Sieben ghanaische Händler bei Angriff der JNIM in Titao getötet

Bei einem bewaffneten Angriff im Norden von Burkina Faso sind sieben ghanaische Tomatenhändler getötet worden. Der Überfall ereignete sich am 14. Februar 2026 in der Stadt Titao in der Provinz Loroum.

Nach Angaben des ghanaischen Innenministers Muntaka Mohammed-Mubarak befanden sich 18 Personen – zehn Männer und acht Frauen – in einem Lastwagen, der in die Attacke geriet. Bewaffnete Angreifer hätten die Stadt angegriffen und gezielt männliche Bewohner und Reisende ins Visier genommen. Sieben Männer seien getötet worden, drei weitere verletzt. Eine Frau habe schwere Verletzungen erlitten, sieben weitere Frauen blieben unverletzt.

Angriff auf Militärlager und Markt

Lokale Quellen und internationale Medien berichten von koordinierten Angriffen auf militärische und zivile Ziele. Eine Gruppe bewaffneter Männer auf Motorrädern, mutmaßlich islamistische Terroristen der JNIM-Miliz, habe ein Militärlager gestürmt und Waffen sowie Munition erbeutet. Weitere Angreifer hätten Telekommunikationsanlagen zerstört und damit die Stadt vom Rest des Landes abgeschnitten.

Ein dritter Trupp sei in das Stadtzentrum vorgedrungen und habe den Markt angegriffen. Geschäfte und Versorgungsfahrzeuge seien geplündert und in Brand gesetzt worden. Nach vorläufigen Angaben kamen bei dem Angriff insgesamt rund 20 Menschen ums Leben. Das endgültige Ausmaß ist noch unklar.

Der Sprecher der burkinischen Streitkräfte, Oberstleutnant Abdoul Aziz Ouédraogo, erklärte im staatlichen Sender Radiodiffusion-Télévision du Burkina, die Lage in Titao sei unter Kontrolle. Die Streitkräfte hätten „mehrere Dutzend“ Angreifer neutralisiert.

Identifizierung der Opfer durch DNA-Proben

Der ghanaische Innenminister bestätigte in einem Radiointerview den Tod der sieben Händler. Er sagte, die Leichen seien vor der Bestattung durch DNA-Proben gesichert worden, um eine formelle Identifizierung zu ermöglichen. Die Sicherheitslage habe es der ghanaischen Botschaft in Ouagadougou nicht erlaubt, nach Titao zu reisen.

Überlebende Frauen hätten den Behörden die Namen der Betroffenen genannt. Die burkinischen Streitkräfte organisierten nach Angaben des Ministers eine Eskorte für die Verletzten und Überlebenden nach Ouagadougou, wo sie der ghanaischen Botschaft übergeben werden sollten.

Mohammed-Mubarak rief die Öffentlichkeit dazu auf, keine Bilder der Opfer in sozialen Medien zu verbreiten, da Familien teilweise vor offizieller Benachrichtigung von Todesfällen erfahren hätten.

Regionale Sicherheitslage

Die Angriffe in Titao stehen im Kontext der anhaltenden Gewalt im Sahel. Der Innenminister verwies auf die zunehmende Zahl von Attacken in der Region und betonte die Notwendigkeit regionaler Zusammenarbeit. Bürger der Staaten seien wirtschaftlich und familiär eng miteinander verbunden.

Zwei bis drei Wochen zuvor hatte Präsident John Mahama in Accra ein Sicherheitstreffen mit Vertretern aus Mali, Liberia und Ghana einberufen, um über die regionale Bedrohungslage zu beraten.

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