Südafrika drängt auf globalen Kurswechsel gegen Ungleichheit
Die reichsten zehn Prozent besitzen rund 75 Prozent des weltweiten Vermögens, die ärmere Hälfte nur zwei Prozent. Südafrika will Ungleichheit stärker auf die UN-Agenda setzen und fordert zugleich Entlastung für hoch verschuldete afrikanische Staaten.
Nigeria zieht Lehren aus Boko-Haram-Krieg: Militärische Siege allein reichen nicht
Nigeria kämpft seit Jahren gegen Boko Haram und ISWAP. Vor der UN warnt Vizepräsident Kashim Shettima: Militärische Siege reichen nicht, solange Gewalt, fehlende Perspektiven und grenzüberschreitende Terrornetzwerke fortbestehen.
Elfenbeinküste warnt vor Sicherheitslücke in Afrika: Teurer Anti-Terror-Kampf wird zum Risiko
Terrorismus, organisierte Kriminalität und hohe Kosten für Sicherheitsoperationen belasten zahlreiche afrikanische Staaten. Die Elfenbeinküste fordert vor der UN mehr Unterstützung – besonders mit Blick auf den Sahel.
Gambias Präsident: “Diplomatie kann den Kurs eines Landes verändern”
Gambia stand 2017 vor einer schweren Verfassungskrise. Vor der UN erinnert Vizepräsident Muhammed Jallow daran, wie internationale Vermittlung den Machtwechsel absicherte – und fordert, Konflikte künftig früher zu stoppen.
Äquatorialguinea stellt Migrationsfrage – und fordert USA und Kuba zu Frieden auf
Rohstoffe vor Ort verarbeiten, Industrie aufbauen und Arbeitsplätze schaffen: Äquatorialguinea fordert einen neuen wirtschaftlichen Ansatz für Afrika. Vor der UN verbindet Vizepräsident Nguema Obiang Mangue die Forderung ausdrücklich mit der internationalen Migrationsdebatte.
Senegals Präsident Diomaye Faye entflieht innenpolitischen Trubel bei der UN
Senegal schlägt gegenüber Mali, Burkina Faso und Niger einen pragmatischen Kurs ein: ECOWAS akzeptiert ihren Austritt, will aber Grenzen, Handel und Sicherheitskooperation offenhalten. Präsident Faye warnt zugleich, dass der Terrorismus im Sahel längst eine grenzüberschreitende Gefahr ist.
Liberias Präsident: “Finanzsystem kann nicht von Wenigen regiert werden!”
Liberia kennt den UN-Sicherheitsrat aus zwei Perspektiven: Einst entschied das Gremium über eine Friedensmission für das vom Bürgerkrieg zerstörte Land, heute sitzt Liberia selbst darin. Präsident Joseph Boakai fordert nun zwei ständige Afrika-Sitze mit allen Rechten: „Diese historische Ungerechtigkeit ist nicht länger hinnehmbar.“
Komoren verschärfen Mayotte-Streit mit Frankreich: „Unsere Souveränität steht nicht zum Verkauf“
Besonders verwies er auf die Folgen der Konflikte im Nahen Osten. Unterbrechungen wichtiger Handels- und Energierouten bedrohten Lebensmittel- und Energieversorgung von Staaten wie den Komoren, deren Wirtschaft stark von Importen abhängig sei.
Somalia fordert Machtverschiebung bei UN-Hilfe – alte Denkmuster gehören „auf den Müllhaufen der Geschichte“
Somalia will nicht länger als Staat behandelt werden, dessen Institutionen internationale Partner ersetzen müssen. Präsident Hassan Sheikh Mohamud fordert mehr Kontrolle über UN-Hilfe – und sagt, alte Vorstellungen über fehlende somalische Fähigkeiten gehörten „auf den Müllhaufen der Geschichte“.
„Keine Rasse ist überlegen“: Mahama warnt vor Nationalismus und Ausgrenzung
Mahama nannte Deutschland in New York dennoch ausdrücklich gemeinsam mit den Niederlanden und Frankreich als einen der Staaten, bei denen Ghana positive Schritte hin zu einem Dialog über reparative Gerechtigkeit sehe.