EU verlängert Mandat von EUNAVFOR ASPIDES im Roten Meer

Der Rat der Europäischen Union hat das Mandat der Marineoperation EUNAVFOR ASPIDES zur Sicherung der Freiheit der Schifffahrt im Zusammenhang mit der Krise im Roten Meer verlängert. Am 23. Februar beschloss das Gremium, den Einsatz bis zum 28. Februar 2027 fortzuführen.

Für den Zeitraum vom 1. März 2026 bis zum 28. Februar 2027 wurde ein Finanzrahmen von nahezu 15 Millionen Euro für gemeinsame Kosten festgelegt. Eine weitere strategische Überprüfung der Operation ist für 2026/27 vorgesehen.

Schutz von Handelsschiffen und Seewegen

Die Operation trägt zur Sicherung der freien Navigation im Roten Meer und angrenzenden Gewässern bei. Sie reagiert auf anhaltende Bedrohungen gegen Handels- und Frachtschiffe und bietet defensive maritime Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Schiffen entlang zentraler Seehandelsrouten im Einklang mit internationalem Recht.

ASPIDES ist entlang der Hauptschifffahrtsrouten rund um die Meerenge Bab al-Mandab aktiv. Zudem überwacht die Mission die maritime Lage in der Straße von Hormus sowie in internationalen Gewässern des Roten Meeres, des Golfs von Aden, des Arabischen Meeres, des Golfs von Oman und des Persischen Golfs.

Hintergrund der Mission

Die EU hatte EUNAVFOR ASPIDES im Februar 2024 als defensive Operation eingerichtet. Anlass waren wiederholte Angriffe der Huthi-Miliz auf internationale Handelsschiffe seit Oktober 2023.

Die nun beschlossene Verlängerung folgt einer strategischen Überprüfung der Mission sowie einer umfassenderen Bewertung der maritimen EU-Operationen in der Region. Die Operation ergänzt weitere Maßnahmen der Europäischen Union zur Förderung von Sicherheit und Stabilität entlang zentraler Seehandelslinien.

ASPIDES hat ihr Hauptquartier in Larissa in Griechenland und steht unter dem Kommando von Konteradmiral Vasileios Gryparis.

Verwandte Beiträge
Total
0
Share