Papst Leo XIV. reist im April nach Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea

Papst Leo XIV. wird im April eine elftägige Afrikareise mit Stationen in Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea antreten. Das teilte das vatikanische Presseamt mit und veröffentlichte zugleich das detaillierte Programm seiner Reise mit politischen Treffen, Gottesdiensten und Begegnungen mit kirchlichen, sozialen und kulturellen Akteuren. Die Reise beginnt am 13. April 2026 in Algier. Sie endet am 23. April 2026 in Malabo mit dem Rückflug nach Rom.

Es ist die dritte Apostolische Reise des Papstes außerhalb Italiens seit Beginn seines Pontifikats. Vorgesehen sind nach Angaben des Heiligen Stuhls sechs Grußworte, zehn Ansprachen und acht Predigten in elf Tagen und elf Städten. Neben offiziellen Staatsbesuchen stehen auch Termine in Waisenhäusern, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Universitäten, Gefängnissen und an kirchlich bedeutenden Orten auf dem Programm.

Vier Länder in elf Tagen

Die Reise beginnt in Algerien. Dort will Leo XIV. nach seiner Ankunft in Algier zunächst das Märtyrerdenkmal Maqam Echahid besuchen und anschließend Präsident Abdelmadjid Tebboune treffen. Danach ist eine Ansprache vor Vertretern von Staat, Zivilgesellschaft und Diplomatie im Konferenzzentrum der Djamaa el Djazair vorgesehen. Der Papst wird außerdem die Große Moschee von Algier besuchen, das Begegnungszentrum der Augustiner-Missionsschwestern in Bab El Oued aufsuchen und sich am Abend an die algerische Gemeinschaft in der Basilika Notre-Dame d’Afrique wenden.

Am zweiten Tag in Algerien reist der Papst weiter nach Annaba. Dort stehen der Besuch der archäologischen Stätte Hippo, ein Treffen in einem Altenheim der Kleinen Schwestern der Armen, eine private Begegnung mit Mitgliedern des Augustinerordens und eine Messe in der Basilika des heiligen Augustinus auf dem Programm.

Kamerun mit Stationen in Yaoundé, Bamenda und Douala

Am 15. April reist Leo XIV. von Algier nach Yaoundé und beginnt damit den Kamerun-Teil seiner Afrikareise. Nach Angaben des Zivilkabinetts der Präsidentschaft in Kamerun wird der Papst vom 15. bis 18. April im Land sein. Geplant sind Besuche in Yaoundé, Bamenda und Douala.

Zum Auftakt in Yaoundé will der Papst Präsident Paul Barthélemy Biya im Präsidentenpalast treffen. Anschließend ist eine Ansprache vor staatlichen Vertretern, Diplomaten und Mitgliedern der Zivilgesellschaft im Kongresszentrum vorgesehen. Danach besucht Leo XIV. das Waisenhaus Ngul Zamba und trifft die kamerunischen Bischöfe am Sitz der Bischofskonferenz.

Am 16. April fliegt der Papst nach Bamenda im Nordwesten des Landes. In der Kathedrale St. Joseph ist eine Friedensbegegnung mit der örtlichen Gemeinschaft vorgesehen. Später soll er am internationalen Flughafen von Bamenda eine Messe feiern, bevor er nach Yaoundé zurückkehrt.

Für den 17. April ist ein Besuch in Douala geplant. Dort will Leo XIV. im Japoma-Stadion eine Messe feiern und anschließend privat das katholische St.-Paul-Krankenhaus besuchen. Nach der Rückkehr in die Hauptstadt ist ein Treffen mit Studierenden und Lehrenden an der Katholischen Universität Zentralafrikas vorgesehen, bei dem der Papst eine Ansprache halten soll. Am 18. April feiert er zum Abschluss seines Aufenthalts in Kamerun eine Messe am Flughafen Yaoundé-Ville.

Angola als dritte Station

Noch am 18. April reist Leo XIV. weiter nach Angola. In Luanda ist zunächst ein Treffen mit Präsident João Lourenço vorgesehen. Danach will der Papst mit Vertretern des Staates, der Zivilgesellschaft und des diplomatischen Korps zusammentreffen sowie die angolanischen Bischöfe privat empfangen.

Am 19. April soll er in Kilamba eine Messe feiern. Danach ist ein Hubschrauberflug nach Muxima geplant, wo Leo XIV. auf der Esplanade vor dem Marienheiligtum Mama Muxima den Rosenkranz beten und eine Ansprache halten will. Für den 20. April sieht das Programm einen Besuch in Saurimo vor, darunter ein Termin in einem Pflegeheim und eine Messe auf der Esplanade der Stadt. Am Abend will sich der Papst in Luanda an Bischöfe, Priester, Ordensleute und pastorale Mitarbeiter wenden.

Abschluss in Äquatorialguinea

Am 21. April beginnt die vierte und letzte Etappe der Reise in Äquatorialguinea. In Malabo trifft Leo XIV. Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo und spricht vor Vertretern von Staat, Zivilgesellschaft und Diplomatie. Weitere Stationen sind ein Treffen mit Kulturschaffenden auf dem León-XIV.-Campus der Nationaluniversität, ein Besuch im psychiatrischen Krankenhaus Jean Pierre Olie und eine private Begegnung mit den Bischöfen des Landes.

Für den 22. April sind drei Inlandsflüge vorgesehen. Zunächst reist der Papst nach Mongomo, wo er in der Basilika der Unbefleckten Empfängnis eine Messe feiern und anschließend die Papst-Franziskus-Technologieschule besuchen will. Danach geht es weiter nach Bata. Dort stehen ein Gefängnisbesuch, ein Gebet am Mahnmal für die Opfer der Explosionen vom 7. März 2021 auf einem Militärstützpunkt sowie ein Treffen mit Jugendlichen und Familien im Stadion auf dem Programm.

Zum Abschluss der Reise feiert Leo XIV. am 23. April eine Messe im Stadion von Malabo, bevor er nach Rom zurückfliegt.

Dritter Papstbesuch in Kamerun seit 1985

Der Kamerun-Besuch knüpft an frühere Papstreisen an. Nach den vorliegenden Angaben ist Leo XIV. der dritte Papst, der Kamerun besucht. Johannes Paul II. reiste 1985 und 1995 in das Land. Benedikt XVI. war 2009 dort. Mit den Stationen Yaoundé, Bamenda und Douala greift die Reise mehrere kirchlich und gesellschaftlich wichtige Zentren des Landes auf.

Der Heilige Stuhl stellt die Reise insgesamt in einen größeren Rahmen. Nach Besuchen in der Türkei und im Libanon Ende 2025 und einer weiteren Reise nach Monaco Ende März 2026 ist Afrika nun das Ziel der dritten Auslandsreise des Pontifikats.

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