Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, Bärbel Kofler, reist in den Senegal, um die deutsch-senegalesische Zusammenarbeit bei Energie, Ausbildung und wirtschaftlicher Entwicklung zu vertiefen. Am Dienstag, 31. März 2026, will sie dort den Grundstein für einen Batteriegroßspeicher legen. Die Reise dauert vom 30. März bis zum 2. April und verbindet politische Gespräche mit Terminen zur Entwicklungs- und Klimapartnerschaft. Im Mittelpunkt stehen die Energiewende, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und bessere berufliche Perspektiven für junge Menschen.
Die Reise zeigt, welche Rolle Senegal für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Westafrika spielt. Deutschland zählt zu den wichtigsten bilateralen Gebern des Landes und arbeitet seit 1962 entwicklungspolitisch mit Dakar zusammen.
Energiepartnerschaft rückt in den Mittelpunkt
Ein zentraler Termin der Reise ist die Grundsteinlegung für einen Batteriegroßspeicher. Kofler will dabei auch zur Bedeutung der Zusammenarbeit im Energiesektor sprechen. Das Projekt steht im Zusammenhang mit der internationalen Partnerschaft für eine gerechte Energiewende, die Deutschland, Frankreich und weitere Geber im Juni 2023 mit Senegal vereinbart hatten.
Mit dieser sogenannten Just Energy Transition Partnership wurde die bisherige entwicklungspolitische Zusammenarbeit in eine breiter angelegte Klima- und Entwicklungspartnerschaft überführt. Ziel ist es, den Umbau des Energiesektors mit wirtschaftlicher Entwicklung und sozialer Stabilität zu verbinden.
Deutschland setzt auf Ausbildung, Wirtschaft und Regierungsführung
Neben Energiefragen soll es bei Koflers Reise auch um nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie um Ausbildungs- und Beschäftigungschancen für junge Menschen gehen. Geplant sind politische Gespräche sowie Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der internationalen Gebergemeinschaft und der Zivilgesellschaft.

Die deutsche Zusammenarbeit mit Senegal konzentriert sich auf mehrere Kernbereiche. Dazu gehören Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt, gute Regierungsführung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, berufliche Bildung, Privatsektorentwicklung sowie Klima, Energie, Gesundheit und soziale Sicherung.
Für Deutschland ist Senegal auch deshalb ein wichtiger Partner, weil wirtschaftliche Entwicklung, Ausbildung und staatliche Handlungsfähigkeit in der Region eng miteinander verknüpft sind. Die Reformpartnerschaft, die beide Länder 2019 im Rahmen der G20-Initiative Compact with Africa vereinbarten, zielte darauf, private Investitionen zu erleichtern und Beschäftigung zu fördern.
Mehr als 170 Millionen Euro vom BMZ
Das Bundesentwicklungsministerium bewilligte für die Zusammenarbeit mit Senegal im Jahr 2023 insgesamt 170,35 Millionen Euro. Davon entfielen 132 Millionen Euro auf die finanzielle Zusammenarbeit und 38,35 Millionen Euro auf die technische Zusammenarbeit.
Hinzu kommen 118 Millionen Euro an zugesagter Budgethilfe. Diese Mittel fließen direkt in den Staatshaushalt Senegals und sind an festgelegte Reformschritte gebunden.
68 Millionen Euro sollen die Krisenfestigkeit des Landes in den Bereichen öffentliche Finanzen, Wirtschaft und Klimawandel stärken. Weitere 50 Millionen Euro sind für die Förderung des Pharmasektors und der Impfstoffproduktion vorgesehen.
Reformen als Bedingung für Auszahlungen
Die Auszahlung der Mittel ist an überprüfbare Strukturreformen geknüpft. Bei der Unterstützung für mehr Krisenfestigkeit betreffen sie unter anderem Regierungsführung, öffentliche Finanzsysteme, Energiewende und feministische Entwicklungspolitik.
Bei der Förderung von Impfstoffproduktion und Pharmasektor geht es etwa um den Aufbau einer unabhängigen Regulierungsbehörde, bessere Aus- und Fortbildung sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Ministerien. Darüber hinaus engagiert sich das BMZ in Senegal auch über Team-Europe-Initiativen der Europäischen Union.
