Papst Leo XIV reist zu einem mehrtägigen Besuch nach Äquatorialguinea und absolviert dabei politische, kirchliche und gesellschaftliche Termine in Malabo, Mongomo und Bata. Die Reise ist für den 21. bis 23. April geplant. Auf dem Programm stehen unter anderem Begegnungen mit dem Präsidenten, mit Vertretern von Staat und Diplomatie, zwei große Gottesdienste sowie Besuche in einer Klinik, einer Schule und einem Gefängnis. Parallel dazu organisieren Unternehmen und kirchliche Stellen Wasserverteilung und weitere Hilfen für die erwarteten Besucherströme.
Politische und gesellschaftliche Termine zum Auftakt in Malabo
Nach dem von der Kommunikationsdelegation des Erzbistums Malabo veröffentlichten Programm landet Leo XIV am Dienstagmittag in Malabo. Dort sind zunächst die offizielle Begrüßung und ein Höflichkeitsbesuch beim Präsidenten der Republik im Präsidentenpalast vorgesehen.
Am Nachmittag folgen im Präsidentenpalast ein Treffen mit den Behörden, der Zivilgesellschaft und dem diplomatischen Korps. Später kommt der Papst auf dem Campus León XIV der Nationalen Universität mit Vertretern der Kultur zusammen.
Für den Abend sind zwei weitere Termine angekündigt. Leo XIV besucht zunächst Personal und Patienten des psychiatrischen Krankenhauses Jean Pierre Olié. Danach ist ein privates Treffen mit den Bischöfen Äquatorialguineas vorgesehen.
Gottesdienste in Mongomo und Malabo, weitere Stationen in Bata
Der zweite Reisetag führt den Papst zunächst von Malabo nach Mongomo. Dort feiert er am Vormittag eine Messe in der Basilika der Unbefleckten Empfängnis. Anschließend besucht er die Technologische Schule Papst Franziskus und hält dort eine Ansprache.

Am Nachmittag reist Leo XIV weiter nach Bata. Geplant sind dort ein Besuch im Gefängnis von Bata, ein Gebet am Denkmal für die Opfer der Explosion vom 7. März 2021 und ein Treffen mit Jugendlichen und Familien im Stadion der Stadt. Am Abend geht es zurück nach Malabo.
Den Abschluss der Reise bildet am Donnerstag eine weitere Messe im Stadion von Malabo. Danach ist die Abschiedszeremonie am Flughafen vorgesehen, bevor der Papst nach Rom zurückfliegt.
Wasser, Mobilität und Unterstützung für die Bevölkerung
Mit Blick auf den Besuch hat die Martínez-Hermanos-Stiftung 1927 ein eigenes Unterstützungsprogramm gestartet. Nach Angaben des Unternehmens begann der Einsatz bereits mit der Verteilung von Flaschenwasser in Malabo, Bata und Mongomo. Insgesamt sollen rund 150.000 Flaschen an Teilnehmer der Veranstaltungen ausgegeben werden.
Darüber hinaus kündigte die Stiftung logistische Hilfe in Bereichen mit großem Andrang, zusätzliche Beschilderung und visuelle Informationen an den wichtigsten Veranstaltungsorten sowie Unterstützung für die Mobilität der Bürger an. Hinzu kommen Maßnahmen, um Pilgerbewegungen in Richtung Mongomo gemeinsam mit den zuständigen Organisationsstrukturen zu begleiten.
Stiftungsdirektorin Alicia Nkene nannte den Papstbesuch ein Ereignis von besonderer historischer, institutioneller und spiritueller Bedeutung für das Land. „Dieser Besuch ist ein historisches Ereignis für Äquatorialguinea und für unsere christliche Gemeinschaft. Wir sehen es als unsere Pflicht, konkret zum Wohl der Menschen beizutragen, die an diesen Veranstaltungen teilnehmen“, erklärte sie.
Weitere Wasserspende für Malabo, Bata und Mongomo
Auch Gepetrol Seguros hat kurz vor der Ankunft des Papstes Unterstützung zugesagt. Das Unternehmen spendete nach eigenen Angaben 2.917 Wassergebinde für die öffentlichen Veranstaltungen während des Besuchs.
Die Lieferung wurde vom Generaldirektor Crisanto Masie Sue an den Pfarrer der Kathedrale von Malabo, Andrés Esteban Benda, übergeben. Vorgesehen ist eine Verteilung auf drei Städte. Malabo und Bata sollen jeweils 833 Gebinde erhalten, Mongomo 1.250.
Aus kirchlicher Sicht wurde die Spende als Beitrag zur Versorgung der Besucher gewertet. Die Vorbereitungen auf die Ankunft des Papstes treten damit wenige Tage vor Beginn der Reise in ihre letzte Phase.

