Die französische Botschaft in der Demokratische Republik Kongo hat die Präsenz französischer Offiziere in Kisangani im Nordosten des Landes bestätigt. Die Erklärung erfolgte nach der Verbreitung eines Fotos in sozialen Medien, das einen Soldaten mit französischer Flagge zeigte und Spekulationen auslöste.
Vérifiez toujours auprès des sources officielles de l’Ambassade avant d’alarmer ! Les images partagées sans contexte peuvent prêter à confusion. Cette présence est une réponse à une demande des autorités congolaises. L’Ambassadeur évoquait la coopération militaire bilatérale. ⤵️ https://t.co/N8CVFOKGfd pic.twitter.com/92bCzC83kt
— France en R.D.Congo 🇨🇵🇪🇺 (@AmbaFranceRDC) February 16, 2026
Nach Angaben der diplomatischen Vertretung erfolgt der Einsatz im Rahmen eines bilateralen Militärkooperationsprogramms, das seit 2021 besteht. Die Entsendung sei auf ausdrücklichen Wunsch der Regierung in Kinshasa erfolgt und beschränke sich ausschließlich auf Ausbildungsaufgaben ohne operative Beteiligung.
Frankreich setzt Schwerpunkt auf „Jungle“-Bataillonen für den Osten Kongos
Die französischen Offiziere arbeiten vor allem mit sogenannten „Jungle“-Bataillonen der Forces armées de la République démocratique du Congo (FARDC). Diese Einheiten sind auf Gefechte in dicht bewaldetem Terrain spezialisiert, insbesondere in den ostkongolesischen Konfliktregionen.

Sicherheitsquellen zufolge sollen mindestens vier solcher Bataillone mit jeweils rund 800 Soldaten bereits von französischen Ausbildern betreut worden sein. Die Schulungen umfassen offensive und defensive Gefechtstechniken, den Umgang mit improvisierten Sprengsätzen, Gefechtsmedizin sowie Operationen im tropischen Waldgebiet. Die laufende Ausbildungsmission ist demnach bis Ende März vorgesehen.
DR Kongo: Frankreich will Sicherheitslage stabilisieren

Die Unterstützung erfolgt vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage im Osten des Landes. Die Jungle-Bataillone waren in den Jahren 2024 und 2025 an intensiven Gefechten beteiligt. Die Stärkung ihrer Fähigkeiten gilt für Kinshasa als strategisch relevant.
Zusätzlich beteiligen sich französische Offiziere an der Ausbildung an der Militärakademie in Kinshasa. Eine Beteiligung im Rahmen der Europäischen Friedensfazilität findet hingegen nicht statt. Dort sind belgische Offiziere in Kindu in der Provinz Maniema bei der 31. schnellen Reaktionsbrigade der FARDC eingesetzt.
Frankreich betont, dass sein Engagement ausschließlich der militärischen Zusammenarbeit und dem Kapazitätsaufbau dient und keine direkte Beteiligung an Kampfeinsätzen umfasst.