Der stellvertretende US-Außenminister Christopher Landau reist am Samstag für acht Tage nach Ägypten, Äthiopien, Kenia und Dschibuti. Die Reise verbindet wirtschaftspolitische Gespräche mit sicherheits- und außenpolitischen Konsultationen im Horn von Afrika und im Rotmeerraum. Nach Angaben des US-Außenministeriums stehen Handelsfragen, regionale Stabilität und sicherheitspolitische Kooperation im Mittelpunkt.
Station Kairo: Wirtschaft und regionale Kooperation

In Kairo will Landau Gespräche mit US-Unternehmen führen, die in Ägypten tätig sind oder investieren. Zudem sind Treffen mit Vertretern der ägyptischen Regierung geplant, um über die Zusammenarbeit bei regionalen Herausforderungen und die Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Ägypten zu beraten. Ägypten zählt zu den Staaten, die von der US-Regierung eingeladen wurden, am Friedensrats an der künftigen Ordnung im Gazastreifen mitzuwirken.
Addis Abeba: Wirtschaftliche Öffnung und Sicherheitsfragen
In Äthiopien liegt der Fokus auf der Förderung von US-Handels- und Investitionsmöglichkeiten sowohl mit der Regierung als auch mit dem privaten Sektor. Landau will zudem Gespräche mit äthiopischen Regierungsvertretern über regionale Friedens- und Sicherheitsfragen führen, darunter mit Premierminister Abiy Ahmed. Nach Angaben des State Department ist auch ein Austausch über die Stabilität am Horn von Afrika vorgesehen.
Very excited to be leaving tomorrow for my first trip to Egypt 🇪🇬, Ethiopia 🇪🇹, Kenya 🇰🇪, and Djibouti 🇩🇯. Looking forward to advancing @POTUS @realDonaldTrump's priorities of developing commercial and economic ties and promoting security and peace. One of the great privileges of…
— Christopher Landau (@DeputySecState) January 23, 2026
Treffen mit der Afrikanischen Union
Am Sitz der Afrikanische Union plant Landau ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der AU-Kommission Mahmoud Ali Youssouf. Dabei sollen gemeinsame Prioritäten wie die Förderung von Frieden, der Ausbau wirtschaftlicher Zusammenarbeit und der Umgang mit humanitären Krisen thematisiert werden.
Nairobi: Handel, Terrorismusbekämpfung und Haiti

In Nairobi führt Landau Gespräche mit kenianischen Regierungsvertretern. Im Mittelpunkt stehen Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Terrorismusbekämpfung sowie Kenias Beitrag zu internationalen Sicherheitsmissionen. Kenia war das erste Land, das ein bilaterales Gesundheitskooperationsabkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnete. Darüber hinaus verhandelt Nairobi mit Washington über ein bilaterales Handelsabkommen, ergänzend zu den Handelsvorteilen im Rahmen des African Growth and Opportunity Act, dessen Laufzeit die US-Regierung um weitere drei Jahre verlängert hat.
The US objective for Haiti 🇭🇹 remains the establishment of baseline security and stability. The US would regard any effort to change the composition of the government by the non-elected Transitional Presidential Council at this late stage in its tenure (set to expire on February…
— Christopher Landau (@DeputySecState) January 22, 2026
Ein weiterer Schwerpunkt ist Kenias Engagement in Haiti. Das Land stellt mit 599 Polizeikräften den größten Teil der Einsatzkräfte für die Multinational Security Support Mission, die sich derzeit zu einer sogenannten Gang Suppression Force entwickelt. Die Mission ist nach Angaben aus Washington weiterhin unterfinanziert. Landau betonte in diesem Zusammenhang, das Ziel der Vereinigten Staaten in Haiti bleibe die Herstellung grundlegender Sicherheit und Stabilität. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Endes des Mandats der haitianischen Übergangsbehörde am 7. Februar lehnt Washington nach eigenen Angaben Änderungen an deren Zusammensetzung ab.
Dschibuti: Sicherheit im Rotmeerraum
Den Abschluss der Reise bildet ein Aufenthalt in Dschibuti. Dort trifft Landau Regierungsvertreter zu Gesprächen über Sicherheits- und Terrorismusbekämpfung sowie über wirtschaftliche Beziehungen. Dschibuti spielt aufgrund seiner strategischen Lage am Roten Meer eine zentrale Rolle für die Stabilität der Region. Wie Kenia und Äthiopien beteiligt sich das Land mit eigenen Truppen an der African Union Support and Stabilisation Mission in Somalia, deren Operationen in erheblichem Maße von den US-Streitkräften in Afrika unterstützt werden. Ziel dieser Mission ist die Bekämpfung der Miliz al-Shabaab.
Begleitung durch US Africa Command

Während der Besuche in Äthiopien, Kenia und Dschibuti wird Landau vom Kommandeur des U.S. Africa Command, General Dagvin Anderson, begleitet. Die Einbindung des Militärs unterstreicht die sicherheitspolitische Dimension der Reise. Nach Angaben des US-Außenministeriums sollen Handelsfragen, ein positives Investitionsumfeld sowie die Förderung von Sicherheit und Frieden im Einklang mit den politischen Prioritäten von Präsident Trump aufeinander abgestimmt werden.
Wie das US-Außenministerium erklärte, zielt die Reise darauf ab, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen der Vereinigten Staaten am Horn von Afrika enger miteinander zu verzahnen und den politischen Dialog mit zentralen Partnerstaaten der Region zu vertiefen.