Präsident Faustin-Archange Touadéra hat die Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik zu Geschlossenheit und gemeinsamer Verantwortung für die Stabilität des Landes aufgerufen. Zum Beginn der Fastenzeit wandte er sich am 20. Februar in Bangui an Christen und Muslime und forderte ein gemeinsames Engagement für Frieden und Sicherheit.
Er erklärte, das Land habe unter vergangenen Krisen und Spaltungen gelitten und dürfe nicht erneut zurückfallen. „Unser Land kann nicht mehr zurückgehen. Wir haben zu sehr unter Krisen und Brüchen gelitten. Es ist Zeit, den Frieden endgültig zu festigen“, sagte Touadéra.
Appell an Religionsgemeinschaften
Der Präsident betonte, die Fastenzeit solle nicht nur eine Phase des Gebets und der Enthaltsamkeit sein, sondern auch eine Zeit der inneren und nationalen Erneuerung. „Möge diese Zeit auch eine Reinigung unserer Herzen sein, die Ablehnung von Hass und eine aufrichtige Versöhnung zwischen den Söhnen und Töchtern unserer Nation“, erklärte er.

Touadéra wandte sich an religiöse Führungspersönlichkeiten mit der Aufforderung, ihre Gotteshäuser zu Orten des Friedens zu machen. „Keine Religion predigt Gewalt. Wer den Glauben instrumentalisiert, um das zentralafrikanische Volk zu spalten, verrät den Geist unserer religiösen Traditionen“, sagte er.
Zugleich unterstrich der Präsident, dass Sicherheit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Die Verteidigung des Landes liege nicht allein bei den Sicherheitskräften, sondern erfordere auch das verantwortungsvolle Verhalten und die Wachsamkeit der Bürger.
Diplomatische Öffnung zur Stabilisierung
Parallel zu seinem innenpolitischen Appell setzt Touadéra auf eine verstärkte außenpolitische Vernetzung. Nach Angaben aus Bangui intensiviert die Regierung bilaterale und multilaterale Partnerschaften, um Unterstützung in den Bereichen Sicherheit, Infrastruktur, Wirtschaft und soziale Entwicklung zu mobilisieren.

Die diplomatische Strategie zielt darauf ab, das Land nach Jahren politischer und sicherheitspolitischer Krisen international neu zu positionieren und Investitionen zu fördern. In den vergangenen Jahren habe die Zentralafrikanische Republik ihre Kontakte zu traditionellen Partnern gefestigt und zugleich neue Kooperationen aufgebaut.
Die Regierung betrachtet diese außenpolitische Diversifizierung als Bestandteil eines umfassenderen Ansatzes zur nationalen Stabilisierung und zum Wiederaufbau staatlicher Strukturen.