Ägyptens Präsident Abdel Fattah El-Sisi hat bei Gesprächen in Saudi-Arabien und Bahrain die iranischen Angriffe auf Staaten des Golf-Kooperationsrats scharf verurteilt. In Dschidda und Manama stellte er sich demonstrativ an die Seite der Golfstaaten und bekräftigte die Solidarität Kairos mit ihren Sicherheitsinteressen. Für die Region ist das politisch bedeutsam, weil Ägypten damit seine Unterstützung für die Golfmonarchien in einer Phase erhöhter militärischer Spannungen erneut sichtbar macht.
Die Gespräche fanden am Samstag statt. Sie waren Teil einer regionalen Reise, mit der Kairo seine Unterstützung für die Golfstaaten in der aktuellen Lage unterstreichen will.
Gespräche in Dschidda rücken Sicherheit der Golfstaaten in den Mittelpunkt
In Dschidda traf Sisi den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Im Mittelpunkt standen die militärischen Spannungen in der Region und deren Folgen für die internationale Sicherheit.
Beide Seiten warnten vor einer gefährlichen Zuspitzung. Nach Darstellung der saudischen Nachrichtenagentur SPA bewerteten sie die wiederholten iranischen Angriffe auf Staaten des Golf-Kooperationsrats und auf zivile Schlüsselanlagen als Entwicklung, die die Stabilität der Region bedroht.
— واس الأخبار الملكية (@spagov) March 21, 2026
El-Sisi verurteilte diese Angriffe demnach als „wiederholte kriminelle Attacken“ und bekräftigte die volle Solidarität Ägyptens mit Saudi-Arabien gegen jede Bedrohung seiner Souveränität und Sicherheit.
Auch in Bahrain richtet sich die Kritik gegen Teheran
Bereits zuvor hatte Sisi in Manama mit Bahrains König Hamad bin Isa Al Khalifa gesprochen. Auch dort standen die Spannungen mit Iran im Zentrum.

Beide Staatschefs bezeichneten die iranischen Angriffe als Verletzung nationaler Souveränität und des Völkerrechts. Zugleich warnten sie vor Folgen für Frieden und Sicherheit über die Region hinaus.
Mit den fast gleichlautenden Botschaften aus Saudi-Arabien und Bahrain setzte El-Sisi ein klares politisches Signal. Ägypten rückt in der aktuellen Krise eng an die Seite der Golfstaaten.
Kairo betont Unterstützung für die Golfmonarchien
Die Besuche in Saudi-Arabien und Bahrain sind Teil einer größeren Reise des ägyptischen Präsidenten durch die Golfregion. Zuvor hatte Sisi bereits die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar besucht.

Die Tour dient dazu, Ägyptens Rückhalt für die Staaten des Golf-Kooperationsrats in der aktuellen Lage sichtbar zu machen. Zugleich verbindet Kairo damit seine Ablehnung von Angriffen auf die Sicherheit benachbarter Staaten. Damit stärkt Ägypten auch diplomatisch seine Rolle als enger Partner der Golfmonarchien in einer Phase wachsender Unsicherheit im Nahen Osten.

