Die Vereinten Nationen haben Pekka Haavisto zum neuen persönlichen Gesandten des Generalsekretärs für Sudan ernannt. UN-Generalsekretär António Guterres gab die Personalentscheidung am 24. Februar 2026 bekannt.
Haavisto folgt auf den ehemaligen Außenminister Ramtane Lamamra aus Algerien, dem Guterres für dessen Engagement in den sudanesischen Friedensbemühungen dankte.
Langjährige Erfahrung in Diplomatie und Vermittlung
Pekka Haavisto ist Mitglied des finnischen Parlaments und verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung in Politik und internationalen Angelegenheiten. Von 2019 bis 2023 war er Außenminister Finnlands. Zuvor leitete er von 2016 bis 2019 das European Institute of Peace. In der finnischen Regierung bekleidete er außerdem Ministerämter für Entwicklungszusammenarbeit, staatliche Beteiligungen und Umwelt.
Seine parlamentarische Laufbahn begann 1987 mit der ersten Wahl ins finnische Parlament.
Frühere Rolle im Sudan-Dossier
Haavisto bringt umfassende Erfahrung in Vermittlungs- und Verhandlungsprozessen mit, insbesondere im Horn von Afrika und im Nahen Osten. Zwischen 2005 und 2007 war er Sonderbeauftragter der Europäischen Union für Sudan und beteiligte sich an den Friedensverhandlungen zu Darfur. In dieser Zeit arbeitete er zudem als leitender Berater der Vereinten Nationen im Darfur-Friedensprozess.
Von 2009 bis 2017 fungierte er als Sonderbeauftragter des finnischen Außenministers für Mediation und Krisenmanagement in Afrika.

Darüber hinaus war Haavisto zwischen 1999 und 2005 für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen tätig, unter anderem in Kosovo, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Afghanistan, Irak, den besetzten palästinensischen Gebieten, Liberia und Sudan.
Haavisto spricht neben Finnisch auch Schwedisch und Englisch.