Deutschland hat im Jahr 2025 mehreren Staaten Schulden erlassen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage im Bundestag hervor. Insgesamt wurden fünf Ländern Forderungen im Rahmen von Schuldenumwandlungen oder Erlassvereinbarungen reduziert.
Den größten Umfang hatte der Schuldenerlass gegenüber Ägypten. Dort wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 55 Millionen Euro erlassen. Weitere Maßnahmen betrafen Tunesien mit 30 Millionen Euro sowie Indonesien mit 24 Millionen Euro.
Kleinere Beträge entfielen auf Guatemala und die Mongolei, denen Deutschland jeweils fünf Millionen Euro Schulden erlassen hat.
Schuldenumwandlungen als Instrument

Bei einem Teil der Maßnahmen handelt es sich um sogenannte Schuldenumwandlungen. Dabei werden bestehende staatliche Forderungen nicht vollständig gestrichen, sondern unter bestimmten Bedingungen – etwa zugunsten von Entwicklungs- oder Investitionsprojekten – reduziert oder in zweckgebundene Programme überführt.
Die Bundesregierung teilte mit, dass aktuelle Zahlen zum Stand der ausstehenden Forderungen zum 31. Dezember 2025 voraussichtlich erst Mitte des zweiten Quartals 2026 vorliegen werden. Diese sollen anschließend auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums veröffentlicht werden.
Schuldenerlasse und -umwandlungen sind Bestandteil der deutschen Entwicklungs- und Finanzpolitik. Sie kommen insbesondere bei Ländern zum Einsatz, die hohe Schuldenlasten tragen oder sich in wirtschaftlich angespannten Situationen befinden. Die nun veröffentlichten Zahlen beziehen sich ausschließlich auf das Jahr 2025.