Der neue chinesische Botschafter in Mali ist in Bamako mit Vertretern des Nationalen Übergangsrates und dem Premierminister zusammengetroffen, um die bilaterale Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Gespräche fanden am 23. und 28. Februar statt.
Im Mittelpunkt standen sicherheits-, entwicklungs- und wirtschaftspolitische Themen. Beide Seiten bekräftigten den Willen, die bereits auf strategische Ebene gehobene Partnerschaft weiter auszubauen.
Gespräche im Nationalen Übergangsrat
Der Vorsitzende der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten des Conseil National de Transition, Aboubacar Sidiki Koné, empfing den chinesischen Botschafter Li Xiang in Bamako. Koné gratulierte dem Diplomaten zu seinem Amtsantritt und verwies auf die langjährigen Beziehungen zwischen beiden Staaten.

Nach Angaben der malischen Nachrichtenagentur AMAP verständigten sich die Gesprächspartner darauf, die bilaterale Kooperation entlang mehrerer strategischer Achsen zu dynamisieren.
Premierminister betont Sicherheitsgarantien
Zuvor hatte Premierminister Abdoulaye Maïga den Botschafter zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen. Das Treffen stand im Kontext der strategischen Aufwertung der Beziehungen, die im September 2024 bei einem Gespräch zwischen Übergangspräsident Assimi Goïta und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking vereinbart worden war.

Der chinesische Diplomat sprach von „exzellenten Beziehungen“ und verwies auf 65 Jahre bilateraler Freundschaft. Ziel sei es, dem strategischen Partnerschaftsstatus neue Impulse zu verleihen und die historischen Bindungen weiter zu festigen.
Fokus auf Sicherheit, Infrastruktur und Entwicklung
Nach Angaben des Botschafters will Peking die Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Entwicklung, Infrastruktur, Landwirtschaft und Gesundheit intensivieren. Die seit 1970 bestehende militärische Kooperation solle deutlich ausgebaut werden.
Premierminister Maïga dankte China für dessen „konstante und beständige Unterstützung“ und sicherte zu, die Sicherheit aller in Mali lebenden Personen zu gewährleisten. Zudem würdigte er die Haltung Pekings im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Terrorismus.
Die Gespräche unterstreichen die zunehmende strategische Bedeutung der chinesisch-malischen Beziehungen in einem sicherheitspolitisch angespannten regionalen Umfeld.