2F&amp;action_name=S%C3%BCd-Kivu%20Konflikt%3A%20UN%20diskutiert%20neue%20Offensive%20der%20AFC%2FM23&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sued-kivu-konflikt-un-diskutiert-neue-offensive-der-afc-m23/">Süd-Kivu Konflikt: UN diskutiert neue Offensive der AFC/M23</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo eskaliert erneut. In der Provinz Süd-Kivu haben Angriffe der Allianz Fleuve Congo/Mouvement du 23 mars (AFC/M23) seit Anfang Dezember 2025 zu massiven Vertreibungen, neuen Frontverläufen und wachsenden regionalen Spannungen geführt. Während der UN-<a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">Sicherheitsrat</a> in New York über das Mandat der UN-Mission MONUSCO und die Umsetzung des <a href="https://fokus-afrika.de/kagame-und-tshisekedi-unterzeichnen-friedensabkommen-zwischen-ruanda-und-dr-kongo-in-washington/">Washington-Abkommens</a> berät, werfen sich die Regierungen in Kinshasa, Kigali und Gitega gegenseitig Vertragsbrüche und militärische Einmischung vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-sicherheitsrat-berat-uber-sud-kivu-konflikt-2025-und-monusco"><span id="un-sicherheitsrat-beraet-ueber-sued-kivu-konflikt-2025-und-monusco">UN-Sicherheitsrat berät über Süd-Kivu Konflikt 2025 und MONUSCO</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21975 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/UN71125069.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von <em><a href="https://www.securitycouncilreport.org/whatsinblue/2025/12/democratic-republic-of-the-congo-briefing-and-consultations-19.php">Security Council Report</a></em> befasst sich der Sicherheitsrat am 12. Dezember in einer öffentlichen Sitzung mit anschließenden internen Konsultationen mit der Lage in der Demokratischen Republik Kongo und der Zukunft der UN-Mission <a href="https://fokus-afrika.de/tag/monusco/">MONUSCO</a>. Erwartet wird ein Briefing von Jean-Pierre Lacroix, Untergeneralsekretär für Friedenseinsätze, auf Grundlage des jüngsten Berichts des Generalsekretärs.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fokus steht dabei der Osten des Landes. Seit der Unterzeichnung der Washington-Abkommen für Frieden und Wohlstand am 4. Dezember 2025 zwischen der DR Kongo und Ruanda hat sich die Sicherheitslage in Nord- und Süd-Kivu nach UN-Angaben dramatisch verschlechtert. Die AFC/M23 hat mehrere Orte eingenommen und ihren territorialen Einfluss in beiden Provinzen ausgeweitet. Am 10. Dezember meldete die Bewegung die <a href="https://fokus-afrika.de/m23-offensive-in-sued-kivu-uvira-faellt-region-zwischen-dr-kongo-burundi-und-ruanda-unter-druck/">Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Uvira</a> am Tanganjikasee.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">The M23 rebel group in eastern <a href="https://twitter.com/hashtag/DRC?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#DRC</a>🇨🇩 took control of the strategic city of Uvira in eastern Congo on Wednesday afternoon, after intense night of gunfire that forced the Congolese army troops and allied forces to flee.<br><br>Uvira is an important port city on the northern tip of Lake… <a href="https://t.co/oA7j1yg7g8">pic.twitter.com/oA7j1yg7g8</a></p>&mdash; Kennedy Wandera (@KennedyWandera_) <a href="https://twitter.com/KennedyWandera_/status/1999054628923515305?ref_src=twsrc%5Etfw">December 11, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sicherheitsratsformat unter Regel 37 nehmen neben der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">DR Kongo</a> auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/">Burundi</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a> teil. Parallel verhandeln die Mitgliedstaaten einen Resolutionsentwurf zur Verlängerung des MONUSCO-Mandats. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> drängt auf eine einjährige Verlängerung und eine Anpassung des Mandats zur Überwachung eines möglichen Waffenstillstands. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> bringen laut <em>Security Council Report</em> dagegen einen technischen Kurzzeit-Roll-over ins Spiel und verlangen zusätzliche Berichtspflichten zu MONUSCO-Operationen in von der M23 kontrollierten Gebieten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-abkommen-und-doha-framework-unter-druck"><span id="washington-abkommen-und-doha-framework-unter-druck">Washington-Abkommen und Doha-Framework unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Eskalation fällt unmittelbar in die Phase nach Unterzeichnung des Washington-Abkommens zwischen Präsident Félix Tshisekedi und Präsident Paul Kagame unter Vermittlung der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a>. Das Abkommen baut auf einem Friedensabkommen vom 27. Juni 2025 und einer Prinzipienerklärung vom 25. April auf.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I&#39;m deeply alarmed by the escalation in violence in South Kivu, DRC.<br><br>I strongly condemn the offensive by AFC/M23 &amp; call for an immediate cessation of hostilities.<br><br>The <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a> is fully mobilized to ensure the delivery of humanitarian assistance, and I&#39;m ready to continue supporting…</p>&mdash; António Guterres (@antonioguterres) <a href="https://twitter.com/antonioguterres/status/1999185893010341989?ref_src=twsrc%5Etfw">December 11, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalsekretär der Vereinten Nationen ruft in seinem täglichen Pressebriefing ausdrücklich dazu auf, die Verpflichtungen aus den Washington Accords for Peace and Prosperity vom 4. Dezember 2025 sowie das Doha Framework Agreement vom 15. November zu respektieren. Laut dem stellvertretenden Sprecher Farhan Haq warnt der Generalsekretär, dass die jüngste Offensive der AFC/M23 in Süd-Kivu die Bemühungen um eine nachhaltige Lösung der Krise untergräbt und das Risiko einer regionalen Eskalation erhöht.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Chairperson of the African Union Commission Urges Restraint Amid Escalating Tensions in the Great Lakes Region.<br><br>The Chairperson of the African Union Commission, H.E. Mahmoud Ali Youssouf, is following with deep concern the evolving situation in the Great Lakes region, in… <a href="https://t.co/u2aWDeIXoa">pic.twitter.com/u2aWDeIXoa</a></p>&mdash; African Union (@_AfricanUnion) <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion/status/1999097604995494102?ref_src=twsrc%5Etfw">December 11, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanische Union</a> verweist auf diese neuen politischen Rahmenwerke. Der Vorsitzende der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, bedauert in einer Erklärung die Gewalt im Osten der DR Kongo und in der Provinz Cibitoke in Burundi. Er sieht den aktuellen Kurs im Widerspruch zu dem Momentum, das durch das Doha-Framework zwischen der DR Kongo und der AFC/M23 sowie das Washingtoner Abkommen zwischen Kinshasa und Kigali entstanden ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eskalation-in-sud-kivu-offensive-der-afc-m23-und-fall-von-uvira"><span id="eskalation-in-sued-kivu-offensive-der-afc-m23-und-fall-von-uvira">Eskalation in Süd-Kivu: Offensive der AFC/M23 und Fall von Uvira</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret verurteilt der UN-Generalsekretär die Offensive der AFC/M23 in mehreren Orten der Provinz Süd-Kivu, darunter Kamanyola, Luvungi, Katogota und Uvira. Nach UN-Angaben wurden seit dem 2. Dezember mehr als 200.000 Menschen vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einnahme Uviras wirkt sich unmittelbar auf die politische und militärische Lage aus. Die Stadt war nach der Eroberung von Bukavu durch die AFC/M23 Anfang 2025 von der Regierung in Kinshasa zum provisorischen Sitz der Provinzinstitutionen des Süd-Kivu erklärt worden. Mit der Kontrolle der Stadt gewinnt die Bewegung, die der DR Kongo zufolge von Ruanda unterstützt wird, einen weiteren strategischen Knotenpunkt nahe der Grenze zu Burundi und an der Achse in Richtung Großkatanga.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76jBUvWcAENBb4-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-22878 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76jBUvWcAENBb4-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76jBUvWcAENBb4-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76jBUvWcAENBb4-768x511.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76jBUvWcAENBb4-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76jBUvWcAENBb4-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G76jBUvWcAENBb4.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Kinshasa wertet Präsident Félix Tshisekedi die Entwicklung als erneute „Aggression“. In einer Regierungssitzung am 11. Dezember, wiedergegeben durch den Regierungssprecher Patrick Muyaya, erklärte er, Ruanda habe nur wenige Tage nach der Unterzeichnung des Washington-Abkommens seine Verpflichtungen verletzt, indem es offensive Operationen verstärke und auf die Einnahme weiterer Ortschaften abziele. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Tshisekedi forderte die staatlichen Institutionen zu erhöhter Wachsamkeit auf und wies die Sicherheits- und Verteidigungsstrukturen an, ein hohes Alarmniveau aufrechtzuerhalten. Zudem kündigte er eine erweiterte Sitzung des Obersten Verteidigungsrates und eine interinstitutionelle Beratung zur weiteren Lageanalyse an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-spannungen-zwischen-ruanda-und-burundi"><span id="regionale-spannungen-zwischen-ruanda-und-burundi">Regionale Spannungen zwischen Ruanda und Burundi</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel verschärft sich der politische Diskurs zwischen Ruanda und Burundi. Der Vorsitzende der AU-Jugendagenda für Frieden und Sicherheit, Burundis Präsident Évariste Ndayishimiye, nutzt den kontinentalen Dialog zu Jugend, Frieden und Sicherheit in Bujumbura am 11. und 12. Dezember, um die internationale Gemeinschaft zu kritisieren. In seiner Rede beklagt er, dass die DR Kongo über die Rebellion der AFC/M23 und die Unterstützung Ruandas Aggressionen und langanhaltende Konflikte erlebe, während die internationale Gemeinschaft zu oft wegsehe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="725" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA-1024x725.jpeg" alt="" class="wp-image-22879 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA-1024x725.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA-300x212.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA-768x544.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA-1536x1088.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA-380x269.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA-800x566.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA-1160x821.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G3HztbiXwAA-OsA.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ndayishimiye verweist zugleich auf die Lage im Sahel und in Westafrika, die Zunahme von Staatsstreichen und den Einfluss externer Akteure, deren Mittel aus der Entwicklungszusammenarbeit nach seiner Darstellung für Regimewechsel eingesetzt würden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf ruandischer Seite schildert Präsident Kagame in einem Beitrag der Präsidentschaft auf X seine Sicht auf die Rolle Burundis. Er berichtet von einem Gespräch mit Präsident Ndayishimiye über burundische Truppenpräsenz in der DR Kongo und verweist auf aus seiner Sicht widersprüchliche Angaben zu Einsätzen im Norden des Kivu-Gebiets. Kagame behauptet, dass letztlich tausende burundische Soldaten in mehreren Regionen der DR Kongo festgestellt worden seien, und kritisiert Art und Umfang burundischer Operationen etwa in Minembwe.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">“I called the President of Burundi, Ndayishimiye, and asked him: The EAC forces in the DRC were expelled, Burundi remained, and now SADC forces are deploying — has Burundi joined SADC? He said no.<br><br>I then asked whether Burundi stayed in Congo because of its friendship with… <a href="https://t.co/D9ThHZzVrp">pic.twitter.com/D9ThHZzVrp</a></p>&mdash; Presidency | Rwanda (@UrugwiroVillage) <a href="https://twitter.com/UrugwiroVillage/status/1999195054489899344?ref_src=twsrc%5Etfw">December 11, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese divergierenden Darstellungen verstärken die Spannungen zwischen Kigali und Gitega und wirken in einen ohnehin fragilen regionalen Sicherheitskontext hinein, der durch die jüngsten Gefechte in und um Uvira zusätzlich belastet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-und-fluchtbewegungen-nach-burundi-und-ruanda"><span id="humanitaere-lage-und-fluchtbewegungen-nach-burundi-und-ruanda">Humanitäre Lage und Fluchtbewegungen nach Burundi und Ruanda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswirkungen der Kämpfe treffen die Zivilbevölkerung in Süd-Kivu und den Nachbarstaaten besonders hart. Nach Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA haben seit dem 2. Dezember mehr als 200.000 Menschen ihre Wohnorte verlassen. Viele halten sich in überfüllten Notunterkünften auf und sind einem erhöhten Risiko von Gewalt, Cholera und Mpox ausgesetzt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-22845 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-1536x864.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-2048x1152.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG-20251210-WA0016-3800x2138_c-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Uvira gilt nach UN-Angaben als „relativ ruhig“, während es in einzelnen Vierteln weiterhin Schusswechsel gibt. Ein Bombenexplosion im Stadtteil Kimanga tötete demnach zwei Zivilpersonen und verletzte drei weitere. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das zentrale Krankenhaus Uviras registriert einen stetigen Zustrom von Verwundeten, darunter mehr als 60 Patienten, die aus dem aufgrund der Unsicherheit geschlossenen Ruzizi-Krankenhaus verlegt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig weichen viele Menschen nach Süden oder über Grenzen aus. Zwischen dem 8. Dezember und heute trafen nach UN-Angaben mindestens 27.000 Menschen im Gebiet von Kalemie in der Provinz Tanganyika ein, weitere erreichen Orte entlang des Tanganjikasees.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="780" height="558" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G70a0MzWQAEipO0.jpeg" alt="" class="wp-image-22843 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G70a0MzWQAEipO0.jpeg 780w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G70a0MzWQAEipO0-300x215.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G70a0MzWQAEipO0-768x549.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G70a0MzWQAEipO0-380x272.jpeg 380w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Burundi flohen insbesondere in den Provinzen Ndava, Cibitoke und im Raum Gatumba Zehntausende Menschen. OCHA schätzt dort die Zahl der Schutzsuchenden auf mehr als 50.000. Transitlager wie Cishemere und Bweru beherbergen mehrere Tausend Personen. Die Mehrheit sind Frauen und Kinder, die erschöpft und teilweise verletzt ankommen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitären Organisationen warnen vor unzureichenden Unterkünften, begrenztem Zugang zu Trinkwasser und fehlenden Sanitäreinrichtungen. Das Risiko von Epidemien, insbesondere Cholera, wird als hoch eingestuft. Die Regierung Burundis beginnt nach UN-Angaben mit der Umsiedlung von Geflüchteten in den Osten des Landes, unterstützt durch den UNHCR, der unter anderem Busse für den Transport, Notunterkünfte und Wasserversorgung bereitstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Ruanda berichtet über neue Ankünfte. Der UNHCR unterstützt dort die Behörden im Nyarushishi-Transitzentrum, unter anderem mit Registrierung, Gesundheits- und Ernährungsangeboten, Schutzmaßnahmen sowie der Versorgung mit Mahlzeiten und Basisgütern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-monusco-zwischen-mandatsdebatte-und-finanzkrise"><span id="monusco-zwischen-mandatsdebatte-und-finanzkrise">MONUSCO zwischen Mandatsdebatte und Finanzkrise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur sicherheitspolitischen und humanitären Zuspitzung ist MONUSCO selbst mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert. Der Bericht des Generalsekretärs beschreibt laut&nbsp;<em>Security Council Report</em>&nbsp;Hindernisse für die Bewegungsfreiheit der Mission, darunter blockierte Treibstofflieferungen nach Goma sowie die Unterbrechung von Wasser- und Stromversorgung in MONUSCO-Einrichtungen seit Juli beziehungsweise August. Zudem ist der zivilen Luftverkehr zum Flughafen Goma seit der Einnahme der Stadt durch die M23 eingestellt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/UN71079314_20241209_LF_7385_-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-13018 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/UN71079314_20241209_LF_7385_-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/UN71079314_20241209_LF_7385_-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/UN71079314_20241209_LF_7385_-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/UN71079314_20241209_LF_7385_-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/UN71079314_20241209_LF_7385_-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/UN71079314_20241209_LF_7385_-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/UN71079314_20241209_LF_7385_.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt eine umfassende Liquiditätskrise der Vereinten Nationen. Infolge eines Notfallplans hat MONUSCO ihre operativen Ausgaben um 27 Prozent reduziert, die Beschaffung eingefroren und die programmbasierten Mittel um 40 Prozent gekürzt. Der Plan sieht außerdem die Repatriierung von insgesamt mehreren tausend Soldaten, militärischen Experten und Polizeikräften vor sowie die Beendigung Hunderter ziviler Arbeitsverträge.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die DR Kongo hat in einem Schreiben an den Sicherheitsrat Prioritäten für die Mandatsverlängerung formuliert. Dazu gehören die vollständige Umsetzung der Resolution 2773 vom 21. Februar 2025, die einen sofortigen Stopp weiterer M23-Offensiven und einen bedingungslosen Waffenstillstand fordert, sowie eine stärkere technische, logistische und sicherheitspolitische Unterstützung von Waffenstillstands- und Überwachungsmechanismen durch MONUSCO. Zudem unterstützt Kinshasa den Vorschlag, vorgeschobene Stützpunkte oder mobile Teams in Süd-Kivu zu stationieren. Die Diskussion über eine mögliche Rückkehr von MONUSCO in diese Provinz gilt im Sicherheitsrat als umstritten.</p>
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			<media:title type="html">Security Council Meets on Situation Concerning Democratic Republic of Congo</media:title>
			<media:description type="html">A wide view of the Security Council meeting on the situation concerning the Democratic Republic of the Congo. The Council heard a Report of the Secretary-General on the United Nations Organization Stabilization Mission in the Democratic Republic of the Congo (MONUSCO). On the screen is Passy Mubalama, Founder of the Action and Development Initiative for the Protection of Women and Children (AIDPROFEN).</media:description>
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		<title>Gewalt in Mosambik treibt Zehntausende in die Flucht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gewalt-in-mosambik-treibt-zehntausende-in-die-flucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 20:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Nordmosambik verschärft sich die Gewalt erneut. Wie das UN News-Portal berichtet, wurden innerhalb von zwei Wochen knapp 100.000&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgewalt-in-mosambik-treibt-zehntausende-in-die-flucht%2F&amp;action_name=Gewalt%20in%20Mosambik%20treibt%20Zehntausende%20in%20die%20Flucht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gewalt-in-mosambik-treibt-zehntausende-in-die-flucht/">Gewalt in Mosambik treibt Zehntausende in die Flucht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Nordmosambik verschärft sich die Gewalt erneut. Wie das <em><a href="https://news.un.org/en/story/2025/12/1166485">UN News</a></em>-Portal berichtet, wurden innerhalb von zwei Wochen knapp 100.000 Menschen vertrieben. Bewaffnete Gruppen attackieren seit Mitte November mehrere Distrikte in Cabo Delgado und zunehmend auch im angrenzenden Nampula. Damit erreicht der seit 2017 andauernde Konflikt Regionen, die bislang als vergleichsweise sicher galten und häufig Binnenvertriebene aufgenommen hatten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-angriffe-in-mehreren-distrikten-und-rasche-ausweitung-des-konflikts"><span id="angriffe-in-mehreren-distrikten-und-rasche-ausweitung-des-konflikts">Angriffe in mehreren Distrikten und rasche Ausweitung des Konflikts</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="472" height="670" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/xavier_creach.jpg" alt="" class="wp-image-22572 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/xavier_creach.jpg 472w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/xavier_creach-211x300.jpg 211w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/xavier_creach-380x539.jpg 380w" sizes="(max-width: 472px) 100vw, 472px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Xavier Creach, Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Erati, beschreibt eine dynamische und zunehmend schwer kontrollierbare Sicherheitslage. Die gleichzeitigen Angriffe in verschiedenen Gebieten überstiegen die personellen und logistischen Möglichkeiten humanitärer Organisationen. „Diese simultanen Angriffe erzeugen enorme Herausforderungen für die Helfer, die an verschiedenen Orten gleichzeitig reagieren müssen,“ erklärte Creach. Ressourcen reichten dafür nicht aus.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-berichte-uber-getotete-und-enthauptete-zivilisten"><span id="berichte-ueber-getoetete-und-enthauptete-zivilisten">Berichte über getötete und enthauptete Zivilisten</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des UNHCR berichten Ankommende von nächtlichen Überfällen. Bewaffnete Gruppen seien in Dörfer eingedrungen, hätten Häuser niedergebrannt und Zivilisten angegriffen. Zahlreiche Familien flüchteten ohne persönliche Dokumente oder grundlegende Versorgungsgüter. Laut Creach seien „Zivilisten getötet und manche sogar enthauptet“ worden. Die Menschen seien unter chaotischen Umständen geflohen und häufig in Gebiete gelangt, die bereits durch frühere Krisen stark belastet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit inzwischen über 1,3 Millionen Vertriebenen seit 2017 ist die Situation im Norden <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/">Mosambiks</a> eine der gravierendsten Binnenfluchtkrisen im südlichen Afrika. Die jüngste Gewaltwelle führt erneut zu einer Überlastung der lokalen Infrastruktur. Schulen, Kirchen und öffentliche Plätze in Nampula sind überfüllt. Host Communities, die selbst unter Unsicherheit leiden, erreichen ihre Belastungsgrenzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-engpasse-und-steigender-hilfsbedarf"><span id="humanitaere-engpaesse-und-steigender-hilfsbedarf">Humanitäre Engpässe und steigender Hilfsbedarf</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Creach betont, dass die aktuelle Entwicklung bereits der vierte große Zustrom von Binnenvertriebenen binnen weniger Monate sei. Die humanitäre Antwort bleibe trotz Anstrengungen unzureichend. Es fehle an Nahrungsmitteln, Unterkünften, Wasser und psychosozialer Betreuung. Viele Ankommende seien traumatisiert und benötigten unmittelbare Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 2026 beziffert das UNHCR den Finanzbedarf im Norden Mosambiks auf 38,2 Millionen US-Dollar. Die Finanzierungslage ist jedoch kritisch: Bislang wurde das Budget für 2025 lediglich zur Hälfte gedeckt. Dieser Mangel gefährdet die humanitäre Versorgung in einer Region, in der sich Gewalt, Vertreibung und ökonomische Verwundbarkeit gegenseitig verstärken.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ruckkehr-in-unsichere-gebiete-aus-mangel-an-alternativen"><span id="rueckkehr-in-unsichere-gebiete-aus-mangel-an-alternativen">Rückkehr in unsichere Gebiete aus Mangel an Alternativen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dienstagmorgen beobachteten UNHCR-Teams in Erati, wie Menschen in unsichere Gebiete zurückkehrten. Diese Rückkehr erfolgte nicht, um den Wiederaufbau zu beginnen, sondern aus Not. Überfüllte Notunterkünfte und ausbleibende Hilfen veranlassten viele, in zerstörte oder weiterhin gefährdete Gebiete zurückzukehren. Nach Angaben Creachs sahen sich die Betroffenen „ohne Optionen“ und sechs Monate nach den letzten größeren Fluchtbewegungen erneut einer akuten Notlage ausgesetzt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Filomena fled her village while in labour. She reached Erati safely, but fear remains.<br><br>“I left everything behind… my baby is only ten days old.”<br><br>Displacement in Nampula is forcing families to flee in impossible conditions. UNHCR is on the ground protecting those most at risk. <a href="https://t.co/kGEhUV4Rei">pic.twitter.com/kGEhUV4Rei</a></p>&mdash; UNHCR Mozambique (@UNHCRMozambique) <a href="https://twitter.com/UNHCRMozambique/status/1995497509582672192?ref_src=twsrc%5Etfw">December 1, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitären Organisationen bewerten die Lage in Nordmosambik als instabil, volatil und zunehmend komplex. Die Ausweitung der Angriffe in bislang sichere Distrikte deutet darauf hin, dass sich die Sicherheitslage weiter verschlechtert. Der Hilfsbedarf steigt schneller, als internationale Unterstützung mobilisiert werden kann.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Über eine Million Rückkehrer nach Khartum</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ueber-eine-million-rueckkehrer-nach-khartum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 17:29:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[IOM]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach über zwei Jahren Krieg beginnen erste Anzeichen einer vorsichtigen Rückkehrbewegung: Laut der International Organization for Migration (IOM) sind zwischen November&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fueber-eine-million-rueckkehrer-nach-khartum%2F&amp;action_name=%C3%9Cber%20eine%20Million%20R%C3%BCckkehrer%20nach%20Khartum&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ueber-eine-million-rueckkehrer-nach-khartum/">Über eine Million Rückkehrer nach Khartum</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nach über zwei Jahren Krieg beginnen erste Anzeichen einer vorsichtigen Rückkehrbewegung: Laut der <strong>International Organization for Migration (IOM)</strong> sind zwischen <strong>November 2024 und September 2025</strong> mehr als <strong>eine Million Menschen in die sudanesische Hauptstadt Khartum zurückgekehrt</strong>. Die Familien, die teils monatelang vertrieben waren, kehren in eine Stadt zurück, die noch immer von den Kämpfen zwischen den <strong>Sudanesischen Streitkräften (SAF)</strong> und den <strong>Rapid Support Forces (RSF)</strong> gezeichnet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Ausmaß dieser Rückkehr ist zugleich ein Zeichen von Widerstandskraft und eine Warnung“, erklärte&nbsp;<strong>Ugochi Daniels</strong>, stellvertretende Generaldirektorin der IOM, nach ihrem jüngsten Besuch im Sudan. „Ich habe Menschen getroffen, die in eine Stadt zurückkehren, in der die Häuser zerstört sind und grundlegende Dienstleistungen kaum funktionieren.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-fragile-ruckkehr-in-die-zerstorte-hauptstadt-khartum"><span id="eine-fragile-rueckkehr-in-die-zerstoerte-hauptstadt-khartum">Eine fragile Rückkehr in die zerstörte Hauptstadt Khartum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rund <strong>3,8 Millionen Menschen</strong> hatten die Region Khartum seit Beginn der Kämpfe im April 2023 verlassen. Die derzeitige Rückkehr entspricht damit nur etwa einem Viertel der Vertriebenen – <strong>weitere 2,7 Millionen</strong> könnten folgen, wenn sich die Lage stabilisiert. Insgesamt registrierte die IOM <strong>2,6 Millionen Rückkehrbewegungen</strong> im ganzen Land, darunter <strong>über 520.000 grenzüberschreitende Rückkehrer</strong>, vor allem aus <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a></strong>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV.jpeg" alt="" class="wp-image-21100 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G329My6WoAAvXOV-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Doch trotz dieser vorsichtigen Bewegungen bleibt die Lage katastrophal. <strong>Cholera-, Dengue- und Malaria-Ausbrüche</strong> verschärfen die ohnehin dramatische humanitäre Situation. „Es ist dringend notwendig, in sauberes Wasser, Gesundheitsversorgung und grundlegende Dienste zu investieren, damit die Menschen wirklich neu anfangen können“, so Daniels.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mehrheit der Rückkehrer lebt in beschädigten Gebäuden oder provisorischen Unterkünften. Rund die Hälfte lebt in ländlichen Gebieten,&nbsp;<strong>nahezu die Hälfte sind Kinder</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-el-fasher-stadt-unter-belagerung"><span id="el-fasher-stadt-unter-belagerung">El Fasher: Stadt unter Belagerung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders dramatisch ist die Lage in&nbsp;<strong>El Fasher</strong>, der Hauptstadt des Bundesstaates&nbsp;<strong>Nord-Darfur</strong>. Dort sind seit Beginn des Krieges über&nbsp;<strong>eine Million Menschen</strong>&nbsp;geflohen. Tausende, die geblieben sind, leben unter Belagerung – ohne Zugang zu Lebensmitteln, Wasser oder medizinischer Versorgung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-1024x680.jpeg" alt="" class="wp-image-21101 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-1024x680.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-300x199.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-768x510.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-380x252.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz-800x531.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3ixlriXoAAWDbz.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Berichte sprechen von <strong>wahllosen Bombardierungen, sexueller Gewalt und ethnisch motivierten Angriffen</strong>. Menschen greifen auf Tierfutter zurück, um zu überleben. Nach IOM-Daten wurden allein zwischen dem 15. und 20. Oktober über <strong>13.000 neue Vertreibungen</strong> in Nord-Darfur und West-Kordofan verzeichnet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir und unsere Partner weiten unsere Hilfe dort aus, wo der Zugang möglich ist“, sagte&nbsp;<strong>Farhan Haq</strong>, stellvertretender UN-Sprecher in New York.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsamer-appell-der-un-organisationen"><span id="gemeinsamer-appell-der-un-organisationen">Gemeinsamer Appell der UN-Organisationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer&nbsp;<strong>gemeinsamen Erklärung</strong>&nbsp;fordern&nbsp;<strong>IOM, UNHCR, UNICEF und das Welternährungsprogramm (WFP)</strong>sofortiges internationales Handeln. Nach über&nbsp;<strong>900 Tagen Krieg</strong>, systematischen Menschenrechtsverletzungen, Hungersnot und dem Zusammenbruch lebenswichtiger Dienste stünden&nbsp;<strong>über 30 Millionen Menschen im Sudan</strong>&nbsp;kurz vor dem Überleben.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">“IOM was the first UN agency to re-enter Khartoum and support communities in the heart of the conflict.&quot;<br><br>IOM <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a> Chief of Mission <a href="https://twitter.com/_Moh_Refaat?ref_src=twsrc%5Etfw">@_Moh_Refaat</a> speaks to <a href="https://twitter.com/Islamchannel?ref_src=twsrc%5Etfw">@Islamchannel</a> about IOM’s work on the ground. <br><br>Tune in <a href="https://t.co/jThF8Sl1LO">pic.twitter.com/jThF8Sl1LO</a></p>&mdash; IOM &#8211; UN Migration 🇺🇳 (@UNmigration) <a href="https://twitter.com/UNmigration/status/1981390210110779653?ref_src=twsrc%5Etfw">October 23, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als&nbsp;<strong>9,6 Millionen Menschen</strong>&nbsp;sind innerhalb des Landes vertrieben, fast&nbsp;<strong>15 Millionen Kinder</strong>&nbsp;benötigen humanitäre Hilfe. Der Bildungssektor ist fast vollständig kollabiert –&nbsp;<strong>14 von 17 Millionen Schulkindern</strong>&nbsp;gehen nicht mehr zur Schule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist eine der schlimmsten Schutzkrisen seit Jahrzehnten“, sagte&nbsp;<strong>Kelly T. Clements</strong>, stellvertretende Hochkommissarin des UNHCR, nach einem Besuch in Flüchtlingslagern bei&nbsp;<strong>Port Sudan</strong>. „Millionen sind entwurzelt, Familien kehren ohne jede Unterstützung zurück, und viele werden weiter von Gewalt, Hunger und Krankheit bedroht.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-katastrophale-zustande-in-darfur-und-kordofan"><span id="katastrophale-zustaende-in-darfur-und-kordofan">Katastrophale Zustände in Darfur und Kordofan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Bundesstaaten&nbsp;<strong>Darfur</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Kordofan</strong>&nbsp;sind die humanitären Bedürfnisse besonders akut. In&nbsp;<strong>El Fasher</strong>&nbsp;sitzen über&nbsp;<strong>260.000 Zivilisten</strong>, darunter&nbsp;<strong>130.000 Kinder</strong>, seit über 16 Monaten eingeschlossen. Gesundheitszentren sind zerstört, Medikamente fehlen, und tausende Kinder mit akuter Mangelernährung sind ohne Behandlung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Peace is possible; we will not look away❗️Millions in 🇸🇩 <a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a> &amp; 🇹🇩 <a href="https://twitter.com/hashtag/Chad?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Chad</a> are suffering from war, displacement, hunger!<br><br>🇩🇪 Minister of State <a href="https://twitter.com/SerapGueler?ref_src=twsrc%5Etfw">@SerapGueler</a>​ is in the region to push for peace &amp; to coordinate new aid aimed at humanitarian support &amp; protection of women &amp; children. <a href="https://t.co/c8UCZXoepc">pic.twitter.com/c8UCZXoepc</a></p>&mdash; GIC Africa (@GermanyInAfrica) <a href="https://twitter.com/GermanyInAfrica/status/1980658813544837564?ref_src=twsrc%5Etfw">October 21, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Städten wie&nbsp;<strong>Dilling</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Kadugli</strong>&nbsp;sind Familien von der Außenwelt abgeschnitten – Trinkwasser- und Gesundheitssysteme sind kollabiert, und&nbsp;<strong>Cholera- sowie Masernausbrüche</strong>&nbsp;breiten sich ungehindert aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was ich in Darfur gesehen habe, war erschütternd: Kinder hungern, Familien kämpfen ums Überleben in Bedingungen, die jeder Würde widersprechen“, erklärte&nbsp;<strong>Ted Chaiban</strong>, stellvertretender Exekutivdirektor von UNICEF. „Der Mut dieser Familien ist außergewöhnlich, aber er muss durch rasches internationales Handeln unterstützt werden.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzierungslucke-gefahrdet-hilfsoperationen"><span id="finanzierungsluecke-gefaehrdet-hilfsoperationen">Finanzierungslücke gefährdet Hilfsoperationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<strong>Humanitarian Response Plan 2025</strong>&nbsp;für den Sudan beläuft sich auf&nbsp;<strong>4,2 Milliarden US-Dollar</strong>, ist jedoch&nbsp;<strong>nur zu 25 % finanziert</strong>. Ohne zusätzliche Mittel drohen humanitäre Organisationen, lebensrettende Maßnahmen zurückzufahren.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">6 Envoys visit Khartoum in show of support to the Framework Agreement.<br><br>Special Envoys and Representatives from the 🇪🇺 European Union, 🇫🇷France, 🇩🇪 Germany, 🇳🇴 Norway, 🇬🇧 the United Kingdom, and the 🇺🇸 United States will conduct a joint visit to Khartoum, 7-9 February. (1/4) <a href="https://t.co/L2E5b1RnES">pic.twitter.com/L2E5b1RnES</a></p>&mdash; German Embassy to Sudan (@GermanyInSudan) <a href="https://twitter.com/GermanyInSudan/status/1623334921908416512?ref_src=twsrc%5Etfw">February 8, 2023</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz widrigster Bedingungen haben UN-Agenturen und Partner&nbsp;<strong>über 13,5 Millionen Menschen</strong>&nbsp;erreicht – darunter viele in schwer zugänglichen Gebieten wie Darfur, Kordofan und Al Jazira.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich sah in Khartum eine Stadt, die vom Krieg zerstört wurde, aber auch Menschen, die Hoffnung zeigen“, sagte&nbsp;<strong>Valerie Guarnieri</strong>, stellvertretende Exekutivdirektorin des WFP. „Wir arbeiten mit lokalen Partnern, um Familien mit Nahrung, Schulmahlzeiten und Unterstützung beim Wiederaufbau grundlegender Dienste zu versorgen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-forderungen-der-un-agenturen"><span id="gemeinsame-forderungen-der-un-agenturen">Gemeinsame Forderungen der UN-Agenturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier UN-Organisationen rufen gemeinsam auf zu:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>sofortiger Waffenruhe und Schutz der Zivilbevölkerung</strong>, insbesondere von Frauen und Kindern,</li>



<li><strong>uneingeschränktem humanitärem Zugang</strong> im ganzen Land,</li>



<li><strong>vereinfachten Verfahren</strong> für Hilfstransporte und Personalbewegungen,</li>



<li><strong>flexibler Sofortfinanzierung</strong>, um lebensrettende Einsätze auszuweiten,</li>



<li><strong>nachhaltigen Lösungen</strong> für Binnenvertriebene, Rückkehrer und Aufnahmegemeinschaften,</li>



<li><strong>weiterem Schutz</strong> für die rund <strong>900.000 Geflüchteten</strong>, die weiterhin im Sudan leben.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">„Die humanitäre Gemeinschaft steht bereit, aber sie kann nicht allein handeln. Die Welt muss handeln“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von&nbsp;<strong>IOM, UNHCR, UNICEF und WFP</strong>.</p>
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		<item>
		<title>Staatsministerin Serap Güler reist nach Tschad und Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 11:12:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mit einer klaren Botschaft für mehr humanitäres Engagement und politische Verantwortung ist Staatsministerin Serap Güler zu einer Reise&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstaatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan%2F&amp;action_name=Staatsministerin%20Serap%20G%C3%BCler%20reist%20nach%20Tschad%20und%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/">Staatsministerin Serap Güler reist nach Tschad und Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mit einer klaren Botschaft für mehr humanitäres Engagement und politische Verantwortung ist Staatsministerin Serap Güler zu einer <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/gueler-tschad-sudan-2740458">Reise</a> nach Tschad und Sudan aufgebrochen. Ziel der Mission, die am 21. Oktober 2025 begann, ist die Unterstützung der internationalen Bemühungen um eine Waffenruhe im Sudan sowie die Stärkung der Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten, insbesondere dem Tschad, der über eine Million Geflüchtete aufgenommen hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-katastrophe-im-sudan-bleibt-schwerpunkt-deutscher-aussenpolitik"><span id="humanitaere-katastrophe-im-sudan-bleibt-schwerpunkt-deutscher-aussenpolitik">Humanitäre Katastrophe im Sudan bleibt Schwerpunkt deutscher Außenpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„25 Millionen Menschen leiden in Sudan unter akutem Hunger, 15 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule, über 11 Millionen sind vertrieben“, erklärte Güler vor dem Abflug. Die Staatsministerin sprach von einer „der größten humanitären Krisen der Gegenwart“, die zu Unrecht im Schatten anderer Konflikte stehe. Seit April 2023 tobt zwischen den rivalisierenden Generälen der Sudanese Armed Forces (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) ein Krieg, der nach Schätzungen über 100.000 Menschenleben gefordert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will ihre humanitäre Hilfe um weitere 16 Millionen Euro erhöhen. Bereits auf der Londoner Sudan-Konferenz im April hatte Deutschland 125 Millionen Euro zugesagt. Im Mittelpunkt der zusätzlichen Mittel steht die Bekämpfung der Hungerkrise und die Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Gewalt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-friedensplan-der-quad-staaten-als-diplomatischer-rahmen"><span id="friedensplan-der-quad-staaten-als-diplomatischer-rahmen">Friedensplan der Quad-Staaten als diplomatischer Rahmen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt den im September vorgestellten <strong>Friedensplan der Quad-Staaten</strong> – <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigte Arabische Emirate</a>. Dieser sieht eine Waffenruhe und den Beginn eines zivil geführten Übergangsprozesses vor. Serap Güler wird in Port Sudan mit Vertretern der dort ansässigen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammentreffen, um über humanitäre Zugänge und Fortschritte im politischen Dialog zu sprechen.</p>



<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=476&#038;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Freel%2F1462992561440716%2F&#038;show_text=false&#038;width=267&#038;t=0" width="267" height="476" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein Ende des Kriegs in Sudan ist möglich“, sagte Güler. Gemeinsam mit Außenminister Wadephul wolle sie sicherstellen, dass Deutschland „politisch und humanitär weiterhin entschieden eingebunden bleibt“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tschad-als-schlusselpartner-in-der-regionalen-stabilisierung"><span id="tschad-als-schluesselpartner-in-der-regionalen-stabilisierung">Tschad als Schlüsselpartner in der regionalen Stabilisierung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="564" height="752" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/gueler_serap.jpg" alt="" class="wp-image-20997 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/gueler_serap.jpg 564w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/gueler_serap-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/gueler_serap-380x507.jpg 380w" sizes="(max-width: 564px) 100vw, 564px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor ihrem Aufenthalt im Sudan wird die Staatsministerin Güler im Tschad erwartet, wo sie Flüchtlingslager an der Grenze besuchen und Gespräche mit Regierungsmitgliedern in N’Djamena führen wird. Das Nachbarland beherbergt inzwischen mehr als eine Million Geflüchtete aus dem Sudan. Deutschland unterstützt die tschadische Bevölkerung über Programme des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wfp/">Welternährungsprogramms</a> (WFP), des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unhcr/">UN-Flüchtlingshilfswerks</a> (UNHCR) und des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unicef/">Kinderhilfswerks</a> (UNICEF).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt beschreibt die bilateralen Beziehungen zu N’Djamena als <strong>integrierten Ansatz von Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik</strong>. Der Fokus liegt auf Ernährungssicherheit, Wasser- und Gesundheitsversorgung sowie Schutzmaßnahmen für Frauen und Kinder.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Tschad hat nach einer Übergangsphase im Frühjahr und Winter 2024–2025 seine politische Transition mit Präsidentschafts-, Parlaments- und Senatswahlen abgeschlossen. Berlin begleitet diesen Prozess mit regionalen Stabilisierungsprojekten im Sahel, insbesondere in der Tschadseeregion, die von den Folgen des Sudan-Konflikts und dem Klimawandel stark betroffen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-aussenpolitik-zwischen-stabilisierung-sicherheit-und-humanitarer-verantwortung"><span id="deutsche-aussenpolitik-zwischen-stabilisierung-sicherheit-und-humanitaerer-verantwortung">Deutsche Außenpolitik zwischen Stabilisierung, Sicherheit und humanitärer Verantwortung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan genießt Deutschland weiterhin hohes Vertrauen. Nach dem Sturz von Omar al-Baschir und der kurzen Phase einer zivilen Übergangsregierung engagierte sich Berlin frühzeitig für den demokratischen Wandel und richtete 2020 die Sudan-Partnerschaftskonferenz aus. Seit dem Putsch von 2021 ist die bilaterale Regierungszusammenarbeit ausgesetzt, Projekte zur Ernährungssicherung und Grundversorgung werden jedoch weitergeführt, sofern die Sicherheitslage dies zulässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwerpunkte deutscher Politik im Sudan bleiben klar definiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Unterstützung humanitärer Zugänge</strong> in umkämpften Regionen wie El Fasher,</li>



<li><strong>politische Begleitung des Friedensprozesses</strong> im Rahmen internationaler Formate,</li>



<li><strong>Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen</strong> als Voraussetzung für einen zukünftigen Übergang zu ziviler Regierung.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Gülers Reise markiert die Rückkehr Deutschlands zu einer aktiven diplomatischen Rolle in einem der komplexesten Konfliktfelder Afrikas – mit einer Doppelstrategie aus&nbsp;<strong>humanitärer Präsenz vor Ort</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>politischer Vermittlung im internationalen Verbund</strong>.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstaatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan%2F&amp;action_name=Staatsministerin%20Serap%20G%C3%BCler%20reist%20nach%20Tschad%20und%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/">Staatsministerin Serap Güler reist nach Tschad und Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Staatssekretär Niels Annen besucht Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/staatssekretaer-niels-annen-besucht-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2025 22:12:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium (BMZ), Niels Annen, hat die humanitäre Lage im Sudan als eine der größten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstaatssekretaer-niels-annen-besucht-sudan%2F&amp;action_name=Staatssekret%C3%A4r%20Niels%20Annen%20besucht%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatssekretaer-niels-annen-besucht-sudan/">Staatssekretär Niels Annen besucht Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Parlamentarische Staatssekretär im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bmz/">Bundesentwicklungsministerium (BMZ),</a> Niels Annen, hat die humanitäre Lage im <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> als eine der größten Krisen unserer Zeit bezeichnet. Während seines Besuchs in Port Sudan machte er auf die katastrophalen Bedingungen aufmerksam, unter denen Millionen von Menschen leiden. „In Sudan hungern Millionen Menschen und sind Krankheiten schutzlos ausgeliefert. Diese Krise verdient weit mehr internationale Aufmerksamkeit“, erklärte Annen in einem <a href="https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/parlamentarischer-staatssekretaer-niels-annen-besucht-sudan-241640">Statement</a>.</p>



<h4 id="humanitaere-lage-und-anhaltender-konflikt" class="wp-block-heading">Humanitäre Lage und anhaltender Konflikt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit April 2023 toben schwere Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), die um die Kontrolle des Landes kämpfen. Beide Konfliktparteien missachten grundlegende Menschenrechte und das internationale Völkerrecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen des Konflikts sind verheerend: Mehr als 26 Millionen Menschen leiden unter Hunger, und über 8,7 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben. Weitere 3,4 Millionen Menschen sind in Nachbarländer geflohen, wo Flüchtlingscamps zunehmend überfüllt und von Krankheiten wie Masern und Cholera heimgesucht werden.</p>



<h4 id="deutsche-unterstuetzung-fuer-humanitaere-hilfe-und-resilienz" class="wp-block-heading">Deutsche Unterstützung für humanitäre Hilfe und Resilienz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat ihre bilaterale Zusammenarbeit mit der sudanesischen Regierung seit dem Militärputsch im Oktober 2021 ausgesetzt. Dennoch werden Programme fortgeführt, die direkt der notleidenden Bevölkerung zugutekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Port Sudan trifft sich Annen mit führenden Vertretern der Vereinten Nationen, darunter UNICEF, das Welternährungsprogramm (WFP) und das Flüchtlingskommissariat (UNHCR). Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitet eng mit diesen Organisationen zusammen, um Nothilfe zu leisten und die Widerstandsfähigkeit der ärmsten Bevölkerungsgruppen zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fokus stehen dabei Projekte zur Grundversorgung mit Nahrung, Wasser und Unterkunft sowie langfristige Maßnahmen wie die Förderung der Landwirtschaft. „Die Stärkung der landwirtschaftlichen Produktion schafft nicht nur bessere Ernährungsmöglichkeiten, sondern auch dringend benötigte Arbeitsplätze“, so Niels Annen.</p>



<h4 id="auswirkungen-auf-die-region" class="wp-block-heading">Auswirkungen auf die Region</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise im Sudan wirkt sich auch auf die Nachbarländer aus, die Millionen Flüchtlingen Schutz bieten. Die Belastung der dortigen Infrastrukturen und Ressourcen ist enorm. „Es ist entscheidend, nicht nur kurzfristige Nothilfe zu leisten, sondern auch Wege für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen, die den Menschen langfristige Perspektiven bietet“, betonte Staatssekretär Niels Annen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Gemeinschaft wird aufgerufen, die Aufmerksamkeit verstärkt auf die sudanesische Krise zu lenken und Maßnahmen zu ergreifen, um humanitäre Hilfe zu leisten und die Grundlagen für eine friedliche Zukunft zu schaffen.</p>
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		<title>Tropensturm Chido: Mehr als 90.000 Kinder betroffen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tropensturm-chido-mehr-als-90-000-kinder-betroffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 10:41:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Tropensturm Chido hat in Mosambik schwere Schäden hinterlassen und insbesondere Kinder und Familien hart getroffen. Nach Angaben&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftropensturm-chido-mehr-als-90-000-kinder-betroffen%2F&amp;action_name=Tropensturm%20Chido%3A%20Mehr%20als%2090.000%20Kinder%20betroffen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tropensturm-chido-mehr-als-90-000-kinder-betroffen/">Tropensturm Chido: Mehr als 90.000 Kinder betroffen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Tropensturm Chido hat in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/">Mosambik</a> schwere Schäden hinterlassen und insbesondere Kinder und Familien hart getroffen. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF wurden mehr als 35.000 Häuser zerstört oder beschädigt, Tausende Familien vertrieben und über 90.000 Kinder direkt von den Auswirkungen des Sturms betroffen. Die Gesamtzahl der Betroffenen wird auf mindestens 174.000 Menschen geschätzt, wobei laufende Bewertungen darauf hindeuten, dass diese Zahlen weiter steigen könnten.</p>



<h3 id="zerstoerte-infrastruktur-und-steigende-opferzahlen-nach-chido" class="wp-block-heading">Zerstörte Infrastruktur und steigende Opferzahlen nach Chido</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem mosambikanischen Katastrophenmanagementinstitut (INGD) stieg die Zahl der Todesopfer von anfangs 15 auf mittlerweile 34, mit weiteren 319 Verletzten. Besonders betroffen sind die Provinzen Cabo Delgado, Niassa und Nampula. In der Provinzhauptstadt Pemba sowie in umliegenden Bezirken wurden Wohnhäuser, Stromleitungen und Telekommunikationssysteme stark beschädigt oder vollständig zerstört.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">With “thousands” still missing on Mayotte, Chido’s impact in continental East Africa has unfortunately proven to be severe as well. At least 34 fatalities have been confirmed in Mozambique—and in the town of Murrebue, 99% of all homes were destroyed after they were directly hit… <a href="https://t.co/qnHc1PWxC7">pic.twitter.com/qnHc1PWxC7</a></p>
<p>&mdash; Backpirch Weather (@BackpirchCrew) <a href="https://twitter.com/BackpirchCrew/status/1869088910367768984?ref_src=twsrc%5Etfw">December 17, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich wurden 186.000 Klassenzimmer und 34 Gesundheitseinrichtungen in den betroffenen Regionen beschädigt. Die Verwüstung hat auch die Wasser- und Sanitärinfrastruktur beeinträchtigt, was das Risiko eines erneuten Choleraausbruchs erhöht – eine Krankheit, die in der Region bereits vor dem Sturm grassierte.</p>



<h4 id="kinder-besonders-gefaehrdet" class="wp-block-heading">Kinder besonders gefährdet</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der internationalen NGO &#8220;Save the Children&#8221; sind etwa 650.000 Kinder und ihre Familien durch die Auswirkungen des Tropensturms in Gefahr. Die Region Cabo Delgado, die seit sieben Jahren von Konflikten gezeichnet ist, wurde besonders schwer getroffen. Viele Menschen, die in der Vergangenheit vertrieben wurden, verloren durch den Sturm erneut ihr Hab und Gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NGO warnt zudem, dass bestehende Mängel bei Wasser, Hygiene, Bildung und Gesundheitsversorgung durch die jüngste Katastrophe noch verschärft werden. Die Ernährungssicherheit bleibt ebenfalls ein großes Problem, da viele Kinder bereits unter Mangelernährung leiden.</p>



<h4 id="internationale-hilfsmassnahmen" class="wp-block-heading">Internationale Hilfsmaßnahmen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Organisationen und internationale NGOs wie UNICEF, UNHCR und die WHO haben ihre Soforthilfemaßnahmen verstärkt. Innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Sturm konnten mehr als 2.600 Menschen in der Stadt Pemba mit Notunterkünften und Hilfsgütern wie Decken, Moskitonetzen und Schlafmatten versorgt werden.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">🌀<a href="https://twitter.com/hashtag/CycloneChido?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#CycloneChido</a> made landfall this morning in northern Mozambique, leaving 627K people in high-risk areas and worsening the region&#39;s conflict-driven food insecurity.</p>
<p>Less than 12 hours after landfall, WFP is on the ground, delivering food assistance to 500 families near Pemba.🙌🏿 <a href="https://t.co/P6pfxsID8g">pic.twitter.com/P6pfxsID8g</a></p>
<p>&mdash; WFP Mozambique (@wfp_mozambique) <a href="https://twitter.com/wfp_mozambique/status/1868338260885274860?ref_src=twsrc%5Etfw">December 15, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinten Nationen haben zudem 4 Millionen US-Dollar für die frühzeitige humanitäre Reaktion bereitgestellt. Der Generalsekretär der UN, António Guterres, betonte, dass die Organisation bereitstehe, zusätzliche Unterstützung zu leisten.</p>



<h4 id="historische-belastung-durch-naturkatastrophen" class="wp-block-heading">Historische Belastung durch Naturkatastrophen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik gehört zu den Ländern, die weltweit am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. In den letzten fünf Jahren wurde das Land bereits von drei intensiven Wirbelstürmen heimgesucht: Idai, Kenneth und Freddy. Diese verursachten über 1.100 Todesfälle und führten zu massiven Schäden an der Infrastruktur.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">Intense <a href="https://twitter.com/hashtag/CycloneChido?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#CycloneChido</a> hit <a href="https://twitter.com/hashtag/Mozambique?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Mozambique</a> at 6 am on Sunday 15 Dec, leaving destruction in its wake. Winds reached 260km/h, with rains up to 250mm/h. Families in vulnerable northern districts, already facing years of conflict, woke up to torn roofs, destroyed homes, &amp; power outages. <a href="https://t.co/sqvMS2AKaz">pic.twitter.com/sqvMS2AKaz</a></p>
<p>&mdash; NRC East &amp; Southern Africa (@NRC_EAY) <a href="https://twitter.com/NRC_EAY/status/1868658266445889915?ref_src=twsrc%5Etfw">December 16, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Lage verschärft sich weiter, da laut Schätzungen der UN im Jahr 2025 rund 3,3 Millionen Menschen in Mosambik von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein könnten. Der jüngste Sturm verdeutlicht erneut die Anfälligkeit der Region für extreme Wetterereignisse.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tschad: Deutschland und die UN unterstützen Flüchtlinge</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschad-deutschland-und-die-un-unterstuetzen-nachhaltige-integration-von-fluechtlingen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2024 16:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im Rahmen der sogenannten Haguina-Initiative hat die Bundesregierung zusammen mit den Vereinten Nationen ein innovatives Programm zur Unterstützung von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden im Tschad gestartet. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-deutschland-und-die-un-unterstuetzen-nachhaltige-integration-von-fluechtlingen%2F&amp;action_name=Tschad%3A%20Deutschland%20und%20die%20UN%20unterst%C3%BCtzen%20Fl%C3%BCchtlinge&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-deutschland-und-die-un-unterstuetzen-nachhaltige-integration-von-fluechtlingen/">Tschad: Deutschland und die UN unterstützen Flüchtlinge</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ziel ist es, durch die Vergabe von Land langfristige Perspektiven für die Integration der Flüchtlinge aus dem Sudan zu schaffen und die Eigenständigkeit der Menschen zu fördern.</p>



<h4 id="land-als-schluessel-zur-selbstversorgung" class="wp-block-heading">Land als Schlüssel zur Selbstversorgung</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1532" height="1080" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1532px-Svenja_Schulze_2021.jpg" alt="" class="wp-image-11473 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative sieht vor, brachliegende und degradierte Flächen nutzbar zu machen und an Flüchtlinge sowie bedürftige Einheimische zu verteilen. In der ersten Phase werden 3.138 Hektar Land auf etwa 3.000 Familien aufgeteilt, jeweils zur Hälfte an Flüchtlinge und an Einheimische. „Wer fruchtbares Land hat, kann sich selbst versorgen. Wer fruchtbares Land hat, kann bleiben“, betonte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze während ihres Besuchs im Tschad.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/hilfe-zur-selbsthilfe-fuer-fluechtlinge-aus-sudan-239110">Programm</a> wird durch einen vom Welternährungsprogramm (<a href="https://fokus-afrika.de/tag/wfp/">WFP</a>) eingerichteten Fonds finanziert, der mit sieben Millionen US-Dollar ausgestattet ist. Deutschland spielt hierbei eine zentrale Rolle als Partner und Unterstützer. Die Urbarmachung des Landes erfolgt mit Unterstützung der UN-Organisationen, darunter FAO, UNHCR und UNICEF, und bietet den Betroffenen erste Einkommensmöglichkeiten.</p>



<h4 id="foerderung-von-integration-und-klimaschutz-im-tschad" class="wp-block-heading">Förderung von Integration und Klimaschutz im Tschad</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der wirtschaftlichen Unterstützung dient das Programm auch der Anpassung an den Klimawandel und der Bekämpfung der Wüstenbildung. Mit traditionellen Techniken wie der „Halbmondtechnik“ werden brachliegende Flächen wieder fruchtbar gemacht. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Ernährungssicherheit, sondern auch den sozialen Zusammenhalt zwischen Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Initiative ist beispielhaft dafür, wie starke Partnerschaften Flüchtlinge und lokale Gemeinschaften unterstützen können“, erklärte Rania Dagash-Kamara, Beigeordnete Exekutivdirektorin des WFP. Studien der Weltbank untermauern die Effektivität dieses Ansatzes: Jeder investierte Euro in die Widerstandsfähigkeit von Menschen in fragilen Situationen spart vier Euro an humanitärer Hilfe.</p>



<h4 id="deutsch-tschadische-zusammenarbeit-intensiviert" class="wp-block-heading">Deutsch-tschadische Zusammenarbeit intensiviert</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während ihres Besuchs im Tschad führte Bundesministerin Schulze Gespräche mit dem tschadischen Außenminister Abderaman Koulamallah. Die Themen reichten von der Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen dem <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> und der Bundesrepublik in Bereichen wie Bildung und Gesundheit bis hin zur internationalen Unterstützung für Flüchtlinge. Beide Seiten bekräftigten ihr Engagement, die Kooperation durch konkrete Projekte zu vertiefen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschad-deutschland-und-die-un-unterstuetzen-nachhaltige-integration-von-fluechtlingen%2F&amp;action_name=Tschad%3A%20Deutschland%20und%20die%20UN%20unterst%C3%BCtzen%20Fl%C3%BCchtlinge&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-deutschland-und-die-un-unterstuetzen-nachhaltige-integration-von-fluechtlingen/">Tschad: Deutschland und die UN unterstützen Flüchtlinge</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Entwicklungsministerin Schulze besucht Tschad</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/entwicklungsministerin-schulze-besucht-tschad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2024 16:30:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[IOM]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze hat bei ihrem Besuch im Tschad die großzügige Unterstützung des Landes für Flüchtlinge&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fentwicklungsministerin-schulze-besucht-tschad%2F&amp;action_name=Entwicklungsministerin%20Schulze%20besucht%20Tschad&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungsministerin-schulze-besucht-tschad/">Entwicklungsministerin Schulze besucht Tschad</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze hat bei ihrem Besuch im <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a> die großzügige Unterstützung des Landes für Flüchtlinge aus dem Sudan gewürdigt. Tschad, das bereits 1,2 Millionen Geflüchtete aus seinen Nachbarländern aufgenommen hat, zeigt laut Schulze außergewöhnliche Solidarität, obwohl es selbst mit enormen Herausforderungen wie Dürren, Hunger und Unsicherheit zu kämpfen hat.</p>



<h3 id="hilfe-fuer-die-gefluechteten-fokus-auf-frauen-und-kinder" class="wp-block-heading">Hilfe für die Geflüchteten: Fokus auf Frauen und Kinder</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1532" height="1080" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1532px-Svenja_Schulze_2021.jpg" alt="" class="wp-image-11473 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Lage der Menschen im <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit“, erklärte Ministerin Schulze in einer <a href="https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/entwicklungsministerin-schulze-besucht-tschad-238726">Pressemitteilung</a> anlässlich ihres Besuchs der Republik Tschad. Sie hob hervor, dass Frauen und Kinder mehr als 90 Prozent der Flüchtlinge ausmachen, die nach Tschad gelangen. Viele von ihnen haben Gewalt erlebt oder sind durch die Kriegsfolgen traumatisiert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders bemerkenswert sei die Offenheit des Tschad: Statt Zäune zu errichten, teilt die lokale Bevölkerung ihre ohnehin knappen Ressourcen – von Trinkwasser über Land bis hin zu sozialen Dienstleistungen. „Das ist ein Zeichen unglaublicher Solidarität“, betonte Schulze. Um die Situation zu verbessern, plant Deutschland, die Unterstützung für den Tschad zu intensivieren, insbesondere durch Maßnahmen, die Geflüchteten den Aufbau neuer Lebensgrundlagen ermöglichen.</p>



<h3 id="agenda-der-ministerin-schulze-besuche-an-der-grenze-und-im-landesinneren-der-republik-tschad" class="wp-block-heading">Agenda der Ministerin Schulze: Besuche an der Grenze und im Landesinneren der Republik Tschad</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während ihres Besuchs reist Schulze in die Hauptstadt N’Djamena sowie nach Adré, eine Grenzstadt, die täglich von hunderten Flüchtlingen aus dem Sudan erreicht wird. Dort besichtigt sie provisorische Camps, ein Ernährungszentrum und eine Krankenstation, die in Zusammenarbeit mit UNHCR und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) aufgebaut wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Landesinneren stehen Projekte im Fokus, die von Organisationen wie dem Welternährungsprogramm (WFP) und der deutschen NGO HELP umgesetzt werden. Diese Programme unterstützen sowohl Flüchtlinge als auch die lokale Bevölkerung und fördern Wege für ein friedliches Miteinander.</p>



<h3 id="tschads-fluechtlingspolitik-vorbildhaft-trotz-herausforderungen" class="wp-block-heading">Tschads Flüchtlingspolitik: Vorbildhaft trotz Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 700.000 sudanesischen Flüchtlingen und weiteren Geflüchteten aus Ländern wie der <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/">Zentralafrikanischen Republik</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a> hat Tschad eine der weltweit höchsten Aufnahmezahlen. Besonders hervorzuheben ist die Bereitschaft, Geflüchteten Zugang zu Land, Beschäftigung und sozialen Dienstleistungen zu gewähren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel für die langfristige Perspektive des Tschad ist die Vergabe von Land für Ackerbau und Viehzucht sowie die Ausstellung von 500.000 Flüchtlingsausweisen. Diese Maßnahmen sollen die Integration erleichtern und den Geflüchteten eine dauerhafte Perspektive bieten.</p>



<h3 id="deutschlands-engagement-57-millionen-euro-fuer-tschad" class="wp-block-heading">Deutschlands Engagement: 57 Millionen Euro für Tschad</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat angekündigt, seine Unterstützung für den Tschad deutlich auszubauen. Im Jahr 2024 stellt das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) 57 Millionen Euro für Projekte bereit, die klimaangepasste Landwirtschaft, sichere Wasserversorgung, Ernährungssicherung sowie den Ausbau von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung erfolgt im Rahmen von Kriseninstrumenten wie der „strukturbildenden Übergangshilfe“ und der Sonderinitiative „Geflüchtete und Aufnahmeländer“. Diese Programme legen Wert auf Resilienz, lokale Konfliktlösungen und nachhaltige Entwicklung.</p>


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<h3 id="bmz-tschad-als-partner-deutschlands-im-sahel" class="wp-block-heading">BMZ: Tschad als Partner Deutschlands im Sahel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Region, die von Instabilität und geopolitischen Spannungen geprägt ist, gewinnt Tschad als Partner Deutschlands zunehmend an Bedeutung. Während Nachbarländer wie Niger und Mali enger an Russland heranrücken, pflegt Tschad weiterhin gute Beziehungen zum Westen. Trotz Defiziten in den Bereichen Menschenrechte und Demokratie wird das Land als Stabilitätsanker in einer volatilen Region wahrgenommen.</p>
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			<media:title type="html">Entwicklungsministerin Schulze besucht Tschad</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Tschad zeigt außergewöhnliche Solidarität mit Geflüchteten, so Ministerin Schulze. Sie würdigt die Aufnahme von 1,2 Millionen Menschen.</media:description>
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		<title>Angriffe auf Zivilbevölkerung im Bundesstaat Al-Jazirah</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/angriffe-auf-zivilbevoelkerung-im-bundesstaat-al-jazirah/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2024 22:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNHCR]]></category>
		<category><![CDATA[UNICEF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Laut Berichten der Vereinten Nationen (UN) wurden zwischen dem 20. und 25. Oktober 2024 schwere Angriffe auf Zivilisten im ostsudanesischen Bundesstaat Al-Jazirah verübt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fangriffe-auf-zivilbevoelkerung-im-bundesstaat-al-jazirah%2F&amp;action_name=Angriffe%20auf%20Zivilbev%C3%B6lkerung%20im%20Bundesstaat%20Al-Jazirah&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/angriffe-auf-zivilbevoelkerung-im-bundesstaat-al-jazirah/">Angriffe auf Zivilbevölkerung im Bundesstaat Al-Jazirah</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kämpfer der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) sollen dabei ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung gehandelt und gezielt Gewalt gegen Frauen und Mädchen ausgeübt haben. Clementine Nkweta-Salami, UN-Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten im <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a>, zeigte sich entsetzt und verurteilte die Verbrechen scharf.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de">
<p lang="en" dir="ltr">I am shocked and deeply appalled that human rights violations of the kind witnessed in Darfur last year are being repeated in Aj Jazirah State.</p>
<p>It is unacceptable and must stop immediately.</p>
<p>My statement: <a href="https://t.co/wtleFoaepT">https://t.co/wtleFoaepT</a> <a href="https://t.co/NlS0CJAAYN">pic.twitter.com/NlS0CJAAYN</a></p>
<p>&mdash; Clementine Nkweta-Salami (@CNkwetaSalami) <a href="https://twitter.com/CNkwetaSalami/status/1850242654149235123?ref_src=twsrc%5Etfw">26. Oktober 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="schwere-menschenrechtsverletzungen-und-zunehmende-bedrohung-fuer-die-zivilbevoelkerung" class="wp-block-heading"><strong>Schwere Menschenrechtsverletzungen und zunehmende Bedrohung für die Zivilbevölkerung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Berichten zufolge richteten die Angriffe der RSF in verschiedenen Dörfern Ost-Al-Jazirahs erhebliche Schäden an. In Gebieten wie Safita Ghanoubab, Al Hilaliya und Al Aziba wurden zahlreiche Zivilisten angegriffen, gedemütigt und zur Flucht gezwungen, während andere weiterhin schwerwiegenden Bedrohungen ausgesetzt sind. Nkweta-Salami betonte, dass die Gewalt gegen ungeschützte Bevölkerungsgruppen im Einklang mit dem Völkerrecht inakzeptabel und umgehend zu stoppen sei: „Angriffe auf Zivilisten, zivile Objekte und öffentliche Infrastruktur sind nach internationalem humanitärem Recht verboten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewaltakte umfassten auch Plünderungen von Märkten und Wohnhäusern sowie Brandstiftungen auf landwirtschaftlichen Flächen. Diese Angriffe reihen sich in eine Serie von Gräueltaten ein, die bereits zuvor in der Region Darfur begangen wurden. Nkweta-Salami wies darauf hin, dass Frauen, Kinder und andere besonders gefährdete Gruppen die Hauptleidtragenden dieser gewaltsamen Auseinandersetzungen seien, die bereits viel zu viele Opfer gefordert haben.</p>



<h3 id="humanitaere-herausforderungen-und-fortgesetzte-fluchtbewegungen" class="wp-block-heading"><strong>Humanitäre Herausforderungen und fortgesetzte Fluchtbewegungen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die humanitäre Lage in der Region ist zunehmend prekär. Neben den direkten Folgen der Gewalt berichten die humanitären Partnerorganisationen der UN über logistische und administrative Hürden, die die Versorgung der Betroffenen erschweren. Besonders besorgniserregend ist die Flucht vieler Einwohner Ost-Al-Jazirahs in die benachbarten Bundesstaaten Gedaref und Kassala, die bereits hunderttausende Binnenvertriebene aufgenommen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UNHCR und UNICEF fordern daher von den sudanesischen Behörden freien Zugang zu den betroffenen Gebieten, um die dringend benötigte Hilfe für die betroffene Zivilbevölkerung bereitzustellen. In einer gemeinsamen Erklärung appellierten der UNHCR-Vizekommissar Raouf Mazou und der stellvertretende UNICEF-Exekutivdirektor Ted Chaiban an die internationale Gemeinschaft, bürokratische Hürden und Sicherheitsbarrieren abzubauen, um die Verteilung von Hilfsgütern sicherzustellen. Sie betonten die Dringlichkeit des Einsatzes: „Die Menschen im Sudan brauchen jetzt unser gemeinsames Handeln, und wir müssen mit der nötigen Dringlichkeit und in ausreichendem Umfang auf diese Krise reagieren.“</p>



<h3 id="staatliche-bemuehungen-zur-strafverfolgung-und-rechtsdurchsetzung" class="wp-block-heading"><strong>Staatliche Bemühungen zur Strafverfolgung und Rechtsdurchsetzung</strong></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="892" height="482" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/671e328c109e0.jpeg" alt="" class="wp-image-12103 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/671e328c109e0.jpeg 892w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/671e328c109e0-300x162.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/671e328c109e0-768x415.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/671e328c109e0-380x205.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/671e328c109e0-800x432.jpeg 800w" sizes="(max-width: 892px) 100vw, 892px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Oktober 2024 kündigte General Ibrahim Jabir, Mitglied des sudanesischen Übergangssouveränitätsrats und stellvertretender Oberbefehlshaber der Streitkräfte, konkrete Maßnahmen gegen die RSF an. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Treffen mit Generalstaatsanwalt Al-Fatih Mohamed Issa Tayfour, so die staatliche Nachrichtenagentur <a href="https://www.suna-sd.net/posts/jabir-directs-public-prosecution-to-monitor-the-rebel-rsf-militias-violations-against-civilians-in-eastern-al-gezira-state">SUNA</a>, wurde die systematische Überwachung und rechtliche Verfolgung der Verbrechen beschlossen. Tayfour betonte, dass die Ermittlungen zur Ahndung der Gesetzesverstöße und der Missachtungen des humanitären Völkerrechts bereits deutliche Fortschritte verzeichneten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generalstaatsanwalt erklärte außerdem, dass die zuständigen Behörden daran arbeiten, internationale Haftbefehle gegen geflohene und im Ausland befindliche Verdächtige zu erwirken. Zudem werde derzeit die Einstufung neuer Gruppen als Terrororganisationen geprüft, um internationale Sanktionen zu verstärken und die Rückkehr geflohener Täter zu erleichtern. Tayfour sicherte der sudanesischen Bevölkerung zu, dass niemand, der Verbrechen gegen die Bevölkerung verübt hat, der Justiz entgehen werde.</p>



<h3 id="verstaerkter-internationaler-druck-zur-beendigung-der-gewalt" class="wp-block-heading"><strong>Verstärkter internationaler Druck zur Beendigung der Gewalt</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische und militärische Krise im Sudan, die im April 2023 durch Auseinandersetzungen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und den RSF eskalierte, hat das Land in eine humanitäre Notlage gestürzt. Über 11 Millionen Menschen wurden vertrieben, und fast 25 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Besonders alarmierend sind die Berichte über akute Nahrungsmittelunsicherheit: Rund 13 Millionen Menschen leiden unter Hunger. In einigen Regionen, wie etwa dem Lager Zamzam in Norddarfur, wurden bereits Hungersnöte gemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Vertreter und humanitäre Organisationen fordern daher die internationale Gemeinschaft erneut zu einem entschlossenen Handeln auf, um die humanitäre Katastrophe zu lindern und eine politische Lösung für den Konflikt herbeizuführen. „Wir müssen diese Krise mit der Dringlichkeit und dem Umfang angehen, die sie erfordert“, so Mazou und Chaiban.</p>
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