Deutschland startet Allianz für faire Fachkräftegewinnung mit Wirtschaftspartnern

Deutschland hat eine neue Allianz zur internationalen Fachkräftegewinnung gegründet, an der Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Diaspora-Organisationen beteiligt sind. Ziel ist es, Fachkräfte aus Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika unter transparenten Bedingungen für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Die Initiative wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgestellt.

Die Allianz wurde am 12. März ins Leben gerufen. Sie verbindet Netzwerke der Entwicklungszusammenarbeit mit Rekrutierungs- und Ausbildungserfahrungen der deutschen Wirtschaft.

Netzwerk aus Wirtschaft, Verbänden und Gewerkschaften

Die Initiative trägt den Namen „WE-Fair – Wirtschaft und Entwicklungspolitik für faire Fachkräftegewinnung“. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Deutsche Industrie- und Handelskammer und der Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Auch mehrere Unternehmen beteiligen sich an der Allianz, darunter die DHL Group, der Personaldienstleister Randstad sowie der Maschinenbauer Klein. Insgesamt umfasst das Netzwerk Unternehmen, Kammern, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Bildungs- und Sprachanbieter sowie Organisationen aus der Diaspora.

Nach Angaben des Entwicklungsministeriums nahmen rund 120 Vertreterinnen und Vertreter dieser Organisationen am Start der Initiative teil.

Ausbildung in Partnerländern als zentraler Baustein

Ein Schwerpunkt der Allianz liegt auf der beruflichen Ausbildung in Partnerländern. Programme sollen stärker an praxisnahen Standards ausgerichtet werden und Fachkräfte gezielt auf eine Tätigkeit in Deutschland vorbereiten.

In Vietnam unterstützt Deutschland Programme zur beruflichen Bildung nach deutschen Ausbildungsstandards. Rund die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen arbeitet anschließend in Unternehmen in Deutschland.

Auch in Ägypten unterstützt Deutschland Reformen im Berufsbildungssystem. Gemeinsam mit ägyptischen Partnerinstitutionen, der deutschen Privatwirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit werden Verfahren entwickelt, um Fachkräfte und Auszubildende auf eine Beschäftigung in Deutschland vorzubereiten.

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