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	<title>G7 | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>G7 | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>Hormus-Blockade: Deutschland stellt 250 Millionen Euro für Afrika und Asien bereit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/hormus-blockade-deutschland-stellt-250-millionen-euro-fuer-afrika-und-asien-bereit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 15:21:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Hormus-Blockade verteuert Nahrung, Dünger und Energie. Deutschland mobilisiert 250 Millionen Euro für betroffene Regionen in Afrika und Asien.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhormus-blockade-deutschland-stellt-250-millionen-euro-fuer-afrika-und-asien-bereit%2F&amp;action_name=Hormus-Blockade%3A%20Deutschland%20stellt%20250%20Millionen%20Euro%20f%C3%BCr%20Afrika%20und%20Asien%20bereit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/hormus-blockade-deutschland-stellt-250-millionen-euro-fuer-afrika-und-asien-bereit/">Hormus-Blockade: Deutschland stellt 250 Millionen Euro für Afrika und Asien bereit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stellt 250 Millionen Euro bereit, um die Ernährungslage in besonders von der Blockade der Meerenge von Hormus betroffenen Regionen Afrikas und Asiens zu stabilisieren. Die Zusage wurde am 29. Juni 2026 bekannt gegeben. Weitere 30 Millionen Euro sollen die lokale Düngemittelproduktion stärken und die Abhängigkeit von Importen senken. Parallel haben Deutschland und internationale Partner eine gemeinsame Antwort auf die Folgen gestörter Lieferketten vereinbart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative wurde bei der Hamburg Sustainability Conference vorgestellt. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan brachte die Erklärung gemeinsam mit dem Administrator des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, Alexander de Croo, dem Vizepräsidenten Sierra Leones, Mohamed Juldeh Jalloh, und der britischen Staatsministerin für internationale Zusammenarbeit, Jennifer Chapman, auf den Weg.</p>



<h2 id="h-hormus-preisschock-trifft-importabhangige-staaten" class="wp-block-heading"><span id="hormus-preisschock-trifft-importabhaengige-staaten">Hormus: Preisschock trifft importabhängige Staaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Blockade der Meerenge von Hormus und die damit verbundenen Störungen wichtiger Seehandelsrouten verteuern Energie, Nahrungsmittel und Düngemittel. Besonders betroffen sind Staaten, die einen großen Teil ihrer Lebensmittel und fossilen Energieträger importieren. In Afrika und Asien treffen die höheren Preise auf Länder, die bereits mit Ernährungsunsicherheit, Verschuldung und schwachen staatlichen Haushalten kämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung warnt, dass infolge der Krise bis zu 45 Millionen Menschen zusätzlich von Hunger betroffen sein könnten. Mehr als 30 Millionen Menschen drohten in extreme Armut abzurutschen. Ein starkes El-Niño-Klimaphänomen könnte die Belastungen für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung weiter verschärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterbrochene Lieferketten erschweren zugleich den Zugang zu Grundstoffen, die zur Herstellung von Düngemitteln benötigt werden. Steigende Produktionskosten können dadurch Ernten verteuern und die Versorgung in Ländern belasten, die bereits stark von Nahrungsmittelimporten abhängig sind.</p>



<h2 id="h-250-millionen-euro-fur-ernahrung-und-lokale-gemeinden" class="wp-block-heading"><span id="250-millionen-euro-fuer-ernaehrung-und-lokale-gemeinden">250 Millionen Euro für Ernährung und lokale Gemeinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor/">Mit den angekündigten 250 Millionen Euro will das Bundesentwicklungsministerium die akute Ernährungssituation besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen verbessern.</a> Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie auf Maßnahmen, die lokale Gemeinden widerstandsfähiger gegen Preis- und Versorgungsschocks machen sollen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel sollen in Zusammenarbeit mit Organisationen der Vereinten Nationen und weiteren internationalen Partnern eingesetzt werden. Dazu gehört das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Als Beispiel nennt das Ministerium die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel-Resilienz-Partnerschaft</a>, die Ernährungssicherung mit der langfristigen Stabilisierung lokaler Produktions- und Versorgungssysteme verbindet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bahrain-setzt-im-un-sicherheitsrat-auf-hormus-und-afrika/">Deutschland will sich zudem für einen abgestimmten Ansatz der UN-Organisationen im Sahel einsetzen. </a>Hilfsmaßnahmen, landwirtschaftliche Unterstützung und längerfristige Programme zur Ernährungssicherung sollen dadurch enger miteinander verbunden werden.</p>



<h2 id="h-30-millionen-euro-fur-lokale-dungemittelproduktion" class="wp-block-heading"><span id="30-millionen-euro-fuer-lokale-duengemittelproduktion">30 Millionen Euro für lokale Düngemittelproduktion</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere 30 Millionen Euro sind für die Umgestaltung von Agrar- und Ernährungssystemen vorgesehen. Die Mittel sollen den Einsatz organischer Düngemittel fördern und den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überbrückungsfinanzierungen sollen zugleich Risiken für landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen in besonders armen Ländern abfedern. Das betrifft vor allem Produzenten, die durch höhere Preise für importierte Düngemittel, Energie und Transport unter Druck geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium arbeitet dabei mit multilateralen Entwicklungsbanken, internationalen Agrarforschungszentren sowie Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen in den Partnerländern zusammen. Vorgesehen sind auch Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität, zur effizienteren Nutzung von Düngemitteln und zur Förderung klimaresistenter Anbaumethoden.</p>



<h2 id="h-internationale-partner-bundeln-ihre-massnahmen" class="wp-block-heading"><span id="internationale-partner-buendeln-ihre-massnahmen">Internationale Partner bündeln ihre Maßnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Hamburg vorgestellte Erklärung sieht eine abgestimmte internationale Reaktion auf die Folgen der Blockade vor. Die beteiligten Institutionen wollen bestehende Programme zusammenführen, Daten und Analysen austauschen und ihre Planungen enger koordinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Multilaterale und regionale Entwicklungsbanken sollen besonders betroffene Staaten bei der wirtschaftlichen Stabilisierung unterstützen. Finanzierungen sollen unter anderem die lokale Lebensmittelproduktion, wichtige Transportverbindungen und logistische Dienstleistungen absichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partner knüpfen dabei an die Arbeit der G7+-Arbeitsgruppe zu Düngemittelschocks und widerstandsfähigen Ernährungssystemen an. Im Mittelpunkt stehen die Unterstützung kleinbäuerlicher Produktion, die Diversifizierung von Düngemittelquellen und der Ausbau lokaler Kapazitäten entlang der gesamten Lebensmittelversorgung.</p>



<h2 id="h-stromnetze-und-erneuerbare-energien-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="stromnetze-und-erneuerbare-energien-im-fokus">Stromnetze und erneuerbare Energien im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Erklärung verbindet die unmittelbare Reaktion auf die Versorgungskrise mit einer geringeren Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Internationale Finanzinstitutionen sollen Investitionen in Stromnetze, Energiespeicher und digitale Netzsteuerung stärker berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch grenzüberschreitende Stromsysteme und die regionale Zusammenarbeit sollen ausgebaut werden. Solche Verbünde können den Austausch von Elektrizität zwischen Nachbarstaaten erleichtern und nationale Versorgungssysteme miteinander verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt dazu Energiewende-Partnerschaften in Afrika und Asien. Die Programme umfassen den Ausbau nachhaltiger Energiesysteme, eine effizientere Nutzung von Energie und die stärkere Einbindung multilateraler und regionaler Entwicklungsbanken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Ruto bringt Afrikas Finanzagenda zum G7 – Kenias Schuldenlast erhöht den Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 09:57:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>William Ruto reist mit Forderungen nach günstigeren Krediten, Finanzreformen und neuen Investitionen zum G7-Gipfel. Doch Kenias hohe Schulden, das Handelsdefizit mit China und anhaltende Proteste setzen seiner internationalen Agenda enge Grenzen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck%2F&amp;action_name=Ruto%20bringt%20Afrikas%20Finanzagenda%20zum%20G7%20%E2%80%93%20Kenias%20Schuldenlast%20erh%C3%B6ht%20den%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ruto-bringt-afrikas-finanzagenda-zum-g7-kenias-schuldenlast-erhoeht-den-druck/">Ruto bringt Afrikas Finanzagenda zum G7 – Kenias Schuldenlast erhöht den Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto will beim G7-Gipfel in Frankreich für eine Reform der internationalen Finanzordnung, günstigere Kredite und mehr Investitionen in Afrika werben. Am 15. Juni reist er nach Évian, wo die Staats- und Regierungschefs bis zum 17. Juni über globale wirtschaftliche Ungleichgewichte beraten. Das kenianische Präsidialamt kündigte an, Ruto werde die beim Africa Forward Summit in Nairobi formulierten afrikanischen Positionen vortragen. Seine Reise fällt in eine Phase, in der hohe Schuldendienstkosten, steigende Lebenshaltungskosten und Proteste gegen die Regierung den innenpolitischen Druck in Kenia erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum von Rutos Auftritt sollen die hohen Finanzierungskosten afrikanischer Staaten, die Reform internationaler Kreditregeln und der Zugang zu privaten Investitionen stehen. Nairobi will zudem engere Partnerschaften in den Bereichen Handel, Infrastruktur, Energie, Klimaschutz und Digitalisierung anstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte sich in der Erklärung als Vertreter afrikanischer Interessen beim Gipfel dar. Ein formales Mandat der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanischen Union</a> erwähnte er jedoch nicht. Dies ist insofern bemerkenswert, als der Vorsitz der Afrikanischen Union derzeit bei <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/" type="category" id="31">Burundi</a> liegt und sich daraus kein automatisches Vertretungsmandat für Kenia ableiten lässt. Als politische Grundlage verweist die Regierung auf den Africa Forward Summit, den Kenia und Frankreich am 11. und 12. Mai in Nairobi ausrichteten.</p>



<h2 id="h-g7-berat-uber-schulden-und-globale-ungleichgewichte" class="wp-block-heading"><span id="g7-beraet-ueber-schulden-und-globale-ungleichgewichte">G7 berät über Schulden und globale Ungleichgewichte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hat den Abbau wirtschaftlicher Ungleichgewichte zum Schwerpunkt seiner G7-Präsidentschaft gemacht. Präsident Emmanuel Macron nennt hohe Schulden, industrielle Überkapazitäten, geringe private Investitionen in Entwicklungsländern und ungleichen Wettbewerb als zentrale Risiken für die Weltwirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel soll sich mit den anhaltenden Unterschieden zwischen Ländern mit hohen Handelsüberschüssen und Staaten mit großen Defiziten befassen. Die beiden größten Volkswirtschaften stehen dabei auf unterschiedlichen Seiten. Während die USA ein erhebliches Leistungsbilanzdefizit aufweisen, erzielt China einen großen Überschuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias wirtschaftliche Lage zeigt, wie solche globalen Verschiebungen auf Staaten mit hohen Importen und begrenztem finanziellen Spielraum wirken. Das ostafrikanische Land verzeichnet seit Jahren Handelsdefizite und muss zugleich einen wachsenden Anteil seiner Staatseinnahmen zur Bedienung von Schulden verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als ein Drittel der kenianischen Einnahmen fließt inzwischen in Zins- und Tilgungszahlungen. Dadurch sinkt der Spielraum für öffentliche Investitionen, soziale Programme und Entlastungen bei steigenden Preisen.</p>



<h2 id="h-hohe-kreditkosten-belasten-rutos-regierung" class="wp-block-heading"><span id="hohe-kreditkosten-belasten-rutos-regierung">Hohe Kreditkosten belasten Rutos Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/kenia-wandelt-chinesische-kredite-in-renminbi-um/" type="post" id="21651">Kenias Schuldenprobleme entstanden sowohl durch chinesische Infrastrukturkredite als auch durch die Aufnahme von Kapital an internationalen Finanzmärkten.</a> Nach der weltweiten Finanzkrise von 2008 konnte Nairobi zu vergleichsweise niedrigen Zinsen Kredite aufnehmen und erstmals Eurobonds ausgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/" type="post" id="26919">Gleichzeitig stieg die Kreditvergabe Chinas an afrikanische Staaten deutlich.</a> Kenia finanzierte damit unter anderem die Eisenbahnverbindung zwischen Mombasa und Nairobi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Corona-Pandemie änderten sich die Bedingungen. Höhere internationale Zinsen verteuerten neue Kredite und erschwerten die Refinanzierung bestehender Schulden. Auch chinesische Darlehen mit variablen kommerziellen Zinssätzen wurden dadurch teurer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders angespannt war die Lage vor der Rückzahlung eines Eurobonds über zwei Milliarden US-Dollar im Juni 2024. Zweifel an Kenias Fähigkeit, genügend Liquidität zu beschaffen, setzten den Schilling unter Druck und verschärften die fiskalische Krise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im selben Monat lösten geplante Steuererhöhungen landesweite Proteste aus. Bei den überwiegend von jungen Menschen getragenen Demonstrationen kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Ruto zog das umstrittene Finanzgesetz zurück und löste später sein Kabinett auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste folgten wenige Wochen nach einem Staatsbesuch des Präsidenten in den USA. Kritiker stellten die Kosten der Reise den wirtschaftlichen Belastungen der Bevölkerung gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch 2026 bleiben außenwirtschaftliche Entscheidungen ein innenpolitisches Konfliktthema. Proteste gegen eine von den USA unterstützte Ebola-Quarantäneeinrichtung sowie ein Stillstand im Transportsektor wegen steigender Treibstoffpreise zeigen, wie internationale Kooperationen und globale Preisentwicklungen die innenpolitische Debatte prägen.</p>



<h2 id="h-enormes-handelsdefizit-mit-china" class="wp-block-heading"><span id="enormes-handelsdefizit-mit-china">Enormes Handelsdefizit mit China</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">China ist Kenias größter Handelspartner, doch die Warenströme sind stark unausgeglichen. Im Jahr 2024 exportierte China Waren im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar nach Kenia. Die kenianischen Ausfuhren nach China erreichten lediglich etwa 196 Millionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenias Agrarsektor könnte von einem chinesischen Angebot profitieren, Importzölle auf Waren aus 53 afrikanischen Staaten abzuschaffen. Für Kenia ist der Zugang jedoch komplizierter, weil das Land als Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommen zuvor über ein gegenseitiges Handelsabkommen verhandelte, das auch chinesischen Produkten einen erleichterten Zugang zum kenianischen Markt gewähren würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konkurrenz chinesischer Industrieprodukte setzt kenianische Hersteller zusätzlich unter Druck. Chinesische Unternehmen können häufig auf staatliche Finanzierung, subventionierte Lieferketten und große Produktionskapazitäten zurückgreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA bleiben dagegen ein bedeutender Absatzmarkt für kenianische Produkte. Kenias Exporte dorthin beliefen sich 2024 auf rund 662 Millionen US-Dollar. Neue US-Zölle und Unsicherheiten über künftige Handelsregeln erschweren jedoch die Planung für kenianische Unternehmen.</p>



<h2 id="h-strassenprojekt-zeigt-kenias-investitionsdilemma" class="wp-block-heading"><span id="strassenprojekt-zeigt-kenias-investitionsdilemma">Straßenprojekt zeigt Kenias Investitionsdilemma</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle westlicher und chinesischer Partner zeigen sich an einem geplanten Straßenprojekt zwischen Zentralkenia und Nairobi. Kenia hatte 2019 mit einem französischen Konsortium einen Vertrag über rund 1,5 Milliarden US-Dollar zum Ausbau einer mautpflichtigen Fernstraße geschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beendete das Vorhaben 2024 angesichts steigender Kosten. Französische Partner waren Berichten zufolge nicht bereit, das Risiko zu übernehmen, falls die Mauteinnahmen hinter den Erwartungen zurückblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend erhielten chinesische Unternehmen den Auftrag. Sie boten niedrigere Kosten an und erklärten sich bereit, das Einnahmerisiko zu tragen. Ein erheblicher Teil der benötigten Arbeitskräfte und Baumaterialien soll jedoch aus China kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch sinkt zwar das unmittelbare finanzielle Risiko des kenianischen Staates. Gleichzeitig erhöhen die Importe den bereits großen Handelsüberschuss Chinas gegenüber Kenia und begrenzen die Wirkung des Projekts auf heimische Zulieferer und Beschäftigte.</p>



<h2 id="h-nairobi-fordert-garantien-fur-private-investitionen" class="wp-block-heading"><span id="nairobi-fordert-garantien-fuer-private-investitionen">Nairobi fordert Garantien für private Investitionen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="731" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-731x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-28187 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-731x1024.jpeg 731w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-214x300.jpeg 214w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-768x1075.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1097x1536.jpeg 1097w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1463x2048.jpeg 1463w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-380x532.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-800x1120.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-1160x1624.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HK62qqaXcAA7bk7-scaled.jpeg 1828w" sizes="(max-width: 731px) 100vw, 731px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto will in Évian für Garantiesysteme werben, die private Investitionen in afrikanischen Staaten absichern. Solche Modelle sehen vor, dass öffentliche oder internationale Institutionen einen Teil möglicher Anfangsverluste übernehmen. Dadurch sollen private Unternehmen bereit sein, auch in wirtschaftlich oder politisch als riskant eingestuften Märkten zu investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kenianische Präsidialamt erwartet zudem Gespräche über erschwingliche Kredite und eine Reform internationaler Bonitäts- und Finanzierungsregeln. Viele afrikanische Regierungen kritisieren, dass sie trotz vergleichbarer wirtschaftlicher Bedingungen deutlich höhere Zinsen zahlen müssen als Staaten in anderen Weltregionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto plant am Rande des Gipfels bilaterale Treffen mit mehreren Staats- und Regierungschefs. Die Gespräche sollen Investitionen in Produktion, erneuerbare Energien, Infrastruktur, Landwirtschaft, Wohnungsbau, Gesundheitsversorgung und digitale Dienstleistungen mobilisieren.</p>



<h2 id="h-ruto-wirbt-um-investitionen-in-kunstliche-intelligenz" class="wp-block-heading"><span id="ruto-wirbt-um-investitionen-in-kuenstliche-intelligenz">Ruto wirbt um Investitionen in künstliche Intelligenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der kenianischen Delegation ist die digitale Wirtschaft. Ruto will einen gleichberechtigten Zugang afrikanischer Staaten zu künstlicher Intelligenz, Rechenzentren und digitaler Infrastruktur fordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Präsidialamts sind Gespräche mit Vertretern führender Technologieunternehmen vorgesehen. Genannt wurden unter anderem OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft, Meta und Nvidia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will Kenia als afrikanischen Standort für digitale Dienstleistungen, Datenverarbeitung und technologische Innovation positionieren. Dabei sollen Partnerschaften zur Ausbildung junger Menschen, zur Entwicklung digitaler Fähigkeiten und zur Schaffung technologiegestützter Arbeitsplätze vereinbart werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Ruto nehmen die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten sowie die Spitzen der Europäischen Union am Gipfel teil. Deutschland wird durch Bundeskanzler Friedrich Merz vertreten. Gastgeber ist der französische Präsident Emmanuel Macron.</p>
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		<item>
		<title>Vor G7-Reise verteidigt Kenias Präsident Ruto seine häufigen Auslandsreisen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vor-g7-reise-verteidigt-kenias-praesident-ruto-seine-haeufigen-auslandsreisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>„Mein Terminkalender ist für sechs Monate voll“: Vor seiner Reise zum G7-Gipfel verteidigt Kenias Präsident William Ruto seine zahlreichen Auslandsreisen gegen Kritik der Opposition.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvor-g7-reise-verteidigt-kenias-praesident-ruto-seine-haeufigen-auslandsreisen%2F&amp;action_name=Vor%20G7-Reise%20verteidigt%20Kenias%20Pr%C3%A4sident%20Ruto%20seine%20h%C3%A4ufigen%20Auslandsreisen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vor-g7-reise-verteidigt-kenias-praesident-ruto-seine-haeufigen-auslandsreisen/">Vor G7-Reise verteidigt Kenias Präsident Ruto seine häufigen Auslandsreisen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kenias Präsident William Ruto hat seine häufigen Auslands- und Inlandsreisen gegen Kritik der Opposition verteidigt und sie als Teil seiner Entwicklungsstrategie bezeichnet. Die Äußerungen fielen am Sonntag, 14. Juni 2026, bei einer kirchlichen Spendenveranstaltung im Kajiado County. Einen Tag später will Ruto zum G7-Gipfel nach Évian-les-Bains reisen, zu dem Frankreich Kenia als Gast eingeladen hat. Oppositionspolitiker stellen die Kosten und konkreten Ergebnisse seiner Reisetätigkeit infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto erklärte, sein Terminkalender sei bereits für die kommenden sechs Monate gefüllt. Die zahlreichen Reisen gehörten zu dem Auftrag, den ihm die kenianische Bevölkerung bei der Präsidentschaftswahl 2022 erteilt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist die Arbeit, für die ich als Staatsoberhaupt gewählt wurde“, sagte Ruto. Er habe für das Amt kandidiert, weil er die Gelegenheit erhalten habe, dem Land in dieser Funktion zu dienen.</p>



<h2 id="h-ruto-erklart-reisen-zum-regierungsauftrag" class="wp-block-heading"><span id="ruto-erklaert-reisen-zum-regierungsauftrag">Ruto erklärt Reisen zum Regierungsauftrag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident reagierte auf Kritik an einer Reihe internationaler und innerkenianischer Termine. Nach seiner jüngsten Rückkehr aus Europa reiste er unter anderem nach Marsabit, Kakamega und Kajiado.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto stellte die Reisen als Arbeitstermine dar, die Investitionen, Handel und Entwicklungspartnerschaften fördern sollten. Seine Regierung müsse zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um die wirtschaftliche Entwicklung Kenias zu beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer Urlaub machen will, kann das tun. Ich habe jedoch eine Aufgabe zu erfüllen“, sagte der Präsident. Sein Ziel sei es, die wirtschaftliche Transformation des Landes voranzutreiben und die im Wahlkampf gemachten Zusagen umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vergleich nannte er Südkorea, Singapur und Malaysia. Diese Staaten hätten sich vor rund sechs Jahrzehnten auf einem ähnlichen wirtschaftlichen Entwicklungsstand wie Kenia befunden, seien inzwischen jedoch deutlich weiter vorangekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia müsse deshalb schneller wachsen und größere Anstrengungen unternehmen, um den Abstand zu verringern, erklärte Ruto.</p>



<h2 id="h-kenia-reist-als-gast-zum-g7-gipfel" class="wp-block-heading"><span id="kenia-reist-als-gast-zum-g7-gipfel">Kenia reist als Gast zum G7-Gipfel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto will am Montag am G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains teilnehmen. Frankreich hat neben Kenia auch Brasilien, Indien und Südkorea als Gaststaaten eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 besteht aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Auch die Europäische Union nimmt an den Treffen teil.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28146 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HKxnHhdWIAAS6MN-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ruto erklärte in Kajiado, er werde bei dem Gipfel die Interessen der 54 afrikanischen Staaten vertreten. Dabei sollten unter anderem die wirtschaftliche Nutzung afrikanischer Ressourcen, die wachsende Bevölkerung des Kontinents und internationale Partnerschaften behandelt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kenia nimmt nicht als Mitglied der G7, sondern auf Einladung der französischen Präsidentschaft teil. Rutos Aussage beschreibt damit den politischen Anspruch, bei dem Treffen afrikanische Positionen einzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Schwerpunkten der französischen G7-Präsidentschaft gehören globale wirtschaftliche Ungleichgewichte, Entwicklungsfinanzierung, sichere Lieferketten und die Gestaltung internationaler Partnerschaften.</p>



<h2 id="h-brussel-reise-starkt-beziehungen-zur-europaischen-union" class="wp-block-heading"><span id="bruessel-reise-staerkt-beziehungen-zur-europaeischen-union">Brüssel-Reise stärkt Beziehungen zur Europäischen Union</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto war wenige Tage zuvor in Brüssel mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, zusammengetroffen. Costa bezeichnete Kenia anschließend als einen der wichtigsten Partner der Europäischen Union in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche betrafen Frieden und Sicherheit, Klimapolitik, Handel, Investitionen und multilaterale Zusammenarbeit. <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">Ruto führt den wachsenden diplomatischen Zugang Kenias zu internationalen Institutionen als Ergebnis seiner Reisetätigkeit an.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union gehört zu den bedeutenden Handels- und Entwicklungspartnern Kenias. Beide Seiten hatten ihre wirtschaftlichen Beziehungen bereits durch ein Handelsabkommen vertieft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto betrachtet solche Treffen zugleich als Teil einer Strategie, Nairobi als politischen und wirtschaftlichen Ansprechpartner internationaler Partner in Afrika zu positionieren.</p>



<h2 id="h-africa-forward-als-beispiel-fur-internationale-vernetzung" class="wp-block-heading"><span id="africa-forward-als-beispiel-fuer-internationale-vernetzung">Africa Forward als Beispiel für internationale Vernetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-fordert-guenstigere-kredite-macron-verspricht-23-milliarden-e-an-investitionen/" type="post" id="27333">Als weiteren Erfolg seiner Außenpolitik nannte Ruto den Africa-Forward-Gipfel, den Kenia im Mai gemeinsam mit Frankreich in Nairobi ausrichtete.</a> An dem Treffen nahmen mehr als 30 afrikanische Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter internationaler Organisationen und der Wirtschaft teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche konzentrierten sich auf Investitionen, Innovation, Entwicklung, Frieden und eine Reform der internationalen Finanzarchitektur. Afrikanische Regierungen kritisierten dabei insbesondere die hohen Kreditkosten und die Bewertung finanzieller Risiken auf dem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto forderte bei dem Gipfel Änderungen am internationalen System der Kreditbewertung. Afrikanische Staaten würden trotz ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten häufig als übermäßig riskant eingestuft und müssten deshalb höhere Zinsen zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud Ruto im Zusammenhang mit diesen Gesprächen zum G7-Gipfel ein. Die französische Regierung will dort unter anderem neue Finanzierungsmodelle und Investitionsgarantien für afrikanische Projekte beraten.</p>



<h2 id="h-opposition-verlangt-nachweise-fur-den-nutzen" class="wp-block-heading"><span id="opposition-verlangt-nachweise-fuer-den-nutzen">Opposition verlangt Nachweise für den Nutzen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kenianische Oppositionspolitiker kritisieren Rutos Reisetätigkeit seit längerer Zeit. Sie werfen ihm vor, zu viel Zeit im Ausland zu verbringen, während Teile der Bevölkerung unter hohen Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit und wachsender Steuerbelastung litten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Kritik stehen die Kosten der Reisen und die Frage, welche angekündigten Investitionen und Vereinbarungen tatsächlich umgesetzt wurden. Die Opposition verlangt konkretere Angaben zu wirtschaftlichen Ergebnissen, geschaffenen Arbeitsplätzen und abgeschlossenen Projekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruto weist die Vorwürfe zurück. Die Reisen hätten Kenias diplomatisches Gewicht erhöht und neue Möglichkeiten in den Bereichen Handel, Investitionen, Klimafinanzierung und Entwicklungszusammenarbeit eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch den Afrikanischen Klimagipfel von 2023 führt der Präsident als Beispiel an. Das Treffen in Nairobi brachte afrikanische Regierungen zusammen, um gemeinsame Positionen zu Klimafinanzierung, erneuerbaren Energien und nachhaltiger Entwicklung zu formulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der G7-Gipfel in Évian-les-Bains findet vom 15. bis 17. Juni statt. Neben wirtschaftlichen Fragen stehen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die internationale Zusammenarbeit bei Rohstoffen und Lieferketten auf der Tagesordnung.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Menschen, so schwarz wie dieser Tisch!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/menschen-so-schwarz-wie-dieser-tisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 17:24:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bruno Le Maire schildert eine Szene aus dem G7-Gipfel von Biarritz: Donald Trump soll Emmanuel Macron mit einer abfälligen Afrika-Äußerung unterbrochen haben. Der frühere französische Wirtschaftsminister sieht darin ein Muster von Trumps Verhandlungsstil.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmenschen-so-schwarz-wie-dieser-tisch%2F&amp;action_name=%26%238220%3BMenschen%2C%20so%20schwarz%20wie%20dieser%20Tisch%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/menschen-so-schwarz-wie-dieser-tisch/">&#8220;Menschen, so schwarz wie dieser Tisch!&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der frühere französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire beschreibt eine abfällige Afrika-Äußerung Donald Trumps in einem Gespräch mit Emmanuel Macron. Die Szene soll sich am Rand des G7-Gipfels von Biarritz ereignet haben. Le Maire schildert sie in seinem am 23. April erschienenen Buch „Le temps d’une décision“ und sprach darüber am 2. Mai in der France-2-Sendung „Quelle Époque !“. Im Zentrum stand damals ein Streit über die französische Digitalsteuer und mögliche amerikanische Strafzölle auf französischen Wein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprach-uber-digitalsteuer-in-biarritz"><span id="gespraech-ueber-digitalsteuer-in-biarritz">Gespräch über Digitalsteuer in Biarritz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Le Maires Darstellung trafen Macron und Trump während des <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei/">G7-Gipfels</a> im August 2019 in einem kleinen Raum eines Hotels in Biarritz zusammen. Ziel des bilateralen Gesprächs war eine Einigung über die französische Digitalsteuer. Die Steuer belastete große Digitalkonzerne und hatte in Washington Drohungen mit Handelsmaßnahmen ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung stellte damals Strafzölle auf französische Weine in Aussicht. Frankreich versuchte, eine Eskalation des Handelsstreits zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire beschreibt Trump in der Szene als kaum aufmerksam. Der damalige US-Präsident habe auf einem Sofa gesessen, plötzlich mit der Hand auf den Tisch geschlagen und Macron direkt angesprochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwarz-wie-dieser-tisch"><span id="schwarz-wie-dieser-tisch">„Schwarz wie dieser Tisch“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire zitiert Trump mit den Worten: „Hast du gesehen, Emmanuel, wie schwarz dieser Tisch ist? Ich war in Afrika, Emmanuel, und ich sage dir, die Menschen dort sind schwarz wie dieser Tisch.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="732" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1024x732.jpg" alt="" class="wp-image-27054 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1024x732.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-768x549.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-380x272.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-800x572.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608-1160x829.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861608.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Macron habe darauf nicht reagiert, schreibt Le Maire. Der frühere Minister deutet die Äußerung nicht als beiläufige Abschweifung, sondern als Teil einer Gesprächsführung, mit der Trump sein Gegenüber aus dem gewohnten Rahmen bringen wolle.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Sendung „Quelle Époque !“ sagte Le Maire, Trump versuche in Verhandlungen ständig, Dominanz herzustellen. Der US-Präsident bewege sich dabei nicht in der „kartesianischen Logik“, an der sich französische Regierungsvertreter orientierten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-le-maire-sieht-methode-hinter-trumps-stil"><span id="le-maire-sieht-methode-hinter-trumps-stil">Le Maire sieht Methode hinter Trumps Stil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire ordnet die Szene als Beispiel für Trumps Verhandlungsstil ein. Der frühere Wirtschaftsminister beschreibt eine Form politischer Kommunikation, die weniger auf stringente Argumentation setze als auf Überraschung, Druck und Irritation.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="659" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1024x659.jpg" alt="" class="wp-image-27055 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1024x659.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-300x193.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-768x494.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-380x245.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-800x515.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998-1160x747.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/President_Donald_Trump_meets_with_French_President_Emmanuel_Macron_at_the_United_Nations_Headquarters_54823861998.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Darstellung knüpft an Erfahrungen anderer europäischer Verantwortlicher an, die Verhandlungen mit der Trump-Regierung als unberechenbar und psychologisch stark aufgeladen beschrieben haben. Trump nutze demnach Brüche im Gespräch, um sein Gegenüber zu verunsichern und die Gesprächsrichtung zu bestimmen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Le Maire war während der ersten Präsidentschaft Trumps einer der zentralen französischen Ansprechpartner in Wirtschafts- und Handelsfragen. Der Streit um die Digitalsteuer gehörte zu den besonders angespannten Dossiers zwischen Paris und Washington.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Afrika rückt beim UN-Forum zur Entwicklungsfinanzierung ins Zentrum der Debatte: hohe Schulden, weniger Hilfsgelder und wachsende Risiken für Ernährung und Arbeitsplätze erhöhen den Druck auf Regierungen und Geldgeber.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger%2F&amp;action_name=Afrika%20dr%C3%A4ngt%20auf%20Finanzreformen%20gegen%20Schulden%2C%20Hilfsk%C3%BCrzungen%20und%20Hunger&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-draengt-auf-finanzreformen-gegen-schulden-hilfskuerzungen-und-hunger/">Afrika drängt auf Finanzreformen gegen Schulden, Hilfskürzungen und Hunger</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten haben zum Auftakt des UN-Forums für Entwicklungsfinanzierung mehr Tempo bei Schuldenentlastung, Entwicklungshilfe und Reformen der globalen Finanzordnung gefordert. Zum Beginn des Treffens am 21. April in New York verwiesen UN-Vertreter, Weltbank und Minister aus Afrika auf hohe Schuldendienstkosten, sinkende Hilfszusagen und neue Risiken für Ernährungssicherheit und Jobs in der Region. Vor allem Länder südlich der Sahara geraten dabei immer stärker unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres schlug zum Auftakt einen alarmierenden Ton an. Viele Entwicklungsländer seien von Investitionen abgeschnitten und versänken unter ihrer Schuldenlast. Zugleich verwies er auf die Folgen der jüngsten Krisen und Kriege, die sich weltweit in <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">steigenden Preisen für Treibstoff, Dünger und Lebensmittel niederschlügen.</a> Der Finanzierungsbedarf für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sei inzwischen auf mehr als vier Billionen Dollar pro Jahr angewachsen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-spurt-preis-und-schuldenkrise-besonders-stark"><span id="afrika-spuert-preis-und-schuldenkrise-besonders-stark">Afrika spürt Preis- und Schuldenkrise besonders stark</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie stark die Belastung in Afrika bereits durchschlägt, machte die Weltbank deutlich. Nach ihren Angaben könnten steigende Lebensmittelpreise zusätzlich 16 Millionen Menschen in Ernährungsunsicherheit treiben, vor allem in Subsahara-Afrika. Gleichzeitig seien bis zu 15 Millionen Arbeitsplätze gefährdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Internationale Währungsfonds verwies auf die besondere Anfälligkeit vieler afrikanischer Staaten. In weiten Teilen Subsahara-Afrikas verschärften sich die Folgen von langsamerem Wachstum und höherer Inflation. Hinzu kommt, dass viele Länder der Region auf Düngemittelimporte aus dem Golf angewiesen sind und damit besonders sensibel auf internationale Krisen reagieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26766 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136569.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der neue UN-Bericht zur Entwicklungsfinanzierung zeichnet ein entsprechend angespanntes Bild. Der Schuldendienst der Entwicklungsländer lag 2024 auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren. Gleichzeitig fiel die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit 2025 um 23 Prozent. Damit verschärft sich aus Sicht der Vereinten Nationen der Druck auf Staaten, die ohnehin nur begrenzten finanziellen Spielraum haben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sierra-leone-fordert-mehr-mitsprache"><span id="sierra-leone-fordert-mehr-mitsprache">Sierra Leone fordert mehr Mitsprache</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders klar formulierte Sierra Leone seine Kritik an der bestehenden Finanzordnung. Planungsministerin Kenyeh Ballay erklärte, afrikanische Staaten und die am wenigsten entwickelten Länder hätten zu wenig Stimmgewicht in den internationalen Finanzinstitutionen, obwohl globale Entscheidungen ihre Stabilität und Entwicklung direkt prägten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ballay kritisierte außerdem, dass internationale Finanzregeln häufig nach einem einheitlichen Muster funktionierten, das den Bedürfnissen besonders verwundbarer Staaten nicht gerecht werde. Gerade in Krisen komme Hilfe oft zu langsam und unter zu harten Bedingungen. Sierra Leone verlangte daher flexiblere Verfahren, schnelleren Zugang zu Unterstützung und mehr Einfluss für die Länder, die die Folgen globaler Schocks unmittelbar tragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weniger-hilfe-mehr-eigenmittel"><span id="weniger-hilfe-mehr-eigenmittel">Weniger Hilfe, mehr Eigenmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Forderungen nach Reformen rückte bei dem Forum auch die Frage in den Vordergrund, wie afrikanische Staaten ihre eigenen Einnahmen stärken können. Der IWF nannte eine breitere Steuerbasis, den Abbau von Schlupflöchern und eine stärkere Lenkung staatlicher Mittel in Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung als zentrale Hebel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26767 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136565.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch mehrere Regierungsvertreter betonten, dass öffentliche Mittel künftig gezielter eingesetzt und private Investitionen besser mobilisiert werden müssten. Die Weltbank stellte jedoch klar, dass multilaterale Unterstützung allein nicht ausreiche. Entscheidend bleibe, ob Staaten selbst verlässliche Regeln, stabile Institutionen und ein investitionsfreundliches Umfeld schaffen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-und-afrikanische-entwicklungsbank-arbeiten-an-neuem-rahmen"><span id="frankreich-und-afrikanische-entwicklungsbank-arbeiten-an-neuem-rahmen">Frankreich und Afrikanische Entwicklungsbank arbeiten an neuem Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Streit um die <a href="https://fokus-afrika.de/un80-antonio-guterres-draengt-auf-umbau-finanzierungsluecken-gefaehrden-friedenseinsaetze/" type="post" id="20853">künftige Architektur</a> der Entwicklungsfinanzierung rückte auch Afrika als eigener Reformraum stärker in den Blick. Frankreich kündigte an, gemeinsam mit der Afrikanischen Entwicklungsbank an einem neuen afrikanischen Entwicklungsrahmen zu arbeiten. Paris will das Thema im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft weiter vorantreiben und Finanzierung so ausrichten, dass besonders verletzliche Staaten widerstandsfähiger werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hintergrund steht das sogenannte Sevilla Commitment, das 2025 auf der vierten internationalen Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung beschlossen worden war. Der neue Rahmen umfasst 280 Maßnahmen und soll nun in konkrete nationale Strategien übersetzt werden. Aus Sicht der Vereinten Nationen entscheidet sich gerade in Ländern mit hoher Schuldenlast, sinkender Hilfe und wachsender sozialer Anspannung, ob aus diesen Zusagen tatsächlich handfeste Entlastung wird.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreich und Afrikanische Union dringen auf engere Abstimmung in Afrikas Krisen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:13:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26509</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Frankreich und die Afrikanische Union rücken in Paris zentrale Streitfragen der Weltpolitik ins Zentrum: UN-Reform, Schulden, Sahel, Sudan und die Rolle Afrikas in der globalen Ordnung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreich-und-afrikanische-union-dringen-auf-engere-abstimmung-in-afrikas-krisen%2F&amp;action_name=Frankreich%20und%20Afrikanische%20Union%20dringen%20auf%20engere%20Abstimmung%20in%20Afrikas%20Krisen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreich und die Kommission der Afrikanischen Union haben ihren strategischen Dialog in Paris genutzt, um den Druck für eine Reform der Vereinten Nationen zu erhöhen und ihre Zusammenarbeit in mehreren Krisen des Kontinents zu bekräftigen. Am selben Tag kamen Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot und der Präsident der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, zur dritten Sitzung dieses Formats zusammen. Im Zentrum standen die Reform des UN-Sicherheitsrats, Konflikte in Sudan, in der Region der Großen Seen, in Somalia und im Sahel sowie Fragen von Finanzierung, Verschuldung, Klima, Gesundheit und Wasserpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Afrikanische Union ist das Treffen auch deshalb von Gewicht, weil Frankreich die afrikanische Position zur Reform des Sicherheitsrats ausdrücklich aufgriff. Beide Seiten verwiesen auf den Ezulwini-Konsens und die Syrte-Erklärung, mit denen Afrika seit Jahren mehr Einfluss im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen fordert. Nach Vorstellung der Gesprächspartner soll <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">ein bald in New York vorgestelltes afrikanisches Reformmodell neue Bewegung in die festgefahrene Debatte bringen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-paris-und-addis-abeba-wollen-afrikas-stimme-starken"><span id="paris-und-addis-abeba-wollen-afrikas-stimme-staerken">Paris und Addis Abeba wollen Afrikas Stimme stärken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im gemeinsamen Kommuniqué machten beide Seiten deutlich, dass die internationale Ordnung aus ihrer Sicht stärker auf Völkerrecht, Verantwortung, Solidarität und universelle Regeln gestützt werden muss. Daraus leiteten sie die Forderung nach einer weitreichenden Reform des multilateralen Systems ab. Neben dem Sicherheitsrat nannten sie auch das G20-Format und die französische G7-Präsidentschaft als Bühnen, auf denen Afrika künftig sichtbarer und einflussreicher auftreten soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit geht es nicht nur um Diplomatie im engeren Sinn. Im Kern steht auch die Frage, wie afrikanische Interessen in den globalen Machtzentren künftig stärker verankert werden können. Für die Afrikanische Union ist das zentral, weil Entscheidungen über Sicherheit, Schulden, Handel oder Klimafinanzierung noch immer oft außerhalb des Kontinents fallen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schulden-finanzierung-und-wirtschaftlicher-umbau-rucken-in-den-mittelpunkt"><span id="schulden-finanzierung-und-wirtschaftlicher-umbau-ruecken-in-den-mittelpunkt">Schulden, Finanzierung und wirtschaftlicher Umbau rücken in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der internationalen Finanzarchitektur. Frankreich und die AU-Kommission betonten, dass Afrika besseren Zugang zu Finanzierung braucht, ebenso Fortschritte beim Umgang mit Schulden und mehr Mittel für Industrialisierung, wirtschaftliche Transformation und den ökologischen Wandel.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26511 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cmDagAAL6wS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten stellten diese Agenda in den Zusammenhang mit der Agenda 2063 der Afrikanischen Union sowie mit dem internationalen Reformansatz für Wohlstand, Menschen und Planet. Auch Klima- und Gesundheitsfragen wurden ausdrücklich als gemeinsame Handlungsfelder benannt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich griffen Frankreich und die AU-Kommission das AU-Jahresthema 2026 auf, das den Herausforderungen rund um Wasser und Sanitärversorgung gewidmet ist. Im Vordergrund standen dabei Gesundheitsfragen, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und die zunehmende Wasserknappheit in Teilen Afrikas infolge des Klimawandels.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-linie-bei-sudan-kongo-somalia-und-sahel"><span id="gemeinsame-linie-bei-sudan-kongo-somalia-und-sahel">Gemeinsame Linie bei Sudan, Kongo, Somalia und Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Breiten Raum nahmen die regionalen Krisen ein. Mit Blick auf den Sudan bekannten sich beide Seiten zur Einheit und territorialen Integrität des Landes. Zugleich stellten sie eine politische Lösung in den Vordergrund und riefen zu einer sofortigen humanitären Feuerpause auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die <a href="https://fokus-afrika.de/internationale-kontaktgruppe-fordert-einhaltung-der-waffenruhe-im-ostkongo/" type="post" id="25370">Region der Großen Seen </a>bekräftigten Frankreich und die AU-Kommission ihre Unterstützung für eine politische Lösung auf Grundlage des Völkerrechts sowie der Souveränität und territorialen Integrität der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratischen Republik Kongo</a>. Sie verwiesen zudem auf die humanitäre Lage und unterstrichen, wie <a href="https://fokus-afrika.de/ich-hoffe-dass-dies-den-beginn-der-schrittweisen-wiedereroeffnung-des-flughafens-goma-markiert/" type="post" id="24713">wichtig wiederaufgenommene Flüge von und nach Goma für Hilfslieferungen und Zugänge in die Krisenregion sind.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> spielte in den Gesprächen eine wichtige Rolle. Beide Seiten betonten, dass die Stabilisierung des Landes <a href="https://fokus-afrika.de/tuerkischer-geheimdienstbericht-warnt-vor-fuenf-risiken-in-somalia/" type="post" id="22699">ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit im Roten Meer sei,</a> das zuletzt durch zunehmende Störungen von Handelswegen und der Schifffahrtsfreiheit zusätzlich unter Druck geraten ist.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26512 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFz7cneaEAAwGGJ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a> äußerten Frankreich und die AU-Kommission große Sorge über<a href="https://fokus-afrika.de/us-geheimdienste-ruecken-afrika-als-brennpunkt-von-terror-und-rohstoffkonkurrenz-in-den-fokus/" type="post" id="25794"> die anhaltende Bedrohung durch Terrorismus und gewaltsamen Extremismus.</a> Sie warben für einen breiteren Ansatz, der Sicherheitsmaßnahmen mit politischen, wirtschaftlichen und sozialen Antworten verbindet, und erklärten ihre Solidarität mit den Bevölkerungen, die unter der Gewalt leiden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nairobi-soll-zur-nachsten-wegmarke-werden"><span id="nairobi-soll-zur-naechsten-wegmarke-werden">Nairobi soll zur nächsten Wegmarke werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des Austauschs war auch <a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">der bevorstehende Africa-Forward-Gipfel am 11. und 12. Mai in Nairobi,</a> an dem Mahmoud Ali Youssouf teilnehmen soll. Nach Darstellung im <a href="https://au.int/en/pressreleases/20260413/dialogue-strategique-entre-la-france-et-la-commission-de-lunion-africaine">Kommuniqué</a> soll das Treffen dazu dienen, gemeinsame und konkrete Antworten auf zentrale politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen zu entwickeln. Die AU-Kommission soll zudem eng in die Nachverfolgung und Umsetzung der Ergebnisse eingebunden werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Heureux d’accueillir le Président de la Commission de l’Union africaine, Mahmoud Ali Youssouf.<br> <br>Dans un monde de plus en plus bousculé, l’Union africaine est un interlocuteur essentiel de la France, de l’Union européenne et de la communauté internationale… <a href="https://t.co/C72v4jWHIo">pic.twitter.com/C72v4jWHIo</a></p>&mdash; Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/2043660735067156798?ref_src=twsrc%5Etfw">April 13, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rand des strategischen Dialogs wurde der Präsident der AU-Kommission auch von Frankreichs Präsidenten Macron empfangen. Zudem besuchte er gemeinsam mit der beigeordneten Ministerin Eléonore Caroit das Haus der afrikanischen Welten MansA, wo Gespräche mit jungen Vertretern der Zivilgesellschaft und afrikanischen Diasporas in Frankreich stattfanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AU-Kommission hob in diesem Zusammenhang auch die französische Unterstützung für die operative Umsetzung der <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-business-forum-2025-afrikanischer-freihandel-soll-bald-realitaet-werden/" type="post" id="14089">Afrikanischen Freihandelszone ZLECAF</a> sowie die Bereitstellung von Fachwissen zur <a href="https://fokus-afrika.de/88-millionen-euro-fuer-agenda-2063-afrikanische-union-und-deutschland-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="22185">Umsetzung der Agenda 2063</a> hervor.</p>
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		<item>
		<title>Ghana macht in Lyon Druck bei globaler Gesundheitsvorsorge</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ghana-macht-in-lyon-druck-bei-globaler-gesundheitsvorsorge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 15:26:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ghanas Präsident John Dramani Mahama hat beim globalen One Health Summit in Lyon gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fghana-macht-in-lyon-druck-bei-globaler-gesundheitsvorsorge%2F&amp;action_name=Ghana%20macht%20in%20Lyon%20Druck%20bei%20globaler%20Gesundheitsvorsorge&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ghana-macht-in-lyon-druck-bei-globaler-gesundheitsvorsorge/">Ghana macht in Lyon Druck bei globaler Gesundheitsvorsorge</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ghanas Präsident John Dramani Mahama hat beim globalen One Health Summit in Lyon gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den hochrangigen Teil des Treffens geleitet und konkrete Schritte gegen neue Gesundheitsrisiken gefordert. Am 7. April sprach Mahama vor Staats- und Regierungschefs, Vertretern internationaler Organisationen und Fachleuten über Pandemievorsorge, Ernährungssicherheit, Umweltgefahren und die Reform der globalen Gesundheitsordnung. Für Ghana war der Auftritt ein sichtbares Signal auf internationaler Bühne. Deutschland war ebenfalls vertreten, allerdings nicht durch Bundeskanzler Friedrich Merz, sondern durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mahama-drangt-auf-taten-statt-neuer-bekenntnisse"><span id="mahama-draengt-auf-taten-statt-neuer-bekenntnisse">Mahama drängt auf Taten statt neuer Bekenntnisse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Treffens stand der One-Health-Ansatz. Dahinter steht die Idee, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt untrennbar zusammenhängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama nutzte seine Rede in Lyon für einen klaren Appell. Die Welt dürfe sich nicht länger mit Absichtserklärungen begnügen, sondern müsse endlich ins Handeln kommen. Klimawandel, zerstörte Ökosysteme und Umweltverschmutzung verschärften Gesundheitsrisiken in einem Ausmaß, das immer schwerer zu kontrollieren sei. Zugleich warb er dafür, bislang getrennte Bereiche wie Gesundheit, Landwirtschaft und Umweltschutz viel enger zusammenzudenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss seiner Rede setzte Mahama drei Schwerpunkte. One Health müsse fest in nationale und internationale Strukturen eingebaut werden. Frühwarn- und Überwachungssysteme müssten gestärkt werden. Und die Beschlüsse des Gipfels müssten sich an konkreten, überprüfbaren Ergebnissen messen lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ghana-bringt-eigene-erfahrungen-in-die-debatte-ein"><span id="ghana-bringt-eigene-erfahrungen-in-die-debatte-ein">Ghana bringt eigene Erfahrungen in die Debatte ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama sprach nicht nur über globale Strukturen, sondern auch über ganz konkrete Probleme in Ghana. Er verwies auf Krankheiten und Schädlinge, die Kleinbauern im Kakaoanbau unter Druck setzen. Zugleich nannte er die Folgen des illegalen Goldbergbaus, der Wälder zerstört und Gewässer verschmutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schlug er den Bogen zu einer breiteren afrikanischen Perspektive. One Health sei auf dem Kontinent kein fernes politisches Konzept, sondern für viele Menschen gelebte Realität. Mahama erinnerte daran, dass in Ghana ein großer Teil der Bevölkerung für medizinische Zwecke weiterhin auf Kräuter und natürliche Waldressourcen zurückgreift. Er verknüpfte das mit dem Verweis auf afrikanische Wissenssysteme von Songhai über Timbuktu bis nach Aksum und ins alte Ägypten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26335 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFTrLcDacAAcP65.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/mpox-ausbruch-schulen-und-unicef-verstarken-masnahmen/" type="post" id="11419">jüngere Krankheitsausbrüche</a> rückte er in den Zusammenhang dieser Debatte. Covid-19, <a href="https://fokus-afrika.de/500-000-mpox-impfdosen-fur-afrika/" type="post" id="11211">Mpox</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/who-bestaetigt-ausbruch-eines-potenziell-toedlichen-haemorrhagischen-fiebers-in-aethiopien/" type="post" id="21957">Lassa-Fieber</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tansania-bestaetigt-neuen-fall-von-marburg-virus-erkrankung/" type="post" id="13580">Marburg</a> hätten erneut gezeigt, dass Vorbeugung wirksamer sei als spätere Krisenreaktion.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lyon-als-buhne-fur-die-reform-der-gesundheitsarchitektur"><span id="lyon-als-buehne-fuer-die-reform-der-gesundheitsarchitektur">Lyon als Bühne für die Reform der Gesundheitsarchitektur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama trat in Lyon in zwei zentralen Formaten auf. Eine Rede hielt er in einer Sitzung zur globalen Gesundheitsarchitektur, die Macron gemeinsam mit WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus leitete. Dort ging es um Reformen internationaler Gesundheitsinitiativen und um eine politische Erklärung zur weltweiten Gesundheitszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine zweite Rede eröffnete den hochrangigen Gipfelteil der Staats- und Regierungschefs. Dort stellte Mahama Ghanas Position zur globalen Gesundheitssicherheit vor und betonte, wie wichtig Zusammenarbeit über Ressort- und Ländergrenzen hinweg bei neuen Gesundheitsbedrohungen geworden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel fand vom 5. bis 7. April in Lyon statt. Frankreich richtete ihn im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft aus, Indonesien war Co-Gastgeber. Beteiligt war zudem die Quadripartite-Allianz aus Weltgesundheitsorganisation, Weltorganisation für Tiergesundheit, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sowie dem Umweltprogramm der UN.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-setzt-one-health-auf-die-politische-tagesordnung"><span id="frankreich-setzt-one-health-auf-die-politische-tagesordnung">Frankreich setzt One Health auf die politische Tagesordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lyon sollte mehr sein als ein weiteres Fachtreffen. Der Gipfel war als erstes weltweites Format dieser Art auf Ebene von Staats- und Regierungschefs angelegt. Im Kern ging es darum, internationale Antworten auf Gesundheitsrisiken zu bündeln, die an der Schnittstelle von Mensch, Tier und Umwelt entstehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Message de clôture du Président <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron?ref_src=twsrc%5Etfw">@EmmanuelMacron</a> et du directeur général de l’Organisation mondiale de la santé <a href="https://twitter.com/DrTedros?ref_src=twsrc%5Etfw">@DrTedros</a> au One Health Summit à Lyon. <a href="https://t.co/pireQ0cqTh">pic.twitter.com/pireQ0cqTh</a></p>&mdash; Élysée (@Elysee) <a href="https://twitter.com/Elysee/status/2041573975310905508?ref_src=twsrc%5Etfw">April 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Agenda standen unter anderem zoonotische und vektorübertragene Krankheiten wie Malaria, Dengue, Chikungunya und Tollwut. Hinzu kamen Antibiotikaresistenzen, nachhaltige Ernährungssysteme und die gesundheitlichen Folgen von Umweltverschmutzung, besonders durch Plastik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres schlug in einer Videobotschaft einen ähnlich eindringlichen Ton an. Der One-Health-Ansatz sei eine Frage des kollektiven Überlebens, sagte er. Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen lasse sich nicht voneinander trennen. Zugleich warnte er vor den Folgen von Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artenverlust und sozialer Ungleichheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-unterstutzt-den-kurs-in-lyon"><span id="deutschland-unterstuetzt-den-kurs-in-lyon">Deutschland unterstützt den Kurs in Lyon</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland war bei dem Gipfel durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vertreten. Sie nahm an einem High-Level-Treffen zur Reform der globalen Gesundheitsarchitektur teil und vertrat dort Bundeskanzler Friedrich Merz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warken <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/one-health-summit-pm-07-04-26">erklärte</a>, die globale Gesundheitsarchitektur müsse leistungsfähiger werden. Wer Pandemien wirksamer vorbeugen wolle, brauche handlungsfähige Institutionen, klare Zuständigkeiten und ein abgestimmtes Vorgehen der Mitgliedstaaten. Deutschland unterstütze die Initiative Frankreichs, One Health während der G7-Präsidentschaft auf höchster politischer Ebene voranzubringen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="de" dir="ltr">Wie können wir uns gemeinsam mit anderen Ländern gut auf künftige Pandemien vorbereiten? Und wie können wir Krankheiten früh erkennen und entschlossen bekämpfen? <br>Bundesgesundheitsministerin <a href="https://twitter.com/ninawarken?ref_src=twsrc%5Etfw">@ninawarken</a> nach dem One Health Summit in Lyon 👇 <a href="https://t.co/Kl2BHJ9Bmn">pic.twitter.com/Kl2BHJ9Bmn</a></p>&mdash; Bundesgesundheitsministerium (@BMG_Bund) <a href="https://twitter.com/BMG_Bund/status/2041565245617963294?ref_src=twsrc%5Etfw">April 7, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Antibiotikaresistenzen spielten in Lyon eine wichtige Rolle. Deutschland unterstützt die politische Erklärung der UN-Generalversammlung von 2024 zu diesem Thema sowie eine unabhängige Sachverständigengruppe der Quadripartite-Allianz.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ghana-setzt-in-lyon-einen-afrikanischen-akzent"><span id="ghana-setzt-in-lyon-einen-afrikanischen-akzent">Ghana setzt in Lyon einen afrikanischen Akzent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Mahama den hochrangigen Teil des Gipfels gemeinsam mit Macron leitete, gab Ghana in einer zentralen globalen Debatte besonderes Gewicht. Seine Rede verband internationale Reformfragen mit afrikanischen Erfahrungen aus Landwirtschaft, Umweltschutz und öffentlicher Gesundheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rückte auch eine größere politische Frage in den Vordergrund: wie afrikanische Staaten ihre Interessen in internationalen Gesundheitsforen sichtbarer und wirkungsvoller einbringen. Mahama sprach in Lyon auch die ungleiche Verteilung von Risiken und Ressourcen an. Gerade Länder mit hoher Verwundbarkeit verfügten oft über die geringsten Mittel, um auf Gesundheitskrisen zu reagieren.</p>
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		<title>Südafrikas Präsident Ramaphosa doch nicht beim G7-Gipfel dabei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 20:24:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wird nicht am G7-Gipfel im Juni in Frankreich teilnehmen. Am Donnerstag, 26. März 2026,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrikas%20Pr%C3%A4sident%20Ramaphosa%20doch%20nicht%20beim%20G7-Gipfel%20dabei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-doch-nicht-beim-g7-gipfel-dabei/">Südafrikas Präsident Ramaphosa doch nicht beim G7-Gipfel dabei</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wird nicht am G7-Gipfel im Juni in Frankreich teilnehmen. Am Donnerstag, 26. März 2026, erklärte die südafrikanische Präsidentschaft zunächst, Paris habe eine frühere Einladung wegen anhaltenden Drucks aus den USA zurückgezogen. Frankreich wies diese Darstellung später zurück. Ramaphosa selbst bestritt am Abend, dass Washington die Entscheidung erzwungen habe.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wurde aus einer ursprünglich diplomatischen Personalie binnen Stunden ein offener Konflikt um Deutungshoheit. Südafrika sprach von einer ausgeladenen Einladung, Frankreich von einer eigenen Auswahlentscheidung für andere Gaststaaten. Im Zentrum steht die Frage, wie stark die Spannungen zwischen Washington und Pretoria inzwischen auch auf multilaterale Formate ausstrahlen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasidentschaft-spricht-von-us-druck"><span id="praesidentschaft-spricht-von-us-druck">Präsidentschaft spricht von US-Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsidialamtssprecher Vincent Magwenya sagte dem südafrikanischen Sender SABC, der Rückzug der Einladung sei mit „anhaltendem Druck“ aus den Vereinigten Staaten begründet worden. Nach seiner Darstellung habe Washington sogar mit einem Boykott des Treffens gedroht, falls Südafrika teilnehme. Magwenya sagte zudem, Frankreich habe das Fernbleiben eines wichtigen G7-Mitglieds nicht riskieren wollen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.sabcnews.com/sabcnews/ramaphosa-disinvited-from-g7-summit-over-us-objections/">Angaben</a> aus Pretoria hatte Präsident Emmanuel Macron Ramaphosa bereits im vergangenen Jahr beim G20-Gipfel in Johannesburg persönlich eingeladen. Magwenya betonte zugleich, die bilateralen Beziehungen zu Frankreich blieben eng. Auch der Versuch, das belastete Verhältnis zu den Vereinigten Staaten wieder zu stabilisieren, werde fortgesetzt. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-widerspricht"><span id="frankreich-widerspricht">Frankreich widerspricht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Paris kam kurz darauf eine andere Version. Französische Regierungsvertreter bestritten, Südafrika auf Wunsch der USA von der Gästeliste gestrichen zu haben. Nach Reuters erklärte ein französischer Offizieller, Frankreich habe sich diesmal entschieden, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> einzuladen. Als Grund nannte er Macrons geplanten Besuch in Kenia im Mai im Zusammenhang mit einem <a href="https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/" type="post" id="23385">Afrika-Frankreich-Gipfel</a>. Bei diese, Gipfel werden auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Indiens Premierminister Modi erwartet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26035 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/55169897966_5dead541bb_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich hatte zuvor mitgeteilt, dass <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/" type="post_tag" id="584">Indien</a>, Südkorea, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/brasilien/" type="post_tag" id="608">Brasilien</a> und Kenia als Gastländer zum Gipfel in Évian-les-Bains eingeladen werden sollen. Südafrika, das in der Vergangenheit mehrfach als Gast an G7-Treffen teilgenommen hatte, gehört diesmal nicht dazu. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ramaphosa-widerspricht-dem-eigenen-sprecher"><span id="ramaphosa-widerspricht-dem-eigenen-sprecher">Ramaphosa widerspricht dem eigenen Sprecher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend setzte Ramaphosa selbst einen anderen Ton. Er sagte, Südafrikas Abwesenheit beim G7-Gipfel sei kein Affront und kein Grund zur Überraschung, da das Land nicht Mitglied der Gruppe sei. Zugleich erklärte er, es habe keinen Druck auf Frankreich gegeben und Paris müsse frei über seine Einladungen entscheiden können.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24314 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537593481.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit stand die südafrikanische Regierung am selben Tag mit zwei unterschiedlichen Erklärungen in der Öffentlichkeit. Während Magwenya von amerikanischem Druck sprach, relativierte Ramaphosa den Vorgang und sprach ausdrücklich nicht von einer Zurücksetzung Südafrikas. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-belastetes-verhaltnis-zu-washington"><span id="belastetes-verhaeltnis-zu-washington">Belastetes Verhältnis zu Washington</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit fällt in eine Phase <a href="https://fokus-afrika.de/trump-schliesst-suedafrika-vom-g20-gipfel-2026-aus-scharfer-schlagabtausch-zwischen-washington-und-pretoria/">anhaltender Spannungen</a> zwischen Südafrika und den USA. Reuters verweist darauf, dass Donald Trump Südafrikas Außenpolitik und innenpolitische Rassengesetze in seiner zweiten Amtszeit wiederholt kritisiert hat. Zudem hatte er bereits den G20-Gipfel in <a href="https://fokus-afrika.de/trump-schliesst-suedafrika-vom-g20-gipfel-2026-aus-scharfer-schlagabtausch-zwischen-washington-und-pretoria/" type="post" id="22637">Johannesburg boykottiert</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Pretoria ist der Vorgang deshalb mehr als eine Protokollfrage. Südafrika gehört zwar nicht zur G7, wurde in den vergangenen Jahren aber regelmäßig zu den erweiterten Gesprächen eingeladen. Gerade weil das Land auf internationalen Gipfeln als Stimme des globalen Südens auftritt, erhält die Debatte über die ausgeladene Einladung nun auch eine geopolitische Dimension.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump meets with President of South Africa Cyril Ramaphosa, Wednesday, May 21, 2025, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Italien und afrikanische Staatschefs beraten über Mattei-Plan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/italien-und-afrikanische-staatschefs-beraten-ueber-mattei-plan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 14:50:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Italien hat in Addis Abeba mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs über die Fortentwicklung des Mattei-Plans für Afrika beraten.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fitalien-und-afrikanische-staatschefs-beraten-ueber-mattei-plan%2F&amp;action_name=Italien%20und%20afrikanische%20Staatschefs%20beraten%20%C3%BCber%20Mattei-Plan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Italien hat in Addis Abeba mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs über die Fortentwicklung des Mattei-Plans für Afrika beraten. Am 13. Februar fand im Addis Ababa Convention Center die zweite Ausgabe des Italia-Africa Summit statt, zwei Jahre nach dem Auftakt in Rom.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sagte, das Treffen diene nicht der Bilanzfeier, sondern solle klären, wie der Mattei-Plan „wirksamer, konkreter und stärker an den Bedürfnissen der beteiligten Regionen“ ausgerichtet werden könne. Die Gespräche fanden am Vorabend der Versammlung der Afrikanischen Union statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwerpunkt-wasser-und-sanitarversorgung"><span id="schwerpunkt-wasser-und-sanitaerversorgung">Schwerpunkt Wasser und Sanitärversorgung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meloni kündigte an, Italien wolle Projekte zur nachhaltigen Wasserbewirtschaftung ausbauen und damit an das Jahresthema der Afrikanischen Union 2026 anknüpfen. Genannt wurden Wasserinfrastruktur, Klimaanpassung und Sanitärsysteme. Als weitere Schwerpunktbereiche nannte Meloni Energie, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit, Gesundheitsversorgung sowie physische und digitale Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mattei-Plan sei als operatives Programm konzipiert, das inzwischen über Italien hinaus in Kooperationen mit internationalen Akteuren eingebunden sei. Sie nannte dabei die Vereinten Nationen, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" type="post_tag" id="374">Europäische Union</a>, die Afrikanische Union und die <a href="https://fokus-afrika.de/g7-entwicklungsministertreffen-in-italien-ein-gegenpol-zum-brics-summit/">G7</a>. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24637 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC02153_1.jpg 2500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Darstellung stützt sich der Plan auf eine Finanzarchitektur, die in Zusammenarbeit mit der Weltbank, der Afrikanischen Entwicklungsbank und weiteren internationalen Finanzinstitutionen aufgebaut worden sei. Zudem verwies sie auf eine stärkere Einbindung privater Mittel.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-mit-au-spitze-und-gastgeber-athiopien"><span id="gespraeche-mit-au-spitze-und-gastgeber-aethiopien">Gespräche mit AU-Spitze und Gastgeber Äthiopien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Melonis Eröffnungsrede folgte eine Ansprache des äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed Ali. Nach dem Gipfel trat Meloni gemeinsam mit Angolas Präsident João Lourenço in seiner Funktion als amtierender Vorsitzender der Afrikanischen Union sowie dem Vorsitzenden der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, vor die Presse.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24638 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-2048x1366.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/45.jpg 2500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Meloni bezeichnete das Treffen als politisches Signal, weil es erstmals in Afrika stattgefunden habe. Italien wolle den Mattei-Plan als „offene Plattform“ fortführen, deren Projekte aus dem Dialog mit Partnern entstehen. In ihrer Rede vor der Afrikanischen Union stellte sie den Mattei-Plan als Beitrag zu den Zielen der Agenda 2063 dar, unter anderem zur Stärkung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schulden-bildung-und-infrastruktur-als-weitere-themen"><span id="schulden-bildung-und-infrastruktur-als-weitere-themen">Schulden, Bildung und Infrastruktur als weitere Themen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Italien habe eine Initiative zur Umwandlung von Schulden in gemeinsame Entwicklungsprojekte gestartet. Zusätzlich seien in bilaterale Kredite Klauseln aufgenommen worden, die bei extremen Wetterereignissen eine Aussetzung von Rückzahlungen ermöglichen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Schwerpunkt setzte Meloni auf Bildung und Qualifizierung. Sie verwies auf eine gemeinsam mit Nigeria und der Global Partnership for Education gestartete Kampagne, die fünf Milliarden US-Dollar mobilisieren und die Bildungsqualität für 750 Millionen Kinder in mehr als 91 Staaten verbessern solle. Für Juni kündigte sie einen Gipfel in Rom an, den sie gemeinsam mit Nigerias Präsident Bola Tinubu ausrichten wolle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-generalsekretar-betont-finanz-und-klimathemen"><span id="un-generalsekretaer-betont-finanz-und-klimathemen">UN-Generalsekretär betont Finanz- und Klimathemen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Generalsekretär António Guterres sprach beim Gipfel von einer Partnerschaft, die an den Zielen der UN-Agenda 2030 und der Agenda 2063 ausgerichtet sein müsse. Er nannte als Prioritäten Finanzgerechtigkeit, Klimaschutz und eine digitale Transformation, die auch Entwicklungsländern zugutekomme.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="858" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-1024x858.jpg" alt="" class="wp-image-24639 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-1024x858.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-300x251.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-768x643.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-1536x1287.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-2048x1715.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-380x318.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-800x670.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3-1160x972.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/11_3.jpg 2500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Guterres verwies auf eine Finanzierungslücke bei den Zielen nachhaltiger Entwicklung und auf hohe Kreditkosten für afrikanische Staaten. Zudem forderte er mehr Investitionen in erneuerbare Energien, Netze und Anpassung an den Klimawandel. Im Bereich Digitalisierung sprach er sich für internationale Regeln zur Künstlichen Intelligenz sowie für einen globalen Fonds zum Aufbau von Kapazitäten in Entwicklungsländern aus.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Macron definiert Frankreichs Diplomatie 2026: G7-Präsidentschaft, europäische Souveränität und Afrika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 23:29:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag die französischen Botschafterinnen und Botschafter im Élysée-Palast empfangen. Im Rahmen der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika%2F&amp;action_name=Macron%20definiert%20Frankreichs%20Diplomatie%202026%3A%20G7-Pr%C3%A4sidentschaft%2C%20europ%C3%A4ische%20Souver%C3%A4nit%C3%A4t%20und%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-definiert-frankreichs-diplomatie-2026-g7-praesidentschaft-europaeische-souveraenitaet-und-afrika/">Macron definiert Frankreichs Diplomatie 2026: G7-Präsidentschaft, europäische Souveränität und Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag die französischen Botschafterinnen und Botschafter im Élysée-Palast empfangen. Im Rahmen der „Conférence des ambassadrices et ambassadeurs“ standen am  8. Januar 2026 drei thematische Arbeitssitzungen im Mittelpunkt, die die französische Außenpolitik 2026 strukturieren sollen. Genannt wurden ein Agenda-Block zur europäischen Souveränität, die französische G7-Präsidentschaft mit wirtschafts- und entwicklungspolitischen Schwerpunkten sowie Afrika mit Blick auf den Afrika-Frankreich-Gipfel in Nairobi.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-thematische-schwerpunkte-fur-2026"><span id="drei-thematische-schwerpunkte-fuer-2026">Drei thematische Schwerpunkte für 2026</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="502" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1024x502.jpeg" alt="" class="wp-image-23391 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1024x502.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-300x147.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-768x377.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1536x753.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-380x186.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-800x392.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK-1160x569.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-OwjpzWoAACXgK.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz der französischen Botschafter war laut offizieller Darstellung um drei Arbeitsformate organisiert, die den diplomatischen Jahresfahrplan abbilden sollen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-europaische-souveranitat-als-leitmotiv"><span id="europaeische-souveraenitaet-als-leitmotiv">Europäische Souveränität als Leitmotiv</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Themenblock ging es um europäische Souveränität, explizit mit wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Dimensionen. Der Präsident verortete die Debatte in einem internationalen Umfeld, das er als zunehmend von Machtpolitik geprägt beschrieb. In der Rede war von einem „Weltgeschehen, das sich verstellt“ die Rede, verbunden mit der Diagnose schwächer werdender multilateraler Institutionen und einer Tendenz großer Mächte, Einflusszonen und Regeln neu zu definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Teil dieser Lagebeschreibung wurden mehrere Akteure benannt: Die USA seien eine etablierte Macht, die sich schrittweise von Teilen ihrer Allianzen entferne und sich in einzelnen Politikfeldern von internationalen Regeln löse. China wurde als wirtschaftlich aufstrebende Macht mit „enthemmter“ Handelsaggressivität beschrieben, die insbesondere die europäische Wirtschaft belaste. Russland wurde als „destabilisierende Macht“ im Kontext des Krieges gegen die Ukraine genannt, ergänzt um Verweise auf Informationsoperationen und weitere Akteure.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-g7-prasidentschaft-makrookonomische-ungleichgewichte-und-entwicklungsfinanzierung"><span id="g7-praesidentschaft-makrooekonomische-ungleichgewichte-und-entwicklungsfinanzierung">G7-Präsidentschaft: Makroökonomische Ungleichgewichte und Entwicklungsfinanzierung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="549" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026.png" alt="" class="wp-image-23390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026-300x257.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_G7_de_2026-380x326.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Schwerpunkt betraf die französische Präsidentschaft der G7, die laut Rede im Juni 2026 in Evian stattfinden soll. Als Kernziele nannte der Präsident die Reduzierung globaler makroökonomischer Ungleichgewichte sowie Fragen der Finanzierung von Entwicklung und globaler Klimatransition.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Argumentation in der Rede ordnete diese Agenda in ein Dreieck globaler Wirtschaftsprobleme ein: US-Doppeldefizite, eine europäische Investitions- und Innovationsschwäche sowie eine chinesische Produktionsstärke bei zugleich zu geringer Binnenkonsumnachfrage. Der Präsident verband diese Diagnose mit dem Ziel, die G7 nicht als Blockbildung gegen China oder die BRICS zu nutzen. Stattdessen solle eine Brücke zu den BRICS gesucht werden, um Fragmentierung zu vermeiden. In diesem Zusammenhang verwies die Rede auf die Rolle Indiens und auf ein Treffen, an dem der indische Außenminister im Élysée teilnahm.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrika-nairobi-gipfel-als-politischer-fixpunkt"><span id="afrika-nairobi-gipfel-als-politischer-fixpunkt">Afrika: Nairobi-Gipfel als politischer Fixpunkt</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="840" height="560" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017.jpg" alt="" class="wp-image-23389 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017.jpg 840w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Discours_dEmmanuel_Macron_a_luniversite_de_Ouagadougou_du_28_novembre_2017-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Themenblock war Afrika, ausdrücklich „in der Perspektive des Afrika-Frankreich-Gipfels von Nairobi“. Der Präsident stellte diesen Gipfel als wichtigen Termin im Mai 2026 dar. Er ordnete ihn in eine seit Jahren verfolgte Neujustierung der Afrikapolitik ein, die er als „Partnerschaft auf Augenhöhe“ bezeichnete und auf Veränderungen seit der Rede von Ouagadougou zurückführte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Rede wurde betont, Frankreich habe seine militärische Präsenz auf dem Kontinent umgebaut und Stützpunkte reduziert. Das sei teils als Rückzug gedeutet worden, werde jedoch als Rebalancing beschrieben. Parallel skizzierte der Präsident eine erneuerte militärische Kooperation, die in der Rede als „pertinent“ bezeichnet und unter anderem mit einem Verweis auf Benin konkretisiert wurde. Daneben wurden neue Kooperationsfelder genannt, darunter Unternehmertum, Jugend, Kultur- und Kreativwirtschaft, Sport sowie eine erinnerungs- und kulturpolitische Agenda. Auch die Mobilisierung von Diasporas wurde als Ziel genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23388 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/In_London_Leaders_of_Ukraine_the_United_Kingdom_France_and_Germany_Discussed_Diplomatic_Engagement_with_the_United_States_and_Further_Defense_Support_for_Ukraine.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erklärte, der Gipfel solle zudem eine neue Form der Einbindung externer Partner zeigen. In der Rede sagte er, er habe den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/">indischen</a> Premierminister Modi und den deutschen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bundeskanzler/">Bundeskanzler</a> Merz eingeladen, gemeinsam mit ihm in Nairobi präsent zu sein. Das wurde als Signal für eine veränderte Arbeitsweise und für breitere Koalitionen in Afrika beschrieben.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weltlage-und-franzosischer-handlungsrahmen"><span id="weltlage-und-franzoesischer-handlungsrahmen">Weltlage und französischer Handlungsrahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident zeichnete ein Bild eines internationalen Systems, in dem multilaterale Arenen als weniger leistungsfähig dargestellt werden und die „Logik des Stärkeren“ an Raum gewinnt. Im Zentrum stand die Abgrenzung von zwei Verhaltensweisen, die als unpassend für Frankreich und Europa bezeichnet wurden: Einerseits die Anpassung an Machtlogik bis hin zur „glücklichen Vasallisierung“, andererseits eine rein moralische Positionierung ohne Handlungsfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen wurde eine Linie formuliert, die auf Stärkung von Kapazitäten, Interessenwahrung und Einflussarbeit setzt. Dazu zählte auch die Aussage, Diplomatie solle nicht primär kommentieren, sondern handeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ukraine-europaische-verteidigung-und-rustungsindustrie"><span id="ukraine-europaeische-verteidigung-und-ruestungsindustrie">Ukraine, europäische Verteidigung und Rüstungsindustrie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23387 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Prime_Minister_Keir_Starmer_attends_Coaltion_of_Willing_Meeting_press_conference.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitsdimension wurde in der Rede stark über den Ukraine-Krieg gerahmt. Der Präsident bezeichnete diesen Konflikt als grundlegendes Sicherheitsthema für Frankreich und Europa und verwies auf eine „Koalition der Willigen“, deren Treffen in Paris „vor 48 Stunden“ stattgefunden habe. Er sagte, die finanzielle Unterstützung für die ukrainische Widerstandsfähigkeit werde vollständig durch die Mitglieder dieser Koalition getragen, während weiterhin Abhängigkeiten bei Fähigkeiten bestünden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf aufbauend wurde die Entwicklung einer „Europa der Verteidigung“ als zentrale Veränderung seit 2022 dargestellt, einschließlich neuer Finanzierungselemente, strategischer Dokumente und einer „europäischen Präferenz“. In der Rede wurden zwei operative Erwartungen formuliert: Erstens solle die europäische Dimension stärker in Beschaffung und Planung einfließen. Zweitens wurden die Auslandsvertretungen aufgefordert, Partneroptionen zu erschließen, insbesondere im Kontext der Rüstungsindustrie und Exportperspektiven.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftspolitik-schutz-marktregeln-und-investitionen"><span id="wirtschaftspolitik-schutz-marktregeln-und-investitionen">Wirtschaftspolitik: Schutz, Marktregeln und Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt war die wirtschaftliche Lage Europas zwischen chinesischer Konkurrenz und US-Zöllen. Die Rede benannte explizit eine gleichzeitige Belastung durch chinesische Handelspraktiken und amerikanische Tarifpolitik. Als Beispiel wurde angeführt, dass selbst Deutschland mittlerweile ein Handelsdefizit mit China aufweise und im Vorjahr 50.000 industrielle Arbeitsplätze verloren habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als strategischer Rahmen wurde eine „Schutz“-Logik beschrieben, die von Protektionismus abgegrenzt wurde. Genannt wurden Instrumente wie Schutzklauseln, „Spiegelklauseln“ und Grenzschutzmechanismen gegenüber unlauterer Konkurrenz. Ergänzend verwies die Rede auf Agenda-Elemente wie Vereinfachung, Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarktvertiefung und Kapitalmarktunion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein drittes Element betraf Investitionen in Innovation. Genannt wurden KI, Quanten, Raumfahrt und „Green Tech“ als Felder, in denen Europa mehr und schneller investieren müsse, um technologische und wirtschaftliche Interessen zu sichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-demokratie-informationsraum-und-regulierung"><span id="demokratie-informationsraum-und-regulierung">Demokratie, Informationsraum und Regulierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede verknüpfte die internationale Lage mit einer innen- und gesellschaftspolitischen Dimension. Als Risiko wurde eine doppelte Belastung durch autoritäre Systeme und durch die Wirkung großer Plattform-Algorithmen beschrieben. Genannt wurden dabei die europäischen Digitalregulierungen DSA und DMA sowie ein angekündigter „europäischer demokratischer Schutzschild“. Zudem verwies der Präsident auf Initiativen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaften-indo-pazifik-mittelmeer-und-afrika"><span id="partnerschaften-indo-pazifik-mittelmeer-und-afrika">Partnerschaften: Indo-Pazifik, Mittelmeer und Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Abschnitt zur Einflussarbeit stellte der Präsident mehrere Partnerschaftsachsen heraus. Genannt wurden ein Indo-Pazifik-Ansatz, der seit 2018 aufgebaut worden sei, sowie Formate im Mittelmeerraum, darunter die Beziehungen zu Ägypten, Libanon und Marokko. Zudem verwies die Rede auf die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Frankreich im Vorjahr und auf eine „Erklärung von New York“, die Frankreichs Glaubwürdigkeit in der Region gestärkt habe.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-frankreich-will-die-partnerschaft-mit-afrika-wirtschaftlich-erneuern"><span id="frankreich-will-die-partnerschaft-mit-afrika-wirtschaftlich-erneuern">Frankreich will die Partnerschaft mit Afrika wirtschaftlich erneuern</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein markanter Teil der Afrika-Passage bezog sich auf die Rolle französischer Unternehmen und Finanzakteure. Der Präsident stellte einen Widerspruch heraus: Während die Diplomatie die politische Beziehung neu ausrichte und „verständlich“ mache, hätten sich zugleich große Teile der französischen Wirtschaft vom afrikanischen Kontinent zurückgezogen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Er nannte insbesondere den Rückzug des Bank- und Finanzsektors und sagte, Frankreich sei vor 15 Jahren noch eine „Bank- und Finanzmacht“ in Afrika gewesen, während „alle verkauft“ hätten. Die Rede deutete an, dass Regulierungen als Begründung für diesen Rückzug genannt würden, setzte dem aber entgegen, dass entstehende Lücken von anderen Akteuren gefüllt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident formulierte daraus eine Erwartung an die französische Regierung und die diplomatischen Strukturen: Es solle auf „finanzielle“ Fragen Antworten geben. Gleichzeitig skizzierte er eine Auswahl-Logik für wirtschaftliche Delegationen und Kooperationsprojekte. Er sagte sinngemäß, es solle stärker mit Akteuren gearbeitet werden, die bereit seien, in dem beschriebenen Partnerschaftsrahmen tätig zu sein, darunter ausdrücklich auch KMU, Start-ups und mittelständische Unternehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-macro-will-sich-der-schlacht-der-narrative-in-afrika-stellen"><span id="macro-will-sich-der-schlacht-der-narrative-in-afrika-stellen">Macro will sich der &#8220;Schlacht der Narrative&#8221; in Afrika stellen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-12018 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-768x1024.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024-800x1066.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Emmanuel_Macron_August_2024.jpg 1069w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verband die Afrika-Agenda mit einem größeren Kontext internationaler Einflusskonkurrenz. Er sprach von einer „Schlacht der Narrative“ und einer intensiven Auseinandersetzung um Deutungshoheit. In der Rede wurde betont, Frankreich müsse die eigene Politik stärker erklären und Desinformation bekämpfen. Das wurde als Bestandteil der Sicherung von Interessen und Einfluss beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich ordnete der Präsident Afrika in ein weltpolitisches Umfeld ein, das er als zunehmend instabil charakterisierte und in dem multilaterale Institutionen weniger wirksam seien. Er verwies auf mehrere Krisenräume, die Frankreich 2026 weiter begleiten wolle, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a>, die Hornregion Afrikas und die Region der Großen Seen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilateralismus-ozeane-gesundheit-rohstoffe-und-un-reform"><span id="multilateralismus-ozeane-gesundheit-rohstoffe-und-un-reform">Multilateralismus: Ozeane, Gesundheit, Rohstoffe und UN-Reform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident verteidigte die Idee eines „wirksamen Multilateralismus“ als Interesse Frankreichs. Als Beispiele nannte die Rede ein KI-Gipfelformat in Paris, den Ozeangipfel und die Ratifizierung eines Hochsee-Abkommens (BBNJ). Für 2026 wurden weitere multilaterale Prioritäten genannt, darunter Plastikregulierung, Gesundheitspolitik und ein Gipfel in Lyon im April sowie Kooperationen zu kritischen Rohstoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur G7-Präsidentschaft wurde neben Makroökonomie auch die Vermeidung globaler Blockbildung betont. Darüber hinaus nannte die Rede drei Baustellen: eine Krise der internationalen Sicherheitsinstrumente und Friedensmissionen, eine Krise der öffentlichen Entwicklungsfinanzierung vor dem Hintergrund eines US-Rückzugs sowie die Reform internationaler Governance, insbesondere der Vereinten Nationen. In diesem Kontext wurde ein französischer Anspruch formuliert, Initiativen zur Reform der globalen Ordnung gemeinsam mit „großen Schwellenländern“ voranzutreiben.</p>
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			<media:title type="html">Macron definiert Frankreichs Diplomatie 2026: G7-Präsidentschaft, europäische Souveränität und Afrika</media:title>
			<media:description type="html">Macron macht Afrika 2026 zum Schwerpunkt für Frankreich: Nairobi-Gipfel, Diaspora-Politik und die militärischen Kooperation im Fokus.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>UN erhöht Druck auf Sudan: Streit um Quartett-Waffenruhe und internationale Reaktionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-erhoeht-druck-auf-sudan-streit-um-quartett-waffenruhe-und-internationale-reaktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 13:53:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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		<category><![CDATA[WFP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen haben ihre Reise nach Port Sudan aufgenommen, um Hindernisse für humanitäre Hilfe abzubauen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-erhoeht-druck-auf-sudan-streit-um-quartett-waffenruhe-und-internationale-reaktionen%2F&amp;action_name=UN%20erh%C3%B6ht%20Druck%20auf%20Sudan%3A%20Streit%20um%20Quartett-Waffenruhe%20und%20internationale%20Reaktionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-erhoeht-druck-auf-sudan-streit-um-quartett-waffenruhe-und-internationale-reaktionen/">UN erhöht Druck auf Sudan: Streit um Quartett-Waffenruhe und internationale Reaktionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen haben ihre Reise nach Port Sudan aufgenommen, um Hindernisse für humanitäre Hilfe abzubauen und den Zugang zu Millionen vom Krieg betroffener Menschen zu verbessern. In der Hafenstadt, die von der De-facto-Regierung kontrolliert wird, trafen UN-Gesandte mit sudanesischen Behörden und dem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">ägyptischen</a> Außenminister Badr Abdelatty zusammen, um Fragen zu Hilfslieferungen und humanitären Korridoren zu erörtern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eroberung-von-el-fasher-ist-wendepunkt-im-sudan-krieg"><span id="eroberung-von-el-fasher-ist-wendepunkt-im-sudan-krieg">Eroberung von El Fasher ist Wendepunkt im Sudan-Krieg</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Lage nach dem Einmarsch der Rapid Support Forces (RSF) in El Fasher. Berichte sprechen von Massenvertreibungen sowie von Tötungen, Übergriffen und sexualisierter Gewalt. Diskutiert wurden auch die Situation von Vertriebenen in Ed Dabba und Tawila in Norddarfur sowie die Lage von eingeschlossenen Zivilpersonen in Babanousa in Westkordofan und in Kadugli und Dilling in Südkordofan.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">The crime committed by UAE-backed RSF militia at the Saudi Hospital in El Fasher confirms that peace with criminals is impossible.<a href="https://twitter.com/hashtag/BoycottUAE?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#BoycottUAE</a><a href="https://twitter.com/hashtag/SaveSudan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#SaveSudan</a> <a href="https://t.co/jl46ulUsUm">https://t.co/jl46ulUsUm</a></p>&mdash; Sudan Trend 🇸🇩 (@SudanTrends) <a href="https://twitter.com/SudanTrends/status/1986076538266161433?ref_src=twsrc%5Etfw">November 5, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Wie aus der täglichen Pressekonferenz des Sprechers des UN-Generalsekretärs hervorgeht, reist der Nothilfekoordinator Tom Fletcher weiter nach Darfur, um die humanitäre Lage vor Ort zu bewerten. Er beschrieb El Fasher als einen Ort, der bereits von „katastrophalem menschlichem Leid“ geprägt sei und nun „in eine noch dunklere Hölle“ abgerutscht sei. Fletcher verwies auf eine Zuweisung von 20 Millionen US-Dollar aus dem vom Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten verwalteten Nothilfefonds CERF, um lebensrettende Hilfe in Tawila, Darfur und Kordofan auszuweiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-lehnt-quartett-initiative-ab"><span id="regierung-lehnt-quartett-initiative-ab">Regierung lehnt Quartett-Initiative ab</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="882" height="767" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Insignia_of_the_Sudanese_Armed_Forces.svg.png" alt="" class="wp-image-21914 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Insignia_of_the_Sudanese_Armed_Forces.svg.png 882w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Insignia_of_the_Sudanese_Armed_Forces.svg-300x261.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Insignia_of_the_Sudanese_Armed_Forces.svg-768x668.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Insignia_of_the_Sudanese_Armed_Forces.svg-380x330.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Insignia_of_the_Sudanese_Armed_Forces.svg-800x696.png 800w" sizes="(max-width: 882px) 100vw, 882px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Vorstoß der Vereinten Nationen fällt in eine Phase, in der die sudanesische Armee die von der sogenannten Quartettsgruppe vorgeschlagene dreimonatige humanitäre Waffenruhe ablehnt. Das Quartett besteht aus Saudi-Arabien, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Vereinigten Staaten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Mohieddin Salem erklärte nach trilateralen Gesprächen mit Badr Abdelatty und Tom Fletcher, die Regierung betrachte die Initiative nicht als offizielle Grundlage. Das Quartett sei nicht durch eine Resolution des Sicherheitsrats oder eine andere internationale Organisation mandatiert, weshalb Khartum nicht formell damit umgehe. Er betonte, Sudan bevorzuge bilaterale Abstimmungen. Die Beratungen mit Ägypten und den Vereinten Nationen spiegelten nach seinen Worten „volles Verständnis und Kooperation“ wider.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Vorsitzende des Souveränen Rates und Oberbefehlshaber der Sudanese Armed Forces (SAF), General Abdelfattah El Burhan, signalisierte in Port Sudan Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und deren Organisationen, insbesondere in humanitären Fragen. Zugleich forderte er, dass alle UN-Aktivitäten die sudanesische Souveränität und nationale Interessen respektieren. El Burhan machte die RSF, die er als „Al-Dagalo-Miliz“ bezeichnete, für Gräueltaten in El Fasher verantwortlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rsf-akzeptiert-waffenruhe-saf-bleibt-bei-ablehnung"><span id="rsf-akzeptiert-waffenruhe-saf-bleibt-bei-ablehnung">RSF akzeptiert Waffenruhe – SAF bleibt bei Ablehnung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Flag_of_the_Rapid_Support_Forces_Sudan.png" alt="" class="wp-image-21913 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Flag_of_the_Rapid_Support_Forces_Sudan.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Flag_of_the_Rapid_Support_Forces_Sudan-300x200.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Flag_of_the_Rapid_Support_Forces_Sudan-380x254.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 7. November hatte die RSF ihre Zustimmung zu der vom Quartett vorgeschlagenen dreimonatigen humanitären Waffenruhe erklärt. In ihrer Erklärung verwies die Gruppe auf „katastrophale humanitäre Folgen“ des Krieges und kündigte an, humanitäre Hilfe „dringend zu allen Sudanesinnen und Sudanesen“ bringen zu wollen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die RSF stellte in Aussicht, Gespräche über die Modalitäten der Einstellung der Feindseligkeiten und über Leitprinzipien für einen politischen Prozess in Sudan aufzunehmen. Die vom Quartett am 12. September veröffentlichte Roadmap sieht zunächst eine humanitäre Pause, anschließend einen vollständigen Waffenstillstand und schließlich den Übergang zu einer zivilgeführten Regierung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Armeeführung reagierte zurückhaltend bis ablehnend. Nach einer Sitzung des Sicherheits- und Verteidigungsrats unter Vorsitz El Burhans wurde lediglich mitgeteilt, man „begrüße internationale Initiativen“, ohne den Plan zu unterstützen. In einer Fernsehansprache kündigte El Burhan an, die RSF würden besiegt. Er bezeichnete den Konflikt als „Schlacht des sudanesischen Volkes“, versprach Vergeltung für Opfer in El Fasher und anderen Teilen des Landes und verurteilte mutmaßliche ausländische Unterstützung für die RSF. Der stellvertretende Oberbefehlshaber der SAF, General Yasir El Atta, wies die Waffenruhe ebenfalls zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der amerikanische Präsidialberater für arabische und afrikanische Angelegenheiten, Massad Boulos, erklärte, beide Seiten hätten „im Prinzip“ zugestimmt, und Washington stehe mit den Konfliktparteien in Kontakt, um Details zu klären. Das US-Außenministerium bekräftigte, man wolle gemeinsam mit Partnern, darunter dem Quartett, an einer humanitären Pause arbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-krise-und-vorwurfe-schwerer-verbrechen"><span id="humanitaere-krise-und-vorwuerfe-schwerer-verbrechen">Humanitäre Krise und Vorwürfe schwerer Verbrechen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur diplomatischen Dynamik verschärft sich die humanitäre Krise. Die gemeinsame Erklärung aus G7-Treffen und die UN-Briefings beschreiben Sudan als die derzeit größte humanitäre Katastrophe weltweit. Millionen Menschen sind von Hunger, Vertreibung und Gewalt betroffen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I am gravely concerned by recent reports of mass atrocities &amp; gross human rights violations in El Fasher &amp; worsening violence in the Kordofans in Sudan.<br><br>The flow of weapons &amp; fighters from external parties must be cut off.<br><br>The flow of humanitarian aid must be able to quickly…</p>&mdash; António Guterres (@antonioguterres) <a href="https://twitter.com/antonioguterres/status/1988864411742925246?ref_src=twsrc%5Etfw">November 13, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In El Fasher sollen nach Einnahme der Stadt durch die RSF gezielte Angriffe auf Zivilpersonen, ethnisch motivierte Massentötungen, sexuelle Gewalt und Aushungern als Mittel der Kriegsführung stattgefunden haben. Die RSF kündigten die Einsetzung eines Komitees an, das „individuelle Übergriffe“ untersuchen solle.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="593" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Gyy2kPvXEAAy0Tt-1024x593.jpeg" alt="" class="wp-image-21912 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Gyy2kPvXEAAy0Tt-1024x593.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Gyy2kPvXEAAy0Tt-300x174.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Gyy2kPvXEAAy0Tt-768x445.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Gyy2kPvXEAAy0Tt-380x220.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Gyy2kPvXEAAy0Tt-800x463.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Gyy2kPvXEAAy0Tt-1160x672.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Gyy2kPvXEAAy0Tt.jpeg 1250w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Sprecher des Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, antwortete auf Berichte, wonach regionale Akteure wie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> ihre militärische Unterstützung für die sudanesische Armee verstärkt hätten. Er bekräftigte die Forderung des Generalsekretärs an Staaten in der Region und darüber hinaus, den Konflikt nicht weiter mit Waffen zu befeuern. Sudan brauche „humanitären Treibstoff“ in Form von Hilfe, finanziellen Mitteln und sicheren Zugängen, nicht zusätzliche Rüstungsgüter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wfp/">Welternährungsprogramm</a> (WFP) meldete, nach Aussage des stellvertretenden Exekutivdirektors Carlos Cão, monatlich rund fünf Millionen Menschen zu erreichen, darunter in jüngst zugänglichen Gebieten wie Kadugli. In Khartum erhalten weiterhin etwa eine Million Menschen Unterstützung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-reaktionen-g7-deutschland-und-partnerstaaten"><span id="internationale-reaktionen-g7-deutschland-und-partnerstaaten">Internationale Reaktionen: G7, Deutschland und Partnerstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Reaktion auf die Eskalation in El Fasher und anderen Teilen Darfurs fällt ungewöhnlich deutlich aus. In der gemeinsamen Erklärung der Außenministerinnen und Außenminister der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g7/">G7</a> in Niagara verurteilten die Staaten „ethnisch motivierte“ Angriffe der RSF auf unbewaffnete Zivilpersonen und humanitäre Helfer, insbesondere in El Fasher und Nordkordofan. Sie beklagten die Auswirkungen des Krieges, einschließlich der Hungersnot, und forderten RSF und SAF auf, Menschenrechte zu achten, Gewalt zu deeskalieren, einem sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand zuzustimmen und ungehinderten humanitären Zugang zu gewährleisten. Zugleich riefen sie externe Akteure auf, zu Frieden und Sicherheit beizutragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf nationaler Ebene verstärkten Regierungen ihren Druck. Australien verurteilte „Massenmorde, sexuelle Gewalt und gezielte Angriffe auf Zivilisten“ und sagte zusätzliche humanitäre Mittel zu. Das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigte Königreich</a> drängte auf eine Dringlichkeitssitzung des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">Sicherheitsrats</a>. In Washington forderten Abgeordnete wie Senator Gregory Meeks, ausländische Unterstützung für die RSF zu unterbinden. Der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/">eritreische</a> Präsident Isaias Afewerki warnte, Sudan sei Ziel regionaler und globaler Machtinteressen. Katar erneuerte seinen Appell für eine sofortige Waffenruhe und eine ausgehandelte politische Lösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Delegation der Sumoud-Koalition warb in Addis Abeba bei afrikanischen und westlichen Diplomatinnen und Diplomaten für Unterstützung des Quartett-Fahrplans. Der Politiker Khaled Omar Youssef vom Sudanese Congress Party bezeichnete die Erklärung der RSF als „begrüßenswerte Position“ und rief die Armee auf, dieses Signal zu erwidern. Aus seiner Sicht liege der „Ball nun im Feld der Streitkräfte“ und Sudan riskiere, eine „echte Chance“ auf ein Ende des Blutvergießens zu verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-erklarung-deutschlands-und-europaischer-partner"><span id="gemeinsame-erklaerung-deutschlands-und-europaeischer-partner">Gemeinsame Erklärung Deutschlands und europäischer Partner</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5E8zQhWoAAZqzh-819x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-21916 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5E8zQhWoAAZqzh-819x1024.jpeg 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5E8zQhWoAAZqzh-240x300.jpeg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5E8zQhWoAAZqzh-768x960.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5E8zQhWoAAZqzh-380x475.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5E8zQhWoAAZqzh-800x1000.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5E8zQhWoAAZqzh.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zur G7-Erklärung veröffentlichten das Auswärtige Amt und zahlreiche Partnerstaaten eine gemeinsame Erklärung zur Lage in Sudan. Darin bringen sie ihre tiefe Besorgnis über Berichte systematischer und anhaltender Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten nach der Einnahme Al-Faschirs durch die RSF sowie über die Eskalation des Konflikts in Norddarfur und Kordofan zum Ausdruck. Zielgerichtete Angriffe auf Zivilpersonen, ethnisch motivierte Massentötungen, konfliktbezogene sexuelle Gewalt, Aushungern als Kriegsinstrument und die Behinderung humanitären Zugangs werden als schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht bezeichnet.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterzeichner betonen, dass solche Taten bei gesicherter Beweislage Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen können. Sie verlangen ein sofortiges Ende der Gewalt und heben die Bedeutung der Dokumentation von Rechtsverletzungen hervor. Straflosigkeit müsse beendet und Rechenschaftspflicht gewahrt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung fordert, Organisationen wie das Welternährungsprogramm und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/unicef/">UNICEF</a> müssten die notwendigen Genehmigungen erhalten, um ihre lebensrettende Arbeit fortzusetzen. Alle Konfliktparteien seien verpflichtet, schnellen und ungehinderten Zugang zu Nahrung, medizinischer Versorgung und anderen lebenswichtigen Gütern zu gewährleisten, Zivilpersonen sichere Passagen zu ermöglichen und die Vorgaben der Resolution 2736 des Sicherheitsrats umzusetzen. Zudem rufen die Unterzeichner RSF und SAF auf, einem Waffenstillstand und einer dreimonatigen humanitären Waffenruhe zuzustimmen, wie in der Quad-Erklärung beschrieben, und sich auf einen breiten, inklusiven politischen Prozess unter sudanesischer Führung einzulassen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Weltbank-Jahrestagung: Deutschland setzt auf globale Partnerschaften</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/weltbank-jahrestagung-deutschland-setzt-auf-globale-partnerschaften/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 19:32:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bei der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Washington stellt Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan die Bedeutung multilateraler Finanzinstitutionen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fweltbank-jahrestagung-deutschland-setzt-auf-globale-partnerschaften%2F&amp;action_name=Weltbank-Jahrestagung%3A%20Deutschland%20setzt%20auf%20globale%20Partnerschaften&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/weltbank-jahrestagung-deutschland-setzt-auf-globale-partnerschaften/">Weltbank-Jahrestagung: Deutschland setzt auf globale Partnerschaften</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei der Jahrestagung von Weltbank und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iwf/">Internationalem Währungsfonds (IWF) </a>in Washington stellt Entwicklungsministerin <strong>Reem Alabali Radovan</strong> die Bedeutung multilateraler Finanzinstitutionen als „Rückgrat des internationalen Systems“ heraus. Angesichts geopolitischer Verschiebungen und neuer Allianzen betont die Bundesregierung ihren Anspruch, Partnerschaften „strategisch auszubauen“ – insbesondere mit Staaten des Globalen Südens.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3QsV3XWMAATMkG-min.jpeg" alt="" class="wp-image-20851 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3QsV3XWMAATMkG-min.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3QsV3XWMAATMkG-min-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3QsV3XWMAATMkG-min-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3QsV3XWMAATMkG-min-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3QsV3XWMAATMkG-min-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Weltbank sei in der Lage, aus einem Euro staatlichem Beitrag bis zu fünfzig Euro an Investitionen zu mobilisieren, so Alabali Radovan. Diese Hebelwirkung mache die Bank zu einem zentralen Instrument für Infrastruktur, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/energie/">Energieversorgung</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/gesundheit/">Gesundheit</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/klima/">Klimaschutz</a>. Deutschland positioniert sich als einer der größten europäischen Anteilseigner, gemeinsam mit anderen EU-Staaten mit rund einem Viertel des Kapitals der Weltbankgruppe.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-privatsektor-als-wachstumsmotor-anschluss-an-g20-compact-with-africa"><span id="privatsektor-als-wachstumsmotor-anschluss-an-g20-compact-with-africa">Privatsektor als Wachstumsmotor – Anschluss an G20 Compact with Africa</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jahrestagung steht unter dem Leitmotiv&nbsp;<strong>„Jobs und private Investitionen“</strong>. Das BMZ verweist auf seinen Aktionsplan „Wirtschaft und Entwicklung“, der eine vertiefte Zusammenarbeit mit Unternehmen vorsieht. Deutschland knüpft damit direkt an bestehende Initiativen wie den&nbsp;<strong>G20 Compact with Africa</strong>&nbsp;an. Dieses Format unterstützt afrikanische Reformstaaten, die in Kooperation mit IWF und Weltbank makroökonomische Rahmenbedingungen anpassen, um privates Kapital anzuziehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Ministerin Alabali Radovan bei der Weltbank-Jahrestagung in Washington D.C.:„Weltbank &amp; IWF sind das Rückgrat des multilateralen Systems, das uns in den letzten Jahrzehnten Wohlstand gebracht hat, das Frieden sichert &amp; Demokratien stützt.“ Zur Agenda: <a href="https://t.co/F62ew7WMS1">https://t.co/F62ew7WMS1</a></p>&mdash; Bundesentwicklungsministerium (@BMZ_Bund) <a href="https://twitter.com/BMZ_Bund/status/1978385283356749999?ref_src=twsrc%5Etfw">October 15, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Compact-Länder hat das BMZ Zusagen in Höhe von&nbsp;<strong>10 Millionen Euro</strong>&nbsp;bereitgestellt. Ziel ist die Kombination von Reformpartnerschaften, Risikoabsicherung und Investitionslenkung über Entwicklungsbanken, Exportkreditinstrumente und private Konsortien.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-internationale-steuerarchitektur-und-illegale-finanzstrome"><span id="internationale-steuerarchitektur-und-illegale-finanzstroeme"><strong>Internationale Steuerarchitektur und illegale Finanzströme</strong></span></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit dem Bundesfinanzministerium kündigt Deutschland zusätzlich&nbsp;<strong>17,5 Millionen Euro</strong>&nbsp;für den Kapazitätsaufbau in Finanzverwaltungen von Partnerländern an. Die Mittel sollen helfen,&nbsp;<strong>illegale Finanzflüsse zu begrenzen, Steuerbasis zu verbreitern und Einnahmesysteme zu stabilisieren</strong>. Die Maßnahme steht in direktem Zusammenhang mit der&nbsp;<strong>UN-Finanzierungskonferenz von Sevilla</strong>&nbsp;und ist Teil der Diskussion um fiskalische Souveränität afrikanischer Staaten und faire Besteuerungsstrukturen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-reform-der-weltbank-klimaschutz-und-landwirtschaft"><span id="reform-der-weltbank-klimaschutz-und-landwirtschaft">Reform der Weltbank: Klimaschutz und Landwirtschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der deutschen Delegation fließen inzwischen&nbsp;<strong>über 45 Prozent der Weltbankmittel in klimabezogene Projekte</strong>. Die Reformagenda der Bank zielt darauf ab, klassische Armutsbekämpfung mit globalen Herausforderungen wie Biodiversität, Pandemievorsorge und Friedensförderung zu verzahnen. Die Bundesregierung drängt darauf, diese Linie in enger Abstimmung mit europäischen Anteilseignern zu sichern.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">What does it take to expand opportunity for Africa’s youth? <a href="https://twitter.com/MOGinAfrica?ref_src=twsrc%5Etfw">@MOGinAfrica</a> stresses starting with the most excluded, offering flexible, local training, and calls on global partners to support African-led, inclusive reforms. <a href="https://twitter.com/hashtag/WBGMeetings?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#WBGMeetings</a> <a href="https://t.co/NCCA1Hrxqi">https://t.co/NCCA1Hrxqi</a> <a href="https://t.co/F0yfCL4V72">pic.twitter.com/F0yfCL4V72</a></p>&mdash; World Bank (@WorldBank) <a href="https://twitter.com/WorldBank/status/1978529693558059072?ref_src=twsrc%5Etfw">October 15, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">60 Prozent der ungenutzten Ackerflächen weltweit liegen auf dem Kontinent. Trotzdem verfügen weniger als 10 Prozent der Kleinbauern über Zugang zu Krediten, verlässlichen Märkten oder Grundinfrastruktur. Die Weltbank kündigt an, ihre <strong>agrarwirtschaftlichen Investitionen bis 2030 auf 9 Milliarden US-Dollar jährlich zu verdoppeln</strong> und zusätzlich 5 Milliarden US-Dollar privates Kapital zu mobilisieren.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="h-g7-entwicklungsminister-beraten-neuordnung-globaler-entwicklungspolitik"><span id="g7-entwicklungsminister-beraten-neuordnung-globaler-entwicklungspolitik"><strong>G7-Entwicklungsminister beraten Neuordnung globaler Entwicklungspolitik</strong></span></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande der Tagung beruft die kanadische <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g7/">G7</a>-Präsidentschaft ein Treffen der Entwicklungsministerinnen und -minister ein. Diskutiert werden <strong>neue Formen wirtschaftlicher Zusammenarbeit</strong>, der Ausbau resilienter Lieferketten und <strong>Partnerschaften über klassische Geber-Empfänger-Logiken hinaus</strong>. Mehrere G7-Partner, darunter Deutschland, richten ihre Entwicklungsfinanzierung neu aus – mit stärkerer Anbindung an Private Equity, Investitionsfazilitäten und regionale Wachstumszonen, insbesondere in Afrika.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Trump sagt Teilnahme am G20-Gipfel in Südafrika ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/trump-sagt-teilnahme-am-g20-gipfel-in-suedafrika-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 17:35:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=19703</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>US-Präsident Donald Trump wird nicht am G20-Gipfel teilnehmen, der am 22. und 23. November 2025 in Johannesburg stattfindet.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrump-sagt-teilnahme-am-g20-gipfel-in-suedafrika-ab%2F&amp;action_name=Trump%20sagt%20Teilnahme%20am%20G20-Gipfel%20in%20S%C3%BCdafrika%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">US</a>-Präsident Donald Trump wird nicht am <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g20/">G20</a>-Gipfel teilnehmen, der am 22. und 23. November 2025 in Johannesburg stattfindet. Stattdessen wird Vizepräsident JD Vance die Vereinigten Staaten bei dem Treffen vertreten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-entscheidung-und-begrundung"><span id="entscheidung-und-begruendung">Entscheidung und Begründung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trump erklärte gegenüber Journalisten: „Ich werde nicht gehen, JD wird gehen. Ein großartiger Vizepräsident, und er freut sich darauf.“ Mit dieser Entscheidung bestätigt das Weiße Haus, dass die Vertretung auf höchster Ebene Washingtons eingeschränkt bleibt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">After hyping the 2026 G20 at his resort, Trump says he’s not going to the one this year in South Africa but will be sending JD Vance instead <a href="https://t.co/QF9YEPQIZs">pic.twitter.com/QF9YEPQIZs</a></p>&mdash; Aaron Rupar (@atrupar) <a href="https://twitter.com/atrupar/status/1964075153186230771?ref_src=twsrc%5Etfw">September 5, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Absage erfolgt vor dem Hintergrund gespannter diplomatischer Beziehungen zwischen Washington und Pretoria. Bereits im Februar hatte US-Finanzminister Scott Bessent die Teilnahme an der Finanzministertagung des G20 in Kapstadt verweigert. Er kritisierte die südafrikanische G20-Präsidentschaft und erklärte, das Forum sei zu groß geworden. Wörtlich sprach er davon, Pretoria habe den Gipfel zu einem „G100“ gemacht. Für die USA sei es wichtig, das Format „zurück zu den Grundlagen“ zu führen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-us-plane-fur-kunftige-g20-gipfel"><span id="us-plaene-fuer-kuenftige-g20-gipfel">US-Pläne für künftige G20-Gipfel</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Absage bestätigte Trump, dass das nächste G20-Treffen 2026 in den USA stattfinden wird – und zwar in seinem Doral-Golfresort in Miami, Florida. Der Ort war bereits 2020 für einen geplanten G7-Gipfel vorgesehen, der jedoch aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorbereitungen für das Treffen liegen in den Händen von Finanzminister Bessent, der angekündigt hat, die künftigen US-Gipfel stärker zu fokussieren. Trump lud bereits erste Staats- und Regierungschefs für 2026 ein. Der polnische Präsident Karol Nawrocki bestätigte, eine Einladung erhalten zu haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-belastete-beziehungen-zwischen-sudafrika-und-den-usa"><span id="belastete-beziehungen-zwischen-suedafrika-und-den-usa">Belastete Beziehungen zwischen Südafrika und den USA</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774949-2.avif" alt="" class="wp-image-19706 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774949-2.avif 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774949-2-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774949-2-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774949-2-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/President_Donald_Trump_meets_with_President_of_South_Africa_Cyril_Ramaphosa_54537774949-2-800x533.avif 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Ankündigung verdeutlicht die schwierigen Beziehungen zwischen Südafrika und den Vereinigten Staaten. Washingtons Engagement im Rahmen der südafrikanischen G20-Präsidentschaft blieb bisher begrenzt. Trump selbst hat einen zunehmend konfrontativen Ton gegenüber Pretoria eingeschlagen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter verweisen darauf, dass die Haltung der USA die Dynamik des Gipfels beeinflussen könnte, da die G20 traditionell als Forum für globale wirtschafts- und handelspolitische Koordination gilt.</p>
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			<media:description type="html">President Donald Trump meets with President of South Africa Cyril Ramaphosa, Wednesday, May 21, 2025, in the Oval Office. (Official White House Photo by Daniel Torok)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Munich Security Report 2025: Südafrika verliert an Einfluss in der Welt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2025-suedafrika-verliert-an-einfluss-in-der-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2025 18:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BRICS]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Munich Security Report 2025 analysiert die wachsenden Herausforderungen der internationalen Multipolarität. Während viele Entscheidungsträger und Beobachter eine&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmunich-security-report-2025-suedafrika-verliert-an-einfluss-in-der-welt%2F&amp;action_name=Munich%20Security%20Report%202025%3A%20S%C3%BCdafrika%20verliert%20an%20Einfluss%20in%20der%20Welt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/munich-security-report-2025-suedafrika-verliert-an-einfluss-in-der-welt/">Munich Security Report 2025: Südafrika verliert an Einfluss in der Welt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Munich Security <a href="https://securityconference.org/publikationen/munich-security-report-2025/">Report 2025</a> analysiert die wachsenden Herausforderungen der internationalen Multipolarität. Während viele Entscheidungsträger und Beobachter eine multipolare Welt als vielversprechend ansehen, zeigen aktuelle Trends zunehmend negative Auswirkungen. Die wachsenden Spannungen zwischen Großmächten sowie die Konkurrenz unterschiedlicher Ordnungsmodelle erschweren eine koordinierte Bewältigung globaler Krisen. Der Bericht plädiert daher für eine „Depolarisierung“ und fordert substanzielle Reformen der internationalen Ordnung.</p>



<h3 id="multipolarisierung-chancen-und-risiken" class="wp-block-heading">Multipolarisierung: Chancen und Risiken</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die weltpolitische Landschaft weist Elemente von Unipolarität, Bipolarität, Multipolarität und Nonpolarität auf. Die wachsende Zahl von Akteuren mit globalem Einfluss deutet jedoch auf einen klaren Trend zur Multipolarisierung hin. Dies betrifft nicht nur die Verteilung materieller Macht, sondern auch eine zunehmende ideologische Polarisierung. Der politische und wirtschaftliche Liberalismus, der die Nachkriegsordnung dominierte, wird zunehmend in Frage gestellt – sowohl durch den Aufstieg nationalistischer Strömungen in liberalen Demokratien als auch durch die wachsende ideologische Kluft zwischen Demokratien und Autokratien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklungen werden weltweit unterschiedlich bewertet. Eine optimistische Perspektive sieht in der Multipolarisierung die Möglichkeit einer inklusiveren globalen Governance und einer größeren Machtbalance. Eine pessimistische Sichtweise betont hingegen die steigenden Risiken von Unordnung, Konflikten und einer geschwächten internationalen Zusammenarbeit. Laut dem Munich Security Index 2025 sind die Bevölkerungen der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g7/">G7-Staaten</a> insgesamt skeptischer gegenüber einer multipolaren Welt als Befragte in den BICS-Staaten (<a href="https://fokus-afrika.de/tag/brics/">BRICS</a> ohne Russland). Die nationale Perspektive auf Multipolarität wird dabei stark von den jeweiligen Interessen an der bestehenden internationalen Ordnung und deren möglicher Zukunft beeinflusst.</p>



<h3 id="suedafrika-sinkender-einfluss-trotz-wirtschaftlicher-staerke" class="wp-block-heading">Südafrika: Sinkender Einfluss trotz wirtschaftlicher Stärke</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kapitel 9 des Berichts widmet sich <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a>, das aufgrund eines wachsenden Anti-Westernismus und einer nachlassenden multilateralen Ausrichtung an internationalem Einfluss verliert. Trotz seiner Stellung als führende Wirtschaftsmacht Afrikas sieht sich das Land wirtschaftlichen Herausforderungen und einem abnehmenden relativen Gewicht auf dem Kontinent gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2024 wird Südafrika voraussichtlich das größte nominale BIP unter den afrikanischen Staaten aufweisen und damit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a> überholen. Im Jahr 2023 entfielen rund 13 Prozent des afrikanischen BIP und 10 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) auf Südafrika. Innerhalb des südlichen Afrikas ist Pretoria mit einem Anteil von rund 60 Prozent am regionalen BIP und an den FDI-Zuflüssen weiterhin dominant. Dennoch nimmt Südafrikas wirtschaftliche Bedeutung im Vergleich zu globalen Wirtschaftsmächten und seinen BRICS-Partnern stetig ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land verfügt über erhebliche wirtschaftliche Stärken, insbesondere im Rohstoffsektor. Südafrika ist weltweit führend in der Produktion kritischer Mineralien wie Platin (70 Prozent der globalen Produktion) sowie Mangan und Chrom (jeweils rund 40 Prozent). Dennoch leidet die Wirtschaft unter strukturellen Problemen wie Energieengpässen, maroder Infrastruktur und weit verbreiteter Korruption. Seit der globalen Finanzkrise von 2008 stagniert das Wirtschaftswachstum. Die Arbeitslosenquote liegt bei etwa 30 Prozent, mehr als ein Fünftel der Bevölkerung lebt in extremer Armut, und die soziale Ungleichheit gehört zu den weltweit höchsten.</p>



<h3 id="einschraenkungen-in-diplomatie-und-verteidigung" class="wp-block-heading">Einschränkungen in Diplomatie und Verteidigung</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="735" height="571" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/csm__250129_MSR_2025_Figure_9.3_24e1f78898.png" alt="" class="wp-image-14046 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/csm__250129_MSR_2025_Figure_9.3_24e1f78898.png 735w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/csm__250129_MSR_2025_Figure_9.3_24e1f78898-300x233.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/csm__250129_MSR_2025_Figure_9.3_24e1f78898-380x295.png 380w" sizes="(max-width: 735px) 100vw, 735px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Schwäche beeinträchtigt auch Südafrikas diplomatische und militärische Kapazitäten. Die Regierung kürzte jüngst die ohnehin begrenzten Mittel für Außenpolitik und Verteidigung weiter. 2023 betrugen die Verteidigungsausgaben lediglich 0,7 Prozent des BIP. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar hat Südafrika das größte Verteidigungsbudget in Subsahara-Afrika, doch sein Anteil an den regionalen Militaurausgaben sank von 27 Prozent im Jahr 2011 auf 14,5 Prozent im Jahr 2023. Zwei Jahrzehnte der Unterfinanzierung haben spürbare Folgen hinterlassen: Trotz politischer Ambitionen, eine Schlüsselrolle in der regionalen Friedenssicherung zu spielen, sind Südafrikas Truppen in aktuellen Einsätzen in der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/">Mosambik</a> stark gefordert.</p>



<h3 id="demografische-herausforderungen" class="wp-block-heading">Demografische Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas demografische Entwicklung trägt ebenfalls zu seinem relativen Einflussverlust bei. Mit 64 Millionen Einwohnern ist das Land die sechstgrößte Nation Afrikas, jedoch deutlich kleiner als Ägypten und Äthiopien und weniger als ein Drittel so groß wie Nigeria. Bis 2040 wird Nigerias Bevölkerung voraussichtlich mehr als viermal so groß sein wie die Südafrikas, was langfristig die geopolitische Gewichtung innerhalb Afrikas weiter verändern könnte.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>M23-Rebellen rücken weiter auf Bukavu vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/m23-rebellen-ruecken-weiter-auf-bukavu-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 20:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EAC]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[SADC]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach der Einnahme von Goma durch die M23-Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) wächst die Besorgnis&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fm23-rebellen-ruecken-weiter-auf-bukavu-vor%2F&amp;action_name=M23-Rebellen%20r%C3%BCcken%20weiter%20auf%20Bukavu%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/m23-rebellen-ruecken-weiter-auf-bukavu-vor/">M23-Rebellen rücken weiter auf Bukavu vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nach der Einnahme von Goma durch die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/m23/">M23</a>-Rebellen im Osten der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo </a>(DRK) wächst die Besorgnis über einen möglichen Vormarsch auf Bukavu. Laut Jean-Pierre Lacroix, Chef der UN-Friedensoperationen, befinden sich die Rebellen bereits 60 Kilometer nördlich der Stadt. Sollte es ihnen gelingen, das strategisch wichtige Kavumu-Flughafengelände unter ihre Kontrolle zu bringen, könnte dies eine weitere Eskalation im Konflikt bedeuten. Die MONUSCO warnte, dass ein solcher Schritt die gesamte Sicherheitslage in der Region erheblich verschlechtern würde.</p>



<h3 id="offensive-auf-bukavu-verschaerft-spannungen" class="wp-block-heading">Offensive auf Bukavu verschärft Spannungen</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gi3gS1PWgAAqoj_.jpeg" alt="" class="wp-image-13809 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gi3gS1PWgAAqoj_.jpeg 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gi3gS1PWgAAqoj_-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gi3gS1PWgAAqoj_-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gi3gS1PWgAAqoj_-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Gi3gS1PWgAAqoj_-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lacroix warnte vor einer möglichen regionalen Eskalation. Bereits jetzt sei ein diplomatischer Schlagabtausch zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruanda</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a> entbrannt. Ruandas Präsident Paul Kagame warf seinem südafrikanischen Amtskollegen Cyril Ramaphosa vor, die Realität zu verzerren und beschuldigte ihn, eine einseitige Sichtweise auf den Konflikt zu verbreiten. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika unterstützt die Mission der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SAMIDRC) in der DRK, die neben der MONUSCO gegen die M23 kämpft. Die zunehmenden Spannungen zwischen Ruanda und Südafrika zeigen die tieferen geopolitischen Verflechtungen des Konflikts und unterstreichen das Risiko einer regionalen Destabilisierung.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">I held two conversations this week with President Ramaphosa on the situation in Eastern DRC, including earlier today. What has been said about these conversations in the media by South African officials and President Ramaphosa himself contains a lot of distortion, deliberate… <a href="https://t.co/i78aqtVjpr">https://t.co/i78aqtVjpr</a></p>
<p>&mdash; Paul Kagame (@PaulKagame) <a href="https://twitter.com/PaulKagame/status/1884711263327887849?ref_src=twsrc%5Etfw">January 29, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="g7-verurteilt-ruandas-unterstuetzung-fuer-m23" class="wp-block-heading">G7 verurteilt Ruandas Unterstützung für M23</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7-Außenminister gaben eine gemeinsame <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/g7-demokratische-republik-kongo-2698842">Erklärung</a> ab, in der sie Ruanda für die Unterstützung der M23 verantwortlich machten und einen sofortigen Rückzug der Rebellen aus den besetzten Gebieten forderten. Die Erklärung bezeichnete die M23-Offensive als eine direkte Verletzung der Souveränität der DRK und warnte vor den gravierenden humanitären Folgen des anhaltenden Konflikts. Die G7 appellierten an alle Akteure, humanitären Zugang zu den betroffenen Gebieten zu gewähren und sicherzustellen, dass die Zivilbevölkerung geschützt wird.</p>



<h3 id="ruandas-reaktion-auf-sadc-vorwuerfe" class="wp-block-heading">Ruandas Reaktion auf SADC-Vorwürfe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ruanda wies die Anschuldigungen der SADC zurück, wonach die ruandischen Streitkräfte (RDF) die M23 unterstützen würden. In einem offiziellen <a href="http://www.rnanews.com/le-rwanda-rejette-les-accusations-du-sommet-de-la-sadc-contre-les-rdf/">Statement</a> erklärte Kigali, dass die RDF ausschließlich die ruandischen Grenzen verteidigten und keine Offensive in der DRK führten. Gleichzeitig kritisierte die ruandische Regierung die Präsenz der SAMIDRC-Truppen, die ihrer Ansicht nach den Konflikt weiter anheizten, anstatt zur Stabilisierung beizutragen. Zudem behauptete Ruanda, dass die kongolesische Regierung mit der Unterstützung von europäischen Söldnern und burundischen Truppen gezielt Provokationen gegen Ruanda vornehme. Bei der Eroberung von Goma wurden rumänische Söldner festgenommen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">M23 is advancing towards Bukavu <a href="https://t.co/860NUfi8xT">pic.twitter.com/860NUfi8xT</a></p>
<p>&mdash; African (@ali_naka) <a href="https://twitter.com/ali_naka/status/1886440650360705080?ref_src=twsrc%5Etfw">February 3, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="gipfel-zur-beilegung-des-konflikts-geplant" class="wp-block-heading">Gipfel zur Beilegung des Konflikts geplant</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der zunehmenden Spannungen haben sich die Staatschefs der SADC und der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) darauf geeinigt, einen gemeinsamen Gipfel zur Lage in der DRK abzuhalten. Der Gipfel wird in Tansania stattfinden und soll eine diplomatische Lösung zur Deeskalation des Konflikts ermöglichen. Geplant sind auch Gespräche zwischen den Präsidenten der DRK und Ruandas, um die direkten Spannungen zwischen beiden Ländern zu entschärfen. Experten betonen, dass ein nachhaltiger Frieden nur durch eine politische Einigung und nicht durch militärische Mittel erreicht werden kann.</p>



<h3 id="monusco-unter-druck" class="wp-block-heading">MONUSCO unter Druck</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-13808 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1440px-Source_deau_de_FUNU_a_Bukavu_au_Sud-Kivu_en_RDC.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während die internationalen Bemühungen zur Deeskalation laufen, bleibt die Lage vor Ort angespannt. In Goma sind zahlreiche Zivilisten auf der Flucht, während die MONUSCO unter wachsendem Druck steht, ihre Schutzmaßnahmen zu verstärken. Die Lage in Bukavu wird sich schnell ändern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die UN-Friedensmission erklärte, dass ihre Kapazitäten durch die hohe Anzahl an Schutzsuchenden in ihren Basen bereits an ihre Grenzen stoßen. Besonders problematisch sei die Versorgung mit Wasser und sanitären Einrichtungen, da viele Menschen in improvisierten Lagern untergebracht seien.</p>
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		<item>
		<title>Afrikapolitische Leitlinien: &#8220;Mehr Mut und Klarheit erforderlich!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neue-afrikapolitische-leitlinien-mehr-mut-und-klarheit-erforderlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2025 19:47:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
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		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am 8. Januar 2025 veröffentlichte die Bundesregierung ihre aktualisierten &#8220;Afrikapolitische Leitlinien&#8221;. Dieses Dokument definiert vier zentrale Handlungsfelder: globale&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneue-afrikapolitische-leitlinien-mehr-mut-und-klarheit-erforderlich%2F&amp;action_name=Afrikapolitische%20Leitlinien%3A%20%26%238220%3BMehr%20Mut%20und%20Klarheit%20erforderlich%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neue-afrikapolitische-leitlinien-mehr-mut-und-klarheit-erforderlich/">Afrikapolitische Leitlinien: &#8220;Mehr Mut und Klarheit erforderlich!&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Am 8. Januar 2025 <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-veroeffentlicht-die-afrikapolitischen-leitlinien/">veröffentlichte die Bundesregierung</a> ihre aktualisierten &#8220;Afrikapolitische Leitlinien&#8221;. Dieses <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/resource/blob/2693124/1185ada25130810d4725d5ec75f76ac7/afrikapolitische-leitlinien-data.pdf">Dokument</a> definiert vier zentrale Handlungsfelder: globale Herausforderungen, wirtschaftliches Wachstum, Stärkung der Demokratie sowie die Förderung von Frieden und Stabilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die Leitlinien als strategischer Rahmen konzipiert sind, bleiben konkrete Zielvorgaben und messbare Mechanismen zur Erfolgskontrolle aus. Das <strong>Auswärtige Amt</strong> hebt die Flexibilität des Dokuments hervor, während Kritiker wie <strong>Dr. Christoph Hoffmann</strong> die fehlende Kohärenz und die Abwesenheit konkreter Pläne bemängeln.</p>



<h3 id="kritik-von-dr-christoph-hoffmann-sehe-keinen-fortschritt" class="wp-block-heading">Kritik von Dr. Christoph Hoffmann: „Sehe keinen Fortschritt.“</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.dr-christoph-hoffmann.de">Dr. Christoph Hoffmann</a>, Bundestagsabgeordneter (FDP) und kommissarischer Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zeigte sich gegenüber <strong>FOKUS AFRIKA</strong> skeptisch. Auf die Frage nach einer allgemeinen Bewertung der Afrikapolitischen Leitlinien stellte er klar: „Ich sehe keinen wesentlichen Fortschritt. Die Kohärenz zwischen den verschiedenen Ministerien wird so nicht hergestellt. Vor allem fehlt es an konkreten Zielvorgaben und messbaren Umsetzungsplänen, etwa beim Umgang mit Russland oder China.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade im Hinblick auf wirtschaftliche Partnerschaften forderte Hoffmann mehr Mut und Absicherung für Investitionen in afrikanischen Staaten. Afrika biete enorme wirtschaftliche Potenziale, die Deutschland nutzen könne: „Wir müssen aufhören, die afrikanischen Staaten belehren zu wollen. Stattdessen sollten wir unseren Partnern auf Augenhöhe begegnen und die wirtschaftlichen Chancen nutzen, die für beide Seiten Gewinner bringen – etwa bei der Gewinnung von Rohstoffen oder der Produktion von CO₂-freier Energie.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="192" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/640px-HeidelbergCement_2022_logo.svg.png" alt="" class="wp-image-13498 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/640px-HeidelbergCement_2022_logo.svg.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/640px-HeidelbergCement_2022_logo.svg-300x90.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/640px-HeidelbergCement_2022_logo.svg-380x114.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"> Er verwies auf das Engagement einiger deutscher Betriebe wie Heidelberg Materials oder der Knauf Gruppe in Afrika. Sein Wunsch nach mehr Nachahmer müsse die Bundesregierung stärker flankieren.</p>
</div></div>



<h3 id="perspektiven-des-auswaertigen-amts-afrikapolitische-leitlinien-als-flexibler-rahmen" class="wp-block-heading">Perspektiven des Auswärtigen Amts: Afrikapolitische Leitlinien als flexibler Rahmen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt verteidigte die Afrikapolitischen Leitlinien gegenüber <strong>FOKUS AFRIKA</strong> als wichtigen Orientierungspunkt für die Zusammenarbeit mit dem Kontinent. Laut Aussagen des Ministeriums dienten die Leitlinien als Richtschnur für eine kohärente Afrikapolitik, die der Vielfalt des Kontinents mit seinen 54 Staaten gerecht werden solle.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="de" dir="ltr">„Gemeinsam Partnerschaften gestalten in einer Welt im Wandel“. Neue Afrikapolitische Leitlinien der Bundesregierung <a href="https://t.co/LdmHkdysvp">https://t.co/LdmHkdysvp</a></p>
<p>&mdash; Christoph Retzlaff (@GERonAfrica) <a href="https://twitter.com/GERonAfrica/status/1877018677641465935?ref_src=twsrc%5Etfw">January 8, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leitlinien seien in einem breit angelegten Konsultationsprozess entstanden, bei dem Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Botschaften, der Zivilgesellschaft sowie Wissenschaft und Wirtschaft einbezogen worden seien. Diese Beiträge hätten dazu beigetragen, die Perspektiven afrikanischer Partner in die Leitlinien einfließen zu lassen. Das Ministerium erklärte zudem, dass die Leitlinien bewusst als Rahmen für flexible Partnerschaften gestaltet worden seien, um Raum für anpassungsfähige Strategien zu lassen.</p>



<h4 id="afrikapolitische-leitlinien-kommt-ohne-nennung-von-afrikanischen-staaten-aus" class="wp-block-heading">Afrikapolitische Leitlinien kommt ohne Nennung von afrikanischen Staaten aus</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In den Leitlinien werden, außer Namibia, keine afrikanischen Staaten erwähnt. Trotzdem sprach sich Hoffmann dafür aus, die Zusammenarbeit mit spezifischen Ländern zu intensivieren. Als Mitglied der <a href="https://fokus-afrika.de/parlamentariergruppe-westafrika-informiert-sich-in-benin/">Parlamentariergruppen Westafrika</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/">Zentralafrika</a> nannte er dabei <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/">Benin</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/">Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/">Namibia</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/">Elfenbeinküste</a> als Staaten, die durch Rechtsstaatlichkeit und Stabilität besonders attraktive Partner seien.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sei die <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratische Republik Kongo</a> aufgrund ihrer Rohstoffvorkommen unverzichtbar: „An der Demokratischen Republik Kongo kommen wir aufgrund der reichen Rohstoffvorkommen nicht vorbei. Es ist bisher nicht gelungen, die immensen Potenziale von Wasserkraft für erneuerbare Energien in Europa zu nutzen. Hier fehlt der Mut zum Einstieg.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/640px-Flag_of_the_African_Union.svg.png" alt="" class="wp-image-13495 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/640px-Flag_of_the_African_Union.svg.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/640px-Flag_of_the_African_Union.svg-300x200.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/640px-Flag_of_the_African_Union.svg-380x254.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt setzt vermehrt auf die Zusammenarbeit mit übergeordneten Akteuren wie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanische Union (AU)</a> und den regionalen Wirtschaftsgemeinschaften.&nbsp;So will sich das Außenministerium an Mechanismen wie der Afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA) bedienen.</p>
</div></div>



<h3 id="geopolitik-deutschland-im-wettbewerb-mit-china-russland-und-frankreich" class="wp-block-heading">Geopolitik: Deutschland im Wettbewerb mit China, Russland und Frankreich</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Leitlinien ist die geopolitische Konkurrenz durch Akteure wie <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a>. Laut Angaben des Auswärtigen Amts wolle Deutschland durch transparente und nachhaltige Partnerschaften Alternativen zu den oft kritisierten Praktiken anderer Staaten bieten. Dabei setze die Bundesregierung auf enge Abstimmungen mit Partnern wie der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/g7/">G7</a>, um attraktive Angebote zu entwickeln, die für beide Seiten vorteilhaft seien. Fraglich bleibt, wie Deutschland in dieser Rolle den schwindenden Einfluss <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreichs</a> kompensieren will.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="662" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-1024x662.jpg" alt="" class="wp-image-13503 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-1024x662.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-300x194.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-768x497.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-1536x994.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-2048x1325.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-380x246.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-800x518.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-1160x750.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Portrait-Dr.-Christoph-Hoffmann_0-min-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hoffmann betonte, dass Deutschlands Ruf eine gute Grundlage biete, um wirtschaftliche Beziehungen auszubauen: „Deutschland hat einen guten Ruf dank jahrelanger Entwicklungszusammenarbeit. Das ist eine ideale Voraussetzung für den Einstieg in Branchen, in denen wir bis jetzt wenig aktiv waren.“</p>
</div></div>



<h4 id="kolonialismus-und-einbindung-der-afrikanischen-diaspora" class="wp-block-heading">Kolonialismus und Einbindung der afrikanischen Diaspora</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leitlinien betonen die Bedeutung der Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit. Das Auswärtige Amt stellte klar, dass <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/">Namibia</a> hierbei eine zentrale Rolle einnehme, insbesondere im Kontext des Völkermords an den Herero und Nama. Dieser Prozess sei nicht nur von historischer Bedeutung, sondern auch entscheidend für den Aufbau glaubwürdiger und vertrauensvoller Partnerschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit widmet das Ministerium der Rolle der afrikanischen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/diaspora/">Diaspora</a> in Deutschland. Auch in der Ausarbeitung der Leitlinien wurden die NGOs der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/diaspora/">Diaspora</a> in Deutschland konsultiert. Die Bundesregierung wolle den Austausch mit dieser Gruppe weiter intensivieren und so von Ihrer Perspektive profitieren.</p>



<h4 id="anspruch-und-umsetzung" class="wp-block-heading">Anspruch und Umsetzung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Afrikapolitischen Leitlinien spiegeln Deutschlands Ziel wider, Partnerschaften auf Augenhöhe zu fördern und historische Verantwortung zu übernehmen. Doch ohne konkrete Zielvorgaben und Mechanismen zur Erfolgskontrolle bleibt die praktische Umsetzung eine Herausforderung.&nbsp;Es darf weiter beobachtet werden, wie die deutsche Diplomatie diesen Rahmen nutzt, um kluge Strategien zu entwickeln, welche die deutsch-afrikanische Zusammenarbeit sichtbar stärken werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>G7-Außenminister: Partnerschaften mit Afrika im Zentrum</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/g7-aussenminister-partnerschaften-mit-afrika-im-zentrum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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<p>Globale Zusammenarbeit in Krisenzeiten<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fg7-aussenminister-partnerschaften-mit-afrika-im-zentrum%2F&amp;action_name=G7-Au%C3%9Fenminister%3A%20Partnerschaften%20mit%20Afrika%20im%20Zentrum&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Außenministerinnen und -minister der G7-Staaten – bestehend aus Deutschland, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/italien/">Italien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/japan/">Japan</a>, Kanada, dem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigten Königreich</a>, den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a> sowie der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">Europäischen Union</a> – erneuerten in ihrer jüngsten Erklärung ihr Bekenntnis zu Frieden, Stabilität und nachhaltiger Entwicklung. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Armutsbekämpfung und technologischer Transformation rufen sie zu gemeinschaftlichem Handeln und multilateraler Zusammenarbeit auf. <em>In der <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2688048-2688048">Erklärung</a> heißt es</em>, dass die Reform des VN-Sicherheitsrats und die Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen zentrale Bestandteile ihrer strategischen Ziele bleiben.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">Minister Antonio Tajani welcomed the Heads of Delegation of the <a href="https://twitter.com/hashtag/G7?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#G7</a> Meeting on Foreign Affairs in the stunning Palazzo Comunale of Anagni. <a href="https://twitter.com/hashtag/G7Italy?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#G7Italy</a> <a href="https://t.co/giDSXYIwwM">pic.twitter.com/giDSXYIwwM</a></p>
<p>&mdash; G7 Italy (@G7) <a href="https://twitter.com/G7/status/1861032886507323888?ref_src=twsrc%5Etfw">November 25, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h2 id="afrika-als-schluesselpartner-der-g7" class="wp-block-heading">Afrika als Schlüsselpartner der G7</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 bekräftigte ihre Entschlossenheit, afrikanische Länder bei der Förderung von Frieden, Wachstum und Beschäftigung zu unterstützen. Diese Partnerschaften sollen im Einklang mit der Agenda 2063 der Afrikanischen Union gestaltet werden, die eine nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Integration des Kontinents anstrebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein herausragendes Projekt ist der&nbsp;<em>KI-Knotenpunkt für nachhaltige Entwicklung</em>, der in Kooperation mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) entwickelt wurde. Dieses Zentrum soll digitale Innovationen in Schlüsselsektoren wie Landwirtschaft, Energie, Gesundheit, Infrastruktur und Bildung fördern. Im Geiste des von Italien initiierten Mattei-Plans steht der Knotenpunkt für das Prinzip „Gemeinsames Wachsen“ („Growing Together“) und strebt an, afrikanische Länder in die digitale Transformation einzubeziehen, um eine inklusivere Zukunft zu gestalten.</p>



<h3 id="infrastruktur-und-investitionen-fokus-auf-die-pgii-initiative" class="wp-block-heading">Infrastruktur und Investitionen: Fokus auf die PGII-Initiative</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Partnerschaft für globale Infrastruktur und Investitionen (PGII)</em> bleibt ein zentraler Bestandteil der G7-Strategie in Afrika. Ziel ist es, eine nachhaltige und widerstandsfähige Infrastruktur zu schaffen, die hohen Standards sowie Transparenz bei Projektauswahl, Finanzierung und Beschaffung entspricht. Obwohl PGII eine globale Reichweite hat, soll der Schwerpunkt auf afrikanischen Regionen liegen, in denen Investitionen die größte Wirkung erzielen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel hierfür ist der Lobito-Korridor im südlichen und zentralen Afrika, ein Wirtschaftskorridor, der lokale und regionale Infrastruktur verbessert und zur Steigerung des Handels sowie der Ernährungssicherheit beiträgt. Zusätzlich unterstützt die EU im Rahmen ihrer&nbsp;<em>Global Gateway</em>-Initiative Projekte, die auf eine verbesserte Konnektivität und nachhaltige Entwicklung abzielen.</p>



<h3 id="foerderung-nachhaltiger-energie-und-ernaehrungssicherheit" class="wp-block-heading">Förderung nachhaltiger Energie und Ernährungssicherheit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Highlight der Erklärung ist die Initiative „Energie für Wachstum in Afrika“. Sie zielt darauf ab, Hindernisse für Investitionen in saubere Energie zu überwinden und den Kontinent beim Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu unterstützen. <em>Nach Angaben der Erklärung</em> soll diese Initiative eine Vielzahl von Akteuren einbeziehen, darunter öffentliche Entwicklungsbanken, multilaterale Entwicklungsinstitutionen und den Privatsektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Ernährungssicherheit lancierte die G7 die&nbsp;<em>Ernährungssicherheitsinitiative von Apulien (AFSI)</em>. Sie kombiniert Programme zur Verbesserung der Ernährungssysteme, zur Bekämpfung von Mangelernährung und zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft. Speziell Kinder sollen vor Wachstumsstörungen und Mangelernährung geschützt werden. In Wertschöpfungsketten wie der Kaffeeproduktion wird Nachhaltigkeit und Resilienz angestrebt, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung voranzubringen.</p>



<h3 id="regionale-konflikte-und-humanitaere-herausforderungen" class="wp-block-heading">Regionale Konflikte und humanitäre Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 zeigte sich tief besorgt über anhaltende Konflikte in der Region der Großen Seen, im Sudan und in anderen Krisenherden Afrikas. Dabei forderten sie ein Ende der Gewalt sowie humanitären Zugang zu den betroffenen Bevölkerungsgruppen. Besonders die Lage in der Demokratischen Republik Kongo und die Rolle bewaffneter Gruppen wie der M23-Miliz stehen im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stabilisierung Somalias wurde ebenfalls hervorgehoben. Die G7 unterstützt die neue Unterstützungsmission der Afrikanischen Union in Somalia (AUSSOM) und ruft zur verstärkten Finanzierung der Mission auf, um die Sicherheit am Horn von Afrika und im Roten Meer zu gewährleisten.</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/5PkHQLvwjWw?si=2yxwiiKI_CSm4Ki5" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan verurteilen die G7-Mitglieder die anhaltenden Kämpfe, die massives Leid und Vertreibungen verursachen. Sie forderten alle Konfliktparteien auf, die Gewalt zu beenden, den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und humanitären Zugang zu ermöglichen.</p>



<h3 id="gesundheitsversorgung-und-impfstoffproduktion-in-afrika" class="wp-block-heading">Gesundheitsversorgung und Impfstoffproduktion in Afrika</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die G7 würdigte das GAVI-Projekt AVMA, das die regionale Impfstoffproduktion in Afrika beschleunigen soll. Dieses Vorhaben soll die Gesundheitssysteme stärken und Afrika unabhängiger von internationalen Lieferketten machen. Durch Partnerschaften mit der Afrikanischen Union und Africa CDC wird angestrebt, regionale Kapazitäten zu entwickeln, die sowohl kurzfristige als auch langfristige Bedürfnisse abdecken können.</p>



<h3 id="migration-und-entwicklungszusammenarbeit" class="wp-block-heading">Migration und Entwicklungszusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung hob die Bedeutung nachhaltiger Lösungen für Migration hervor. Im Einklang mit der Agenda der Staats- und Regierungschefs von Apulien wollen die G7-Mitglieder die Ursachen irregulärer Migration – Armut, Instabilität und Klimawandel – bekämpfen. Partnerschaften mit Herkunfts-, Transit- und Zielländern sollen zur Stabilisierung beitragen und gleichzeitig Chancen für eine reguläre und sichere Migration schaffen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/G7Italy?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#G7Italy</a> | The first day of the meeting of the Foreign Ministers of the <a href="https://twitter.com/G7?ref_src=twsrc%5Etfw">@G7</a> countries chaired by Minister <a href="https://twitter.com/Antonio_Tajani?ref_src=twsrc%5Etfw">@Antonio_Tajani</a> in <a href="https://twitter.com/hashtag/Fiuggi?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Fiuggi</a> and <a href="https://twitter.com/hashtag/Anagni?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Anagni</a> has come to an end.<br />Let&#39;s see it together 👇 <a href="https://t.co/Nlu73KU6XT">pic.twitter.com/Nlu73KU6XT</a></p>
<p>&mdash; Italy MFA (@ItalyMFA_int) <a href="https://twitter.com/ItalyMFA_int/status/1861163015368020274?ref_src=twsrc%5Etfw">November 25, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
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			<media:title type="html">G7-Außenminister: Partnerschaften mit Afrika im Zentrum</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Die G7 verstärken Partnerschaften mit Afrika: Initiativen stehen im Mittelpunkt ihrer Strategie.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>G7-Entwicklungsministertreffen in Italien: Ein Gegenpol zum BRICS-Summit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/g7-entwicklungsministertreffen-in-italien-ein-gegenpol-zum-brics-summit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2024 12:20:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[BRICS]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am 23. Oktober 2024 fand in Pescara, Italien, das Treffen der G7-Entwicklungsminister*innen statt. Entwicklungsministerin Svenja Schulze betonte die zentrale Bedeutung der Entwicklungspolitik innerhalb der G7 und wies auf die Rolle der Gruppe im internationalen Wettbewerb um faire Partnerschaften hin.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fg7-entwicklungsministertreffen-in-italien-ein-gegenpol-zum-brics-summit%2F&amp;action_name=G7-Entwicklungsministertreffen%20in%20Italien%3A%20Ein%20Gegenpol%20zum%20BRICS-Summit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/g7-entwicklungsministertreffen-in-italien-ein-gegenpol-zum-brics-summit/">G7-Entwicklungsministertreffen in Italien: Ein Gegenpol zum BRICS-Summit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Schulze hob beim G7-Treffen hervor, dass die Einladung von BRICS-Staaten und weiteren Gastländern das wachsende Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit belege.</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/DTXInef1PhM?si=SxJGia9zeM-eYxEH" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.g7italy.it/en/">Treffen</a> stand im Zeichen der zunehmenden Bedeutung einer multipolaren Weltordnung, in der die G7 eine bedeutende Rolle spielt. Die Präsenz zahlreicher Staaten, darunter Brasilien, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/">Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/">Uganda</a> und Norwegen, sowie internationaler Organisationen unterstreicht die globalen Bestrebungen, Partnerschaften auf Augenhöhe zu fördern. Auch <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/">Äthiopien</a> und die Vereinigten Arabischen Emirate als neue BRICS-Mitglieder nahmen an dem Austausch teil.</p>



<h3 id="schwerpunkte-der-g7-verhandlungen-ernaehrungssicherheit-und-nachhaltige-infrastruktur" class="wp-block-heading">Schwerpunkte der G7-Verhandlungen: Ernährungssicherheit und nachhaltige Infrastruktur</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema des Treffens war die Weiterentwicklung der im Juni 2024 beim G7-Gipfel ins Leben gerufenen „Apulia-Initiative für Ernährungssysteme“. Diese Initiative zielt darauf ab, strukturelle Hindernisse für die globale Ernährungssicherheit zu überwinden und die Produktivität sowie Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Systeme zu fördern. Die Initiative wurde in enger Zusammenarbeit mit der „Globalen Allianz gegen Hunger und Armut“ entwickelt, die Brasilien beim kommenden G20-Gipfel offiziell starten wird. Deutschland ist bereits ein aktives Mitglied dieser Allianz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus beschlossen die G7-Staaten, die „G7 Partnerschaft für globale Infrastruktur und Investitionen“ (PGII), die 2022 unter deutscher Präsidentschaft gegründet wurde, weiter auszubauen. Ziel der Partnerschaft ist es, weltweit große Infrastrukturprojekte umzusetzen, die hohe Nachhaltigkeits- und Qualitätsanforderungen erfüllen. Zur Unterstützung dieser Vorhaben soll ein eigenes Sekretariat eingerichtet und eine Plattform für eine verbesserte Datenverfügbarkeit für Infrastrukturinvestitionen in Afrika geschaffen werden. Zudem werden Leuchtturmprojekte identifiziert, um gezielt Vorzeigeprojekte in der globalen Infrastrukturentwicklung zu fördern.</p>



<h3 id="internationale-zusammenarbeit-und-aktuelle-krisenbewaeltigung" class="wp-block-heading">Internationale Zusammenarbeit und aktuelle Krisenbewältigung</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/G7-Sviluppo-tour-de-table-Outreach-_3-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-12035 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/G7-Sviluppo-tour-de-table-Outreach-_3-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/G7-Sviluppo-tour-de-table-Outreach-_3-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/G7-Sviluppo-tour-de-table-Outreach-_3-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/G7-Sviluppo-tour-de-table-Outreach-_3-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/G7-Sviluppo-tour-de-table-Outreach-_3-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/G7-Sviluppo-tour-de-table-Outreach-_3-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/G7-Sviluppo-tour-de-table-Outreach-_3-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Treffens thematisierten die G7-Entwicklungsminister*innen auch aktuelle Krisen, darunter den Konflikt im Nahen Osten. Sie sprachen sich für eine Deeskalation der Lage sowie die verstärkte Bereitstellung humanitärer Hilfe aus. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Austausch fand im Vorfeld des G20-Gipfels in Rio de Janeiro sowie der Weltklimakonferenz in Aserbaidschan statt und war Teil einer Reihe internationaler Konferenzen, die die globale Zusammenarbeit in Krisenzeiten betonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse des Treffens unterstreichen die Rolle der G7 als wichtige Akteurin im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und ihre Bestrebungen, in einer sich wandelnden globalen Ordnung weiterhin fair und partnerschaftlich zu agieren. Laut <a href="https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/treffen-der-g7-entwicklungsminister-232578">Informationen</a> des BMZ liegt der Fokus weiterhin auf der Förderung nachhaltiger Entwicklung und der Bekämpfung globaler Ungleichheit.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>„Das afrikanische Kulturerbe ist ein Schatz für die ganze Welt“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/das-afrikanische-kulturerbe-ist-ein-schatz-fur-die-ganze-welt/</link>
					<comments>https://fokus-afrika.de/das-afrikanische-kulturerbe-ist-ein-schatz-fur-die-ganze-welt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Sep 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[G7]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=11308</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am Samstag, dem 21. September 2024, nahm Mauretanien als Ehrengast und Vertreter der Afrikanischen Union an einem Ministerseminar des G7 in Neapel, Italien, teil.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdas-afrikanische-kulturerbe-ist-ein-schatz-fur-die-ganze-welt%2F&amp;action_name=%E2%80%9EDas%20afrikanische%20Kulturerbe%20ist%20ein%20Schatz%20f%C3%BCr%20die%20ganze%20Welt%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/das-afrikanische-kulturerbe-ist-ein-schatz-fur-die-ganze-welt/">„Das afrikanische Kulturerbe ist ein Schatz für die ganze Welt“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Dabei forderte der mauretanische Kulturminister, El Houssein Ould Meddou, die G7-Länder auf, ihre Partnerschaft mit afrikanischen Nationen zu vertiefen, um das bedrohte afrikanische Kulturerbe zu bewahren und zu fördern.</p>



<h2 id="kulturerbe-als-menschheitserbe" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726954701592 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Kulturerbe als Menschheitserbe</span>
	</span>
</h2>



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<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede betonte Meddou die Bedeutung des afrikanischen Kulturerbes in seiner Vielfalt und Authentizität. Er wies darauf hin, dass der Erhalt des kulturellen Erbes nicht nur für Afrika von Bedeutung sei, sondern auch als Erbe der gesamten Menschheit betrachtet werden müsse. „Das reiche und tief verwurzelte afrikanische Kulturerbe ist ein Schatz für die ganze Welt“, erklärte Meddou.</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Herausforderungen wie bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen, der Klimawandel und menschliche Nachlässigkeit gefährden jedoch diese einzigartigen historischen Zeugnisse. Die afrikanischen Länder stünden an vorderster Front, um dieses wertvolle Erbe zu schützen, aber sie bräuchten Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft, insbesondere den G7-Staaten.</p>



<h2 id="beispiele-aus-ganz-afrika" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726954697674 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Beispiele aus ganz Afrika</span>
	</span>
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<p class="wp-block-paragraph">Meddou nannte Beispiele aus verschiedenen afrikanischen Ländern, die verdeutlichen, wie akut die Bedrohungen sind. Darunter die antiken Städte Timbuktu in Mali und die Ruinen von Kilwa Kisiwani in Tansania sowie der Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Diese Orte stehen vor enormen Herausforderungen, sei es durch bewaffnete Konflikte, Umweltschäden oder finanzielle Engpässe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien selbst unternimmt unter der Führung von Präsident Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani zahlreiche Anstrengungen, um sein eigenes Kulturerbe zu bewahren. Zu den herausragenden Beispielen zählen die historischen Städte Ouadane, Chinguetti, Tichitt und Oualata, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, sowie der ökologisch bedeutende Banc d’Arguin-Nationalpark. Ein weiteres bedeutendes Projekt ist die Bewahrung der „Mahadra“, einer einzigartigen religiösen Institution, die auf die Liste des immateriellen Kulturerbes gesetzt wurde.</p>



<h2 id="die-rolle-der-kultur-in-globalen-debatten" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726954575262 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Die Rolle der Kultur in globalen Debatten</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meddou betonte, dass Kultur oft in internationalen Diskussionen, etwa über die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs), unterrepräsentiert sei. Dabei sei sie ein zentraler Faktor für den sozialen Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung. Er forderte, dass Kultur als Querschnittsthema in globale Diskussionen integriert werde. „Kultur ist der Schlüssel zu inklusiven und widerstandsfähigen Gesellschaften“, fügte er hinzu.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="610" height="407" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/G7-Cultura-family-photo-OOII-1-1.jpg.webp" alt="" class="wp-image-11311 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Zusammenarbeit sei dabei unverzichtbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gehe nicht nur darum, materielle Denkmäler zu schützen, sondern auch darum, einen kontinuierlichen Austausch von Wissen, Technologie und Expertise zwischen den Nationen zu fördern, insbesondere in Krisenzeiten.</p>
</div></div>



<h2 id="aufruf-zur-foerderung-immateriellen-kulturerbes" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726954570700 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Aufruf zur Förderung immateriellen Kulturerbes</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meddou hob auch die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes hervor. Traditionen, Sprachen und jahrhundertealtes Wissen seien zentrale Säulen des sozialen Zusammenhalts in Afrika. Es sei eine dringende Aufgabe, diese lebendigen Kulturgüter zu bewahren und an zukünftige Generationen weiterzugeben. Die Förderung der afrikanischen Kreativ- und Kulturindustrien spiele dabei eine entscheidende Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend appellierte Meddou an die internationale Gemeinschaft, das afrikanische Kulturerbe auf globaler Ebene zu fördern und zu unterstützen. „Afrika hat der Welt so viel zu bieten“, sagte er und rief zu einer verstärkten Zusammenarbeit auf, um Kultur als Instrument für Frieden, Verständigung und gemeinsame Prosperität zu nutzen.</p>
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