Ruanda nimmt 164 Flüchtlinge aus Libyen auf

Ruanda hat eine weitere Gruppe von 164 Flüchtlinge aus Libyen aufgenommen. Am 26. Februar 2026 teilte die Regierung in Kigali mit, dass die Evakuierung in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen erfolgt sei.

Die Mehrheit der Neuankömmlinge stammt aus Sudan und Eritrea. Nach Regierungsangaben befinden sich unter ihnen 143 sudanesische, 19 eritreische, eine äthiopische und eine südsudanesische Staatsangehörige.

Evakuierung über Kigali

Die Gruppe traf am Abend am internationalen Flughafen von Kigali ein. Von dort wurden die Asylsuchenden in das Transitlager Gashora im Osten des Landes gebracht.

Dort sollen sie registriert und betreut werden, bis eine Umsiedlung in Drittstaaten erfolgen kann. Die Regierung erklärte, Ruanda bleibe seiner Verpflichtung treu, Schutzbedürftigen Zuflucht zu gewähren.

Notfall-Transitmechanismus seit 2019

Seit Einführung des sogenannten Emergency Transit Mechanism im Jahr 2019 wurden nach offiziellen Angaben insgesamt 2.760 Menschen aus Libyen nach Ruanda evakuiert. Mehr als 2.500 von ihnen seien inzwischen in Drittstaaten umgesiedelt worden.

Grundlage ist ein 2019 unterzeichnetes Memorandum of Understanding zwischen Ruanda, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. Ziel des Mechanismus ist es, besonders schutzbedürftige Flüchtlinge und Asylsuchende aus Libyen vorübergehend aufzunehmen, bis dauerhafte Lösungen gefunden sind.

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