Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen legt im Februar 2026 einen deutlichen Schwerpunkt auf afrikanische Konflikte und Missionen. Im Zentrum stehen die humanitäre Lage im Sudan, Beratungen zu Libyen sowie die UN-Friedensmission in der Zentralafrikanischen Republik. Das erklärte der Präsident des Sicherheitsrats für den Monat Februar, der britische Diplomat James Kariuki, am 2. Februar bei einer Pressekonferenz am UN-Hauptsitz in New York.
Afrikanische Konflikte als Kern der Ratsarbeit
Nach Angaben Kariukis zielt das Arbeitsprogramm des Sicherheitsrats im Februar darauf ab, die Rolle des Gremiums bei der Wahrung von internationalem Frieden und Sicherheit konsequent wahrzunehmen. Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf Konflikten in Afrika, die weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und die regionale Stabilität haben.
Sudan: Humanitäre Krise und Schutz der Zivilbevölkerung
Die Lage im Sudan bezeichnete Kariuki als eine der dringendsten Prioritäten des Sicherheitsrats. Der anhaltende bewaffnete Konflikt habe zu einer schweren humanitären Krise geführt, mit massiven Vertreibungen und Gefährdungen von Zivilisten. Die reguläre Sitzung des Sicherheitsrats zum Sudan am 19. Februar soll sich laut Kariuki auf Maßnahmen zur Linderung des Leidens, den Schutz der Bevölkerung und Möglichkeiten zur Eindämmung der Gewalt konzentrieren.
Die Sitzung soll auf Ministerebene stattfinden und voraussichtlich von der britischen Innenministerin Yvette Coopergeleitet werden. Ziel sei es, politische Aufmerksamkeit auf die Lage zu lenken und die internationale Koordination zu stärken.
Libyen und regionale Stabilität in Nordafrika

Für den 18. Februar ist eine weitere Sitzung des Sicherheitsrats zu Libyen angesetzt. Kariuki kündigte an, dass die Ratspräsidentschaft im Vorfeld ein Medienbriefing plant. Im Mittelpunkt sollen Fragen der politischen Stabilisierung, Sicherheitslage und der weiteren Rolle der Vereinten Nationen im libyschen Friedensprozess stehen. Libyen bleibt aus Sicht des Sicherheitsrats ein zentraler Faktor für die Stabilität Nordafrikas und des Mittelmeerraums.
MINUSCA: UN-Mission in der Zentralafrikanischen Republik
Auch die UN-Mission in der Zentralafrikanischen Republik, MINUSCA, steht im Februar auf der Tagesordnung. Der Sicherheitsrat will sich im Rahmen eines mandatsgemäßen Treffens mit der Sicherheitslage, dem Schutz von Zivilisten und der Umsetzung des Mandats befassen. Die Mission gilt als ein zentrales Instrument der Vereinten Nationen zur Stabilisierung des Landes und zur Unterstützung staatlicher Strukturen.
Terrorismusbekämpfung und Finanzen
Ergänzend zu den länderspezifischen Sitzungen ist am 4. Februar ein Treffen zur Terrorismusbekämpfung vorgesehen, das vom britischen Staatssekretär Chris Elmore geleitet werden soll. Terroristische Gewalt bleibt in mehreren Regionen Afrikas ein sicherheitspolitischer Faktor, der die Arbeit des Sicherheitsrats regelmäßig prägt.
Auf Fragen zur angespannten Finanzlage der Vereinten Nationen, die Generalsekretär António Guterres zuletzt thematisiert hatte, verwies Kariuki auf die Zuständigkeit der Generalversammlung. Der Sicherheitsrat könne jedoch durch effizient formulierte Mandate und Kostenbewusstsein bei Friedenseinsätzen, insbesondere in Afrika, zu einer besseren Nutzung der verfügbaren Mittel beitragen. Die Mitgliedstaaten hätten bereits einer Budgetkürzung um 15 Prozent zugestimmt.