Die Kraftstoffpreise in Mosambik bleiben nach Angaben der Regierung landesweit mindestens bis Anfang Mai unverändert. Das erklärte Staatssekretär für Schatzamt und Haushalt Amílcar Tivane nach der siebten ordentlichen Sitzung des Ministerrats. Die Regierung begründet den Schritt mit vorhandenen Reserven, warnt aber zugleich vor möglichen Preissteigerungen in den kommenden Wochen. Hintergrund ist die angespannte Lage im Nahen Osten und der Druck auf den internationalen Ölmarkt.
Tivane sagte, Mosambik verfüge derzeit über Kraftstoffreserven für die nächsten zwei Monate. Deshalb sehe die Regierung bis Anfang Mai keinen Anlass für eine Preisanpassung. Für Verbraucher und Unternehmen bedeutet das zunächst stabile Preise an den Tankstellen.
Regierung verweist auf Reserven für zwei Monate
Mit der Ankündigung versucht die Regierung, Sorgen vor einer kurzfristigen Verteuerung von Benzin und Diesel zu dämpfen. Die vorhandenen Bestände sollen nach Darstellung des Staatssekretärs ausreichen, um die Versorgung im Land ohne Preisänderung aufrechtzuerhalten.

Zugleich machte Tivane deutlich, dass diese Stabilität zeitlich begrenzt sein könnte. Sollte der Krieg im Nahen Osten weiter auf die Ölpreise durchschlagen, könnte es im Mai zu höheren Kraftstoffpreisen kommen.
Lage im Nahen Osten erhöht den Druck auf den Ölmarkt
Die Erklärung der Regierung steht im Zusammenhang mit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öl- und Gastransport.
Iran hat die Meerenge nach US-Angriffen blockiert. Über diese Route wird täglich fast ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls transportiert. Die Behinderung von Öl- und Gastankern erhöht damit den Druck auf den internationalen Energiemarkt.
Mögliche Folgen für Mosambik ab Mai

Für Mosambik bleibt die Lage damit vorerst unter Kontrolle, aber nicht ohne Risiko. Solange die vorhandenen Reserven reichen, will die Regierung an den bisherigen Preisen festhalten.
Ob das auch über Anfang Mai hinaus möglich ist, hängt nach den Worten Tivanes vor allem davon ab, wie sich der Krieg im Nahen Osten und die internationalen Ölpreise weiter entwickeln. Die Regierung verbindet ihre aktuelle Zusage deshalb mit einem klaren Vorbehalt für die Zeit danach.

