Präsident Carlos Vila Nova reagiert auf Festnahme seines schwedischen Ex-Beraters

Der Präsident von São Tomé und Príncipe, Carlos Vila Nova, hat zur Festnahme eines schwedischen Staatsbürgers Stellung genommen, der zuvor als sein Sonderberater tätig war. Am 25. Februar 2026 erklärte das Staatsoberhaupt auf einer Pressekonferenz in São Tomé, er erwäge eine Strafanzeige gegen Personen und Einrichtungen, die ihn in sozialen Netzwerken mit „falschen Informationen“ diffamiert hätten.

Vila Nova betonte, dass der Betroffene zum Zeitpunkt seiner Ernennung über ein „sauberes Führungszeugnis“ verfügt habe, ausgestellt von den zuständigen Behörden. Erst nach dem Auftauchen von Informationen über eine mögliche Verwicklung in schwere Straftaten sei er umgehend seines Amtes enthoben worden.

Vorwürfe schwerer Straftaten

Nach Angaben des Präsidenten betreffen die gegen den schwedischen Staatsbürger erhobenen Vorwürfe unter anderem schwere Körperverletzung, unerlaubten Besitz und Gebrauch verbotener Waffen sowie schwere sexuelle Gewalt.

„Die Justiz setzt ihre Arbeit zur vollständigen Klärung der Angelegenheit fort“, sagte Vila Nova. Der Betroffene habe Anspruch auf die Unschuldsvermutung, solange keine Verurteilung vorliege.

Beteiligung an Projekten in Gesundheit und maritimer Sicherheit

Der Präsident erklärte zudem, der ehemalige Sonderberater habe an zwei Projekten gearbeitet, die für das Land von großer Bedeutung seien. Dabei handele es sich um Vorhaben im Gesundheitssektor sowie im Bereich der maritimen Sicherheit im Golf von Guinea.

Zum Umgang mit dem Fall in sozialen Medien äußerte Vila Nova, er prüfe die Möglichkeit, Strafanzeige gegen diejenigen zu erstatten, die die Situation genutzt hätten, um ihn zu diffamieren und falsche Informationen über seine Person zu verbreiten.

Weitere Details zu den Ermittlungen oder zum Stand des Verfahrens wurden nicht bekanntgegeben.

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