New Yorks Bürgermeister Mamdani besucht die UN

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat bei seinem ersten Besuch am Hauptsitz der Vereinten Nationen den Schulterschluss mit der UN gesucht. Bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär António Guterres sprach er über eine engere Zusammenarbeit zwischen der Weltorganisation und ihrer Gastgeberstadt.

Der Termin fand am 31. März statt. Im Gespräch ging es um soziale Ungleichheit, soziale und kulturelle Rechte, Wohnraum und den Umgang mit dem Klimawandel.

UNDP verlagert fast 400 Stellen nach Europa

Das Treffen fällt in eine Phase, in der sich innerhalb des UN-Systems auch Standorte verschieben. Das UN-Entwicklungsprogramm UNDP kündigte im Januar an, fast 400 Stellen von New York nach Europa zu verlagern, den Großteil nach Bonn und weitere Posten nach Madrid. Für New York ist das kein Bruch mit der Rolle als Gastgeberstadt der UN, zeigt aber, dass wichtige Funktionen einzelner UN-Organisationen neu verteilt werden.

Erster Auftritt im Machtzentrum am East River

Für Mamdani war der Besuch auch persönlich ein besonderer Moment. Der seit 1. Januar amtierende Bürgermeister betrat den Hauptsitz der UN zum ersten Mal überhaupt und bezeichnete ihn als „wunderschön“.

Mamdani nutzte den Termin, um die besondere Rolle New Yorks als Sitz der UN zu betonen. Gegenüber UN News sagte er, die Stadt sei stolz darauf, Gastgeber der Vereinten Nationen zu sein. Mehr als drei Millionen New Yorkerinnen und New Yorker seien außerhalb der Vereinigten Staaten geboren, er selbst eingeschlossen. Gerade deshalb gehöre die UN zu jener Institution, die New York jeden Tag mit Stolz empfange.

Das Treffen mit Guterres hatte damit nicht nur protokollarischen Charakter. Es zeigte früh, dass Mamdani das Verhältnis zur UN sichtbar pflegen will.

Ungleichheit, Klima und Wohnraum im Mittelpunkt

Nach Angaben der UN und aus dem Umfeld des Treffens sprachen beide Seiten über Themen, die Stadtpolitik und internationale Politik zugleich berühren. Dazu gehören soziale Ungleichheit, soziale und kulturelle Rechte sowie der Klimawandel.

Auch die Wohnungsfrage spielte eine Rolle. UN-Sprecher Stéphane Dujarric erklärte, Guterres freue sich auf die Zusammenarbeit mit der Stadt, auch bei Themen wie Wohnen und Klima. Gerade bezahlbarer Wohnraum gehört zu den zentralen politischen Versprechen Mamdanis.

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