Deutschland hat im vergangenen Jahr 332.524 Menschen eingebürgert. Die vorläufige Zahl liegt 13,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Syrische Staatsangehörige bildeten mit deutlichem Abstand die größte Gruppe, gefolgt von Menschen aus der Türkei und Russland.
Die Daten veröffentlichte die Bundesregierung als Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag. Sie beruhen auf den Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom 3. Juni 2026. Für einzelne Kreise lagen zu diesem Zeitpunkt noch keine vollständigen Meldungen vor.
Syrer stellen größte Gruppe
Von den 2025 Eingebürgerten besaßen zuvor 65.574 die syrische Staatsangehörigkeit. Damit entfiel fast jede fünfte Einbürgerung auf diese Gruppe.
An zweiter Stelle folgte die Türkei mit 34.092 Einbürgerungen. Danach kamen Russland mit 19.661, der Irak mit 13.750 und Afghanistan mit 10.861 Fällen.
Weitere häufige bisherige Staatsangehörigkeiten waren die Ukraine mit 10.562 und der Iran mit 10.093 Einbürgerungen. Kosovo, Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien vervollständigten die zehn größten Gruppen.
Kein afrikanisches Land unter den zehn häufigsten Herkunftsstaaten
Unter den zehn am häufigsten erfassten bisherigen Staatsangehörigkeiten befindet sich kein afrikanischer Staat. Die Bundestagsantwort enthält jedoch keine vollständige Aufschlüsselung aller Herkunftsländer. Damit lässt sich aus dem Dokument nicht entnehmen, wie viele Menschen aus einzelnen afrikanischen Staaten 2025 die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten.
Die Gesamtzahl der Einbürgerungen stieg gegenüber 2024 um 13,9 Prozent. Angaben zu den Ursachen des Anstiegs oder zur Verteilung nach Bundesländern enthält die Antwort der Bundesregierung nicht.
