China schafft Zölle für Afrika ab – mit einer Ausnahme

China wird ab dem 1. Mai die Einfuhrzölle für nahezu alle afrikanischen Länder aufheben. Das kündigte Staats- und Parteichef Xi Jinping am 14. Februar 2026 anlässlich des Gipfels der Afrikanische Union in Addis Abeba an.

Die Nullzollregelung soll für 53 afrikanische Staaten gelten, mit Ausnahme von Eswatini. Das Königreich unterhält diplomatische Beziehungen zu Taiwan, das von Peking als Teil der Volksrepublik China betrachtet wird.

Erweiterung der bestehenden Nullzollpolitik

China gewährt bereits 33 afrikanischen Ländern zollfreien Zugang für ihre Exporte. Im vergangenen Jahr hatte Peking angekündigt, diese Regelung auf alle afrikanischen Staaten auszuweiten, mit denen diplomatische Beziehungen bestehen.

Mit der nun genannten Frist wird die Ausweitung konkret terminiert. Ab dem 1. Mai sollen damit sämtliche betroffenen afrikanischen Länder ohne Einfuhrzölle in den chinesischen Markt exportieren können.

Aufhebung der Zölle in Afrika als geopolitscher Hebel

China ist der größte Handelspartner Afrikas und finanziert im Rahmen der sogenannten „Belt and Road“-Initiative umfangreiche Infrastrukturprojekte auf dem Kontinent. Die Ausweitung der Nullzollpolitik erfolgt vor dem Hintergrund wachsender globaler Handelsspannungen.

Mehrere afrikanische Staaten intensivieren ihre Wirtschaftsbeziehungen zu China und anderen Partnern, nachdem die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr weitreichende Zollerhöhungen angekündigt hatten.

Xi erklärte laut staatlichen chinesischen Medien, die Nullzollvereinbarung werde „zweifellos neue Möglichkeiten für die Entwicklung Afrikas eröffnen“.

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