Sambias Präsident Hakainde Hichilema hat die Medien zu objektiver Berichterstattung im Vorfeld der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2026 aufgerufen. Am 14. Februar 2026 mahnte er anlässlich des Weltradiotags im Distrikt Choma zu verantwortungsvollem Journalismus.
In einer von Informations- und Medienminister Cornelius Mweetwa verlesenen Rede betonte Hichilema, Medienfreiheit müsse mit Verantwortung einhergehen. „Medienfreiheit muss Hand in Hand mit Verantwortung gehen, insbesondere da wir uns den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2026 nähern. Ich fordere alle Rundfunkveranstalter auf, objektiv zu bleiben und parteiische Berichterstattung zu vermeiden, die unser Volk spalten könnte“, erklärte der Präsident.
Wahlen in Sambia: Radio als zentrales Informationsmedium
Hichilema bezeichnete das Radio als eines der wichtigsten Instrumente für Informationsvermittlung und nationalen Dialog, insbesondere in ländlichen Regionen, wo es das am weitesten verbreitete Medium sei. Rundfunkplattformen sollten zur Förderung von Frieden, Einheit und nationaler Entwicklung beitragen.

Zugleich forderte er klare redaktionelle Leitlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Redaktionen. „Wenn sie richtig eingesetzt wird, kann KI die Effizienz in Redaktionen verbessern, doch es braucht eine starke redaktionelle Kontrolle und die Überprüfung aller KI-gestützten Inhalte vor der Veröffentlichung“, sagte er.
Neue Rahmenwerke zu Künstlicher Intelligenz
Der Generaldirektor der Independent Broadcasting Authority, Webster Malido, kündigte an, bestehende Regelwerke zum Einsatz von KI würden derzeit überprüft. Ziel sei es, Radiosender und andere Medienhäuser angesichts neuer Technologien bei der Wahrung professioneller Standards zu unterstützen.
Fehl- und Desinformation im Zusammenhang mit KI stellten eine ernsthafte Herausforderung dar. Mit neuen Rahmenbedingungen solle sichergestellt werden, dass Rundfunkanstalten ethische Berichterstattungsstandards einhalten.
Auch die UNESCO-Vertreterin Moira Nguni sprach sich für eine ethisch fundierte Nutzung neuer Technologien aus. Künstliche Intelligenz eröffne neue Möglichkeiten in der Inhaltsproduktion, müsse jedoch auf Transparenz, Datenschutz und Schutzmechanismen gegen Desinformation basieren.
Die Vorsitzende des Media Institute of Southern Africa in Sambia, Lorraine Chisanga, forderte Medienhäuser auf, umfassende KI-Richtlinien zu entwickeln, um Glaubwürdigkeit und öffentliches Vertrauen zu sichern.