Japan unterstützt Geflüchtete in Burundi

Japan stellt dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen 625.000 US-Dollar zur Unterstützung von kongolesischen Geflüchteten und burundischen Rückkehrern in Burundi zur Verfügung. Die Mittel sollen die akute Nahrungsmittelhilfe in mehreren Aufnahmestandorten sichern.

Im Dezember 2025 suchten rund 100.000 Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo Zuflucht in Burundi. Sie kamen zu etwa 16.000 bereits registrierten kongolesischen Geflüchteten sowie rund 6.000 burundischen Rückkehrern aus tansanischen Lagern hinzu.

Wachsende Belastung für humanitäre Strukturen

Auslöser der neuen Fluchtbewegung ist die Verschärfung der Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Mit der steigenden Zahl an Neuankömmlingen erhöhte sich der Bedarf an Nahrungsmitteln und logistischer Unterstützung deutlich.

Das Welternährungsprogramm musste seine Hilfe auf eine stark gestiegene Zahl von Schutzsuchenden ausweiten. Nach Angaben der Organisation entlastet die japanische Finanzierung die laufenden Programme, die unter konstantem Ressourcen- und Finanzdruck stehen.

Seit 2016 summiert sich die Unterstützung Japans für Geflüchtete und Rückkehrer in Burundi auf mehr als 16 Millionen US-Dollar.

Weitere Rückkehrer erwartet

Zusätzlich wird mit einer weiteren Belastung gerechnet. Bis Mitte 2026 sollen etwa 93.000 burundische Staatsangehörige aus Flüchtlingslagern in Tansania zurückkehren, nachdem dort Lager geschlossen werden.

Der japanische Botschafter in Burundi, Nakajo Kazuya, erklärte: „Japan bleibt fest von der Philosophie der menschlichen Sicherheit geleitet, die darauf abzielt, Menschen vor Angst und Not zu schützen.“ Er betonte, Japan unterstütze das Welternährungsprogramm als zentralen Partner bei der Umsetzung der Notfall-Lebensmittelverteilung im Land.

Jean-Noël Gentile, Landesdirektor des Welternährungsprogramms in Burundi, sagte: „Diese Unterstützung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Familien, die vor Gewalt geflohen sind, und für jene, die mit fast nichts in ihre Heimat zurückkehren.“ Durch die Partnerschaft mit Japan könne lebenswichtige Nahrungsmittelhilfe geleistet werden.

Verwandte Beiträge
Total
0
Share