Die Vereinigten Staaten und Burundi haben ein bilaterales Abkommen zur Gesundheitszusammenarbeit unterzeichnet. Ziel ist es, die Bekämpfung von HIV/AIDS und Malaria zu stärken sowie die Überwachung und Eindämmung von Krankheitsausbrüchen auszubauen. Die Vereinbarung ist auf fünf Jahre angelegt und Teil der US-amerikanischen America First Global Health Strategy.
Die Unterzeichnung erfolgte am 6. Februar 2026. Sie markiert den Beginn einer neuen Phase der gesundheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen Washington und Bujumbura.
Umfang der finanziellen Zusagen
Nach Angaben des US-Außenministeriums beabsichtigen die Vereinigten Staaten, über die Laufzeit des Abkommens mehr als 129 Millionen US-Dollar bereitzustellen. Die Mittel sollen Programme zur Behandlung von HIV/AIDS und Malaria finanzieren sowie die nationale Kapazität Burundis zur Krankheitsüberwachung und Ausbruchsreaktion stärken.

Die Regierung Burundis sagte im Gegenzug zu, ihre eigenen Gesundheitsausgaben um 26 Millionen US-Dollar zu erhöhen. Damit soll die schrittweise Übernahme größerer Verantwortung für das nationale Gesundheitssystem unterstützt werden.
Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten
Das Abkommen baut auf jahrzehntelanger Zusammenarbeit im Gesundheitssektor auf. Es sieht vor, die Versorgung von Menschen mit HIV auf dem bisherigen Niveau zu stabilisieren. Derzeit erhalten nach US-Angaben 97 Prozent der bekannten HIV-Infizierten in Burundi eine Behandlung.
🇺🇸🇧🇮The United States and Burundi signed a nearly $156 million five-year global health Memorandum of Understanding (MOU) through the #AmericaFirst Global Health Strategy. This MOU represents a shared commitment to saving lives and protecting Burundians and Americans from… pic.twitter.com/AOwCJngITl
— U.S. Embassy Burundi (@US_Emb_Burundi) February 9, 2026
Zudem soll die Zahl der Malariatodesfälle bei Kindern unter fünf Jahren im Verlauf der fünf Jahre halbiert werden. Maßnahmen zur Prävention, Diagnose und Behandlung stehen dabei im Mittelpunkt.
Stärkung der Ausbruchsvorsorge
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist der Ausbau integrierter Gesundheitsdienste. Diese sollen eine effizientere Versorgung ermöglichen und die Fähigkeit Burundis verbessern, Infektionskrankheiten frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.

Aus Sicht der Vereinigten Staaten dient die Stärkung der burundischen Gesundheitsstrukturen auch dem Schutz vor grenzüberschreitenden Krankheitsausbrüchen. Nach Darstellung des US-Außenministeriums sollen potenzielle Epidemien möglichst vor einer internationalen Ausbreitung erkannt werden.
Abkommen zwischen USA und Burundi ist Teil einer globalen Strategie
Das Abkommen mit Burundi ist eines von insgesamt 16 bilateralen Gesundheitsabkommen, die die Vereinigten Staaten im Rahmen der America First Global Health Strategy geschlossen haben. Diese Vereinbarungen umfassen nach Angaben des Außenministeriums weltweit mehr als 18,3 Milliarden US-Dollar an Gesundheitsfinanzierung.
Military medics and Doctors from the U.S. Army’s 30th Medical Brigade traveled to Burundi to conduct a knowledge-exchange engagement focused on medical planning and long-term battlefield medical sustainability with doctors, nurses, and unit commanders from the #Burundi National… pic.twitter.com/YQ5LjbnTuU
— U.S. Embassy Burundi (@US_Emb_Burundi) January 30, 2026
Davon entfallen rund 11,18 Milliarden US-Dollar auf US-Leistungen, ergänzt durch 7,12 Milliarden US-Dollar an Kofinanzierungen der Partnerländer. Die Strategie setzt auf mehr Eigenverantwortung der Empfängerstaaten und eine schrittweise Übertragung technischer und finanzieller Aufgaben an nationale Gesundheitssysteme.