So viele unerlaubte Einreisen und Abschiebungen zählt die Bundesregierung 2025

62.950 unerlaubte Einreisen nach Deutschland wurden 2025 registriert. Unter den zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten sind Algerien, Marokko, Somalia und Tunesien.

Die Bundespolizei hat bundesweit 62.950 unerlaubte Einreisen nach Deutschland registriert. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025. Unter den zehn am häufigsten festgestellten Staatsangehörigkeiten waren mit Algerien, Marokko, Somalia und Tunesien vier afrikanische Länder vertreten. Im selben Jahr wurden 22.787 Abschiebungen vollzogen.

Ukraine, Afghanistan und Syrien an der Spitze

Die Bundesregierung nennt die Zahlen in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Grundlage ist die Polizeiliche Eingangsstatistik der Bundespolizei. Die Daten können sich durch Nacherfassungen oder Maßnahmen zur Qualitätssicherung noch geringfügig ändern.

Am häufigsten wurde bei unerlaubten Einreisen eine ukrainische Staatsangehörigkeit festgestellt. Die Bundesregierung nennt 7.094 Personen, das entspricht 11,3 Prozent der Gesamtzahl. Danach folgen Afghanistan mit 5.188 Personen, Syrien mit 4.910 Personen und die Türkei mit 4.719 Personen.

Algerien liegt mit 3.188 Personen und einem Anteil von 5,1 Prozent auf dem fünften Rang. Aus Indien wurden 2.121 Personen registriert, aus Marokko 2.089. Weitere häufig genannte Staatsangehörigkeiten waren Albanien mit 1.693 Personen, Somalia mit 1.520 und Tunesien mit 1.491.

Vier afrikanische Länder unter den zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten

Die Zahlen zeigen einen deutlichen Anteil nordafrikanischer Staatsangehörigkeiten unter den am häufigsten erfassten Gruppen. Algerien, Marokko und Tunesien gehören zusammen mit Somalia zu den zehn häufigsten Nationalitäten bei festgestellten unerlaubten Einreisen.

Aus Algerien wurden 3.188 Personen registriert. Marokko folgt mit 2.089 Personen, Somalia mit 1.520 und Tunesien mit 1.491. Zusammengenommen entfallen auf diese vier afrikanischen Staatsangehörigkeiten 8.288 registrierte Fälle.

Die Bundesregierung macht in der Antwort keine Angaben dazu, über welche Routen die Personen nach Deutschland gelangten. Die Statistik bildet die Feststellungen der Bundespolizei ab.

22.787 Abschiebungen im Jahr 2025

Bundesweit wurden 2025 insgesamt 22.787 Abschiebungen vollzogen. Die höchsten Monatswerte nennt die Bundesregierung für März mit 2.278 Abschiebungen, Februar mit 2.142 und September mit 2.043. Der niedrigste Monatswert wurde im Dezember mit 1.477 Abschiebungen registriert.

Im Jahresverlauf lagen die monatlichen Zahlen meist zwischen rund 1.700 und 2.100 Abschiebungen. Im Januar wurden 1.733 Abschiebungen vollzogen, im April 1.985, im Mai 1.996 und im Juli 2.029.

237.588 Ausreisepflichtige Ende März 2026

Die Zahl der ausreisepflichtigen ausländischen Staatsangehörigen ist Anfang 2026 gestiegen. Im Ausländerzentralregister waren zum 31. Dezember 2025 insgesamt 232.067 ausreisepflichtige Personen verzeichnet. Zum 31. März 2026 lag die Zahl bei 237.588.

Die Bundesregierung nennt außerdem 810 Abschiebungshaftplätze in Deutschland. Diese Zahl galt sowohl zum Stichtag 31. Dezember 2025 als auch zum 31. März 2026.

134 Abschiebungen scheiterten aus medizinischen Gründen

Im Jahr 2025 scheiterten 134 Abschiebungen aus medizinischen Gründen. Diese Daten beziehen sich nur auf Personen, die bereits von den zuständigen Landesbehörden an die Bundespolizei übergeben worden waren. Der konkrete medizinische Grund wird dabei nicht erfasst.

Am häufigsten betraf dies türkische Staatsangehörige mit 62 Fällen. Danach folgen Syrien mit 17 Fällen und Irak mit elf Fällen. Aus afrikanischen Staaten nennt die Bundesregierung unter anderem Guinea mit sechs Fällen, Algerien, Tunesien und Marokko mit jeweils drei Fällen sowie Somalia und Afghanistan mit jeweils zwei Fällen.

Abgebrochene Abschiebungen wegen Selbstverletzung, Selbstverletzungsversuch, Suizid oder Suizidversuch wurden 2025 in 19 Fällen registriert. Darunter waren vier türkische Staatsangehörige, jeweils zwei Personen aus Iran und China sowie einzelne Fälle aus Somalia, Guinea, Algerien, Ägypten und weiteren Staaten.

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