Musevenis Sohn will 2031 Präsident werden – und kündigt einen Erdrutschsieg an

„Mzee wird mein Wahlkampfmanager sein“: Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba will 2031 Präsident werden. Der Sohn des seit 1986 regierenden Yoweri Museveni gibt damit der seit Jahren diskutierten Nachfolgefrage erstmals ein konkretes Wahljahr.

Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba will bei der Präsidentschaftswahl 2031 antreten und damit möglicherweise die Nachfolge seines Vaters Yoweri Museveni übernehmen. In mehreren Beiträgen auf X am 25. und 26. August erklärte Kainerugaba seine Kandidatur und sagte sich mit Unterstützung seines Vaters einen Wahlsieg mit 90 Prozent voraus. Museveni regiert Uganda seit 1986 und wurde Anfang 2026 für eine siebte Amtszeit wiedergewählt. Die Ankündigung seines Sohnes rückt damit die seit Jahren diskutierte Nachfolge an der Staatsspitze erneut in den Fokus.

„Ich werde 2031 für das höchste Amt des Landes kandidieren. Und wir werden durch die Gnade des allmächtigen Gottes gewinnen“, schrieb Kainerugaba auf X.

Einen Tag später legte der General nach. Mit Unterstützung seines Vaters werde er bei der Wahl 90 Prozent der Stimmen erhalten. „Mzee wird mein Wahlkampfmanager sein“, erklärte er. „Mzee“ ist eine in Uganda gebräuchliche respektvolle Bezeichnung für Museveni.

Kainerugaba ist Oberbefehlshaber der ugandischen Streitkräfte und gehört seit Jahren zu den meistgenannten möglichen Nachfolgern seines Vaters. Zugleich steht er an der Spitze der Patriotic League of Uganda, kurz PLU, einer politischen Bewegung, die nach der Präsidentschaftswahl 2026 ihre Mobilisierung im Land wieder aufgenommen hat.

Kandidatur verschiebt Nachfolgedebatte auf 2031

Bereits vor der Wahl 2026 hatte Kainerugaba mit einer eigenen Präsidentschaftskandidatur geliebäugelt. Er zog diese Ambitionen jedoch zurück und stellte sich hinter eine erneute Kandidatur seines Vaters.

Museveni gewann anschließend eine weitere Amtszeit. Er steht seit vier Jahrzehnten an der Spitze Ugandas und gehört damit zu den am längsten regierenden Staatschefs Afrikas.

Ob Museveni 2031 erneut kandidieren wird, ist bislang offen. Er wäre dann 86 Jahre alt. Frühere verfassungsrechtliche Begrenzungen seiner Amtszeit wurden in Uganda schrittweise abgeschafft. Sowohl die Begrenzung der Zahl der Amtszeiten als auch die Altersgrenze für Präsidentschaftskandidaten wurden aufgehoben.

Kainerugabas eindeutige Festlegung auf das Wahljahr 2031 gibt der seit Jahren geführten Debatte über eine mögliche Machtübergabe innerhalb der Familie damit erstmals einen konkreten zeitlichen Rahmen.

PLU nimmt Mobilisierung wieder auf

Parallel zu den öffentlichen Erklärungen des Armeechefs verstärkt die Patriotic League of Uganda ihre politischen Aktivitäten.

Die Bewegung veranstaltete zuletzt in Kyegegwa im Westen Ugandas ihr erstes größeres Treffen nach der Wahl 2026. Vertreter und Unterstützer aus den Regionen Tooro, Bunyoro, Greater Mubende und angrenzenden Gebieten kamen dort zusammen.

PLU-Vertreter bezeichneten die Veranstaltung als Auftakt einer erneuten Mobilisierung an der Basis. Die Organisation hatte ihre Strukturen zuvor nach personellen Veränderungen im Juni neu geordnet.

Kainerugaba verbindet damit zwei Machtpositionen. Als Chef der Streitkräfte gehört er zu den einflussreichsten Personen im ugandischen Staatsapparat. Gleichzeitig baut die PLU eine eigene politische Organisationsstruktur außerhalb des Militärs auf.

Vater-Sohn-Nachfolge seit Jahren Thema

Spekulationen über eine spätere Präsidentschaft Kainerugabas begleiten die ugandische Politik bereits seit Jahren. Kritiker sprechen dabei von einem möglichen dynastischen Übergang von Museveni auf seinen Sohn.

Die Regierung hat eine solche Nachfolgeregelung bislang nicht offiziell verkündet. Auch Museveni selbst hat seinen Sohn nicht öffentlich als seinen Nachfolger bestimmt.

Kainerugaba macht aus seinen eigenen Ambitionen dagegen zunehmend weniger ein Geheimnis. Mit der Festlegung auf 2031 erklärt er erstmals ausdrücklich, bei einer konkreten Präsidentschaftswahl antreten zu wollen.

Seine Aussagen verbinden die eigene Kandidatur zugleich unmittelbar mit der politischen Unterstützung seines Vaters. Ob Museveni tatsächlich als Wahlkampfmanager seines Sohnes auftreten oder selbst noch einmal kandidieren wird, bleibt offen.

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