Sicherheitskooperation: Marokko, Spanien und Deutschland vertiefen Austausch in Rabat

Die Sicherheitsbehörden Marokkos, Spaniens und Deutschlands haben in Rabat ein trilaterales Arbeitstreffen abgehalten, um ihre Zusammenarbeit in zentralen Sicherheits- und Migrationsfragen weiter zu vertiefen. Das Treffen fand im Rahmen eines mehrtägigen Besuchs der spanischen und deutschen Delegationen in Marokko statt und knüpft an einen im Januar 2025 in Madrid gestarteten Dialog an.

Trilaterales Treffen auf hoher Ebene

Das Arbeitstreffen wurde vom marokkanischen Generaldirektor für nationale Sicherheit und Territorialüberwachung, Abdellatif Hammouchi, geleitet. Auf spanischer Seite nahm Francisco Pardo Piqueras, Generaldirektor der spanischen Nationalpolizei, teil. Deutschland war durch Dieter Romann, Präsident der Bundespolizei, vertreten.

Nach Angaben der marokkanischen Sicherheitsbehörden diente das Treffen der Bewertung des bisherigen Kooperationsniveaus sowie der weiteren Abstimmung in sicherheits- und nachrichtendienstlichen Fragen von gemeinsamem Interesse.

Fokus auf Terrorismus, Migration und organisierte Kriminalität

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Bekämpfung des Terrorismus, irreguläre Migration, Drogenhandel und Cyberkriminalität. Darüber hinaus tauschten sich die Delegationen über Fragen der Sicherheit bei Sportgroßveranstaltungen aus.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Sicherheitslage in der Sahel– und Sahara-Region sowie deren Auswirkungen auf die Aktivitäten terroristischer Gruppen im euro-mediterranen Raum. Die Teilnehmer betonten die Bedeutung eines fortgesetzten Austauschs operativer und technischer Informationen, um auf grenzüberschreitende Bedrohungen reagieren zu können.

Vorbereitung auf internationale Sportereignisse

Das Treffen diente auch der Abstimmung mit Blick auf künftige Großveranstaltungen. Dabei wurden Möglichkeiten erörtert, die operative Zusammenarbeit auszuweiten und sich auf internationale Sportereignisse vorzubereiten, darunter die Fußball-Weltmeisterschaft 2030.

Im Rahmen des Besuchs informierten sich die spanische und die deutsche Delegation zudem über die Sicherheits- und Schutzkonzepte für den Afrika-Cup 2025. Dazu besuchten sie den Stade Prince Moulay Abdellah in Rabat und erhielten Einblicke in die technische Ausstattung des Stadions sowie in die Sicherheitsmaßnahmen bei Fußballspielen, einschließlich des Einsatzes digitaler Technologien und der Einsatzplanung der Sicherheitskräfte.

Austausch zu afrikanischer Sicherheitskooperation

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des afrikanischen Zentrums für Sicherheitskooperation, das im Kontext internationaler Fußballturniere eingerichtet wurde. Dort informierten sich die Delegationen über moderne Arbeitsmethoden und technologische Kapazitäten sowie über die Zusammenarbeit zwischen marokkanischen Sicherheitsbehörden und afrikanischen sowie internationalen Verbindungsoffizieren.

Wie die marokkanischen Behörden erklärten, sind die trilateralen Treffen Teil eines gemeinsamen Ansatzes zur Stärkung der sicherheitspolitischen Partnerschaft zwischen Marokko, Spanien und Deutschland. Ziel ist es, durch regelmäßige Konsultationen, schnellen Informationsaustausch und operative Zusammenarbeit grenzüberschreitenden Risiken wirksam zu begegnen.

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