König Mohammed VI. begnadigt senegalesische Fußballfans nach CAN 2025

Marokko setzt zum Opferfest ein politisches Signal an Senegal: König Mohammed VI. begnadigt senegalesische Fans nach der CAN 2025.

Marokkos König Mohammed VI. hat senegalesische Fußballfans begnadigt, die nach Vorfällen rund um die Afrikameisterschaft in Marokko verurteilt worden waren. Die Entscheidung fällt zum Anlass des muslimischen Opferfests Eid al-Adha. Das Königliche Kabinett in Rabat begründete den Schritt mit humanitären Erwägungen und den Beziehungen zwischen Marokko und Senegal.

Die Begnadigung betrifft Unterstützer aus Senegal, die wegen Straftaten im Zusammenhang mit Spielen der Afrikameisterschaft 2025 verurteilt worden waren. Das Turnier fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt.

Rabat verweist auf Beziehungen zu Dakar

Das Königliche Kabinett stellte die Entscheidung in den Zusammenhang der marokkanisch-senegalesischen Beziehungen. Marokko und Senegal unterhalten seit Jahrzehnten enge politische, religiöse und gesellschaftliche Verbindungen. In der Mitteilung ist von Freundschaft, Zusammenarbeit und Brüderlichkeit zwischen beiden Staaten die Rede.

Die Begnadigung wurde zugleich als humanitärer Schritt dargestellt. Der König verband die Entscheidung mit dem islamischen Opferfest und übermittelte Grüße an Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye, die senegalesischen Behörden und die Bevölkerung des Landes.

Afrikameisterschaft als politischer Rahmen

Die CAN 2025 war eines der wichtigsten Sportereignisse des Kontinents und stand in Marokko auch im Zeichen der Vorbereitung auf weitere internationale Großereignisse. Für Rabat hatte das Turnier sportliche, diplomatische und innenpolitische Bedeutung.

Die Begnadigung senegalesischer Fans setzt nun ein politisches Signal im Verhältnis zwischen Rabat und Dakar. Beide Länder betonen regelmäßig ihre Nähe auf afrikanischer und internationaler Ebene. Senegal gehört zu den westafrikanischen Staaten, mit denen Marokko seine Beziehungen seit Jahren ausbaut.

Geste zum Opferfest

Begnadigungen zu religiösen Feiertagen gehören in Marokko zur politischen Praxis des Königshauses. In diesem Fall richtet sich die Entscheidung gezielt an ausländische Staatsangehörige aus Senegal.

Senegals Präsident Diomaye Faye begrüßte die Begnadigung auf der Plattform X und dankte den König für seine “nachsichtige und menschliche Entscheidung”. Die Mitteilung des Königlichen Kabinetts verbindet den Schritt mit den Werten der Milde, Großzügigkeit und Toleranz. Weitere Angaben zur Zahl der begnadigten Personen oder zu den konkreten Vorwürfen gegen die Fans wurden in der Mitteilung nicht genannt.

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