Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen kommt ab dem 23. Februar zu seiner 61. regulären Sitzung in Genf zusammen. Die Beratungen im Palais des Nations dauern bis zum 31. März 2026.
Zum Auftakt sprechen unter anderem UN-Generalsekretär António Guterres, die Präsidentin der UN-Generalversammlung Annalena Baerbock, der Hohe Kommissar für Menschenrechte Volker Türk sowie der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten der Schweiz, Ignazio Cassis. Mehr als 100 Staaten haben Redebeiträge im hochrangigen Segment angekündigt.
Länderberichte zu Sudan, Südsudan und Demokratischer Republik Kongo
Auf der Agenda stehen interaktive Dialoge und Debatten zu zahlreichen Ländersituationen. Der Rat befasst sich unter anderem mit der Menschenrechtslage in Afghanistan, Sudan, Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo, Mali, Myanmar, Haiti und der Zentralafrikanischen Republik.

Für den 27. Februar ist eine globale Lageeinschätzung des Hohen Kommissars für Menschenrechte vorgesehen. Zudem sind Dialoge mit Sonderberichterstattern, unabhängigen Untersuchungskommissionen und Sonderbeauftragten des Generalsekretärs geplant.
Universelle Staatenüberprüfung und neue Mandate
Der Rat prüft die abschließenden Ergebnisse der Universellen Staatenüberprüfung von 13 Ländern, darunter Liberia, Malawi und Libyen. Gegen Ende der Sitzung sollen 17 neue Mandatsträger ernannt werden, darunter elf Sonderverfahren und sechs Mitglieder von Expertenmechanismen.
Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen besteht aus 47 Mitgliedstaaten. Er wurde 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingesetzt und ist für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte weltweit zuständig.
Den Vorsitz der 61. Sitzung führt der indonesische Diplomat Sidharto Reza Suryodipuro.