Trump sagt Visum für Mutter von erschossenem Ghanaer zu – New Yorks Bürgermeister Mamdani vermittelt

Ein 15-jähriger Ghanaer wird auf dem Schulweg in New York erschossen. Seine Mutter lebt Tausende Kilometer entfernt in Ghana. Nach einem Telefonat mit Bürgermeister Zohran Mamdani sagt US-Präsident Donald Trump ihr ein Visum zu, damit sie sich von ihrem Sohn verabschieden kann.

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani die sofortige Erteilung eines Visums für die Mutter eines in New York erschossenen ghanaischen Jugendlichen zugesagt. Mamdani gab die Entscheidung am Samstag, dem 31. Oktober 2026, nach einem Telefonat mit Trump bekannt. Die Mutter soll aus Ghana anreisen können, um sich persönlich von ihrem 15-jährigen Sohn Javits Frimpong zu verabschieden. Ghanas Regierung übernimmt die Reisekosten, während die Polizei weiterhin nach den Tätern sucht.

Mamdani erreicht Zusage von Trump nach tödlichen Schüssen

Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani wandte sich unmittelbar an US-Präsident Donald Trump, um der Mutter des getöteten Jugendlichen die Einreise in die Vereinigten Staaten zu ermöglichen.

„Der Mord an einem Kind ist ein Schmerz, den kein Elternteil ertragen müssen sollte, schon gar nicht aus Tausenden Kilometern Entfernung“, erklärte Mamdani auf X.

„Die Mutter von Javits Frimpong verdient es, sich persönlich von ihrem Sohn verabschieden zu können. Ich habe gerade mit Präsident Trump telefoniert, und er hat zugestimmt, ihr unverzüglich ein Visum zu erteilen.“

Die Mutter, Doris Adu Gyamfi, lebt weiterhin in Ghana. Ihr Sohn war erst etwa ein Jahr zuvor nach New York gezogen, um bei seinem Vater zu leben und dort zur Schule zu gehen.

Die Zusage fällt in eine Phase verschärfter amerikanischer Einwanderungs- und Visabestimmungen unter Präsident Trump.

Ghana übernimmt sämtliche Reisekosten der Mutter

Ghanas Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa begrüßte die Vermittlung des New Yorker Bürgermeisters und die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten.

„Die Regierung Ghanas begrüßt Ihre Vermittlung und die rechtzeitige Entscheidung von Präsident Trump“, erklärte Ablakwa auf X.

Der Minister hatte bereits am Freitag persönlich mit Doris Adu Gyamfi gesprochen und Mitarbeiter seines Ministeriums beauftragt, die Mutter bei der Beantragung des Visums zu unterstützen.

Die Regierung von Präsident John Dramani Mahama werde sämtliche Reisekosten übernehmen und sich gegebenenfalls auch an den Beerdigungskosten beteiligen.

Ablakwa bekräftigte zugleich die Bereitschaft Ghanas, mit den amerikanischen Behörden bei der Aufklärung des Verbrechens zusammenzuarbeiten.

„Wir sind entschlossen, weiterhin gemeinsam dafür zu sorgen, dass Javits Gerechtigkeit widerfährt“, erklärte der Außenminister.

Auch Ghanas Botschafter in den Vereinigten Staaten, Victor Emmanuel Smith, hatte zuvor eine gründliche Untersuchung gefordert und der Familie im Namen der Regierung sein Beileid ausgesprochen.

Jugendlicher auf dem Schulweg im Bronx erschossen

Javits Frimpong wurde am Donnerstagmorgen, dem 29. Oktober, gegen 9.30 Uhr im New Yorker Stadtbezirk Bronx angeschossen. Der Schüler befand sich auf dem Weg zur DreamYard Preparatory School, als er in der Nähe des Crotona Park von einer Kugel am Bauch getroffen wurde.

Polizisten brachten ihn in das St. Barnabas Hospital. Dort erlag der 15-Jährige seinen Verletzungen.

Die Ermittler suchen nach mehreren jugendlichen Verdächtigen, die nach der Tat geflüchtet sein sollen. Bis Samstag waren keine Festnahmen bekannt geworden.

Der Vater des Jungen, Thomas Frimpong, vermutet einen Zusammenhang mit Mobbing an der Schule seines Sohnes.

Nach seiner Darstellung hatte ihn die Schulleitung wenige Tage vor der Tat über Auseinandersetzungen informiert. Zwei Schüler seien wegen Schikanen gegen Javits vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen worden.

Der Vater berichtete, dass sein Sohn wiederholt über Belästigungen durch Mitschüler geklagt habe. Dennoch habe Javits ihm nach dem letzten Vorfall versichert, dass es ihm gut gehe.

Ob die mutmaßlichen Schikanen tatsächlich mit der tödlichen Schussattacke zusammenhängen, ist bislang ungeklärt. Die New Yorker Polizei hat weder ein Tatmotiv bestätigt noch öffentlich Verantwortliche benannt.

Thomas Frimpong, der seit vielen Jahren in den Vereinigten Staaten lebt und als Taxifahrer arbeitet, hatte seinen Sohn 2025 aus Ghana zu sich geholt. Die Mutter blieb im westafrikanischen Heimatland.

Der Fall hat sowohl in New York als auch in Ghana Bestürzung ausgelöst. Die ghanaische Auslandsvertretung unterstützt die Familie und steht wegen der laufenden Ermittlungen mit den amerikanischen Behörden in Verbindung.

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