Sambias Präsident Hakainde Hichilema hat den Vereinten Nationen freie und faire Wahlen im August zugesichert und die Abstimmung an ein friedliches politisches Umfeld geknüpft. Bei einem Treffen mit Vertretern der UN in Sambia sagte er am Dienstag, nur ein solcher Rahmen könne eine geordnete und glaubwürdige Wahl ermöglichen. Zugleich stellte die UN ihre weitere Unterstützung für den Wahlprozess im Wahljahr 2026 in Aussicht. Damit rücken Wahlbedingungen und internationale Begleitung der Abstimmung früh in den Mittelpunkt.
Wahlklima wird zum zentralen Thema
Hichilema warb bei dem Gespräch für einen ruhigen politischen Kurs vor den Wahlen 2026. Wahlen dürften nicht von Negativität geprägt sein, sagte er. Frieden sei die Voraussetzung für ein positives Wahlergebnis, während das Gegenteil zu Spannungen führe.

Der Präsident verband die Zusage freier und fairer Wahlen mit einem grundsätzlichen Appell an Stabilität. Neben dem Wahlprozess verwies er auch auf die Bedeutung makroökonomischer Stabilität für das Land. Angesichts globaler Spannungen und Kriege müssten Staat und internationale Partner ihre Zusammenarbeit an neue Entwicklungen anpassen.
UN bekräftigt Unterstützung für den Wahlprozess
Die UN-Vertretung in Sambia stellte ihre Begleitung des Wahljahres ausdrücklich heraus. UN-Resident-Koordinatorin Beatrice Mutali sagte, die Vereinten Nationen blieben ihrem Mandat entsprechend bereit, den Wahlprozess weiter zu unterstützen. „2026 ist ein Wahljahr, und im Einklang mit unserem Mandat zur Unterstützung von Wahlprozessen bleiben wir entschlossen, unsere Unterstützung für den Wahlprozess zu verstärken“, sagte sie.
Mutali hob zugleich die Zusammenarbeit mit der sambischen Regierung hervor. Die Partnerschaft sei für die UN von hoher Bedeutung, ebenso der offene Zugang für den Austausch mit dem UN-System in Sambia.
Regierung und UN verknüpfen Wahlen mit breiterer Zusammenarbeit
Das Treffen diente auch dazu, die laufende Zusammenarbeit zwischen Regierung und UN abzustecken. Mutali informierte über zentrale Arbeitsfelder der Vereinten Nationen im Land, darunter die Mitwirkung an der Ausarbeitung des neunten nationalen Entwicklungsplans. Die UN arbeite dazu mit dem Finanzministerium und dem Ministerium für nationale Planung zusammen und warte auf den endgültigen Fahrplan.
Zugleich verwies sie auf die Unterstützung bei der Umsetzung internationaler Zusagen, die Sambia eingegangen ist. Diese würden gemeinsam mit Ministerien und weiteren Partnern an die Prioritäten des Landes angepasst.

Hichilema nannte die Vereinten Nationen einen verlässlichen Partner seiner Regierung. Er würdigte die bisherige Zusammenarbeit und sagte, Sambia werde sich auch künftig auf das UN-System stützen. Besonders dankte er der UN für ihre Unterstützung im Gesundheitssektor. Jeder Mensch in Sambia müsse Zugang zu Gesundheitsversorgung haben, unabhängig von seiner Herkunft, sagte der Präsident.
Präsident erneuert Forderung nach Afrikas Sitz am Tisch
Neben innenpolitischen Themen griff Hichilema auch eine internationale Frage auf. Er erneuerte die Forderung nach einer stärkeren Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Der Kontinent müsse dort einen Platz am Tisch haben, sagte er.
Damit verband der Präsident die innenpolitische Botschaft zu den bevorstehenden Wahlen mit einem breiteren außenpolitischen Signal. Im Mittelpunkt des Treffens stand jedoch die Zusage, dass die Wahlen in Sambia frei und fair ablaufen sollen und dass die UN den Prozess weiter begleitet.
