Dschibuti eröffnet modernisiertes Militärlager „Maryama“ 

Dschibutis Präsident Ismail Omar Guelleh hat das modernisierte Militärlager „Maryama“ offiziell in Betrieb genommen und dessen erweiterte Aufgaben vorgestellt. Am Dienstag wurde das Gelände in neuem Format eingeweiht, das künftig über erweiterte Ausbildungs- und Integrationsfunktionen verfügen soll.

Das Camp „Maryama“ diente bislang als Ausbildungs- und Trainingsstätte für dschibutische Kontingente vor Auslandseinsätzen. Mit dem Ausbau erhöht sich die Aufnahmekapazität nach offiziellen Angaben auf rund 2.100 Soldaten.

Erweiterte Infrastruktur und neue Ausbildungsformate

Im Zuge der Modernisierung wurden neue Gebäude für Kommando, Verwaltung und Unterbringung errichtet. Dazu zählen separate Einrichtungen für weibliches Militärpersonal sowie für Offiziere und Unteroffiziere. Eine zusätzliche Einheit ist für hochrangige Gäste vorgesehen.

Inhaltlich wurde das Ausbildungsangebot erweitert. Künftig sollen Simulationstrainings und die Vorbereitung auf unterschiedliche Einsatzszenarien in speziell ausgestatteten Räumen erfolgen, bevor praktische Übungen auf dem erneuerten Übungsgelände stattfinden.

Nach Darstellung der Regierung steigt das Camp damit von einer nationalen Ausbildungsstätte zu einem regionalen Integrationszentrum auf. Es soll auch Militärangehörigen aus Nachbarstaaten Schulungen im Bereich friedenserhaltender Missionen ermöglichen.

Unterstützung durch die Vereinigten Staaten

In einer Erklärung gegenüber Medienvertretern sagte Präsident Guelleh, das neue Zentrum solle zur Stabilisierung der Region beitragen. Die Einrichtung sei mit Unterstützung der Vereinigten Staaten realisiert worden, die als enger Partner Dschibutis gelten.

An der Zeremonie nahmen neben Premierminister Abdoulkader Kamil Mohamed und Parlamentspräsident Dileita Mohamed Dileita mehrere Regierungsmitglieder teil, darunter Verteidigungsminister Hassan Omar Mohamed. Auch der Generalstabschef der Streitkräfte, General Zakaria Cheikh Ibrahim, war anwesend.

Ebenfalls vertreten war die US-Botschafterin in Dschibuti, Cynthia Kierscht.

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