Alabali Radovan rückt Entwicklungspolitik bei Münchner Sicherheitskonferenz in den Fokus

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan nimmt vom 12. bis 14. Februar an der 62. Münchner Sicherheitskonferenz teil und stellt dort die Rolle der Entwicklungspolitik für die internationale Sicherheitsordnung heraus. Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird sie in mehreren Formaten über Reformen der internationalen Entwicklungsarchitektur sowie über Krisen in Sudan, Nahost und weiteren Regionen beraten.

„Entwicklungspolitik ist eine zentrale Säule der Sicherheitspolitik“, erklärte Alabali Radovan vor Beginn der Konferenz. Die globale Friedens- und Sicherheitsordnung benötige das Zusammenspiel von Außen-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik. Entwicklungspolitik setze bei strukturellen Ursachen von Konflikten an, etwa bei Armut, Hunger und fehlenden Perspektiven.

Austausch mit Weltbank und UN-Vertretern

Zum Auftakt am Freitag eröffnet Alabali Radovan gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, das Townhall-Format der Konferenz. Im Anschluss ist eine Diskussion mit dem Präsidenten der Weltbank, Ajay Banga, zur Zukunft globaler Entwicklung vorgesehen.

Für Samstag kündigte das BMZ ein Treffen mit Amtskolleginnen und -kollegen, internationalen Partnern sowie Vertretern der Vereinten Nationen an. Dabei soll es um Reformen zur Stärkung der Wirksamkeit des Entwicklungssystems der Vereinten Nationen gehen.

Am Samstagabend wird die Ministerin auf der Hauptbühne der Konferenz über Wege beraten, wie die humanitäre Lage im Sudan verbessert werden kann. Das Land ist seit Jahren von Gewalt, bewaffneten Konflikten und politischer Instabilität geprägt.

Fokus auf globale Krisenregionen

Nach Angaben des Ministeriums wird Alabali Radovan bei bilateralen Gesprächen die Zusammenarbeit mit Ländern des Globalen Südens sowie den Erhalt der regelbasierten internationalen Ordnung thematisieren. Auch die Friedensbemühungen im Nahen Osten und der Wiederaufbau in Gaza sollen Teil ihrer Gespräche sein.

Das BMZ betont, Entwicklungszusammenarbeit leiste insbesondere in fragilen Staaten und Krisenkontexten einen Beitrag zur Stabilisierung und zur Eindämmung von Konflikten. Als Beispiele nennt das Ministerium den Nahen Osten, die Ukraine und das Horn von Afrika.

Neben der Ministerin vertritt Staatssekretär Niels Annen das BMZ bei der Konferenz. Er wird unter anderem im Townhall-Format zur Lage in Syrien sprechen und an Veranstaltungen teilnehmen, die sich mit der Verbindung von Entwicklungszusammenarbeit und Sicherheit befassen.

Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als eines der zentralen internationalen Foren für sicherheitspolitische Debatten. In diesem Jahr steht neben klassischen sicherheitspolitischen Themen auch die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit im Kontext globaler Krisen im Fokus.

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