Wahlkampf in Südafrika startet mit zwei Toten – Ramaphosa: “Wollen politische Tötungen enden!”

Zwei ANC-Kommunalpolitiker wurden im Wahlkampf bei Haustürbesuchen erschossen. Präsident Ramaphosa äußert sich besorgt über politische Tötungen vor Südafrikas Kommunalwahlen.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat sich besorgt über politische Tötungen und die Sicherheit von Wahlkämpfern vor den Kommunalwahlen geäußert. Er sprach am Sonntag, 18. Oktober, am Rande seines Wahlkampfeinsatzes mit Journalisten. Zuvor waren dem öffentlich-rechtlichen Sender SABC News zufolge zwei Kommunalpolitiker seines Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) bei Haustürbesuchen erschossen worden. Die Kommunalwahlen sind für den 4. November angesetzt.

Ramaphosa bezeichnete sowohl politisch motivierte Tötungen als auch die jüngsten Mehrfachmorde als Anlass zu großer Sorge. Die Polizei verfolge die Verantwortlichen, erklärte er. Konkrete Ermittlungsergebnisse oder Festnahmen nannte er in seinen Äußerungen nicht.

„Wir können kein Land sein, in dem Menschen getötet werden, weil andere gegen sie sind. Wir wollen diesen Tötungen ein Ende setzen“, sagte Ramaphosa.

Zwei ANC-Kommunalpolitiker bei Haustürbesuchen erschossen

Die beiden ANC-Kommunalpolitiker wurden in der vorausgegangenen Woche in Umgababa in der Provinz KwaZulu-Natal erschossen. Sie waren dort im Rahmen ihres Wahlkampfs von Tür zu Tür unterwegs.

Ramaphosa verwies auf Angriffe gegen Menschen, die Wahlkampf führen oder als politische Vertreter zur Wahl stehen. Zu den Hintergründen des Doppelmordes, möglichen Tätern oder einem konkreten Tatmotiv gibt es noch keine näheren Hintergründe.

ANC und DA streiten über ihre Zusammenarbeit in der Regierung

Parallel zum Kommunalwahlkampf belastet ein Streit zwischen dem ANC und der Demokratischen Allianz (DA) die gemeinsame Regierungsarbeit auf nationaler Ebene. ANC-Generalsekretär Fikile Mbalula hatte gefordert, die Rolle der DA in der Regierung der nationalen Einheit zu überprüfen.

DA-Parteichef Geordin Hill-Lewis wies dies bei der Vorstellung des Wahlprogramms seiner Partei für die Provinz North West in Potchefstroom zurück. Maßgeblich seien für ihn in dieser Frage die Aussagen Ramaphosas, erklärte er am 16. Oktober.

„Wir sind in der Regierung der nationalen Einheit, damit Südafrika funktioniert, unsere Wirtschaft wächst und Menschen Arbeit finden“, sagte Hill-Lewis. Sollte der Präsident Bedenken haben, könne er ihn direkt anrufen.

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