AU-Exekutivrat wählt zehn Mitglieder für den Friedens- und Sicherheitsrat

Der Exekutivrat der Afrikanischen Union hat zehn Staaten in den Friedens- und Sicherheitsrat für die Amtszeit 2026 bis 2028 gewählt.
Die Entscheidung fiel am 12. Februar während der 48. ordentlichen Sitzung des Gremiums in Addis Abeba.

Gewählt wurden Benin, Gabun, Lesotho, Marokko, Somalia und Südafrika. Wiedergewählt wurden Côte d’Ivoire, die Demokratische Republik Kongo, Sierra Leone und Uganda. Die neue Amtszeit beginnt am 1. April 2026 und endet am 31. März 2028.

Die formelle Bestätigung der gewählten Staaten ist für die 39. ordentliche Sitzung der Versammlung der Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union vorgesehen, die am 14. und 15. Februar ebenfalls in Addis Abeba stattfinden soll.

Rolle des Friedens- und Sicherheitsrats

Der Friedens- und Sicherheitsrat ist das zentrale Organ der Afrikanischen Union für Konfliktprävention, Krisenmanagement und Friedenseinsätze. Er befasst sich regelmäßig mit Konfliktsituationen auf dem Kontinent sowie mit thematischen Fragen zu Frieden und Sicherheit.

Das Arbeitsprogramm für 2026 sieht unter anderem regelmäßige Überprüfungen von Konfliktlagen in Ländern wie Somalia, Sudan, Südsudan, Libyen, der Demokratischen Republik Kongo und der Sahelregion vor.

Mandate von Friedensmissionen und thematische Sitzungen

Für 2026 stehen zudem die Mandate zentraler Friedensmissionen auf der Agenda, darunter die Unterstützungs- und Stabilisierungsmission der Afrikanischen Union in Somalia sowie die Multinationale Gemeinsame Einsatztruppe im Tschadseebecken.

Darüber hinaus sind mehrere thematische Sitzungen geplant, unter anderem zu Wahlen in Afrika, zur Umsetzung der Agenda „Silencing the Guns“, zu Frauen, Frieden und Sicherheit sowie zu Kindern in bewaffneten Konflikten.

Mit der Wahl der neuen Mitglieder beginnt für den Friedens- und Sicherheitsrat eine Amtsperiode, in der zahlreiche laufende Konfliktdossiers sowie Koordinierungsprozesse innerhalb der Afrikanischen Union anstehen.

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