China will die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Burundi weiter ausbauen und mehr burundische Agrarprodukte auf den chinesischen Markt bringen. Das machte die neue chinesische Botschafterin in Burundi, Zhu Hewei, bei einem Empfang in Bujumbura deutlich, bei dem sie ihre ersten inhaltlichen Akzente seit Amtsantritt setzte. Im Zentrum standen Investitionen, Industrialisierung und der Handel mit burundischen Exportprodukten. Für Burundi ist das relevant, weil Peking damit seine Rolle als wirtschaftlicher Partner in mehreren Schlüsselsektoren erneut unterstreicht.
Am Mittwochabend sprach Zhu Hewei bei einem Empfang an der chinesischen Botschaft anlässlich ihres Amtsantritts als 16. Botschafterin Chinas in Burundi. Zu den Gästen gehörten Vertreter burundischer Institutionen, Parlamentsmitglieder, Diplomaten sowie Repräsentanten internationaler Organisationen.
Botschafterin hebt Investitionen und Industrialisierung hervor
Zhu sagte, die Beziehungen zwischen China und Burundi beruhten auf einer langen Freundschaft, einer gemeinsamen Entwicklungsvision und abgestimmtem Handeln. Seit ihrem Amtsantritt vor sechs Wochen habe sie Gespräche mit burundischen Entscheidungsträgern geführt, Kooperationsprojekte besucht und sich mit Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen ausgetauscht.
Wörtlich sagte sie: „Seit meinem Amtsantritt vor sechs Wochen habe ich burundische Führungspersönlichkeiten getroffen, Kooperationsstandorte besucht und mich mit Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen ausgetauscht.“ Dabei habe sie, so Zhu weiter, die breite Zustimmung zur Freundschaft zwischen beiden Ländern und den gemeinsamen Wunsch nach einem Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit wahrgenommen.
Besonders hob die Diplomatin hervor, dass beide Länder in der vergangenen Woche einen breiten Konsens erzielt hätten, um die Investitionszusammenarbeit zu stärken und die industrielle Entwicklung in Burundi voranzubringen. Damit setzte sie den politischen Schwerpunkt ihrer ersten öffentlichen Erklärung klar auf wirtschaftliche Kooperation mit konkretem Nutzen für Burundi.
Handel mit burundischen Produkten soll wachsen
Zhu kündigte an, sie wolle die Ausfuhr weiterer hochwertiger Agrarprodukte aus Burundi nach China fördern. Als Beispiele nannte sie Avocados. Ziel sei es zugleich, burundische Partner auf dem Weg der Industrialisierung zu begleiten und die Ergebnisse der Zusammenarbeit für die Bevölkerung beider Länder spürbar zu machen.

Dabei verwies sie auch auf ein bereits sichtbares Beispiel im Handel. Im vergangenen Jahr sei die erste Lieferung burundischen Kaffees, die von einem Nullzollsatz profitierte, nach China exportiert worden und habe bei chinesischen Verbraucherinnen und Verbrauchern großen Erfolg gehabt.
Diese Passage macht deutlich, worauf Peking in Burundi derzeit setzt: Die Zusammenarbeit soll nicht nur über politische Symbolik laufen, sondern über Exportchancen, Marktöffnung und wirtschaftliche Projekte.
Kooperation reicht von Landwirtschaft bis Infrastruktur
Nach Darstellung der Botschafterin hat die chinesisch-burundische Zusammenarbeit bereits in traditionellen Bereichen wie Landwirtschaft, Gesundheit, Bildung und Infrastruktur Ergebnisse gebracht. Zugleich sieht Peking weiteres Potenzial in neueren Feldern wie Energie, Bergbau, Handel und Armutsbekämpfung.
Damit zeichnet Zhu ein breites Bild der bilateralen Agenda. Die Beziehungen sollen sich nicht auf einzelne Projekte beschränken, sondern mehrere Wirtschafts- und Entwicklungsbereiche gleichzeitig erfassen.
Empfang mit hochrangigen Gästen aus Burundi
Zu den Gästen des Empfangs gehörten unter anderem die burundische Ombudsfrau Aimée Laurentine Kanyana, der stellvertretende Generalsekretär der Regierungspartei, Cyriaque Nshimirimana, sowie der Präsident der Wahrheits- und Versöhnungskommission, Pierre Claver Ndayicariye. Auch Parlamentarier, diplomatische Vertreter, Freunde Chinas in Burundi und Repräsentanten internationaler Organisationen nahmen teil.
Zhu dankte der burundischen Regierung für den Empfang und für die Unterstützung seit ihrer Ankunft. Zugleich würdigte sie die Akteure, die die Beziehungen zwischen beiden Ländern unterstützten.
Jubiläumsjahr für Chinas Beziehungen zu Afrika
Die Botschafterin verwies außerdem darauf, dass in diesem Jahr der 70. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Afrika begangen wird. Zugleich sei 2026 den menschlichen und kulturellen Austauschen zwischen China und Afrika gewidmet.
Zum Abschluss erklärte Zhu, sie werde sich dafür einsetzen, die Freundschaft zwischen China und Burundi zu bewahren, die pragmatische Zusammenarbeit zu vertiefen und den Austausch zwischen beiden Bevölkerungen auszubauen.

