Burkina Faso erhöht Staatsanteil an Goldmine Kiaka

Burkina Faso baut seine Beteiligung an strategischen Bergbauprojekten weiter aus. Der Ministerrat beschloss am 19. Februar 2026 ein Dekret, mit dem der Staatsanteil an der Bergbaugesellschaft KIAKA SA auf 40 Prozent erhöht wird.

Projekt in Zoundwéogo betroffen

KIAKA SA verfügt über eine Abbaulizenz für das Goldprojekt Kiaka in der Gemeinde Gogo in der Provinz Zoundwéogo, Region Nazinon. Das Konzessionsgebiet umfasst 54,02 Quadratkilometer und zählt zu den größeren Goldprojekten des Landes.

Mit der zusätzlichen Beteiligung stärkt der Staat seine Position im Kapital der Gesellschaft und erweitert seinen Einfluss auf Governance- und Gewinnstrukturen.

Rechtsgrundlage im neuen Bergbaugesetz

Die Maßnahme stützt sich auf die Artikel 66 und 306 des Bergbaugesetzes Nr. 016-2024/ALT vom 18. Juli 2024 sowie auf ein Dekret vom 21. März 2025, das die Modalitäten für die Kapitalstruktur industrieller Bergbaugesellschaften regelt. Diese Vorschriften sehen eine stärkere Beteiligung des Staates und nationaler Investoren an Bergbauunternehmen vor.

Strategie der „mineralischen Souveränität“

Die Entscheidung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung im Rohstoffsektor. Ziel ist es, die nationalen wirtschaftlichen Erträge aus der Nutzung natürlicher Ressourcen zu erhöhen und die staatliche Präsenz in Schlüsselindustrien auszubauen.

Mit dem Schritt positioniert sich die Regierung deutlicher in der Governance des Goldsektors, der für die Exporterlöse des Landes eine zentrale Rolle spielt. Die Erhöhung des Staatsanteils an KIAKA SA markiert damit eine weitere Etappe in der Umsetzung der bergbaupolitischen Reformagenda.

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