UNESCO kündigt ein Netzwerk zur Erinnerung an die Sklaverei an

Die UNESCO hat die Schaffung eines Netzwerks zur Förderung der Erinnerung an die Sklaverei angekündigt. Wie Audrey Azoulay, die Generaldirektorin der Organisation, am Rande der UN-Generalversammlung in New York erklärte, soll das Netzwerk von Gedenkstätten und Museen in Afrika, Amerika und Europa den Austausch von Wissen und den interkulturellen Dialog fördern.

Ziel dieses Netzwerks sei es, die Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg zu stärken, zum Beispiel durch Festivals, virtuelle Besuche, schulische Austausche und den Austausch von Best Practices zwischen Fachleuten. Dabei werde besonderer Wert darauf gelegt, das Bewusstsein für das Erbe der Sklaverei und dessen Auswirkungen auf heutige Gesellschaften zu schärfen, vor allem bei jungen Menschen.

Verbindungen sollen aufgezeigt werden

Dieses Projekt wird von Ländern wie Brasilien, Kolumbien, dem Kongo, Frankreich, Jamaika und den Niederlanden unterstützt und soll historische Stätten miteinander verbinden, ihre Sichtbarkeit erhöhen und eine globale Verständigung über die Geschichte der Sklaverei fördern.

Audrey Azoulay betonte außerdem die Bedeutung der Integration der Geschichte der Sklaverei in Schulbücher und Bildungssysteme weltweit und erinnerte daran, dass die Sklaverei als eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte noch immer Spuren in betroffenen Gemeinschaften hinterlasse. Zudem soll eine Allianz von Universitätslehrstühlen Forschende aus Afrika, Amerika und Europa vernetzen, um gemeinsam gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen.

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