Die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Tomoko Akane, hat am 27. November 2025 gemeinsam mit der Zweiten Vizepräsidentin des Gerichts, Reine Alapini-Gansou, Senegal besucht. Ziel der Reise war es, die Zusammenarbeit mit den senegalesischen Behörden zu vertiefen und den Austausch über den Ausbau des internationalen Strafrechtssystems in Westafrika zu intensivieren.
Treffen mit Präsident Bassirou Diomaye Faye

Bei einem Treffen mit dem senegalesischen Staatsoberhaupt Bassirou Diomaye Diakhar Faye dankte die IStGH-Präsidentin für die langjährige und konsequente Unterstützung Senegals für das internationale Recht und die internationale Strafgerichtsbarkeit. Senegal, das als erster Staat dem Römischen Statut beigetreten ist, bekräftigte seine Verbundenheit mit dem Statutssystem sowie seine Unterstützung für die Arbeit des Gerichts.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung enger Kooperation, die Stärkung des Rechtsstaats sowie der Schutz der richterlichen Unabhängigkeit angesichts zunehmender externer politischer und internationaler Spannungen.
Gespräche mit Außen- und Justizministerium
Die Delegation führte außerdem Gespräche mit Cheikh Niang, Minister für afrikanische Integration, Auswärtige Angelegenheiten und Senegal im Ausland, sowie mit Justizministerin Yassine Fall. Dabei wurden konkrete Kooperationsmöglichkeiten erörtert, darunter potenzielle Vereinbarungen zur institutionellen Zusammenarbeit.
À Dakar au #Sénégal, la Présidente de la #CPI juge Tomoko Akane et la Seconde Vice-Présidente juge Reine Alapini-Gansou ont rencontré le Ministre de l’Intégration Africaine, des Affaires étrangères et des Sénégalais de l’Extérieur S.E. M. Cheikh Niang. #SoutienàlaCPI pic.twitter.com/U95F0mD46n
— CPI-Cour pénale int. (@CourPenaleInt) November 28, 2025
Themen waren zudem die Stärkung des Römischen-Statut-Systems in der westafrikanischen Region und Fragen der geografischen Repräsentation im Personal des IStGH, die die Präsidentin besonders hervorhob.
Die Reise der IStGH-Spitze nach Dakar wurde finanziell durch die Europäische Kommission unterstützt.