Mosambiks Präsident Chapo setzt auf stärkere Beziehungen zu Portugal

Bei der Amtseinführung des neuen portugiesischen Präsidenten António José Seguro hat Mosambiks Präsident Daniel Chapo eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen angekündigt. Mehrere Staatschefs aus portugiesischsprachigen Ländern nahmen an der Zeremonie in Lissabon teil.

Mosambiks Präsident Daniel Chapo hat eine stärkere Zusammenarbeit mit Portugal unter dem neuen Staatsoberhaupt António José Seguro in Aussicht gestellt. Chapo äußerte diese Erwartung bei der Amtseinführung des neuen portugiesischen Präsidenten in Lissabon.

Die Zeremonie fand Anfang der Woche im portugiesischen Parlament statt. An der Amtseinführung nahmen mehrere Staats- und Regierungschefs aus portugiesischsprachigen Ländern teil, darunter Vertreter aus Mosambik, Angola, Kap Verde, São Tomé und Príncipe sowie Timor-Leste.

Mosambik bezeichnet Portugal als strategischen Partner

Daniel Chapo erklärte, die Beziehungen zwischen Mosambik und Portugal beruhten auf historischen und kulturellen Verbindungen sowie auf gemeinsamen politischen Werten.

Er bezeichnete Portugal als strategischen Partner seines Landes. In einem Interview mit dem portugiesischen Sender RDP África sagte Chapo, er hoffe auf einen baldigen Besuch des neuen portugiesischen Präsidenten in Mosambik.

Portugal sei weiterhin ein wichtiger wirtschaftlicher Partner mit zahlreichen Unternehmen, die im südostafrikanischen Staat tätig sind.

Seguro betont Bedeutung der portugiesischsprachigen Gemeinschaft

António José Seguro hob in seiner ersten Rede als Präsident die Bedeutung der Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Staaten hervor. Die Anwesenheit mehrerer Staatschefs aus diesen Ländern sei ein Zeichen der engen historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen.

Die portugiesischsprachige Gemeinschaft zeige, dass eine gemeinsame Sprache auch eine gemeinsame politische und wirtschaftliche Perspektive ermöglichen könne.

Präsident spricht über internationale Herausforderungen

In seiner Ansprache sprach Seguro auch globale Themen an. Er warnte vor den Auswirkungen des Klimawandels und betonte, kein Staat könne diese Herausforderungen allein bewältigen.

Bild: Sara Mato / MAEn

Der neue Präsident verwies zudem auf politische und wirtschaftliche Herausforderungen in Portugal. Dazu gehören nach seinen Angaben schwaches Wirtschaftswachstum, soziale Ungleichheiten, eine alternde Bevölkerung sowie Schwierigkeiten beim Zugang zu Wohnraum und Gesundheitsversorgung.

Seguro kündigte an, politische Stabilität fördern zu wollen. Portugal habe in den vergangenen Jahren mehrere kurze Legislaturperioden erlebt, was zu einer Phase häufiger Wahlen geführt habe.

Der Präsident erklärte, er wolle dazu beitragen, diesen politischen Zyklus zu stabilisieren.

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