König Mohammed VI hat die Öffnung von 157 neu errichteten, wiederaufgebauten oder restaurierten Moscheen zum Beginn des Ramadan angeordnet. Die Entscheidung wurde am 16. Februar 2026 vom Ministerium für Habous und islamische Angelegenheiten bekanntgegeben.
Infrastrukturprojekte zum Ramadan abgeschlossen

Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um 95 neu errichtete Moscheen, 42 wiederaufgebaute – darunter acht historische – sowie 11 restaurierte Gebetshäuser. Die Gesamtkapazität beträgt 160.000 Gläubige, die Investitionskosten belaufen sich auf 647,3 Millionen Dirham.
Der Monarch billigte zudem die Eröffnung der Mohammed-VI.-Moschee samt Nebengebäuden in N’Djamena im Tschad. Darüber hinaus erhielt die Große Moschee im Stadtteil Hay Salam in Agadir offiziell den Namen Mohammed VI. Sie verfügt über eine Kapazität von 3.600 Gläubigen bei Baukosten von 62,5 Millionen Dirham.
Langfristiges Rehabilitationsprogramm

Bereits Ende Januar hatte Religionsminister Ahmed Taoufiq vor dem Parlament eine Bilanz der laufenden Moscheeprogramme gezogen. Seit dem Start des Rehabilitationsprogramms im Jahr 2010 seien 2.069 Moscheen für insgesamt 3,61 Milliarden Dirham instandgesetzt worden.
Aktuell befinden sich nach Angaben des Ministers 553 Moscheen in der Sanierung mit einem Budget von 1,16 Milliarden Dirham. Weitere 176 Projekte seien in der Planungs- und Genehmigungsphase mit veranschlagten Kosten von 193 Millionen Dirham. Rund 1.458 Moscheen bleiben demnach weiterhin geschlossen und benötigen Arbeiten im Umfang von etwa zwei Milliarden Dirham.
Taoufiq betonte, Schließungen erfolgten ausschließlich auf Grundlage technischer Gutachten zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. „Wir schließen eine Moschee nicht, weil wir sie schließen wollen, sondern weil ein technisches Gutachten eine reale Gefahr bestätigt“, erklärte er.
Energieeffizienz und Vorbereitung auf Ramadan
Das Ministerium verwies zudem auf ein seit 2010 laufendes Programm zur Senkung des Energieverbrauchs in Moscheen. Bis 2025 seien 139 Millionen Dirham investiert worden. In einzelnen Moscheen sei der Energieverbrauch um bis zu 65 Prozent gesunken.
Für den Ramadan wurden zusätzliche Maßnahmen angekündigt, darunter Wartungsarbeiten, die Ausstattung von 900 Moscheen mit Teppichen, die Installation von Beschallungssystemen sowie Reinigungsmaßnahmen. Für Bewachungs- und Reinigungsdienste in 280 Moscheen wurden 40,5 Millionen Dirham bereitgestellt.
Religiöse Betreuung der Diaspora
Parallel dazu entsendet das Ministerium eine religiöse Delegation ins Ausland, um die marokkanische Diaspora während des Ramadan zu begleiten. Die Delegation besteht aus 22 Predigern, 19 Predigerinnen und 309 Rezitatoren. Sie reisen unter anderem nach Frankreich, Belgien, Spanien, den Niederlanden, Deutschland, Kanada und Estland.

Nach Angaben der Behörden erfolgt die Entsendung in Abstimmung mit Botschaften, Konsulaten und Moscheeverbänden im Ausland. Ziel ist die religiöse Betreuung im Rahmen der marokkanischen Glaubensgrundsätze.