Madagaskar hat neue Transportmittel aus Russland übernommen, um die Versorgung von Zyklonopfern zu beschleunigen. Am 27. Februar wurden die Ausrüstungen am internationalen Flughafen BANI Ivato offiziell entgegengenommen.
Die Lieferungen stehen im Zusammenhang mit den Folgen des Zyklons Gezani, der insbesondere die Region Toamasina getroffen hat. Bereits zuvor waren nach Angaben der Behörden 30 Tonnen Reis, 16 Tonnen rote Bohnen und 13 Tonnen Speiseöl eingetroffen, die an Betroffene verteilt werden sollen. Die nun übergebenen Lastwagen dienen dem Transport dieser Hilfsgüter in schwer zugängliche Gebiete.
Hubschrauber vom Typ Mi-8 ergänzen Logistik

Zum Umfang der Lieferung gehören zwei Hubschrauber vom Typ Mi-8 sowie mehrere Fahrzeuge. Die zusätzlichen Luft- und Bodentransportkapazitäten sollen die Reaktionsfähigkeit bei Notlagen erhöhen und den Zugang zu abgeschnittenen Regionen erleichtern.
An der Zeremonie nahm Präsident Michael Randrianirina teil. Er dankte der Russischen Föderation für die Unterstützung und würdigte die bilaterale Zusammenarbeit in einer Phase akuter humanitärer Herausforderungen.
Intensivierte Beziehungen zu Moskau
Die Lieferung erfolgt vor dem Hintergrund enger werdender Beziehungen zwischen Antananarivo und Moskau. Seit dem Machtwechsel nach dem Sturz von Andry Rajoelina hat sich die Kooperation zwischen beiden Staaten ausgeweitet.
🇷🇺🇲🇬Le 27 février, une cérémonie solennelle de remise de l’aide humanitaire russe à la République de Madagascar destinée à atténuer les conséquences du cyclone tropical GEZANI s’est tenue à l’aéroport international d’Antananarivo. pic.twitter.com/iOCYIPl5Ee
— Ambassade de Russie à Madagascar et aux Comores (@Amb_de_Russie) February 27, 2026
Nach Angaben der Behörden sind zudem russische Militärangehörige im Land präsent. Ihr Auftreten erfolgt offen und ohne erkennbare Zurückhaltung. Die Regierung bezeichnet die Zusammenarbeit als partnerschaftlich und verweist auf konkrete Unterstützung in Krisensituationen.
Der Zyklon Gezani hatte in mehreren Landesteilen schwere Schäden verursacht und zahlreiche Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.