Tschad und Deutschland vertiefen ihre Entwicklungskooperation mit 15 Millionen Euro

Der Tschad und Deutschland haben bei ihren intergouvernementalen Verhandlungen am 25. November 2025 in N’Djamena ein neues Kooperationspaket beschlossen. Deutschland stellt 15 Millionen Euro zur Verfügung, die gezielt die Prioritäten des nationalen Entwicklungsplans „Tchad Connexion 2030“ unterstützen sollen. Die Gespräche wurden vom tschadischen Staatsminister Tahir Hamid Nguilin und dem Leiter der BMZ-Sahel-Division, Bernhard Braune, geleitet.

Schwerpunkte der neuen Kooperation

Die Mittel richten sich an zentrale Bereiche, die für die Stabilität und Entwicklung des Landes maßgeblich sind.

Förderung sozialer Kohäsion und lokaler Resilienz

Ein Teil der Investitionen ist für Programme vorgesehen, die sozialen Zusammenhalt stärken und Gemeinden unterstützen, die von Konflikten, Fluchtbewegungen und humanitären Belastungen betroffen sind. Ziel ist es, lokale Strukturen widerstandsfähiger zu machen und Spannungen in besonders sensiblen Regionen abzubauen.

Inklusion und wirtschaftliche Teilhabe

Deutschland unterstützt Initiativen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Eingliederung benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Dazu gehören Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung und Programme, die den Zugang zu Einkommensmöglichkeiten erleichtern.

Energie und Klima

Im Mittelpunkt stehen Projekte zu erneuerbarer Energie und Anpassung an den Klimawandel. Diese Maßnahmen sollen die Energieversorgung stabilisieren und den Umgang mit den zunehmenden klimatischen Belastungen verbessern.

Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit

Beide Seiten betonten, dass ihre Kooperation auf guter Regierungsführung, Transparenz und dem Einsatz gegen Korruption basiert. Der Schutz der Menschenrechte, insbesondere die Gleichstellung der Geschlechter, gehört zu den Grundpfeilern der bilateralen Vereinbarungen.

Die Gespräche markierten zugleich eine Fortsetzung der umfassenden Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Der deutsche Botschafter Jens Kraus-Massé verwies auf mehr als 200 Millionen Euro deutscher Engagements der vergangenen Jahre und auf die Rolle des Tschad als wichtiger Akteur bei der Aufnahme von Geflüchteten und für die Stabilität im Sahel.

Bedeutung für die regionale Stabilität

Die neuen Vereinbarungen stärken den politischen Dialog zwischen Berlin und N’Djamena in einer Region, die stark von sicherheitspolitischen Herausforderungen geprägt ist. Durch die Kombination aus Entwicklungsunterstützung, Energiethemen und sozialer Stabilisierung soll die Zusammenarbeit dazu beitragen, langfristige Entwicklungsbedingungen zu schaffen.

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